Mein Gedanke dazu....

M. S., Schwabenland, Freitag, 29.11.2019, 21:43 (vor 219 Tagen) @ paranoia1145 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.11.2019, 22:00

Hallo Paranoia,

Wenn Du Dich beliefern lässt, kommt leider nicht Bruce Willis und bringt
Dir die Barren mit dem LKW vorbei.
Du kriegst Lagerscheine und mit denen kannst Du dann Deine Barren in dem
entsprechenden Lager abholen.
Tust Du das nicht, zahlst Du Lagermiete!

Ja, das ist auch beim Xetra-Gold so. Man kann es sich definitiv (mit Kosten natürlich) liefern lassen (an eine Geschäftsstelle einer Bank). Aber man lässt es eher lagern. Diese Lagerkosten läppern sich auch.

Der Käufer erhofft sich wohl einen schnellen Anstieg in kurzer Zeit,

der

bedeutend mehr Preis in der Option als Zeitwertverfall bringt, um den
Schnitt zu machen.


Das wäre eine Möglichkeit.
Es gibt noch eine zweite, die sich auf einen Gewinnmöglichkeit vor
Fälligkeit bezieht. Vielleicht hast Du ja eine Idee...

Das meinte ich eigentlich damit. Der Call verliert naturgemäß über die Laufzeit an Wert, wenn sich das Underlying nicht bewegt.
Wenn der Goldpreis jetzt meinetwegen einen starken Sprung in wenigen Wochen macht, dann wird der Call um einiges teurer. Zu diesem höheren Preis kann der Halter der Calls sie dann wieder mit Gewinn verkaufen (so er Käufer findet), jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp).

Gold sich doch kaum bewegt.


Auch wenn der Goldpreis sich kaum bewegt, kann der Optionspreis
ansteigen.
Dann muss der Stillhalter nachschießen.

Eigentlich nicht, oder nur sehr gering bei sehr geringem Preisanstieg. Der muss auf jeden Fall größer sein als der rechnerische Zeitwertverfall (Theta) der Option. Der Zeitwertverfall geht zu Null (bei Strike aus dem Geld, also ohne inneren Wert). Also wenn ich einen Call kaufe mit Strike 1500 bei tatsächlichem Preis von 1500, also direkt am Geld, mit einer Laufzeit von 3 Monaten, und ich bezahle vielleicht 50 Prämie, dann rechnet sich der Call ab einem Preis von >1550 bei Verfall. Oder eben bei hohem Kurszuwachs im Underlying und Call zu beliebigem Zeitpunkt unterwegs dahin.

Wenn der Preis bei 1500 festgenagelt bleibt, dann verbilligt sich der Call mit der Zeit immer weiter, weil die Laufzeit (geringere Wahrscheinlichkeit auf Übertreffen des Strike) kürzer wird, einen Gewinn zu erzielen, bis der Call am Verfallstag bei Preis <=1500 wertlos verfällt.

Der Stillhalter muss nie etwas nachschießen. Er würde nur teurer zurück kaufen müssen (also Verlust), als er eingenommen hat, wenn das Underlying steigt, und damit Geld draufzahlen (was der Gewinn des Callkäufers ist), wenn er sein Underlying nicht hergeben will.

Des wäre aber dumm. Sowas muss man vorher klar haben, dass man den short covered Call dann auch durchzieht und das Underlying hergibt mit Gewinn.

MS


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