Wer hat, dem wird gegeben - du wirst dich noch wundern....

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 10.11.2019, 20:00 (vor 196 Tagen) @ Weiner3027 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.11.2019, 20:18

https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Mt%2013,1-30/

Das ist Orginalton JESUS, und ein von ihm sehr häufig gebrauchtes
Sprichwort. Weil er sich offensichtlich nicht verstanden fühlte?

Reingefallen! Ätsch Bätsch! Leider gibt es keinen Originalton Jesu (die beherrschten damals noch den Genitiv).

In Bezug zur Frage höre ich an der bezeichneten Stelle "ÖL-Zeitalter",
den Rest des Videos habe ich mir jedoch nicht angehört noch angesehen.

Danke. Wenn man es weiß, dann höre ich das auch. Das Ölzeitalter wird allerdings nicht so bald enden, sondern erst dann, wenn das letzte Erdgas und das letzte Stückchen Kohle verflüssigt wurde bzw. wenn man mehr Energie für die Gewinnung benötigt als man daraus beziehen kann. Und das sind nach heutiger Sicht noch mehrere Jahrhunderte.

Allerdings ist das Kapital - was du nicht sehen kannst - ein Derivat der Macht. Und da hat Dirk Müller recht und du wirst dich noch wundern, wie das Kapital zerrinnt, sobald die Macht wackelt. Und das wird schneller geschehen, als man heute glaubt, wenn aus der gerade beginnenden globalen Auseinandersetzung kein eindeutiger Sieger hervorgeht. Dann befinden wir uns schnellstens auf dem Stande wie damals als das oströmische Reich noch Bestand hatte, Justinian aber nicht in der Lage war, den Westteil zurückzugewinnen, sondern ihn den tumben Germanen überlassen musste. Es folgten 1.000 Jahre Finsternis.

Denn ich habe ganz und gar nicht den Eindruck, dass "die Macht" gerade
bebt. Im Gegenteil nehme ich wahr, dass sie fester im Sattel sitzt als je
zuvor.

Hättest du besser länger angehört. Auch darauf wird von Dirk Müller ausführlich eingegangen, insbesondere auch, wie sich die Verhältnisse schnellstens ändern können.

"Die Macht" sind nach meiner Auffassung - ganz im Gegenteil zu der im
Forum hier - aber nicht Staaten und staatliche Organe mitsamt dem ganzen
daran hängenden Rattenschwanz. "Die Macht" ist für mich vielmehr "das
Kapital". Das wiederum bedient sich nur der Staaten und staatlicher Organe,
um Menschen sowohl als Arbeiter wie auch als Konsumenten auszubeuten.

Das Kapital ist nun mal eben ein Derivat des Staates und das kann schnell geschehen, dass 1 Billion Reichsmark nur noch den Wert von 1 $ hat, wenn die Macht des Staates zerfällt.

Aber ebenso titanisch ist nun der Ansturm des Geldes auf diese geistige Macht. Auch die Industrie ist noch erdverbunden wie das Bauerntum. Sie hat ihren Standort und ihre dem Boden entströmenden Quellen der Stoffe. Nur die Hochfinanz ist ganz frei, ganz ungreifbar. Die Banken und damit die Börsen haben sich seit 1789 am Kreditbedürfnis der ins Ungeheure wachsenden Industrie zur eigenen Macht entwickelt und sie wollen, wie das Geld in allen Zivilisationen, die einzige Macht sein. Das uralte Ringen zwischen erzeugender und erobernder Wirtschaft erhebt sich zu einem schweigenden Riesenkampf der Geister, der auf dem Boden der Weltstädte ausgefochten wird. Es ist der Verzweiflungskampf des technischen Denkens um seine Freiheit gegenüber dem Denken in Geld. [Fußnote]

Die Diktatur des Geldes schreitet vor und nähert sich einem natürlichen Höhepunkt, in der faustischen wie in jeder andern Zivilisation. Und nun geschieht etwas, das nur begreifen kann, wer in das Wesen des Geldes eingedrungen ist. Wäre es etwas Greifbares, so wäre sein Dasein ewig; da es eine Form des Denkens ist, so erlischt es, sobald es die Wirtschaftswelt zu Ende gedacht hat, und zwar aus Mangel an Stoff. Es drang in das Leben des bäuerlichen Landes ein und setzte den Boden in Bewegung; es hat jede Art von Handwerk geschäftlich umgedacht; es dringt heute siegreich auf die Industrie ein, um die erzeugende Arbeit von Unternehmern, Ingenieuren und Ausführenden gleichmäßig zu seiner Beute zu machen. Die Maschine mit ihrer menschlichen Gefolgschaft, die eigentliche Herrin des Jahrhunderts, ist in Gefahr, einer stärkeren Macht zu verfallen. Aber damit steht das Geld am Ende seiner Erfolge, und der letzte Kampf beginnt, in welchem die Zivilisation ihre abschließende Form erhält: der zwischen Geld und Blut.
https://gutenberg.spiegel.de/buch/der-untergang-des-abendlandes-zweiter-band-5329/85

Gruß Mephistopheles

--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen


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