Gesamtwohl

Falkenauge, Montag, 28.10.2019, 16:48 (vor 336 Tagen) @ valuereiter1670 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 28.10.2019, 17:00

was soll "das Gesamtwohl" sein?

jede Gruppe ... jede soziale "Schicht" bzw. Klasse ... im Grunde jedes
Individuum hat seine eigene Interessen/Wertvorstellungen/usw. ...

Gesamt- oder Gemeinwohl besteht darin, dass die Befriedigung einzelner Interessen nicht zu Lasten der berechtigten Interessen anderer gehen darf, also alle berechtigten Interessen berücksüchtigt werden müssen.

--> Aufgabe der Politik ist, einen bestmöglichen (oder zumindest möglich
wenig schlechten) Kompromiss zu finden, wie ein für alle tragbarer
Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen gefunden werden kann!

Das sind Phrasen des derzeitigen Systems, in dem es prinzipiell um das möglichst vollständige Durchsetzen der je eigenen Interessen geht, das nur am Widerstand der anderen Interessenvertreter scheitert. Was dabei herauskommt, nennt man dann Kompromiss oder "tragbarer Ausgleich", was nur heißt, ich muss es halt tragen, dass ich nicht ganz durchgedrungen mit meinen Interessen. Ich muss es später noch mal versuchen.

Demokratie kann eben dann funktionieren, wenn 1. die verschiedenen
Interessen/Gruppenwohle gebündelt werden und 2. in einer konstruktiven
Streitkultur
Lösungen ausgefochten werden!
(und dafür braucht es eher einen Wehner und einen Strauß als Merkel und
Nahles)

Was so als Parteienkampf funktioniert, ist eben keine Demokratie.
Es ist etwas ganz anderes, wenn es nicht um den Kampf der Interessen gegeneinander, sondern von vorneherein um das gemeinsame Erkenntnisbemühen geht, was nur dem Einzelnen und was dem Gemeinwohl dient. Natürlich ist das nicht immer einfach festzustellen, dazu bedarf es der geistigen Auseinandersetzung, des Zusammentragens der verschiedenen Gesichtspunkte und Aspekte.
Das ist in einem Parteiensystem nicht möglicht, in dem von vorneherein Teil- (pars - Teil) Interessen gegeneinander kämpfen. Kandidaten dürfen nicht Parteivertreter wie heute, sondern müssen wirkliche Volksvertreter sein, die das Gemeinwohl, das Wohl aller Volksteile im Auge haben und sich darum gemeinsam bemühen.

Man muss sich halt mit der Sache mal etwas gründlicher befassen, um aus eingefahrenen Denkgewohnheiten herauszukommen. Siehe genauer hier: Das Verhängnis der Parteien.

Siehe ergänzend auch: Das politische Rechts-Links-Schema als Kampfinstrument


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