Kierkegaard und Vorsokratiker

Diego2, Sonntag, 27.10.2019, 12:33 (vor 336 Tagen) @ Oblomow2929 Views

Ich koennte mir vorstellen, dass die Selbstfindungsproblematik, eben der
Versuch, wieder heil zu werden, das Gemeinsame ist. Kierkegaard ist der
Urvater des Existenzialismus.

Da könnte etwas dran sein, auch, wenn man bei Kierkegaard sieht, dass er ist tiefreligiös ist und die seiner Meinung nach unzulängliche institutionelle (nebenbei protestantische) Kirche ablehnt. Da könnte man Jesuitismus dahinter vermuten.

Die Vorsokratiker interessiert, deswegen heißen sie auch besser
Naturphilosophen, die Natur: περὶ φύσεως perì phýseōs.


Auch wenn ich in diesen Themen nur autodidaktischer Laie bin, bezog ich mich auf etwas anderes. Ich habe mich nicht auf den Inhalt ihrer Philosophie, sondern Ihren Erkenntnisweg bezogen.

Parmenides (Eleat) sagt:
a) dass sich nichts verändern kann und
b) dass die Sinneseindrücke deshalb unzuverlässig sein müssen.

Für mich ist das Rationalismus.

Heraklit dagegen sagt:
a) dass sich alles verändert (» Alles fließt«) und
b) dass die Sinneseindrücke zuverlässig sind.

Für mich geht das in Richtung Empirie, auch wenn es noch nicht zu Experimenten kommt. Hierauf hatte ich mich in Bezug auf den Existenzialismus bezogen, erst Sein und Sinneseindruck und dann Verstand / Geist....Also für mich in meiner Beschränktheit, das umgekehrte der christlichen Metaphysik, wo der Geist (Gott) zuerst kommt. Deshalb meine Mühe im Existenzialismus verkappte christliche Metaphysik zu finden.

Gruss
Diego


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