Dem stimme ich in dieser Form nicht zu. Ein Freund ist natürlich ein wesentlicher Punkt.

Olivia, Dienstag, 08.10.2019, 21:05 (vor 309 Tagen) @ Fleet1671 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 08.10.2019, 21:11

den ganzen Humbuck kann man sich sparen, wenn man einen wirklich

Guten Freund hat. Der ist heute absolute Mangelware. Mit ihm
kann man über alles sprechen, der sagt dir auch mal die Meinung und weist
dich bei "psychischen Störungen" auch schon mal zurecht.

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Ein unterstützendes Umfeld (Familie, Feunde) ist immer wichtig. Ganz besonders aber auch in Krisensituationen. Bei manchen Dingen reicht es aber nicht aus und die Familie und Freunde sind unglücklich, weil sie nicht helfen können. Siehe dazu das Thema "Depressionen". In solchen Fällen ist es wichtig, dass das UMFELD dafür sorgt, dass professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird. Diese kann sowohl medikamentös als auch psychologisch sein. Wichtig ist, dass sie dem Menschen hilft, aus einer Krisensituation herauszukommen.

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"Also wenn jemand "privat zahlt", dann hat er auch die Möglichkeit, sich
"coachen" zu lassen und wird nicht als "Patient" etikettiert."

ist nichts anderes als das Zurechtbiegen auf Systemkonformität.

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Das ist leider Unsinn. Die meisten Sportler nehmen Coaches und arbeiten mit Methoden der Psychologie, z.B. mit "Imagination" und dem "Vorstellen, wie sie in bestimmten Situationen handeln". Die sind nicht "krank", sondern die wollen Situationen "im Vorhinaus" trainieren. Das sind Dinge, die allgemein anerkannt sind und durchgehend "benutzt" werden. Solche Coaches werden selbstverständlich nicht von der Krankenkasse gezahlt. Wenn sich ein Sportler durch einen Sportunfall schwer verletzt und in die Reha muss und ggf. sein ganzes Leben umstellen muss, dann stehen u.a. auch psychologische Hilfeleistungen zur Verfügung. Die helfen in dem Falle, das Traume zu überwinden und werden von der Kasse gezahlt.

Viele "Kreative" nutzen auch das Angebot von "Coaches", um bestimmte "Hemmschwellen", die sie z.B. vom Arbeiten abhalten, genauer zu analysieren. Die systemischen psychologischen Ansätze gehen davon aus, dass jedes "Symptom" einen "Zweck" erfüllt.

Man kann aber auch Coaches in Anspruch nehmen, wenn man sehr gestresst ist und einfach irgend eine Stelle benötigt, wo man "loslassen" kann und alles sagen, was einem durch den Kopf geht (und sicher ist, dass das nicht irgendwann gegen einen verwendet wird). Das ist oft für gestresste Führungskräfte sehr wichtig. Die sind natürlich keine "Patienten" in dem Sinne, sondern Clienten, die sich eine Dienstleistung "kaufen".

Bei vielen "Lebenskrisen" können therpeutische Ansätze oder ein Coaching helfen, dass die Menschen besser damit klar kommen. Ich nenne hier nur einmal Scheidung, Unfälle, plötzlicher Tod eines Partners oder eines Kindes oder das frühe Versterben der Elten. Viele der Menschen, die das Attentat in Frankreich mitbekamen, waren danach in psychologischer Betreuung. Und da kann man wirklich nur sagen: Gott sei DANK, dass es mitfühlende Psychologen gibt und dass die KASSE für solche Fälle auch zahlt.

Ich glaube bei dem Attentat in Berlin wurde den Angehörigen von Opfen eine solche Betreuung nicht zugestanden.

Das Thema ist sehr vielschichtig. Mit Schlagworten kommt man da nicht weiter. Wir können trotz aller Mängel zufrieden sein, dass es solche Hilfestellungen gibt und dass man sie (wenn man nicht aktenkundig werden will) auch völlig privat "buchen" kann.

Wenn es dich interessiert, dann schaue einmal in der Literatur. Es gibt viele Veröffentlichungen mit Fallbeispielen. Man muss nur wissen, dass man nicht jede "Methode" auf jeden Menschen "drücken" darf und dass auch nicht jeder Therapeut mit jedem Menschen arbeiten kann. Das liegt aber in der Verantwortung des Hilfesuchenden. Als mündiger Client/Patient muss er/sie bereit sein, das wahrzunehmen und dann auch entsprechend danach handeln.

Die Verantwortung für das eigene Leben, die kann uns nie jemand abnehmen. Die müssen wir alleine wahrnehmen.

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Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!


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