Gossenjournalismus

Nico, Freitag, 20.09.2019, 01:54 (vor 254 Tagen) @ Olivia1869 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 20.09.2019, 02:00

Ich stelle das hier mal herein. Zwar bin ich kein "Freund" von Björn
Höcke, aber was dieser "Journalist" da abdreht, dass ist wirklich nicht
mehr zu glauben.

Widerlich. Höcke wirkt in diesem Interview trotz der ständigen Angriffe
sehr professionell.

Also so etwas geht wirklich nicht. Dann spricht dieser "Pisa-Clown" auch
noch von "Pressefreiheit".

https://www.youtube.com/watch?v=YfTo4jgPveE


Die Frage, welche den unterschiedlichen Parteikollegen von Björn Höcke gestellt wurde ist suggestiv – sie ist also eine als Frage getarnte Aussage, welche dem Befragten wiederum unterschwellig nahelegt, sich diese selbst zu eigen zu machen. Es wird impliziert, dass es überhaupt naheliegend wäre, dass die betroffene Aussage von Adolf Hitler stammen könnte, aber kaum von jemanden, der nicht auch einen zumindest potentiellen Massenmörder darstellt. Diese Suggestion wird in der Eröffnungsfrage jenes „Journalisten“ (dessen Name mir nicht klar ersichtlich wurde) an Björn Höcke fortgeführt. Es wird suggeriert, dass jene Parteikollegen, welche bereits selbst sichtlich auf die so erzeugte Suggestion hereingefallen sind, sich durch Höckes Zitat an Hitler erinnert fühlen, nicht aber durch den Pseudo-Journalisten selbst. Es bleibt dabei auch unbekannt, aus welchen weiteren Befragungen die für die zu erzielende Suggestion passenden Antworten ausgewählt wurden. Die Befragten werden vor eine Schwierigkeit gestellt, umgehend eine für das Fernsehen akkurat erscheinende Antwort liefern zu müssen, und man nutzt den so erzeugten Zeitdruck für den nur noch als Journalismus verkleideten, und in Wahrheit von Lobbyisten bezahlten politischen Aktivismus aus.

Die Vorgehensweise ist niederträchtig und der Berufsstand des Journalisten stünde in der Pflicht, sich von solcher Methodik zu distanzieren. Damit ist aber auch in diesem Fall kaum noch zu rechnen und dieser Vorgang bedeutet deshalb keinen Einzelfall, sondern ein schon lange nicht mehr überraschendes Symptom eines heute als vollständig ehrlos zu betrachtenden Berufsstandes, genau jenem des Journalisten. Besonders bestürzend ist aber der auf diese Weise sichtbar werdende Zustand der gesamten Gesellschaft, welche solche Praktiken annimmt, anstatt sie abzustoßen.

Leider klingt der Begriff eines „Suggestionsjournalismus“¹ nicht so herabsetzend, wie es gebührend wäre. Deshalb ziehe ich den etwas unschärferen Begriff der Lügenpresse² weiterhin vor.³ Vor einiger Zeit hatte ich mich noch bemüht, dessen Wesen in seiner Abscheulichkeit einmal zu porträtieren.

Suggestionsjournalismus

¹
Was wäre besser, Suggestions- oder Suggestiv-Journalismus? Ich weiß es nicht genau.

²
Der Begriff Lügenpresse trifft in aller Regel auf die Absicht zu, und ist nur formal nicht immer zutreffend.

³
Netterweise hat aber @der_Chris diesen Begriff einmal aufgegriffen.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=486464

PS:
Ich habe mir das Interview übriegens nicht weiter angehört, freue mich aber, dass sich Björn wohl wieder mal gut geschlagen hat, und ich wünsche Ihm an dieser Stelle alles Gute. Bei der Gelegenheit auch miene Glückwünsche an dich, Olivia, und an die gesamte Runde unseres Forums.

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... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...


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