Ihr kapiert das alle nicht - außer mich.

Mephistopheles, Datschiburg, Donnerstag, 15.08.2019, 12:35 (vor 334 Tagen) @ PPQ2889 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 15.08.2019, 12:40

Man muss kein Fan oder Sympathisant dieser ältesten deutschen Partei
sein, um hier ein gewisses Bedauern zu spüren. Bei der SPD wusste man
früher immerhin, was man hatte und was man nicht bekommen würde. Wenn
diese Truppe den Kurs hält, ist sie in zwei, drei Jahren Geschichte. Und
man weiß nicht, was dann kommt.

Ein
Duo Infernale: Die fürchterlichen Retter der SPD

Zuerst wurde die Arbeiterpartei SPD vom Mittelstand und öffentlich Bediensteten/Beamten (den Söhnen und Töchtern der Arbeiter) übernommen. Das sind die Folgeschäden von 1968. Die wählten die SPD nur noch aus Tradition, ein Klasseninteresse hatten sie schon lange nicht mehr.
Dann wurde das Proletariat abgeschafft, erstens durch die zweite oder dritte, mittlerweile die vierte Industrielle Revolution (es gibt die Arbeiterjobs nicht mehr und was es noch gibt, ist längst von Unaussprechlichen übernommen), zweitens wurden aus den proles, den Enterbten, Kleinbürger mit Eigenheim oder Eigentumswohnung, zumindest aber Rentenanspruch und betriebliche Altersvorsorge und Lebensversicherung/Spar-, Kapitalanlagen.

Was es noch an Proletariern gibt, also denen, die Nichts haben, ist längst zu den Nichtwählern übergelaufen.

Erstaunlich ist nur, dass die SPD immer noch über 5% Stimmenanteil liegt. Vermutlich halt, weil man es seit 50 Jahren so gewohnt ist und sich dem Altersheim nähert.

Die SPD ist jedenfalls eine Partei, für die keine Notwendigkeit mehr besteht. Wie Pferdekutschen. Nur noch Folklore.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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