Wenn Medizin selbst krank wird

Nico, Sonntag, 11.08.2019, 17:01 (vor 335 Tagen) @ Phoenix52093 Views

...kommt ein derartiges Geschwurbel heraus:

www.goldseiten.de/artikel/417676--Das-Raetsel-der-Elektron-Muenzen.html

Ich habe herzlich gelacht.

Wie elegant löst dottores Machttheorie all diese Rätsel.

Nun ist dottores Debitismus zuvor aber sehr gut ohne diese Machttheorie ausgekommen, und für meine Begriffe wirft diese alles Vorherige auch erst wieder über den Haufen.

Würde man nur
ein einziges Mal von dem Unsinn vom "intrinsischen Wert" wegkommen, ja sich
auch nur einmal die realen Abläufe im klassischen Goldstandard ansehen...

Schon richtig, nur wundere ich mich immer wieder darüber, dass nun aber ausgerechnet die (Neo-) Debitisten selbst das Konzept der „Sicherheiten“ als angeblich essenziell für das Geld beschreiben.

Kommt es denn keinen Ökonomen seltsam vor, dass Gold heute von 35$ auf
850$ steigt, um wieder auf 250$ zu sinken, um schließlich auf 1900$ zu
steigen und wieder auf knapp 1000$ zu fallen, während es im Goldstandard
keine derartigen Schwankungen in der Kaufkraft gab?

Die Entstehung eines Goldstandards mag eine notwendige Vorstufe in der Genese eines heutigen Fiat-Money bedeutet haben. Zweifelsohne ein wichtiger Fortschritt.

Kommt es denn keinen Ökonomen seltsam vor, dass es in Stämmen so gut wie
keine Innovation und kein "Wirtschaftswachstum" über 300.000 Jahre lang
gab und es plötzlich, just mit der Geburt des Staates, zu einer Explosion
der Innovationskraft kam?

Weil Innovation und die s.g. „Geburt des Staates“ ohnehin eine Tautologie bedeuten, und sich NICHT gegenseitig als Ursache und Wirkung dienen.

Kommt es keinen Ökonomen seltsam vor, dass Stämme angeblich Geld benutzt
haben sollen, obwohl es dort keine Überschussproduktion gibt, die man
damit kaufen kann?

Siehe oben. Von „Überschüssen“ kann so wie so nur aus einem bestimmten Blickwinkel überhaupt gesprochen werden. In einem absoluten Sinne würden Überschüsse aber Erzeugnisse bedeuten, die nicht nachgefragt werden und liegenbleiben. Solche Überschüsse werden aber allgemein nach Kräften vermieden.

Der ursprüngliche Debitismus beschrieb das Wirtschaften noch aus den Prinzipien des Lebens heraus – Urschuld, Schuld, Kontraktschuld. Es ist der Neo-Debitismus, der in genau die selbe infantile Micky Maus-Ökonomie zurückfällt, welche vom Debitismus seiner Zeit noch belächelt wurde. So wie die Tauschökonomen das Geld in die Tauschwirtschaft erst einführen, so führen die Neo-Debitisten nun den Staat in eine angebliche „Subsistenzwirtschaft“ ein.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Ja, es wird viel gestaunt in dieser Welt. [[zwinker]]

Gruß
Phoenix5

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...


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