Hopp oder Top: Renaissance oder Niedergang? (Stelle eine neue VT zur Diskussion)

Ikonoklast, Samstag, 13.07.2019, 14:44 (vor 325 Tagen)4859 Views

Hallo Zusammen,

durch den Post von @Otto Lidenbrock, meine eigenen Überlegungen/Beobachtungen, die Antwort von @Palstek und einer Leserzuschrift (weiter unten hierzu mehr) möchte ich folgende Gedanken zur Diskussion stellen.

Niedergang?

Befindet Europa sich auf den Pfaden des Römischen Reiches, die in Kleinstaaterei, Chaos, Krieg und Niedergang enden. Ähnlich der Ausführungen von Rolf Peter Sieferle - Fini Germania oder Michel Onfray - Niedergang, der die christlich-jüdische Kutlur ebenfalls im Niedergang sieht und in naher Zukunft durch etwas, das er derzeit noch nicht erkennen kann, abgelöst werden wird.

Renaissance?

Oder wurde das derzeit herrschende Chaos absichtlich vom Zaun gebrochen, um in Europa eine Art Renaissance (Wiedergeburt) zu bewirken. Ähnlich der Re-Islamisierung, die angestachelt durch die Einmischung des Westens, eine Rückbesinnung auf den Islam im Orient bewirkt hat. (vgl. hier Scholl-Latour) Kaum zu glauben, aber in den 60ern war Afghanistan noch ein Geheimtipp für die Hippies... Mischen die Kirchen deshalb kräftig im Migrationsbrei mit? In der Hoffnung auf eine Re-Christianisierung des Abendlandes durch eine äußere Bedrohungslage?

Aus eigenen Beobachtungen würde ich derzeit auf eine Renaissance tippen, was ich so beim Pendeln vernehme...

Nun zu Leserzuschrift mit sehr interessanten Links, anscheinend wird zukünftig eine autoritär-geführte Staatsform angestrebt.

Rolf Peter Sieferle: Lehren aus der Vergangenheit

Lehren aus der Vergangenheit
Im Kontext der anstehenden Transformation zu einer klimafreundlichen Gesellschaft stellt sich die
Frage, ob und wie weit hierfür Lehren aus vergleichbaren Transformationen in der Vergangenheit
gezogen werden können. Der Übergang zu einer „klimafreundlichen Gesellschaft“ muss als Element
eines umfassenderen Übergangs verstanden werden, der aus der strukturellen Nicht-Nachhaltigkeit
herausführt, in die die Menschheit im Zuge der Industrialisierung geraten ist. Es geht also um nichts
weniger als die Formierung eines auf Dauerhaftigkeit angelegten sozialmetabolischen Regimes, in
dessen Rahmen zugleich politische, soziale und kulturelle Standards erhalten und weiterentwickelt
werden sollen, wie sie sich in den letzten 200 Jahren gebildet haben.
Wenn wir historisch auf ähnlich dimensionierte Grosstransformationen schauen, so ist der anstehende
Übergang mit Vorgängen wie der neolithischen Revolution, der Bildung agrarischer Zivilisationen
sowie der industriellen Revolution zu vergleichen. In allen diesen Fällen haben sich grundlegende
Parameter von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur verändert mit der Folge, dass sich neuartige „Regimes“ gebildet haben. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, auf welche treibenden Kräfte
diese Transformationen zurückzuführen sind.

Und ein Video zur baldigen autoritär-geführten Staatsform.

Gegenthesen und Leserzuschriften (oben, neben meinem Namen) wie immer gerne gesehen!

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