Quergedanken

QuerDenker, Freitag, 14.06.2019, 10:45 (vor 394 Tagen) @ Silke1849 Views

Hallo Silke,

'IMHO' - auch Antworten der 'Mitgelben' aufgreifend - kommt es erst einmal darauf an, warum und was Du lernen willst.
Oder ob es ggf. nicht um Dich, sondern um Deine Kinder/Enkel geht!?

Und bei 'Programmieren' entscheidet erst Plattform und dann die Zielsetzung - also 'Tool' oder 'Anwendung' oder 'Embedded' usw.:

Zum Lernen sind Minirechner wie Raspies - also Linux - sicher eine sehr gute Plattform!

Das früher sehr gerne benutzte Delphi (als direkter Nachfahre von Borland/Turbo-Pascal - incl. zugehöriger 'Hype' in den 80/90ern, die dazu führte, dass 'Turbo-Pascal' beginnend ab CP/M80 und dann DOS usw. 'überall' verfügbar war) - und angeblich sollen frühere Office-Versionen seitens MS sogar damit erstellt worden sein - ist durch das schon genannte Lazarus(=IDE)&freepascal='fpc'(=Compiler++) als OpenSource=='frei' auf praktisch allen Plattformen beginnend bei kleinen ARMs bis hin zu Großrechnern wie AIX+SPARC verfügbar. Und Pascal erlaubt hier wie C/C++ 'normale' und OO Programmierung.
Auf Pascal trifft also in etwa auch das zu, was DT bzgl. COBOL und 'Langlebigkeit von Totgesagten' meinte.
Aber auch ein Blick auf ERLANG und Lisp->Scheme und Haskell usw. wäre für eine 'gesunde Basis' für sogenannte 'Programmierkenntnisse' empfehlenswert!

Sofern Du allerdings näher an die Hardware 'ranwillst' bleibt dir nur C/C++ und besser Assembler -- wobei es hier schon damit losgeht, dass 'eine Welt' Ziel->Quelle schreibt und 'die andere Welt' die Notation Quelle->Ziel nutzt, also man hier eine Art 'Doppelknoten' im Gehirn aufbauen muss... <img src=" />

Bei 'Hardware' sind wir nicht mehr weit weg von SPS. Auch diese wollen programmiert werden...

Ich persönlich habe mir schon von Anfang an mit Assembler den 'Tiefblick' geöffnet bzw. erhalten. Und mit Tiefblick meine ich, das es immer wichtig ist zu verstehen, was ein Befehl auf Hardwareebene macht. Bzw. was auf Hardwareebene+Prozessorebene notwendig ist um einen komplexere Operation einer Hochsprache auszuführen. Nächster Abstraktionsschritt wären bei Interesse auch zusätzlich grundlegende Elektronikkenntnisse - und hier meine ich nicht das 'Halbwissen' was man im sog. 'Makern' sogar in der angeblichen 'Fachliteratur' näherbringt, sondern wirkliches fundiertes Basiswissen.

Aber wenigstens 'leseseitig' kommst Du um C bzw. C++ ebensowenig herum, wie um die eine oder andere Scriptsprache incl. Shellprogrammierung.
Wobei PERL usw. sehr nahe an C/C++ gebaut sind, also ein Verständnis vn C/C++ bis auf Feinheiten (und 'Fallen' wie wunderschön nutzbare Quereffekte von z.B. PERL) ein grundlegendes Verständnis von Scriptsprachen/Shellsyntax liefert.

Von Java als 'Alleinsprache' würde ich ebenfalls abraten! Auch da durch das 'permanente' call-by-reference das 'Gefühl' dafür verloren geht - bzw. erst gar nicht entsteht - wann Rückwirkungen entstehen usw..

Wenn Du dich aber mehr auf 'Webprogrammierung' einlassen willst, kommst Du um JavaScript als browser-/clientseitigem Code ebensowenig herum, wie um PHP und Perl für serverseitigen Code und dazu immer eine solide HTML/CSS-Basis.

kürzer:
Mit einer Sprache nach Wahl 'in vollerTiefe' anfangen und komplette immer größer werdende Projekte damit machen.
Dann die nächste - usw.

Viel Erfolg auch bei der Auswahl und beste Grüße

QuerDenker

P.S.
IT-Fachliteratur ist in Original=Englisch trotz der (ja wohl leider gescheiterten) Versuche von OReilly-Deutschland usw. immer noch irgendwelchen Übersetzungen vorzuziehen! (wie um 'Gelb' zu bleiben bei Taleb u.v.a. auch)
Neben dem 'Programmierenlernen' ist es also mMn unabdingbare Grundlage, sich parallel fundiertes FACHenglisch anzueignen!

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />


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