Das Instrument der politischen Geschichtsschreibung

Falkenauge, Mittwoch, 12.06.2019, 10:00 (vor 390 Tagen) @ Tempranillo2651 Views

Hallo Tempranillo,

Erst recht niemand hat das Kreuz, derartige Praktiken mit der
angloamerikaischen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg zu verbinden, die
nicht einem bösen Revionionistenhirn entsprungen ist und sich völlig
zweifelsfrei aus der Dokumentensammlung des französischen
Außenministeriums ergibt (Livre Jaune).

Die alliierte Alleinschuld an dem mit, je nachdem, 60 oder 80 Millionen
Toten bislang größten Völkerschlachten der Weltgeschichte ist bei weitem
besser bewiesen als das eine oder andere einschneidende Ereignis der
damaligen Jahre.

So lange Deutschland nicht endlich aus der argumentativen Defensive
herauskommt und die Sieger, wenn es sein muß, täglich an ihre
Alleinschuld an beiden Weltkriegen erinnert, wird es sich noch weitere
Jahrzehnte von diversen amerikanischen Drohkulissen in die Knie zwingen
lassen.

Das ist der zentrale Punkt. Der Sieger diktiert die (gefälschte) Geschichtsschreibung, und die Vasallen an den Universitäten folgen willig bis heute.

Vor einiger Zeit erregte das Video einer Vortragsveranstaltung von George Friedman, Chef des einflussreichen US-Think-Tanks Stratfor, im Chicago Council on Global Affairs vom 4.2.2015 Aufsehen, in der er das seit langem verfolgte zentrale geopolitische Ziel der USA unverhüllt formulierte:

„Das Hauptinteresse der USA-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt. (…) Für die Vereinigten Staaten ist die Hauptsorge, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien und die russischen Rohstoff-Ressourcen und die russische Arbeitskraft sich zu einer einzigartigen Kombination verbinden. Dies versuchen die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern.“

In diesem Hauptinteresse arbeiten die britischen und amerikanischen Elitenzirkel seit über hundert Jahren eng zusammen. Und der 1. und 2. Weltkrieg, der zweite 30-jährige Krieg gegen Deutschland, waren das bisherige Ergebnis.
Man muss es immer wieder in Erinnerung rufen.


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