Zur Vertiefung solcher "Übungen" ...... und Notfallkonstruktionen

Olivia, Montag, 10.06.2019, 21:48 (vor 424 Tagen) @ DT5191 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.06.2019, 21:55

Danke für den ausführlichen Bericht. War sehr informativ.

Ich habe kürzlich einen Bericht gesehen, wie die Südafrika-Urlauber sich umstellen müssen. Duschen im Sekundentakt und das Wasser auffangen..... Die armen Leute freuen sich, dass endlich auch mal die Reichen an den Tankwagen mit Wasser gehen müssen.

Einen kleinen Stadtteil kann man locker mal versorgen, wenn alle anderen Stadteile funktionieren. Und ein "angesagter" Ausfall von Wasser ist eine milde Art so etwas kennenzulernen. Immerhin kann das Wasser aus der Wanne dann zum Spülen der Toilette genutzt werden. Was aber, wenn so etwas ohne Ansage kommt?

Ich habe mir vor 1 Jahr eine Trockentrenntoilette mithilfe von Siebdruckplatten gebaut. Es hatte mich interessiert. Benutzt habe ich sie bisher noch nie. Aber sie funktioniert und ich habe sie so angefertigt, dass sie als "hübsches Möbelteil", als rollender "Beistelltisch" untergebracht werden kann. Maße: 40x50 cm. Ich mußte mich nach der Toilettenbrille richten und rundum 1 cm Platz lassen, damit ich den Aufsatz (der das Ganze zum Beistelltischchen machte) leicht draufsetzen konnte. Leider ist der Hersteller der wunderbaren "Trennschale" inzwischen nicht mehr auf dem Markt. Ich habe mir das Ding extra aus Großbritannien schicken lassen. Es gibt auch schwedische Produkte aber die sind nicht so schön. Dann braucht man einen passenden rechteckigen Eimer (mit Deckel und Plastiktüte zum "Abtransport") und einen rechteckigen Weithalskanister. Natürlich muss man das "Gehäuse" innen so ausbauen, dass nichts verrutschen oder umkippen kann.... und zusätzlich alles noch "wasserdicht" machen....für den Fall eines Falles.

Ich habe auch noch einen Ventilator mit Powerbank und Abluftrohr da liegen.... aber das habe ich dann doch nicht installiert.... wir wollen es ja nicht übertreiben und ich brauche das Ding ja nicht wirklich. Aber wenn man so etwas permanent als Nottoilette installieren wollte, dann wäre das Bestandteil der Konstruktion um "Düfte" zu vermeiden.

Das Ganze kann man auch kaufen. Eine vernünftige, solide Konstruktion, die auch auf Booten eingesetzt werde4n kann (darf nicht umfallen/auslaufen/duften) kostet einiges über 1.000 Euro und wird in den USA hergestellt. Als "Abdeckmaterial" nach dem "Geschäft", um den Geruch zu vermeiden, werden gepresste Kokus-Erde-Briketts empfohlen. Die werden bei Bedarf zerbröselt und mit etwas Wasser angesetzt. Das Zeug kann man platzsparend lagern und es scheint zu funktionieren, wie ich von etlichen "Busreisenden" und "Bootsreisenden" bei Youtube hörte.

Na ja, ich hab das Zeugs nun im Keller, brauche es natürlich nicht und habe mir schon überlegt, ob ich es nicht ins Hochbeet tun sollte.

Früher gab es übrigens die sogenannten Toilettenstühle für die alten Leute :-)), da ahnte man zunächst auch nicht, dass da ein "Töpfchen" drunter war.

Soweit mein Beitrag zu sanitären Notfallsituationen.....

Ich habe auch bereits "Gäste" schockieren können, als ich ihnen das Innenleben dieses mobilen Kästchens zeigte. Besonders irritiert waren sie, weil ich eine schwarze Edel-Toiletten-Brille mit Swarowsky-Kristallen und Softclose für das Teil erstanden hatte..... :-)) Ein bißchen Verfremdungseffekt muss schon sein. :-)) Jeder fragt, wofür brauchst du denn sowas??? Tja, das weiß ich auch nicht. Aber es hatte mich wirklich interessiert, also habe ich es gemacht.

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Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!


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