Bildung ist nicht Wissen, sondern Glauben !

Dieter, Didschullen + alto alentejo, Montag, 10.06.2019, 15:11 (vor 399 Tagen) @ Silke2240 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.06.2019, 15:29

Liebe Silke,

zum besseren Verständnis möchte ich Dir meine Ansicht über Bildung mitteilen, auch in Bezug, wieso ich der Meinung bin, daß gerade das derzeitige Bildungsbürgertum extrem anfällig für Manipulation ist:

Auch ist der derzeitig heranreifende Bevölkerungsanteil mit "höherer" Bildung keinesfalls besonders intelligent. Denn wenn in Bundesländern mit tendenziell linken Regierungen die Quote der Studienberechtigten bei 60-70% liegt und in den eher konservativ geführten Bundesländern immer noch über 50%, dann muß man doch vermuten, daß die "höhere" Bildung eher eine Bildung ist, die der Durchschnitt problemlos schafft, auch mit der Folge, daß wirklich intelligente Menschen in dem System unterfordert sind und ihre Leistungsfähigkeit nicht ausgebildet wird, vielleicht sogar ins Gegenteil verkehrt.

Nun zur Bildung ansich im Unterschied zum Wissen:
Wissen und Wissenschaft beruhen auf Theorien, die reproduzierbar erfahrbar gemacht werden. Erst durch den 2. Schritt wird hieraus Wissen.

Auf die ganz banale Ebene heruntergebrochen bedeutet es, daß wenn die Eltern sagen, die Herdplatte ist heiß, dann habe ich Bildung bekommen, was nichts anderes bedeutet, daß ich meinen Eltern vertraue und ihnen glaube.
Das Wissen kommt erst, wenn ich meine Hand darüber gehalten habe oder mich gar verbrannt habe.

Von dieser Banalität kommen wir zur schulischen und staatlichen Bildung, also zu Personen, die durch andere vermittelt eine "höhere" Bildung erhalten haben.

Das Ergebnis ist ein Glaubensgerüst, welches, je mehr Bildung konsumiert und eingefordert wurde, zwar komplizierter geworden ist, auch insich auf Stimmigkeit überprüft wird, aber nach wie vor kein Wissen ist, sondern Glauben. (und da kann auch der Intelligenteste einem Irrglauben anheimfallen)

Und insofern komme ich dazu, zu behaupten, daß in unserer Gesellschaft "höher" Gebildete anfälliger sind für Manipulation als weniger Gebildete, die aber unter Umständen viel mehr Wissen haben oder sich ihren gesunden Menschenverstand bewahren konnten, der bei anderen ggf. durch die spezielle Bildung aberzogen wurde.
Autodidakten möchte ich vom oben beschriebenen ausnehmen. Ein gebildeter Autodidakt dürfte weniger anfällig sein.

Kommen wir als Beispiel zu Berufspolitikern, die typischerweise viel Bildung genossen haben, aber m.E. sehr wenig Wissen aufbauen konnten, da ihnen die Erfahrung dessen fehlt, was sich bei der Normalbevölkerung abspielt. Sie bewegen sich fast ausschließlich in einem Glaubensgerüst, aus dem heraus sie urteilen und handeln. - ähnlich: viele Studierte bei Beraterfirmen, usw. usw. usw.
usw. usw.

Wenn dann in Teilbereichen des Lebens ein falsches Fundament gelegt wurde, dann können die darauffolgenden Fehl"informationen" durchaus auch für einen intelligenten Menschen stimmig sein.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt: Je arbeitsteiliger eine Gesellschaft ist, umso mehr bedeutet Allgemeinbildung Glauben und weniger Wissen.

Ich hoffe, mich einigermaßen verständlich gemacht zu haben.

Gruß Dieter

--
Die Antifas sind die neuen "Braunhemden".


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