Da gibt es vieles.

Dieter, Didschullen + alto alentejo, Sonntag, 09.06.2019, 18:17 (vor 425 Tagen) @ Silke2659 Views

Liebe Silke,

was ist Stolz?
"Es handelt sich beim Stolz um eine elementare Emotion, die angeboren und nicht anerzogen ist."

Das Gefühl des Stolzes verbinde ich mit eigenen Fähigkeiten und Leistungen, die entweder herausragend sind/waren oder mich an das Limit meiner Kräfte (nervlich oder körperlich) brachten. - und da gibt es sehr viel, worauf ich stolz bin, was ich hier aber nicht zum Besten geben möchte.

Auch bin ich ein wenig stolz auf die Leistungen anderer in der Familie, auch wenn ich nicht ganz so viel dafür kann.

In Bezug auf Deutschland wäre Stolz das falsche Wort. Es ist schön, daß ich in der deutschen Sprache aufgewachsen bin, mich differenziert ausdrücken kann und halte sie für die beste aller Sprachen. Es gibt ein ganz klein wenig Stolz, daß ich mich in ihr ausdrücken kann, auch wenn meine Begabungen gerade nicht im Sprachlichen liegen.

Ich fühle mich als Deutscher - und habe auch kein schlechtes Gefühl dabei. Man merkt im Ausland, daß "deutsch" nicht mit einem Makel betrachtet wird, was hauptsächlich mit dt. Tugenden und Produkten zu tun hat.
Oft habe ich sogar das Gefühl, daß im Ausland ein Bild von Deutschland (Tugenden) in den Köpfen ist, wie es vor 30 Jahren mal war. Es ist nach meiner Beobachtung real schlechter. Insofern stehe ich der BRD skeptischer gegenüber als es z.B. die Portugiesen sehen. Wäre ich in Mitteldeutschland aufgewachsen, wäre ich vielleicht stolz, Deutscher zu sein. Dann wäre ich vermutlich stolz über die Leistungen der Mitteldeutschen, den Systemwechsel durchlaufen zu haben.

Aber was bleibt, wenn die Deutschen (oder die hier leben) politisch durchticken? Ja, dann bin ich immer noch stolz auf meine Sprache und suche mir ein anderes Land, um dort Dinge zu vollbringen, auf die ich stolz sein kann. Das Leben ist grundsätzlich positiv und schön.

Gruß Dieter

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Die Antifas sind die neuen "Braunhemden".


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