Isotope

Kaladhor, Münsterland, Donnerstag, 06.06.2019, 17:06 (vor 428 Tagen) @ FOX-NEWS1449 Views

Die freigesetzte Zerfallswärme nimmt ständig ab. Wenn die Zerfallsketten
abgeschlossen sind, dann ist das Material thermisch neutral. Manche Stoffe
haben zwar Halbwertszeiten von hunderttausenden von Jahren, aber sie sind
hier kein Problem, da sie eben auch nur minimal zur Wärmefreisetzung
beitragen.

Entscheidend ist vorrangig, in welcher Form der Zerfall bei welcher Halbwertszeit erfolgt. Geringe Halbwertszeit mit Gamma-Zerfall ist dabei am gefährlichsten, da dabei schon sehr hohe Dosisleistungen zusammen kommen können, also entsprechende thermische und allgemeine Strahlenschutzmaßnahmen erforderlich sind. Isotope mit sehr großer Halbwertszeit und Alpha-Zerfall könnte man dagegen locker in einer stabileren Papiertüte lagern (Macht man natürlich nicht, denn das Zeug strahlt nicht nur, sondern ist meist auch hochgiftig).

Kritisch ist das Material in seiner ganz heißen Phase. Da besteht dann
akut die Gefahr, das die Brennstoffröhren ungekühlt Hitzeschäden
erleiden, und es zur Freisetzung radioaktiven Materials kommt. Ansonsten
reicht es, wenn das verdampfte Wasser aus dem Kühlbecken nachgefüllt
wird. 100 Grad Wassertemperatur - mehr können es nicht sein (Physik) -
sind kein Problem für die Brennstäbe.

Genau so machen die das in den AKW ja auch.

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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