Man hat es ihnen gut verkauft

Phoenix5, Mittwoch, 15.05.2019, 18:26 (vor 386 Tagen) @ Oblomow926 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 15.05.2019, 18:30

Der Feminismus war für den Staat ja ohnehin nie dazu gedacht, die

Frauen

an die Spitze des Staates zu befördern: Das war eher ein Beiprodukt.

Er

war dazu gedacht, die Frauen in die Wirtschaft zu drängen, um neue
Besteuerungsbasen zu generieren (...)


Als notorischer Faulpelz habe ich mich das auch schon immer gefragt, warum
es jetzt für Frauen toll sein soll, auch im ratrace zu schuften. So blöd
muss man erst mal sein.

Dass (finanzielle) Abhängigkeit mit einem Machtgefälle korreliert, sollte man nicht kleinreden. Eitel Wonne war es damals auch nicht. Meine Großmutter z.B. hat sehr unter dem Joch meines Großvaters gelitten - weggehen wäre finanzieller Selbstmord gewesen, von der sozialen Schande ganz zu schweigen. Das Schlagwort "Unabhängigkeit" ließ viele Frauen aufhorchen. Klar, wenn die damals gewusst hätten, welchen Bärendienst ihnen der Feminismus erweisen würde... Wäre es wirklich um die Frauen gegangen, hätten die Männer halt eine Frauensteuer zahlen müssen, die dann den Hausfrauen für ein Stück Unabhängigkeit zur Verfügung gestanden hätte (Hausfrauengehalt). Aber ja, darum ging es nie.

Retrospektiv betrachtet, war der Feminismus die größte Lohndumping-Aktion in der Nachkriegsgeschichte. Man hatte am Ende die doppelte Arbeitsleistung bei kumuliert gleichbleibenden Lohn (Lohn Mann + Lohn Frau).

Ich habe mal einen tiefroten Artikel über den Feminismus gelesen. Was mich faszinierte war, dass der Feminismus der 60er-Jahre radikal antikapitalistisch war. Erst als die Bewegung in Form "der Grünen" den Sprung ins Parlament schaffte, wurde das Feindbild "Kapitalismus" durch das Feindbild "Mann" ersetzt und heute streitet man sich darüber, wer für die Kapitalisten besser schuften kann oder von ihnen besser bezahlt wird. Was für eine Ironie. Hure für das Kapital zu sein, wird als "Befreiung" gefeiert.

Beste Grüße
Phoenix5

--
Ein Buch für Keinen - Der Kapitalismus nach Paul C. Martin


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