Na, das sind nun Antworten, mit denen ich was anfangen kann

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 11.05.2019, 08:52 (vor 387 Tagen) @ Waldläufer1798 Views

Trotzdem möchte ich noch nachhaken, resp. korrigieren, auch noch was anderes ansprechen.

A) Korrektur:

Der Optimalwert (Salz) liegt wahrscheinlich zwischen 6-12 Gramm pro Tag.

Ich denke, ich seh das zu einseitig. Wenn meine Frau kocht, gibts sie zwar kein Salz in die meisten Speisen, aber sie verwendet zum Würzen z.B. Vegeta. Ich denke mir, dass da wahrscheinlich auch Salz drin ist.

Natürlich ist in vielen Würzmischungen auch Salz drin, - z.B. diese Bratgewürzmischungen. Das ist mir schon klar. Deshalb werde ich vermutlich nicht unter einer gewissen Minimalschwelle liegen, weil man ja alles zusammenzählen muss.

Ich vermeide , - und so müsste es richtig heißen - den zusätzlichen Gebrauch von Salz, wie es viele machen (Tomaten, gekochte Eier, etc.). Aber nicht aus Verzicht, sondern weil es mir so besser schmeckt und ich mich anscheinend dran gewöhnt habe.

Also, wenn ich da von "Handvoll Salz" lese, klingt das für mich, als sei das viel zu viel.

Vielleicht ist die Relation da nicht richtig rübergekommen.
In den 50 lt- Topf kommen ca. 1 kg rohe Schwarten, 3 - 5 kg Gemüse der Saison und ein 10 lt- Eimer Maismehl hinein. Dazu wars früher noch die Handvoll Salz. Wenn das Ding fertig gekocht ist, dann füllt man 3 große Eimer (a 15 lt) damit. Das reicht dann im täglichen Wechsel mit den Produkten des Schlachthofes für 6 Tage (1 Eimer pro Mahlzeit/Tag für 5 ausgewachsene Hunde, mit ca. 40 kg Gewicht/Tier).

Die Vermutung aus der Küche ist richtig, - einmal pro Woche kommt von uns und von Bekannten ein großer Eimer an Essensresten aus der Küche zusammen, der für 1 Mahlzeit reicht, - das ist dann der 7. Tag.

Kann ich das nun so interpretieren, dass dieser 7. Tag den Salzhaushalt bei den Tieren ausgleicht, - weil die Nachbarn mit Sicherheit salzhaltig kochen, oder soll ich vorsorglich für die Gesundheit der Tiere doch noch was dazugeben? Andererseits, 3 x pro Woche Fleisch resp. Knochen, - das Fleisch enthält ja auch Salz, wenn ichs richtig verstanden habe. Bin jetzt unschlüssig, - aber die Hundlein sind alle gesund und als Wachhunde äußerst aktiv.

B) Nachhaken:

Es gab schon Todesfälle beim Genuss von viel zu viel Mineralwasser und gleichzeitigem Mangel an Salz in der Nahrung/ im Trinken.

Kapier ich nicht ganz. Ich mache alle 3 Monate meine Fastenkur. Das bedeutet, absolut nichts essen und ca. 3 - 4 lt. Flüssigkeit pro Tag. Im Sommer, wenn man sowieso Durst hat, Quellwasser aus den Karpaten, und im Winter, wenn das Durstgefühl nicht so ausgeprägt ist, Tee mit dem selben Wasser, aber mit Blättern (Pfefferminze, Melisse, etc.). Etwas gesüßt mit echtem Honig vom Imker, damits nicht so blöd schmeckt.

Mit dieser Methode schwemme ich alles raus, was nicht reingehört und bringe auch mein Gewicht wieder aufs richtige Level (den Ping-pong-Effekt bedauere ich, weil meine Frau zu gut kocht). Hab nie Probleme mit Cholesterin oder Steinen, und mein Erbstück, die Harnsäure, halte ich auf diese Art auch unter Kontrolle.

Mach ich nun schon seit 2 oder 3 Jahrzehnten, - und hab niemals Probleme damit. Auch nicht wg. des Salzmangels. Dauer +/- 2 Wochen, und beginnend mit dem abnehmenden Mond. Manchmal, wenn ich erkältet bin (was selten vorkommt) oder sonst irgendwas ausbrüte, auch mal 3 oder 4 Wochen. Jede Krankheit krieg ich damit weg, ohne Antibiotika oder sonstige Tabletten. Das Einzige ist dabei,wenn ich viel km unter meinen Beinen habe, dass ich mal eine Mg-Tablette wg. der Muskelkrämpfe nehmen muss.

Und bei sowas sollen Leute krepieren, weil sie kein Salz bekommen? Einmal - weil ich neugierig war, hab ichs auf die berühmten 40 Tage ausgedehnt, weil man sagt, dass ab dem 41. Tag der Körper beginnt, an seiner eigenen Substanz anzuknabbern. Bis 40 Tage könnte man das aber ohne gesundheitliche Probleme machen (ein gesunder Mensch). Auch da hatte ich keine Probleme, lediglich den Wasserkonsum habe ich nach den ersten zwei Wochen auf das Durstgefühl beschränkt.

Das Fleisch an sich hat schon von Haus aus einen bestimmten Gehalt an NaCl.....3 und 5 Gramm pro kg. (Rohes Gemüse enthält auch NaCl.)

Dann ist das ja auch nicht richtig, wenn ich geglaubt habe, ich mache den Sonntagsbraten ohne Salz. Und wenn ich getrocknete, gekörnte oder gemahlene Gewürze aus der Packung verwende, könnte also auch was drin sein, - verstehe ich das richtig? Klar, bei dem Wort "Selleriesalz" oder "Liebstöckelsalz" ists ja schon in der Bezeichnung drin. Aber auch bei anderen? Kann mir nicht vorstellen, dass z.B. beim roten Paprikapulver Salz drinnen ist. Werde aber mal in Zukunft genauer auf die Packung sehen, bevor der Inhalt im Streuspender verschwindet.

C) Was anderes:

Ich erinnere mich an meine Sturm- und Drangzeit, bei der Kommandoeinheit. (Als Jüngling mit lockigem Haar, wie es im Waffenschmied von Lortzing so schön heißt). Da war auch die Überlebensausbildung mit drin. Zwei Wochen hat der Spaß gedauert. Eine hervorragende Erfahrung für mich, weil ich das erste Mal in meinem Leben Bekanntschaft mit dem Wort "Hunger" gemacht habe. Das kommt nämlich nicht aus dem Magen, sondern geht vom Kopf aus.

Wir damals Obergescheiten waren der Meinung, dass uns der Entzug von Salz zu schaffen machen wird. Ich weiß natürlich nicht, ob damals in den Brennesseln die wir gekocht haben, oder im wilden Knoblauch, oder in den Schnecken etc. natürliches Salz drin war. Aber das Salz wars nicht. Wir alle träumten in der Nacht von riesigen Torten und anderen Süßigkeiten, - und als wir in die Kaserne zurückkamen, - der erste Griff zum Spind und alles, was süß war, gegriffen und unter die Nase geschoben.

Weiß ich noch heute genau, und ich hab eigentlich keine Erklärung dafür. Nun zum Fragenkatalog:

- ist das begehrte "Süße" eine Art Droge, die in unserer Gesellschaft schon festgeklopft ist? Sind wir schon gewissermaßen abhängig?

- was haben die in den anderen Kommentaren genannten Völker damals gemacht (Hunnen, Tataren, Eskimos, etc.)? Waren die "ganz ohne" ? Ist das das Geheimnis, warum die immer so gesund waren (waren die das wirklich oder wissen wir nur nichts von deren Krankheiten)

- haben sich die Völker früher mancher Wurzeln als Zuckerersatz bedient? Da gibts einige, ich kenne sie nur nicht alle, aber als Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerwurzel


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