Parawissenschaft vs. Aberglaube

Naclador, Göttingen, Freitag, 10.05.2019, 08:44 (vor 383 Tagen) @ StillerLeser1379 Views

Hallo StillerLeser,

@Illu
Das mit den brizzelnde Händen hab ich nach der Entstörung (eine
Wasserader, eine Verwerfung, genau durch unser Bett durch) auch erlebt. Es
ist MIR aufgefallen, ICH hab es angesprochen, er hat es mir also nicht
eingeredet.

das mag wohl sein, aber ein Beweis für irgendetwas ist das nicht. Kribbeln in den Extremitäten kann durch alles Mögliche ausgelöst werden. Das mag einfach Deiner Erregung über das Erlebnis geschuldet gewesen sein.

@DT

Ich glaube fast, daß diese Trolle mit ihrem bodenlosen Quatsch

Bitte nicht so!
...hab ich, glaub ich, schon mal zu Dir gesagt.
Wieso beschimpfst Du mich, bloß weil ich was berichtet habe, was Du nicht
glaubst (zugestanden und respektiert)?

Da gebe ich Dir Recht, das war nicht nett vom DT. Man kann es ihm aber vielleicht ein bisschen nachsehen, wenn man bedenkt, dass solche Themen hier mittlerweise deutlich in der Überzahl sind. Dafür war dieses Forum ursprünglich nicht gedacht. Mancher macht sich vielleicht auch Sorgen, als Spinner zu gelten, wenn er in einem Forum schreibt, wo solche "esoterischen" Themen den Schwerpunkt bilden.

@Rain

Nur aus der Erfahrung des Wünschelrutengehers ergibt sich, ob er

Wasser, elektrische Leitungen oder Mauerreste lokalisieren kann.
Ja! Auf dieser Rute sind viele bunte Ringe angebracht, je nachdem, was man
messen will, setzt man seine Hand auf den jeweiligen Ring. Diese Ringe und
die Interpretation des Ausschlags sind das eigentliche, über Jahzehnte
gewachsene Knowhow einer Technik, die -zugegeben- unserem Bildungsunterbau
komplett zuwiderläuft. Mein derzeitiger Glaubensstand.

Von Ringen hatte Rain allerdings nicht gesprochen, nur davon, dass man für alles, was man finden will, erst üben muss. Falls diese Ringe (Wie sehen die überhaupt aus, sind die nur aufgemalt oder aufgesteckt oder wie?) entscheidend sind, wäre das ein Gegenargument gegen meine Hypothese. Offenbar kommen manche Rutengänger aber auch ohne diese Ringe aus.

@Neptun

Laß @StillerLeser doch seine Erfahrungen machen. Außerdem hat er ja

explizit um "Bremsung" gebeten
Danke!

Und da biete ich mich doch gern als Bremsklotz an [[zwinker]].


@ PhoenixS

Die Erwartungshaltung genügt, um die Rute zum Ausschlagen zu bringen.

Sorry, aber NEIN!. Ich hab das Ding mit aller Kraft festgehalten. Meine
Hände haben sich nicht im Geringsten verbogen (ich hacke mein Holz
selber), die Rute aber schon!

Niemand kann seine Hände perfekt ruhig halten. Gerade die Haltetechnik beim Rutengehen erlaubt große Ausschläge bei winzigster Muskeleinwirkung.

@Naclador

Rutengehen ist eine Kombination aus Konzentrationsübung und

Selbsttäuschung.
Damit negierst Du alle Ergebnisse. Du stehst Dir selbst im Weg...

Keineswegs, es ist ja nur eine Hypothese. Zeig mir, warum sie falsch sein muss, und ich werde meine Meinung ändern. Sie passt aber gut zu den Datenpunkten, die ich bisher habe.

Ich bin offen dafür, Phänomene zu untersuchen, die nach bisherigem Stand der Wissenschaft nicht erklärbar sind. Ich bin aber dagegen, Dinge zu untersuchen (oder Ernst zu nehmen), von denen man mir einreden will, dass sie prinzipiell nicht untersuchbar seien, zum Beispiel in dem man sich mit der Aussage immunisiert, bei Ungläubigen / Skeptikern würde es halt nicht funktionieren. Wer so argumentiert, ist nach meiner Erfahrung IMMER ein Betrüger.

Das behaupten die Rutengänger aber ja auch nicht, sie sagen, jeder könne Rutengehen lernen. Deshalb halte ich es nicht für reinen Aberglauben, sondern für etwas, das der rationalen Überprüfung unterzogen werden sollte.

Aber schau Dir mal den Artikel im Sceptical Enquirer an, den ich in meinem Beitrag "Wünschelruten-Report" verlinkt habe. Unter "Scheunenbedingungen" haben die Rutengänger ein Ergebnis erzielt, dass von Zufall nicht zu unterscheiden war. Es gab keine Korrelation zwischen der Lokalisierung der Wasserleitung durch den Rutengänger und ihrer tatsächlichen Position.

Nenne mir bitte einen guten Grund, warum das Experiment so ausgegangen ist, obwohl die Rutengänger selbst davon überzeugt waren, die Leitung mit ihren Fähigkeiten finden zu können.

@ Alle
Ich frage mich, ob die Rute auch ausschlagen würde, wenn man diese auf
ein Wägelchen klemmen, und dieses dann in die Zone reinschubsen würde.
Den Versuch werde ich definitiv machen und berichten.

Das wäre in der Tat etwas, was mich überzeugen würde. Wenn die Rute ohne Einwirkung von Muskelkraft ausschlüge, würde ich meine Hypothese verwerfen.

Ansonsten nehm ich die Verbesserung gerne an, meine Frau hat berichtet,
daß sie heute nacht zum ersten Mal seit 10 Jahren nicht einmal aufgewacht
ist, sonst mehrmals, hatte sich daran gewöhnt.

Tja, sie vertraut Dir halt. Klingt für mich nach einem klassischen Beispiel für den Placebo-Effekt. Die Beschwerden bleiben, solange die Ursache nicht geklärt ist, aber sobald man das Gefühl hat, etwas dagegen unternommen zu haben, geht es einem besser.

Bitte nicht als Abwertung verstehen, Placebos können sehr wertvoll sein. Oftmals bewirken sie bessere Linderung als ein echtes Medikament.

Viele Grüße,
Naclador

--
Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."


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