Der Staat zeigte diesen Trick. Du wirst nie glauben, was dann geschah!

Phoenix5, Montag, 04.03.2019, 12:05 (vor 456 Tagen) @ Nico2847 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.03.2019, 12:09

Woher kommt das zusätzliche Geld, das der Unternehmer als Gewinn

behalten

kann? Aus der Staatsverschuldung. Das ist aber auch nichts neues, im
Debitismus ist Wirtschaftswachstum ohne Neuverschuldung nicht

möglich.


Es bleibt immer beim gleichen Phänomen, dass hier irgendwo eine

Nachfrage

aus dem Nichts auftaucht, ergo Inflation.


Völlig richtig, nur ist die Inflation ja aber auch die perfekteste
Steuer, welche der Staat überhaupt erheben kann. Das Publikum bezahlt
gerecht verteilt die Steuern über die höheren Preise, was auch bedeutet,
dass es nun keine Steuererklärung, keine Steuerberatung, keine Tricks und
keine Flucht mehr gibt - all der damit verbundene Aufwand und Ärger nun
eingespart werden kann.

Du sagst gerade selbst, dass dies Inflation erzeugt. Und warum wohl? Weil für dieses Geld eben keine Leistung erbracht wird. Es ist also ein Nullsummenspiel, weil sich um dieses Mehr an Geld, trotzdem niemand mehr leisten kann. Die Bevölkerung bezahlt sich also ihr BGE selbst durch die Inflation. Tolles Konzept.

Oder anders formuliert: Hier
drehst du, wie @Fox-News das schon gesagt hat, die debitistischen
Verhältnisse um:


@Naclador bietet dem Forum immerhin in sofern lupenreinen Debitismus, als
dass auch bei ihm das monetäre Wirtschaften eine üble Sünde der
Menschheit bedeutet, welche vom Gott des Debitismus mit Grimm bestraft
werden wird – halt früher oder später „bis zum Ende“.

Ihr werdet euch also schon noch einig werden. [[top]]

Das glaube ich nicht.

Der Staat schießt quasi dem Publikum die Steuer vor bzw.
bezahlt letztendlich seine eigene Steuer.


Wenn man es so ausdrücken möchte, dann bitte.


Und das kommt dir nicht seltsam vor?

Damit nimmst du den Schulden- und
Leistungsdruck aus dem System,


Warum denn das? Können sich die Leute ihr Geld (Zahlungsmittel) jetzt
etwa selber drucken?!

Nein, aber es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie verkonsumieren das Geld (das durch Zwangsverschuldung des Unternehmers entstanden ist), dann erzeugt es Inflation. Oder sie arbeiten für das Geld. Dann ist es kein BGE - das könnten sie auch heute tun. Oder sie zahlen damit ihre Kredite. Dann senkt es den Leistungsdruck, während der Unternehmer seinen Kredit nicht mehr bedienen kann.

weshalb die Kaufkraft der Währung laufend
sinkt,


Nein, die Kaufkraft einzelner Währungseinheiten (also nicht der Währung
insgesamt) sinkt aufgrund der zusätzlichen Nachfrage - wie du selbst schon
festgestellt hast. Was nun aber das hier bedeuten soll ...

Und inwiefern haben dann durch das BGE alle mehr als zuvor? Das ist doch völlig absurd.

bis sich das gesamte System in die Gegenrichtung abgewickelt hat.


... weiß ich noch lange nicht.

Weil wir dann irgendwann im grotesken neoklassischen Bild sind, wo der Staat Geld austeilt und sagt: "Wirtschaftet" oder gar "Tauscht". Nur gegen was? Es gibt ja überhaupt keinen Grund mehr, ein Surplus zu erwirtschaften.

Bitte zu beachten, dass ich nicht bewerte, ob ein solches System

besser

wäre als unser jetziges.

Es wäre natürlich schlechter, weil sich auf der einen Seite nichts ändern würde, während es auf der anderen Seite Inflation gibt. Tut mir leid, aber das ist das 1x1 des Debitismus.

Ich stelle lediglich die Hypothese auf, das

es

"auf Zeit" funktionieren würde

Ja, für sehr kurze Zeit würde es "funktionieren".

Irgendwer muss dieses BGE für jedermann finanzieren und das geschieht
hier nicht.


Nicht??????? Was bedeutet denn das Wort „finanzieren“ ohne alles
weitere, was du da noch unnötig mit hinein interpretierst?


Finanziert wird durch Leistung.

Der Staat finanziert sich in diesem System die eigenen
Steuereinnahmen.


Ja, das könnte sogar so gesagt werden. Über den Ausgleich schaffenden
Effekt der Inflation funktioniert das aber auch. Somit bedeutet es KEINE
Absurdität, als welche du es marktfundamentalistisch ideologisiert nur
erkennen kannst.

Und wer leistet? Das ist doch ein völliger Blödsinn. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern würde die Naturgesetze aushebeln. Wie kann man das nicht verstehen?

Mit Hartz4 ist das nicht vergleichbar, weil dort bereits
Geleistetes umverteilt wird.


Ich weiß nicht, wo diese Vorstellung her kommt.

Du meinst der Staat finanziert Hartz4 jedes Mal durch Schulden? Das ist a) nicht wahr und b) wenn es wahr wäre, ist das noch immer etwas völlig anderes, als ein System, wo jeder ein BGE erhält. Die Hartz4-Leute sind jetzt ein kleiner Teil, der mitnascht. Wenn alle mitnaschen wollen, muss es notgedrungen und mathematisch determiniert zu wenig Wirtschaftsleistung dafür geben.

Ich kann aber nicht jedem Hartz4 geben, weil
dann notwendigerweise netto-Geld im Spiel sein muss.


„Netto-Geld“? Was es im Debitismus nicht alles gibt!

Ja, dottore-Slang für leistungsloses Geld. Vielleicht liest du nochmal nach.

Das „Nullsummen-Spiel“ erkläre mal jemanden, der sein BGE gerade auf
seinem Kontoauszug vorfindet.

Was für ein Unsinn. Es muss doch einsichtig sein, dass man bei gleichbleibender Wirtschaftsleistung nicht mehr konsumieren kann als da ist.

Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass das BGE nicht das bestehende
strukturelle Problem lösen kann, aber die Diskussion über dessen
Finanzierung könnte wichtige Fortschritte mit sich bringen. Mit der
Lösung der Staats- und Geldtheoretischen Fragen wird das Begehren nach
einem BGE zwar weniger dringend, es darf aber sehr wohl angenommen werden,
dass sich eine demokratische und im ausdrücklich nur positiven Sinne zu
verstehende „Offene Gesellschaft“
(danke
@Falkenauge
) durchaus FÜR ein solches Instrument entscheiden
würde.

Jaja. Ich denke, dass religiöse Vorstellungen in der religiösen Sphäre bleiben sollten.

Beste Grüße
Phoenix5

--
Ein Buch für Keinen - Der Kapitalismus nach Paul C. Martin


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