Damit drehst du aber die debitistischen Verhältnisse um

Phoenix5, Samstag, 02.03.2019, 06:54 (vor 458 Tagen) @ Naclador3291 Views

Woher kommt das zusätzliche Geld, das der Unternehmer als Gewinn behalten
kann? Aus der Staatsverschuldung. Das ist aber auch nichts neues, im
Debitismus ist Wirtschaftswachstum ohne Neuverschuldung nicht möglich.

Es bleibt immer beim gleichen Phänomen, dass hier irgendwo eine Nachfrage aus dem Nichts auftaucht, ergo Inflation. Oder anders formuliert: Hier drehst du, wie @Fox-News das schon gesagt hat, die debitistischen Verhältnisse um: Der Staat schießt quasi dem Publikum die Steuer vor bzw. bezahlt letztendlich seine eigene Steuer. Damit nimmst du den Schulden- und Leistungsdruck aus dem System, weshalb die Kaufkraft der Währung laufend sinkt, bis sich das gesamte System in die Gegenrichtung abgewickelt hat.

Bitte zu beachten, dass ich nicht bewerte, ob ein solches System besser
wäre als unser jetziges. Ich stelle lediglich die Hypothese auf, das es
"auf Zeit" funktionieren würde (und jedes debitistische System
funktioniert nur "auf Zeit", "ohne Ende bis zum Ende").

Irgendwer muss dieses BGE für jedermann finanzieren und das geschieht hier nicht. Der Staat finanziert sich in diesem System die eigenen Steuereinnahmen. Mit Hartz4 ist das nicht vergleichbar, weil dort bereits Geleistetes umverteilt wird. Ich kann aber nicht jedem Hartz4 geben, weil dann notwendigerweise netto-Geld im Spiel sein muss. Was du beschreibst, ist die Kaufkraft betreffend ein Nullsummen-Spiel. So und jetzt erinnere ich mich wieder an den Satz von Mephistopheles ;)

Beste Grüße
Phoenix5

--
Ein Buch für Keinen - Der Kapitalismus nach Paul C. Martin


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