Wie entstehen Preise?

nereus, Freitag, 15.02.2019, 09:55 (vor 587 Tagen) @ Silke5199 Views

Hallo Silke!

Du schreibst: Hab ich doch geschrieben, lieber nereus, .. wenn die Schuldkontrakte oder Abgabeforderungen halt auf EM lauten.

Das lassen wir jetzt einmal so stehen.

Nichts in einer Wirtschaft hat einen intrinsischen Wert.

Was die Natur erschafft und der Mensch produziert, hat also keinen Wert.

Alle Werte richten sich danach aus, inwieweit damit Schulden (Urschulden und Abgabeschulden) getilgt werden können.

Aha, der Wert schlüpft also erst in die Ware/das Gut wenn der Mensch sie/es haben will.
Liebe Silke, wie funktioniert das konkret?
Werden Nahrungsmittel erst essbar, wenn der Mensch sich für sie interessiert oder hängen Äpfel und Birnen schon essbar am Baum?
Ihr Verzehrgenuss ist ja offenbar das Motiv, diese Früchte zu pflücken und zu essen.
D.h. der ungenießbare Apfel (wertlos) wird unmittelbar genießbar (wertvoll), wenn man ihn zum Munde führt?
Die Schweizer Uhr beginnt erst dann zu ticken, wenn der Juwelier das Preisschild voran stellt. [[hae]]

Deshalb nennen wir hier ja diese Veranstaltung Debitismus.

Schon klar, ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. [[zwinker]]
Doch Spaß beiseite.
Das Wertvorstellungen wandelbar sind, müssen wir nicht diskutieren, wie z.B. über die weggeworfene Flasche Wasser im Stadtpark, die der durch die Wüste Irrende für viele Goldmünzen (oder auch Banknoten) liebend gern in seinen Besitz bringen würde.
Nur ändert das nichts an dem chemisch/physikalischen Zustand des Wassers an sich.
Der Wert einer Ware/eines Gutes hüpft nicht in die Sache, wenn sie einen Preis bekommt, sondern er ist schon vor der Preisbildung da, wobei es jetzt nicht darum geht, ob dieses Etwas nützlich für die Menschheit ist oder nicht.
Ohne den intrinsischen Wert würde sich nämlich überhaupt kein Preis bilden!

Zur Wertschöpfung des Goldes:

Letztendlich aus der Dekretierung zum Abgabemittel in längst vergangenen Tagen und der irrationalen Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf eine Fortführbarkeit von Geschichte in einer sich dynamisch verändernden Welt.

Warum funktioniert die Goldbezahlung dann auch in einer Welt, in der staatliche Strukturen zusammenbrechen und in diesem Fall sogar noch viel besser als zuvor?

Zur Karawane:

Da bin ich mir sicher.
Das entwickelt sich ja alles sehr dynamisch wenn man sich mal klar macht welche Verschuldung in den letzten paar Jahrzehnten aufgebaut wurde, wobei ja bei diesen Zahlen die größten Brocken fehlen.
Um so eine Verschuldung händeln zu können muss die Steuererhebung (Besicherung der Verschuldung) erheblich optimiert werden, und das wird sie.

Da kommen wir wieder zusammen.
An der Verschuldungsorgie und seinen gefährlichen Auswirkungen habe ich nie gezweifelt.
Ich werde dann mit großem Interesse die Entwicklung der Edelmetallpreise verfolgen. [[top]]

mfG
nereus


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