Ich sehe für Deutschland wenig Möglichkeiten

also, Donnerstag, 07.02.2019, 21:03 (vor 523 Tagen) @ Steppke6573 Views

Es zeichnet sich dasselbe Szenario wie bei South Stream ab.
Die Amerikaner waren damals dagegen und die EU-Kommission stand auf Seite der Amerikaner.
Der US-Senator John McCain und weitere Senatoren besuchten 2014 den Bulgarischen
Präsidenten überraschend an einem Sonntag. John McCain drohte Bulgarien mit
US-Sanktionen. Am selben Tag sagte Manual Barroso an Bulgarien gerichtet, dass
bereits ein Rechtsverletzungverfahren gegen Bulgarien eingeleitet wurde. Die
EU-Kommission hatte schon Tage zuvor die Zahlungen an Bulgarien eingefroren.
Damit war Bulgarien von zwei Seiten, von den USA und der EU, mit Sanktionen bedroht.

Das Ende von South Stream war damit besiegelt.

Morgen findet in Brüssel die Abstimmung zur EU-Gasrichtlinie statt.
Die Amerikaner warten schon seit Monaten ungeduldig darauf.
Alle baltischen Staaten, Dänemark, Polen und weitere ehem. Staaten des Ostblocks
sind gegen die Pipeline und für die EU-Gasrichtlinie. Frankreich, so die neuesten
Meldungen, wird sich ebenfalls für diese Richtlinie entscheiden. Damit wird die
EU-Kommission der offizielle Entscheidungsträger gegen Nord Stream 2.

Die Situation ist dann dieselbe wie 2014. Die EU-Kommission gemeinsam mit den USA
gegen ein Land, diesmal Deutschland. Damals schrieb McCain:
[image]

Eine Übereinkunft mit der EU-Kommission hat es freilich nie gegeben.
Das Projekt war tot und die Amerikaner hatten was sie wollten.
Zwar ist Deutschland nicht Bulgarien, aber den Druck von zwei Seiten wird auch
Deutschland nicht aushalten.

Schon einmal war Deutschland in einer ähnlichen Situation. Auch damals war die EU-Kommission
und die USA derselben Meinung, in einer - so meine Meinung - weitaus gravierenderen
Angelegenheit. Auch damals stellten sich die USA und die EU-Kommission
gemeinsam gegen die Interesssen der EU. Still und leise ist Deutschland eingeknickt.
Es wird auch diesmal nicht anders sein.

also


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