Staat als Objekt

Falkenauge, Mittwoch, 06.02.2019, 13:15 (vor 474 Tagen) @ Weiner3298 Views

Hallo Weiner,

Der Staat ist ein Subjekt, das die Nation schädigt.

Das ist ein verkürztes Motto von Yellow, dem ich geantwortet habe und betrifft den gegenwärtigen Zustand.

Doch das geht an der Sache vorbei. Der Staat ist ein Subjekt geworden, das
diejenigen, die den Staat eigentlich konstitutieren sollten (die
souveränen Bürger), sich zum Objekt der Ausbeutung gemacht hat. Dass er
die Nation schädigt, ist eine Randbedingung, insofern die Bürger eine
Nation sein können (aber nicht müssen).

Warum ist es so weit gekommen? Erstens weil der Staat, vor allem wenn er
mit Herrschafts- und Machtinstrumenten arbeitet, immer in Gefahr ist, diese
zu mißbrauchen (es sei denn die Bürger wären extrem wachsam). Zweitens
kann der Staat selbst zum Objekt noch stärkerer oder politisch noch
intelligenterer Kräfte werden - d.h. die staatlichen Strukturen werden von
staatsfremden Kräften mißbraucht. Dann wird es doppelt gefährlich für
die Bürger.

Du hast ja recht. Die naheliegendsten politischen Gruppen, die die staatlichen Strukturen missbrauchen, sind die Parteien, die wiederum von hinter ihnen stehenden wirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internationalen Kräften instrumentalisiert werden. Das erste wäre also das Parteiensystem abzuschaffen, das ich hier als einsamer Rufer in der Wüste immer wieder predige.

Wir alle kennen das zur Genüge. Jedoch reicht die verstandesgemäße
Aufklärung, die Du auf hohem Niveau betreibst, nicht aus, um die Zustände
zu ändern. Es ist dazu vielmehr ein Plan und eine Organisation notwendig,
wie ich das vor einigen Tagen angedeutet hatte. Und die Aktion sollte bzw.
braucht sich dann gar nicht gegen den Staat richten, der selbst
instrumentalisiert wurde, sondern die Aktion adressiert zweckmäßigerweise
die Gruppe, die den Staat als Mittel der Ausbeutung und Unterdrückung
benutzt.

Diese Gruppe ist trans-national, global, inter-national, über-staatlich.
Primär sie muss identifiziert und eingegrenzt werden. Bilder,
Videos wie das hier verlinkte oder vom Gelbwesten-Aufstand in Frankreich
führen emotional und rational in die Irre. Deswegen werden sie (und die
ihnen zugrundeliegenden Situationen) überhaupt erst herbeigeführt. Ich
dachte, das Forum würde das durchschauen, tatsächlich regt man sich
tagtäglich über irgendwelche fabrizierten Schauergeschichten auf, statt
dass man der Sache zumindest gedanklich und vorbereitend auf den Grund
geht.

Volle Zustimmung, wobei die Abschaffung des Parteiensystems denen schon ein wesentliches Instrument nehmen würde. Zu diesen internationalen Kräften habe ich mich schon in vielen Artikeln bemüht, Aufklärendes beizutragen. Z. B. hier.
Über Deinen Aktionsplan muss ich mich erst noch informieren.

Jetzt wirst Du womöglich Deinen Artikel über Aktienbesitz hier
neu verlinken. Der ist jedoch nicht der zentrale Punkt. Der Finanzminister
hält für Deutschland 20% an den Aktien der ehemaligen Bundespost. Er
überlässt die Führung aber jenen Aktionären, die von Blackrock
angeführt werden. Durch die Privatisierung haben sich dann etwa in der
Paketzustellung Zustände aufgebaut, die an Sklavenhaltung erinnern
(Angestellte in der dritten Subunternehmer-Etage, die ohne ausreichenden
Lohn und Versicherung etc. arbeiten). Das heißt also, nicht der
Aktienbesitz ist der entscheidende Punkte, sondern die ethisch angemessene
Ausübung des Aktionärsrechtes und der Aktionärspflichten.

Na ja, da schweige ich jetzt mal zu.

Herzliche Grüße


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