Warum Markus Krall mit seinen Prognosen (ziemlich) falsch liegt

FOX-NEWS, fair and balanced, Dienstag, 05.02.2019, 12:19 (vor 664 Tagen)6904 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.02.2019, 12:47

Warum Markus Krall mit seinen Prognosen (ziemlich) falsch liegt

Ausgangslage sind die Erosion der Bankerträge durch NIRP/ZIRP und die Heranzüchtung eine Herde von Zombi-Unternehmen.

Krall postuliert, daß die ZBs zur Rettung der Banken diese auf kreative Weise liquide halten, und dabei ihre ZB-Bilanzen massiv ausweiten werden. Weiter sagt Krall IMHO fälschlich, daß diese Geldmengenausweitung einen massiven Inflationsschub auslösen würde, ohne deren Kaufkraftbeeinflussung (Geld kommt in die Hand des Konsumenten) zu erklären.

Alles deutet darauf hin, daß die Banken wie üblich gerettet, verstaatlicht und ge-bad-banked ([[zwinker]]) werden - also Business as ususal. All diese expliziten Schulden von staatlicher, privaterwirtschaftlicher, oder Banken-Seite sind irgendwie in Griff zu kriegen (Monetarisierung), ohne daß Horroszenarien der Hyperinflation sich materialisieren müssten (siehe auch EZB-QE und die Inflationsrate der letzten Jahre). Man könnte also einen erneuten Zyklus wie 2008-2018 erwarten, in dem die Realwirtschaft in einer Pseudoerholung dahintaumelt.

Was ist aber mit der impliziten Staatsverschuldung? Die wächst nämlich auch weiter. Wie kann hier monetarisiert werden, ohne inflationär zu wirken?

Das eigentliche monetäre Zukunftsproblem sehe ich in Staatswesen, die auf Null-Zinsen angewiesen sind, um nicht pleite zu gehen, und gleichzeitig mit den Sozialsystemen in die roten Zahlen rutschen. Wie bei vielen Trends geht hier die USA mit leutendem Beispiel vorran.

Richtig Bewegung in die Kaufkraft der Währungen wird erst dann kommen, wenn die Staaten sich massiv zusatzverschulden müssen, um die Sozialsystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren, und damit zusätzlich Geld in die Hände der Verbraucher gelangt.

Grüße


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