"Weil kein Weg an einer zusätzlichen Verschuldung der Nichtbanken vorbei führt...

Silke, Freitag, 01.02.2019, 13:38 (vor 485 Tagen) @ Kurt4354 Views
bearbeitet von Silke, Freitag, 01.02.2019, 14:31

...(d.h. wachsende Verschuldungsfähigkeit, ausreichend Kreditwürdigkeit, zusätzliche Beleihungswerte -> Sicherheiten -> neue Laufzeiten)"
"Bitte die zwei Stufen des Geldsystems beachten"
schon...

Aber die Frage für mich ist ja, lieber hier erfreulicherweise wieder vorbei schauender Kurt,[[top]]

kann das Kreditieren nicht auch erzwungen werden wie die Abgabe auch?

Die ganze Veranstaltung ist wie richtig von dir geschrieben von vorn bis hinten ein Zwangssystem und keine freiwillig tauschenden Privaten oder freundlichen Kreditgeber und unternehmungslustigen Händler unter staatlichem Schutz.

"Entstehung von Schult, sowie Gelt als umlauffähig gewordene Macht"

"Schuldschein, Kreditgeld und "Warengeld" geht ihrerseits etwas voraus, was in diesen noch nicht definiert ist: die Abgabe nämlich.
Erst nachdem sich ein Abgabenkreislauf gebildet hat (Abforderung, um die gewonnene Abgabe anschließend zu redistributieren) kann überhaupt an Geld gedacht werden, das aus der standardisierten Abgabe entsteht und nicht als etwas, gegen das getauscht oder mit dessen "Hilfe" gewirtschaftet wird ("Tauscherleichterungsmittel").
@dottore

Da hierfür weit und breit keine Freiwilligkeit der Wirtschaftsteilnehmer sondern nur eine in Bezug auf die Machtposition ausgerichtete Ohnmachtsposition derselben notwendig ist, könnte man auch getrost das Kreditwesen, also die Spaltung einer 0 in Guthaben und Schulden unter Abgabe eines heiligen Rückzahlungsversprechens mit Einbindung privater Haftung und institutioneller Absicherung (die Quellen der systemischen Entfaltung sind vertrauensbildende private und institutionelle Leistungsversprechen und Besicherung) unter zentralistischen Zwang stellen wenn es nicht mehr wie bisher mit der "freiwilligen" Aufschulderei weiter funktioniert.

Liebe Grüße[[herz]]
Silke

PS.
"Verstehst du? Geld ist kein Ding sondern ein spezieller machtbewehrter Anspruch, eine staatlich akzeptierte Schuld, (Stichwort zweistufige GB-ZB-Geldsystem) und die Währung eines Landes ist die Summe allen Geldes, aller Schulden die akzeptiert und auch mit hoher Sicherheit bedient werden."
@dottore

"Darum ist das Zimbabwe-Geld nichts, und das BRD-Geld viel wert. Weil hinter letzterem Leute stehen, die bereit sind für ihre Schuldversprechen zu rackern und einen starken Staat im Rücken haben, der sie auch unerbittlich dazu zwingt."
@dottore

Wenn sie "bereit dazu sein müssen" weil es sonst schmerzhaft wird rackern sie auch, aber für die Hoffnung auf Freiheit per ökonomischer Unabhängigkeit rackern sie halt mehr (der alte Streit Sklaverei vs. Kolonat)

PPS.
"Die Notenbank kann aber niemals die Kreditaufnahme selbst auf Dauer beeinflussen (oder gar - wie erwünscht - in die Realwirtschaft leiten). Sie kann zwar psychologische "Signale" geben, aber mehr als Signale sind das nicht. Ganz abgesehen davon, dass sich die "Signale" - wie jetzt zu beobachten - zuvörderst an den Finanzmärkten austoben und die Realwirtschaft eben unbeeindruckt lassen.
Ob und in welcher Höhe zusätzliche Kredit (Kredite immer ex nihilo!) gegeben und genommen werden, entscheidet ausschließlich das Publikum und dies basierend auf eigener Einschätzung, nämlich ob die Kredite plus Zinsen mit Hilfe zusätzlicher vermarktbarer (= durch wiederum zusätzliche, spätere Verschuldung anderer Teile des Publikums) zur Rückzahlung bzw. Bezahlung realisiert werden können."
@dottore

Schon,aber der Staat kann es...
...per Zwang.
Die eigene Immobilie muss auch jährlich neu verteidigt werden (Grundsteuer) sonst ist sie weg.
Gleiches kann man mit allen Vermögenswerten, mit jedem Untereigentum machen (@pigbonds) wenn man sie erfassen kann - und da wird von allen Seiten systemisch und heftig dran gearbeitet.


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