Ich bin kein Prophet

re-aktionaer, Montag, 21.01.2019, 12:52 (vor 616 Tagen) @ Otto Lidenbrock6795 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.01.2019, 12:56

Aber eine Technologie mit Steuern zu fördern ist weit weit weit weg von Kommunismus. Wenn Elektro günstiger und praktischer ist, setzt es sich durch, wenn der Staat die Infrastruktur dafür fördert, macht er nichts anderes wie vor 70 Jahren mit dem Bau von Autobahnen oder vor 150 Jahren mit dem Bau von Eisenbahnen. Wie gesagt: Ich brauche keinen Individualverkehr, wenn ich ein Auto dann kriege, wenn ich es brauche, ist es mir egal, ob es meines oder irgendeines ist, solange es nicht komplett versifft oder so teuer wie ein heutiges Taxi ist. Ich reisse mich auch nicht darum, hinter dem Steuer zu sitzen - ich mache in dieser Zeit lieber etwas sinnvolleres. Ich will mit geringstem Aufwand und höchster Sicherheit von a nach b. Wenn andere unbedingt ein tolles eigenes Auto brauchen, ist das OK. Sollen sie aber auch dafür zahlen. Mir gehen die Kisten vor allem in der Stadt mächtig auf den Geist und ich finde es schwachsinnig, dass 2000kg Stahl 80-100kg Mensch auf 10m2 transportieren, die Stadt verlärmen, verstinken und die Strassen gefährlich für Fußgänger und Kinder machen. Es nervt mich, dass alles zugestellt ist, mit gerade nicht gebrauchten Autos - die ich verglichen mit den Häuserfassaden einer Altstadt, auch noch hässlich finde. All das ist subjektiv und ich will meine Sichtweise nicht zur Norm erheben. Ich besitze ebenso ein Auto, das ich aber kaum nutze. Nur weil man Autofahren gewohnt ist, ist eine neue Art, Verkehr nicht gleich Kommunismus, es ist eine Alternative. Wir sind letztendlich auch das Opfer von 80Jahren Werbung, die uns eingeredet hat, dass wir unser Sein über das Auto das wir fahren definieren. Auch das könnte man mal hinter sich lassen. Mein erstes Auto war ein Mercedes 280S - seitdem baue ich ab.


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