Das Herz hat seine Gründe, welche die Vernunft nicht kennt; man fühlt es auf tausenderlei Weise. Blaise Pascal

Oblomow, Leipzig, Samstag, 12.01.2019, 11:07 (vor 500 Tagen) @ Ashitaka3546 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.01.2019, 11:14

Lieber Ashitaka,

Du selbst sprachst ja vom "Affentheater" und solange wir uns das limbische System nicht wegoperieren, sind wir mindestens auch Affen.

Streit, auch persönlichen Streit, halte ich für unvermeidbar. So etwas wie die Sache an sich, erscheint mir eine Schimäre. Wir mischen uns selbst immer mit rein.

Leider vergessen wir dabei unsere Lächerlichkeit und beziehen uns immer auf unsere Größe, statt "both sides are even" zu wissen, zu fühlen, zu handeln, dass wir nur NICHTSE sind (und eben auch ALLES).

Deswegen ist der Humor so wichtig, sogar die Albernheit, weil sie nicht das Gegenteil des Ernstes ist, sondern nur die andere Seite.

Insofern ist persönlicher Streit wie auch sachlicher Streit nicht voneinander zu trennen und Heraklit hat hier durchaus seinen Platz, denn zuletzt ist auch persönlicher Streit, die Instabilität Bedingung für Stabiltität, die Bedingung für Instabilität ist ... ad infinitum.

Ich habe so viel von Dir gelernt.

Herzlich
Oblomow

Kleiner Linktipp zu Pascal: https://www.zeit.de/1984/35/vom-geometrischen-geist Die ZEIT von 84. Jetzt lese ich dieses JoffeQuatschblatt kaum mehr.

Nachmusilkalisiert: https://www.youtube.com/watch?v=Ai1e25txoEo
Danke für dieses Lied, kluger Ashitaka

--
"Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein."

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