Zivilisierte Plünderer

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 06.01.2019, 21:29 (vor 515 Tagen) @ Plancius4033 Views

Im Alltag pflege auch ich lieber den Umgang mit einem zivilisierten Muslim
oder einem angepassten Afrikaner als mit einem asozialen Deutschen. Bestes
Beispiel ist ein in den späten 60ern hier geborener Türke, mit dem ich
bis vor kurzem bei einem Kunden viel zusammen gearbeitet haben. Er sprach
akzentfreies Deutsch, wenn er wollte auch mit Kölschem Akzent. Im Kölner
Speckgürtel besaß er ein Haus, welches inklusive Grundstück in einem
tadellosen Zustand war. Nach der Müllabfuhr hat er sogar immer seine
Mülltonne ausgewaschen. Auch seine Kinder waren wohlerzogen und glänzten
auf dem Gymnasium mit sehr guten schulischen Leistungen.

Toll, wie er uns ausgeplündert hat.

Ich fühlte mich mit ihm sehr verbunden, da ich mit ihm auf gleicher
Wellenlänge kommunizieren konnte, d.h. wir teilten ein ähnliches
Wertesystem. Das konnte ich zu meinen deutschen Kollegen überhaupt nicht
behaupten. Ich fand zwar meine Kollegen sehr nett, sie waren jedoch alle
voll auf Mainstream gebürstet, d.h. sie wetterten gegen Trump, sie
bewunderten Merkel, wie sie Deutschland in schwerer Zeit steuert und lenkt,
sie wollten lieber heute als morgen Deutschland abschaffen und in einem
gemeinsamen Europa aufgehen.

das finde ich in Ordnung. Hast du auch jeden gefragt, einen wie großen Teil seiner Rente und seines Vermögens er dafür opfern möchte (Schätzungen um die 90%)

Sowohl mein türkischer Kollege als auch ich blicken mit Verachtung auf
das Wertesystem der meisten Deutschen. Obwohl er in Deutschland geboren und
sozialisiert wurde, findet er die Mehrheit der Deutschen nur widerlich und
absolut ehrlos. Für ihn ist ein Mensch in der Hierarchie ganz unten
angesiedelt, der sein Land und seine Vorfahren verachtet. Daher findet er
keinen Zugang zu deutschen Werten und wird sich auch nie als Deutscher
bezeichnen. So wie ich mein deutsches Vaterland liebe, so liebt er sein
türkisches Mutterland. Erdogan ist s e i n Präsident. Bei jedem Besuch
seines Staaspräsidenten pilgerte er in die Kölnarena.

Deinen türkischen Kollegen verstehe ich voll und ganz. Er ist nur sauer, dass die Gans, die er gerade so wunderbar ausnimmt und wo er sich seinen Anteil schon gesichert glaubte (Haus in Köln mit (mind.) 7.000 Jahren Vorleistung), jetzt auch mit anderen teilen muss, wobei er sich doch schon so schön erträumt hat, dass die Türken, nachdem sie schon von der Zerstörung der jahrtausendealter byzantischen Zivilisation profitiereten, und auch das Erbe der deutschen Zivilisation einheimsen könnten.

Obwohl wir ein sehr ähnliches Wertesystem vertraten, so trennten uns doch
Welten, wie die Vorstellung einer künftigen Gesellschaftsordnung in
Deutschland aussehen sollte. Während ich natürlich großen Wert darauf
lege, dass wir wieder zu unseren deutschen Wurzeln zurückkehren, sieht er
die Zukunft Deutschlands in einem islamischen Staat. Er erzählte mir viel
davon, was in seiner türkischen Teestube diskutiert wird. Wenn sie - die
Türken - in Deutschland erst einmal eine kritische Masse erreicht haben,
dann wird wieder Ordnung in Deutschland geschaffen - natürlich unter
türkischer Führung - und der verhasste jetzige gottlose Staat auf den
Müllhaufen der Geschichte geworfen werden. Dann wird Schluss sein mit
Multikulti, Homoehe, Vaterlandsverrat, Genderschwachsinn, Feminismus usw.

Wie das alles vonstatten gehen soll, kann man in Hollebeques Roman
"Unterwerfung" nachlesen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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