Unsere Sehnsucht nach Simulation,

Silke, Mittwoch, 02.01.2019, 16:33 (vor 509 Tagen) @ BerndBorchert5796 Views
bearbeitet von Silke, Mittwoch, 02.01.2019, 16:51

Lieber Bernd,

wie @DT richtig andeutet ist das Aufstellen von Korrelationen eine leichte Übung und die Ableitung von vermeintlichen Kausalitäten oft genug ein verzeifelter Akt der Hoffnungslosigkeit.

"Auf einer Linie" ist die Hoffnung, dass irgendwie ein Plan, Gott oder wenigstens Aliens dahinter stecken.

Und außerdem liegen noch Persepolis, Ur, Mahenjo Daro, und noch weitere
prähistorische Stätten auf diesem "schiefen Äquator" um die Erde herum
(30 Grad schief zum Äquator).

Die Zone, in der die meisten Pyramiden zu finden sind ist durch einen Wechsel von Fruchtbarkeit (Entfaltung,Inflation,Aufschwung) und lebensfeindlichen Phasen (Schrumpfung,Deflation,Depression) gekennzeichnet.

Es bilden sich institutionalisierte Machtstrukturen, Machtverklumpung und schließlich Zentralmachtsysteme, die konkurrieren und Fission/Fusion betreiben.

Dazu gehört unbedingt Machtarchitektur, Prestigeobjekte, zwängende Gemeinschaftsprojekte wie Göbekli Tepe, eine Ziggurat in Ur, Uruk oder Tschogha Zanbil (Elam), eine Pyramide oder irgendein anderes Heiligtum wie Tempel, heilige Kunstwerke, Städte und Stadtteile - Hauptsache es schüchtert potentielle Konkurrenten ein und weckt die Hoffnung der Untertanen und Herrschenden in die Potenz der herrschenden Machthalter und ihrer Systeme (Die Pharaonen, sumerischen, akkadischen, babylonischen, assyrischen, hethitischen, persischen usw. Herrscher haben an ihre Macht ja wirklich geglaubt, sonst hätte es nicht funktioniert).

Nichts anderes als Zentralmachtsysteme kann solche Projekte finanzieren und nichts anderes braucht solche Projekte.

Erklärungsbedürftig wäre auch schon, dass Nazca (Nazca-Felsenbilder)
und Angkor Vat sich auf der Erdkugel genau gegenüber liegen (siehe
Weltkarte oben im Bild), ebenso Osterinseln und Mahenjo Daro. Auffällig
auch der 30 Grad Winkel (siehe erstes Video), mit dem diese Linie schief
zum Äquator steht: ein Drittel des rechten Winkels, bzw. von der anderen
Seite als 60 Grad gesehen genau der Winkel des gleichseitigen Dreiecks.

Gibt es eine "harmlose" Erklärung für diese Linie? d.h. ohne Hokuspokus,
und ohne Außerirdische. Eine Erklärung mit einer menschlichen,
prähistorischen Welt-Zivilisation ist auch nicht richtig harmlos, denn
wieso wissen wir nichts von der?

Machtphänomene in unter bestimmten äußeren Umständen entstehenden und untergehenden Zentralmachtsystemen - zyklische, periodische und singuläre Veränderungen der Umwelt mit klimatischen, plattentektonischen und kosmischen Ereignissen die günstig oder ungünstig für die Entfaltung sind.

Eine mögliche harmlose Erklärung wäre, dass diese Linie einmal der
Äquator war, und prähistorische Kulturen sich damals aufgefordert
gefühlt haben, genau unter dem Äquator ihre Steindenkmäler zu bauen.

Dort war es nötig (Erfordernis der Machtkonzentration) und funktionierte aber auch (Vorfinanzierung muss möglich sein wie im Bereich aller großen Flussläufe große Kulturen wachsen konnten, die zu enormer Machtverklumpung und den typischen äußeren Merkmalen führten wie Städte mit Unter- und Oberstadt, Wirtschaftsstrukturen, Kultur, Propaganda, Angriffskrieg und Verteidigung - halt die üblichen Verdächtigen.

Aber ich glaube, der Äquator hat sich in den letzten Millionen Jahren
nicht wesentlich verschoben - mein Stand.

Zentralmachtsysteme sind relativ junge Errungenschaften der Menschheit.

Gibt es eine andere "harmlose" Erklärung?

Debitismus eben.
Kann etwas wachsen, dann muss es wachsen, bis es falliert.
Plopp,plopp, plopp...

Liebe Grüße
Silke


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