"Beides geht nicht."

Silke, Samstag, 22.09.2018, 02:02 (vor 618 Tagen) @ Centao3229 Views

Lieber Centao,

Die DDR-Geld-Auffassung von @Silke teile ich hier nicht, weil sich
systemimmanent bisher alle sozialistischen Länder im kap. Ausland
verschulden mussten. In Relation dazu ist DDR-Geld auch Schuldgeld, wie es
auch der sowjet. Rubel war.

So so. [[zwinker]]

"Also entweder Kapitalismus mit Privateigentum, Geld und Zins (wie von HS
abgeleitet) und die wirtschaftlichen Vorteile des Kapitalismus
genießen (jedenfalls so wie sie die meisten von uns empfinden, also
besseres Leben für immer mehr Menschen) –
oder Sozialismus, also eine Wirtschaftsform ohne Privateigentum, Zins und Geld.
So etwas, wie einen zinskastrierten Kapitalismus kann es niemals
geben."
@dottore

"Im Sozialismus ohne Privateigentum gibt es bekanntlich kein Geld, sondern Warenbezugsscheine und auch keinen Zins, weil es a) weder Unternehmer gibt, außer dem Staat, der nicht auf den Kapitalmarkt
angewiesen ist, sondern eine Kommandowirtschaft betreibt und b)
niemals jemand ein Konsumgut auf Kredit erwerben kann bzw.
konnte."
@dottore

"Der Sozialismus (no property) ging gegen den Kapitalismus (maximum property) nicht etwa unter, weil er „unfrei“ war, sondern weil er nicht genügend Besteuerungsbasen finden konnte, die ihrerseits die Grundlage für arbeitsteiliges und demnach auf Schuldkontrakten beruhendes Wirtschaften war. Private property ist die wichtigste, um die Untertanen zu jener Mehrleistung und Kreativität anzustacheln, die den Kapitalismus, obendrein als ein vom Schuldendruck der Privaten untereinander vorangetriebenes System auszeichnen." (Martin 1986)

Im Schürer-Papier wurde ja halbherzig Bilanz gezogen.

Im Innenverhältnis existierte kein Geld sondern Warenbezugsscheine.
Im Außenverhältnis existierte Devisenbewirtschaftung und im RGW die künstliche Umrechnungseinheit Transferrubel.
Devisen waren auch das beliebteste Zahlungsmittel im Innenverhältnis.
Devisen waren aber kein Gelt in der DDR und die Ostmark gleich garnicht.

Ansonsten stimme ich dir zu.

Liebe Grüße
Silke


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