Partielle Zustimmung, aber vergiss nicht die R2G-Option

Lechbrucknersepp, Donnerstag, 02.11.2017, 19:32 (vor 978 Tagen) @ Kosh2406 Views

- Die CSU arbeitet …

… unter …

… ihren Möglichkeiten als Regionalpartei GEGEN die Zuwanderung.

Ja, da stimme ich letzten Endes zu. Die Di-Fabio-Klage wäre die rechtsstaatliche "nukleare Option" gewesen. Ein Austritt aus der Union die Wasserstoffbombe. Ich wähle AfD, weil auch ich enttäuscht bin.
Dennoch ist es unfair, ausgerechnet die CSU zu beschimpfen, die neben der AfD in die richtige Richtung steuert. Für mich lässt sich das nur nach dem Schema erklären: Preußen lästern über Besser-Bayern und haben keine Ahnung von der CSU-Realität. Ich weiß, dass Dich das antriggert. Aber so viel Fairness der CSU gegenüber halte ich für geboten.

Ein Austritt aus der Koalition mit Merkel, i.S. ihrem Asylunwesen und
notabene nicht mit der CDU, wäre eine Möglichkeit, die von der CSU
bestenfalls erwogen wurde, bis sie flugs wieder umkippte ins geMACHTe Bett.
Allein …

Jeder lacht und lästert über die Besserbayern. Auch Du. Aber gleichzeitig verlangst Du von der CSU, es zu schaffen, die linksgrünversiffte CDU aus den 15 restlichen linksgrünversifften Bundesländern umzukrempeln? Das ist nicht realistisch und das weißt Du.

… am linksgrünversifften Deutschland und einer verrückt gewordenen
Merkel …

… kann es nicht liegen. Insbesondere jetzt nicht, da ein Ausstand Merkel
und mit ihr die CDU unter Zugzwang setzen würde.

Bitte vergiss nicht, dass R2G auch eine reale Option ist, wenn die Union zu schwach wird. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie die CSU schwitzt. Ich bin geneigt zu sagen: CDU und linke Deppen wählen, aber über die CSU lästern. [[top]]

CDU + CSU + FDP + B90/Grüne = 200 + 46 + 80 + 69 = 395 Sitze (von 709)
Zahlen aus
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw39-wahlergebnis/527056

Jamaica ohne CSU = 349, also weniger als die Hälfte der 709 Sitze. Merkel
müsste wieder auf Partnersuche, eine Minderheitsregierung ins Auge fassen
und auf strikte Koallitionsdisziplin setzen, oder Neuwahlen akzeptieren.

Bei Neuwahlen würde die AfD profitieren. Daher wäre ich froh, wenn es so rausläuft. Die CSU versucht in der Union möglichst viel ihrer Position durchzusetzen, statt die AfD zu stärken. Sollte auch nachvollziehbar sein. Demokratie funktioniert so. Monarchie, Faschismus oder Anarchie sind keine Option. Nur die Schweizer Demokratie wäre es.

2 mögliche Erklärungen für ein durchaus nicht atypisches
CSU-Verhalten:

1. Das Vertrauen in die Alternativlose ist ungebrochen, dass sie sich
PRofessionell verbiegt und die CSU in Berlin "gebraucht" wird.
2. Die CSU will nicht riskieren, bei Neuwahlen noch mehr Stimmen zu
verlieren.

Du denkst, die CSU steht hinter Alternativlospolitik? Das verkennt die Realität, mehr kann ich dazu nicht schreiben.

Der Herr Seehofer hat die letzten Jahre ein paar Umfaller zuviel
inszeniert, als dass ich ihm zutrauen würde, das Ruder herumreissen zu
WOLLEN. Der will wie Merkel nur in der Sänfte sitzen, egal wohin die Reise
geht - frei nach Volker Pispers.

Nochmal: Du verlangst von der CSU die Unionspolitik in 15 anderen Bundesländern samt der irren Merkel umzukehren? Du traust ihr einfach zu viel zu, im Kontext der BRD. Wäre Bayern unabhängig, könnte uns Rest-Deutschland sowas von gern haben, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass in Deutschland z.Z. keine Personalie
z.V. steht, die Merkel die Stirn bieten will und auch kann. Schulz'
erbärmlicher Obama-Effekt war die potenteste Alternative zur
Alternativlosen.

Weil Merkel in ihrer Stutenbissigkeit jeden guten Mann in der Union vertrieben hat, der ihr hätte gefährlich werden können.

Wie auch immer, man darf gespannt sein und z.B. @Revoluzzers ...
-> http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=446884
... Ansagen in Variationen geniessen. Stärker noch als die CSU können
FDP und B90/Grüne, wenn sie wollen, das Zünglein an der Waage spielen und
Merkel in Bedrängnis bringen. Fragt sich nur, wo die Prioritäten liegen:
Chuzpe oder Karriere.

Ich hoffe nicht, dass die Grünen irgendetwas reißen. Sollte ihnen eine Rolle beim Sturz der Verrückten zukommen mache ich da eine Ausnahme. Mit der 4-Türen-Politik der FDP bin ich einigermaßen zufrieden, wenngleich völlig offen ist, wie viel Vernunft die Schwampel-Verhandlungen überleben wird.


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