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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    SchlauFuchs

    Homepage E-Mail

    Neuseeland,
    03.12.2019, 20:03
     

    Freiheit endet auch in Neuseeland

    Hallo,

    In diesem Fall ist es die Freiheit, sich seine Nahrung selbst zu organisieren. Gestern wurden 6 Anbieter von Rohmilch von Beamten vom Ministry of Primary Industries (MPI) gestürmt und Computer und andere 'Beweismittel' beschlagnahmt.

    Sowas war absehbar, da man schon vor einigen Jahren die Regelungen verschärft hat, wer welche Lebensmittel wie verkaufen darf. Rohmilch war damals schon auf dem Index. Die Rohmilch-Händler haben ein Schlupfloch genutzt, dass die Kunden zu Teilhabern der Farm erklärt wurden, und wir kaufen keine Milch, wir bekommen sie umsonst, aber wir müssen monatlich die Unkosten der Farm tragen, was ungefähr genausoviel kostet wie eine bestimmte Menge Milch. [[zwinker]]

    Naja, ab heute eben nicht mehr.

    Ciao!
    SF

    SevenSamurai

    03.12.2019, 20:40

    @ SchlauFuchs
     

    Wie lautet denn die offizielle Begründung?

    > In diesem Fall ist es die Freiheit, sich seine Nahrung selbst zu
    > organisieren. Gestern wurden 6 Anbieter von Rohmilch von Beamten vom
    > Ministry of Primary Industries (MPI) gestürmt und Computer und andere
    > 'Beweismittel' beschlagnahmt.

    Wie lautet denn die offizielle Begründung? Was stand auf dem Durchsuchungsbefehl?

    Und warum muss man einen Bauernhof stürmen?

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

    SchlauFuchs

    Homepage E-Mail

    Neuseeland,
    03.12.2019, 21:08

    @ SevenSamurai
     

    Ich kenne da nicht alle Details.

    > > In diesem Fall ist es die Freiheit, sich seine Nahrung selbst zu
    > > organisieren. Gestern wurden 6 Anbieter von Rohmilch von Beamten vom
    > > Ministry of Primary Industries (MPI) gestürmt und Computer und andere
    > > 'Beweismittel' beschlagnahmt.
    >
    > Wie lautet denn die offizielle Begründung? Was stand auf dem
    > Durchsuchungsbefehl?
    >
    > Und warum muss man einen Bauernhof stürmen?

    Nicht einen, gestern sechs, soweit ich weiss. Ich habe da nicht alle Details, aber in Anwalts-Deutsch übersetzt ist es Unerlaubtes Inverkehrbringen nicht sterilisierter Milch unter Verletzung bestehender Regulationen.

    Hier sind die aktuellen Regeln:
    https://www.mpi.govt.nz/food-safety/food-safety-for-consumers/is-it-safe-to-eat/raw-milk/raw-milk-regulations/

    Unser Farmer hat wohl gegen mindestens zwei Regeln verstoßen, nämlich wurden die Flaschen an zentralen Stellen deponiert, und zweitens waren keine Gesundheitswarnungen auf den Flaschen. Aber da die Milch praktisch nicht in die Oeffentlichkeit gebracht wurde sondern nur unter Farmbesitzern ausgetauscht wurde, sollten die Regeln nicht anwendbar sein. Das Konzept war zuvor von Anwälten genauestens untersucht worden.

    Das ganze ist vermutlich ein Lobbygesetz um Fonterra zu stärken, das ist unser nationaler Milchmonopolist, der kurz vor insolvent ist.

    https://www.ruralnewsgroup.co.nz/dairy-news/dairy-opinion/avoiding-the-path-to-insolvency-editorial

    Ciao!
    SF

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    03.12.2019, 23:32

    @ SchlauFuchs
     

    Nicht gleich durchdrehen, ...

    ... das mit der Rohmilch scheint eine angelsächsische Marotte zu sein. In den USA drehen die deswegen genauso am Rad.

    Wenn man das Gemüse aus dem eigenen Garten oder den selbstgefangenen Fisch nicht mehr essen dürfte, dann bestünde Grund zur Sorge.

    Grüße

    ---
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    SchlauFuchs

    Homepage E-Mail

    Neuseeland,
    04.12.2019, 02:48

    @ FOX-NEWS
     

    Die Schritte zur Versklavung sind klein aber regelmäßig.

    > ... das mit der Rohmilch scheint eine angelsächsische Marotte zu sein. In
    > den USA drehen die deswegen genauso am Rad.
    >
    > Wenn man das Gemüse aus dem eigenen Garten oder den selbstgefangenen
    > Fisch nicht mehr essen dürfte, dann bestünde Grund zur Sorge.
    >
    > Grüße

    Die Unfreiheit nimmt überall zu. In Deutschland hat man jetzt Masern-Impfpflicht eingeführt. Es sind kleine Schritte die man geht auf dem Weg der Versklavung. In Florida dürfen die Kommunen den Bürgern verbieten, Gemüse im Garten anzubauen. Viele Menschen sind obdachlos, weil Gesetze existieren, die Tiny-Homes verbieten. Man wird dafür bestraft, genügsam zu sein.

    Ich hatte letztens Stress mit dem hiesigen Stadtrat, weil ich unabgesprochene Veränderungen an meinem Haus vorgenommen habe, u.a. ein marodes Badezimmer renoviert. Ohne städtischen Segen, Inspektion. Das Haus hat jetzt offiziell einen Mangel. Dass das Badezimmer vor der Modifikation keinerlei Schutz gegen Feuchtigkeit hatte oder nicht den Bauvorschriften bezüglich Erdbebensicherheit entsprach, interessiert keinen. Es fehlt der Segen und das Siegel der Stadt, und das ist jetzt offiziell ein Problem, wenn man Versicherungen und Bankkredite braucht.

    Ciao!
    SF

    Olivia

    04.12.2019, 06:28

    @ SchlauFuchs
     

    Soweit ich weiß ist das Äußere genehmigungspflichtig und z.b. ein Aufzug

    Ich muss mich zur Zeit auch mit dieser Thematik beschäftigen. Soweit ich informiert bin, darf man innen schon Veränderungen vornehmen, muss jedoch für alle Änderungen am Äußeren des Gebäudes eine Genehmigung einholen. Zielsetzung ist, die "Wildbebauung" zu verhindern zugunsten der ansässigen Nachbarn. Das ist zwar lästig, hat aber schon einen Sinn, weil sonst Bauträger mit brutaler Macht jeden Quadratmeter "bebauen" würden. So werden die zumindest teilweise in ihre Grenzen verwiesen.

    "Normale" Veränderungen innerhalb des Hauses darf man vornehmen. Will man aber z.B. einen Aufzug einbauen lassen, dann muss man das genehmigen lassen.

    Die Entwässerungspläne müsen auch genehmigt werden (z.B. bei einem Bauantrag). Ich kann mir vorstellen, dass du da auch Probleme bekommst, wenn du das einfach änderst. Die Baugesetze sind einfach kompliziert und in bestimmten Gegenden, wo kein offizieller Bebauungsplan vorliegt, kommen die "Auflagen" dazu, sich an die Umgebungsbebauung anzupassen. So eine Aussage wird natürlich von den einzelnen Menschen immer auch unterschiedlich interpretiert. Bei uns hat die Stadt folgende Lösungen gefunden: Alle "Entscheidungen" werden im Team getroffen. So wird im Prinzip ein Querschnitt über die "Meinungen" zu einem Projekt gefunden. Danach wird entschieden. Außerdem schützt es die Sachbearbeiter und die Stadt gegen massenhafte "Klagen" von "Bauwilligen". Zu Klagen kommt es natürlich trotzdem, aber nicht mehr in Massen.

    Das ist alles sehr zeitaufwendig und lästig. Ich habe aber in Spanien beobachten können, was passiert, wenn es solche Gesetze nicht gibt. Und das ist ziemlich schrecklich!

    Sich mit all den Gesetzen auseinanderzusetzen ist leider wirklich ziemlich zeitaufwendig. Man sollte es aber unbedingt tun.

    ---
    Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!

    SchlauFuchs

    Homepage E-Mail

    Neuseeland,
    04.12.2019, 06:56

    @ Olivia
     

    Es geht weiter als das.

    > "Normale" Veränderungen innerhalb des Hauses darf man vornehmen. Will man
    > aber z.B. einen Aufzug einbauen lassen, dann muss man das genehmigen
    > lassen.

    Ein Badezimmer zu fließen erfordert eine Baugenehmigung. Ich hab's auf die harte Weise gelernt. Und Inspektionen. Und lizenzierte Handwerker.

    Ciao!
    SF

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    04.12.2019, 11:33

    @ SchlauFuchs
     

    Das lokale Handwerk scheint eine starke Interessenvertretung zu haben.

    > Ein Badezimmer zu fließen erfordert eine Baugenehmigung. Ich hab's auf
    > die harte Weise gelernt. Und Inspektionen. Und lizenzierte Handwerker.

    Das lokale Handwerk scheint eine starke Interessenvertretung zu haben.

    [[top]]

    Wo sind da die Grenzen, darf man selber noch Glühbirnen wechseln, oder wird das auch kontrolliert? Wenn der Gesetzgeber konsequent wäre, dann würde die Abgabe von Werkzeug und Baustoffen nur noch an lizensierte Personen stattfinden, ähnlich wie bei gefährlichen Chemikalien.

    Grüße

    ---
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    SchlauFuchs

    Homepage E-Mail

    Neuseeland,
    04.12.2019, 11:41

    @ FOX-NEWS
     

    Nannystate Zealand.

    > Wo sind da die Grenzen, darf man selber noch Glühbirnen wechseln, oder
    > wird das auch kontrolliert? Wenn der Gesetzgeber konsequent wäre, dann
    > würde die Abgabe von Werkzeug und Baustoffen nur noch an lizensierte
    > Personen stattfinden, ähnlich wie bei gefährlichen Chemikalien.

    NZ wird voll der Nannystate. praktisch alles schon da:

    - Bestimmte Chemikalien kannst du nur noch unter Addressangabe kaufen, oder du must ein registriertes Labor betreiben.
    - Sprayfarben sind weggesperrt und bekommt man nur mit ID und Volljährigkeit
    - Baustoffe kommen in vorgemischten Eimern, damit man bloss nichts falsch macht mit dem Mischungsverhältnis
    - Die erwarten von Vermietern, die Birnen auszutauschen, den Mietern ist das nicht zuzutrauen. https://www.tenancy.co.nz/whose-responsibility-is-it-to-change-light-bulbs-tenant-or-landlord/ https://www.nzlightingltd.co.nz/Lighting+Advice/Elecrical+Work+Homeowners+can+Carry+Out.html

    Ciao!
    SF

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    04.12.2019, 15:35

    @ SchlauFuchs
     

    War vor 20 Jahren in Australien schon so extrem

    Die wollten das Motorradfahren verbieten. [[motz]]

    Ausserdem sollte für bestimmte Länder ein Reiseverbot verhängt werden, ähnlich wie Kuba, das für US-Bürger verbotene Zone war. Der Grund war, daß viele junge Australier sich dort im Vollrausch bei allerlei riskanten Aktivitäten selbst aus dem Genpool entfernt haben (z.B. Tubing in Vang Vieng, Laos). [[freude]]

    Grüße

    ---
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Wandere aus, solange es noch geht.


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