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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    lotte

    14.05.2019, 22:52
     

    Erwin Thoma: Häuser wie der Baum, Städte wie der Wald

    Ein so sehenswertes Video

    https://www.youtube.com/watch?v=nxPhhU8Gtic

    neptun

    16.05.2019, 02:16
    (editiert von neptun, 16.05.2019, 02:27)

    @ lotte
     

    Es gibt jenseits von abgrundtief schlecht auch unglaublich gut! Inkl. Warnung f. "Esoterik"-Skeptiker.

    Liebe lotte,

    ganz herzlichen Dank für den Hinweis und den Link auf dieses wohl spannendste und wertvollste Video, was ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe!

    U.a. damit hier nicht auch noch gemoppert wird, daß es zu dem Link keine Beschreibung / Erläuterung gibt, habe ich eine Reihe von markanten Sätzen und Feststellungen aus diesem Film zusammengestellt.

    Zuvor aber die im Betreff erwähnte Warnung:
    Vorsicht "Esoterik"-Skeptiker: Etwaige arrogante Überheblichkeiten könnten schwer beschädigt werden oder sogar abhanden kommen. ;-)

    Und hier also nun meine Zusammenstellung einiger Zitate aus dem Film (außer dem Satz seines Opas sind alle Sätze von Erwin Thoma selbst aus seinem Vortrag in dem Video; die meisten fetten Markierungen sind von mir, manche sind allerdings seiner Betonung geschuldet):

    01. Der Wald ist ... das politisch Radikalste, was ich kenne.

    02. Wir Menschen sind nicht in der Lage, so genial an die Grenze hinzupotimieren, das kennen wir nicht.
    03. Wir Menschen sind nicht in der Lage, Dinge, die nötig sind, so einfach zu lösen, wie's die Natur macht.

    04. (Die Mikroorganismen des Waldes) sind besser organisiert wie so mancher, der draußen den Mitgliedsbeitrag bei der Gewerkschaft zahlt.

    05. Der Zucker ist die Währung des Waldes.

    06. Diese Vernetzung (des Waldes) ist alles Leben einschließend.
    07. Das Internet ist eine Erfindung des Waldes (deshalb heißt's www = wood wide web).
    08. Wenn ein Baum eine Weltreise machen will, macht er sie.

    09. Der Schulterschluß mit der Natur macht nicht nur unser Bewußtsein anders - der wird ganz konkret.
    10. Das einzige, was ich irgendwann gemacht hab', ich habe irgendwann beschlossen "ich will und werde den Weg mit der Natur gehen" - und dann ist eine Regie in mein Leben hineingebrochen - wow.

    11. "Au weia, jetzt kommt mir der Opa am Beginn unserer Reise mit Esoterik - das geht gar nicht!"

    12. Ein Zimmerer, der einen Pinsel braucht, der ist kein Zimmerer. (Satz von Thoma's Opa)

    13. Der Baum gedeiht am besten, der von seinem größten Schatz am meisten verteilen kann.
    14. Der, dem's gelingt, von seinem Schatz am meisten herzugeben, der kriegt am meisten zurück.

    15. Leben ist Fließen - niemals Festhalten und Klammern.
    16. Ich will dem Leben dienen - und nicht dem nächsten Quartalsgewinn.

    17. Energiewende ohne Baukulturwende geht nicht!

    18. Es gibt bei den ganzen Umweltproblematiken, die wir behandeln, es gibt kein einziges Thema, wo wir nicht die Lösung in der Schublade haben. Aber es gibt so unglaubliche Machtinteressen, die die Lösungen verhindern, die gibt's schon.

    19. Wenn einer sagt "wir haben Energieknappheit", diese Aussage ist an Dummheit nicht zu überbieten.
    20. Wir haben ein echtes Problem, mit der Schöpfung umzugehen.
    21. Mir kann keiner erzählen, daß wir Energiemangel haben. Wir haben Verteilungsthemen!

    Eine weitere Liste mit nur neun Sätzen findet sich in meiner an die Debitisten gerichteten Frage.

    LG neptun

    ---
    Weil es permanent besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    16.05.2019, 10:09

    @ neptun
     

    "Wenn einer sagt "wir haben Energieknappheit", diese Aussage ist an Dummheit nicht zu überbieten."

    Wenn das bestritten wird, dann ist diese Aussage an Dummheit nicht zu überbieten. [[wut]]

    Der Debitismus, besser gesagt das Leben an sich ist ein permanenter Kampf um Energie (Urschuld). Sie ist per definitionem knapp, da das Leben sich stets bis an die Ressourcengrenzen ausbreitet.

    Grüße

    ---
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    neptun

    16.05.2019, 02:23
    (editiert von neptun, 16.05.2019, 02:31)

    @ lotte
     

    Wie beurteilen die Hardcore-Debitisten dieses Forums Erwin Thoma's Botschaft?

    Wie verträgt sich das alles mit dem von @dottore herausgefundenen Debitismus?

    Wie beurteilen die Hardcore-Debitisten und auch evtl. Gegner des Debitismus (@Nico?) in diesem Forum Erwin Thoma's Botschaft?

    Gerne ganz allgemein, evtl. aber auch besonders im Zusammenhang mit folgenden Sätzen von Erwin Thoma, die ich in der anderen Auflistung noch nicht gebracht habe:

    01. Natürlich ist die Forstwirtschaft eine anerkannte Wissenschaft, und die Wirtschaftswissenschaft auch.
    02. Aber plötzlich habe ich mich in einer Rolle gesehen, daß du in der Wirtschaft genau das Gegenteil lernst von dem, was du im Wald lernst.
    03. Das Gegenteil!
    04. Im Wald war mir völlig klar, daß Wachstum immer begrenzt ist. Es gibt keinen Baum, der in den Himmel wächst. [ ... ]

    05. In dem Augenblick, wo der Baum seine Existenz abgesichert hat, verwendet der nicht das geringste Quentchen Energie, um seine Nachbarn zu bekämpfen.
    06. Es gibt nichts Brüderlicheres wie den Wald.
    07. Erfolgreich ist der, der so brüderlich agiert, wie's der Wald macht.

    08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals erklären, daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.
    09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!


    Das würde mich sehr interessieren.

    LG neptun

    ---
    Weil es permanent besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    16.05.2019, 07:30
    (editiert von Mephistopheles, 16.05.2019, 07:42)

    @ neptun
     

    Die Debitisten beurteilen das als dümmliches Geschwätz

    > 08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals erklären,
    > daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.

    Das dachten sich die letzten Jäger auch als letztes, kurz, bevor sie verhungert sind.

    Jede Wissenschaft ist ein Derivat des Debitismus. Ohne Debitismus keine Wissenschaft und wird sie auch enden, wenn der Debitismus endet.
    Anerkannt an der Forstwissenschaft und der Wirtschaftswissenschaft ist lediglich, dass der Debitismus sie vorfinanziert, weil er sich eine Rendite davon erhofft. Wobei die Forstwissenschaft eher zu de Orchideenfächern gehört. Man nimmt sich aus dem Wald nur so viel raus, damit man künftige Erträge nicht gefährdet. Aber die Erträge sind der einzige Aspekt, unter dem der Debitismus den Wald betrachtet. Alles andere ist ein Luxusproblem.
    Ohne Debitismus gibt es keine Forstwissenschaft und hat es nie gegeben.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    rattrap

    16.05.2019, 07:38

    @ Mephistopheles
     

    Grossartige Gedanken -

    - und das sagt jemand der aus Prinzip niemals Bio kauft,
    schliesslich bin ich im Ruhrgebiet aufgewachsen.

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    16.05.2019, 07:48

    @ rattrap
     

    Bio ist ein Klebstoffproblem

    > - und das sagt jemand der aus Prinzip niemals Bio kauft,
    > schliesslich bin ich im Ruhrgebiet aufgewachsen.

    Da sucht man sich einen geeigneten Klebstoff und pappt dann auf die Ware das Papperl "BioBio". Wenn es haften bleibt, dann kann man den doppelten Preis dafür verlangen.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    n0by

    Homepage

    München,
    16.05.2019, 17:42

    @ Mephistopheles
     

    BIO ist Schwerarbeit

    > > - und das sagt jemand der aus Prinzip niemals Bio kauft,
    > > schliesslich bin ich im Ruhrgebiet aufgewachsen.
    >
    > Da sucht man sich einen geeigneten Klebstoff und pappt dann auf die Ware
    > das Papperl "BioBio". Wenn es haften bleibt, dann kann man den doppelten
    > Preis dafür verlangen.
    >
    > Gruß Mephistopheles

    Meine Frau arbeitet nun schon drei Jahre lang als Nutzgartengärtnerin auf dem Demeter-Obergrashof.

    Sie erzählt von ihrer Arbeit, vom Unkraut zupfen, vom Setzen der Pflanzen, vom Waschen von Salat, der Ernte von Radieschen, Möhren etc....

    Es ist eine schöne Gemeinschaft dort. Sie kochen füreinander, essen miteinander, arbeiten miteinander.

    Eine gute Sache sind diese BIO-Produkte, besser als die Trecker, welche im Dunkel der Nacht mit starken Scheinwerfern eine neblige Brühe über die Äcker sprühen, wie mir zuletzt am Stellplatz in Herrenberg aufgefallen ist.

    Gruss aus GAP

    ---
    http://nobydick.de

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    16.05.2019, 08:13
    (editiert von Oblomow, 16.05.2019, 08:28)

    @ neptun
     

    "16. Ich will dem Leben dienen - und nicht dem nächsten Quartalsgewinn."

    Er wird garnicht gefragt, ob er dienen will oder nicht, denn er muss. Und er kann ja mal seine Angestellten fragen, ob sie auch dem Leben dienen wollen oder Steuer bezahlen müssen und zu gesetzten Terminen Schulden bedienen müssen? Und ich möchte mal wissen, mit welchen Zaster da seine 1000 Häuser gebaut wurden, die dem Leben dienen. Apropos, ich liebe auch Bäume, besonders meinen Goldparmänenbaum, der dieses Jahr schön geblüht hat. Was ich mich immer frage, ist, warum erwachsene Menschen das Wunder des Lebens nicht selbst klar wird und sie einen Menschen brauchen, der ihnen das sagt.

    Herzlich
    Oblomow

    Nachmusikalisiert von Alexandra just 1968: Mein Freund, der Baum ist tot.
    https://www.youtube.com/watch?v=fiI-NniztIc

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    16.05.2019, 13:18

    @ neptun
     

    Einfache Antwort - die Zweite

    > Wie beurteilen die Hardcore-Debitisten und auch evtl. Gegner des
    > Debitismus


    [[lach]] [[lach]] [[lach]]

    Die heutige Wirtschaftstheorie, die Zentralbänker und Sozialstaatstheoretiker beurteilen die Debitisten als Esoteriker.

    Die Debitisten beurteilen die Kernaussagen von Thoma auch als Esoterik.

    Ernsthaft, was hast du jetzt erwartet?

    Mit einer Sonderform des Waldes hat unsere Familie inzwischen auch zu tun. Dieser Wald bildet auch die Grundlage für unsere Existenz. Er finanziert auch in Zukunft unsere Rente, die meiner Frau und meine. Vor 20 Jahren, hätte mir das jemand erzählt, hätte ich ihn nicht Esoteriker genannt, sondern Spinner. [[freude]]

    Ihr dürft mich ruhig Spinner nennen. [[top]] Der Kautschuk des Kautschukbaumes ist jedem Synthesekautschuk um Welten überlegen. Das hat auch seinen Preis. Das Problem ist, dass diesen Preis derzeit Menschen an Handelsbörsen bestimmen, die nichts über dieses Produkt wissen - sie sind auch nur an geldwerten Gewinnen interessiert. Mit Natur und das Arbeiten in selbiger ist nicht des Debitisten oder Börseninvestors Sache.

    Würden die Menschen sich tatsächlich ändern wollen, wäre das überhaupt kein Problem. Sie könnten sofort morgen damit anfangen.

    Jeder der das begriffen hat, macht das und für alle anderen bleiben die sozialen Netzwerke um das auszudiskutieren.
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    16.05.2019, 13:44

    @ NST
     

    Die Wirtschaftstheorie, die Zentralbänker und Sozialstaatstheoretiker äussern sich gar nicht zum Debitismus

    > Die heutige Wirtschaftstheorie, die Zentralbänker und
    > Sozialstaatstheoretiker beurteilen die Debitisten als Esoteriker.

    Da nenn uns mal Beispiele für solche Einordnungen. Mir sind keine geläufig.

    > Ihr dürft mich ruhig Spinner nennen. [[top]] Der Kautschuk des
    > Kautschukbaumes ist jedem Synthesekautschuk um Welten überlegen. Das hat
    > auch seinen Preis. Das Problem ist, dass diesen Preis derzeit Menschen an
    > Handelsbörsen bestimmen, die nichts über dieses Produkt wissen - sie sind
    > auch nur an geldwerten Gewinnen interessiert. Mit Natur und das Arbeiten in
    > selbiger ist nicht des Debitisten oder Börseninvestors Sache.

    Da vernebelt dir etwas den Blick. Es geht auch bei dir NUR um den Preis, und nicht um die Qualitäten des Produktes. Was die Qualitäten des Produktes dem Markt wert sind, siehst du am Börsenkurs. Was du im Kurs außerdem siehst, sind all die Fehlallokationen (Schweinezyklus) und Spekulationen, die temporär die Preise beeinflussen.

    Grüße

    ---
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    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    16.05.2019, 14:43

    @ FOX-NEWS
     

    Sehr gute Antwort ....

    > Da vernebelt dir etwas den Blick

    Du hast sofort den Holzsplitter in meinem Auge entdeckt .... [[freude]]

    Glückwunsch.
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
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    neptun

    17.05.2019, 01:29

    @ NST
     

    Was ich erwartet habe? Daß Debitisten sich als Esoteriker outen. Und genau das haben sie getan!

    Hi NST,

    > Die heutige Wirtschaftstheorie, die Zentralbänker und Sozialstaatstheoretiker beurteilen die Debitisten als Esoteriker.
    > Die Debitisten beurteilen die Kernaussagen von Thoma auch als Esoterik.

    das hast Du schön gesagt. Ich formuliere das mal etwas um (wissend, daß Du das so nicht gemeint hast ... oder vllt. doch?!):

    "Esoteriker bezeichnen etwas abwertend als Esoterik."

    > Ernsthaft, was hast du jetzt erwartet?

    Dazu kurz zu meiner Behauptung im Betreff:

    Dadurch, daß sämtliche Debitisten, welche sich in diesem Faden bisher zu Wort gemeldet haben (und denen ich auf jeden Fall dankbar bin für ihre Beiträge!), den Eindruck vermitteln zu glauben, daß sie eine unumstößliche Wahrheit gefunden hätten, machen sie den Debitismus zu einer Religion. Religion aber ist letzlich nichts anderes als Esoterik.

    Dieselben Damen und Herren würden aber hier laut und herablassend zu lachen anfangen, wenn jemand daherkäme und ihnen erzählen wollte, daß er eine (andere) Wahrheit gefunden hätte.

    Ich kann mir kaum vorstellen, daß das im Sinne eines @dottore ist.


    Ich vermute sehr stark, daß dieser Faden (mindestens Mit-)Auslöser war für den von @Naclador begonnenen, und auch was dort
    bisher (Freitag, 17. Mai 01:25 Uhr) zu lesen ist, erhärtet meine Behauptung, daß Debitisten lediglich Pseudo-NICHT-Esoteriker sind.


    Zu zwei Absätzen Deiner weiteren Ausführungen:

    > Mit einer Sonderform des Waldes hat unsere Familie inzwischen auch zu tun. Dieser Wald bildet auch die Grundlage für unsere Existenz. Er finanziert auch in Zukunft unsere Rente, die meiner Frau und meine. Vor 20 Jahren, hätte mir das jemand erzählt, hätte ich ihn nicht Esoteriker genannt, sondern Spinner. [[freude]]

    Ähnlich ging es mir vor Jahrzehnten mit der Astrologie: Wenn mir irgendjemand noch ein Jahr vorher gesagt hätte, daß ich mal A. machen und für gut und richtig befinden würde, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt und gesagt, daß ich solch einen Schwachsinn niemals machen würde ... aber damals war ich eben noch weit unreifer und daraus resultierend auch weit mehr arrogant überheblich, als ich das heute noch bin. ;-)

    > Würden die Menschen sich tatsächlich ändern wollen, wäre das überhaupt kein Problem. Sie könnten sofort morgen damit anfangen.

    Das denke ich auch, wobei ich aber befürchte, daß zu viel Debitismus eher ein Hinderungsgrund sein könnte.

    LG neptun

    ---
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    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    17.05.2019, 08:43

    @ neptun
     

    Der Debitismus ist eine Theorie, keine Religion. Eine Theorie erfordert geistige Anstrengung; eine Religion erfordert Glauben.

    Dadurch, dass manche, die sich mit der Theorie beschäftigen, diese geistige Anstrengung nicht erbringen können und aus Unverständnis NICHT glauben, wird aus dieser Theorie keine Religion.
    Das gilt auch für andere Theorien wie die Evolutionstheorie.

    Gruß Mephistopheles

    ---
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    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    17.05.2019, 12:37

    @ Mephistopheles
     

    Vor allem, die Konsequenzen einer Theorie müssen einem nicht gefallen!

    Sie sollte nur hinreichend schlüssig sein, und gängigen Beobachtungen nicht widersprechen.

    Als die Relativitätstheorie oder die Quantenphysik aufkamen, da gab es auch Gruppen, die nicht sonderlich erbaut waren. [[zwinker]]

    > Dadurch, dass manche, die sich mit der Theorie beschäftigen, diese
    > geistige Anstrengung nicht erbringen können und aus Unverständnis
    > NICHT glauben, wird aus dieser Theorie keine Religion.
    > Das gilt auch für andere Theorien wie die Evolutionstheorie.

    Statt an der Theorie des Debitismus rumzumäkeln, sollte man sich eher daran machen, sie zu widerlegen. Aber wir warten ... und warten ...

    [[smile]]

    Grüße

    ---
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    neptun

    17.05.2019, 17:45

    @ Mephistopheles
     

    Habe nichts anderes behauptet, sondern: Die Debitisten dieses Forums selbst machen den Debitismus zu einer Religion!

    > Dadurch, dass manche, die sich mit der Theorie beschäftigen, diese geistige Anstrengung nicht erbringen können und aus Unverständnis NICHT glauben, wird aus dieser Theorie keine Religion.

    so ist es. Du scheinst von Dir selbst zu sprechen, denn Du hast ja nicht einmal meinen sehr kurzen Text auch nur annähernd verstanden. Manchmal hilft da nochmaliges und genaueres Lesen. (Ich kann so schlecht die Hoffnung aufgeben ... ;-) )

    Und nur weil Du es bist, noch zwei Hinweise:

    1. Eine Theorie ist kein absolutes Wissen.
    2. Wer glaubt, absolutes Wissen zu besitzen, ist aufgrund dieses Glaubens ein Esoteriker.

    > Das gilt auch für andere Theorien wie die Evolutionstheorie.

    Du meinst genau die Theorie, nach welcher Deiner Interpretation zufolge fast anderthalb Milliarden Inder deutlich blöder sein müßten als sie es sind?

    [[top]] [[top]] [[top]]

    ---
    Weil es permanent besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    17.05.2019, 22:29

    @ neptun
     

    Könntest Du bitte auf @Silkes Posting zu Bäumen etwas sagen

    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=487306

    Ausgangspunkt der ganzen Chose war ja, wie von Dir selbst beobachtet, dieser Vortrag des Baummannes. Ich vermute, Du erwartetest, dass das Gelbe Forum hingerissen ist. Das war nun nicht so. Ich finde, dass @Silke am Saubersten den Mythos zerlegt, den der Baummann da erzählt. Dass nun @Falkenauge gleich mal den nächsten Mythos, das Tauschzeugs dranhängt, ist bitter. Wir sind doch nicht bei Stunde Null. Das Archiv ist der Schatz und das hat nichts mit Esoterik zu tun. Es ist so unfassbar, was da im Archiv liegt, dass man @Mephistopheles Verblödungstheorie zitieren muss. Schon jetzt weiß so gut wie niemand mehr, was noch vor Jahren hier im Gelben gedacht wurde.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    18.05.2019, 02:53

    @ neptun
     

    "Eine Theorie ist kein absolutes Wissen."

    > 1. Eine Theorie ist kein absolutes Wissen.
    > 2. Wer glaubt, absolutes Wissen zu besitzen, ist aufgrund dieses
    > Glaubens ein Esoteriker.

    Der Aufbau eines Erklärmusters geht wie folgt:

    1. Vermutung
    2. These
    3. Theorie

    Bei der Theorie sind die Erkenntnisse so weit verfestigt, daß sie nach menschlichem Ermessen und Kenntnisstand nicht widerlegt werden können.

    Daß es absolutes Wissen nicht gibt, zeigt das Fallbeispiel Newtonsche Physik. Sie gilt im Alltag für die meisten Phänomene. Zu wackeln begann sie erst Anfang 20. Jahrhunderts.

    Der Komplex Debitismus/Machttheorie ist von allen Wirtschaftstheorien IMHO die einzige mit einem vollständig geschlossenen Erklärmuster. Alle anderen mir bekannten sind lückenhaft ...

    > > Das gilt auch für andere Theorien wie die Evolutionstheorie.
    >
    > Du meinst genau die Theorie, nach welcher Deiner Interpretation
    > zufolge fast anderthalb Milliarden Inder deutlich blöder sein müßten
    > als sie es sind?

    Bei der Evolutionstheorie könnte man in der Tat von einer These, statt einer Theorie sprechen. Das menschliche Wissen über die Zellbiologie ist in der Tat noch sehr lückenhaft ...

    Aber über welches SonderWISSEN verfügen da Inder? Ich bin gespannt! [[freude]]

    Grüße

    ---
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    Silke

    16.05.2019, 15:57
    (editiert von Silke, 16.05.2019, 16:10)

    @ neptun
     

    Für Pflanzen gelten die gleichen debitistischen Gesetzmäßigkeiten wie für Tiere und andere lebende Systeme

    Es sind Urschuldner, die ihre Existenz gegen andere verteidigen müssen. Da bilden Bäume keine Ausnahme. Auch sie müssen verschuldet wegen ihrer blossen Existenz ununterbrochen Schulden tilgen.

    Lieber neptun,

    mal hier reinschauen:
    "Wie die wilden Tiere" Kluge Pflanzen Doku Teil 1
    Da wird schon viel richtiges gesagt.
    Auch im Wald herrscht Krieg, Konkurrenz und Kooperation, Symbiose und Parasitismus.
    Pflanzen sind klug, kommunizieren, können fühlen, bekämpfen und benutzen sich artintern und zwischen den Arten und müssen beim Agieren festen Gesetzmäßigkeiten folgen wie alle Urschuldner:
    1. Vorfinanzierungsnotwendigkeit (die Samen und vermehrbaren Pflanzenteile müssen von Elternpflanzen produziert werden)
    2. stets möglichst optimierten Stoff-, Energie- und Informationsaustausch der in ihrem jeweiligen System trotz starker Umweltschwankungen zur Zunahme von Komplexität/Vermögen und zur Reduktion von Entropie/Schadstoffen führen muss. Auch in der Planzenwelt finden sich sehr häufig der goldene Schnitt und die Fibonacci-Zahlen als Ausdruck von Optimierungsphänomenen.
    3. Sicherung der artspezifischen Information in geeigneten Containern (Gene, Epigenetik usw.) um bei lebensfeindlicher bzw. lebensfreundlicher Umwelt entsprechend schnell und effektiv zu reagieren (z.B. Aufblühen der Wüste).
    4. Aufschulden bis zur Überschuldung (wenn z.B. ein übervoller Apfelbaumast an einem dafür zu alten Baum abbricht und eine riesige Wunde reisst)

    Bäume betreiben ein möglichst schnelles und umfassendes Sichern von ausreichend Sonneneinstrahlung, Zugang zu Wasser und Bekämpfen von, Konkurrenten, Feinden und Überangebot/lebensfeindlichen Umwelteinflüssen z.B. durch Blätter in Nadelform.

    > Wie verträgt sich das alles mit dem von @dottore herausgefundenen
    > Debitismus?

    Nicht gut. Ich konnte den Vortrag nicht lange durchhalten.

    > Wie beurteilen die Hardcore-Debitisten und auch evtl. Gegner des
    > Debitismus (@Nico?) in diesem Forum Erwin Thoma\'s Botschaft?
    >
    > Gerne ganz allgemein, evtl. aber auch besonders im Zusammenhang mit
    > folgenden Sätzen von Erwin Thoma, die ich in der
    > anderen
    > Auflistung noch nicht gebracht habe:
    >
    > 01. Natürlich ist die Forstwirtschaft eine anerkannte Wissenschaft, und
    > die Wirtschaftswissenschaft auch.

    Sie ist in ein Machtsystem eingebettet und damit systemgeformt wie die Wirtschaftswissenschaft auch.
    Wie schrieb @Zara richtig: "wer die Bäume abholzt und im eigenen Kamin verheizt muss die gesamte Asche in den Wald zurück tragen, damit er gesund bleibt".

    > 02. Aber plötzlich habe ich mich in einer Rolle gesehen, daß du in der
    > Wirtschaft genau das Gegenteil lernst von dem, was du im Wald lernst.

    Das hängt davon ab wo und wie ich lerne. Man kann hier und da falsch lernen, wie der Herr selbst beweist.

    > 03. Das Gegenteil!

    Tauschtheorie und MMT ist das genaue Gegenteil von Debitismus ("Beschreibung, was passiert, wenn Schulden in einem System sind")

    > 04. Im Wald war mir völlig klar, daß Wachstum immer begrenzt ist.
    > Es gibt keinen Baum, der in den Himmel wächst. [ ... ]

    Er wächst immer so gut, so schnell und so hoch und lange er kann (bemächtigt wird) und wird dabei wie jedes andere Lebewesen durch die Machtverhältnisse/ Versorgungssituation begrenzt wie Zugang zu Licht, Wasser, Nährstoffen sowie Wind, Konkurrenz, Feinde, physische Grenzen (Krüppelkiefer auf der Alm vs. Mammutbaum im Urwald).
    Ein Bam wächst nur dort wo er dazu bemächtigt wird und nur so wie er dazu bemächtigt wird.

    > 05. In dem Augenblick, wo der Baum seine Existenz abgesichert hat,
    > verwendet der nicht das geringste Quentchen Energie, um seine Nachbarn zu
    > bekämpfen.

    Das ist nicht richtig.
    Alle Bäume im Wald konkurrieren ständig und immer indem sie versuchen, mehr Blattoberfläche gegen andere näher zur Sonne zu bringen, oder sich bei Überangebot auf Kosten anderer davor zu schützen.
    Kooperationen finden sich nur gegen Schädlinge oder bei Symbiose.

    > 06. Es gibt nichts Brüderlicheres wie den Wald.

    Wenn Brüder alles haben, was sie brauchen, um ihre Urschuld bedienbar zu halten bis hin zur ausreichend erlebten mütterlichen Zuwendung (und die reicht subjektiv empfunden nie) ist alles bestens.
    Entsteht aber ein ernsthaft bedrohlicher Mangel von irgendetwas wichtigem gehen sich die Brüder an die Gurgel bis hin zum Kainismus, ausser die Kooperation verspricht mehr gemeinsamen Nutzen als das gegenseitige Bekämpfen.

    > 07. Erfolgreich ist der, der so brüderlich agiert, wie's der Wald macht.

    In der Not verhungern alle einvernehmlich?
    Das widerspricht der Evolution.
    Gerade das wurde durch die Entstehung von Zentralmachtsystemen verhindert (evolutionäre Notwendigkeit um den Informationscontainer "Kultur" zu beschützen, die rauben und aufschulden (auf Kosten Ferner und Fremder) können, wo Gemeinschaften dieses nicht leisten konnten und unterzugehen drohten.

    > 08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals erklären,
    > daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.

    Mangel kann sehr wohl und häufig zum Termin herrschen, trotz unbeschreiblichem Überfluss vor und nach dem Termin.

    Wenn ein lebendes System aber zum Termin nur ein Einziges von vielen dauernd notwendigen Schuldentilgungsmitteln nicht in ausreichender Menge hat, das es aber haben muss, dann falliert es trotz Überfluss vor und nach dem Termin und von allem nur erdenklichen anderem.

    > 09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!

    Da ist was dran.
    Aber nicht indem wir zu Utopisten werden und unhaltbaren Optimismus versprühen sondern indem wir die drei Grundbedingungen von Gesundheit erfüllen:
    - sicher werden, dass wir unsere Welt verstehen können,
    - sicher werden, dass wir unsere Welt gestalten können,
    - sicher werden, dass unser Leben einen Sinn hat.

    Wer aufmerksam im EWF/DGF/D_F liest kann das.
    Das Verständnis des Debitismus schenkt uns Zeit (ermöglicht Umgang mit Verschuldung ohne daran kaputt zu gehen), mehr nicht.
    Das ist Potentialität.

    Liebe Grüße
    Silke

    ---
    "Es ist zu spät, das war es schon immer, und das wird es immer sein.“
    Watchmen – Die Wächter
    https://www.youtube.com/watch?v=z3EQqjn-ELs
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729

    neptun

    18.05.2019, 01:16

    @ Silke
     

    Mein Eindruck nach den Rückmeldungen der Debitisten in diesem Faden sowie ...

    ... in diesem von @Naclador begonnenen.

    Liebe Silke,

    von allen antwortenden Debitisten hast Du jedenfalls noch mit Abstand "am menschlichsten" geantwortet, danke dafür. :-)

    Ich werde auch auf viele (nicht alle) Einzelheiten Deiner Antwort eingehen, aber erst weiter unten.


    Zunächst hier mein Gesamteindruck der Debitisten-Rückmeldungen auf einen Punkt gebracht:

    Gemäß einem alten Spruch (ich weiß nicht mehr genau, woher der stammt, glaube aber, aus dem Indianischen) bekomme ich das Gefühl, daß die längere intensive Beschäftigung mit dem Debitismus dazu führt, daß man zwar "von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt".

    @Mephistopheles hat (was bei mir zwar absolut nicht nötig gewesen wäre, aber dennoch richtigerweise) darauf hingewiesen, daß der Debitismus eine Theorie ist. Eine Theorie ist ein Denkmodell, um die Welt nach einem einheitlichen Konsens zu sehen, sofern man sich eben einig ist (Konsens).

    Nun mal vorausgesetzt, daß das alles so richtig ist und wir uns auf die Theorie des Debitismus geeinigt hätten, dann läßt sich dennoch nicht leugnen, daß Erwin Thoma mit seiner Botschaft vom Wald und vor allem vom Baustoff Holz eine ganz grandiose Sache in die menschliche Gemeinschaft einbringt / einbringen könnte. Ich halte es für denkbar, daß sich sogar im Rahmen des Debitismus Wege dafür finden ließen.


    Es betrübt mich aber wirklich sehr (und dies ganz besonders bei Dir, nach dem, wie ich Dich auch durch unseren spärlichen privaten Gedankenaustausch kennenlernen durfte und einschätze), daß alle Antwortenden gewissermaßen im "debitistischen Eifer" überhaupt nicht (mehr?) in der Lage zu sein scheinen, etwas so Großartiges auch nur im Ansatz zu erfassen. Du bringst es hier klar zum Ausdruck:

    > > Wie verträgt sich das alles mit dem von @dottore herausgefundenen Debitismus?
    > Nicht gut. Ich konnte den Vortrag nicht lange durchhalten.

    Mir ging es hingegen so, daß es mir schwer fiel, den Vortrag zu unterbrechen, und ja, ich führe das darauf zurück, daß ich nicht so, pardon, "debitistisch vergiftet" bin, wie auch Du es leider zu sein scheinst:

    Ich habe tatsächlich nach Deiner und den vielen anderen Rückmeldungen den Eindruck, daß man, wenn man sich zu intensiv mit dem Debitismus befaßt, gleichzeitig mit dem Erwerb von sehr viel Wissen auch eine gewisse Herzensblindheit "erwirbt". Ein I-Tüpfelchen bekommt das noch, wenn dann z.B. @tar an dieser sowie auch an dieser Stelle den Eindruck vermittelt, als wenn für "langeingesessene" Debitisten hier die Forumsregeln nicht mehr gälten. :-(

    Darüberhinaus scheint man als Debitist (wie das auch sonst den meisten Wissenschaftlern immer wieder passiert) zu vergessen, daß man "nur" mit einer Theorie arbeitet, also einer Art, wie man meint, die Welt am besten beschreiben zu können. Diese Beschreibung ist aber nicht die Welt, auch wenn sie als Beschreibung noch so gut und praktisch noch so brauchbar sein mag.


    Und nun hier zu einigen Punkten aus Deiner Antwort:

    > Für Pflanzen gelten die gleichen debitistischen Gesetzmäßigkeiten wie für Tiere und andere lebende Systeme
    > Es sind Urschuldner, die ihre Existenz gegen andere verteidigen müssen. Da bilden Bäume keine Ausnahme. Auch sie müssen verschuldet wegen ihrer blossen Existenz ununterbrochen Schulden tilgen.

    Immer nur vorausgesetzt, die Theorie wäre die Wirklichkeit.


    > Auch im Wald herrscht Krieg, Konkurrenz und Kooperation, Symbiose und Parasitismus.

    Das ist lediglich eine ganz bestimmte Art, wie man die Welt und den Wald sehen kann.


    > > 02. Aber plötzlich habe ich mich in einer Rolle gesehen, daß du in der Wirtschaft genau das Gegenteil lernst von dem, was du im Wald lernst.
    > Das hängt davon ab wo und wie ich lerne. Man kann hier und da falsch lernen, wie der Herr selbst beweist.

    Hier habe ich nicht verstanden, was Du meinst.


    > > 05. In dem Augenblick, wo der Baum seine Existenz abgesichert hat, verwendet der nicht das geringste Quentchen Energie, um seine Nachbarn zu bekämpfen.
    > Das ist nicht richtig.

    Hoppla: Der Mann hat mehr als ein halbes Leben im Wald verbracht und kennt diesen wie kaum jemand sonst, und Du willst ihm erzählen, daß diese seine Aussage nicht richtig ist? Tut mir leid, aber ich muß Dich hier wirklich fragen, ob Du schon mal was von Anmaßung gehört hast.

    Ich fände es aber auch sehr interessant, herauszufinden, was passieren würde, wenn Du ihm so etwas von Angesicht zu Angesicht selbst sagen könntest / würdest.

    Jedenfalls bin ich nach dem Ansehen dieses Vortrages fest davon überzeugt, daß jeder Börsianer um Größenordnungen besser lügen kann als dieser Mann.


    > > 08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals erklären, daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.
    > Mangel kann sehr wohl und häufig zum Termin herrschen, trotz unbeschreiblichem Überfluss vor und nach dem Termin.

    Schön, daß Du wenigstens an dieser Stelle das Wort kann verwendest.


    > Wenn ein lebendes System aber zum Termin nur ein Einziges von vielen dauernd notwendigen Schuldentilgungsmitteln nicht in ausreichender Menge hat, das es aber haben muss, dann falliert es trotz Überfluss vor und nach dem Termin und von allem nur erdenklichen anderem.

    Das sagt die Theorie des Debitismus. Wie nun, wenn diese Theorie abgelöst werden könnte von einer anderen, besseren? Könnte das dann nicht auch falsch oder nur mehr oder weniger eingeschränkt richtig sein? Was ist dann mit der Angst und dem Leidensdruck in jeglicher Form, welche (u.a. auch) diese "falsche" Theorie erzeugt hat?


    So zu tun, als wenn diese Theorie die Wirklichkeit wäre, das bringt mich zu der Behauptung, daß die Debitisten dieses Forums Esoteriker sind.


    > > 09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!

    > Da ist was dran.
    > Aber nicht indem wir zu Utopisten werden und unhaltbaren Optimismus versprühen sondern indem wir die drei Grundbedingungen von Gesundheit erfüllen:
    > - sicher werden, dass wir unsere Welt verstehen können,
    > - sicher werden, dass wir unsere Welt gestalten können,
    > - sicher werden, dass unser Leben einen Sinn hat.

    Auch hier: Religion!

    Wer hätte je die Welt verstanden?
    Wer hätte je die Welt "gestaltet", ohne sie zu verschlimmbessern?
    Wer hätte je gewußt, ob unser Leben einen Sinn hat, geschweige denn welchen?


    Wer solche Dinge glaubt, ist also kein Utopist? Da komme ich nicht mit.


    Nein, nein, ich denke vielmehr, daß es heilsamer sein könnte, das hier ...

    > > 09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!

    ... einfach so, völlig ohne Zusatz, stehen zu lassen und zu verinnerlichen.


    > Wer aufmerksam im EWF/DGF/D_F liest kann das.

    Das glaubst Du!
    Und das darfst Du auch gerne, aber verkaufe mir das bitte nicht als Wahrheit.


    Zum "Wissen"-Können hier noch zwei Zitate aus den Signaturen dieses Forums ...

    1. "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117, Demokrit
    2. Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß. -Werner Heisenberg#

    ... sowie frei zitiert von Sokrates "Ich bin mir bewußt, nichts zu wissen."


    Meinst Du nicht auch, daß gerade im Austausch von "Wissen" wesentlich mehr Bescheidenheit angebracht wäre? ;-)


    LG neptun

    ---
    Weil es permanent besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    18.05.2019, 03:23

    @ neptun
     

    Merkst du, wie sehr du am "Schwimmen" bist? ;-)

    > Gemäß einem alten Spruch (ich weiß nicht mehr genau, woher der stammt,
    > glaube aber, aus dem Indianischen) bekomme ich das Gefühl, daß die
    > längere intensive Beschäftigung mit dem Debitismus dazu führt, daß man
    > zwar "von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt".

    Lt. Definition ist Wert die individuelle Einordnung eines Bedürfnisses nach einer Sache, Betonung auf individuell. Wie sehr eine andere Interpretation fehlgreift, sieht man an der aktuellen Wertediskussion in D., wo keiner richtig definieren kann, worum es eigentlich geht.

    > @Mephistopheles hat (was bei mir zwar absolut nicht nötig gewesen wäre,
    > aber dennoch richtigerweise) darauf hingewiesen, daß der Debitismus eine
    > Theorie ist. Eine Theorie ist ein Denkmodell, um die Welt nach einem
    > einheitlichen Konsens zu sehen, sofern man sich eben einig ist (Konsens).

    Es geht nicht um Einigkeit, sondern darum, ob sie falsifizierbar ist. Es reicht dabei einer, um eine wiss. Theorie in den Orkus der Geschichte zu befördern. Bis das passiert, gilt eine Theorie zumindest als "nicht falsch". [[zwinker]]


    > Ich habe tatsächlich nach Deiner und den vielen anderen Rückmeldungen
    > den Eindruck, daß man, wenn man sich zu intensiv mit dem Debitismus
    > befaßt, gleichzeitig mit dem Erwerb von sehr viel Wissen auch eine gewisse
    > Herzensblindheit "erwirbt".

    Alle total "verkopft" von der gelben Bande ... wo bleiben die Gefühle? [[herz]]

    > Darüberhinaus scheint man als Debitist (wie das auch sonst den meisten
    > Wissenschaftlern immer wieder passiert) zu vergessen, daß man "nur"
    > mit einer Theorie arbeitet, also einer Art, wie man mein, die Welt am
    > besten beschreiben zu können. Diese Beschreibung ist aber nicht die
    > Welt, auch wenn sie als Beschreibung noch so gut und praktisch noch so
    > brauchbar sein mag.

    Der Alltagsbegriff und der Wissenschaftsbegriff "Theorie" unterscheiden sich in ihrer Bedeutung fundamental. Wie verwendest du ihn?

    Grüße

    ---
    [image]
    ** Geliefert wie bestellt! **

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    18.05.2019, 09:27

    @ neptun
     

    Wie erklärt man einem Farbenblinden den Unterschied zwischen Rot und Grün?

    > Gemäß einem alten Spruch (ich weiß nicht mehr genau, woher der stammt,
    > glaube aber, aus dem Indianischen) bekomme ich das Gefühl, daß die
    > längere intensive Beschäftigung mit dem Debitismus dazu führt, daß man
    > zwar "von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt".

    Klar. Die Indianer, das waren doch die, die überall auf den Kinderfesten Adlerfedern verkauften und Friedenspfeifen und Tomahawks und Kriegsfarben, um sich das Gesicht zu bemalen und bezahlte Indianertanzgruppen hatten, die Indianertänze aufführten und deswegen genau Bescheid wussten über den Unterschied zwischen Wert und Preis?

    > @Mephistopheles hat (was bei mir zwar absolut nicht nötig gewesen wäre,
    > aber dennoch richtigerweise) darauf hingewiesen, daß der Debitismus eine
    > Theorie ist. Eine Theorie ist ein Denkmodell, um die Welt nach einem
    > einheitlichen Konsens zu sehen, sofern man sich eben einig ist (Konsens).

    Aus diesem einzigen Satz wird klar, dass dir überhaupt nicht klar ist, was eine Theorie ist.
    Aber keine Sorge,ich erkläre es dir nicht, weil das sinnlos wäre.
    Nur so viel: Eine Einigung ist für eine Theorie nicht erforderlich. In keinem einzigen Fall. Theorien sind in den meisten Fällen das Gedanken eines Einzelnen.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    18.05.2019, 10:45
    (editiert von Oblomow, 18.05.2019, 10:58)

    @ neptun
     

    πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστι | Heraklit Fragmente, B 53

    oder um es anders zu sagen: "Konsens" ist in Sachen Denken eher Scheiße. Wenn ich höre, dass sog. Experten im Konsens darüber einig sind, dass..., dann hat das meistens mit Interessen zu tun und wenig mit Wissenschaft, die doch dafür da ist, Wissen zu erweitern, zu schaffen.

    Der Spruch: "Alles ist eitel" führt nicht zu Lethargie, sondern zum Spaß am Leben. Der Spruch: "Ich weiß nix, werde nie wissen" führt nicht dazu, dumm zu bleiben, sondern loszulegen. Und auch der Spruch "Eigentlich sind alle Menschen Arschlöcher", führt nicht dazu, dass man sich in der Kammer verschließt, im Gegenteil usw.

    Der sich stets selbst befragende, sich im Kampf entwickelnde Debitismus führt nicht zu Fatalismus, sondern im Gegenteil, zu einer Weltzugewandtheit, die sich gewaschen hat. Die Lust, den Firlefanz, der einem da vorsimuliert wird, gemeinsam mit Anderen zu entlarven, dabei zu sein, wie entlarvt wird, macht wahre Lebenslust.

    Ceterum censeo: Das Gelbe ist recht eigentlich das Archiv. Eyes wide shut!

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Silke

    18.05.2019, 11:20
    (editiert von Silke, 18.05.2019, 11:58)

    @ neptun
     

    Es ist wie in der Physik, insbesondere mit der Thermodynamik

    Lieber Neptun,

    wer dort aus den sympathischsten und nachvollziehbaren Gründen falschen Argumenten nachhängt erleidet bei der Konfrontation mit der Realität und ihren Gesetzmässigkeiten Schiffbruch.

    > Gemäß einem alten Spruch (ich weiß nicht mehr genau, woher der stammt,
    > glaube aber, aus dem Indianischen) bekomme ich das Gefühl, daß die
    > längere intensive Beschäftigung mit dem Debitismus dazu führt, daß man
    > zwar "von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt".

    Debitisten wissen sehr genau mit Werten umzugehen, weil sie deren Darstellung begriffen haben:
    Werte ergeben sich ausschliesslich aus einem haben müssen in Bezug auf Schulden.
    So eine Definition erlaubt, den Wert einer Ware/Dienstleistung auf einem Markt, den Wert eines immateriellen Phänomens wie Freundschaft, Respekt und Menschlichkeit und jeden anderen beliebigen Wert erklärbar und bestimmbar zu machen, ohne dass auf schwammigem Grund operiert werden muss.

    > @Mephistopheles hat (was bei mir zwar absolut nicht nötig gewesen wäre,
    > aber dennoch richtigerweise) darauf hingewiesen, daß der Debitismus eine
    > Theorie ist.

    Nicht immer verwechseln zwischen:
    1. dem debitistischen Erklärungssystem der Welt (Theorie),
    2. dem Organisationssystem "Kapital"ismus, der Debitismus im engeren Sinne ist
    3. dissipativen Strukturen (Lebewesen) die dem Debitismus im weiteren Sinne unterliegen (und damit auch die Bäume im Wald)

    > Eine Theorie ist ein Denkmodell, um die Welt nach einem
    > einheitlichen Konsens zu sehen, sofern man sich eben einig ist (Konsens).

    Ja.

    > Nun mal vorausgesetzt, daß das alles so richtig ist und wir uns auf die
    > Theorie des Debitismus geeinigt hätten, dann läßt sich dennoch
    > nicht leugnen, daß Erwin Thoma mit seiner Botschaft vom Wald und vor allem
    > vom Baustoff Holz eine ganz grandiose Sache in die menschliche Gemeinschaft
    > einbringt / einbringen könnte. Ich halte es für denkbar, daß sich sogar
    > im Rahmen des Debitismus Wege dafür finden ließen.

    So wie Gesetze der Physik, Chemie und Biologie nicht umgangen werden können kann man auch debitistische Gesetze nicht umgehen.
    Der Wald ist ein sehr komplexes System, in dem Regeln und Gesetze gelten, die nicht ignorierbar sind.

    > Es betrübt mich aber wirklich sehr (und dies ganz besonders bei Dir, nach
    > dem, wie ich Dich auch durch unseren spärlichen privaten Gedankenaustausch
    > kennenlernen durfte und einschätze), daß alle Antwortenden gewissermaßen
    > im "debitistischen Eifer" überhaupt nicht (mehr?) in der Lage zu sein
    > scheinen, etwas so Großartiges auch nur im Ansatz zu erfassen. Du bringst
    > es hier klar zum Ausdruck:

    > > > Wie verträgt sich das alles mit dem von @dottore herausgefundenen
    > Debitismus?
    > > Nicht gut. Ich konnte den Vortrag nicht lange durchhalten.

    Wenn der Gegenüber nicht strukturiert auf seinen Punkt kommt und für mich offensichtliche Fehlannahmen präsentiert, die aus seinem Wunschdenken oder aus unzureichendem Grundlagenwissen resultieren, möchte ich sein Angebot nicht weiter wahrnehmen.
    Die Rolle der Wälder auf der Erde und ihre für uns existenzielle Wichtigkeit bestreitet doch keiner.
    Aber im Vortrag jagt eine falsche Behauptung die nächste über den ach so guten, vortrefflichen friedlichen Wald und wird dogmatisch vorgetragen.
    @Lotte hatte offensichtlich um Meinungsäusserungen gebeten und du hast bestimmte Punkte herausgegriffen.
    Ich habe mir viel Mühe mit meiner Meinungsäusserung und mit der Beantwortung deiner Punkte gemacht einschliesslich anschauen von Teilen des Vortrages, bis es mir gereicht hat.
    Ich möchte Thoma nicht entwerten, akzeptiere aber auch keine Falschaussagen.

    > Mir ging es hingegen so, daß es mir schwer fiel, den Vortrag zu
    > unterbrechen, und ja, ich führe das darauf zurück, daß ich nicht so,
    > pardon, "debitistisch vergiftet" bin, wie auch Du es leider zu sein
    > scheinst:

    Da hast du sicher recht, wenn du einräumst, dass ich auf die Welt mit stärker debitistisch beeinflusstem Denken schaue als du.

    > Ich habe tatsächlich nach Deiner und den vielen anderen Rückmeldungen
    > den Eindruck, daß man, wenn man sich zu intensiv mit dem Debitismus
    > befaßt, gleichzeitig mit dem Erwerb von sehr viel Wissen auch eine gewisse
    > Herzensblindheit "erwirbt".

    Die Realität mit ihren knallharten Terminen (kannst du eine Schuld zum Termin tilgen, dann lebst du weiter, wenn nicht, dann "ohne wenn und aber" nicht) ist hart wie die Natur im Ganzen und der Wald im Besonderen.

    > Ein I-Tüpfelchen bekommt das noch, wenn dann
    > z.B. @tar an
    > dieser sowie auch
    > an dieser
    > Stelle den Eindruck vermittelt, als wenn für "langeingesessene"
    > Debitisten hier die Forumsregeln nicht mehr gälten. :-(

    Auch @tar könnte noch einiges lernen (wie wir alle), da er schwerpunktmäßig immer wieder Eigentumsökonomie und Debitismus gleich setzt und debitistisch unsauber argumentiert (deshalb die teils haarige Diskussionen mit @Ashitaka).
    In der Sache gegen die tauschtheoretischen und sozialistisch-utopistischen Argumente finde ich ein sehr gelungenes Posting mit gewissen Schwächen und einer verunglückten Überschrift, bevor dann alles entgleist.
    @tar hat sich noch einmal echt viel Mühe gegeben und Zeit aufgewendet und bekommt dann so eine unbefriedigende und substanzlose Antwort von @Falkenauge. Das ist "ungerecht".
    Eine Antwort von mir zu diesem Faden steht noch aus. Ich behaupte aber nicht, dass ich alles besser weiss.
    Der Chef hat ja inzwischen reagiert.
    Ich halte persönliche Beschimpfungen für nicht zielführend (und gegen die Forumsregeln) verstehe aber wirklich das "genervt sein", wenn ein Tauschtheoretiker zum x. mal ohne ausreichende Argumente gegen debitistischen Forumskonsens diskutiert.
    Beleidigt hat der @dottore meines Wissens andere Foristen nicht, trotz teils wirklich endloser Wiederholungen und Unverständnis der Gegendiskutanten (angeblich anfänglich privater Fernhandel, privates Geld, nicht verstandenes Urschuldkonzept usw.).

    > Darüberhinaus scheint man als Debitist (wie das auch sonst den meisten
    > Wissenschaftlern immer wieder passiert) zu vergessen, daß man "nur"
    > mit einer Theorie arbeitet, also einer Art, wie man meint, die Welt am
    > besten beschreiben zu können. Diese Beschreibung ist aber nicht die
    > Welt, auch wenn sie als Beschreibung noch so gut und praktisch noch so
    > brauchbar sein mag.

    Der Debitismus als Erklärung ist eine Sichtweise auf die Welt, die in sich stimmig ist und sämtlichen Falsifizierungsversuchen über die Jahrzehnte widerstanden hat.
    Deshalb gegen ich von seiner Richtigkeit aus, so lange mir nicht in einer sachlichen Diskussion das Gegenteil bewiesen werden kann.
    Du weisst ja, wie ich mich auch im D_F um Sachlichkeit bemüht habe.

    > Und nun hier zu einigen Punkten aus Deiner Antwort:
    >
    > > Für Pflanzen gelten die gleichen debitistischen Gesetzmäßigkeiten wie
    > für Tiere und andere lebende Systeme
    > > Es sind Urschuldner, die ihre Existenz gegen andere verteidigen müssen.
    > Da bilden Bäume keine Ausnahme. Auch sie müssen verschuldet wegen ihrer
    > blossen Existenz ununterbrochen Schulden tilgen.
    >
    > Immer nur vorausgesetzt, die Theorie wäre die Wirklichkeit.

    Die debitistische Beschreibung der Welt ist vollumfänglich stimmig.
    Das ausformulieren ist allerdings schwierig.
    Da ist der @dottore meisterhaft geblieben, gehört aber heute um genau die Inhalte erweitert, die @Ashitaka u.a. weiterführend eingebracht haben.

    > > Auch im Wald herrscht Krieg, Konkurrenz und Kooperation, Symbiose und
    > Parasitismus.
    >
    > Das ist lediglich eine ganz bestimmte Art, wie man die Welt und den
    > Wald sehen kann.

    Diese "Art" nennt sich "Beschreibung der Realität".
    Du kannst doch diesen, meinen Punkt nicht ernsthaft in Frage stellen wenn du das Urschuldkonzept halbwegs verstanden hast...

    > > > 02. Aber plötzlich habe ich mich in einer Rolle gesehen, daß du in
    > der Wirtschaft genau das Gegenteil lernst von dem, was du im Wald lernst.
    > > Das hängt davon ab wo und wie ich lerne. Man kann hier und da falsch
    > lernen, wie der Herr selbst beweist.
    >
    > Hier habe ich nicht verstanden, was Du meinst.

    Leute lernen falsche und richtige Sachen wenn sie sich mit der Wirtschaft oder dem Wald beschäftigen. Thoma erzählt viel richtiges aber eben auch gravierende Fehler.

    > > > 05. In dem Augenblick, wo der Baum seine Existenz abgesichert hat,
    > verwendet der nicht das geringste Quentchen Energie, um seine Nachbarn zu
    > bekämpfen.
    > > Das ist nicht richtig.
    >
    > Hoppla: Der Mann hat mehr als ein halbes Leben im Wald verbracht und kennt
    > diesen wie kaum jemand sonst, und Du willst ihm erzählen, daß
    > diese seine Aussage nicht richtig ist?

    Ja genau das.
    So wie ich auch Aussagen von Prof. Heinsohn und Prof.Steiger hinterfrage bzw behaupte, sie seien falsch.
    Ich bin fast jeden Tag mehrere Stunden im Wald.
    Thoma hat sich dagegen nicht mit dem Debitismus beschäftigt.

    > Tut mir leid, aber ich muß Dich
    > hier wirklich fragen, ob Du schon mal was von Anmaßung gehört hast.

    Ja.
    Und weiter...
    Falsch ist falsch, egal wer es ausspricht.
    Bäume verwenden genug Energie zum Konkurrieren, weil im Zeitablauf ihre Existenz immer wieder in einen Zustand der Nichtabsicherung fällt (zu wenig oder zu viel von diesem oder von jenem).
    Dann muss der Baum sich gegen Konkurrenten durchsetzen. Dafür muss er vorsorgen - er muss sich stets fitter halten als seine Kollegen sonst falliert er eher als diese unter den gleichen zeitweise ungünstig gewordenen Bedingungen.

    > Ich fände es aber auch sehr interessant, herauszufinden, was passieren
    > würde, wenn Du ihm so etwas von Angesicht zu Angesicht selbst sagen
    > könntest / würdest.

    Wozu?
    Es würde ihn nicht interessieren. Sein Weltbild scheint im wesentlichen gefestigt zu sein ohne weiteren Diskussionsbedarf.
    Er meint, den Leuten die Welt richtig zu erklären.

    > Jedenfalls bin ich nach dem Ansehen dieses Vortrages fest davon
    > überzeugt, daß jeder Börsianer um Größenordnungen besser lügen kann
    > als dieser Mann.

    Das hat nichts damit zu tun, dass im Vortrag Falschaussagen präsentiert werden.

    > > > 08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals
    > erklären, daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.
    > > Mangel kann sehr wohl und häufig zum Termin herrschen, trotz
    > unbeschreiblichem Überfluss vor und nach dem Termin.
    >
    > Schön, daß Du wenigstens an dieser Stelle das Wort kann
    > verwendest.

    Der Mann bringt eine extrem grobe Falschaussage und präsentiert sie als die einzige Wahrheit.
    Das ist unseriös und unprofessionell.

    > > Wenn ein lebendes System aber zum Termin nur ein Einziges von vielen
    > dauernd notwendigen Schuldentilgungsmitteln nicht in ausreichender Menge
    > hat, das es aber haben muss, dann falliert es trotz Überfluss vor und nach
    > dem Termin und von allem nur erdenklichen anderem.
    >
    > Das sagt die Theorie des Debitismus.

    Das ist die Realität und Beschreibung derselben.

    > Wie nun, wenn diese Theorie abgelöst
    > werden könnte von einer anderen, besseren? Könnte das dann nicht auch
    > falsch oder nur mehr oder weniger eingeschränkt richtig sein? Was ist dann
    > mit der Angst und dem Leidensdruck in jeglicher Form, welche (u.a. auch)
    > diese "falsche" Theorie erzeugt hat?

    Die "bessere Theorie" konnte hier bisher nicht ansatzweise dargestellt werden.

    > So zu tun, als wenn diese Theorie die Wirklichkeit wäre, das
    > bringt mich zu der Behauptung, daß die Debitisten dieses Forums Esoteriker
    > sind.

    Beschreibung der Realität (res - das Ding).
    Die Wirklichkeit ist noch einmal etwas anderes.

    > > > 09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!
    >
    > > Da ist was dran.
    > > Aber nicht indem wir zu Utopisten werden und unhaltbaren Optimismus
    > versprühen sondern indem wir die drei Grundbedingungen von Gesundheit
    > erfüllen:
    > > - sicher werden, dass wir unsere Welt verstehen können,
    > > - sicher werden, dass wir unsere Welt gestalten können,
    > > - sicher werden, dass unser Leben einen Sinn hat.
    >
    > Auch hier: Religion!

    Nein das ist das Salutogenesekonzept.
    Das habe ich schon x mal verlinkt.
    Es ist ein sehr robustes Erklärungskonzept.

    > Wer hätte je die Welt verstanden?

    Zum Überleben (physisch und psychisch) reicht ein bestimmter Grad des Verstehens.

    > Wer hätte je die Welt "gestaltet", ohne sie zu verschlimmbessern?

    Die Welt ist nicht "schlimm" oder "besser" an sich sondern nur die Umstände in der Welt in Bezug auf bestimmte Elemente (Umweltverschmutzung ist für unsere Gesundheit nicht so günstig, egal ob von einem Chemiebetrieb oder einem Vulkan).

    > Wer hätte je gewußt, ob unser Leben einen Sinn hat, geschweige
    > denn welchen?

    Das ist eine individuelle Entscheidung.
    Ich habe einen Sinn für mein Leben.

    > Wer solche Dinge glaubt, ist also kein Utopist? Da komme ich nicht
    > mit.

    Das musst du doch auch nicht.
    Jeder verteidigt seine Ansichten hier, um dazu zu lernen, oder?
    Das gelingt mal mehr und mal weniger.

    > Nein, nein, ich denke vielmehr, daß es heilsamer sein könnte, das hier
    > ...

    Mach einen Faden darüber auf, was für das Forum besser wäre, wenn du es für nötig erachtest.
    "..." hilft da nicht weiter.

    > > > 09. Das Wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren!
    >
    > ... einfach so, völlig ohne Zusatz, stehen zu lassen und zu
    > verinnerlichen.

    Die Angstmacherei all der religiös auftretenden "Allwissenden" und der MSM.

    > > Wer aufmerksam im EWF/DGF/D_F liest kann das.
    >
    > Das glaubst Du!
    > Und das darfst Du auch gerne, aber verkaufe mir das bitte nicht als
    > Wahrheit.

    Meine Überzeugung.

    > Zum "Wissen"-Können hier noch zwei Zitate aus den Signaturen dieses
    > Forums ...
    >
    > 1. "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der
    > Tiefe." - Fragment 117, Demokrit

    Die Erklärungen zum Debitismus gehen schon sehr, sehr tief.

    > 2. Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig
    > man weiß. -Werner Heisenberg#

    Weiss Herr Thoma das?
    Ich weiss, dass ich wenig weiss.

    > ... sowie frei zitiert von Sokrates "Ich bin mir bewußt, nichts zu
    > wissen."

    Ich auch. Aber ich resigniere daran nicht mehr.

    > Meinst Du nicht auch, daß gerade im Austausch von "Wissen" wesentlich
    > mehr Bescheidenheit angebracht wäre? ;-)

    Wertschätzung, Respekt und Toleranz des Gegenüber aber nicht Akzeptanz von nachweislich falschen Aussagen.
    Die sollten ausdiskutiert werden, wenn ich prüfen möchte, ob ich oder der Gegenüber falsch denkt.
    Wenn du zum Thema von Herrn Thoma diskutieren möchtest, mache es bitte weiter so konkret, wie du begonnen hattest - Punkt für Punkt.
    Das ist übersichtlich und konstruktiv.

    Liebe Grüße
    Silke

    ---
    "Es ist zu spät, das war es schon immer, und das wird es immer sein.“
    Watchmen – Die Wächter
    https://www.youtube.com/watch?v=z3EQqjn-ELs
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729

    Naclador

    E-Mail

    Göttingen,
    21.05.2019, 09:39

    @ Silke
     

    Hoppla, das Stichwort "Salutogenese" war mir bisher durch die Lappen gegangen.

    Danke, Silke!

    Ist es nicht ein hübscher Zufall, dass "Kohärenzgefühl" und "Selbstorganisierte Kritikalität" im Englischen die gleiche Abkürzung haben (SOC)?

    Gruß,
    Naclador

    ---
    Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
    Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."

    StS

    18.05.2019, 12:05

    @ neptun
     

    Preis vs. Wert

    Hallo Neptun,

    > bekomme ich das Gefühl, daß die
    > längere intensive Beschäftigung mit dem Debitismus dazu führt, daß man
    > zwar "von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt".

    es ist doch genau umgekehrt. Das wir den Preis kennen, nämlich die zeitlich vorgelagerte und termingerechte Befriedigung der (Ur-)Schuld, führt doch erst dazu, dass wir den Wert des daraus folgenden Mehrwertes erkennen können.

    Um an diesem schönen Maitag den friedlichen Wald geniessen und den Wert dessen schätzen zu können, musst Du ganz zwingend alle paar Minuten geatmet haben. Von Spitzenprädator zu Spitzenprädator: da geht es dem Baum trotz aller Dominanz des Gewinners nicht besser als Dir [[zwinker]]

    Grüße
    StS

    Silke

    22.05.2019, 01:07
    (editiert von Silke, 22.05.2019, 01:36)

    @ neptun
     

    Die Menschen sehnen sich nach Wundern und Leuten, die sie beschreiben.

    Lieber neptun,

    ich habe mir nun aber doch den ganzen Vortrag angeschaut, weil du mich zu Recht deshalb kritisiert hast und hartnäckig warst (ich hätte ja auch mal nichts zum Thema schreiben können - nun habe ich den Salat).

    Für mich bleibt es eine bunte Mischung aus:
    - völlig richtigen und erstaunlichen aber doch üblicherweise bekannten Fakten,
    - nicht beweisbaren aber schön erzählten Geschichten,
    - nach meinem Wissen falschen Aussagen und Fehleinschätzungen und
    - Eigenwerbung (was ja als Unternehmer wichtig ist)

    - von der zusätzlich nötigen Düngung hat er nichts erzählt, wenn die fleissig Bäume fällen und aus dem Wald raus schaffen (Wie kommen denn dann die dadurch zunehmend fehlenden Spurenelemente wieder hinein?) Früher haben z.B. verendende Lachse von den Massakern der Bären gedüngt. Die gibt es ja nun beide kaum noch.
    - auch ein Urwald ist kein Kreislauf sondern ein dissipatives System
    - Erdöl/Erdgas aus Wäldern? Wer weiss...
    - Was sagen eigentlich die Termiten und andere Holzschädlinge zu unbehandeltem Holz?
    -Hämoglobin und Chlorophyll unterscheiden sich ein bisschen mehr als nur durch das Zentralatom.

    Letztlich gibt aber der Erfolg als Unternehmer Herrn Thoma Recht mit seinen Holzbaukonzepten, wenn dem so ist.
    Die Häuser und ihre Kosten täte ich mir schon mal anschauen, wenn ich ein Haus planen würde.
    Trotzdem gilt:
    "There ain't no such thing as a free lunch"

    Die gröbsten Falschaussagen bleiben für mich:
    > 04. Im Wald war mir völlig klar, daß Wachstum immer begrenzt ist.
    > Es gibt keinen Baum, der in den Himmel wächst. [ ... ]
    Das ist für mich eine sehr schwache Aussage.
    Und ob Bäume versuchen, unbegrenzt zu wachsen (erklärt er doch selbst) - nur eben nicht in die Höhe. Ein Wald vermehrt sich wie eine Seuche, wenn er es kann, nur eben in die Breite. Das kann man in jedem besseren Urwald bestaunen. Nichts anderes tut die Menschheit und jede andere Spezies, wenn sie es kann weil die Feinde wegfallen oder fehlen (invasive Exoten).

    > 05. In dem Augenblick, wo der Baum seine Existenz abgesichert hat,
    > verwendet der nicht das geringste Quentchen Energie, um seine Nachbarn zu
    > bekämpfen.
    Bäume kooperieren wie andere Gemeinschaften auch und betreiben Symbiose, nur eben viel komplexer als viele Leute wissen. Wenn es aber zu knapp zum Überleben wird mit irgendeiner Ressource verdrängt ein Baum (auch der gleichen Art) den anderen auch bis zu dessen Untergang. Bäume betreiben keinen sportlichen Wettkampf sondern kämpfen (trotz bestimmter Kooperationsmechanismen die die meisten anderen Lebewesen aber auch haben) um Ressourcen.

    > 06. Es gibt nichts Brüderlicheres wie den Wald.
    Das hängt ebenfalls vom Ressourcenreichtum ab, ob sich Brüder "erschlagen" oder helfen.
    Menschen können ebenfalls unglaublich nett zueinander sein, wie er selbst von seinen Geigenbauern erzählt.

    > 07. Erfolgreich ist der, der so brüderlich agiert, wie's der Wald macht.
    Das sieht man besonders gut an den Monokulturen.
    Willst du deinen Wald vernichten, pflanze Fichten...,
    ...nichts als Fichten.
    Der Wald ist viel mehr als die Bäume, und das hat er doch auch angeschnitten. Die symbiotischen Beziehungen und das größte Lebewesen der Welt (ein Pilz) sind doch bekannt.

    > 08. Lassen Sie sich niemals, niemals, niemals, niemals erklären,
    > daß wir einen Mangel haben! Die Welt ist kein Ort des Mangels.
    Das sehen Debitisten mit ihrem Wissen um Termine, die Werte bestimmen aber entschieden anders.
    Mangel zu bestimmten Terminen ist eines der häufigsten Phänomene in der Welt der Lebewesen.
    Ein Wald ist ja ein Lebewesen (und keine Ansammlung von Bäumen) das auch wirklich viel ab kann und trotzdem immer wieder flächendeckend stirbt indem er z.B. abbrennt weil es einfach zu trocken ist.
    Waldlose Gebiete sind ja in der Geschichte nicht nur durch die Zivilisation entstanden.

    Zu dem Mondholz schreibe ich mal lieber nichts.
    Ich hatte mir mal mehrere Bücher zum Mond und seiner Wirkung gekauft, sie echt alle durchgelesen und versucht danach zu leben.

    Leider wird in dem Vortrag vielem wichtigen und richtigen durch zu unbeschwerte Thesenaufstellung (das könnte übrigends auch mein Problem z.B. bei der ganzen Thermodynamik-Debitismus-Grübelei oder bei den Schuldenwachstum-vs.-Vermögenschrumpfung-im Zeitablauf-Gedanken sein) ein Anstrich von Unglaubwürdigkeit und Widersprüchlichkeit verpasst, dass sich interessierte Häuslebauer umfassend kundig machen müssen. Aber das müssen sie ja sowieso.
    Er hat ja eingeladen, dass viele seiner Aussagen nachprüfbar sind.

    Liebe Grüße
    Silke

    ---
    "Es ist zu spät, das war es schon immer, und das wird es immer sein.“
    Watchmen – Die Wächter
    https://www.youtube.com/watch?v=z3EQqjn-ELs
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    neptun

    28.05.2019, 00:08

    @ Silke
     

    Manche MÖGEN Salat. ;-)

    Liebe Silke,

    meine (mittlerweile doch schon recht späte) Antwort möchte zwar gerne länger sein, aber leider merke ich gerade, daß mir dazu im Moment doch die Kraft fehlt. Deshalb aber wenigstens eine kurze Rückmeldung:

    Ich war erfreut, aber auch ganz überrascht davon, daß Du Dir den Film-Vortrag doch noch zur Gänze angesehen hast, und hoffe nur, daß Du das im Nachhinein nicht völlig bereut hast. Immerhin scheinst Du ja doch auch einiges Wertvolle darin gesehen zu haben. Vielleicht hätte ich auch eine andere Zitat-Zusammenstellung geben sollen, vielleicht habe ich das ein oder andere Wichtige vergessen, und vielleicht hätte ich noch etwas mehr selbstformuliertes dazu schreiben sollen ... ich war aber (bisher) nie auch nur annähernd ein guter "Verkäufer". ;-)

    Ich greife mal nur wenige Stichpunkte auf:

    > - Was sagen eigentlich die Termiten und andere Holzschädlinge zu unbehandeltem Holz?

    Nun, der Borkenkäfer wurde ja deutlich erwähnt, zu den anderen sollte man Erwin Thoma ggf. selbst befragen, interessieren würde mich das auch.

    > Zu dem Mondholz schreibe ich mal lieber nichts.
    > Ich hatte mir mal mehrere Bücher zum Mond und seiner Wirkung gekauft, sie echt alle durchgelesen und versucht danach zu leben.

    Habe auch mal "Mondwasser" getrunken, bis ich das zu "albern" fand. ;-)
    Auch die Homöopathie z.B. hat bei mir bisher bei einigen wenigen Gelegenheiten niemals irgendwelche Wirkungen gezeigt, weder positiv noch negativ.
    Dennoch "glaube" ich daran, daß sie bei anderen Menschen durchaus positive Wirkungen haben kann. Die Welt ist (meist) noch viel bunter als wir glauben können.

    Aber was er über das Mondholz erzählt (=> Borkenkäfer) und wie ihn erst sein Opa davon "überzeugen" mußte, finde ich schon beeindruckend.

    > Er hat ja eingeladen, dass viele seiner Aussagen nachprüfbar sind.

    Das spricht zumindest nicht gegen ihn. :-)

    Du räumst zumindest ein, daß Du von der Richtigkeit des Debitismus ausgehst. Dir bringt das anscheinend eine größtmögliche Sichherheit im Umgang mit der mitunter doch recht "schwierigen" Welt. Ich selbst scheine mich zur Zeit mit etwas anderem (weniger?) begnügen zu können, nämlich mit dem einzigen unmittelbaren und nicht auf Herleitungen angewiesenen Wissen, welches es gibt, nämlich dem Wissen um meine eigene Existenz (nicht das Wissen darum, was diese meine Existenz nun ist, das bitte nicht verwechseln, es wäre auch wieder nur hergeleitetes Wissen!). Für mich ist es derzeit wohl ein ähnlich stabilisierender Faktor wir für Dich das debitistische Wissen.

    Herzlichen Gruß
    neptun

    ---
    Weil es permanent besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    Silke

    28.05.2019, 14:32

    @ neptun
     

    "The real is only one realization of the possible."

    Ilya Prigogine

    Das war nur eine Rückmeldung, lieber neptun,

    ich nehme die Menschen hier im Forum ernst und prüfe auch immer wieder sachlich an mich heran getragene Kritik.

    > Ich war erfreut, aber auch ganz überrascht davon, daß Du Dir den
    > Film-Vortrag doch noch zur Gänze angesehen hast, und hoffe nur, daß Du
    > das im Nachhinein nicht völlig bereut hast. Immerhin scheinst Du ja doch
    > auch einiges Wertvolle darin gesehen zu haben.

    Ja. Es war Wertvolles dabei.
    Ich finde sowieso keine Quellen mehr, die ihren Standpunkt nach meinem Verständnis voll umfänglich nachvollziehbar darstellen, aber viele Quellen, die etwas Wertvolles für mich enthalten.
    Das trifft auch auf Herrn Thoma zu.

    > Vielleicht hätte ich auch
    > eine andere Zitat-Zusammenstellung geben sollen, vielleicht habe ich das
    > ein oder andere Wichtige vergessen, und vielleicht hätte ich noch etwas
    > mehr selbstformuliertes dazu schreiben sollen ... ich war aber (bisher) nie
    > auch nur annähernd ein guter "Verkäufer". ;-)

    Begeistert genug, um eine Zitatesammlung zu verfassen.
    Mutig genug, um für deine Überzeugung zu streiten.[[top]]

    > > Zu dem Mondholz schreibe ich mal lieber nichts.
    > > Ich hatte mir mal mehrere Bücher zum Mond und seiner Wirkung gekauft,
    > sie echt alle durchgelesen und versucht danach zu leben.
    >
    > Habe auch mal "Mondwasser" getrunken, bis ich das zu "albern" fand. ;-)
    > Auch die Homöopathie z.B. hat bei mir bisher bei einigen wenigen
    > Gelegenheiten niemals irgendwelche Wirkungen gezeigt, weder positiv noch
    > negativ.

    Du hast dich damit auseinandergesetzt, Entscheidungen getroffen, gehandelt (nicht nur darüber gesprochen) und einen Standpunkt eingenommen.
    Das bedeutet, dass du in diesem Punkt Verantwortung für dich übernommen hast und nicht zu irgendeinem Guru, Heiler, Therapeut, Allwissenden, Schlauberger, Dogmatiker, Extremisten oder Charismatiker gegangen bist, dem du ab sofort beipflichtest und dadurch deine eigene Potentialität abgibst ("The main character of any living system is openness."I.Prigogin).
    Dadurch, dass du das so machst, hinterlässt das Folgen in deinem Umfeld, in der Menschheit, in der Welt.

    > Dennoch "glaube" ich daran, daß sie bei anderen Menschen durchaus
    > positive Wirkungen haben kann. Die Welt ist (meist) noch viel bunter
    > als wir glauben können.

    s.o.
    Es gibt keine einzelne Sprache, mit der die Welt beschreibbar ist.

    > Aber was er über das Mondholz erzählt (=> Borkenkäfer) und wie ihn erst
    > sein Opa davon "überzeugen" mußte, finde ich schon beeindruckend.

    Das hat wahrscheinlich dich persönlich betroffen und das hat seinen Grund.
    Möglicherweise schöpft Herr Thoma seine authentisch wirkende Sicherheit aus dieser offensichtlich innigen, wertschätzenden Beziehung.

    > Du räumst zumindest ein,
    > daß Du von
    > der Richtigkeit des Debitismus ausgehst. Dir bringt das
    > anscheinend eine größtmögliche Sichherheit im Umgang mit der mitunter
    > doch recht "schwierigen" Welt.

    Ausreichend gross...
    Das reicht schon.
    Nicht "grösstmöglich" und keine anderen Superlative.
    Grösstmöglichkeit ist meines Wissens nicht zu haben.
    Stefanie Stahl empfiehlt, dass wir uns immer wieder dabei ertappen können, wenn wir so verräterische introjizierte Glaubenssätze wie "Du genügst nicht", "Du bist nicht wertvoll/wichtig" und "Du musst perfekt sein" aussprechen oder nieder schreiben (genau das scheint diese deine Formulierung auszudrücken) und unser Schattenkind mit unserem Erwachsenen-Ich wohl in seiner Verunsicherung ernst nehmen aber doch korrigieren sollten - "ich muss nur genügend sicher sein".

    > Ich selbst scheine mich zur Zeit mit etwas
    > anderem (weniger?) begnügen zu können, nämlich mit dem einzigen
    > unmittelbaren und nicht auf Herleitungen angewiesenen Wissen, welches es
    > gibt, nämlich dem Wissen um meine eigene Existenz (nicht das Wissen darum,
    > was diese meine Existenz nun ist, das bitte nicht verwechseln, es
    > wäre auch wieder nur hergeleitetes Wissen!). Für mich ist es derzeit wohl
    > ein ähnlich stabilisierender Faktor wir für Dich das debitistische
    > Wissen.

    "Mehr" und "weniger" wahrscheinlich nicht, nur anders.
    Der @Konstantin hat doch z.B. auch seine Stabilität offensichtlich aus völlig anderen Quellen und übernimmt seine Art von Verantwortung.

    Ich halte das für eine gesündere Einstellung, wenn sich Menschen mit ihrem "tun und machen" Nischen eröffnen, die ihnen ein emotionales Überleben in dieser Welt ermöglichen.

    Liebe Grüße
    Silke

    "There is a wonderful simplicity in the view that events occur because things get worse. I have in mind the Second Law of thermodynamics and the fact that all natural change is accompanied by an increase in entropy."
    Peter Atkins

    wobei:
    "Ein Heranziehen der Thermodynamik ist nur solange nötig, wie wir uns am Glauben festhalten, Systemgrenzen im weltlichen Geschehen ziehen zu können und damit die Erkenntnis ignorieren, dass sich über alle Grenzen und jede Vorstellung eines Inneren und Äußeren hinweg die höchsten Schwingungsgrade (unsere bewusste Gegenwart) immer in die niedersten Schwingungsgrade (allen Zeitintervallen > 1) kehren müssen, so wie sich umgekehrt die niedersten Schwingungsgrade immer aus den höheren Schwingungsgraden herauskehren müssen (Das Prinzip der Schwingung). Über jede Vorstellung einer Geschlossenheit, Abgeschlossenheit oder Offenheit dessen, was sie zum Einzigen macht, hinweg."
    @Ashitaka

    ---
    "Es ist zu spät, das war es schon immer, und das wird es immer sein.“
    Watchmen – Die Wächter
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    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729

    Waldläufer

    E-Mail

    16.05.2019, 08:39

    @ lotte
     

    Bitte an den Chef

    Könnten Sie den Vortrag bitte mal für 2 oder 3 Tage oben anpingen, damit er etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen kann?

    Da jeder anders interpretiert, auch noch meine Zusammenfassung.

    Es ist ein kläglicher Versuch, 2 Stunden Weisheit in wenige Sätze zu packen.
    - Der Vortrag gliedert sich in 2 Abschnitte. Der erste Abschnitt handelt über Bäume an sich, über Natur und was wir daraus lernen können und im 2. Teil redet er über Holz als Baustoff, von der Stradivari bis zum Passivhaus.
    -Der Baum ist das, was wir brauchen.
    -Nur 0,5 Prozent des Baumes stammen aus dem Boden, alles andere stammt aus der Luft.
    -Bäume bewegen mehr Masse als der Mensch mit der Bauwirtschaft. Und das tun sie, ohne Müll zu produzieren.
    -Chlorophyll ist so genial, dass dadurch die ganze Welt grün wurde und das Hämoglobin des Menschen unterscheidet sich nur duch das Zentralelement. Es enthält Eisen statt Magnesium.
    -Pflanzen handeln strategisch fürsorglich. Der Mensch sagt, Wachstum is never ending. Der Gesellschaft ginge es nur dann gut, wenn sie exponentiel wächst. In der Natur gibt es nur einen Fall, wo etwas exponentiell wächst und das sind Krebszellen. "Die haben a bissel ihr Programm vergessen." Das endet immer damit, das das Trägersystem kaputt geht. ...Soviel der Zusammenhang zum Forum und zu dem Wahnsinn Debitismus.
    -Welcher Baum gedeiht am besten? Der, der von seinem Reichtum (Glukose), von seinem Schatz am meisten verteilen kann. Leben ist fließen.

    ---
    Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
    -Werner Heisenberg

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    16.05.2019, 09:15

    @ Waldläufer
     

    Noch besser in einem Satz zusammengefasst

    > -[b]Pflanzen handeln strategisch fürsorglich. Der Mensch sagt, Wachstum
    > is never ending. Der Gesellschaft ginge es nur dann gut, wenn sie
    > exponentiel wächst. In der Natur gibt es nur einen Fall, wo etwas
    > exponentiell wächst und das sind Krebszellen. "Die haben a bissel ihr
    > Programm vergessen." Das endet immer damit, das das Trägersystem kaputt
    > geht.

    Alles richtig.
    Jetzt musst du uns nur noch sagen, wie viele Milliarden Menschen geopfert werden sollen, um die Natur zu retten.

    (Ich möchte nur noch daran erinnern, dass alle früheren Kulturen Menschenopfer kannten, um die Götter wieder milde zu stimmen. Bei uns endete die Tradition der Menschenopfer erst mit der Aufklärung).

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    Naclador

    E-Mail

    Göttingen,
    16.05.2019, 09:33

    @ Mephistopheles
     

    Tja, der Gehörnte bringt es leider mal wieder auf den Punkt.

    > Alles richtig.
    > Jetzt musst du uns nur noch sagen, wie viele Milliarden Menschen geopfert
    > werden sollen, um die Natur zu retten.

    Du sagst es, Mephistopheles. Mit Subsistenzwirtschaft im Sippenverbund lassen sich keine acht Milliarden Menschen ernähren. Wahrscheinlich nicht mal eine Milliarde.

    Gruß,
    Naclador

    ---
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    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    16.05.2019, 09:56

    @ Waldläufer
     

    Bäume verhalten sich nicht anders als alle anderen Lebewesen, die evolutionärem Druck standhalten müssen

    Unter ihnen gibt es die Schnellwachsenden, die Symbionten, die Schmarotzer, und einige, die das Töten der Konkurrenz zur Methode machen (BSP: Würgfeige). Vor allem nehmen sie sich so viel wie möglich, bis die Ressourcen erschöpft sind. Strategisch fürsorglich?

    Grüße

    ---
    [image]
    ** Geliefert wie bestellt! **

    Neuer Chef

    16.05.2019, 11:46

    @ Waldläufer
     

    Fürsorgliche Pflanzen

    Hallo Waldläufer,

    das Thema ist interessant, aber ich sehe keinen wesentlichen Grund es vor andere Themen zu stellen.

    Auch teile ich Deine Meinung bei einigen Punkten nicht.

    Pflanzen müssen genau wie alle anderen Lebewesen zum Termin Ressourcen beschaffen, alternativ sterben sie. Auch ein Wald ist reiner Überlebenskampf. Sehr schön z.B. hier nachvollziehbar: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruderalvegetation

    Das Fürsorgeniveau von Pflanzen bewegt sich dabei ungefähr auf dem Fürsorgeniveau von Menschen für Nutztiere.

    Es gedeiht der Baum am Besten, der seine Konkurrenten dominiert.

    Aber natürlich darf derjenige, der zur Gewinnergruppe im Ressourcenkampf zählt, auch in entspannter Haltung & in friedlicher Umgebung nett anmutende Getränke und Speisen zu sich nehmen - bzw. genauer er kann Ressourcen der an ihn Ressourcen abgebenden Verlierergruppe verwerten. Er wird dies immer dann tun, wenn dies wesentlich weniger energieaufwändig ist als selbst Ressourcen zu gewinnen.

    Da geht es dem Baum nicht anders als dem Menschen...

    Grüße
    StS

    Manuel H.

    E-Mail

    16.05.2019, 12:42

    @ Neuer Chef
     

    die Natur vermenschlichen

    Immer wieder interessant, wie die Natur vermenschlicht wird, wobei es darum geht, für die eigene Ideologie eine „objektive“ Rechtfertigung zu finden.

    Ich bin noch mit Prof Bernhard Grzimek TV Sendungen aufgewachsen.

    Damals herrschte ein Sozialstaat, in der alle um seiner selbst willen fleissig waren und wussten, dass das grosse Volksganze einen in der Not nicht fallen lassen wird.

    Ergo bestanden die beobachteten Tierherden aus fürsorglichen Familienbanden (manchmal in Mehrehe, pfui), die sich auf die schützende Gesamtherde verlassen konnte.

    In den 90ern zogen dann die Tierdokus der Privatsender ein und ich lernte, dass Lug und Trug, der individualistische Kampf aller gegen jeden die Tier-Realität sei.

    Das menschengemachte Geldsystem ist ähnlich der Tierdokus im wesentlichen ein Informationsträger, der uns mit einer Ideologie informiert, die menschenverachtender (und schöofungsverachtender) nicht sein kann.

    Deswegen sind ja bekennende Luziferaner oben am Drücker und deswegen ziert das Auge Horus‘ den Schein der Weltwährung.

    Es ist ein Verdienst der Debitisten, überhaupt die zerstörerischen Mechanismen des herrschenden Geldsystems erkannt und richtig beschrieben zu haben.

    Das ist um so erstaunlicher, weil Geld so stark tabuisiert ist, dass die Menschen wie in einer tiefen Hypnose jeden Gedanken dazu üblicherweise verweigern.

    Mit dem Postulat der Alternativlosigkeit reiht sich der Debitismus systembewahrend ein und enrgeht der sonst erfolgenden Verfolgung (Nazi), schafft aber keine gesellschaftliche Anerkennung, da zu brisant. 😊

    ---
    Deutschland das neue Troja?
    http://www.trojaeinst.wordpress.com

    solstitium

    17.05.2019, 14:50

    @ lotte
     

    Forstwirtschaft bedingt IQ, fehlt dieser = Wüste!

    Ich stelle jetzt mal eine gewagte These auf:

    Wüsten sind menschengemacht.
    (Allerdings sah ich diese Behauptung unlängst auch in einem Video, ich meine Valery Pyakin warś)
    Die Sahara und die arabische Wüste gehören ausdrücklich dazu, sind gewissermaßen ein Paradebeispiel dafür.

    Ferner sind sie Ausdruck der Dummheit, der in diesen Gebieten lebenden Führungspersonen.

    Ich muss es abkürzen, eigentlich bedarf es hier einer Abhandlung, die 1000 Seiten umfassen müsste.

    Aktuelle Beweise meiner These, die wir faktisch in „Echtzeit“ miterleben:

    - Amazonas (wegen Biosprit (Ölpalmen) und Soja, eingefädelt durch die deutschen Grünen, intellektuelles Niveau dabei ausschlaggebend)
    - Südostasien/Indonesien (wegen Biosprit)

    Ferner ein weiteres Beispiel, welches sich klar auf die ebenda lebenden Menschen herunterkürzen lässt:

    Haiti deren Bevölkerungsanteil sich nach Ethnie klar von den Nachbarländern DomRep und Kuba unterscheidet.
    Haiti ist Wüste, DomRep und Kuba nicht, das Klima ist identisch, der IQ der zahlenmäßig dominierenden Bevölkerung und bis in politische Höchstebenen vorgedrungenen Personen dieses Bevölkerungsanteils, ist der Unterschied.

    Warum also Sahara?

    Ich hole dazu aus, und betrachte eine Reportage (Internetsuchmaschinen benutzen) die auf die rätselhafte Entvölkerung Yucatans eingeht. Es sei dazumal der Mangel an Wasser gewesen, der die Gebiete, die heute im Dschungel liegen, entvölkerte.

    Was haben Sahara und Yucatan gemeinsam?

    Pyramiden oder nicht?

    Gesetzt der Fall, sie sind so gebaut worden, wie derzeit überliefert und offiziell erklärt.

    Das erste, was von den linksgrünen intellektuell benachteiligten Population zu hören ist „die sind doch aus Stein, warum sollte dafür Wald/Vegetation benötigt werden?

    Letzter Vorausgehender Gedanke:
    Bei dem Besuch der Insel Rab (Kroatien) erschreckt man, da man vor der Überfahrt von Land her sehend, auch nur ein Wüsteneiland sieht.

    Wieso gibt es auf Rab keine Vegetation, oder eben nur auf der Südseite marginal vereinzelt?

    Die Einheimischen begründen dies, daß die Römer seinerzeit die Bäume gerodet haben, da sie sie für den Bau ihrer Schiffe benötigten.

    Das ist 2000 Jahr her, wie kompliziert ist es, dann seine Heimat wieder aufzuforsten?
    Offensichtlich sehr kompliziert, wenn der IQ dazu nicht vorhanden ist.

    Aktuell erleidet Rab die Verwüstung durch Überweidung mittels Schafen, einmal abgesägt und missbräuchlich benutzt, erholt sich die einstige Natur nicht.

    Wie wurden die Pyramiden also gebaut?
    Mit Steinen, sehr sehr großen Steinen, dazu wurde freilich noch mehr gebaut, und es waren Menschen erforderlich, sehr viele Menschen, die Essen wollten kochen mussten etc. pp. .
    Energie für das Kochen, außer Holz, nichts!

    Wie transportiert man also einen Steinquader?

    Mit dem Schiff. Gut, das will gebaut werden.
    Ein Schiff? Nein hunderte, eher tausende.
    Woraus? Beton? Nein Holz.
    Was die Römer in Rab veranstalteten, haben die Ägypter woanders veranstaltet, wo denn nun aber?

    Woher bekamen die Ägypter ihr für die Bauvorhaben und Transporte erforderliche Holz?

    Und die Schiffe sind ja nur der Abschnitt auf dem Nil.

    Zum Nil hin, und von ihm zur Baustelle, wie hat das stattgefunden?

    Tieflader?

    Es waren Baumstämme. Immer und immer wieder Baumstämme, die mal als Rollen unter die Quader legte. Rollten diese auf einer glatten Straße?
    Nein, selbst wenn es diese gab, war sie keineswegs auf die Belastung derart hoher Tonnagen ausgelegt. Eher mussten wiederum Stämme als Straßenbelags-Unterlage dienen.

    Wie lange hält ein solcher Stamm (welches Holz?), der über Stock und Stein rollen muss?
    Eine Quaderlänge? Zwei, oder sogar hundert? Wenn er nicht mehr rund ist dann muss er ersetzt werden. Er zerbröselt unter der Last, je nach Holzart in überschaubar kurzer Zeit.

    Und es sind tausende Quader bewegt worden!

    Duldet ein Auftraggeber, der die Pyramide will, etwa Verzögerungen, weil es weit und breit keine Bäume mehr gibt?

    Nein, er befiehlt, (siehe Grüne hinsichtlich Biosprit) es vom Ende der Welt zu holen.
    Diese Welt, respektive der Machtbereich seiner Zuständigkeit, war auf das Gebiet begrenzt, was sich heute als Wüste abzeichnet.

    4/5 des Regens im Regenwald, „produziert“ der Regenwald selbst.

    Die angrenzende Vegetation, was heute als Sahelzone bekannt ist, partizipiert vom Regenwald.
    Ab und an, biegen etliche Wolken aus der Ostwindzone am Äquator in den Südwestpassat ab und verteilen ihre Fracht über dem Kontinent. Zuletzt schön zu beobachten vor ca. 6 Wochen als diese Wolken sogar noch bis nach Norddeutschland Regen brachten.

    Nur fehlt diesem Kontinent Westafrika heute signifikante Vegetation, um „selbst“ wieder Regen zu psoduzieren. Die fehlende Vegetation lässt eine wesentlich größere Hitze entstehen, kann auch in Deutschland jeder selbst spüren, der die für 5G Handynetz gefällten Bäume in der Innenstadt demnächst schmerzlich vermissen wird.

    Gaddafi hatte ein Wasserprojekt, welches Grundwasser aus der Wüste in die Städte Richtung Norden pumpen wollte, was m.M.n. heute auch noch funktioniert.

    Dieses Wasser regnete vorher ebenda ab, zu einer Zeit, als es noch keine Pyramiden gab, respektive keine Macht von Menschen, deren IQ und fehlende Weitsicht die Verwüstung verursachte.

    Inmitten der Sahara gibt es noch winzige Oasen, in welchen lebende Krokodile Zeugen sind, daß es vor der Zeit eine lückenlose schattenspendende Vegetation zwischen Nil, Tschadsee und den heute jeweils 1000de km entfernten Oasen gab.

    Es gibt also in der Tat MENSCHEN GEMACHTEN Klimawandel!

    Dieser hat allerdings einzig und allein mit dem Umgang und der Pflege der Natur, respektive DES WALDES zu tun!

    Karl Heiz Böhm, nahm seinerzeit das Zepter in die Hand und war Initiator der Wiederaufforstung Äthopiens, welches bis dahin per Hungerleiden Missernten aufgrund fehlenden Regens, den Weg in die europäischen Medien schaffte.

    Leider gabs nur einen Karl Heinz Böhm, aber noch zu viele Länder, deren Führungselite IQ seitig nicht mit dem ausgestattet war und ist, was Karl Heinz Böhm, und das Volk, welches nachhaltige Forstwirtschaft zum Erhalt der Lebensgrundlage der Menschen ausmacht.

    Nachhaltige Forstwirtschaft ist also der Schlüssel, für die Verhinderung künftiger Kriege, die, wie nachzulesen, aufgrund Wassers geführt werden sollen.

    Man kann auch noch Mexiko-Stadt gedanklich einfügen, eine Stadt, die bei ihrer Gründung inmitten einer wasserreichen Natur lag, bis der Mensch, der keine Forstwirtschaft kannte oder praktizieren wollte, ähnlich der Grünen hierzulande, die Oberhand bekam!

    Selbst zwischen Süd und Norddeutschland, praktisch entlang des Limes, gibt es einen „Schnitt“ bzgl. des Umganges mit Bäumen in den Städten und Dörfern.

    Für mich erschreckend und regelrecht entsetzt war ich, wie ich die Dörfer in Rheinland Pfalz oder Baden Württemberg sah, entlang derer Straßen kein einziger Baum, weder inner- noch außerorts stand!

    Auch hier fehlt offenkundig der IQ, der In Norddeutschland hinsichtlich des Umganges mit Bäumen flächendeckend vorhanden ist.

    Ich bin überzeugt, dass es bei Tacitus, der uns Germanen, also im Wald Lebende interpretiert haben soll, um eine Fehlübersetzung handelt.

    Wir leben traditionell in Städten mit Bäumen und versuchen somit den Eingriff in die Natur trotz unserer Präsenz so gering wie möglich zu halten.

    Selbst die Tornados im mittleren Westen gehen einher mit einer Armut an Bäumen oder regelrechter Baumlosigkeit im Gebiet.

    Eindeutig ließ sich das auch an den Tornadopunkten in Mitteldeutschland ablesen, geschehen im Waldlosen landwirtschaftlich geprägten Gebiet südlich von Leipzig.

    Wird also die Anzahl an Bäumen in einem Gebiet zu gering, „kippt“ die Natur quasi um.
    Sie kann nicht mehr aus sich heraus die fehlende Vegetation die erforderlich ist für die Verdunstungsflächen (Bäume), die Abkühlung und Niederschläge ergibt, kompensieren.

    Der Tornado ist quasi die Lungenentzündung des Patienten „Erde“ in diesem Bereich.

    Wird hier nicht reagiert, ist es zur Wüste Sandsturm (vgl. Autobahn-Abschnitte in MeckPom, die gigantische baumlose Agrarflächen queren, die im Radio als Verkehrsbeeinträchtigung gemeldet wurden) nur noch ein winziger Schritt!

    Das Problem der fehlenden Bäume steht also nicht am Ende der Welt, sondern direkt vor unserer Haustür!

    Die Feldraine müssen wieder aufgeforstet werden, die Allee entlang der Strassen, eher nach dem Muster der lückenlosen Knicks (fehlende Lücke zwischen den Bäumen verhindert Frontalaufprall Auto/Baum) in Schleswig Holstein müssen gepflanzt werden.

    Und danach (vielmehr gleichzeitig) muss das Konzept, wo noch nicht vorhanden weltweit exportiert werden – eher vielleicht in Form eines Wettbewerbs!

    Dazu könnte man die CO2 Steuer sogar als Anlass nehmen!
    Aufforstungsgebiete lassen sich von den Emissionen subtrahieren!
    Frei nach dem Motto, was uns nicht umbringt, macht uns härter oder Co2 Steuer = Fausts Mephisto, Teil jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft!


    Sorry ist jetzt doch mehr geworden und auch nicht nach den Regeln einer Dissertation, bitte um Nachsicht!

Wandere aus, solange es noch geht.


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