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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    sodele

    11.05.2019, 15:47
     

    Diese Welt ist soo ungerecht und frustrierend

    Jeder von uns kennt den Frust der sich in uns aufbaut wenn wir im Alltag das Gefühl haben ungerecht behandelt zu werden oder wenn die Dinge nicht so laufen wie wir es uns wünschen.

    Der nachfolgend verlinkte Laborversuch mit zwei Kapuzineraffen (2:43 Min.) ist eine schöne Gelegenheit sich selbst besser zu verstehen und zusammen mit dem Publikum zum Schluss hin in ein befreiendes Lachen einzustimmen.

    Stell Dir vor, Dein Nachbar stopft sich rücksichtslos und egoistisch die süssesten Rosinen rein, während Du mit billigen Gurken abgespeist werden sollst: einfach skandalös


    Herzliche Grüsse

    stokk

    11.05.2019, 19:18

    @ sodele
     

    Danke, Tränen gelacht... (oT)

    [ kein Text ]
    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    11.05.2019, 19:41

    @ sodele
     

    Danke

    Wirklich superwitzig. Habe dann gleich den Film über die Alpha-Männchen angesehen. Auch juut.

    Schöne Eisheilige wünscht
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    CalBaer

    11.05.2019, 20:44

    @ Oblomow
     

    Frans de Waals Vortraege werden sicher heimlich geguckt

    Nur ein Beispiel, Putin's Extraordinary Alpha Male Walk: https://www.youtube.com/watch?v=ilJxbQpVwl4

    Hilfe, wir werden von Affen regiert!

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    sodele

    12.05.2019, 14:19

    @ CalBaer
     

    wie eine Affengruppe über Nacht liebevoller wurde, weil plötzlich alle Alpha-Männer tot waren

    > Hilfe, wir werden von Affen regiert!

    Wenn schon, dann bitte ausschließlich von weiblichen Individuen! ;-)

    Dazu folgende Geschichte:

    Der Verhaltensforscher Robert Sapolsky beobachtete über viele Jahre eine Paviangruppe in Afrika. Bei Pavianen gibt es strenge Hierarchien und ein beachtliches Aggressionspotenzial zwischen den einzelnen Tieren, vorwiegend unter Männern.

    Eines Tages fand diese Gruppe in der Nähe eines Touristen-Ressorts eine größere Menge Fleisches, welches wegen Ungenießbarkeit weggeworfen worden war.

    Da sich wie immer zuerst die Alpha-Tiere an dem Fleisch bedienten und dieses nicht nur ungenießbar sondern bei Verzehr tödlich war, wurde die gesamte oberste Hierarchie über Nacht ausradiert, während die unteren Ränge überlebt hatten, da für sie nichts mehr übrig geblieben war.

    Sapolsky schildert nun, wie daraufhin in dieser Gruppe Friedfertigkeit und soziales Miteinander dominierten.


    Herzliche Grüsse

    BBouvier

    12.05.2019, 15:21
    (editiert von BBouvier, 12.05.2019, 15:42)

    @ sodele
     

    <"Friedfertigkeit und soziales Miteinander"> - das reine Soziologennirvana

    Hallo!

    Während des Koreakrieges beobachtete das nordkoreanische Wachpersonal
    seine US-Kriegsgefangenen und brachte die informellen Führer
    in Sonderlagern unter.
    Das mußte nur zweimal wiederholt werden, und und schon herrschte reine
    =>
    <"Friedfertigkeit und soziales Miteinander">
    unter der nun passiv vor sich hinvegetierenden Masse.

    [[top]]

    Auch Stalin ging so vor:
    Die Kulaken (Großbauern) wurden liquidiert und abgewartet,
    wer sich danach als Großbauer etablierte.
    Dann wurden auch diese eleminiert, ggfls. auch noch deren Nachfolger.
    Dann herrschte rußlandweit:
    <"Friedfertigkeit und soziales Miteinander">

    Hinweis:
    Bei Frauen funktioniert das nicht,
    weil die keine soziale Hierarchien bilden.
    Da denkt Jede nur an sich.
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=130448
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=330001

    Gruß,
    BB

    sodele

    12.05.2019, 18:29

    @ BBouvier
     

    "Bei Frauen ... da denkt Jede nur an sich"

    > Bei Frauen funktioniert das nicht,
    > weil die keine soziale Hierarchien bilden.
    > Da denkt Jede nur an sich.

    Lieber BB, der vorangehende Beitrag schildert Verhaltensweisen von Pavianen. nicht von Menschen. ;-)

    Wenn du der Meinung bist, das Sozialverhalten von Affen lasse sich eins zu eins auf den Menschen übertragen, musst du bitte bedenken, dass es allein schon "den" Affen gar nicht gibt.

    Bei den Bonobos sind i.d. Regel Weibchen an der Spitze. Darüber hinaus hat diese Affenart bekanntermaßen eine ziemlich effektive Methode entwickelt um Aggressionen innerhalb der Gruppe zu minimieren, welche in dieser Form weder bei Schimpansen noch bei Pavianen angewandt wird.

    Außerdem muss ich mich entschuldigen, weil oben nicht das beste Video von Sapolsky verlinkt ist. In diesem neunminütigen Ausschnitt spricht er zusätzlich die Rolle des Stresslevels bei einzelnen Individuen abhängig von ihrem sozialen Rang an: Niederer Rang = tendenziell hoher Cortisolwert im Blut, hoher Rang = weniger Cortisol und vermutlich weniger Stress, weniger Herzinfarkte, besseres Immunsystem und längeres Leben. - Alles zunächst einmal nur bezogen auf Paviane.

    Deine These, dass in der menschlichen Gesellschaft "die Frauen nur an sich denken" würden, solltest du vielleicht besser mal eingehend mit deinem weiblichen Umfeld diskutieren. ;-)


    Herzliche Grüsse

    Phoenix5

    E-Mail

    13.05.2019, 22:01
    (editiert von Phoenix5, 13.05.2019, 22:22)

    @ sodele
     

    Ihr redet aneinander vorbei

    Hallo Sodele!

    Wenn BB davon spricht, dass Frauen keine Hierarchien bilden (können), mag das im ersten Moment, dem Zeitgeist entsprechend, politisch inkorrekt klingen, aber drehen wir das Bild doch mal um, dann wird vielleicht manches klarer. Aber eins nach dem anderen.

    Die Bonobos leben in einer exogamen Blutsfamilie, das von einem Mütterkollektiv dominiert wird. Die männlichen Bonobos sind sozial eher irrelevant, v.a. als Väter. Es gibt dort "female choice", was das Aussuchen des Sexualpartners betrifft und die Weibchen emigrieren dann zur Blutsfamilie des auserkorenen männlichen Sexualpartners (der seinerseits ein Leben lang in seiner Blutsfamilie, d.h. bei seiner Mutter bzw. dem dort ansässigen Mütterkollektiv bleibt). Nun gibt es, wie BB schon sagte, eine Fülle von Indizien, dass diese Sozialstruktur auch die natürliche Lebensweise des Homo sapiens ist, solange seine Population nicht ein bestimmtes Maß übersteigt (siehe Gerhard Bott "Die Erfindung der Götter", der sogar so weit geht, statt der Patrilokalität der Bonobos eine Matrilokalität beim Homo sapiens anzunehmen, ergo: Die Männer emigrieren zur Blutsfamilie der Frau).
    Gibt es also Überpopulation, Revier- und Verteilungskämpfe und Reibereien zwischen den Stämmen, übernehmen die Männer das Zepter. Sie unterwerfen andere Stämme und schaffen eine hierarchische Verteilungsorganisation (wer unten ist, muss mehr schuften und bekommt weniger). Die Blutsfamilie weicht einer Paarfamilie. Das Endprodukt kennen wir heute als "Staat".

    Woran es bei eurer Diskussion hakt ist, dass BB mit "Hierarchie" vermutlich eine institutionalisierte Hierarchie auf Basis struktureller Gewalt meint (auch wenn er missverständlich von "sozialer" Hierarchie schrieb), während du tatsächlich von einer rein sozialen Hierarchie ausgehst (alt-jung, stark-schwach, Verwandtschaftsverhältnisse, etc.). Frauen können sich selbstverständlich auf die Spitze einer solchen, von Männern errichteten Pyramide setzen und einen Staat führen, aber würden alle Stufen dieser Pyramide mit Frauen besetzt, könnte das unmöglich hinhauen und selbst könnten sie eine solche hierarchische Struktur gar nicht erbauen. Dafür ist die ganze Psychologie der Frau (die ihrerseits evolutionär selektiert wurde) gar nicht ausgelegt. Ich lasse das mal als Axiom stehen, ohne es zu begründen, sondern drehe den Spieß jetzt einfach um.

    Für wie realistisch hältst du folgendes Gedankenspiel:

    Nehmen wir an, ein Stamm wäre so organisiert, dass die Männer alle als Kollektiv zusammenleben, kochen, Kinder erziehen, während die Frauen auf die Jagd gehen und die meiste Zeit als Jägerinnen unter sich bleiben, bevor sie von einem Mann eines anderen Stammes auserkoren werden, um in dessen Väterkollektiv umzuziehen, wo sie dann, nachdem sie ihre Kinder abgestillt und den Vätern übergeben haben, wieder als Jägerinnen mit den anderen Frauen umherziehen.

    Klingt absurd? Genauso seltsam muss jemanden, der die zeitgeistige Brille abgelegt hat, ein rein von Frauen geführter Staat vorkommen.

    Der Feminismus war für den Staat ja ohnehin nie dazu gedacht, die Frauen an die Spitze des Staates zu befördern: Das war eher ein Beiprodukt. Er war dazu gedacht, die Frauen in die Wirtschaft zu drängen, um neue Besteuerungsbasen zu generieren oder feministisch gedeutet: Der Feminismus ist eine Erfindung des Patriarchats, um die Frauen ökonomisch auszubeuten.

    Beste Grüße
    Phoenix5

    ---
    Leseprobe - Ein Buch für Keinen
    Was ist Geld?

    sodele

    15.05.2019, 01:29

    @ Phoenix5
     

    Die Art, wie du diskutierst finde ich vorbildlich.

    Du formulierst keine unumstößlichen Gewissheiten, sondern lässt Raum für gemeinsame Erkenntnissuche. Danke.

    Kurze Anmerkungen zu deinem Beitrag:

    > Dafür ist die ganze Psychologie der Frau (die ihrerseits
    > evolutionär selektiert wurde) gar nicht ausgelegt. Ich lasse das mal als
    > Axiom stehen

    Verstehe, was du sagen willst.

    Sollten wir hier nicht dennoch deutlich unterscheiden zwischen den verschiedenen Spielarten von uns bekannten äffischen Verhaltensweisen mit Sozialstrukturen, die aus evolutionären Anpassungen an jeweils vorherrschende örtliche Gegebenheiten entsprungen sind und dem, was wir sprachbegabten Menschen mit unserem höheren intellektuellen Freiheitsgrad und dem Wissen um unsere ererbten affenähnlichen Triebe für unsere weitere Entwicklung daraus ableiten können - eine Entwicklung die ja vorwiegend kultureller Natur ist?

    zwei konkrete Beispiele:

    - Im Gegensatz zu Affen können wir dank der Sprache die Vor- und Nachteile bestehender Hierarchien gegeneinander abwägen. Erfolgreiche Unternehmen gehen ja schon länger dazu über, hierarchische Strukturen abzubauen oder zu modifizieren. Stichworte: lateraler Führungsstil und Tendenz zu mehr Teamarbeit.

    - Obwohl Frau Merkel in vielerlei Hinsicht ein abschreckendes Beispiel ist, steht es uns frei, möglichst viele gute Frauen in Führungspositionen zu hieven, weil sie i.d. Regel einen moderierenden, ausgleichenden Führungsstil praktizieren, was im Idealfall der seelischen Gesundheit aller Beteiligten zugute kommt, während viele Alpha-Männer auch heutzutage noch oft Testosteron getriebene Einzelkämpfer sind (siehe dazu das an Realsatire erinnernde von CalBear oben eingestellte Putin-Video)


    Herzliche Grüsse


    PS. Werde in den nächsten Wochen vorauss. keinen Beitrag schreiben können.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    15.05.2019, 10:43

    @ sodele
     

    Empathieforscherin Tania Singer

    > - Obwohl Frau Merkel in vielerlei Hinsicht ein abschreckendes Beispiel
    > ist, steht es uns frei, möglichst viele gute Frauen in Führungspositionen
    > zu hieven, weil sie i.d. Regel einen moderierenden, ausgleichenden
    > Führungsstil praktizieren, was im Idealfall der seelischen Gesundheit
    > aller Beteiligten zugute kommt, während viele Alpha-Männer auch
    > heutzutage noch oft Testosteron getriebene Einzelkämpfer sind (siehe dazu
    > das an Realsatire erinnernde von CalBear oben eingestellte Putin-Video)

    Warum Einzelkämpfer? Die mögen den Mann einfach und er gibt doch seinem Fahrer ganz nett die Hand. Ich glaube, dass Putin mehr über diesen Teppichgang innerlich lächelt als diejenigen, die ihn da bewundern und keine innerliche Distanz mehr aufnehmen können zu ihrem Untertanenbewunderungsverhalten.

    Dazu noch eine kleine nette Petitesse: Ich zitiere mal aus Wikipedia etwas über diese Fachfrau für Empathieforschung:

    "Im August 2018 berichteten verschiedene Medien, dass Tania Singer über mehrere Jahre systematisches Mobbing gegenüber Mitarbeitern betrieben habe. Singer wies die Vorwürfe zurück. In einem Ende 2017 anberaumten Mediationsprozess habe sie sich bei den Mitarbeitern für die stressbedingten Schwierigkeiten im kommunikativen Umgang entschuldigt. Die Max-Planck-Gesellschaft ließ verlautbaren, der Mediationsprozess sei ergebnislos verlaufen. In der Folge hatten sich Tania Singer und die Max-Planck-Gesellschaft einvernehmlich darauf geeinigt, dass sie ihre Leitungsfunktion in Form eines Sabbatjahres ruhen lässt. Eine im September 2018 einberufene Untersuchungskommission bestätigte schließlich die Vorwürfe als „erhebliches Führungsfehlverhalten“. Der zugleich erhobene Vorwurf wissenschaftlichen Fehlverhaltens wurde nicht bestätigt. Singer trat im Dezember 2018 von ihrem Amt als Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaften am Max-Planck-Institut in Leipzig zurück.Seit 2019 ist Singer wissenschaftliche Leiterin der Max-Planck-Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften in Berlin."

    In Berlin kann sie gleich weitermachen.

    Herzlich Oblomow

    PS: Immerwieder erhellend ist natürlich das Gespräch zwischen der schönen und klugen Esther Vilar und der bornierten und hässlichen Alice Schwarzer: https://www.youtube.com/watch?v=y24CRiaOly8

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Phoenix5

    E-Mail

    15.05.2019, 18:13

    @ sodele
     

    Danke! - Effizienzsteigerung ist das Hinauszögern des Unvermeidlichen

    Hallo Sodele!

    > Sollten wir hier nicht dennoch deutlich unterscheiden zwischen den
    > verschiedenen Spielarten von uns bekannten äffischen Verhaltensweisen mit
    > Sozialstrukturen, die aus evolutionären Anpassungen an jeweils
    > vorherrschende örtliche Gegebenheiten entsprungen sind und dem, was wir
    > sprachbegabten Menschen mit unserem höheren intellektuellen Freiheitsgrad
    > und dem Wissen um unsere ererbten affenähnlichen Triebe für unsere
    > weitere Entwicklung daraus ableiten können - eine Entwicklung die ja
    > vorwiegend kultureller Natur ist?

    Ja, INNERHALB eines patriarchalisch-hierarchischen Systems kann man über Verbesserungen nachdenken. Bewusst sollte uns sein, dass JEDE Verbesserung/Effizienzsteigerung letztendlich das Unvermeidliche nur hinauszögert.

    >
    > zwei konkrete Beispiele:
    >
    > - Im Gegensatz zu Affen können wir dank der Sprache die Vor- und
    > Nachteile bestehender Hierarchien gegeneinander abwägen. Erfolgreiche
    > Unternehmen gehen ja schon länger dazu über, hierarchische Strukturen
    > abzubauen oder zu modifizieren. Stichworte: lateraler Führungsstil und
    > Tendenz zu mehr Teamarbeit.

    Je weniger Hierarchie-Ebenen, desto effizienter kann gearbeitet werden. Einzelne Unternehmen mögen das hinkriegen (angeblich arbeitet der Chemie-Konzern "W.L. Gore & Associates" mit der Dunbar-Zahl, um Hierarchie-Ebenen einzusparen). Summa summarum ist, gesamtwirtschaftlich betrachtet, die Komplexitätszunahme die Regel und der Komplexitätsabbau die Ausnahme. Das muss auch so sein, wie @Silke auch immer schön darstellt.

    > - Obwohl Frau Merkel in vielerlei Hinsicht ein abschreckendes Beispiel
    > ist, steht es uns frei, möglichst viele gute Frauen in Führungspositionen
    > zu hieven, weil sie i.d. Regel einen moderierenden, ausgleichenden
    > Führungsstil praktizieren, was im Idealfall der seelischen Gesundheit
    > aller Beteiligten zugute kommt, während viele Alpha-Männer auch
    > heutzutage noch oft Testosteron getriebene Einzelkämpfer sind (siehe dazu
    > das an Realsatire erinnernde von CalBear oben eingestellte Putin-Video)

    Ein paar Frauen in einer männerdominierten Abteilung sorgen für ein gesünderes Miteinander. Vor vielen Jahren - ich arbeitete damals im pharmazeutischen Bereich - waren alle Frauen unserer männerdominierten Abteilung krank. Innerhalb einer Woche verrohten die Sitten derart, dass wir am Ende von Affen kaum mehr zu unterscheiden waren - Männer unter sich halt.

    > PS. Werde in den nächsten Wochen vorauss. keinen Beitrag schreiben
    > können.

    Kein Stress.

    Beste Grüße
    Phoenix5

    ---
    Leseprobe - Ein Buch für Keinen
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    Tempranillo

    15.05.2019, 19:31

    @ Phoenix5
     

    Innovative Weltsensation

    Hallo Phoenix5,

    auf dem Feld der Unterwäsche gibt es eine Innovation, die Schießer und Trigema vom Markt fegen wird: Unterhosen mit Verschmutzungssensor, Geräuschdämpfung und Emissionsreduktion.

    Auf der Ausstellung von Las Vegas wurde die bahnbrechende Neuheit des Startups *Piece of Shit* der Weltöffentlichkeit vorgestellt:

    Ab 1:05: https://www.youtube.com/watch?time_continue=72&v=aSOmVdm1eJE

    Sobald die Unterhose zu stark verschmutzt ist, läutet das Handy.

    Ab 1:20 sehen und hören wir, was passieren kann, verzichtet man auf Unterhosen des Typs *No noise*.

    > Ein paar Frauen in einer männerdominierten Abteilung sorgen für ein
    > gesünderes Miteinander. Vor vielen Jahren - ich arbeitete damals im
    > pharmazeutischen Bereich - waren alle Frauen unserer männerdominierten
    > Abteilung krank. Innerhalb einer Woche verrohten die Sitten derart, dass
    > wir am Ende von Affen kaum mehr zu unterscheiden waren - Männer unter sich
    > halt.

    Ihr habt Euch aufgeführt, wie die Typen in dem Video, gib's doch zu!

    Tempranillo

    Phoenix5

    E-Mail

    15.05.2019, 20:27

    @ Tempranillo
     

    Jepp + Rülpskonzerte im 100 dB - Bereich (oT)

    [ kein Text ]

    ---
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    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    15.05.2019, 11:00

    @ Phoenix5
     

    Debitismus pur

    > Der Feminismus war für den Staat ja ohnehin nie dazu gedacht, die Frauen
    > an die Spitze des Staates zu befördern: Das war eher ein Beiprodukt. Er
    > war dazu gedacht, die Frauen in die Wirtschaft zu drängen, um neue
    > Besteuerungsbasen zu generieren (...)

    Als notorischer Faulpelz habe ich mich das auch schon immer gefragt, warum es jetzt für Frauen toll sein soll, auch im ratrace zu schuften. So blöd muss man erst mal sein.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Phoenix5

    E-Mail

    15.05.2019, 18:26

    @ Oblomow
     

    Man hat es ihnen gut verkauft

    > > Der Feminismus war für den Staat ja ohnehin nie dazu gedacht, die
    > Frauen
    > > an die Spitze des Staates zu befördern: Das war eher ein Beiprodukt.
    > Er
    > > war dazu gedacht, die Frauen in die Wirtschaft zu drängen, um neue
    > > Besteuerungsbasen zu generieren (...)
    >
    > Als notorischer Faulpelz habe ich mich das auch schon immer gefragt, warum
    > es jetzt für Frauen toll sein soll, auch im ratrace zu schuften. So blöd
    > muss man erst mal sein.

    Dass (finanzielle) Abhängigkeit mit einem Machtgefälle korreliert, sollte man nicht kleinreden. Eitel Wonne war es damals auch nicht. Meine Großmutter z.B. hat sehr unter dem Joch meines Großvaters gelitten - weggehen wäre finanzieller Selbstmord gewesen, von der sozialen Schande ganz zu schweigen. Das Schlagwort "Unabhängigkeit" ließ viele Frauen aufhorchen. Klar, wenn die damals gewusst hätten, welchen Bärendienst ihnen der Feminismus erweisen würde... Wäre es wirklich um die Frauen gegangen, hätten die Männer halt eine Frauensteuer zahlen müssen, die dann den Hausfrauen für ein Stück Unabhängigkeit zur Verfügung gestanden hätte (Hausfrauengehalt). Aber ja, darum ging es nie.

    Retrospektiv betrachtet, war der Feminismus die größte Lohndumping-Aktion in der Nachkriegsgeschichte. Man hatte am Ende die doppelte Arbeitsleistung bei kumuliert gleichbleibenden Lohn (Lohn Mann + Lohn Frau).

    Ich habe mal einen tiefroten Artikel über den Feminismus gelesen. Was mich faszinierte war, dass der Feminismus der 60er-Jahre radikal antikapitalistisch war. Erst als die Bewegung in Form "der Grünen" den Sprung ins Parlament schaffte, wurde das Feindbild "Kapitalismus" durch das Feindbild "Mann" ersetzt und heute streitet man sich darüber, wer für die Kapitalisten besser schuften kann oder von ihnen besser bezahlt wird. Was für eine Ironie. Hure für das Kapital zu sein, wird als "Befreiung" gefeiert.

    Beste Grüße
    Phoenix5

    ---
    Leseprobe - Ein Buch für Keinen
    Was ist Geld?

    Centao

    15.05.2019, 12:02

    @ Phoenix5
     

    Umbau der Industriegesellschaft

    Hallo @Phoenix5,

    neben Deiner These:

    "Der Feminismus war für den Staat ja ohnehin nie dazu gedacht, die Frauen an die Spitze des Staates zu befördern: Das war eher ein Beiprodukt. Er war dazu gedacht, die Frauen in die Wirtschaft zu drängen, um neue Besteuerungsbasen zu generieren oder feministisch gedeutet: Der Feminismus ist eine Erfindung des Patriarchats, um die Frauen ökonomisch auszubeuten."

    - steht in jedem Fall der parallel laufende Umbau der männerdominierten Industriegesellschaft ab den 50ern in eine Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft. Und dies begleitet von der bürgerlichen Gesetzgebung und dem Sozialstaat, dass Frauen ab den 70ern deutlich besser partizipierten als Männer. Dies zeigt sich u.a. in der Anpassung geschlechterspezifischer Vermögensverteilung. Da Politik i.d.R. immer den Vermögensverhältnissen als primäre gesellschaftliche "Teilhabe" folgt, wird Politik natürlich immer mehr "femisiert" mit den bekannten Folgen.

    Der Feminismus war also nicht nur gedacht, er ist m.E. logische Folge des Debitismus in der entwickelten Gesellschaft.

    Beste Grüße,
    CenTao

    Phoenix5

    E-Mail

    15.05.2019, 18:45

    @ Centao
     

    Aber was sollte das mittel- bis langfristig bringen?

    Hallo Centao!

    > Hallo @Phoenix5,
    >
    > neben Deiner These:
    > - steht in jedem Fall der parallel laufende Umbau der männerdominierten
    > Industriegesellschaft ab den 50ern in eine Dienstleistungs- und
    > Informationsgesellschaft. Und dies begleitet von der bürgerlichen
    > Gesetzgebung und dem Sozialstaat, dass Frauen ab den 70ern deutlich besser
    > partizipierten als Männer. Dies zeigt sich u.a. in der Anpassung
    > [link=https://www.credit-suisse.com/ch/de/articles/private-banking/ungleichheit-in-der-vermoegensverteilung-frauen-holen-auf-201811.html]geschlechterspezifischer

    Die These vom politisch bewusst forcierten Abbau einer Industriegesellschaft liest man ja hier oft, aber lässt sich der größte Schaden nicht einfach mit dem Abwandern der Industrie in Billiglohnländer im Zuge der Globalisierung erklären. Der Teil der Industrie, der auf qualitativ hochwertige High-Tech-Güter bzw. qualitativ hochwertig ausgebildete Arbeitnehmer angewiesen war, bleibt am Ende auch nur so lange, bis der Osten auf- oder überholt hat (und in diesem Prozess sind wir ja mittendrin). Für mich katalysiert sich der Prozess selbst, ohne dass es dafür Hilfe von außen oder innen benötigt (auch wenn man bei vielen hirnrissigen politischen Entscheidungen oft das Gefühl hat, dass man die Sache beschleunigen will). Dass die Grünen eine Dienstleister-Gesellschaft favorisieren, haben sie ja immer wieder anklingen lassen (beispielsweise der Bundespräsident Österreichs, als er noch Grünen-Chef war), aber das habe ich mir immer damit erklärt, dass diese Leute eben nur Sch... im Kopf haben. Wie gesagt: Ich wüsste nicht, was man damit erreichen will. Es sei denn es ginge darum, maximale Abhängigkeiten zum Rest der Welt zu erschaffen?

    Beste Grüße
    Phoenix5

    ---
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    Was ist Geld?

    Centao

    16.05.2019, 20:48

    @ Phoenix5
     

    Industriegesellschaft in Asien und die Frauen im Job

    wäre natürlich dann interessant zu wissen,
    ob der Feminismus dort nach 100 Jahren Industriegesellschaft in Fernost dort genau so aktiv ist, bzw. Frauen voll vermögens-/schuldfähig werden..;-)

    Hallo @phoenix5,

    in Afrika ist es wohl eher noch anders.

    Ist also der Feminismus primär ein i.d.R. westliches Phänomen der Aufklärung?

    Gruß,
    CenTao

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    13.05.2019, 07:46

    @ BBouvier
     

    Schon mal was von der Hackordnung auf dem Hühnerhof gehört?

    Ich arbeite seit 30 Jahren im weiblichen Umfeld...

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    13.05.2019, 11:52

    @ CalBaer
     

    Frans de Waal - gutes Interview

    https://www.youtube.com/watch?v=TZSUSaftipU

    Interessant ist neben den Ergebnissen seiner Affenforschung auch die Forschungsgeschichte, die er erzählt. Er beschreibt die Tabus der Wissenschaft und warum politische, ökonomische Zusammenhänge und der Blick auf die Tiere miteinander zusammenhängen. An sich logisch, aber wie das genau geht, das finde ich aufschlussreich. Und, dass, um Wissen zu schaffen, immer Widerstände überwunden werden müssen gegen die, die immer schon alles wissen.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
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    Demokrit

    Slavisa

    Homepage

    12.05.2019, 18:55

    @ sodele
     

    Cool

    Ja, das Video ist sehr bekannt und wird u.a. oft bei LinkedIn in puncto Gehalt verteilt[[top]]

    Das trifft den Nagel schon auf den Kopf[[zwinker]]

    ---
    Börse

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