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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Hans

    E-Mail

    10.05.2019, 14:48
     

    Schutz vor Euro-Entwertung

    Ein guter Bekannter sucht Möglichkeiten, sich vor kommender Euro-Entwertung zu schützen. (Ist das Ziel überhaupt OK?) Da er geschäftliche Beziehungen in Indien aufzubauen gedenkt, plant er, nach Visumerteilung und Statusklärung auf einer dortigen Bank ein Konto zu eröffnen bzw. eröffnen zu lassen und Gelder in Rupien anzulegen. Bis zu 9 % Zinsen (für Senioren) werden in Zeitungsanzeigen von Banken angeboten.

    Was haltet ihr von diesem Unterfangen? Er will dazu sogar nach Möglichkeit sein Pensionsguthaben bei seiner Versicherung angreifen.

    Genügt es dagegen nicht schon, stattdessen hier Wertpapiere zu kaufen, die vom Kursanstieg der Rupie gegenüber dem Euro profitieren? Gäbe es dafür Vorschläge?

    Danke für Eure Ideen.

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    10.05.2019, 15:07
    (editiert von NST, 10.05.2019, 15:34)

    @ Hans
     

    Einfache Antwort

    > Ein guter Bekannter sucht Möglichkeiten, sich vor kommender
    > Euro-Entwertung zu schützen. (Ist das Ziel überhaupt OK?) Da er
    > geschäftliche Beziehungen in Indien aufzubauen gedenkt, plant er, nach
    > Visumerteilung und Statusklärung auf einer dortigen Bank ein Konto zu
    > eröffnen bzw. eröffnen zu lassen und Gelder in Rupien anzulegen. Bis zu 9
    > % Zinsen (für Senioren) werden in Zeitungsanzeigen von Banken angeboten.
    >
    > Was haltet ihr von diesem Unterfangen? Er will dazu sogar nach
    > Möglichkeit sein Pensionsguthaben bei seiner Versicherung angreifen.


    Chart Dollar - Indische Rupie (USD-INR) -- das Zeitfenster einmal auf Max stellen [[top]]

    Wenn er Geld zu verschenken hat, ich stelle gerne meine Bankverbindung zur Verfügung. [[freude]] Ich garantiere ihm im Gegenzug mietfreies Wohnen in einem schönen Umfeld bis zum Lebensende. Hier ist es auch besser als in Indien, bei ähnlichen klimatischen Bedingungen. So sieht die näher Umgebung aus ca.150km Khao Sok Nationalpark - nur ein Beispiel
    Gruss

    PS: das wäre sein Swimming Pool - ganzjährig er könnte sogar noch bestimmen wie seine Wohnung/Haus aussehen soll, denn es wird neu gebaut. Er könnte auch einfach vorbei kommen und sich selbst informieren .... gilt auch für alle anderen ...

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    10.05.2019, 15:43

    @ NST
     

    Sind in dem "Pool" auch keine Parasiten? (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    10.05.2019, 17:14

    @ Otto Lidenbrock
     

    Das ist Natur ...

    ..... es schwimmen dort Fische und alles andere was es in der Natur gibt.

    Ich schwimme schon 3 Monate jeden Morgen dort meine Runden. [[freude]]

    Natürlich schwimmt man dort nicht wie in D in einem See, ich gehe immer mit voller Montur ins Wasser - steige vom Fahrrad und gehe auch mit den Sportschuhen ins Wasser.

    In der Mitte ist es tiefer als 2m, am Rand kann man laufen. Allerdings ist dort eine Sedimentschicht von ca. 30cm auf dem Grund. Barfuss würde ich dort nicht laufen. Es ist kein stehendes Gewässer. Ein kleiner Bach fliesst durch, im Sommer. In der Regenzeit ist es je nach Niederschlagsmenge dann ein Fluss der durch läuft. Die Thais gehen ohne Schuhe ins Wasser, viele können auch gar nicht schwimmen.

    Garantien gibt es dort keine, kein Gesundheitsamt verirrt sich dort hin. Alles geht auf eigenes Risiko. Auch Stiftung Warentest war noch nie hier und hat das bewertet. [[freude]]
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    Slavisa

    Homepage

    11.05.2019, 19:33

    @ NST
     

    Euro-Rupie und Zinsen

    Ja, Euro-Rupie ist nicht so ganz clever[[top]]

    9 Prozent Zinsen ist eine mutige Ansage.

    In der Regel bekommt man die nur für Ramschanleihen.

    Ich suche auch Ideen, aber die Wege sind begrenzt.

    Herzliche Grüße,
    Slavisa

    ---
    Börse

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    12.05.2019, 04:25

    @ Slavisa
     

    So ist das ....

    > Ich suche auch Ideen, aber die Wege sind begrenzt.

    ..... für Babyboomer steht der Werterhalt des Kapitals im Vordergrund. Ist das einzige Vermögen auf Ansprüche von Sozialtransfers begrenzt, gibt es keine Alternativen.

    Ich persönlich sehe in EU/D nur noch Edelmetall als Ausweg. Auf alles andere hat der Staat direkt Zugriff. Betongold kann besteuert, enteignet werden usw.

    Für Junge um die 30 Jahre, stellt sich eine ganz andere Frage. Sie müssen Möglichkeiten generieren, Vermögen ausserhalb der Hochsteuerländer - also der Wohlfahrtsstaaten aufzubauen. Wer Steuern oberhalb von 10% bezahlen muss, den würde ich als kommenden Verlierer klassifizieren.

    Die Methoden mit denen ich das schaffte funktionieren heute alle nicht mehr. Die Digitalisierung überwacht inzwischen die ganzen Wege. Zu meiner Zeit galt das Bankgeheimnis in der Schweiz noch, das war wasserdicht und zur Grenze waren es vom Elternhaus nur 6km. Ich musste keine Überweisungen tätigen ... [[freude]]

    Wer jetzt glaubt Blockchain Technologien würden da eine Hilfe sein, da sage ich --NEIN-- das sind die Mittel des Deep State um alle Zahlungsströme kontrollieren zu können.

    Ich glaube auch für die Jungen sind Edelmetalle die künftige Lösung, ihr Problem wird sein, den Platz zu finden um sie sicher lagern zu können und auch damit Handel zu treiben - also Geldfunktion.

    Im Augenblick sieht das so aus: im östlichen Block Russland/Asien wird alles dazu getan, Gold als allgemeingültiges Zahlungsmittel zu etablieren. Im westlichen Block passiert das Gegenteil, dort wird man versuchen die Sozialstaatsbürger davon auszuschliessen. Das SWIFT System, das derzeit weltweit benützt wird, wird in RU/Asien --> Neue Seidenstrasse, abgeschalten werden und sie werden dort ihr eigenes System benutzen.

    Wer digital kommuniziert, kann nichts mehr verbergen, auf beiden Seiten nicht. Wer als Westler dann öfter in den Osten reist, ist hoch verdächtig. Der deutsche Babyboomer kennt das noch - DDR - reloaded ....[[freude]]

    Das Hauptproblem der jüngeren Generation wird sein, ihr Alter zu finanzieren. Im Sozialstaatsparadies sollte das in 40 Jahren noch existieren, bietet wie schon heute auch, nur Käfighaltung mit Zertifikat von Stiftung Warentest.

    Was auch immer die Zukunft bringen wird, es sind keine leichten Herausforderungen. Auf der anderen Seite, jene die ihren Weg finden, dürften auch ein erfülltes Leben haben.
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    10.05.2019, 18:04

    @ Hans
     

    Sehr gut! Der Euro ist geschützt vor Entwertung

    > Ein guter Bekannter sucht Möglichkeiten, sich vor kommender
    > Euro-Entwertung zu schützen. (Ist das Ziel überhaupt OK?)

    durch das Vermögen deines Bekannten. Er haftet nämlich mit dem Wert seines Vermögens für den Werterhalt des Euro.

    Da er
    > geschäftliche Beziehungen in Indien aufzubauen gedenkt,

    sollte er am besten im blühenden Alter von 20 Jahren sein! Auf keinen Fall aber älter als 30! In diesem Alter werden nämlich geschäftliche Beziehungen aufgebaut.

    plant er, nach
    > Visumerteilung und Statusklärung auf einer dortigen Bank ein Konto zu
    > eröffnen bzw. eröffnen zu lassen und Gelder in Rupien anzulegen. Bis zu 9
    > % Zinsen (für Senioren) werden in Zeitungsanzeigen von Banken angeboten.

    [[top]] [[freude]] [[freude]] [[freude]]

    > Was haltet ihr von diesem Unterfangen? Er will dazu sogar nach
    > Möglichkeit sein Pensionsguthaben bei seiner Versicherung angreifen.

    Ich finde es toll, wenn er in seinem jugendlichen Alter durch solche Unternehmungen mal Erfahrungen sammelt.

    > Genügt es dagegen nicht schon, stattdessen hier Wertpapiere zu kaufen,
    > die vom Kursanstieg der Rupie gegenüber dem Euro profitieren? Gäbe es
    > dafür Vorschläge?

    Natürlich genügt es auch, wenn er stattdessen hier mit seinem Vermögen für die Wertpapiere haftet.

    > Danke für Eure Ideen.

    Unsere Ideen sind niemals ein hinreichender Ersatz für die Erfahrungen, die er machen könnte. [[lach]] [[lach]] [[lach]]

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    CalBaer

    10.05.2019, 18:19

    @ Hans
     

    Auesserst schlechte Idee

    > Ein guter Bekannter sucht Möglichkeiten, sich vor kommender
    > Euro-Entwertung zu schützen. (Ist das Ziel überhaupt OK?) Da er
    > geschäftliche Beziehungen in Indien aufzubauen gedenkt, plant er, nach
    > Visumerteilung und Statusklärung auf einer dortigen Bank ein Konto zu
    > eröffnen bzw. eröffnen zu lassen und Gelder in Rupien anzulegen. Bis zu 9
    > % Zinsen (für Senioren) werden in Zeitungsanzeigen von Banken angeboten.

    Das faellt wohl unter die Kategorie "Gier frisst Hirn". Indien setzt Kapitalverkehrskontrollen ein, um die Abwertung ihrer Waehrung zu verhindern. Wenn der Bekannte aus verschiedensten Gruenden wieder weg will oder muss, ist er erst mal abgeschnitten von seinem Geld. Beschraenkungen gab es auch immer wieder beim Golderwerb (kenne die aktuelle Situation allerdings nicht). Indien will zudem das Bargeld abschaffen und dann ist man auf Gedeih und Verderb einer indischen Geschaeftsbank ausgeliefert. Wenn der Euro oder Dollar abwertet, wird die indische Notenbank nicht zuschauen sondern nachziehen. Eher wird die Rupie noch schneller abwerten.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    DT

    10.05.2019, 20:08

    @ Hans
     

    Man wundert sich immer wieder, WIE TOTAL BESCHEUERT die Leute sind. (mT)

    Wie schwer ist es, bei Comdirect.de einmal INREUR einzugeben und sich den Chart über die letzten 20 Jahre anzuschauen?

    [image]


    Zahlte man im Jahr 2000 noch 40 Rupien für einen Euro, zahlt man jetzt schon 80. Das heißt, die Rupie hat 50% ihres Wertes gegen den "ach so instabilen" Euro verloren.

    Noch "besserer" Tip:
    argentinische Pesos, oder die Währung in Zaire, türkische Lira, etc.

    [[hae]]

    paranoia

    E-Mail

    Die durchschnittlichste Stadt im Norden,
    10.05.2019, 21:15

    @ DT
     

    Argumentation sachlich inkorrekt. Setzen, sechs. :( (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

    DT

    10.05.2019, 22:39

    @ paranoia
     

    Du hast recht, Paranoia. (mT)

    50% in 20 Jahren sind 2.5% p.a.,
    9% (wenns die wirklich über die 20 Jahre gab was ich nicht weiß) sind dann immer noch 6% netto.
    Aber die Telekom hat schon 20 Jahre lang 5% Dividendenrendite, ab 2002 ohne dieses Kursrisiko wie bei den indischen Rupien.
    Steuer geht in beiden Fällen noch weg. Dann doch lieber AMZN, GOOG, etc.
    DT

    paranoia

    E-Mail

    Die durchschnittlichste Stadt im Norden,
    11.05.2019, 09:55

    @ DT
     

    Fremdwährungsperformance versus Inlandsperformance

    Hallo DT,

    Du brauchst einfach nur Tagesgeldsätze in EUR, die Du ja für fast 20 Jahre kriegst. Damit zinst Du einen Euro auf. Dasselbe machst Du mit der Fremdwährung.

    Dann hast Du einen Faktor Fremdwährungswertentwicklung und den Faktor Inlandswertentwicklung. Im nächsten Schritt must Du nur noch den Euro in Fremdwährung umrechnen, mit dem Fremdwährungsfaktor multiplizieren und zum Endzeitpunkt wieder in Euro umrechnen.
    Das Ergebnis kannst Du dann mit der Inlandswertentwicklung vergleichen.

    Historisch spannend sind insbesondere die Jahre 1990-1995, also deutsche Hochzinsphase und EWS-Krise.

    Es ist aber nicht jedes Fremdwährungsinvestment damals baden gegangen.[[freude]] [[top]]

    Gruß
    paranoia

    ---
    Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

    Hans

    E-Mail

    10.05.2019, 21:39

    @ DT
     

    Gegenargumente

    > Zahlte man im Jahr 2000 noch 40 Rupien für einen Euro, zahlt man jetzt
    > schon 80. Das heißt, die Rupie hat 50% ihres Wertes gegen den "ach so
    > instabilen" Euro verloren.
    >
    Jährliche Verluste über den Kurs von 3 % sollte man bei z.B. 6 % Zins verkraften können.
    Aber die wichtigere Frage: Wenn die Musik zunehmend in Asien spielen wird – könnte dies nicht den relativen Wert der asiatischen Währungen steigern und den 20 jährigen Währungstrend letztlich umkehren?
    Die Bewertung des Vorhabens meines Bekannten dürfte nicht ganz so einfach sein, denke ich.

    Grüße

    paranoia

    E-Mail

    Die durchschnittlichste Stadt im Norden,
    10.05.2019, 21:52

    @ Hans
     

    Dein Hinweis auf die Carryerträge ist richtig, aber...

    Hallo Hans,

    > Jährliche Verluste über den Kurs von 3 % sollte man bei z.B. 6 % Zins
    > verkraften können.

    korrekterweise solltest Du auch die Inlands- also Eurozinsen berücksichtigen.

    Gruß
    paranoia

    ---
    Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    11.05.2019, 03:49
    (editiert von NST, 11.05.2019, 04:16)

    @ Hans
     

    Ich habe das schon erlebt, wie sich so etwas auflöst

    > Jährliche Verluste über den Kurs von 3 % sollte man bei z.B. 6 % Zins
    > verkraften können.
    > Aber die wichtigere Frage: Wenn die Musik zunehmend in Asien spielen wird
    > – könnte dies nicht den relativen Wert der asiatischen Währungen
    > steigern und den 20 jährigen Währungstrend letztlich umkehren?
    > Die Bewertung des Vorhabens meines Bekannten dürfte nicht ganz so einfach
    > sein, denke ich.


    Bei meinem 1. Startversuch in TH das war Anfang 1996 hatten wir dort ähnliche Voraussetzungen. Mein Geschäftsmodell beruhte darauf. [[freude]] Es gab damals ca. 10% Zinsen auf Festgeld in Thaibaht. Damals war das noch Netto, denn es gab noch keine Besteuerung auf Zinsgewinne für Ausländer. Damals hatte ich 100K DM Startkapital der Baht war bei 1:17 heute sind wir übrigens wieder auf fast dem gleichen Niveau [[top]] aber in einem ganz anderen Umfeld. Euro-Baht wieder auf Max - im Vergleich zur Rupie eine gegenläufige Trendlinie. Mögliche Ursache - Indien ist die grösste Demokratie der Welt.

    Die Zinsgewinne reichten damals für ein normales Leben hier aus. So hatte ich Zeit eine eigene Firma aufzubauen, das war der Plan und so versuchte ich es umzusetzen. Die Firma stand ca. 1 Jahr später - dann kam die Asienkrise 1997.

    Der Baht wurde in der Spitze zum Dollar/DM über 50% abgewertet - ca. 2 Wochen Bankfeiertage, keiner kam an das Konto heran. Innerhalb von 1 Jahr fielen die Zinsen auf unter 5% ..... Mein ganzes Geschäftsmodell war zertrümmert, denn Einnahmen über die Firma gab es auch keine mehr, in BKK gab es damals ca. ein halbes Jahr keine Rush Hour mehr, freie Fahrt auf allen Strassen.

    Im Umfeld von BKK wurden jede Menge Leute entlassen, alles ging zurück nach Hause in die Pampa ..... Überleben auf Thai Art war der Trend. Ich war Ausländer und lebte in Phuket - dem teuersten Pflaster.

    Eine meiner wichtigsten Lebenserfahrungen, ich möchte sie nicht missen. Aber wie der Teufel schon anmerkte, damals war ich Mitte 30 und konnte das unter Lexion Überleben abheften. Ich brach meinen 1. Anlauf ab und knechtete noch mal rund anderthalb Dekaden in D und dann in der Schweiz.

    Diese Optionen gibt es heute in dieser Form auch nicht mehr.
    Heute muss so etwas auf Anhieb klappen. Wir sind im Zyklus schon so weit, Fehler können nicht mehr korrigiert werden. Diese Aussage gilt für die Generation Babyboomer, Leute jünger wie 35 Jahre die müssen natürlich solche Risiken eingehen. Sie müssen sich einen Weg aus der tödlichen Umarmung des Sozialstaates suchen, sonst werden auch sie ein Opfer kommender Ereignisse.
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    12.05.2019, 10:19

    @ NST
     

    Staaten ohne dichtes Sozialnetz haben stets einen starken informellen Sektor

    Mit fortschreitender Digitalisierung sind Staaten jetzt in der Lage, wie in Deutschland zu lizensieren, genehmigen, überwachen und zu besteuern. Würden sie das in Thailand z.B. durchziehen, stünden weite Teile der Bevölkerung vor der Existenskrise.

    In den Sozialstaaten ist der Weg zurück in die informelle Wirtschaft undenkbar. Daher werden sie mit ihem Sozialsystem bestehen, oder komplett untergehen. In Rom hielt der Sozialstaat auch bis die Germanen eindrangen ...

    Grüße

    ---
    [image]
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    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    12.05.2019, 12:36

    @ FOX-NEWS
     

    Auch in Asien wird die Überwachung intensiviert ....

    > In den Sozialstaaten ist der Weg zurück in die informelle Wirtschaft
    > undenkbar. Daher werden sie mit ihem Sozialsystem bestehen, oder komplett
    > untergehen. In Rom hielt der Sozialstaat auch bis die Germanen eindrangen


    ..... China ist dort führend, es kommt aber auch in Ländern wie Thailand .... Laos etc.

    Aber dort werden in aller erster Linie die Ballungszentren davon betroffen sein. Nehmen wir eine Grössenordnung von einer halben Million Einwohnern pro Stadt einmal an. Dort ist heute schon die Digitalisierung weiter als in D .. [[freude]]

    Auf dem Land direkt ist die Option zwar vorhanden sich einzuklinken, aber der Zwang entfällt. Wie du schon richtig erkannt hast, das was alle in D/EU automatisch ins System zwingt, ist das Sozialsystem. Das entfällt eben in Asien im Regelfall, zumindest in TH.

    Staatliche Bezüge gibt es hier nur für Beamte, die erhalten auch Pensionen. In der Industrie/Dienstleistung in den grösseren Ballungsräumen gibt es auch privat organisierte Versicherungen für Renten, auf sehr tiefem Niveau. Der Staat schreibt das aber nur vor und hat mit dem Einsammeln und Auszahlen nichts zu tun.

    Auf dem Land existiert in dieser Hinsicht gar nichts. Die Mehrzahl aller Beschäftigten leben auf dem Land. Dort wird in Zukunft der Rückzugsraum für alle sein, die sich einer staatl. Kontrolle entziehen wollen.
    Gruss

    ---
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    ©n0by

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    12.05.2019, 15:45

    @ NST
     

    Auch auf dem Lande ...

    Da, wo heute noch auf dem Dorf die Nudelsuppe für 25 Baht verkauft wird (und wovon der Staat bisher ausser den Verbrauchssteuern auf einen Teil des Rohmaterials keinen roten Heller gesehen hat), da liegen die ungeschöpften Reserven. Wenn die angezapft werden, dann zum Nachteil von Anbieter und Konsument, denen die Lebenshaltungskosten hochgeschraubt werden.

    Geht nicht gibts nicht gilt auch in TH ... [[zwinker]]

    Grüße

    ---
    [image]
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    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    13.05.2019, 01:56
    (editiert von NST, 13.05.2019, 02:02)

    @ FOX-NEWS
     

    Länder wie TH sind eben nur auf dem Papier Demokratien ....

    > Rohmaterials keinen roten Heller gesehen hat), da liegen die ungeschöpften
    > Reserven. Wenn die angezapft werden, dann zum Nachteil von Anbieter und
    > Konsument, denen die Lebenshaltungskosten hochgeschraubt werden.

    ...... jeder Politiker und das Familienumfeld aus dem er stammt, sind Grossgrundbesitzer - absolut jeder. Die leben zwar in BKK die Familien aber auf dem Lande.

    Folglich werden sie sich nicht den Ast absägen auf dem sie sitzen. Das ist eben der Unterschied zum Westen. Dort wird in der Öffentlichkeit auf wir sind - Gleich - gesetzt, in TH läuft das gerade anders herum. Reich sein ist hier keine Schande - im Gegenteil, das ist das Vorbild.

    War schön zu beobachten bei der Krönung des Königs. Im Westen wurden die Gesten gegenüber dem König als Unterwerfung interpretiert, das war es aber nicht - sondern Gesten des Respektes gegenüber der Monarchie.

    Dieser Respekt ist es, der so eine Ausbeutung am eigenen Volk nicht zulassen wird, denn er funktioniert in beide Richtungen. Die Struktur der Thai Gesellschaft (Asien ???) wahrt die Persönlichkeitsrechte bis hinunter zu den ärmsten Schichten. Auch die erfahren noch Respekt und den geben sie auch zurück.

    Es ist der Spruch der französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit der auf der halben Welt die Sinne vernebelt hat. Alle 3 Begriffe sind Gehirnquark.

    Leute die hier Geld haben, werden immer versuchen einen vernünftigen Ausgleich zu ihren Beschäftigten zu finden, denn sie können sich hier in der ländlichen Region nicht vor ihnen verstecken und sie benötigen ihre Arbeitskraft.

    In den Städten ändert sich diese Einstellung. Ich erwähnte mal, dass das hiesige Finanzamt einem Steuerzahler half, Steuern zu hinterziehen, die nach Bangkok überwiesen werden mussten. Das war ein deutscher Ausländer mit einem Resort und ca. 20 Thais als Angestellte. Er sagte so viel Steuern kann er nicht zahlen, dann muss er den Laden schliessen. Der dortige Chef des Finanzamtes meinte - auf gar keinen Fall, dann hängen die ganzen Familien ohne Einkommen in der Luft. So läuft hier das Spiel. Sollten die Anweisungen aus der Hauptstadt nicht mit den hiesigen Interessen deckungsgleich sein, werden sie einfach nicht ausgeführt. [[top]]
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    13.05.2019, 09:12

    @ NST
     

    Solange die Nachschuldnersuche erfolgreich verläuft, ist alles in Butter.

    Erst dann, wenn es dabei enger wird, dann zeigen sich die hässlichen Seiten. Da dann alle Staaten zu den Methoden der Altvorderen zurückkehren, kann man sich im Falle Thailands ungefähr vorstellen, wie das abläuft ... also kein Zuckerschlecken.

    Grüße

    ---
    [image]
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    EM-Financial

    E-Mail

    Deutschland,
    11.05.2019, 09:19

    @ Hans
     

    Indien Elektrifizierung

    Hallo Hans,

    > Die Bewertung des Vorhabens meines Bekannten dürfte nicht ganz so einfach
    > sein, denke ich.

    Ja, wer glaubt alles sei so einfach, der hätte vor 20-25 Jahren sicher auch voller Überzeugung Aktien von Veba oder Deutsche Bank gekauft...

    Ein Punkt der mir noch in den Sinn kommt. Indien plant eine Elektrifizierung. Modi hat entsprechende strukturelle Reformen begonnen.

    Indien wird also China nachahmen und viele Milliarden in seine Stromnetze investieren.

    Das ermöglicht für einen findigen Spekulanten wie mich, langfristig Möglichkeiten, die kaum zu überbieten sind.

    Eine nähere Ausführung würde in der jetzigen Diskussion zu weit führen.

    Aber ich sehe momentan sicher mehr Chancen als Risiken in Asien, inklusive Indien.

    Nur muss man eben aufpassen.

    Viele Grüße
    EM-Financial

    EM-Financial

    E-Mail

    Deutschland,
    11.05.2019, 09:03
    (editiert von EM-Financial, 11.05.2019, 09:10)

    @ Hans
     

    Die dümmste Idee ist oft die Beste...

    Lieber Hans,

    als ein erfahrener Spekulant im In- und Ausland möchte ich sagen, dass es vermutlich die dümmste Idee ist, in eine andere Papiergeldwährung zu investieren, um sich strategisch vor einer anderen zu schützen.

    Dies gesagt, gestehe ich aber "Dummenglück" zu, denn oft ist die dümmste Idee, in Börsenphasen wie heute, die Beste.

    Hätte man vor ein paar Jahren in irgendeinen Geldverbrenner investiert, wäre jeder heute Papiergeldmillionär.

    So lange die Welt von "Affen" regiert wird, läuft das so weiter.

    Grundsätzlich würde ich aber niemals Geld bei irgendeiner "indischen Bank" deponieren.

    Um als Kapitalanlageplatz interessant zu sein, müssen Grundvoraussetzungen erfüllt sein, die es in Indien nicht gibt.

    Für mich wäre die Schweiz (immer weniger), London (nach Brexit eher) oder Hong Kong (weiterhin) eine Option.

    Von allen anderen Lösungen würde ich die Finger lassen.

    Der Vorteil dieser "Kleinstaaten", wobei London als City of London, einen ähnlichen Status genießt wie ein Staat im Land, ist der, dass diese Staaten allein von den "Transaktionsgebühren" auf Finanzgeschäfte leben und darum ein großer Teil des Weltkapitals über diese Zentren läuft.

    Von dort aus kann Dein Bekannter in alle Welt investieren. Wenn er meint, dann soll er ein paar Rupien-Aktien oder Rupien-Anleihen kaufen... Aber nicht mehr als 5% seines Vermögens.

    Das Risiko möchte ich aber nicht verschweigen. Da die Weltfinanzzentren keine eigene Armee haben, bleiben sie Vasallen der USA/China/EU. Sollte also einmal etwas "anbrennen", würde man schnell Zugriff und Kapitalverkehrskotrollen sehen oder das Kapital einfrieren. Wie James Rickards das beschreibt in seinem Buch/Youtube zum Thema "Ice Nine".

    Es kann also Sinn machen auch in anderen Sphären zu denken. Sei es physische Metalle oder sogar - um Geldfluss zu garantieren - in "Cryptos" wie Bitcoin.

    In Phasen des Zusammenbruchs werden die Crypto-Preise kurzfristig auch explodieren, nur weil die Menschen Angst haben alles "reale Vermögen" zu verlieren, werden sie "virtuell". Obwohl dem Crypto gar kein Wert zugrundeliegt.

    Ob ich heute auf dieser Basis Bitcoin kaufen würde? Ich weiß es nicht, ich habe das letzte mal bei 700 € Bitcoin gekauft und dann auch wieder zwischen 2.000-3.000 Euro verkauft.

    Aktuell bin ich nur ein "Zaungast".

    Zurzeit ist es so, dass die hohen Zinsen keinen Nettogewinn ergeben. Es sieht nur optisch gut aus und man kann den Esel auch mal paar Jahre reiten. Am Ende steht aber immer eine Währungsabwertung gegen die Weltleitwolf-Währung US-Dollar.

    Der Euro verliert nicht real gegen die Rupie, nur gegen die Weltleitwährung US-Dollar.

    Bei guten wirtschaftlichen Aussichten, kann man aber die Zins-Spirale auch nach oben nutzen. Natürlich bei entsprechenden Risiken.

    Indische Banken versprechen nicht aus Nächstenliebe 9% [[freude]]

    Mein Fall wäre Indien nicht und ich war selbst schon ein paar mal in dem "Loch".

    Also ich würde lieber Russland mein Geld anvertrauen... Auch die Rubel-Zinsen konnten die Rubelabwertung zuletzt gut ausgleichen. Aber auch hier ohne "reale Gewinne"

    Aktien wie Gazprom (5-6% Dividendenrendite mit explodierenden Gewinnen), die in Euro um 4 Euro herum sehr stabil stehen, seit Jahren, sind für mich eine substanziell bessere Investition.

    Aber das ist eine Geschmacksfrage und am Ende sollte man lieber in 20 echte Vermögenswerte investieren.

    Immer auch Gold und ganz besonders Silber. Zwischen 5-15 US$ Einkaufspreis beim Silber kann man nichts falsch machen. Irgendwann, wenn alles zusammenbricht, kann man das wieder bei 50-100 US$ verkaufen.

    Gruß
    EM-Financial




    > Ein guter Bekannter sucht Möglichkeiten, sich vor kommender
    > Euro-Entwertung zu schützen. (Ist das Ziel überhaupt OK?) Da er
    > geschäftliche Beziehungen in Indien aufzubauen gedenkt, plant er, nach
    > Visumerteilung und Statusklärung auf einer dortigen Bank ein Konto zu
    > eröffnen bzw. eröffnen zu lassen und Gelder in Rupien anzulegen. Bis zu 9
    > % Zinsen (für Senioren) werden in Zeitungsanzeigen von Banken angeboten.
    >
    > Was haltet ihr von diesem Unterfangen? Er will dazu sogar nach
    > Möglichkeit sein Pensionsguthaben bei seiner Versicherung angreifen.
    >
    > Genügt es dagegen nicht schon, stattdessen hier Wertpapiere zu kaufen,
    > die vom Kursanstieg der Rupie gegenüber dem Euro profitieren? Gäbe es
    > dafür Vorschläge?
    >
    > Danke für Eure Ideen.

    Ulli Kersten

    E-Mail

    12.05.2019, 13:44

    @ EM-Financial
     

    Ohne Strom kein Krypto

    > In Phasen des Zusammenbruchs werden die Crypto-Preise kurzfristig auch
    > explodieren, nur weil die Menschen Angst haben alles "reale Vermögen" zu
    > verlieren, werden sie "virtuell". Obwohl dem Crypto gar kein Wert
    > zugrundeliegt.

    "Zusammenbruch" und "Crypto" in einem Satz?

    Alle Kryptos brauchen Strom, um da zu sein. Ein Zusammenbruch wie ich ihn verstehe führt zu Strommangel, um es mal gelinde auszudrücken. Und dann wird dein Krypto-Kontostand auf dem Bildschirm nicht mal mit null angezeigt, sondern der Bildschirm ist schwarz.

    ---
    With borders - brains win. Without borders - breeders win.

    CalBaer

    12.05.2019, 21:04

    @ Ulli Kersten
     

    Ohne Strom gibt's heute nicht mal Geld, geschweige denn Zinsen

    Die Zeiten als Banken ihre Buecher mit Tinte und Abacus fuehrten, sind lange vorbei. Ohne Strom und die Kommunikationsnetze geht heute nichts mehr. Wobei die Banken und das Fiat-System noch weit anfaelliger sind, da zentralisiert. Das gleiche gilt fuer die Logistik-Netzwerke. In so einem Szenario hat man sehr sicher ganz andere Probleme, als sein Erspartes vor dem Euro-Verfall zu retten. Da muss man wohl wieder mit dem Fahhrad auf's Land raus um beim Bauer ein paar Eier und Brot gegen Silberleuchter zu tauschen.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    day-trader

    E-Mail

    13.05.2019, 01:54

    @ CalBaer
     

    Lol, Dein "Bauer" kauft seine Eier und sein Brot selbst beim Aldi, Dein "Städter" hat nur noch LED-Kerzen von IKEA mT

    Nach kürzester Zeit ist "Rattentanz" angesagt (gleichnamiges Buch um 2010 erschienen, klare Empfehlung).

    Wehe uns !

    ---
    Best Trade!!!

Wandere aus, solange es noch geht.


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