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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    software-engineer

    02.12.2018, 22:11
    (editiert von software-engineer, 02.12.2018, 23:09)
     

    US Admiral Scott Stearney ermordet, weil er einem Krieg gegen den Iran im Wege stand?

    "...he was murdered because he explicitly opposed the planned false flag attack in collaboration with the Israeli Navy simulating an Iranian patrol boat missile attack on a US naval vassal"

    Übersetzung auf Deutsch: "... er wurde ermordet, weil er sich ausdrücklich dem geplanten Angriff unter falscher Flagge in Kooperation mit der israelischen Marine widersetzte, bei dem ein Raketenangriff eines iranischen Patrouillenbootes auf ein US-Marineschiff vorgetäuscht werden sollte."

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Zweistein

    E-Mail

    02.12.2018, 22:47

    @ software-engineer
     

    Was soll das?

    Es gibt sicher eine Anzahl Menschen, die an Informationen interessiert sind, aber keine Sprachen, außer deutsch beherrschen. Ein paar Infos für sie aus dem Text, den sie eben nicht verstehen, wären da schon hilfreich.
    Ist das zuviel verlangt?

    ---
    Am besten man kommt gar nicht erst auf die Welt, dann muss man auch nicht sterben.

    software-engineer

    02.12.2018, 23:17

    @ Zweistein
     

    Deutsch-Übersetzung

    > Es gibt sicher eine Anzahl Menschen, die an Informationen interessiert
    > sind, aber keine Sprachen, außer deutsch beherrschen. Ein paar Infos für
    > sie aus dem Text, den sie eben nicht verstehen, wären da schon hilfreich.

    Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Eine Nachricht von so eminenter Bedeutung muss möglichst weit verbreitet werden!

    > Ist das zuviel verlangt?
    Nein. Es wäre aber auch nicht zuviel verlangt, wenn du deine falsche Kommasetzung korrigieren würdest.

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Andudu

    03.12.2018, 09:42
    (editiert von Andudu, 03.12.2018, 09:52)

    @ software-engineer
     

    Hier die google-Übersetzer-Version

    Bevor ihr euch noch weiter in die Haare bekommt :-)

    https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=auto&tl=de&u=https%3A%2F%2Fgovtslaves.info%2F2018%2F12%2F01%2Frobert-steele-us-admiral-scott-stearney-murdered-in-bahrain-rumored-to-have-opposed-false-flag-zionists-will-fake-iranian-attack-on-us-naval-vessel%2F

    Der Link, im Hinweis geht auf:
    https://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&rurl=translate.google.com&sl=auto&sp=nmt4&tl=de&u=https://phibetaiota.net/2018/12/robert-steele-us-admiral-sco...have-opposed-false-flag-zionists-will-fake-iranian-attack-on-us-naval-vessel/&xid=17259,15700021,15700124,15700149,15700186,15700190,15700201,15700237&usg=ALkJrhi4hZvcdkIwCopV4y1sd_FELnt5cA

    Man versteht zumindest ungefähr, um was es geht. DeepL übersetzt leider noch keine ganzen Webseiten, zumindest nicht kostenlos.

    PS: Auf falsche Kommasetzung zu verweisen, ist ganz schön gemein. Die deutschen Kommaregeln (zumindest die alten) sind schlicht pervers und ich gestehe, da nie dahinter gestiegen zu sein. So wie >90% meiner Mitschüler. Die meisten behalfen sich schlußendlich damit, dass sie nur noch einfache Sätze bildeten (das kann es irgendwie auch nicht sein). Scheinbar war das schon in der Lehrergeneration ganz ähnlich, gescheit erklären, konnten diese die Regeln nämlich nicht.

    software-engineer

    03.12.2018, 12:01
    (editiert von software-engineer, 03.12.2018, 12:13)

    @ Andudu
     

    Der Duden erklärt das ganz einfach auch anhand von Beispielen:

    > Die
    > deutschen Kommaregeln

    "aber keine Sprachen, außer deutsch beherrschen."

    mit Komma: (Einleitung eines Nebensatzes mit Prädikat)

    - wir fahren in die Ferien, außer [wenn] es regnet

    ohne Komma: (Kein Nebensatz, da Prädikat nach "außer" fehlt)

    - niemand kann diese Schrift lesen außer er selbst

    Jeder Achtjährige sollte das im Duden nachschlagen können.

    Und ein Lehrer mit einem IQ über der Zimmertemperatur sollte in der Lage sein, das den Schülern zu erklären. (Wenn er nicht zu sehr mit "Gender"-Unterricht beschäftigt ist).

    Wenn man beim Programmieren Syntax-Fehler macht, dann meckert der Compiler. (Jedenfalls bei einer richtigen Programmiersprache). Insofern ist Programmieren eine ausgezeichnete Sprachschulung.

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Andudu

    03.12.2018, 15:57
    (editiert von Andudu, 03.12.2018, 16:33)

    @ software-engineer
     

    Vergiss es...

    > Jeder Achtjährige sollte das im Duden nachschlagen können.

    ...wer benutzt heutzutage noch einen Duden und wer weiß, was ein Prädikat ist?

    Die Einführung der schei** lateinischen Begriffe war das Ende jeglichen Grammatik-Verständnisses bei den meisten deutschen Schülern.

    Ich verrate dir wie das fast immer läuft: man bekommt das einmal im Grammatik-Unterricht serviert, nebenbei abgehandelt in 1-2 Schulstunden, den Sinn davon hat fast niemand wirklich verstanden, das Wort erklärt sich (außer vielleicht für Lateiner) nicht von selbst, aber man bekommt es in der nächsten Arbeit gerade noch hin, dann kräht nie wieder ein Hahn danach.

    Am Ende kann man ein Wörterbuch mit solchen Fremdbegriffen füllen und alle erklären sich unter gegenseitiger Benutzung, damit man möglichst wenig kapiert.

    Ich kann mich noch an die zehnte Klasse Realschulabschluß erinnern, da hatte ich mir extra eine Übersicht über all die Grammatikfremdwörter angelegt und die rekursiv aufgelöst, weil ich angesichts der Prüfungen die Panik bekommen habe. Weiß ich noch was davon? Nein! Selbst dass "Prädikat" identisch mit "Satzaussage" ist, musste ich erst wieder googeln.

    Und die von dir angeführte Kommaregel ist nur eine von 40(?) im alten Duden. Da gab es Tests unter Lehrern, bei denen kein einziger alle Kommas richtig setzte. Bei aller Liebe zur deutschen Sprache: die Vernarrtheit in solche Regeln (und die Tendenz andere darüber zu belehren) grenzt ans Perverse und führt nur dazu, dass die heutige Jugend Pidgin-Englisch lieber mag, als ihre eigene Muttersprache. Darüber kann man dann ordentlich jammern, aber es ist reichlich selbstverschuldet... ein bisschen Lockerheit wäre hier oft mehr von Nutzen, als diese widerwärtige Oberlehrerhaftigkeit.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    03.12.2018, 16:32

    @ Andudu
     

    Grammatik gehörte zum Trivium und zur klassischen Bildung

    Du kannst mal ein wenig recherchieren. Rhetorik und Dialektik gehörten auch dazu. Das waren die sog. septem artes liberales, die sieben freien Künste.

    Herzlich und naturgemäß defizitär grüßt
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Andudu

    03.12.2018, 16:42

    @ Oblomow
     

    Und?

    > Du kannst mal ein wenig recherchieren. Rhetorik und Dialektik gehörten
    > auch dazu. Das waren die sog. septem artes liberales, die sieben freien
    > Künste.

    Grammatik ansatzweise zu beherrschen, setzt auch eine entsprechende Vermittlung voraus, diese findet nicht statt. Vom praktischen Nutzen ganz abgesehen, für was, außer Kommasetzung, braucht man das schon? Selbst Fremdsprachen lernt man primär über die Anwendung und nicht über die Grammatik. Im Alltag dominiert sowieso der Dialekt, der teilweise total verquer zum künstlich gesetzten "Hochdeutschen" liegt.

    Künste interessieren die meisten Leute ohnehin nicht.

    Es ist dir vielleicht noch nicht aufgefallen, aber wir verlieren gerade den Kampf gegen Englisch. In unserer Firma kippt das gerade aktiv. Deutsch ist auf dem Weg zur Unterschichtensprache, während Englisch zur lingua franca wird.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    03.12.2018, 17:03
    (editiert von Oblomow, 03.12.2018, 17:08)

    @ Andudu
     

    Praktischer Nutzen der Sprache

    Es ist die Frage, um welche Praxis es geht. Die Praxis der Minne ist eine andere als die Praxis auf dem Bau. Die Praxis der Selbsterkenntnis, der Mystik ist eine andere als die Praxis, ein Brot zu kaufen oder z.B. in einem Software-Unternehmen Gedanken auszutauschen, Soldat oder General zu sein, obgleich paradoxerweise alles eins zu sein scheint.

    Hast Du Dich mal gefragt, was @Elli antrieb, als Sie mit der Institution der "Rechtschreibkorrektur" aufwartete? Jux und Dollerei? Charakterliche Schwäche?

    Gutes Deutsch ist keine Sprache der Unterschicht, sondern eine Sprache der Oberschicht. Nur Knechte können nur die Sprache der alltäglichen Praxis. Ohne die Sprache eines Luther, Goethe, Büchner, Schopenhauer, Hebel, Nietzsche, Mann wären wir Deutschen noch blöder als wir anscheinend oder scheinbar es sind.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
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    Demokrit

    Rainer

    Homepage E-Mail

    Westpfalz,
    03.12.2018, 16:34

    @ Andudu
     

    Deutsche Sprache auf deutsch.

    > ...wer benutzt heutzutage noch einen Duden und wer weiß, was ein
    > Prädikat ist?
    >
    > Die Einführung der schei** lateinischen Begriffe war das Ende jeglichen
    > Grammatik-Verständnisses bei den meisten deutschen Schülern.

    Ich habe nie verstanden, warum man selbst sprechende Begriffe durch unverständliche Worte einer toten Sprache ersetzt. In meiner Schulzeit war das einfach. Es gab Hauptwörter, Eigenschaftswörter, Artikel (bestimmte und unbestimmte), Bindewörter, Tunwörter, ...

    Rainer

    ---
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    Andudu

    03.12.2018, 16:50

    @ Rainer
     

    Ich habe das auch nie verstanden...

    > Ich habe nie verstanden, warum man selbst sprechende Begriffe durch
    > unverständliche Worte einer toten Sprache ersetzt. In meiner Schulzeit war
    > das einfach. Es gab Hauptwörter, Eigenschaftswörter, Artikel (bestimmte
    > und unbestimmte), Bindewörter, Tunwörter, ...

    ...meine Mutter lernte das noch auf deutsch und erreichte ein wesentlich tieferes Verständnis von Grammatik, als ich.

    In der DDR rechtfertigte man das uns gegenüber immer mit dem dann angeblich einfacheren Erlernen von Fremdsprachen. Nur: im Russischen machte das alles nur noch komplizierter und im Englischen nutzte man komischerweise eher englische Begriffe.

    Es war jedenfalls pädagogisch ein Schuß in den Ofen, mit m.E. weitreichenden Auswirkungen.

    Mein Sohn ist 5-te Klasse Gymnasium und während ich in Mathe noch spielend mitkomme, kann ich ihm in Deutsch nichts erklären, ohne selbst nochmal alles zu recherchieren.

    "Plusquamperfekt" wurde in seinem Buch etwa so erklärt: "Präteritum von haben / sein + Partizip II". Ahhh, ja, alles klar! Zum Glück gibts heute Internet, wo man das alles schnell nochmal nachschauen kann.

    software-engineer

    03.12.2018, 17:45

    @ Rainer
     

    Wie willst du sonst einen solchen Inhalt kommunizieren:

    "Klinische Beobachtungen und experimentelle Daten zeigen, daß geburtsbedingte
    Störungen der zervikalen Wirbelsäule mit Dislokation der einzelnen Fragmente
    vegetative Dysfunktionen mit sekundären Veränderungen der Mirkozirkulation und
    Innervation von Speiseröhre, Magen, Darm und Respirationstrakt hervorrufen".

    Da brauchst du eben Fachvokabular, sonst geht das nicht.

    Die vielen Latinismen dienen in der Wissenschaft der begrifflichen Präzisierung, da sonst durch das Mitschwingen außerfachlicher Bereiche diese Päzisierung nicht mehr gegeben wäre.

    Wissenschaftliche Fachbegriffe haben eigentlich die gleiche Funktion wie SCHLÜSSELWÖRTER ("keywords") in einer Programmiersprache.

    Aber ich stimme dir zu: In der Schule sollte man wenigstens anfangs die Bezeichnung "Satzaussage" statt "Prädikat" verwenden (war bei uns so).

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Rainer

    Homepage E-Mail

    Westpfalz,
    04.12.2018, 07:01
    (editiert von Rainer, 04.12.2018, 07:25)

    @ software-engineer
     

    Das ganze in deutsch

    > "Klinische Beobachtungen und experimentelle Daten zeigen, daß
    > geburtsbedingte Störungen der zervikalen Wirbelsäule mit Dislokation der
    > einzelnen Fragmente vegetative Dysfunktionen mit sekundären Veränderungen
    > der Mirkozirkulation und Innervation von Speiseröhre, Magen, Darm und
    > Respirationstrakt hervorrufen".

    > Da brauchst du eben Fachvokabular, sonst geht das nicht.

    Das geht auch ohne (ich nehme an "Mirko" sollte Mikro heißen)

    Klinische Beobachtungen und Daten aus Versuchen zeigen, daß geburtsbedingte Störungen der Halswirbelsäule mit Verschiebung der einzelnen Teile unbewuste Fehlfunktionen mit nachträglichen Veränderungen der Kapillardurchblutung und Nervenreizung von Speiseröhre, Magen, Darm und Lunge hervorrufen.

    > Die vielen Latinismen dienen in der Wissenschaft der begrifflichen
    > Präzisierung, da sonst durch das Mitschwingen außerfachlicher Bereiche
    > diese Päzisierung nicht mehr gegeben wäre.

    Ich denke die Absonderung von den gewöhnlichen Menschen spielt da eine große Rolle. Je weniger Ahnung einer hat, um so mehr Fremdwörter verwendet er.

    > Wissenschaftliche Fachbegriffe haben eigentlich die gleiche Funktion wie
    > SCHLÜSSELWÖRTER ("keywords") in einer Programmiersprache.

    Vor langer Zeit waren die Schlüsselwörter in Visualbasic in deutsch. Das war richtig einfach. Kommentare konnte man sich weitgehend sparen, weil der Programmtext selbsterklärend war. In C habe ich per Zuschreibung Schlüsselwörter eingedeutscht.

    Rainer

    ---
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    software-engineer

    03.12.2018, 17:25

    @ Andudu
     

    Komisch

    Ich hatte NIE Probleme mit Grammatik, Rechtschreibung und Fremdwörtern.

    Möglicherweise deshalb, weil meine Mutter mich so lange gestillt hat?

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    03.12.2018, 17:48

    @ software-engineer
     

    Du hast die deutsche Sprache mit der Muttermilch aufgesogen. ;)

    Ich bin nicht gestillt worden und habe ein Leben lang Probleme mit der Rechtsschreibung.

    [[la-ola]]

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    software-engineer

    03.12.2018, 17:52

    @ Griba
     

    Vielleicht sind wir hier ...

    > Ich bin nicht gestillt worden und habe ein Leben lang Probleme mit der
    > Rechtsschreibung.
    >
    > [[la-ola]]

    ... einer neuen wissenschaftlichen Erkenntnis auf der Spur?

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    03.12.2018, 22:40

    @ software-engineer
     

    Korrelation oder Kausalität, das ist die dabei entscheidende Frage.

    Die kann nur durch Studien geklärt werden, deren Statistik ich aber selbst übernehmen müßte, um ihnen vertrauen zu können. [[zigarre]]

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    Albatros

    Homepage E-Mail

    Lothringen,
    04.12.2018, 14:30

    @ Andudu
     

    Wenn Satzzeichen Leben retten

    > [...] Da gab es Tests unter Lehrern, bei denen kein einziger alle Kommas
    > richtig setzte. Bei aller Liebe zur deutschen Sprache: die Vernarrtheit in
    > solche Regeln (und die Tendenz andere darüber zu belehren) grenzt ans
    > Perverse [...]

    Bei aller Kritik zur deutschen Sprache darf aber nicht übersehen werden, dass die richtige Setzung von Satzzeichen Leben retten kann:

    a) Komm, wir essen Opa!
    b) Komm, wir essen, Opa!

    Und einen Gruss im Advent
    vom

    ---
    Albatros

    Zweistein

    E-Mail

    03.12.2018, 17:20

    @ software-engineer
     

    Nun denn

    ich bekenne hier letztmalig, dass mir die neue Falschschreibung sowas von....kann. Ich werde das zukünftig so machen, wie die 63 Jahre davor. Übrigens wurde ich in früheren Zeiten hier von JüKü nie hinsichtlich irgendwelcher Fehler abgemahnt, was etwas heißen soll[[freude]].
    Wenn ich tagtäglich in Medien, ja selbst in Kreuzworträtseln lese, wie die deutsche Sprache, insbesondere hinsichtlich der Bedeutung einzelner Wörter vergewaltigt wird, dann rutschen mir paar falsch gesetzte Kommas (oder heißt es Kommata?) glatt den Buckel runter.
    Wir liegen hier im Gelben, was diese ganzen Dinge angeht, meilenweit vom Güllesee, der sich aus den Medien tagtäglich über uns ergießt, entfernt.

    So, ihr könnt alle falsch gesetzten Kommas gern behalten[[lach]] .
    Zweistein

    ---
    Am besten man kommt gar nicht erst auf die Welt, dann muss man auch nicht sterben.

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    03.12.2018, 17:38

    @ Zweistein
     

    Kommata ist richtiger ;)

    Mein griechischer Freund hatte mit mir mal einen Disput über deutsche Grammatik und das Hochdeutsche überhaupt. Ihm war aufgefallen, daß das Hochdeutsch einem Ausländer eher verständlich ist, wenn er die Fülle von in ihm verwendeten lateinischen und besonders griechischen Wörtern bzw. Wortstämmen semantisch auflöst - da fühlte er sich klar im Vorteil gegenüber Ost- und besonders Nichteuropäern, auch wenn ihm das Altgriechisch ansonsten ähnlich fremd wie unsereinem ist.
    Die Grammatik jedoch ist nach seiner Meinung stark römisch beeinflußt.

    Ich zumindest habe noch gelernt, Lehnwörter mit ihrer originalsprachlichen Endung und Beugung zu verwenden, soweit sie noch nicht in die Trivialsprache eingegangen sind. Anderenfalls sollte man sie besser nicht benutzen.

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    software-engineer

    03.12.2018, 17:56

    @ Zweistein
     

    Das Lesen von Tageszeitungen ...

    ... hat mir schon immer aufgrund der vielen Rechtschreibfehler Qualen bereitet.

    Deswegen habe ich mit der Zeit darauf verzichtet.

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    03.12.2018, 12:22
    (editiert von Oblomow, 03.12.2018, 12:29)

    @ Andudu
     

    Scheinbar oder anscheinend wird anscheinend und scheinbar oft verwechselt?!

    > Scheinbar war das
    > schon in der Lehrergeneration ganz ähnlich, gescheit erklären, konnten
    > diese die Regeln nämlich nicht.

    Das wird oft verwechselt. Dazu hast Du in Deinem obenstehenden Satz über Kommas selbst wieder einen kleinen Kommafehler eingebaut, anscheinend zur erheiternden Prüfung unserer Kommasetzkünste.[[top]] Kann mich ooch irren.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
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    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    software-engineer

    03.12.2018, 12:33

    @ Oblomow
     

    Ich vermute Sprach-Interferenzen

    Mir ist aufgefallen, dass manche Personen Wortkonstruktionen oft eins zu eins aus dem Englischen übersetzen. Da die englische Gebrauchssprache (besonders das Amerikanische) oft unpräzise ist, entstehen auch bei der in der "BRD" verwendeten deutschen Sprache relativ häufig Fehler. Ich bezeichne das als "Sprach-Interferenzen".

    ---
    Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    03.12.2018, 12:50
    (editiert von Oblomow, 03.12.2018, 13:03)

    @ software-engineer
     

    Das macht Sinn...

    ...ist eines der beknacktesten Beispiele. Wenn das kommt, dann weiß ich schon, dass da jemand seine Sprache nicht gewaschen hat, bzw. Gewäsch kommt.

    Ansonsten finde ich natürlich @Zweisteins Aufforderung gut, Fremdsprachen nicht vorauszusetzen, sieht man mal von Griechisch, Hebräisch, Lateinisch, Hindi und Chinesisch ab, was ja heute jeder schon in der Vorschule lernt, wenn er kluge, bzw. reiche Eltern hat.[[zwinker]]

    Herzlich
    Oblomow

    ---
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    Demokrit

    Andudu

    03.12.2018, 16:02
    (editiert von Andudu, 03.12.2018, 16:12)

    @ Oblomow
     

    Wo soll da der Unterschied sein...?

    > Das wird oft verwechselt. Dazu hast Du in Deinem obenstehenden Satz über
    > Kommas selbst wieder einen kleinen Kommafehler eingebaut, anscheinend zur
    > erheiternden Prüfung unserer Kommasetzkünste.[[top]] Kann mich ooch
    > irren.


    ...nur um die (typisch deutsche) Rechtschreibe-Grammatik-Kommasetzungs-Klugscheißerei ausreichend zu würdigen.

    "Scheinbar" und "anscheinend" wird so gut wie immer synonym benutzt (es sei denn, man führt näher aus, wass nur erscheint und was tatsächlich ist), schreibt selbst die Bibel der Rechtschreibefanatiker:
    https://www.duden.de/rechtschreibung/scheinbar_imaginaer_vermeintlich

    "(selten) dem Anschein nach gegeben, vorhanden, bestehend"

    Nicht ohne sich anschließend über den vermeintlichen Unterschied auszutoben.

    *gääähn* das ist wie mit "das Gleiche" und "dasselbe", da darf man sich auch immer Belehrungen anhören, obwohl es so gut wie alle synonym benutzen.


    Wer es nötig hat, andere mit sowas zu quälen, hat i.d.R. persönlich-charakterliche Defizite.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    03.12.2018, 16:22

    @ Andudu
     

    Warum denn gleich so persönlich?

    Schau mal hier:
    http://kommunikationsabc.de/2012/03/13/die-verwechslung-von-anscheinend-und-scheinbar/

    Dir ist es sicherlich auch egal, ob Du anscheinend ein Trottel oder nur scheinbar ein Trottel genannt werden könntest. Ich würde natürlich nichts von beiden sagen, denn das wäre sicherlich nicht nur scheinbar unhöflich.

    Herzlich und voll charakterlich defizitär grüßt adventlich
    Oblomow

    ---
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    Demokrit

    Andudu

    03.12.2018, 16:30

    @ Oblomow
     

    Mit dem "nur"...

    ...gibst du dem "scheinbar" erst die Bedeutung, die du generell für dieses Wort behauptest.

    Ich fand das übrigens auch nicht persönlich, sondern es handelt sich um eine Beobachtung von mir. Altkluge Diskussionen über die Rechtschreibung werden fast immer rabulistisch eingesetzt, nämlich dann, wenn einem die Argumente ausgehen. Sozusagen eine Ehrenrettung der Art "Guck mal, ich weiß auch was besser als du!".

    Genau so begann ja auch diese Diskussion, nicht?

    Eine unehrliche Taktik, da sich der Diskussionspartner auf ein Feld flüchtet, bei dem er sich vermeintlich besser auskennt, welches in Wirklichkeit aber absolut nebensächlich ist. Mithin ein Ausdruck mangelnder persönlicher Reife.

    manni meier

    04.12.2018, 11:32

    @ Andudu
     

    Hättest Du...

    > ..., da sich der Diskussionspartner auf ein Feld
    > flüchtet, ..., welches in
    > Wirklichkeit aber absolut nebensächlich ist. Mithin ein Ausdruck
    > mangelnder persönlicher Reife.

    Die Sprache, in der man diskutiert, mithin auch denkt,
    als ein "absolut nebensächliches Feld" zu bezeichnen,
    ist nun absolut lächerlich. [image]

    Si tacuisses, philosophus mansisses

    mfg
    mm[[zigarre]]

    manni meier

    04.12.2018, 11:19

    @ Andudu
     

    Deitsches Sprache - scheines Sprache! Abba schweeer

    > *gääähn* das ist wie mit "das Gleiche" und "dasselbe", da darf man sich
    > auch immer Belehrungen anhören, obwohl es so gut wie alle synonym
    > benutzen.
    > Wo soll da der Unterschied sein...?

    Na komm, Andudu, wir versuchen's mal ganz einfach:
    (Achtung, die Emojis geben Dir eine kleine Hilfe)
    a. Die Zwillinge gleichen sich wie ein Ei dem anderen. [[zwinker]]
    b. Die Zwillinge selben sich wie ein Ei dem anderen. [[sauer]]

    Na, siehst Du, ist doch gar nicht so schwer,
    da kannst gleich Du den Unterschied feststellen. [[top]]

    > Wer es nötig hat, andere mit sowas zu quälen, hat i.d.R.
    > persönlich-charakterliche Defizite.

    Zum Glück habe ich o.g. Probleme nicht, sonst würde ich Dir
    auch gerne noch den Unterschied zwische "als" und "wie" erklären. [[freude]]

    Machen wir dann ein andermal, gelle.
    mfg
    mm[[zigarre]]

    nereus

    04.12.2018, 08:05

    @ software-engineer
     

    Solche Debatten gibt es nur in Deutschland.

    Hallo Alle!

    Da wird ein Thread eröffnet mit einer möglicherweise brisanten Meldung in einer Welt, die immer gefährlicher zu werden droht.
    Nun ist unklar, ob der General seinen Job nicht mehr ertragen konnte, einer in diesem Alter nicht unüblichen Herzattacke erlag oder ob er getötet wurde, weil gewisse Kreise Krieg haben wollen.
    Die Betonung, daß er keinem Verbrechen zum Opfer fiel, ist schon bemerkenswert, weil das bekanntlich nur sicher durch eine Obduktion geklärt werden könnte.

    Doch wie verläuft die Debatte im Gelben?
    Man sucht nicht nach dem Für und Wider, um die Hintergründe zu erhellen, sondern man diskutiert über Kommaregeln, die natürlich bei einer Kriegsprävention oder Vorhersage ungemein wichtig sind. [[lach]]
    Da antworte ich einmal mit den finalen Worten eines bekannten Ernährungsexperten.

    MAHLZEIT, [[freude]]
    nereus

    p.s. Wer in diesem Text Kommafehler findet, darf Sie gerne behalten. [[zwinker]]

    Tempranillo

    04.12.2018, 10:51

    @ nereus
     

    O selig, o selig, ein Kind noch zu sein

    > Hallo Alle!
    >
    > Da wird ein Thread eröffnet mit einer möglicherweise brisanten Meldung
    > in einer Welt, die immer gefährlicher zu werden droht.
    > Nun ist unklar, ob der General seinen Job nicht mehr ertragen konnte,
    > einer in diesem Alter nicht unüblichen Herzattacke erlag oder ob er
    > getötet wurde, weil gewisse Kreise Krieg haben wollen.
    > Die Betonung, daß er keinem Verbrechen zum Opfer fiel, ist schon
    > bemerkenswert, weil das bekanntlich nur sicher durch eine Obduktion
    > geklärt werden könnte.
    >
    > Doch wie verläuft die Debatte im Gelben?
    > Man sucht nicht nach dem Für und Wider, um die Hintergründe zu erhellen,
    > sondern man diskutiert über Kommaregeln, die natürlich bei einer
    > Kriegsprävention oder Vorhersage ungemein wichtig sind. [[lach]]
    > Da antworte ich einmal mit den finalen Worten eines bekannten
    > Ernährungsexperten.
    >
    > MAHLZEIT, [[freude]]
    > nereus

    Hallo nereus,

    Diskussionen über Kommaregeln sind nicht so unangenehm wie solche über die Wirklichkeit, und man läuft auch nicht Gefahr, daß man sich korrigieren muß.

    Mir fällt seit Langem auf, daß sich die Deutschen wie Fußballspieler verhalten, die sich im Mittelfeld ästhetisch produzieren, aber nie dorthin gehen, wo es weh tut. Auf Mesut Özil würde diese Beschreibung passen, Thiago Alcantara auch.

    Dieses Verhalten, sich auf jeden noch so läppischen Nebenaspekt zu stürzen und die brisanten Dinge zu ignorieren, hat etwas Infantiles an sich, eine Kindlichkeit, die man bei den Deutschen laufend finden kann, sobald man an der seriösen Fassade kratzt.

    Tempranillo

    manni meier

    04.12.2018, 11:53

    @ Tempranillo
     

    O selig, o selig, ein Kind noch zu sein.

    > Hallo nereus,
    >
    > Dieses Verhalten, sich auf jeden noch so läppischen Nebenaspekt zu
    > stürzen und die brisanten Dinge zu ignorieren, hat etwas Infantiles an
    > sich, eine Kindlichkeit, die man bei den Deutschen laufend finden kann,
    > sobald man an der seriösen Fassade kratzt.
    >
    > Tempranillo

    Hallo Temparillo,
    Dieses Verhalten, sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen, [[nono]]
    indem man von "den Deutschen" spricht, hat auch etwas Infantiles an sich,
    eine Kindlichkeit, die man hier im Forum laufend finden kann. [[sauer]]



    Sonst spielt ich mit Zepter, mit Krone und Stern,
    Das Schwert schon als Kind, ach ich schwang es so gern.
    Gespielen und Diener bedrohte mein Blick,
    Froh kehrt ich zum Schoße des Vaters zurück,
    Und liebkosend sprach er: Lieb Knabe bist mein. -
    |: O selig, o selig, ein Kind noch zu sein. :|

    Nun schmückt mich die Krone, nun trag ich den Stern,
    Das Volk, meine Russen, beglückt ich so gern.
    Ich führ sie zur Größe, ich führ sie zum Licht,
    Mein väterlich Streben erkennen sie nicht.
    Umhüllet von Purpur, nun steh ich allein:
    |: O selig, o selig, ein Kind noch zu sein. :|

    Und endet das Streben, und endet die Pein,
    So setzt man dem Kaiser ein Denkmal aus Stein;
    Ein Denkmal im Herzen erwirbt er sich kaum,
    Denn irdische Größe erlischt wie ein Traum.
    Doch rufst du, Allgüt'ger: In Frieden geh ein.-
    |: So werd ich beseligt dein Kind wieder sein. :|

    A. Lortzing "Zar und Zimmerman."

    https://www.youtube.com/watch?v=hI1lTVN87Z8

    mfg
    mm[[zigarre]]

    trosinette

    05.12.2018, 07:57

    @ Tempranillo
     

    Tempranillo und die Chinesische Wasserfolter

    Guten Tag,

    > Mir fällt seit Langem auf, daß sich die Deutschen wie Fußballspieler
    > verhalten, die sich im Mittelfeld ästhetisch produzieren, aber nie dorthin
    > gehen, wo es weh tut. Auf Mesut Özil würde diese Beschreibung passen,
    > Thiago Alcantara auch.

    Was mir schon lange aufgefallen ist:

    Du drischst in der Dir eigenen Monotonie aus dem Mittelfeld unaufhörlich ziellos brisante Bälle in der Gegend rum und entwickelst dabei nicht den grinsten Zug zum Tor. Manche mögen das inspirierend finden. Mich ödet es mittlerweile dermaßen an, das es mir wehtut.

    Wie doll tut es eigentlich weh, in anonyme Internetforen zu gehen und dort zu schreiben? Oder dienen Internetforen nur der Schmerzlinderung, weil das echte Leben, überall nur noch weh tut?

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

Wandere aus, solange es noch geht.


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