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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    nereus

    04.09.2018, 08:33
     

    Die Bunte Republik feiert heute ihren 3-jährigen Geburtstag.

    Es gibt bei Achgut einen sehr lesenswerten Artikel zur Grenzöffnung, die es offiziell nie gegeben haben soll.
    Ein Muster-Stück aus der Orwell-Welt!

    Am 4. September jährt sich zum dritten Mal das Ereignis der Grenzöffnung durch die Bundesregierung vom 4.9.2015.
    Es war die wohl folgenschwerste politische Entscheidung in der bundesdeutschen Geschichte.
    ..

    „Grenzöffnung!?“.

    Was so selbstverständlich klingt, wird von manchen Medien und Politikern neuerdings in Abrede gestellt oder gar in den Bereich der Legende verwiesen.
    Gab es überhaupt eine Grenzöffnung? Oder ist das nur eine Verschwörungstheorie?


    Quelle: https://www.achgut.com/artikel/drei_jahre_grenzoeffnung_nur_eine_erfindung_und_von_wem

    Jetzt hören wir die, deren Wahrheitssystem der sächsische MP in Gefahr sieht.

    Bereits im Juni dieses Jahres stellten die Fakten(er)finder der ARD-Tagesschau die Frage „Hat Merkel die Grenze geöffnet?“ und kamen zu dem Ergebnis:
    Die „Formulierung Grenzöffnung ist grundfalsch, weil es schon seit Jahren keine geschlossen Grenzen mehr gibt“.
    Der Grünen-Politiker Konstantin v. Notz konnte kaum noch an sich halten und verstieg sich gar zu der Meinung, die Aussage, Merkel habe die Grenzen geöffnet, sei die "Dolchstoßlegende unserer Zeit, eine rechtlich wie tatsächlich abwegige rechtsreaktionäre Verschwörungstheorie.“
    Diese kruden Ansichten griffen andere Medien bereitwillig auf, so zum Beispiel das Spiegel-Jugendmagazin Bento, das Neue Deutschland oder die Frankfurter Rundschau.


    Also, die Grenzen waren demnach nie geschlossen.
    Nun, der Teufel liegt wie immer im Detail.

    Beginnen wir mit der ARD. Es ist der 5.9.2015, 16.26 Uhr: Die ARD schreibt: „Deutschland und Österreich haben Tausenden Flüchtlingen die Einreise erlaubt.“
    Das Wort „Grenzöffnung“ fällt zwar explizit noch nicht. Doch die Worte „Tausenden die Einreise erlauben“ bedeutet nichts anderes als „Tausenden die Grenze geöffnet“. [[freude]]

    Wenige später stellt die ARD die Ankündigung für ihre Sendung „Brennpunkt“ am selben Tag um 20.15 Uhr ins Netz. Titel des „Brennpunkts“: „Flüchtlingswelle
    nach Grenzöffnung“.
    (P.S. an die political-correctness-Hörigen: Beachte das Wort: Flüchtlingswelle!)
    Etwa zur gleichen Zeit, um 17.38 Uhr, meldet die Nachrichtenagentur Reuters: „Flüchtlinge strömen
    nach Grenzöffnung nach Deutschland.“

    Man kann also mit Fug und Recht behaupten, daß die ARD zu den „rechtsreaktionären Verschwörern“ der ersten Stunde gehörte, die das Geschehen am 4.9.2015 als Grenzöffnung bezeichnet und dies einer breiten Öffentlichkeit vermittelt hat.
    Ob die ARD allerdings als Erfinder des Begriffs „Grenzöffnung“ anzusehen ist, ist nicht ganz klar.
    Eventuell muß sie den Ruhm den Medien aus dem Geburtsland des allgegenwärtigen Sozialistenführers überlassen.
    In Österreich schreibt die Tageszeitung Krone am 5.9.2015 schon um 14.46 Uhr: „Balken auf für die Menschlichkeit als Devise für die Öffnung der Grenzen“. Auch der österreichische Staatsfunk ORF schreibt am 5.9.2015, Zeitpunkt unbekannt: „Amnesty International bedankte sich für die rasche humanitäre Lösung einer Grenzöffnung für aus Ungarn kommende Flüchtlinge.“
    ..

    Die Verwendung des Begriffs „Grenzöffnung“ beschränkte sich auch nicht auf den unmittelbaren Zeitraum nach selbiger.
    So titelte beispielsweise die Wochenzeitung Die Zeit mehr als ein halbes Jahr später, am 4.5.2016, in einem Beitrag über die Geschehnisse um den 4.9.2015:
    „Grenzöffnung für Flüchtlinge. Was geschah wirklich?“
    Und Spiegel Online titelte am 22.9.2017:
    „Regierung verteidigt Grenzöffnung.“
    Auch die SPD-Zeitung Vorwärts schrieb am 15.9.2016:
    „Warum die Grenzöffnung 2015 juristisch korrekt war“.

    Als einer der ersten „rechtsreaktionären Verschwörungstheoretiker“ unter den Politikern outete sich der SPD-Politiker und heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
    Er sagte bereits am 5.9.2015:
    „Grenzöffnung nicht zur Praxis machen“.

    Das soll genügen.
    Kurzum, selbst die Orwellianer sprachen glasklar von Grenzöffnung.

    Heute interessiert das im Wahrheits-Ministerium niemanden mehr.

    Die Ironie an der Geschichte:
    Es waren die Medien, allen voran die ARD, und Politiker wie der heutige Bundespräsident Steinmeier selbst, die den Begriff „Grenzöffnung“ zur Beschreibung des Geschehens am/seit 4.9.2015 gewählt und benutzt haben.
    Sie waren die Erfinder dessen, was Teile von Medien und Politik jetzt als grundlegend falsch und reaktionäre Verschwörungstheorie bezeichnen.


    [image]

    Quelle: https://conservo.wordpress.com/2014/11/13/irrenanstalt-deutschland-fur-jeden-eine-extrawurst/

    mfG
    nereus

    Falkenauge

    04.09.2018, 10:01

    @ nereus
     

    Grenzöffnung

    Hallo nereus,

    das ist ein Streit um Worte, denn "mit Worten lässt sich trefflich streiten" (Mephisto in Goethes "Faust"), wenn vom eigentlichen Begriff abgelenkt werden soll.

    Richtig ist, dass schon in den Jahren vorher Tausende über die Grenzen nach Deutschland gekommen sind. Seit den 1960er Jahren sind „Millionen von Ausländern in die Bundesrepublik eingewandert, haben ihre Familien nachgeholt und bilden heute zum Teil – eine inzwischen wohl nicht mehr auflösbare Problematik, die insbesondere Türken, Kurden, und Araber diverser Nationalität und Herkunft betrifft – stabile Parallelgesellschaften in allen westdeutschen Großstädten.“

    Seit den 1970er Jahren ist zum Familiennachzug der ursprünglichen Gastarbeiter als weiteres Einfallstor millionenfacher Einwanderung das Asylrecht des Grundgesetzes hinzugetreten, das in Art. 16a mit dem ersten Satz: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ nach Interpretation des Bundesverfassungsgerichts jedem Einzelnen ein individuelles, subjektives, also einklagbares Recht gegenüber dem deutschen Staat verleiht.

    Das Entscheidende im September 2015 ist die bedingungslose Offenhaltung der Grenzen, ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen und Zurückweisungen.
    Genaueres in der Verfassungsklage der AfD.

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.09.2018, 12:22

    @ Falkenauge
     

    Einwanderung ist schon seit vielen Jahren sehr stark

    Die Zuwanderung nach Deutschland war auch schon vor 2015 sehr stark, weswegen Deutschland trotz niedriger Geburtenrate der Deutschen einen stetigen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat. Bis 2015 kamen die meisten Zuwanderer vom Balkan und aus der Türkei, seit Merkels einsamer Entscheidung kommt jetzt die Mehrheit wohl aus dem Orient, Zentralasien und Afrika.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28347/umfrage/zuwanderung-nach-deutschland/

    Insgesamt betrachtet liegt der Unterschied wohl vor allem im gesellschaftlichen Bereich. Die Kulturen aus dem Orient, Zentralasien und Afrika sind nochmals stärker mit der deutschen Gesellschaft inkompatibel, als zuvor schon Rumänen, Bulgaren, Albaner und Türken.

    Das, was wir noch in den 80er und 90er Jahren als spezifisch deutsch erleben durften, wird ganz allmählich, aber immer stärker werdend, von fremden Kulturen verdrängt. Es gibt immer mehr Gegenden in Deutschland, wo du dich als Einheimischer Mensch deutscher Kultur völlig fremd fühlst. Diese Gegenden kann man bereits als nicht mehr der Heimat zugehörig betrachten.

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    Gernot

    Homepage E-Mail

    04.09.2018, 12:33

    @ Otto Lidenbrock
     

    Beispiel: Sonnenallee in Berlin. Erspart die Urlaubsreise (o.T.)

    ... Es gibt immer mehr Gegenden in Deutschland, wo
    > du dich als Einheimischer Mensch deutscher Kultur völlig fremd fühlst.
    > Diese Gegenden kann man bereits als nicht mehr der Heimat zugehörig
    > betrachten.

Wandere aus, solange es noch geht.


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