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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    30.06.2018, 09:25
     

    Riester-Sparpläne mit Negativzinsen

    Die gesetzliche Rente wird dem armen Michel, wenn er denn eines Tages seinen wohlverdienten, letzten Lebensabschnitt antreten wird, nicht reichen, um seinen Lebensabend einigermaßen auskömmlich gestalten zu können. Deswegen wird ihm schon seit längerem ans Herz gelegt, doch schon rechtzeitig mit dem zusätzlichen Sparen zu beginnen, wenn er nicht Dauerkunde beim Sozialamt werden möchte. Dafür wurde unter Bundeskanzler Schröder extra die sogenannte "Riester-Rente" erfunden, ein Sparplan mit einem Bonus von Vater Staat, der sich große Sorgen um seine zukünftigen Rentner macht und ihm deswegen kräftig unter die Arme greift. Schließlich soll auch der alte Michel in Deutschland gut und gerne leben dürfen.

    Vielleicht hätte der Michel sein Geld doch besser in den Sparstrumpf gesteckt, denn jetzt darf ihm vom Spargeld sogar etwas weggenommen werden, natürlich alles rechtens!

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/riester-105.html

    Kaladhor

    Münsterland,
    30.06.2018, 09:55

    @ Otto Lidenbrock
     

    und trotzdem

    werden sich noch genügend Naivlinge finden, die entsprechende Verträge abschließen.
    Habe ich keinerlei Mitleid mehr mit.
    Als bekannt wurde - sogar in den MSM (Frontal glaub ich) -, dass die staatlichen Zuschüsse zu Riester in Gesamtheit vom Versicherungsunternehmen geschluckt werden, hat das keinen wirklich interessiert.
    Als bekannt wurde, dass Riester nicht vererbbar ist, hat das niemanden interessiert.
    Als bekannt wurde, dass Riester bei Bezug der Grundsicherung vollständig angerechnet wird, und man somit kein "Extra" dadurch hat, hat das niemanden interessiert.
    Jetzt dürfen selbst die vom Versicherungsnehmer gezahlten Einlagen "angeknabbert werden, und ich wette, es wird auch diesemal niemanden interessieren...

    Mir war dieses "Programm zur Rettung der Versicherungsunternehmen" von Anfang an äußerst suspekt, darum habe ich auch jedesmal dankend abgelehnt, wenn mir so ein Quatsch angeboten wurde. Beim letzten Mal hab ich sogar darauf hin gewiesen, dass ich mein Geld eher verbrennen würde als in sowas zu investieren.

    Grüße

    ---
    Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    30.06.2018, 10:52

    @ Kaladhor
     

    Kleinvieh macht auch Mist...

    Ja, irgendwann haben unsere "Qualitätsmedien" tatsächlich auf diese Mißstände hingewiesen, ohne das es die Naivlinge beim Abschließen solcher Verträge gejuckt hätte. Grundsätzlich habe ich mit solchen Trotteln zwar kein Mitleid, aber nur wenige unserer Mitbürger beschäftigen sich mit dem, was die Medien so von sich geben, allerhöchstens mit den Schlagzeilen der BILD-Zeitung. Die meisten dieser ahnungslosen Opfer wissen deswegen bis heute nicht, dass sie ihre Friseusen-Rente nicht aufstocken werden, weil sie sowieso der staatlichen Grundsicherung anheim fallen werden.

    Dieser ganze Beschiss lohnt sich aber trotz Negativ-Zinsen noch für diejenigen Besserverdiener, bei denen trotz Zinsabzug noch etwas mehr als das Eingezahlte bleibt, weil dieser immer noch unter dem staatlichen Zuschuss bleibt. Kleinvieh macht eben auch Mist...

    Manuel H.

    E-Mail

    30.06.2018, 11:00

    @ Otto Lidenbrock
     

    nur wenn sich hinterher die Gesetze nicht ändern

    Hatte als Arbeitgeber viele meiner Angestellte in vermögenswirksames Sparen reingequatscht. Dann wurden rückwirkend die Gesetze geändert.
    Aus dem eh nur "Kleinvieh" wurde dann hoher bürokratischer Aufwand mit geringster Rendite.
    >
    > Dieser ganze Beschiss lohnt sich aber trotz Negativ-Zinsen noch für
    > diejenigen Besserverdiener, bei denen trotz Zinsabzug noch etwas mehr als
    > das Eingezahlte bleibt, weil dieser immer noch unter dem staatlichen
    > Zuschuss bleibt. Kleinvieh macht eben auch Mist...

    ---
    Deutschland das neue Troja?
    http://www.trojaeinst.wordpress.com

    Kaladhor

    Münsterland,
    30.06.2018, 13:59

    @ Manuel H.
     

    und die Gesetze werden geändert werden,

    dass ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Regierenden haben gar kein Interesse daran, dass Otto Normaluntertan Vermögen aufbaut! Denn wer Vermögen hat, wird automatisch unabhängig, heißt so einer wird mit Sicherheit nicht mehr jede Kröte schlucken, die von der Regierung dem gemeinen Volk vor die Füße geworfen werden. DAS dürfte die größte Angst der Regierenden sein, denn das ist gleichzusetzen mit Kontrollverlust.

    Grüße

    ---
    Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

    Tempranillo

    30.06.2018, 14:14

    @ Kaladhor
     

    Sie gönnen uns nicht einmal die Altersvorsorge

    > dass ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Regierenden haben gar
    > kein Interesse daran, dass Otto Normaluntertan Vermögen aufbaut!

    Der singulär kriminelle Demokrattenabschaum macht Dir mithilfe seiner Hurenjustiz und gerichtlichem Prozeßbetrug (Landgericht Ausgsburg, Stinkmösenrichterin XY) sogar die private Altersvorsorge kaputt.

    Wenn Du das Gleiche erlebt hast wie ich, bist Du so weit, Roland Freisler als Lichtgestalt der Rechtsstaatlichkeit zu betrachten.

    Tempranillo

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    30.06.2018, 13:19

    @ Otto Lidenbrock
     

    Soziale Sicherung , Ursprünge ....

    Zitat
    Wie ich in früheren Artikeln bereits erwähnt hatte, schuf Franklin Roosevelt das soziale Sicherungssystem in den USA für Menschen über 65 in einer Zeit, als die durchschnittliche Lebenserwartung bei etwa 56 Jahren lag. Wäre das Rentenalter parallel zur Lebenserwartung gestiegen, würde es heute bei etwa 82 liegen. Versuchen Sie mal, das Ihren Wählern zu verkaufen.
    Schlimmer noch, Generationen von Politikern haben die Öffentlichkeit nicht nur davon überzeugt, dass das Unmögliche möglich ist, sondern dass es garantiert ist. Viele glauben selbst daran. Sie lügen gar nicht unbedingt, sondern ignorieren nur die Realität. Und das verschafft ihnen Wählerstimmen. Oft überbieten sie sich im Wahlkampf gegenseitig an Großzügigkeit, und
    das nicht nur auf landesweiter Ebene.
    Zitat Ende - Quelle

    Hallo,

    so etwas würde das Urgestein Norbert Blüm wohl dementieren. Aber er sagte ja auch nur "unsere Rente ist sicher" und meinte damit die Eigene. [[freude]]
    Man sollte den ganzen verlinkten Artikel lesen um die Dimensionen zu erfassen. Alle Länder sind in der Bredouille, die Rentensysteme aufgelegt haben. Der Autor schreibt aus Sicht eines Amerikaners und überhaupt nichts über Deutschland. Hätte er dazu mehr Informationen auch über die Einstellung der hier schon länger Lebenden, dann bekäme er wohl Depressionen. [[trost]]

    Wenn man das Spiel mit den Renten und die Spiele der Mannschaft auf der WM 2018 vergleichen würde, dann könnte man schliessen, das war immer noch Unterhaltung auf hohem Niveau. Unterirdisch wird es erst, wenn die Gruppenphase im weltweiten Renten Game zu Ende geht. Ich glaube nicht, dass jene die das Lebensziel Rente erst vor kurzem erreicht haben, wirklich schon aus dem Schneider sind ..... das Restleben kann locker eine Dekade überdauern, ob das die Renten in D schaffen mit den ganzen neuen Facharbeitern ... [[hae]]
    Gruss

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    30.06.2018, 13:54

    @ NST
     

    Da jede Auszahlung in der Auszahlungsperiode erwirtschaftet werden muss, ergibt sich ein spezielles Problem.

    Wir wissen nicht, wie die Wirtschaft zu einem bestimmten Punkt in der Zukunft laufen wird. Dabei ist es egal, welche Vorsorgeform, Umlage, Fonds, Privat, o.ä. gewählt wurde. Einzig ein Familienverbund, der in der Lage ist, einen Alten durchzufüttern, ist IMHO als sicher anzusehen.

    Es steht und fällt alles mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Landes in der Zukunft. Ich bin sicher, Merkel tut alles, um für ihr Land das Beste rauszuholen. [[freude]]

    Grüße

    ---
    [image]

    Kaladhor

    Münsterland,
    30.06.2018, 14:06

    @ FOX-NEWS
     

    zu kurz gegriffen

    > Privat, o.ä. gewählt wurde. Einzig ein Familienverbund, der in der Lage
    > ist, einen Alten durchzufüttern, ist IMHO als sicher anzusehen.

    Hallo FOX-NEWS,
    ich befürchte, dass selbst das nicht ausreichen dürfte. Um wirklich auf Nummer Sicher gehen zu können, bräuchte man sicherlich eine Dorfgemeinschaft, die für sich selbst autark die absolut notwendige Grundversorgung seiner Mitglieder sicherstellen kann. Bedeutet also im Grunde genommen den kompletten Ausstieg aus der globalen Arbeitsteilung.

    Und ganz ehrlich, es würde mich nicht wundern, wenn wir uns nach einem großen Crash genau zu solchen Strukturen "zurückentwickeln" würden.

    Grüße

    ---
    Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    30.06.2018, 16:57

    @ Kaladhor
     

    So weit würde ich nicht gehen

    Handel und Wandel wird weiter existieren. Nur wird dabei nicht soviel Mehrwert abzuschöpfen sein wie derzeit. Ein Wandel in der Einstellung zu vielen Dingen wird die Folge sein.

    Grüse

    ---
    [image]

    CalBaer

    01.07.2018, 01:53

    @ NST
     

    Sozialsysteme sind auch Opfer der Globalisierung

    Mit FDR wurde nicht nur die Social Security eingefuehrt, sondern auch die Spitzensteuersaetze von 25% auf 80% angehoben. Erst spaeter im 2.WK stiegen sie sogar bis auf 94%. Die Eliten konnten sich dem nicht so leicht entziehen und wollten es auch nicht. Mit dem New Deal enstanden auch jede Menge gutbezahlte Jobs, die diese Sozialsysteme finanzieren konnten.

    [image]

    Mit Eintritt in die Globalisierung konnten sich die Eliten diesem System massiv entziehen. Reaganomics senkte die Steuern radikal und finanzierte dies ueber die Verdopplung der Staatsschulden, also der "Sozialisierung" der bis dahin bestehenden Solidarsysteme. Weitere Liberalisierung des Welthandels sorgte fuer Kapital- und Steuerflucht, sodass diese Systeme immer weniger finanzierbar werden. Heute traegt die Mittelschicht Dank Inflation (Anstieg der Einkommen schneller als die Bemessungsgrenzen) und ausufernden Staatsschulden fast die volle Abgabenlast, waehrend sich Grosskonzerne und Spitzenverdiener damit ruehmen, ihre Steuerlast Dank zahlreicher globaler Steuersparmethoden (z.B. Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen) auf Null zu senken.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Silke

    02.07.2018, 11:56
    (editiert von Silke, 02.07.2018, 12:56)

    @ CalBaer
     

    Sozialsysteme sind stets Profiteure der Globalisierung (da systemstabilisierend)

    Sie kannibalisieren sich nur auch gegenseitig im globalen Zentralisationsprozess.

    Lieber Calbaer,

    ohne Aufschuldungsfähigkeit (Finanzierung) keine Redistributionsfähigkeit (Sozialausgaben - fast die Hälfte des Bundeshaushaltes!) und ohne diese keine weitere Aufschuldungsfähigkeit der Systeme.

    Die Sozialsysteme sind, den Menschen falsche Hoffnung gebende, systemstabilisierende Simulationen, die für die Masse das Phänomen des gewaltsamen Erzwingens von Abgaben zur Besicherung der Systemfinanzierung (Aufschuldung), der Rechts- und Handlungsräume des Wirtschaftens weg simulieren („mein guter, weiser, wohltätiger Staat“).

    USA: Steuereinnahmen historisch

    > Mit FDR wurde nicht nur die Social Security eingefuehrt, sondern auch die
    > Spitzensteuersaetze von 25% auf 80% angehoben. Erst spaeter im 2.WK stiegen
    > sie sogar bis auf 94%. Die Eliten konnten sich dem nicht so leicht
    > entziehen und wollten es auch nicht. Mit dem New Deal entstanden auch jede
    > Menge gutbezahlte Jobs, die diese Sozialsysteme finanzieren konnten.

    Der eigentliche New Deal hieß WKII, so wie der deutsche Gründerboom um die Jahrhundertwende Folge des gewonnenen französische-deutschen Krieges mit seinen irrsinnigen Reparationen und dann WKI mit den seinigen war.
    Siehe Leih- und Pachtgesetz und die wahnsinnige Umsetzung dessen (damals 50 Mrd. $), nachdem Hitler hochfinanziert und die "geräuschlose Kriegsfinanzierung" angeschoben wurde.
    …aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft, mehr als 5000 Jahre…

    Geschätztes historisches BIP BC.

    > Mit Eintritt in die Globalisierung konnten sich die Eliten diesem System
    > massiv entziehen. Reaganomics senkte die Steuern radikal und finanzierte
    > dies ueber die Verdopplung der Staatsschulden, also der "Sozialisierung"
    > der bis dahin bestehenden Solidarsysteme. Weitere Liberalisierung des
    > Welthandels sorgte fuer Kapital- und Steuerflucht, sodass diese Systeme
    > immer weniger finanzierbar werden.

    Nein.
    Nur dadurch blieben die Systeme global überhaupt finanzierbar, weil Neuverschuldung geschafft werden konnte.
    Daneben müssen immer wieder große Gläubigerbeseitigungen und Umschuldungen vorgenommen werden - darum gibt es nun einmal Kriege und Völkermorde und nicht wegen irgendwelcher Götter, Überzeugungen und Anlässe.

    > Heute traegt die Mittelschicht Dank
    > Inflation (Anstieg der Einkommen schneller als die Bemessungsgrenzen) und
    > ausufernden Staatsschulden fast die volle Abgabenlast, waehrend sich
    > Grosskonzerne und Spitzenverdiener damit ruehmen, ihre Steuerlast Dank
    > zahlreicher globaler Steuersparmethoden (z.B. Briefkastenfirmen in
    > Steuerparadiesen) auf Null zu senken.

    Sie stellen die der Masse Hoffnung gebende Säule des Wirtschaftswachstums und sind darum systemisch die wichtigsten Elemente, die das System zu schützen und zu unterstützen hat, um nicht zu implodieren. Machtverbrauchende Enteignung hilft dem System nicht sondern nur Machtzession bis dicht an die Selbstaufgabe unter halten der Monopole Gewalt, Abgaben,Geld,Informationen um jeden Preis, wobei egal ist aus welcher Bevölkerungsgruppe die Abgaben gezogen werden (optimal von den weniger Wehrhaften), Hauptsache sie reichen zur Besicherung der Finanzierung.
    Habenichtse und eine im Elend versinkende Mittelschicht können ein System nur per Neuverschuldung (stellvertretend per Staat oder aus eigener völlig verrückter Bedürftigkeit, nicht zu den Verlierern dazu gezählt werden zu wollen, die systemisch betrachtet ein immer größerer Teil der Gesellschaft werden muss) stabilisieren. Alimentierte Inländer und Migranten sind die perfekten Systemstabilisatoren - Neuverschuldung schaffend und den Staat mit Krallen und Zähnen verteidigend während nebenher noch eigene Süppchen im Rahmen des Zulässigen oder im grauen oder schwarzen Bereich gekocht werden können.

    Sozialsysteme sind in Zentralmachtordnungen nie auf das Wohl einer Bevölkerung ausgerichtet sondern auf die Garantie einer weiteren Befähigung des Systems zur Aufschuldung per Neutralisierung des Unwillens und der Abwendung von der Systemsimulation der eingesperrten ohnmächtigen Masse (das ist die Kernumhüllung eines jeden Zentralmachtsystems weil sie dessen Ausbau und Verteidigung erst absichert). Eine Masse, die systemisch nicht mehr mitmacht führt zum Systemuntergang.
    Genau dafür ist die moderne Migrationspolitik mit massiver folgender innerer und äußerer Militarisierung und Aufrüstung (weitere massive Entmächtigungen) eine genauso willkommende Expansionsmöglichkeit wie die „Heim ins Reich“, „Volk ohne Raum“ und „Wiedervereinigungs“konzepte vergangener Zeiten.
    Römische Expansionspolitik im neuen Gewand – evolutionär gewachsen.
    Aus teilmobilen und nie stark ortsgebunden gewesenen segmentären Gemeinschaften, die bei drohendem Mangel von aquirierbarem Potential und Ressourcen von außen einfach die Siedlungen und Territorien aufgaben und weiterzogen entstanden:
    1. -> Stadt- Kleinstaaten und Königtümer
    2. -> „geeinigte“ Territorialstaaten wie Akkad/ durch Sargon; Babylon/durch Ḫammurapi und Co.
    3. -> Expansiv ihre Grenzen ausweitende Reiche wie Ägypter, Hethiter, Assyrer, Perser ff.
    4. -> Imperien, die sich global aufstellten (z.B. geostrategisch geklammert und/oder über mächtige Finanzoligarchien)
    5. -> Massiv ihre Leistungsfähigkeit und das dringend notwendige Wachstum (vulgo. Neuverschuldung) durch Verstärkung des Druck‘s nach innen simulierende Systeme, die immer massiver Menschen und Material von den Rändern reinziehen und Güter, Strukturen und Müll zu den Rändern raus stoßen müssen.
    Wenn keine Ränder mehr da sind müssen welche geschaffen werden wie durch bunte Revolutionen, "Krieg gegen den Terror" und „Demokratisierung“sprozesse wie eben in Jugoslavien, Irak, Ukraine, Libyen, Syrien ff. geschaffen werden, gerne auch in den Kernländern selbst durch Bevölkerungsspaltung da moderne Zentralmachtsysteme weder national, ethnisch, religiös noch territorial aufgestellt sind.
    Endstation vor dem Systemzusammenbruch (bis dahin funktioniert das System!):
    Der totalitäre und maximal tief aufgestellte Staat, in dem alle ihn in beliebigen politischen, religiösen und gesellschaftlichen Strömungen gegen alle und die eigenen Interessen verteidigen – versunken in ganz persönlichen und Gruppensimulationen und ohne Rücksicht auf Verluste, wohl wissend, dass der Systemzusammenbruch der ultimative Verlust wäre.

    Liebe Grüße
    Silke

    ---
    um das Unlösbare zu lösen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729
    gegen den inneren persönlichen Staat.

    Herb

    Südsteiermark,
    30.06.2018, 16:43

    @ Otto Lidenbrock
     

    Erkennt ihr eigentlich die Tragweite dieses Problems?

    Hallo Otto,
    das wird bestimmt lustig für die hire and fire Generation, die jetzt schon ums überleben kämpft in prekären Jobs.

    Mich schaudert..
    Beste Grüße, Herb

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    30.06.2018, 17:10

    @ Herb
     

    Nicht nur die Generation hire and fire kommt hier auf ihre Kosten

    Dieser Spass ist was für (fast) alle.

    Fur Liebhaber von Doom Pr0n ist das Stoff vom feinsten, nur noch übertroffen von der Energie- und Ressourcenerschöpfung. [[top]]

    Grüße

    ---
    [image]

    Herb

    Südsteiermark,
    30.06.2018, 18:46

    @ FOX-NEWS
     

    Es wird nur noch die Illusion aufrecht gehalten,

    Hallo FOX-NEWS,
    als würde der Generationenvertrag eingehalten.

    Die Wahrheit ist eine andere, den jetzt gehen die Babyboomer mit ihren immensen Ansprüchen, in den -ihrer Meinung nach- verdienten Ruhestand.
    Bezahlt von der jungen Generation, die sich oft kaum selbst ernähren kann.

    Beste Grüße, Herb

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    01.07.2018, 03:12

    @ Herb
     

    Also die Babyboomer haben den Generationenvertrag eingehalten

    Dabei kamen gute Renten für die Bezieher rüber, ermöglicht von den ihrerseits gewählten Politikern. Jetzt muss neu verhandelt werden. Biedenkopf hat das schon in den 80ern mit dem Vorschlag einer Steuerfinanzierten Grundrente + Eigenvorsorge angehen wollen. Was ist man dem übers Maul gefahren!

    ---
    [image]

    valuereiter

    01.07.2018, 10:25

    @ FOX-NEWS
     

    Re: Also die Babyboomer haben den Generationenvertrag eingehalten

    > Dabei kamen gute Renten für die Bezieher rüber, ...

    wobei es auch keine Kunst war, aus den Beiträgen von 4 oder 5 - in den 80er/90er/2000er Jahren "normalverdienenden"- Babyboomern EINEM WK2-überlebendem Rentner einen gesegneten Lebensabend zu finanzieren

    Problem:
    woher nimmt man in den 2030er und ´40er Jahren (wenn die Babyboomer verrentet sind) die 10 oder 15 Beitragszahler, um deren VIER bzw. FÜNF Renten zu finanzieren????????????????????


    > Jetzt muss neu verhandelt werden.
    Mit wem?
    Mit den Chinesen, die bis dahin evtl. 100+ Millionen Mittelklassejobs geschaffen haben???


    > Biedenkopf hat das schon in den 80ern mit dem Vorschlag einer
    > Steuerfinanzierten Grundrente + Eigenvorsorge angehen wollen.
    und was würde das für einen Unterschied machen?

    ob die Rente aus RV-Beiträgen oder aus Steuern finanziert wird:
    in beiden Fällen müssen die aktuell Aktiven (Beitrags-/Steuerzahler) diese Last stemmen!!!

    und bei "Eigenvorsorge" - also LV/Ersparnissen, bevorzugt Bundesschatzbriefen/usw.:
    Auszahlungen hieraus müssen wiederum durch Neuanlagen der aktuell "Vorsorgenden" finanziert werden
    (oder der Staat bräuchte solch fette haushaltsüberschüsse, dass er seine Schulden ZURUECK zahlen und nicht bloss rollieren kann [[zwinker]] )
    --> auch hier muss die Relation zwischen Einzahlenden und von den Ersparnissen Zehrenden stimmen!!!!!

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    01.07.2018, 11:22

    @ valuereiter
     

    Gesetzliche Rente vs. Shareholder value

    > --> auch hier muss die Relation zwischen Einzahlenden und von den
    > Ersparnissen Zehrenden stimmen!!!!!

    Genau so ist es, das altbekannte und von Politik und Wirtschaft ignorierte bzw. belächelte Mackenroth-Theorem, nach dem die Sozialausgaben einer Volkswirtschaft immer aus aktuell Erwirtschafteten bestritten werden müssen.

    Da nützt es absolut nichts, viel Geld in irgendwelchen Aktiendepots, Sparplänen oder auch zuhause unter der Matratze angespart zu haben, was die Gesellschaft nicht hervorbringt, kann auch mit noch so viel Geld nicht erworben werden. Wenn nicht genug zu Fressen erzeugt wird, können nicht alle Fresser ernährt werden. Klar, diejenigen mit der meisten Kohle werden nicht hungern müssen, aber alle anderen werden als Opfer zu beklagen sein. Klar, das eine oder andere werden vielleicht andere Gesellschaften bereitstellen und sich teuer bezahlen lassen, aber wie lange würde das gut gehen?

    Jedes funktionierende Gesellschaftssystem basiert auf einer zumindest halbwegs vernünftigen Verteilung des Hervorgebrachten, in der Regel wird diese Verteilung mit Geld bewerkstelligt. Sollte dieser Vertrag irgendwann nicht mehr eingehalten werden können, gibt´s Bürgerkrieg, Tote und ein Gesellschaftsmodell nach afrikanischen Vorbildern.

    Die gesetzliche, umlagefinanzierte Rente ist aus meiner Sicht das bislang beste Modell zur Alterssicherung. Leider wurde dieses Modell von neoliberalen "Experten" verunglimpft und anschließend von skrupellosen Politikern in homöopathischen Dosen zerstört.

    Es gilt jetzt, die gesetzliche Rente wieder aufzubauen und vor allem, die Arbeitnehmer wieder an der Produktivitätsentwicklung teilhaben zu lassen, statt nur an den Shareholder value zu denken.

    Das ist Sache der Politik, von den Shareholdern wird da nichts kommen!

    valuereiter

    01.07.2018, 11:34

    @ Otto Lidenbrock
     

    tote Fische treiben mit dem main stream ...

    > ... das altbekannte und von Politik und Wirtschaft ignorierte
    > bzw. belächelte Mackenroth-Theorem, nach dem die Sozialausgaben einer
    > Volkswirtschaft immer aus aktuell Erwirtschafteten bestritten werden
    > müssen.
    >
    > Da nützt es absolut nichts, viel Geld in irgendwelchen Aktiendepots,
    > Sparplänen oder auch zuhause unter der Matratze angespart zu haben,

    ich würde es anders formulieren:

    das, was alle gemacht haben, nützt nix wenn alle ihre "Auszahlungen" haben wollen

    wenn 95 % auf Rentenkasse und LV (sprich: die hierin gebunkerten Staatsanleihen) vertrauen, können die restlichen 5 % aber sehr gut von ihren "alternativen" Investments = z.B. Aktiendepots oder EM-Vorräten zehren ;)

    insbesondere wenn die nächste Generation das Renten+LV-Debakel sieht und sich um die gerade erfolgreichen Investmentchancen prügelt!

    SevenSamurai

    01.07.2018, 12:22

    @ Otto Lidenbrock
     

    Danke!

    > Die gesetzliche, umlagefinanzierte Rente ist aus meiner Sicht das bislang
    > beste Modell zur Alterssicherung. Leider wurde dieses Modell von
    > neoliberalen "Experten" verunglimpft und anschließend von skrupellosen
    > Politikern in homöopathischen Dosen zerstört.
    >
    > Es gilt jetzt, die gesetzliche Rente wieder aufzubauen und vor allem, die
    > Arbeitnehmer wieder an der Produktivitätsentwicklung teilhaben zu lassen,
    > statt nur an den Shareholder value zu denken.

    Danke für die klaren Worte. Ich sehe das auch so.

    Leider breitet sich der Neoliberalismus immer weiter aus, unterstützt von CDU, SPD, FDP und Grünen. Auch bei der AfD sitzen zu viele Neoliberale.

    Wie soll man aus der Nummer noch herauskommen?

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    01.07.2018, 13:05

    @ SevenSamurai
     

    AfD in Sachen Altersrente neoliberal

    > Leider breitet sich der Neoliberalismus immer weiter aus, unterstützt von
    > CDU, SPD, FDP und Grünen. Auch bei der AfD sitzen zu viele Neoliberale.
    >
    > Wie soll man aus der Nummer noch herauskommen?

    Leider ist dies der große Haken bei der AfD, die dicke fette Kröten, die ich schlucken müsste, wenn ich die AfD unterstützen wollte. Herr Meuthen hat seine Vorstellungen von der zukünftigen Altersvorsorge der Deutschen ja schon deutlich gemacht: 100% Privatvorsorge! Dies ist ein Punkt, in dem ich zur AfD so stehe, wie zu Grünen und Linken hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik. Sollte die AfD dieses Konzept weiter ausbauen, werde ich sie - schweren Herzens, weil ich mich bei ihr in vielen anderen Punkten zuhause fühle - bei Wahlen nicht mehr berücksichtigen.

    Tempranillo

    01.07.2018, 13:55

    @ Otto Lidenbrock
     

    Bei der AfD riecht's nach Goldman Sachs

    > Leider ist dies der große Haken bei der AfD, die dicke fette Kröten, die
    > ich schlucken müsste, wenn ich die AfD unterstützen wollte.

    Geht mir ganz genauso. Bei der AfD riecht's an einigen Stellen unangenehm nach Goldman Sachs.

    > Herr Meuthen
    > hat seine Vorstellungen von der zukünftigen Altersvorsorge der Deutschen
    > ja schon deutlich gemacht: 100% Privatvorsorge!

    Das wird dann so aussehen, daß man jahrzehntelang anspart, und wenn dann der Rentenfall eintritt, stellt sich heraus, Kapital und Erträge haben sich Allianz, Hamburg Mannheimer, Iduna, Goldman Sachs, Warburg und Rothschild gekrallt.

    Gleichzeitig wird der Anleger rechtlich derart schlecht gestellt, daß er nur mit enormen Umständlichkeiten klagen kann, selbst in dem Fall nur auf einen kleinen Teil des Gesamtschadens, und ihn anschließend die Hurenjustiz der BRD entweder auflaufen läßt oder sogar wie das IMT die Beweisaufnahme schlichtweg fälscht.

    Ich halte es ohnehin eher mit Dr. Helmut Roewer, ehemaliger Präsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz. *Wenn das Volk nicht mehr zur Wahl geht, ist dieses System am Ende.*

    Wenn niemand mehr zu McDonalds und Starbucks geht, keinen Hollywood-Schund mehr anschaut, um Pop, Rock und Rap einen großen Bogen macht, keine Ami-Literatur mehr liest, keine US-Medien an sich heranläßt und im Hinterkopf hat, daß Mises, Hayek, Schumpeter, Friedman, Popper, Heinsohn, Stieglitz, Minsky, Bernanke sowie fast alle Veröffentlichungen von US-Wissenschaftlern trotz teilweise hervorragend intelligenter Detaileinsichten in mindestens einem Punkt derart verlogen sind, daß man sich als Europäer damit besser den verlängerten Rücken sauber macht, können die Besatzer über kurz oder lang einpacken.

    Tempranillo

    Link zu Roewer: https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Ex-Verfassungsschuetzer-Roewer-Dann-gibt-es-einen-Umsturz,roewer102.html

    SevenSamurai

    01.07.2018, 14:32

    @ Otto Lidenbrock
     

    100% Privatvorsorge: Damit ist die AfD für mich unwählbar.

    > ja schon deutlich gemacht: 100% Privatvorsorge! Dies ist ein Punkt, in dem
    > ich zur AfD so stehe, wie zu Grünen und Linken hinsichtlich der
    > Flüchtlingsproblematik. Sollte die AfD dieses Konzept weiter ausbauen,
    > werde ich sie - schweren Herzens, weil ich mich bei ihr in vielen anderen
    > Punkten zuhause fühle - bei Wahlen nicht mehr berücksichtigen.

    100% Privatvorsorge: Damit ist die AfD für mich unwählbar.

    Danke für den Hinweis auf diese irrsinnigen Pläne der AfD.

    Bei dieser Art von Vorsorge profitieren nur sehr reiche Personen. Der Rest wird von den Versicherungen betrogen werden.

    So wie man früher sagen durfte, die Kapitallebensversicherung sei legaler Betrug.

    Und was soll eine Mutter machen, die sich für die Erziehung von Kindern entscheidete, zuhause bleibt und damit die Situation am Arbeitsmarkt entschärft?

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

    Tempranillo

    01.07.2018, 15:19

    @ SevenSamurai
     

    Kuhhandel zwischen Hochfinanz, Großkapital und AfD?

    > 100% Privatvorsorge: Damit ist die AfD für mich unwählbar.
    >
    > Danke für den Hinweis auf diese irrsinnigen Pläne der AfD.
    >
    > Bei dieser Art von Vorsorge profitieren nur sehr reiche Personen. Der Rest
    > wird von den Versicherungen betrogen werden.

    Obwohl mir immer sehr unwohl ist, Spekulationen anzustellen oder zusammenspekuliertes Zeug zu lesen, das teilweise sehr intelligent geschrieben, dessen inhaltlicher Nutzen aber dennoch gegen Null geht, erlaube ich mir ebenfalls, mal ins Blaue hinein drauflos zu vermuten:

    Vielleicht gibt es zwischen Hochfinanz, Großkapital - den wahren Herrschern der westlichen Demokratien - und der AfD einen Kuhhandel, im Zeichen des Amerikanismus sagt man inzwischen Deal?

    *Ihr dürft ein wenig nationalen Klamauk veranstalten, Hauptsache, ihr unternehmt keine ernsthaften Versuche dagegen, daß alles öffentliche und private deutsche Vermögen in unseren Taschen landet?*

    Tempranillo

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    01.07.2018, 15:24

    @ SevenSamurai
     

    Du brauchst die AfD nicht zu wählen. du bekommst deine 100% Privatvorsorge trotzdem.

    > 100% Privatvorsorge: Damit ist die AfD für mich unwählbar.

    Pippi Langstrumpf ist mit dir einer Meinung. Mach du dir deine Welt ruhig weiter, wie sie dir gefällt. [[trost]]
    >
    > Danke für den Hinweis auf diese irrsinnigen Pläne der AfD.

    Die AfD ist nicht die Partei, die das durchsetzt, sondern die (einzige?) Partei, die es dir sagt.

    > Bei dieser Art von Vorsorge profitieren nur sehr reiche Personen. Der Rest
    > wird von den Versicherungen betrogen werden.

    Als noch die gesamte Altersvorsorge privat war, hat es diese sehr reichen Personen, jedenfalls in heutigem Ausmaß, nicht gegeben. Aber tröste dich, das begreifen die wenigsten, den Zusammenhang zwischen übermäßigem Reichtum und Altersvorsorge.

    > So wie man früher sagen durfte, die Kapitallebensversicherung sei legaler
    > Betrug.

    Der Betrug besteht, wenn überhaupt, nur darin, den Leuten glauben zu machen, eine Altersvorsorge sei überhaupt möglich. In Wirklichkeit gibt es nur eine einzige Altersvorsorge, nämlich sozialverträgliches Frühableben.
    Die Natur hat es nicht vorgesehen, dass Lebewesen, die nicht mehr in der Lage sind, sich die für ihr Überleben notwendigen Mittel selber zu verschaffen, noch am Leben bleiben.

    > Und was soll eine Mutter machen, die sich für die Erziehung von Kindern
    > entscheidete, zuhause bleibt und damit die Situation am Arbeitsmarkt
    > entschärft?

    Wenn(!) sie ihre Kinder erziehen würde, dann hätte sie ja einen Arbeitsplatz. Die meisten Frauen delegieren jedoch diese Aufgabe an den Staat, damit der nicht etwa Familenoberhäupter, sondern Staatssklaven, äh, Staatsbürger erziehe.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Hasso

    E-Mail

    01.07.2018, 19:07

    @ Mephistopheles
     

    @Meph... ein prächtiger 11m-Schuss gegen "gläubige Michel"! (oT)

    [ kein Text ]
    SevenSamurai

    02.07.2018, 00:38

    @ Mephistopheles
     

    Erzähl mal.

    > Als noch die gesamte Altersvorsorge privat war, hat es diese sehr reichen
    > Personen, jedenfalls in heutigem Ausmaß, nicht gegeben. Aber tröste dich,
    > das begreifen die wenigsten, den Zusammenhang zwischen übermäßigem
    > Reichtum und Altersvorsorge.

    Erzähl mal!

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    01.07.2018, 16:18

    @ SevenSamurai
     

    100% Eigenvorsorge ist nichts schlimmes.

    Hallo,

    100% Eigenvorsorge ist gut, vorausgesetzt der Staat gibt dabei keine Präferenzen vor durch Subventionen oder Benachteiligungen irgend einer Art.

    Auch schon in den 80ern konnte man wissen, daß man mit 100% Privatvorsorge besser bedient ist. Das einzige Problem als Arbeitnehmer und Arbeitgeber war, daß man trotzdem in die Rentenkasse einzuzahlen hatte.

    Wer es rechtlich konnte, und ein wenig zukünftige Realitäten absah, hat sich ohnehin auf 100% Eigenvorsorge eingestellt. Die Wahl des Mittels muß nicht zwangsläufig eine gute Wahl gewesen sein, aber m.E. ist eigenverantwortliches Handeln menschlicher als eine staatl. Rundumversorgung, auch wenn ersteres auch durchaus viele Möglichkeiten des Scheiterns beinhaltet. é vida!

    Gruß Dieter

    ---
    aus dem Rechtsstaat ist ein Linksstaat geworden

    valuereiter

    01.07.2018, 16:59

    @ Dieter
     

    Problem bei der Eigenvorsorge ...

    ... ist, dass bei reiner "Eigenvorsorge" wohl in der Praxis 70 oder 80 % im Alter verelenden (oder von ihren Kindern durchgefüttert werden müssen)!

    > Hallo,
    >
    > 100% Eigenvorsorge ist gut, vorausgesetzt der Staat gibt dabei keine
    > Präferenzen vor durch Subventionen oder Benachteiligungen irgend einer
    > Art.
    >
    > ... m.E. ist
    > eigenverantwortliches Handeln menschlicher als eine staatl.
    > Rundumversorgung, auch wenn ersteres auch durchaus viele
    > Möglichkeiten des
    > Scheiterns beinhaltet.

    Ein "System", das eine gesamtgesellschaftliche Lösung des wie-versorgen-wir-unsere-Alten-Problems leisten soll, darf NICHT "viele Möglichkeiten des Scheiterns" bieten!
    Sondern muss auch für den Durchschnittsbürger (der mangels eigenem Sachverstand von Bankberatern usw. leicht manipulierbar ist!!) funktionieren!!!


    sprich:
    individuelle Lösungen, die wir hier ("wir" hier im "Gelben" = Leute, die sich explizit mit Finanzsystem usw. beschäftigen) für uns "entdecken", können nicht "massentauglich" sein ;)

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    01.07.2018, 18:12

    @ valuereiter
     

    Kinder oder Eigenvorsorge

    Hallo,

    > ... ist, dass bei reiner "Eigenvorsorge" wohl in der Praxis 70 oder 80 % im
    > Alter verelenden (oder von ihren Kindern durchgefüttert werden müssen)!

    Wieso müssen:
    Es ist Aufgabe der Erziehung dafür zu sorgen, daß die Kinder das selbverständlich machen und nicht als Last empfinden.

    Wer keine Kinder bekommen konnte, aus welchen Gründen auch immer, der muß Alternativen für sich entwickeln.

    Was soll daran schwierig sein, auch für einen Normalo? Es ist nur eine Frage des Bewußtseins.
    Scheitern wird man, wenn man entweder seine Kinder falsch oder gar nicht erzogen hat, oder diese vor den Eltern sterben oder behindert sind/werden oder man sich bei der Eigenvorsorge verkalkuliert hat.

    Gruß Dieter

    ---
    aus dem Rechtsstaat ist ein Linksstaat geworden

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    01.07.2018, 19:41

    @ Dieter
     

    Umlagefinanzierte Altersrente - das beste System!

    Eine gesetzliche Rente mittels Umlageverfahren hat doch nichts mit staatlicher Rundumversorgung zu tun. Der Staat stellt lediglich sicher, dass die arbeitende Bevölkerung die nicht mehr arbeitende Bevölkerung versorgt, ganz einfach. Kein Cent muss dabei an schmarotzende Finanzdienstleister abgeführt werden, das Geld steht sofort für Konsum zur Verfügung.

    Aus meiner Sicht das beste System der Alterssicherung, es gibt kein Risiko des Verlustes, die Kosten sind minimal. Bei uns wurde dieses bereits funktionierende System leider zugunsten der Global Player und Finanzdienstleister mürbe gemacht. [[sauer]]

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    01.07.2018, 20:41

    @ Otto Lidenbrock
     

    Wer findet den Fehler?

    Der Staat stellt lediglich sicher,
    > dass die arbeitende Bevölkerung die nicht mehr arbeitende Bevölkerung
    > versorgt, ganz einfach.

    Wieso sollte sie?
    Wieso sollte eigentlich die arbeitende Bevölkerung in China, wo sich gerade der aktuelle Arbeitsplatz befindet, der früher in Deutschland war, die nicht mehr arbeitende Bevölkerung in Deutschland versorgen, nur weil sie gerade den ehemals deutschen Arbeitsplatz innehat?

    Natürlich hätte dieser Arbeitsplatz in Deutschland verbleiben können, dummerweise müsste er aber dann die nicht mehr arbeitende Bevölkerung mitfinanzieren. Das rechnet sich aber leider nicht. In China muss der Arbeitsplatz das nicht, darum ist er ausgewandert.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    01.07.2018, 21:40

    @ Otto Lidenbrock
     

    Altersstruktur der Gesellschaft + Digitalisierung

    Hallo Otto Lidenbrock,

    zwischen durchschnittlichem Renteneintrittsalter und durchschnittlicher Lebenserwartung liegen 20 Jahre.
    Die durchschnittliche Anzahl an Arbeitsjahren liegt bei 37 Jahren.

    Das bedeutet, daß ein Arbeiter praktisch 54% seines Gesamteinkommens für die Versorgung eines Rentners benötigt, sollte dieser auf gleichem Niveau leben können wie der Arbeiter.

    Aufgrund dessen müßte man schon mindestens bis zum 75. Lebensjahr arbeiten zwecks Versorgung der Alten. Meinst Du das als gutes System?

    Wie sieht es in ein paar Jahren aus, wenn aufgrund von Digitalisierung vielleicht 10-20% aller Arbeitsplätze wegfallen, dazu noch die steigenden Sozialleistungen auch aufgrund der Migration, sodaß nicht nur höhere Beiträge der Arbeitenden und ansonsten verdienenden für die Altersversorgung nötig werden, sondern auch noch mehr für Sozialleistungen abgezwackt wird.

    Gruß Dieter

    ---
    aus dem Rechtsstaat ist ein Linksstaat geworden

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    02.07.2018, 08:51

    @ Dieter
     

    Eine Verteilungsfrage

    Alles eine Frage der Verteilung dessen, was erwirtschaftet wird. Leider funktioniert der Kapitalismus nur so lange, wie die Schmarotzer von vornherein leistungslos die Hälfte des gebackenen Kuchens für sich beanspruchen dürfen, nur aufgrund der Tatsache (die der Staat garantiert), dass sie viel Geld und nahezu alle Produktionsmittel an sich gerissen haben.

    Wie gesagt, alles eine Frage der Verteilung des Erwirtschafteten...

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    02.07.2018, 09:03
    (editiert von NST, 02.07.2018, 09:11)

    @ SevenSamurai
     

    Das Leben ist kein Kindergeburtstag ....

    > 100% Privatvorsorge: Damit ist die AfD für mich unwählbar.

    Die Rede von Meuten ist die beste Rede, die ich von einem AfD Politiker gehört habe .....

    Hallo

    Erst mal die ganze Rede anhören .... [[zigarre]] Wieviel in das Sozialsystem und die Rente einbezahlt wird, bekommt dort erst mal einen Rahmen. Wer dann immer noch nicht schnallt, dass sich das in dieser Form niemals rechnet, dem ist nicht zu helfen. Aktuell wird der Sozialstaat benötigt um die Migration am Laufen zu halten und den Neuen ihr BGE zu finanzieren. Die Einzahler schauen in die Röhre, gemessen an ihren Einzahlungen.

    Ich lebe hier in TH mit meiner Familie, 3 Personen und niemand von uns ist bei einem Staat angestellt, bekommt Transferleistungen oder ist überhaupt abhängig beschäftigt. Niemand kümmert sich um unsere Rente .... das müssen wir alles selbst organisieren. Unsere Rente wird eine Kautschukplantage bezahlen, die aktuell mit ungefähr der Hälfte der Fläche schon 6 Jahre Einkommen generiert und die andere Hälfte wurde in 2012 neu aufgeforstet. In ungefähr 2020 wird sie dann Ertrag abwerfen zu Beginn noch nicht so viel das kommt dann mit den Jahren. Rund 25 Jahre liefern dann die Bäume .... das wird mal unsere Rente sein. Wenn die Welt keinen Kautschuk mehr braucht, müssen wir uns eben anpassen ..... so läuft das Leben. Das Grundstück ist ja immer noch vorhanden und im Notfall werden die nötigen Lebensmittel selbst erwirtschaftet.

    Das ist ein Beispiel .... es gibt hundert andere Möglichkeiten. Wer frei sein will muss auch versuchen sein Einkommen auf einem freien Markt zu generieren. Eine Versicherung für Notfälle, macht Sinn und genau in diese Richtung geht der Vorschlag von Meuten. Heute sind mindestens 80% der Bewohner von D vom Staat abhängig, das sind genau jene, die immer die Blockparteien wählen - und so entsteht ein System Merkel. Das ist betreutes Denken und eine Farm von Menschen die von ein paar wenigen geleitet werden. Der Sozialstaat ist der Spiegel, der das kollektive Bewusstsein der Mehrheit der Deutschen aufzeigt. Das Spiel der -Mannschaft- war die Metapher dieses kollektiven Bewusstseins. Jeder der es miterlebte, wendete sich mit Grauen davon ab.

    Das ist, was ist - mehr gibt es nicht. Wollt ihr einen Neustart, müsst ihr das Grauen hinter euch lassen, niemand behauptet, dass das einfach wird. Passieren wird es aber unabhängig ob ihr das aktiv gestaltet oder durch die Abläufe dazu gezwungen werdet.

    Mir ist es klar, dass Meuten sich niemals mit seinem Standpunkt durchsetzen wird und schon ab der nächsten Bundestagswahl, ist dann die AfD eine demokratische Blockpartei, bereit den Sozialstaat zu reformieren und zwar genau so wie es die letzten 30 Jahre gemacht wurde.
    Gruss

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    02.07.2018, 10:36

    @ NST
     

    Rente durch Pflanzen

    > Ich lebe hier in TH mit meiner Familie, 3 Personen und niemand von uns ist
    > bei einem Staat angestellt, bekommt Transferleistungen oder ist überhaupt
    > abhängig beschäftigt. Niemand kümmert sich um unsere Rente .... das
    > müssen wir alles selbst organisieren. Unsere Rente wird eine
    > Kautschukplantage bezahlen, die aktuell mit ungefähr der Hälfte der
    > Fläche schon 6 Jahre Einkommen generiert und die andere Hälfte wurde in
    > 2012 neu aufgeforstet. In ungefähr 2020 wird sie dann Ertrag abwerfen zu
    > Beginn noch nicht so viel das kommt dann mit den Jahren. Rund 25 Jahre
    > liefern dann die Bäume .... das wird mal unsere Rente sein. Wenn die Welt
    > keinen Kautschuk mehr braucht, müssen wir uns eben anpassen ..... so
    > läuft das Leben. Das Grundstück ist ja immer noch vorhanden und im
    > Notfall werden die nötigen Lebensmittel selbst erwirtschaftet.

    "So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen" beendete Hoimar von Ditfurth sein philosophisches Buch um die Zukunft der Menschheit.

    https://de.wikipedia.org/wiki/So_laßt_uns_denn_ein_Apfelbäumchen_pflanzen

    Ich bezweifele allerdings stark, dass man unsere Renten durch Anpflanzungen sichern kann.

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    02.07.2018, 13:04
    (editiert von NST, 02.07.2018, 13:07)

    @ Otto Lidenbrock
     

    --- Merkels wichtigestes Wort --- WIR

    > Ich bezweifele allerdings stark, dass man unsere Renten durch
    > Anpflanzungen sichern kann.

    Hallo

    Genau da ist der Hacken des Problems. Es geht nur um meine Rente und die meiner Frau und sonst um niemand. Dafür übernehmen wir (Frau/ich) die alleinige Verantwortung. Das ist der Grundsatz.

    In "Unsere Renten" - da habe ich auch ein bezahlt - zwangsweise, sogar in 2 Ländern. In der Schweiz und in D. Die Pensionskasse habe ich mir in der Schweiz auszahlen lassen. Die AHV kann man sich nicht auszahlen lassen, ebenso wenig wie die Renteansprüche in D. Wäre das möglich gewesen, hätte ich das Geld ebenfalls auszahlen lassen und hätte hier eine super Rendite von 1% pro Monat auf das Kapital. Jetzt bin ich ein Mitspieler in eurem Game und werde natürlich mit allen mir verfügbaren Mitteln das Optimum versuchen heraus zu holen.

    Der Staat ist aus meiner Sicht bestenfalls in extremen Notlagen in der Pflicht. Bei uns werden "die Pflanzen" die Rente bezahlen, bei euch müsst ihr eben eine andere Lösung finden. Nein, die Lösung von freien Menschen stellt mit Sicherheit nicht eine Regierung die gewählt werden kann, da ist der Betrug schon vorprogrammiert. Meuten sieht das richtig, wird aber daran nichts ändern können. Die Mehrheit der Biodeutschen bekommt das nicht mehr gebacken, die Baby Boomer nicht und schon gar nicht die Gender gewaschenen Jungen.
    Gruss

    Herb

    Südsteiermark,
    02.07.2018, 13:56

    @ NST
     

    Denk an das Risiko,

    Hallo NST,
    eines Totalausfalls aufgrund eines Naturereignisses, oder Schädlingen etc. Wir erleben hier in Europa unsichere Zeiten durch den Klimawandel.
    Die Liste der Probleme wird immer länger, von Stürmen über Spätfrost, Überschwemmungen, Hagel, Baumsterben aufgrund neuer Krankheiten und Ungeziefer ist so ziemlich alles dabei.
    Ohne die tiefen Taschen des Staates wären hier schon massig Bauern längst pleite.

    Ich wünsche euch in der Ferne alles Glück.

    Beste Grüße, Herb

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    02.07.2018, 16:26

    @ Herb
     

    Du verkennst völlig die Umstände, unter denen NST wirtschaftet

    Eigenes Wasser vorausgesetzt, kann der 365 Tage im Jahr landwirtschaftlich produzieren. Dem reichen 30 Hühner, ein Kartoffelacker und 5 Schweine zum Überleben. Falls das Zipperlein zuschlägt, sollte er eine Rolle Goldunzen in der Hinterhand haben. Mein Urteil: Astreines Konzept ( wenn die Politik mitspielt). [[top]]

    ---
    [image]

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    03.07.2018, 05:53
    (editiert von NST, 03.07.2018, 06:07)

    @ FOX-NEWS
     

    In Zeiten wie diesen .....

    > Eigenes Wasser vorausgesetzt, kann der 365 Tage im Jahr landwirtschaftlich
    > produzieren. Dem reichen 30 Hühner, ein Kartoffelacker und 5 Schweine zum
    > Überleben. Falls das Zipperlein zuschlägt, sollte er eine Rolle Goldunzen
    > in der Hinterhand haben. Mein Urteil: Astreines Konzept ( wenn die Politik
    > mitspielt). [[top]]

    .... leben wir nicht von der Plantage. Sie deckt lediglich den Grundbedarf auf tiefstem Level (niedere Rohstoffpreise). Allerdings ist der Eigentumstitel hier die Basis allen Handels. Damit generiert meine Frau das Einkommen - steuerfrei und quasi im Nebenerwerb. [[top]] Details dazu gebe ich keine, denn ein Ausländer kann diese Geschäft so oder so gar nicht durchführen, denn er kann kein Land besitzen.

    Als Debitisten könnt ihr euch das selbst zusammen reimen, denn Schulden sind dabei das A und O von allem, die Schulden der anderen natürlich. Im Westen sind diese Geschäfte nur den Banken oder vergleichbaren Institutionen vorbehalten und die durchschnittliche Cash Rendite sind 2% pro Monat. Also die Visionen von Joe Ackermann Ex-DB Bankerchef von 25% p.a sind real im wirklichen Leben. Keine Regierung auch nicht die Militärregierung greift in diesen Bereich der Privatwirtschaft ein, das würden sie nicht überleben, die Bevölkerung ist bewaffnet und die Soldaten kommen aus hiesigen Familien.

    Sollte die Wirtschaft auf globalem Level zusammenbrechen und z.B Kautschuk keinen Absatz mehr finden, könnten wir wie oben im Zitat leben, natürlich haben wir eigenes Wasser .... eher zu viel als zu wenig. Das wäre aber im Vergleich zu heute, ein tiefes Niveau. Das sehe ich aber derzeit nicht. Das Hauptproblem ist im Westen, verursacht durch die Schulden der Sozialstaaten und die Baby Boomer die jetzt alle in die Auszahlungsphase kommen. Hier sehe ich noch genug Potential zur Entwicklung ...
    Gruss

    PS: alleine die Schulausbildung unseres Sohnes kostest so viel wie ein Durchschnittseinkommen ... das ungefähr bei 20k Baht/mtl. liegt. Den Klimawandel gibt es auch hier, das sind aber Dinge die hier niemand vom Hocker schlägt, denn die üblichen Rhythmen von Regen und Trockenphasen stimmen mit dem Kalender nicht mehr überein und sind in den Ausschlägen extremer geworden. Also ein Gewitter mit 100 Liter/h ist hier keine Seltenheit und viele neuere Wohngegenden stehen dann unter Wasser -- die alten Hütten stehen alle auf Pfählen - die sitzen im Trockenen und das Boot schwimmt dann vor der Türe. [[freude]]

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 17:37
    (editiert von Hasso, 30.06.2018, 18:07)

    @ Otto Lidenbrock
     

    Mal konstruktiv ohne Gejammer: Versicherungsaktien bringen recht sichere 4,5% p.a.

    Was nützt das Jammern... machen wir lieber mal was Konstruktives aus der Situation[[zwinker]]
    Kluge Sparer erledigen ihr "Privat-Riester" mit Aktien der Allianz, MüRü oder Talanx... meine Favoriten.
    Alle drei Aktien hatten in den letzten zwei Wochen Kursabschläge... jetzt rentieren sie wieder mit 4,4 bis 4,7%. Ein guter Zeitpunkt.
    Die Dividenden werden ohne jede Gebühren oder Auslands-Steuerbeschiss ausgezahlt[[top]]

    Ist doch auch ganz logisch. Wenn die Versicherungsnehmer heftig bluten müssen, dann hilft das den o.g. Aktien.
    Die "Gesetzesänderungen" liefen auch regelmäßig zu Gunsten der Versicherungen... aber der Michel bleibt ja stur bei den LVs und Riester-Beschiss[[freude]]

    Ich hedge seit langer Zeit mit diesen Aktien meine teuren "Versicherungsrisiken" wie z.B. PKV. Hat bis dato immer recht gut geklappt.
    Über mehrere Jahre gerechnet gab es nicht nur 4,5% Div.-Rendite, sondern auch noch satte Kursgewinne oben drauf. Wer will da was meckern?
    Meine paar Bekannten machen das auch so und sind (sehr) zufrieden.

    Das kann auch jeder Kleinsparer (wie ich) hinkriegen.
    Es gibt genug günstige Direktbank-Sparpläne auf diese Aktien... dann kommt am Ende wenigstens was raus[[zwinker]]
    Ganz wichtig: Nicht "alles auf einmal rein"... sondern "schön nach und nach"... dann klappt es[[top]]
    Und vor allem: Sich einfach mal schlau machen...
    Beste Grüße
    Hasso

    Slavisa

    Homepage

    30.06.2018, 18:12

    @ Hasso
     

    Gute Trading-Idee

    Hallo Hasso,

    das ist eine gute Trading-Idee, vielen Dank.

    Das hatte ich so nicht auf dem Schirm.

    HG,
    Slavisa

    ---
    Börse

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 18:22

    @ Slavisa
     

    Talanx (HDI, Hannover Rück) sogar fett unter Buchwert...

    ... obwohl die Talanx meines Wissens recht konservativ bilanziert... aber da weiß unser Hannover-Insider @paranoia evtl. mehr.

    MüRü "am Buchwert"... Allianz etwas über Buchwert.
    Was kann man da groß falsch machen?

    Fürs Protokoll die aktuellen Kurse:
    Talanx 31,50 Euro
    MüRü 180,40 Euro
    Allianz 176,40 Euro.

    Frauen sagen dann: "Ich nehme die Talanx... die sind doch am günstigsten"[[freude]]

    valuereiter

    30.06.2018, 20:28

    @ Hasso
     

    bei der Allianz wäre ich mir nicht ganz so sicher ...

    > ... machen wir lieber mal was Konstruktives aus der
    > Situation[[zwinker]]
    > Kluge Sparer erledigen ihr "Privat-Riester" mit Aktien der Allianz, MüRü
    > oder Talanx... meine Favoriten.

    was Münchner Rück und Talanx betrifft bin ich voll und ganz bei Dir!
    (Swiss Re wäre noch eine Möglichkeit, etwas zu diversifizieren)

    bei der Allianz wäre mir das Lebensversicherungsgeschäft etwas zu dominant:

    hohe Zinsen sind gut --> lassen sich gut auf LV-Versicherungsnehmer und Versicherungskonzern aufteilen, ohne dass ersterer merkt, was ihm vorenthalten wird ;)

    fallende Zinsen sind noch besser --> Kursgewinne bei länger laufenden Anleihen!

    Mini-/Nullzinsphasen oder gar wieder steigende Zinsen lassen aber keine Kapitalerträge zu, an denen sich der LV-Konzern laben kann ...

    d.h. hier sehe ich deutliche Gewinn- und somit Kursrisiken!!!

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 20:50

    @ valuereiter
     

    Vorsicht bei Swiss Re... aber nur wegen der ollen CH-Gierschlunde...

    > was Münchner Rück und Talanx betrifft bin ich voll und ganz bei Dir!
    > (Swiss Re wäre noch eine Möglichkeit, etwas zu diversifizieren)

    Swiss Re bringt "auf dem Papier" 5,86% Div.-Rendite.
    Klingt sehr gut... aber die CH-Gierhälse zwacken 35% CH-Steuer ab, also für Riester-Sparer nur 3,8%.
    Das gesetzlich verankerte Dividendensteuer-Zurückholen lohnt sich für Kleinanleger nicht... wir reden ja übers "Riestern"[[zwinker]]
    Hasso

    Palstek

    30.06.2018, 22:53

    @ Hasso
     

    Dividendensteuer-Zurückholen Schweiz lohnt sich, wenn

    ... die depotführende Bank nicht zu viel Geld für die Tax-Vouchers verlangt und die jeweilige Aktienposition nicht zu klein ist.

    Die comdirect z.B. verlangt (leider) seit einigen Jahren 10 Euro + Mwst. je Position und Jahr für den benötigten Tax-Voucher. Bei entsprechender Positionsgröße (da reichen schon ein paar tausend Euro) lohnt sich das aber trotzdem. Es geht schließlich darum, fast 20 % zurückzuholen! (Schweiz 35 % - Deutschland 15 %).

    Es genügt außerdem, den Antrag auf Rückerstattung bei der eidgenössischen Steuerverwaltung nur alle 3 Jahre zu machen (z.B. in 2018 die Rückerstattung für die Jahre 2016-2018 gesammelt beantragen). Habe das im Mai zum 3. Mal gemacht.

    Die Schweizer sind zuverlässige Rückerstatter, dauert zwar mehrere Wochen, aber das einem zustehende Geld kommt.

    Palstek

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 23:04

    @ Palstek
     

    Der "Sammel-Trick" ist ganz neu für mich... abgespeichert!

    Das muss jeder Auslandsaktien-Besitzer unbedingt lesen, siehe unten!
    Ich konzentriere mich wegen dem ganzen Formular-Stress nur noch auf D und ein paar FIN-Ö-Aktien.
    FIN geht automatisch bei Consors/comdirect... Ö ist einfach.
    Die D-Aktien sind ohnehin meistens "Total-Global-Buden" und haben nur noch die Buchhaltung in D[[freude]]


    > ... die depotführende Bank nicht zu viel Geld für die Tax-Vouchers
    > verlangt und die jeweilige Aktienposition nicht zu klein ist.
    >
    > Die comdirect z.B. verlangt (leider) seit einigen Jahren 10 Euro + Mwst.
    > je Position und Jahr für den benötigten Tax-Voucher. Bei entsprechender
    > Positionsgröße (da reichen schon ein paar tausend Euro) lohnt sich das
    > aber trotzdem. Es geht schließlich darum, fast 20 % zurückzuholen!
    > (Schweiz 35 % - Deutschland 15 %).
    >
    > Es genügt außerdem, den Antrag auf Rückerstattung bei der
    > eidgenössischen Steuerverwaltung nur alle 3 Jahre zu machen (z.B. in 2018
    > die Rückerstattung für die Jahre 2016-2018 gesammelt beantragen). Habe
    > das im Mai zum 3. Mal gemacht.
    >
    > Die Schweizer sind zuverlässige Rückerstatter, dauert zwar mehrere
    > Wochen, aber das einem zustehende Geld kommt.
    >
    > Palstek

    CalBaer

    30.06.2018, 20:48

    @ Hasso
     

    Erklaert mir bitte mal, wie Versicherungen bei Negativzinsen sichere Haefen sein sollen

    ... waehrend sie noch massenweise aeltere Vertraege mit hohen Garantiezinsen aus den guten Zeiten im Keller haben und der Nachschub an neuen Idioten stockt. Das sind keine soliden Haeuser mehr, alles nur noch Kartenhaeuser zusammengehalten mit Draghis Trickiste.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Herb

    Südsteiermark,
    30.06.2018, 20:51

    @ CalBaer
     

    Man mag nicht an die nächste Finanzkrise denken, gut 10 Jahre ist die Letzte schon her (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 21:02
    (editiert von Hasso, 30.06.2018, 21:45)

    @ CalBaer
     

    Guck mal in deren Schaden/Prämie-Quote... steht im Geschäftsbericht

    > ... waehrend sie noch massenweise aeltere Vertraege mit hohen
    > Garantiezinsen aus den guten Zeiten im Keller haben und der Nachschub an
    > neuen Idioten stockt. Das sind keine soliden Haeuser mehr, alles nur noch
    > Kartenhaeuser zusammengehalten mit Draghis Trickiste.

    Ich schreibe nicht von "sicheren Häfen", sondern von "Riester-Alternativen"... wo stand der "sichere Hafen"?

    Versicherer versichern nicht nur "LV-Riester-Alters-Sparverträge", sondern allen möglichen Mist (Krankheit, Auto, Haftpflicht, Häuser, Feuer, Unfall etc.).
    An diesen Versicherungen kommt so gut wie keiner vorbei... außer Unfall.
    Selbst Kluge wie Du oder @Herb müssen diese Risiken "zwangsversichern", oder?
    Manche Kandidaten müssen sogar um Versicherungen betteln, wenn sie ein "schlechtes Risiko" sind... wird bald jeder Tesla-Fahrer mitkriegen.
    Wenn Dein Haus nicht gerade ganz oben auf dem Donnersberg/Pfalz (700m ü.NN) steht, kannst Du eine Hochwasser-Versicherung ganz vergessen[[freude]]

    Und da bleibt bei der Schaden/Prämien-Quote haufenweise Geld für die Aktionäre übrig...[[freude]]
    Wer etwas versichert hat, kann die "Negativzinsen" an den steigenden Prämien ablesen... das weiß doch jeder Bäckermeister.
    Die Prämien werden jährlich von "Aktuaren" ganz "unabhängig" festgelegt[[freude]]
    Ist mir fast etwas peinlich, darauf hinzuweisen[[sauer]]
    Schade, dass @CM nicht mehr an Bord ist...

    CalBaer

    30.06.2018, 21:22

    @ Hasso
     

    Oh ja, die koennen sich das Geld einfach holen (hatte ich voellig vergessen)

    > An diesen Versicherungen kommt so gut wie keiner vorbei... außer Unfall.
    > Selbst Kluge wie Du oder @Herb müssen diese Risiken "zwangsversichern",
    > oder?

    Ich wunderte mich jedes Jahr, wieso meine Auto-Haftpflicht stetig steigt - trotz unfallfreiem Fahren und ohne ein einziges Ticket (das zaehlt hier auch) seit 13 Jahren nach meiner Ankunft.

    Mit Marktwirtschaft hat das wenig zu tun, Versicherungen sind eben wie Banken eine Lizens zum legalen Beklauen, wenn ihr Geschaeftsmodell nicht so laeuft, wie gedacht.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 21:35
    (editiert von Hasso, 30.06.2018, 21:41)

    @ CalBaer
     

    Wie ich Dich einschätze @CalBaer, gehst Du auch selten zum Arzt....

    > Ich wunderte mich jedes Jahr, wieso meine Auto-Haftpflicht stetig steigt -
    > trotz unfallfreiem Fahren und ohne ein einziges Ticket (das zaehlt hier
    > auch) seit 13 Jahren nach meiner Ankunft.
    >
    > Mit Marktwirtschaft hat das wenig zu tun, Versicherungen sind eben wie
    > Banken eine Lizens zum legalen Beklauen...

    Beispiel: Du und ich gehen auch selten zum Arzt... vermute ich mal.
    Und wenn wir es doch mal tun... dann landen die Arzt-Kosten meistens im "Selbstbehalt"... Toi Toi Toi[[zwinker]]

    Trotzdem bezahlen wir komplett irre PKV-Beiträge... ganz freiwillig in D und USA...
    So läuft´s Versicherungs-Business[[sauer]]

    Herb

    Südsteiermark,
    30.06.2018, 21:46

    @ Hasso
     

    Das sind unabhängige Geschäftsbereiche

    Hallo Hasso,
    die Lebensabteilung muss "allein" auf biegen und brechen den Garantiezins samt Plus, für die Altverträgen aus Boomzeiten erwirtschaften.
    Damals gab es gute Zinsen, die Lebensversicherung war sehr beliebt, dementsprechend viele Verträge gibt es noch.


    Ich hab mich länger nicht mehr mit der Allianz und Versicherungen beschäftigt, aber ich vermute man verheizt derzeit das Mobiliar, in der Hoffnung auf bessere Zeiten.

    Harte Zeiten auch für den Vertrieb, die Lebensversicherung ist das Brot der Branche.


    Beste Grüße, Herb

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    Hasso

    E-Mail

    30.06.2018, 22:00
    (editiert von Hasso, 30.06.2018, 22:23)

    @ Herb
     

    Stimmt... aber die LVs werden doch gerade konsequent "runter geschrubbt"...

    Hallo Herb,
    ich kenne mich mit LVs ziemlich gut aus, weshalb ich noch mal sachlich antworte.
    Aber leider nicht auf allerhöchstem @CM-Niveau...

    Ich bekam Mitte 2015 zwei LVs von der Talanx ausgezahlt.
    Eine "Große" (Garantiezins 3,5%)... die ging ganz gut aus, aber weit entfernt von den "Versprechungen" vor 25 Jahren.
    Eine "Kleine" (Garantiezins 4,0%)... die verendete kläglich im "Total-Beschiss"... ich bekam 4% auf den Sparbetrag (abzüglich Sterbe-Risiko), sonst NIX[[sauer]]
    2018 pp.-LV-Auszahl-Kunden werden -gerichtlich legitimiert- nicht mal mehr diese 4% bekommen...[[sauer]]
    Ich habe mich aber -ganz schlau- nicht beschwert, damit die clevere Talanx nicht auf die dumme Idee kommt, meine "Große LV" nochmal genau nachzurechnen...

    Guck mal ins TV... da siehst Du das depressive Gejammern der Besitzer aktuell "fälliger LV". Ich habe damit aber nix mehr zu tun... ein Glück[[zwinker]]
    Nur zur Info.
    Beste Grüße
    Hasso

    Herb

    Südsteiermark,
    30.06.2018, 23:03

    @ Hasso
     

    Kein Umfeld für gute Geschäfte, wenn man so darüber nachdenkt (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    FOX-NEWS

    fair and balanced,
    01.07.2018, 03:33

    @ Hasso
     

    Auch für dich gilt das Mackenroth-Theorem

    Deine Anlage falliert, wenn die Versichrungskunden fallieren. Dann sind Kapital und Rendite weg ... klassisches counter party risk. [[freude]]

    ---
    [image]

    gwg

    Homepage E-Mail

    Metropole OWLs,
    01.07.2018, 03:31

    @ Otto Lidenbrock
     

    Weg mit dem Michel!

    > Dafür wurde unter Bundeskanzler
    > Schröder extra die sogenannte "Riester-Rente" erfunden, ein Sparplan mit
    > einem Bonus von Vater Staat, der sich große Sorgen um seine zukünftigen
    > Rentner macht und ihm deswegen kräftig unter die Arme greift. Schließlich
    > soll auch der alte Michel in Deutschland gut und gerne leben dürfen.

    Warum immer vom Michel sprechen, das hört sich so klein und unscheinbar an.
    Wir sollten alle Donalds sein (aber keine Enten).

    Der S. hat ja noch was anderes erfunden:

    Früher waren sie Kader,
    um Meinhof, Mahler und Baader.
    Ihr langer Marsch,
    der war nicht für'n Arsch.
    Heut' sind sie Anwalt und Trader.

    Ein junger Mann aus der <?>,
    der wurde ihr bester Genosse.
    Er liebte das Bier,
    er erfand Hartz4.
    Heut' ist er Genosse der Bosse.

    ---
    Der Streusand-Effekt reduziert nicht die Rutschgefahr!

Wandere aus, solange es noch geht.


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