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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Diogenes Lampe

    11.02.2018, 13:31
     

    Das westliche Imperium stürzt

    Das westliche Imperium stürzt

    Angesichts der immer sichtbarer werdenden Legitimationskrise des Merkelregimes möchte ich hier noch einmal einen Text von mir einstellen, den ich bereits 26. November 2015 veröffentlicht habe: „Das westliche Imperium wankt“. Damals saß Obama noch im Weißen Haus und alles sah nach Clinton als Nachfolgerin aus. Es kam bekanntlich anders. Dennoch ist die Aktualität meiner damaligen Erläuterungen ungebrochen, weshalb ich sie hier noch einmal in Erinnerung rufen möchte. Denn jetzt wankt das Imperium nicht mehr nur, es befindet ich bereits im Sturz und schon bald werden sich die Ereignisse überschlagen.

    Auch Trump kann nichts tun, als den Gesetzmäßigkeiten eines untergehenden Imperiums zu folgen. Mein Artikel erklärt einige prinzipielle Zusammenhänge über die alles entscheidende Legitimationskrise, die ein Imperium wie das Transatlantische zu Fall bringen muss und die wir jetzt auch verstärkt in BRD-Deutschland als dessen Kolonialgebilde erleben. Die unausweichliche Existenzkrise einer sich zugunsten des EU-Faschismus auflösenden BRD, die Glaubwürdigkeitskrise der westlichen Konzernmedienmacht, die nicht mehr als 4. Gewalt, sondern nur noch als „Lügenpresse“ wahrgenommen wird, die Glaubenskrise des Katholizismus, in die der Jesuitenpapst Franziskus seine Schäfchen führt und nicht zuletzt der Untergang der „Volksparteien“ der Siegermächte über Deutschland, SPD und CDU sowie der unaufhaltsame Aufstieg der AfD sind ihre nicht mehr zu verdeckenden Symptome.

    Auch wenn einige den Text bereits kennen, so hoffe ich, seine erneute Auflage kann angesichts des gerade zusammenbrechenden Merkelregimes in Deutschland denjenigen von Nutzen sein, die sich in all dem Chaos einen klaren Blick bewahren und erkennen wollen, dass auch die sogenannte EU als vatikanisch vereinigte Kalergi-Staaten von Europa nicht mehr die geringste Chance hat, weiter zu bestehen. Nicht nur die NATO ist obsolet, wie Trump sagte, sondern auch die Jesuiten-EU.


    Das westliche Imperium wankt
    Veröffentlicht am 26. November 2015 von Diogenes Lampe

    Wer verstehen will, was in Deutschland wirklich geschieht, seit es von der Schröder-SPD und Merkel-CDU in Grund und Boden regiert wird, muss sich etwas näher mit dem unaufhaltsamen Wandel des US-Imperiums beschäftigen, der sich seit Ende des letzten Jahrtausends vor unseren Augen abspielt.

    Jedes Imperium besteht (ähnlich wie Staaten) aus einem Konglomerat finanzieller, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, militärischer und vieler sozialer Systeme, die in sich hierarchisch strukturiert sind. Umfasst und zusammengehalten werden sie von einer Idee, einer Art Glaubenssystem, welches dieser Systemzusammenballung die Machtlegitimierung liefert und die Machtinhaber in seinem Sinn schützt.

    Auch Imperien verschleißen


    Beispielsweise wurde das Römische Imperium von der Ideologie „Rom“ umhüllt, die im Römischen Recht und im Kaiserkult kulminierte. Das Britische Weltreich umhüllte der Calvinismus (Kapitalismus), das Sowjetreich der Kommunismus und das US-Imperium wird vom kosmopolitischen Globalismus umfangen. Es hat Römisches Recht, Kaiserkult (Papsttum), Kapitalismus wie Kommunismus kongenial in sich vereint; eine Idee, welche der papistische Jesuitismus, d.h. der politische Arm der römisch-katholischen Kirche, bereits im 18. Jahrhundert gegen enormen Widerstand innerhalb derselben als universellen Weltkatholizismus vordachte, entwickelte und öffentlich propagierte (siehe Jesuitenstaat Paraguay, Russland- und Asienmissionen und den großen Ritualstreit, worauf ich hier aber aus Platzgründen nicht näher eingehen kann).

    Wie jede Maschine ein System ist und verschleißt, so verschleißen auch Imperien, die vom Prinzip her nicht anders funktionieren als politische Großmaschinerien. Aber wann ist der Punkt erreicht, an dem die Maschine – das System stottert und schließlich nicht mehr läuft? Sobald die verfügbaren Kraftreserven, die es sich von außen zuführen muss, sprich die Ressourcen nicht mehr ausreichen! Denn auch im Politischen System gibt es kein Perpetuum mobile.

    Im heutigen Finanzsystem des US-Imperiums ist das evident. Der Dollar, der weder durch Gold noch durch die Wirtschaftsleistung der USA gedeckt ist, braucht zu seiner Stützung den Zugriff auf die weltweiten Ölressourcen, die ihn seit 1973 als Weltleitwährung aufrechterhalten und seinen Wert bestimmen. Er wurde zum Petrodollar, kann sich aber durch seine Inflationierung inzwischen nicht mehr ausreichend mittels Investitionen absichern. Er verliert einerseits durch die Schuldenkrisen der Staaten der sogenannten 3. Welt, die ihn sich leihen und verkonsumieren, und andererseits durch die aufstrebenden BRIC-Staaten, die ihn nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren wollen. Der notwendige Rückfluss in die USA stockt. Die Nachfrage sinkt und somit auch die Seigniorage-Einnahmen (Einnahmen durch Gelddrucken). So muss die FED der US-Regierung zunehmend die Staatsanleihen abkaufen, die andere Staaten nicht mehr haben wollen.

    Machterhalt mit Söldnern

    Das hat zur Folge, dass sich auch die US-Armee finanziell einschränken und erkennen muss, dass sich das Dollar-System weltweit überdehnt hat. Es kann aber nun nicht einfach in die USA zurückbeordert werden, weil die vielen Soldaten im eigenen Land kaum zu versorgen sind und so dem Imperium im Innern gefährlich werden könnten. Um dem Zerfall seiner Armeen entgegenzuwirken, muss das US-Imperium seine Kräfte einerseits an den wichtigsten Fronten zusammenziehen (das tut es gerade in der Asien-Pazifik-Region) und andererseits die somit entstehenden Lücken in anderen Regionen mit privatisierten Söldnerunternehmen schließen, die der US-Staat nur mit Waffen versorgen muss (was zu Investitionen in den militärisch-industriellen Komplex führt, der damit für den Dollar und seine Rettung immer bedeutender wird). Diese Söldnerverbände haben nur noch die Aufgabe, als Kanonenfutter Chaos zu stiften, damit die vom Imperium nicht mehr zu haltenden Einflussbereiche wie die im Nahen Osten, Nordafrika, Südamerika ect. wenigstens weiter geschwächt werden bzw. bleiben.

    Ob diese Söldner nun Blackwater, Academy, Mudschahedin, Taliban, Al Quaida, ISIS, ISIL oder IS, Dash oder Gladio oder sonst wie heißen (alle haben mehr oder weniger deutliche Verbindungen zur CIA), ist hierbei ohne Bedeutung. Sie alle haben die gleiche Aufgabe, wobei der Zweck, das Imperium vor dem Zerfall zu retten, jedes Mittel heiligt; -gerade auch den Terrorismus, der nur von den Geheimdiensten gelenkt zu werden braucht und dabei höchst effektiv wirken kann, um ganze Regionen mit wenig – noch dazu meist ausländischem Personal – in Schach zu halten.

    Doch mit der Krise des Imperiums treten Reformnotwendigkeiten in seinem Innern zwingend zutage.

    Es hat nun einerseits die Möglichkeit, seine Überdehnung zurückzufahren, d.h. anzuerkennen, dass seine Macht immer nur die Macht über die vorhandenen Ressourcen sein kann und folglich beim Schwinden derselben ein Angleichungsprozess in allen Systembereichen notwendig ist, also ein freiwilliges Abgeben von Machtbereichen.

    Die größten Angleichungsprobleme hat damit jedoch das Glaubenssystem, also die Hülle und deren ideologischer Putz. Denn seine Krise läuft auf die Legitimationskrise des Imperiums schlechthin hinaus, weshalb es kein Imperium in der Weltgeschichte gegeben hat, dass angesichts seines drohenden Untergangs diesen Weg der Gesundschrumpfung gegangen wäre.

    Wie die Legitimation des Systems erodiert

    Stattdessen müssen dort, wo Vernunft und Realitätssinn ignoriert werden, Lug und Trug das System notdürftig zusammenhalten. Wir dieser Betrug jedoch zu offensichtlich, dürfte daraus eine das System zerstörende Glaubenskrise erwachsen und eine Revolution der Gläubigen im Innern des Imperiums entfacht werden. Dieser Gefahr eingedenk formt sich daher – von der Spitze bis zur Basis der wankenden Machtpyramide – unwillkürlich ein starker Selbsterhaltungswille all derjenigen, welche bisher vom Imperium und seinen Systemen besonders profitiert haben und die folglich am meisten verlieren können, wenn es fällt. Sie spalten sich in Reformkräfte und Beharrungskräfte auf und fallen übereinander her.

    Um sich an der Macht zu halten, müssen sie faule Kompromisse schließen und dabei subtil oder offen zu Unterdrückungsmaßnahmen durch Militär, Polizei, Geheimdienste und Zensur greifen. Am Ende wird sich auch das US-Imperium der eigenen Bevölkerung erwehren müssen, die seine Legitimation infrage stellt, da es ihr immer schlechter geht – ebenso wie den Völkern seiner Helotenstaaten, in denen deshalb der Druck auf die Statthalter dort erhöht wird, um Widerstand im Keim zu ersticken.

    Drohung, Erpressung und Bestechung werden notwendig zu politischen Größen des Systemerhalts. Die Propagandamaschine muss jetzt auf Hochdruck laufen und in jede Richtung mit dem Holzhammer wirken, führt sich damit aber über kurz oder lang selbst ad absurdum. Die Legitimationskrise lässt sich durch sie nicht mehr aufhalten, sondern spitzt sich noch zu.

    Obendrein bleiben natürlich die Feinde im Äußeren: Die BRICs mit ihren schier unerschöpflichen Ressourcen und Investitionsmöglichkeiten auf 4 Kontinenten, einer eigenen Entwicklungsbank, die sich vom Dollar-System gelöst hat und einem Militär wie das russische, das nach einer langen Phase des Tiefstapelns nun in Syrien bei der Bombardierng der Hilfstruppen des Imperiums und seiner arabischen Helotenstaaten zeigt, das es vor dessen Militärmaschinerie keinerlei Furcht mehr haben muss. Eher umgekehrt.

    Strategie der Spannung

    Aber auch die bisher willfährigen EU-Staaten streben angesichts der brennenden Ressourcenfrage immer weiter auseinander, gerade in Bezug auf Russland. Denn der vom US-Imperium erzwungene Boykott nützt nur ihm selbst, schadet seinen „Verbündeten“ dagegen enorm. Washington war jedoch nicht mal mehr in der Lage, eigene Pipelines wie Nabucco von den eigenen Ölmonarchien nach Europa durchzusetzen, damit seine Energiesicherheit zu garantieren und es so weiter in Abhängigkeit und fern von Russland zu halten.

    Mit dem Verlust Syriens und dem schwindenden Einfluss im östlichen Mittelmeerraum hat die russische Southstream, die das Imperium bisher verhindern konnte, wieder eine reale Perspektive. Northstream läuft ohnehin schon reibungslos und dessen Kapazitäten wurden nochmal erweitert. Nabucco ist mausetot.

    Die Brüssler EU darf seitens des Imperiums zu dessen eigenen Selbsterhalt nicht mehr im eigenen Interesse, geschweige, im Interesse der Völker Europas handeln und delegitimisiert sich durch Putsche wie dem in der Ukraine selbst, bei dem sie gezwungen wurde, mit Faschistenbanden zusammen zu arbeiten. Damit ist auch der „Kampf gegen Rechts“ der deutschen Nomenklatur moralisch völlig delegitimiert.

    Um den Einfluss auf sie nicht zu verlieren, muss Washington die EU von Russland und China isolieren, schwach halten und wehrlos machen. Da die USA die Ressourcen der EU unbedingt benötigen, muss letztere militärisch kontrolliert, zentralisiert und sozial chaotisiert werden. Anlass wie Legitimation hierzu bieten Terrorismus und unkontrollierte Masseneinwanderung; kurz, die Strategie der Spannung.

    Das aber löst nicht die Ressourcenfrage, weder innerhalb noch außerhalb der USA. Es hält den unausweichlichen Fall des Imperiums nur etwas auf. Die Akkumulation des Kapitals schreitet weiter systemnotwendig voran und mit ihm die der Macht, bis der Turm einstürzen muss. Die nächste Bankenkrise wird den Kreis der Mächtigsten immer weiter ausdünnen. Die schamlosen Milliardäre, früher eher im Hintergrund agierend, bestimmen panisch immer öffentlicher die Politik. Buffet, Soros, Gates usw. füllen jetzt öfter als gewohnt die Zeitungen ihrer Medienkonzerne mit ihrem geistigen Müll.

    Für die eigene Rettung interessieren sie kein Staat, keine Nation, kein Volk, schon gar nicht das Gemeinwohl oder Recht und Gesetz. Ihnen geht es ganz allein um die Vereinnahmung von Ressourcen aus den Ländern ihrer Verbündeten, wozu natürlich immer auch die finanziellen (EZB, Goldmann-Sachs), wirtschaftlichen (TTIP, Ceta), militärischen (NATO, EU-Polizei, Geheimdienste, Gladio) gehören, und nicht zuletzt das Ausrauben der Sozialsysteme und deren Umwandlung in eine Maschinerie zur Herstellung billigster Arbeitskräfte. Es geht also nicht nur um Ölressourcen und andere Bodenschätze. Aus Völkern soll Bevölkerung werden und aus dieser letztlich auch nur wieder eine Ressource.

    Statthalter Merkel und Schröder

    Für jede Rettung gibt es immer nur ein bestimmtes Zeitfenster. Für das US-Imperium schließt es sich in Europa. Wenn es aber schon keine Chance hat, die Völker der EU zwangszuvereinen, um sie gegen Russland zu wenden, so muss es jetzt seine Chance nutzen, sie nachhaltig zu schwächen. Chaos durch Migration helfen dabei. So kann man erstens versuchen, eine militärische Diktatur in Europa zu errichten (der Lissabonvertrag gibt es schon jetzt her), weil die Menschen nach Sicherheit schreien. Mit einer solchen „Diktatur der Humanität“ aus Political correctness und permanenter Terrorgefahr kann man versuchen, die Menschen zu verwirren, zu entwurzeln und gefügig zu machen.

    Zweitens verhindert das fallende Imperium den Wiederaufbau der von ihm zerstörten Staaten wie Syrien oder Libyen oder Sudan oder Äthiopien oder Ukraine, in dem es den dortigen Mittelstand und die jungen Männer mit falschen Versprechungen und lauter humanitärem Gedöns nach Europa treibt. Dort sind sie dann die enttäuschte, wütende Masse einer neuen Unterschicht der Unterschicht und in ihren zerstörten Heimatländern fehlen sie beim Aufbau. Für das Imperium eine Win-Win-Situation. Doch all das verzögert den Fall nur, es verhindert ihn nicht.

    Und nun endlich kommt Merkel ins Spiel. Dass sie, wie vorher schon Schröder, weniger deutsche Interessen vertritt als vielmehr Statthalter des US-Imperiums ist, davon gibt sie uns jetzt viele eindeutige Proben. Die deutschen Gesetze interessieren sie nicht mehr. Ihre Unfähigkeit, irgendeinen Satz zu sagen, der keine hohle Phrase ist, dämmert nun langsam auch dem dümmsten CDU-CSU-Wähler. Empfiehlt die Pastorentochter ihm doch angesichts der Einwanderungskrise ebenso wie allen Deutschen in einer öffentlichen Pressekonferenz vor allem Kirchenbesuche und beten. Und kaum einer aus den eigenen Reihen traut sich, gegen diese Frechheit aufzustehen. Noch nicht!

    Vor allem aber wird ihre unglaubliche Wendefähigkeit bei gleichzeitiger vollkommener Sturheit, die mit gesundem Menschenverstand sonst gar nicht zu begreifen wäre, es sei denn, man veranschlagt eben, dass sie lediglich Ausübende einer fremden Macht ist, nun etwas erklärlicher. Hier bricht sie das Grundgesetz, dort feiert sie es. Hier erklärt sie die Multikulti-Gesellschaft als gescheitert, dort kann sie mit einem Mal dieselbe kaum noch erwarten und lässt mittels offenen Gesetzesbruchs unkontrolliert Hunderttausende ins Land.
    Hier verlängert sie die Laufzeiten der Atomkraftwerke, dort stellt sie sich an die Spitze der Atomgegner und lässt die Meiler willkürlich abschalten. Das sind nur drei von unzähligen Beispielen. Sie scheint wirklich nur die Sprechpuppe des Imperiums zu sein und dessen Befehlen zu folgen. Obama sagt: „Yes, we can“, Merkel plappert peinlichst nach: „Wir schaffen das.“

    Hoffnungen zerplatzen, die Wut steigt

    Mit der Untergangskrise des Imperiums ist notwendigerweise auch der Untergang seiner Hilfstruppen verbunden. Seine Merkel-Regierung über Deutschland neigt sich dem blamablen Ende. Alle, die sich noch immer am Trog der Macht in der BRD durchfressen, ahnen, dass die guten Jahre für sie bald vorbei sind und langen nochmal ordentlich zu. Die etwas Schlaueren unter ihnen positionieren sich inzwischen für den unausweichlichen Machtwechsel. Andere versuchen umso aggressiver, das System mit Durchhalteparolen und dem „Kampf gegen Rechts“ zu retten, in dem sie gegen die aufsteigenden politischen Widerstandskräfte der Deutschen die letzten Partei-Reserven mobilisieren.

    Gesetzesverschärfungen gegen die Meinungsfreiheit, für Antifa und Genderwahn sind ihr klägliches Mittel. Die Hütte brennt! Landes -und Kommunalpolitiker schreien angesichts der strömenden Migrantenmassen bei den Brandstiftern um Hilfe. Richter, Staatsanwälte, Polizei und Armee sind wohl nach außen hin noch abwartend, bis der „Point of no return“ des Imperiums gekommen ist. Nicht wenige unter ihnen werden sich aber bereits im Stillen auf den kommenden Systemzusammenbruch und den ihm folgenden Politikwechsel vorbereiten. Es fehlt nur noch der zündende Funke.

    Mit dem Imperium fallen Merkel, ihre Regierung und das gesamte Parteienkartell der Bundestagseinheitspartei Deutschlands. Dessen Maschinerie kann dann nicht mehr ausreichend geschmiert werden. Die Parteibasen der „Etablierten“ schwanken aller Orten. Hoffnungen zerplatzen noch schneller. Die Wut steigt bis in die Vorzimmer der Macht. Die Kellerleichen werden ausgebuddelt. Es kann nicht mehr lange dauern, dann ist das Heute Geschichte…
     

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    11.02.2018, 15:15

    @ Diogenes Lampe
     

    zum Imperium

    Hallo Diogenes,

    danke für Deinen Text, der zum Andenken beiträgt und nach wie vor auch heutigen Analysen standhält.

    Mit dem langsamem Siechtum des Imperiums wird auch seine Sprache obsolet. Gibt es diesbezüglich Anzeichen? Was wird die kommende Weltsprache?

    Gruß Dieter

    ---
    aus dem Rechtsstaat ist ein Linksstaat geworden
    http://friedensblick.de/12867/ehemaliger-chefredakteur-ny-times-wir-sind-intellektuelle-prostituierte/

    Diogenes Lampe

    11.02.2018, 19:45

    @ Dieter
     

    Weltsprache

    > Hallo Diogenes,
    >
    > danke für Deinen Text, der zum Andenken beiträgt und nach wie vor auch
    > heutigen Analysen standhält.
    >
    > Mit dem langsamem Siechtum des Imperiums wird auch seine Sprache obsolet.
    > Gibt es diesbezüglich Anzeichen? Was wird die kommende Weltsprache?
    >
    > Gruß Dieter

    Hallo Dieter,

    die englische Sprache hat sich nicht nur durchgesetzt, weil sie die Sprache des Imperiums ist, sondern einfach strukturiert und somit einfach zu lernen. Die vorherige Weltsprache war französisch, jedoch nur als Sprache des Adels und der internationalen Diplomatie, nicht als internationale Umgangssprache. Davor entwickelten sich Spanisch und Portugiesisch zu Weltsprachen. Davor war es die lateinische Sprache als die des Glaubens und der Wissenschaft.

    Lateinisch war jedoch keine Umgangssprache. Die Nationalsprachen sind in Europa erst sehr spät entstanden. Sie entwickelten sich aus einer Melange unterschiedlicher Sprachfamilien, wie dem Slavischen, Germanischen oder Romanischen usw.. Das Deutsch z.B., das wir heute sprechen und schreiben, ist gerade mal um die 360 Jahre alt. Es ist, wenn man so will, eine Schöpfung des Professors Gottsched aus Leipzig, der sich als Protestant bei seiner Arbeit an Luthers Bibelübersetzung orientierte. Verfeinert wurde es dann durch die deutschen Klassiker wie Lessing, Goethe und Schiller.

    Es gab auch ein Jesuitendeutsch, das der Vatikan in den katholischen Ländern des Heiligen Römischen Reiches durchsetzen wollte, als er durch die Reformation nun nicht mehr umhin kam, auch die katholischen Predigten in den jeweiligen Nationalsprachen zu halten. Doch letztlich setzte sich das Luther-Deutsch von Gottsched durch, was widerum zu den kulturellen Großtaten von Kaiserin Maria Theresia gerechnet werden muss, die, obwohl Förderin der Jesuiten, letztendlich zu deren Verdruß Gottscheds Deutsch zur Reichssprache bestimmte.

    Ich schreibe das, um zu verdeutlichen, dass eine Sprache, mit welcher sich Politik, Religion, Wissenschaft, Verwaltung, Produktion und Handel innerhalb eines größeren Staatenverbundes verständigen sollen, immer eine taugliche mündliche wie schriftliche Verkehrssprache sein muss. D. h., sie muss grammatisch und phonetisch einfach strukturiert und somit leicht von allen gesellschaftlichen Ständen in sprachlich unterschiedlichen Nationen erlernbar sein. Je internationaler ein solcher Verbund wird, umso wichtiger wird die Einfachheit der Sprache.

    Die Freimaurer versuchten im Sinne ihrer Globalisierungsbestrebungen die Sprache "Esperanto" zu entwickeln. Die konnte sich aber als bloße Kunstsprache nicht durchsetzen bzw. das Englische ersetzen. Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch haben in Wissenschaft und Kunst als Nationalsprachen das Lateinische zurück gedrängt. Aber als Verkehrssprachen haben sie sich gegenüber dem Englischen als zu komplex erwiesen. Auch das Russische als kommunistische Weltsprache konnte sich nicht durchsetzen.

    Aber auf einzelnen Spezialgebieten konnten sich auch Nationalsprachen als Internationalsprachen bis heute halten; so z. B. Italienisch für Bezeichnungen in der Musik.

    Ich denke, dass das Englische Weltsprache Nr.1 bleiben wird, wie oben gezeigt aus ganz praktischen Erwägungen. Es werden sich aber nach dem Untergang des Imperiums die Nationalsprachen innerhalb der einzelnen Nationen wieder von so machen Anglizismen als Konsum-und Polit-Populismen reinigen. Denn viele Begriffe in den Völkersprachen, die ja Kultursprachen sind, können schon mit rein englischen Begriffen kaum zureichend in ihre komplexen Bedeutung übersetzt werden. Von Volks-Poesien ganz zu schweigen.

    Anglizismen sind Kunstsprache und werden als Begriffe die Nationalsprachen der sich nach dem Untergang des Imperiums wieder kulturell festigenden Nationen also in Zukunft immer weniger versimpeln können und somit deren Denken und Kultur beeinflussen. Ich denke aber dennoch, dass das Englische als internationale Verkehrssprache erhalten bleibt, einfach, weil es sich als praktischste internationale Verkehrssprache erwiesen hat.

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    11.02.2018, 21:57

    @ Diogenes Lampe
     

    Deine Argumentation kann ich nachvollziehen

    Hallo Diogenes,

    danke für die ausführliche Darreichung Deiner Ansicht.

    Gruß Dieter

    ---
    aus dem Rechtsstaat ist ein Linksstaat geworden
    http://friedensblick.de/12867/ehemaliger-chefredakteur-ny-times-wir-sind-intellektuelle-prostituierte/

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    11.02.2018, 15:30

    @ Diogenes Lampe
     

    Toller Beitrag! Bitte in die Sammlung! (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    11.02.2018, 16:06
    (editiert von aprilzi, 11.02.2018, 16:28)

    @ Diogenes Lampe
     

    Bevor es stuerzt, will es viel Schaden anrichten. Aus dem Balkan.

    Hi,

    um keinen neuen Thread aufzumachen, schreibe ich hier meine Verschwoerungen.

    Also was gibt es hier neues?

    Israel ist in die Enge getrieben worden in Syrien. Es kann nun nicht mehr nach Belieben in Syrien bomben. Diesen Umstand ist den Russen zu verdanken und schon ist ein russisches Verkehrsflugzeug verunglueckt.

    Ausserdem haben die Israelis, Griechenland in ihr Lager gezogen. Zumindest sagt das diese Seite.

    https://www.middleeastmonitor.com/20180206-foreign-policy-for-sale-greeces-dangerous-alliance-with-israel/

    Damit wird es klarer warum Makedonien auf einmal sich von Serbien und Griechenland abkehren soll.
    Das Ziel der Israelis ist auch Bulgarien auf der Seite der Juden zu bringen.

    Damit ein Zweifrontenkrieg gegen die Tuerkei organisiert wird. So ist also die Belohnung fuer Bulgarien, die Befreiung Makedoniens von dem Zugriff Griechenlands und Serbiens. An Makedonien hat sich Bulgarien oefters mal die Finger verbrannt.

    Makedoniens Premier Zaev ist aber auch nicht doof. Er wird bald bei Erdogan sein und dieser wird ihm das Spiel der Juden klarmachen.

    Bulgarien wird auf keinen Fall diesen Fehler wiederholen. Die Israelis moechten, dass Bulgarien die Grenzen zu macht. Damit waere die Tuerkei wirtschaftlich am Boden. Und der Krieg kann beginnen.

    Das wird aber nicht passieren.

    Eher wird Bulgarien aus der EU ausscheiden, als dass man sich dem aeusseren Druck beugen wird. Keine Partei ist Proisrael. Die Parteien, die Pro-Israel waren, beim Eintritt Bulgariens in der EU sind nun unter 1%.
    Die herrschende Partei Gerb kann mit der Tuerkenpartei in Bulgarien koalieren, falls die Nationalisten die Koalition mit Gerb brechen. Dann ist eine solche Verschwoerung gegen die Tuerkei noch unwahrscheinlicher.

    Die CIA hat ja mit der Entsendung der Gruenen Keller den Boden geprueft. Der Deal wird wohl sein, dass man dem West-Balkan, also Albanien, Makedonien und Serbien den Eu-Beitritt verspricht, wenn man sich an einem Tuerkei-Krieg einigt.

    Dieses Zuckerl werden die Juden anbieten, fraglich ist jedoch, ob jemand zugreift, denn der West-Balkan hat auch andere Alternativen. China, Russland, die Tuerkei und Saudi-Arabien.

    Israels ist in der Enge und wird alle moeglichen Zuege anbieten. Deutschland wird natuerlich bezahlen. Wer sonst. Eine deutsche Keller wurde ja auch hierhin geschickt.

    Gruss

    Diogenes Lampe

    11.02.2018, 21:52

    @ aprilzi
     

    Israel

    Hallo Aprilzi,

    ich habe Ihre Sicht der Dinge mit großem Interesse gelesen. Einiges sehe ich ähnlich, anders etwas anders.

    Ich hatte ja meine Triologie über Syrien und die Neuaufteilung des Nahen Ostens auf Geolitico nicht mehr beendet. Das will ich jetzt hier nicht nachholen, aber in nächster Zeit einen ausführlicheren Text zu den aktuellen Entwicklungen bringen.

    Nur ein Hinweis: Wenn Sie von Israel schreiben, dann erliegen Sie nach meinem Dafürhalten einem grundsätzlichen Irrtum, dem viele erliegen, die gerne an eine jüdische Weltverschwörung glauben. Israel ist Teil des Imperiums, also nicht wirklich souverän aus sich selbst heraus. Seine Politik ist seit seiner Gründung immer und vor allem die Politik des Vatikan und seines trantatlantischen Imperiums gewesen. So, wie es dann folgerichtig die US-Politik bis zur Wahl Trumps gewesen ist. Natürlich sehen viele (nicht alle) Juden Israel als ihren ersehnten Nationalstaat an. Aber diese Staatsgründung basierte auf so prekären Umständen, dass dieser Staat ohne die Hilfe der USA und der Jesuiten-EU keinen Tag lang existieren könnte.

    Der Judenstaat befindet sich angesichts des Untergangs des Imperiums nun an einem Scheideweg. Als Panzerkreuzer der vatikanisch -evangelikalen Kreuzritter in der arabischen Wüste hat er eher über kurz als lang ausgedient. Den Juden eine Heimstätte zu geben, war immer nur Vorwand der transatlantischen Mächte, die ihn jetzt zu benutzen versuchen, um weiter den Nahen und Mittleren Osten unter Hochspannung zu halten. Gehe ich von Russland und China aus, die in Eurasien im Zuge des Seidenstraßenprojekts eine Politik des Interessenausgleichs unter den Staaten anstreben, so werden sie zwar Israel in seine Schranken weisen, aber gleichzeitig sind sie gewillt, diesen Staat zu erhalten und zu schützen. Nur eben unter anderen Voraussetzungen als jene permanent kriegerischen, die der Vatikan mit seinem jesuitischen Zionismus vorgegeben hat.

    Israels Balkanpolitik ist also auch immer nur eine des Vatikan. Und Bulgarien als traditionell griechisch/russisch-orthodoxes Land ist nach dem Untergang des Ostblocks zunächst an Rom gegangen. Nachdem aber Rom die Energiepipelines der Russen, die durch Bulgarien nach Österreich geführt werden sollten, blockiert hatte und somit Sofia einer enorm wichtigen Einnahmequelle beraubte, hat sich dort ein Stimmungsumschwung zugunsten Russlands ereignet, wie Sie ihn angedeutet haben. Umso eiliger hatte es die Vatikan-EU, Bulgarien in die Brüssler EU aufzunehmen, um den Übergang des Landes in die russische Einflußzone zu verhindern.

    Inzwischen aber droht der Grexit! Griechenland wird die EU schon bald verlassen und ins russisch-chinesische Lager wechseln. Zu einem großen Teil ist dieser Wechsel bereits vollzogen. Wenn nun der Vatikan mit Netanjahus Regierung, die inzwischen auch wankt, wieder den alten Streit über Makedoniens Namen gegen die Griechen ins Feld führt, dann, um Griechenland wie Bulgarien als abtrünnige EU-Staaten den geopolitischen Übergang ins eurasische Lager von Putin und Xi zu erschweren. Serbien ist ohnehin längst dort und will natürlich seinen Kosovo wiederhaben. Aber Netanjahus Libanon -Kurden -Syrien -und Irakpolitik ist nicht mehr zwangsläufig die Politik der Mehrheit der Israelis, die längst verstanden haben, dass nur der Anschluss Israels an das Seidenstraßenprojekt den jüdischen Nationalstaat erhalten kann.

    In diesem Sinne sieht auch Trump die USA nicht mehr vordergründig als Beschützer Israels im Namen des Vatikan, sondern als Verbündeten im Sinne bilateraler Geschäftspartnerschaft. Freilich muss sich der Judenstaat noch von seinem Schöpfer, dem Vatikan und dem Bankier des Papstes, dem Bankhaus Rothschild und seiner zionistischen Ideologie emanzipieren, ehe er eine wirklich anhaltene Aussöhnung mit den arabischen Staaten geben kann. Das jedenfalls ist meine Sicht der Dinge.

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    12.02.2018, 00:21

    @ Diogenes Lampe
     

    Antwort

    >
    > Israels Balkanpolitik ist also auch immer nur eine des Vatikan.

    Der Vatikan und der CIA haben Bulgarien oefters missbraucht. So hatte man den Papst-Attentat von 1981 Bulgarien in die Schuhe schieben wollen. J.P der Zweite hat diese Theorie nie geglaubt und hatte Bulgarien im Jahre 2002 besucht.

    J.P.der Zweite hatte, glaube ich die zwei Brueder Kyril und Methodi heilig gesprochen. Dadurch hat Bulgarien jedes Jahr ein Anrecht auf eine Audienz beim Papst.[[freude]]

    Bulgariens Eintritt in die EU hatte was mit dem letzten Zar zu tun. Dieser heisst Simeon Sachs-Coburg-Gotha und hatte mit den Juden den Beitritt organisiert. Was der Vatikan damit zu tun hat, verstehe ich nicht.


    Und
    > Bulgarien als traditionell griechisch/russisch-orthodoxes Land ist nach dem

    Bulgarien hat eine eigene orthodoxe Kirche. Die Russen wurden aus Bulgarien aus christianisiert, die erste Bibel der Russen war auf altbulgarisch geschrieben, deswegen sprechen die Russen auch ein dem Bulgarischen aehnliche Sprache. Die bulgarische orthodoxe Kirche und die griechisch-orthodoxe Kirche sind sich spinne-feind.

    > Untergang des Ostblocks zunächst an Rom gegangen. Nachdem aber Rom die
    > Energiepipelines der Russen, die durch Bulgarien nach Österreich geführt
    > werden sollten, blockiert hatte und somit Sofia einer enorm wichtigen
    > Einnahmequelle beraubte, hat sich dort ein Stimmungsumschwung zugunsten
    > Russlands ereignet, wie Sie ihn angedeutet haben. Umso eiliger hatte es die
    > Vatikan-EU, Bulgarien in die Brüssler EU aufzunehmen, um den Übergang des
    > Landes in die russische Einflußzone zu verhindern.

    Das ist falsch! Die Russen beliefern auch jetzt Bulgarien mit Gas ueber die Ukraine. Auch Griechenland und die Tuerkei werden zur Zeit ueber das bulgarischen Gasleitungsnetz bedient.

    >
    > Inzwischen aber droht der Grexit! Griechenland wird die EU schon bald
    > verlassen und ins russisch-chinesische Lager wechseln. Zu einem großen
    > Teil ist dieser Wechsel bereits vollzogen. Wenn nun der Vatikan mit
    > Netanjahus Regierung, die inzwischen auch wankt, wieder den alten Streit
    > über Makedoniens Namen gegen die Griechen ins Feld führt,

    Die Griechen haben die Tuerken am Hals, der natuerliche Verbuendete der Griechen ist Israel. Zypern beklagt sich, dass die Tuerken deren Gasexplorationen behindern. Israel hat mit dem Namen Makedoniens nichts zu tun. Israel moechte Bulgarien erpressen, dass es am Krieg gegen die Tuerkei teilnimmt.


    dann, um
    > Griechenland wie Bulgarien als abtrünnige EU-Staaten den geopolitischen
    > Übergang ins eurasische Lager von Putin und Xi zu erschweren. Serbien ist
    > ohnehin längst dort und will natürlich seinen Kosovo wiederhaben.

    Auch das ist falsch. Bulgarien will in der EU bleiben. Denn die ganze Wirtschaft ist zu einem sehr hohen Prozent mit der EU verbunden. Es gibt keine wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland, ausser der Energieverorgung Bulgariens.

    Griechenland hat nichts mit Russland zu tun. Griechenland war und wird ein Protektoriat der Briten sein und bleiben.


    Aber
    > Netanjahus Libanon -Kurden -Syrien -und Irakpolitik ist nicht mehr
    > zwangsläufig die Politik der Mehrheit der Israelis, die längst verstanden
    > haben, dass nur der Anschluss Israels an das Seidenstraßenprojekt den
    > jüdischen Nationalstaat erhalten kann.

    das glaube ich nicht. Solange die EU existiert, wird Israel die EU melken.


    >
    > In diesem Sinne sieht auch Trump die USA nicht mehr vordergründig als
    > Beschützer Israels im Namen des Vatikan, sondern als Verbündeten im Sinne
    > bilateraler Geschäftspartnerschaft. Freilich muss sich der Judenstaat noch
    > von seinem Schöpfer, dem Vatikan und dem Bankier des Papstes, dem Bankhaus
    > Rothschild und seiner zionistischen Ideologie emanzipieren, ehe er eine
    > wirklich anhaltene Aussöhnung mit den arabischen Staaten geben kann. Das
    > jedenfalls ist meine Sicht der Dinge.


    Gruss

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 00:07

    @ aprilzi
     

    Bulgarien

    Hallo
    >
    > Bulgariens Eintritt in die EU hatte was mit dem letzten Zar zu tun. Dieser
    > heisst Simeon Sachs-Coburg-Gotha und hatte mit den Juden den Beitritt
    > organisiert. Was der Vatikan damit zu tun hat, verstehe ich nicht.


    Ich habe in meinem Text "Morgenröte in Athen" vom April 2016 genau darüber etwas geschrieben. Der ganze Text ist noch auf Archiv org abrufbar:

    https://web.archive.org/web/20160607170549/http://www.geolitico.de:80/2016/04/02/goldene-morgenroete-in-athen

    Ich darf mich mal selbst zitieren:

    Apropos Bulgarien

    Bulgarien wurde ab 1996 von einem europäischen Hochadligen übernommen. Es handelte sich um einen nahen katholischen Verwandten der englischen Queen – Familie aus dem Haus Sachsen-Coburg und der Familie der traditionellen französischen Verräterkönige aus dem Haus Orleans, die sich stets als willfährige Werkzeuge der papistischen Jesuiten erwiesen haben. Auch das blaue Blut des Königs Viktor Emanuel III. von Italien, der einst den Faschismus, also das jesuitische Faktotum Mussolini zur Macht brachte, fließt in seinen Adern.

    Simeon II., genannt Sakskoburggotski, der von 1943 – 46 der letzte Zar der Bulgaren war, lebte bis dahin im spanischen Exil. Unter seiner Führung als Ministerpräsident (2001-2005) trat Bulgarien im Zuge des Irakkrieges des Neocon-Bush-Clans 2004 der NATO bei. Nachdem seine Partei im Korruptionssumpf versank, wurde er Juniorpartner der bulgarischen Moslems und Kommunisten. Der Zweck heiligt halt die Mittel. Es reichte noch, um Bulgarien 2007 der EU anzuschließen, aber das Land wurde nicht in das Schengen-Abkommen integriert. 2009 verschwand der Exzar und Ministerpräsident wieder in der politischen Versenkung.

    Das Land ist heute zwischen den pro-westlichen Anhängern und den pro-russischen mehr als zuvor gespalten. Die Regierung hat keine Autorität mehr. Einzig die orthodoxe Kirche wird noch vom Volk allgemein respektiert, weshalb sich Bulgarien kaum in der EU halten wird. Der Frage des Anschlusses an die russische Seite wird daher viel Bedeutung beigemessen, nicht zuletzt auch wegen der inneren Zerstrittenheit und Abhängigkeit der politischen Klasse von den USA , welche die South-Stream-Trasse Putins über den Balkan scheitern ließ.



    > Und
    > > Bulgarien als traditionell griechisch/russisch-orthodoxes Land ist nach
    > dem
    >
    > Bulgarien hat eine eigene orthodoxe Kirche. Die Russen wurden aus
    > Bulgarien aus christianisiert, die erste Bibel der Russen war auf
    > altbulgarisch geschrieben, deswegen sprechen die Russen auch ein dem
    > Bulgarischen aehnliche Sprache. Die bulgarische orthodoxe Kirche und die
    > griechisch-orthodoxe Kirche sind sich spinne-feind.

    Die bulgarische Kirche mag als religiöse Institution eigenständig und mit der religiösen Institution der griechisch orthodoxen Kirche spinnefeind sein, aber sie gehört theologisch zur Ostkirche, die gemeiniglich als griechisch orthodox bezeichnet wird, also nach dem Ursprung im alten Byzanz. Und als solche tritt sie in Gegensatz zur Westkirche Roms. Hier steht der Apostel Andreas als Gleicher unter Gleichen in der Versammlung der Apostel im Mittelpunkt und dort Petrus. Ich glaube aber, hier ist nicht der Platz, das noch näher auszuführen.

    >
    > Das ist falsch! Die Russen beliefern auch jetzt Bulgarien mit Gas ueber
    > die Ukraine. Auch Griechenland und die Tuerkei werden zur Zeit ueber das
    > bulgarischen Gasleitungsnetz bedient.

    Ich sprach nicht über die Gaslieferungen Russlands an Bulgarien, sondern über Southstream. Hier hätte Bulgarien den Platz der Ukraine einnehmen können.


    > Auch das ist falsch. Bulgarien will in der EU bleiben. Denn die ganze
    > Wirtschaft ist zu einem sehr hohen Prozent mit der EU verbunden. Es gibt
    > keine wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland, ausser der
    > Energieverorgung Bulgariens.

    Das ist ja auch nicht wenig, um nicht zu sagen, mit entscheidend. Ein Verbleib in der EU würde auch schlicht nicht funktionieren und meine Informationen sind diese, dass die meisten Bulgaren das längst verstanden haben und zusammen mit der Kirche längst umgeschwenkt sind.

    > Griechenland hat nichts mit Russland zu tun. Griechenland war und wird ein
    > Protektoriat der Briten sein und bleiben.

    Das ist es längst nicht mehr. Wie ich in meinem oben besagten Text schrieb, werden sich hier die Briten, besser, der britische Hochadel, ausgerechnet mit den Russen engagieren müssen.
    >
    > das glaube ich nicht. Solange die EU existiert, wird Israel die EU
    > melken.

    Ja, weil der Vatikan die EU - bzw. Deutschland melkt, um seinen Panzerkreuzer in der Wüste Arabiens nicht verschrotten zu müssen. Doch die EU wird zumindest in der gegenwärtigen Form nicht mehr lange existieren. Allianzen ändern sich nunmal im Laufe der Geschichte.

    Gruss zurück

    Zarathustra

    13.02.2018, 10:54

    @ Diogenes Lampe
     

    Einhörner aus dem Osten

    > Gehe ich von
    > Russland und China aus, die in Eurasien im Zuge des Seidenstraßenprojekts
    > eine Politik des Interessenausgleichs unter den Staaten anstreben, so
    > werden sie zwar Israel in seine Schranken weisen, aber gleichzeitig sind
    > sie gewillt, diesen Staat zu erhalten und zu schützen. Nur eben unter
    > anderen Voraussetzungen als jene permanent kriegerischen, die der Vatikan
    > mit seinem jesuitischen Zionismus vorgegeben hat.
    >

    Kein Imperium hat je einen Interessenausgleich der Staaten angestrebt. Angestrebt wird stets mehr Macht im Kampf um Kontrolle und Einfluss, und dies mit kriegerischen Mitteln. Das ist bei China und Russland nicht anders als bei anderen Imperien. Wer im Zuge des Untergangs des Westens das Heil durch die Imperien im Osten erwartet, der erwartet das Einhorn. Aus Hass auf die eigenen Herrscher werden ferne Herrscher bejubelt. Ausserdem umfasst das Abendland mittlerweile auch Japan, Südkorea und zunehmend auch China und Russland. Der westliche Lebensstil ist längst globalisiert, und wenn er fällt, fällt er global.

    Grüsse, Zara

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 14:00

    @ Zarathustra
     

    Imperien

    Hallo Zara,

    > Kein Imperium hat je einen Interessenausgleich der Staaten angestrebt.
    > Angestrebt wird stets mehr Macht im Kampf um Kontrolle und Einfluss, und
    > dies mit kriegerischen Mitteln.

    Ich denke, Sie irren sich. Natürlich waren Imperien immer auch auf Interessenausgleich angewiesen, sonst hätten sie sich weder bilden noch ausdehnen können. Der Hauptzweck von Imperien besteht in der angestrebten Macht über die Ressourcen anderer. Aber ohne einen gewissen Interessenausgleich kann das nicht funktionieren und hat es auch nie. Daher ist schon mal der erste und der wichtigste Interessenausgleich mit seinen eroberten Staaten, die es als seine Kolonien beherrschen und ausbeuten will, das Sicherheitsversprechen.

    Imperien gingen aber stets dann im inneren Zusammenhalt zu Bruch, sobald dieses Sicherheitsversprechen nicht mehr gewährleistet werden konnte.

    > Das ist bei China und Russland nicht anders
    > als bei anderen Imperien.

    China ist wie z. B. Persien (Iran) auch, kein Imperium, wohl aber eine Kontinentalmacht. Das ist nicht dasselbe. Russland hat seine imperialen Ambitionen nach dem Sturz der Romanows und Trotzkis und nach dem Tod Lenins unter Stalin aufgegeben. Das ist eine historische Tatsache. Die Doktrin der Sowjetunion war wie die vom China Maos zwar im Sinne des "Internationalismus" durchaus eine imperiale Utopie, der man mit allen propagandistischen Mitteln anhing. Mao und Stalin aber wußten, dass die Voraussetzungen, den Machtkern für ein sozialistisches bzw. kommunistisches Weltimperium zu bilden, zunächst die eigene wirtschaftliche Entwicklung als Nationalstaat ist, was mit ein Grund für ihre berüchtigten Säuberungen im eigenen Parteiapparat gewesen war, die vor allem auch Juden als jesuitische Internationalisten bei den Schauprozessen der 30er Jahre zum Opfer fielen; sogar Trotzki im mexikanischen Exil.

    Über die Wichtigkeit des ökonomischen Gleichziehens mit den Westmächten als imperiale Voraussetzung machten sie sich jedoch keine Illusionen. Doch genau diese wirtschaftliche Notwendigkeit zum eigenen Staatserhalt führte dann zur Abhängigkeit vom westlichen Kapital und somit zum Untergang des Kommunismus als Weltkommunismus. Er wurde unter den Nachfolgern Stalins und Maos zum Nationalkommunismus, weil zuerst einmal der Staat als solcher funktionieren musste, ehe er zum Machtzentrum eines Imperiums hätte werden können. Der Ostblock, der sich nach dem 2. Weltkrieg bildete, war ja auch defacto kein Imperium, sondern eine Art Schutz-Reaktion der Siegermacht Sowjetunion auf die imperiale Geopolitik der Transatlantiker im Kalten Krieg, also eine Abwehrmaßnahme, die propagandistisch natürlich mit der Utopie vom Weltkommunismus legitimiert wurde. Stalin hat z. B. eine Teilung Deutschlands nicht gewollt. Wohl aber die Westmächte. Die BRD ist vor der DDR gegründet worden.

    Deshalb zählte zu den ersten und zentral wichtigsten Aufgaben dieser kommunistischen Diktaturen die Industrialisierung des eigenen Landes um beinahe jeden Preis, um dem Transatlantischen Imperium überhaupt etwas entgegensetzen und sich somit gegenüber den beherrschten Völkern legitimieren zu können. Doch gleichzeitig wurden sie gezwungen, durch das Wettrüsten einen enormen Aufwand an Ressourcen an das eigene Militär zu binden, was letztlich eine wirtschaftliche Angleichung an das westliche Imperium unmöglich machte. Stichwort: Wettrüsten!

    Dem zumindest ideologisch natürlich marxistisch imperial ausgerichteten Kommunismus war dies mit seinem Wirtschaftssystem, der Planwirtschaft (als Kriegs -bzw. Notwirtschaft im wilhelminischen Kaiserreich zuerst eingeführt und von den Bolschewisten übernommen, deren Machtergreifung von der deutschen Regierung unter Wilhelm II. überhaupt erst ermöglicht wurde) jedoch nie gelungen. China, das damals noch weit weniger entwickelt war, hat es mit dem langen Marsch auch nicht vermocht, aufzuholen. Erst recht nicht mit seiner Kulturrevolution. Erst Deng Xiao Ping, den ich für weitaus größer halte als Mao, hatte die Krise des Kapitalismus erkannt und den pseudosozialistischen US-Neoliberalismus, der Ausdruck dieser Krise ist, ausgenutzt, um China im Eiltempo zu industrialisieren und somit zur ersten Weltwirtschaftsmacht und dazu zum ersten Gläubiger des westlichen Finanzsystems aufzusteigen.

    Heute haben sich deshalb die Voraussetzungen geändert. Russland wie China haben aus ihrer Geschichte gelernt. Weder kann Russland China beherrschen noch China Russland. Beide sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen und bilden jetzt zusammen mit den USA unter Trump, der den imperialen Fraktionen eine deutliche Abfuhr erteilt hat, die drei wichtigsten Großmächte auf dem Globus, um die sich die weniger mächtigen Staaten herum gruppieren und ordnen. Deshalb werden Allianzen und nicht Imperien in Zukunft die Weltpolitik bestimmen. Die Stellvertreterkriege in Eurasien sind Zeugnis dieses Prozesses.

    > Wer im Zuge des Untergangs des Westens das Heil
    > durch die Imperien im Osten erwartet, der erwartet das Einhorn.

    Man könnte aber auch sagen, wer Russland und China als Imperien ansieht, glaubt an das Einhorn.

    > Aus Hass
    > auf die eigenen Herrscher werden ferne Herrscher bejubelt. Ausserdem
    > umfasst das Abendland mittlerweile auch Japan, Südkorea und zunehmend auch
    > China und Russland. Der westliche Lebensstil ist längst globalisiert, und
    > wenn er fällt, fällt er global.

    Was bitte ist der "westliche Lebensstil"? Ich kenne einen Haufen westlicher Lebensstile. Verwenden Sie den Begriff hier nicht eher als globalistischen Propagandabegriff des Transatlantischen Imperiums?

    Was viele Völker inzwischen nach Russland drängt, ist eben nicht, einem fremden Herrscher eines fremden Imperiums zuzujubeln, sondern sie jubeln, wenn schon, dem Nationalstaatskonzepten des Multilateralismus Russlands und Chinas zu.

    nemo

    13.02.2018, 15:03

    @ Diogenes Lampe
     

    Gemeinsam in den Untergang

    > > Wer im Zuge des Untergangs des Westens das Heil
    > > durch die Imperien im Osten erwartet, der erwartet das Einhorn.
    >
    > Man könnte aber auch sagen, wer Russland und China als Imperien ansieht,
    > glaubt an das Einhorn.


    Man könnte auch sagen, dass es gar nicht darum geht, das Heil
    bei anderen Imperien zu suchen, sondern viel mehr um die
    politische, militärische und wirtschaftliche Unabhängigkeit
    vom alten Imperium, das seine Untertanen mit in den Abgrund
    reißen wird oder sogar einen neuen Weltkrieg auslösen kann.

    Gruß
    nemo

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 18:59

    @ nemo
     

    So ist es!

    Hallo Nemo,
    >
    > Man könnte auch sagen, dass es gar nicht darum geht, das Heil
    > bei anderen Imperien zu suchen, sondern viel mehr um die
    > politische, militärische und wirtschaftliche Unabhängigkeit
    > vom alten Imperium, das seine Untertanen mit in den Abgrund
    > reißen wird oder sogar einen neuen Weltkrieg auslösen kann.

    Auf den Punkt gebracht!

    Gruss DL

    Zarathustra

    14.02.2018, 13:24
    (editiert von Zarathustra, 14.02.2018, 13:30)

    @ Diogenes Lampe
     

    Die Wirtschaft und damit die Völker globalisieren und vermischen sich immer weiter

    > Hallo Zara,
    >

    Hallo Diogenes Lampe


    > > Kein Imperium hat je einen Interessenausgleich der Staaten angestrebt.
    > > Angestrebt wird stets mehr Macht im Kampf um Kontrolle und Einfluss,
    > und
    > > dies mit kriegerischen Mitteln.
    >
    > Ich denke, Sie irren sich. Natürlich waren Imperien immer auch auf
    > Interessenausgleich angewiesen, sonst hätten sie sich weder bilden noch
    > ausdehnen können.

    Man gibt nur soviel wie man muss.

    > Der Hauptzweck von Imperien besteht in der angestrebten
    > Macht über die Ressourcen anderer.

    „Macht ist das Produktivste überhaupt: Anderer arbeitet für Dich“ Dottore


    > Aber ohne einen gewissen
    > Interessenausgleich kann das nicht funktionieren und hat es auch nie. Daher
    > ist schon mal der erste und der wichtigste Interessenausgleich mit seinen
    > eroberten Staaten, die es als seine Kolonien beherrschen und ausbeuten
    > will, das Sicherheitsversprechen.
    >
    > Imperien gingen aber stets dann im inneren Zusammenhalt zu Bruch, sobald
    > dieses Sicherheitsversprechen nicht mehr gewährleistet werden konnte.
    >

    Das hat was.


    > > Das ist bei China und Russland nicht anders
    > > als bei anderen Imperien.
    >
    > China ist wie z. B. Persien (Iran) auch, kein Imperium, wohl aber eine
    > Kontinentalmacht. Das ist nicht dasselbe.

    Ein Imperium wird definiert als Kaiserreich oder einfach als riesiger Machtbereich. Das kann auch ein Firmenimperium sein.

    > Russland hat seine imperialen
    > Ambitionen nach dem Sturz der Romanows und Trotzkis und nach dem Tod Lenins
    > unter Stalin aufgegeben. Das ist eine historische Tatsache. Die Doktrin der
    > Sowjetunion war wie die vom China Maos zwar im Sinne des
    > "Internationalismus" durchaus eine imperiale Utopie, der man mit allen
    > propagandistischen Mitteln anhing.


    Was? Die Sowjetunion war kein Imperium, sondern eine imperiale Utopie? Die Sowjetunion war ein ganz normales Imperium mit imperialen Ansprüchen. Diese wurden erst (vorübergehend) begraben, als der ökonomische Wettstreit mit dem Westen definitiv verloren war. Unter Putin erlebten die imperialen Gelüste eine Wiedergeburt. Der Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums frass ihm bekanntlich hungrig am Leben.

    >
    > Über die Wichtigkeit des ökonomischen Gleichziehens mit den Westmächten
    > als imperiale Voraussetzung machten sie sich jedoch keine Illusionen. Doch
    > genau diese wirtschaftliche Notwendigkeit zum eigenen Staatserhalt führte
    > dann zur Abhängigkeit vom westlichen Kapital und somit zum Untergang des
    > Kommunismus als Weltkommunismus. Er wurde unter den Nachfolgern Stalins und
    > Maos zum Nationalkommunismus, weil zuerst einmal der Staat als solcher
    > funktionieren musste, ehe er zum Machtzentrum eines Imperiums hätte werden
    > können. Der Ostblock, der sich nach dem 2. Weltkrieg bildete, war ja auch
    > defacto kein Imperium, sondern eine Art Schutz-Reaktion der Siegermacht
    > Sowjetunion auf die imperiale Geopolitik der Transatlantiker im Kalten
    > Krieg, also eine Abwehrmaßnahme, die propagandistisch natürlich mit der
    > Utopie vom Weltkommunismus legitimiert wurde.

    Arme Opfer ...

    > Stalin hat z. B. eine Teilung
    > Deutschlands nicht gewollt. Wohl aber die Westmächte. Die BRD ist vor der
    > DDR gegründet worden.
    >
    > Deshalb zählte zu den ersten und zentral wichtigsten Aufgaben dieser
    > kommunistischen Diktaturen die Industrialisierung des eigenen Landes um
    > beinahe jeden Preis, um dem Transatlantischen Imperium überhaupt etwas
    > entgegensetzen und sich somit gegenüber den beherrschten Völkern
    > legitimieren zu können. Doch gleichzeitig wurden sie gezwungen, durch das
    > Wettrüsten einen enormen Aufwand an Ressourcen an das eigene Militär zu
    > binden, was letztlich eine wirtschaftliche Angleichung an das westliche
    > Imperium unmöglich machte. Stichwort: Wettrüsten!
    >

    Arme Opfer. Wurden zum Wettrüsten gezwungen, diese herzallerliebsten Vertreter der Partei.

    > Dem zumindest ideologisch natürlich marxistisch imperial ausgerichteten
    > Kommunismus war dies mit seinem Wirtschaftssystem, der Planwirtschaft (als
    > Kriegs -bzw. Notwirtschaft im wilhelminischen Kaiserreich zuerst
    > eingeführt und von den Bolschewisten übernommen, deren Machtergreifung
    > von der deutschen Regierung unter Wilhelm II. überhaupt erst ermöglicht
    > wurde) jedoch nie gelungen.

    Oh Wunder. Ein Einparteien-Feudalterrorsystem kann nicht konkurrieren mit Demokratien?

    > China, das damals noch weit weniger entwickelt
    > war, hat es mit dem langen Marsch auch nicht vermocht, aufzuholen. Erst
    > recht nicht mit seiner Kulturrevolution. Erst Deng Xiao Ping, den ich für
    > weitaus größer halte als Mao, hatte die Krise des Kapitalismus erkannt
    > und den pseudosozialistischen US-Neoliberalismus, der Ausdruck dieser Krise
    > ist, ausgenutzt, um China im Eiltempo zu industrialisieren und somit zur
    > ersten Weltwirtschaftsmacht und dazu zum ersten Gläubiger des westlichen
    > Finanzsystems aufzusteigen.
    >
    > Heute haben sich deshalb die Voraussetzungen geändert. Russland wie China
    > haben aus ihrer Geschichte gelernt. Weder kann Russland China beherrschen
    > noch China Russland. Beide sind auf Gedeih und Verderb aufeinander
    > angewiesen und bilden jetzt zusammen mit den USA unter Trump, der den
    > imperialen Fraktionen eine deutliche Abfuhr erteilt hat, die drei
    > wichtigsten Großmächte auf dem Globus, um die sich die weniger mächtigen
    > Staaten herum gruppieren und ordnen. Deshalb werden Allianzen und nicht
    > Imperien in Zukunft die Weltpolitik bestimmen.

    Firmen-Imperien bestimmen die Weltpolitik, und da sieht es für Russland noch nicht sonderlich gut aus. Intellekt für Innovation wäre dort mehr als genug vorhanden, aber das politische System ist diesem nicht gerade förderlich; die Sberbank muss ihre Kryptobörse in der Schweiz eröffnen, und China ist noch nicht mal soweit, seinen Unterhunden die lächerliche Firewall zu ersparen.


    > Die Stellvertreterkriege in
    > Eurasien sind Zeugnis dieses Prozesses.
    >
    > > Wer im Zuge des Untergangs des Westens das Heil
    > > durch die Imperien im Osten erwartet, der erwartet das Einhorn.
    >
    > Man könnte aber auch sagen, wer Russland und China als Imperien ansieht,
    > glaubt an das Einhorn.
    >

    Selbstverständlich sind das Imperien.

    > > Aus Hass
    > > auf die eigenen Herrscher werden ferne Herrscher bejubelt. Ausserdem
    > > umfasst das Abendland mittlerweile auch Japan, Südkorea und zunehmend
    > auch
    > > China und Russland. Der westliche Lebensstil ist längst globalisiert,
    > und
    > > wenn er fällt, fällt er global.
    >
    > Was bitte ist der "westliche Lebensstil"? Ich kenne einen Haufen
    > westlicher Lebensstile. Verwenden Sie den Begriff hier nicht eher als
    > globalistischen Propagandabegriff des Transatlantischen Imperiums?
    >

    [image]

    Dieser Typus ist mittlerweile weltumspannend vorzufinden. Chinesen sahen einst anders aus. Die Musik hat sich auch aus dem Westen auf den Rest der Welt ausgebreitet.


    > Was viele Völker inzwischen nach Russland drängt, ist eben nicht, einem
    > fremden Herrscher eines fremden Imperiums zuzujubeln, sondern sie jubeln,
    > wenn schon, dem Nationalstaatskonzepten des Multilateralismus Russlands und
    > Chinas zu.

    Völker drängen nach Russland? In die Schweiz oder nach Kalifornien drängt es nach wie vor wesentlich mehr Volk. Das Nationalstaatskonzept hat genauso ausgedient wie einst das Stadtstaatskonzept. Firmen-Imperien sind globalisiert wie noch nie. Google, Apple, Amazon haben innert Kürze die Welt erobert. Staatsgrenzen spielen da laufend weniger eine Rolle.

    Grüsse, Zara

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 13:49

    @ Zarathustra
     

    Danke für diese Definition der "Open Society" der Internationalsozialisten

    > Das Nationalstaatskonzept hat
    > genauso ausgedient wie einst das Stadtstaatskonzept. Firmen-Imperien sind
    > globalisiert wie noch nie. Google, Apple, Amazon haben innert Kürze die
    > Welt erobert. Staatsgrenzen spielen da laufend weniger eine Rolle.

    Danke für diese Definition der "Open Society" der Internationalsozialisten

    Zarathustra

    14.02.2018, 14:08

    @ Lechbrucknersepp
     

    Sozialisten

    > > Das Nationalstaatskonzept hat
    > > genauso ausgedient wie einst das Stadtstaatskonzept. Firmen-Imperien
    > sind
    > > globalisiert wie noch nie. Google, Apple, Amazon haben innert Kürze
    > die
    > > Welt erobert. Staatsgrenzen spielen da laufend weniger eine Rolle.
    >
    > Danke für diese Definition der "Open Society" der
    > Internationalsozialisten

    Dagegen haben Deine Nationalsozialisten jedenfalls nicht viel zu bestellen, oder?

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 14:21

    @ Zarathustra
     

    Internationale Eliten- und Konzernherrschaft ohne Nationalstaatsgrenzen...

    > > > Das Nationalstaatskonzept hat
    > > > genauso ausgedient wie einst das Stadtstaatskonzept. Firmen-Imperien
    > > sind
    > > > globalisiert wie noch nie. Google, Apple, Amazon haben innert Kürze
    > > die
    > > > Welt erobert. Staatsgrenzen spielen da laufend weniger eine Rolle.
    > >
    > > Danke für diese Definition der "Open Society" der
    > > Internationalsozialisten
    >
    > Dagegen haben Deine Nationalsozialisten jedenfalls nicht viel zu
    > bestellen, oder?

    ...ist die Verwirklichung eines internationalen Sozialismus nach Soros-Manier.

    Nationale Selbstbestimmung und ein starker Mittelstand (Unternehmer statt Konzernmanager) ist das Gegenteil von Sozialismus, nämlich Marktwirtschaft und bürgerliche Freiheit innerhalb von nationalstaatlichen Grenzen.

    Was Dir und Vertretern einer Globalelite vorschwebt - die Open Society bei weltweiter Konzernwirtschaft mit einer herrschenden, globalen Managementelite - kann man also durchaus treffenderweise als Internationalsozialismus bezeichnen.

    Mittelständische Marktwirtschaft, Selbstverantwortung und Unternehmertum ist das Gegenteil von Sozialismus. Schön, dass wir das klären konnten und Du inzwischen klarere Worte verwendest, was Deine Ideologie angeht.

    Tatsachen werden zwar immer noch ins Gegenteil verdreht, aber wenigstens arbeitest Du - wenigstens in diesem Posting - nicht mehr mit Worthülsen und bekennst Farbe.

    [image]

    trosinette

    14.02.2018, 15:01

    @ Lechbrucknersepp
     

    Theorie & Praxis

    Guten Tag,

    > Nationale Selbstbestimmung und ein starker Mittelstand (Unternehmer statt
    > Konzernmanager) ist das Gegenteil von Sozialismus, nämlich Marktwirtschaft
    > und bürgerliche Freiheit innerhalb von nationalstaatlichen Grenzen.

    Erkläre mir mal bitte, wie Du gedenkst, den Zustand nationaler Selbstbestimmung und einen starken Mittelstand dauerhaft aufrecht zu halten und Konzernwirtschaft zu verhindern. Wir könnten Flyer verteilen "Deutsche! Weher euch! Kauft nicht bei Amazon!". Es liegt in meinem ureigenen Interesse, weil unsere Wohnung im ersten OG eines Berliner Mietshauses langsam zur Amazon Packetstation mutiert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 15:31
    (editiert von Lechbrucknersepp, 14.02.2018, 16:07)

    @ trosinette
     

    Ordoliberalismus heißt das Gegenmodell zum Internationalsozialismus.

    > Guten Tag,
    >
    > > Nationale Selbstbestimmung und ein starker Mittelstand (Unternehmer
    > statt
    > > Konzernmanager) ist das Gegenteil von Sozialismus, nämlich
    > Marktwirtschaft
    > > und bürgerliche Freiheit innerhalb von nationalstaatlichen Grenzen.
    >
    > Erkläre mir mal bitte, wie Du gedenkst, den Zustand nationaler
    > Selbstbestimmung und einen starken Mittelstand dauerhaft aufrecht zu halten
    > und Konzernwirtschaft zu verhindern.

    Konzernwirtschaft eindämmen, ist nicht gleich Amazon verbieten. Das Denkmodell dahinter heißt Ordoliberalismus.
    Dazu gilt es eine Politik umzusetzen, die auf einer einen Seite Konzernmacht einbremst, Monopolbildung verhindert und Oligopolbildung erschwert und auf der anderen Seite Mittelstand fördert, den Rahmen schafft, dass Konkurrenz möglich ist und neue Player entstehen können. Es gilt unternehmerfreundliche Politik umzusetzen, keine konzernfreundliche.
    Die Grünen und Sozn agieren bspw. deswegen konzernfreundlich, weil sie durchregulieren und bürokratischen Aufwand so vergrößern, dass nur noch Konzerne überleben, die über Skaleneffekte die nötigen Rechtsabteilungen halten können.
    Diese beiden Pole (Konzerne besteuern, eindämmen einerseits und Mittelstand fördern andererseits) haben sehr viele Ansatzpunkte. So gilt es Steuerschlupflöcher für Konzerne schließen und Compliance-Vorgaben an Unternehmen pragmatisch und ohne Rechtsabteilung umsetzbar zu halten. Förderprogramme - sofern sie überhaupt Sinn machen - dürfen nicht Konzernstrukturen festigen, sondern den Mittelstand.
    Wenn Du behauptest, man könne keine mittelstandsförderliche und konzernmachtbremsende Politik umsetzen, nimmst Du vorweg, wohin der Konzern-Internationalsozialismus läuft: Nationalstaatenfreie Märkte, die dem Treiben der Konzerne völlig ausgeliefert sind.
    Also um Deine Frage völlig korrekt zu beantworten: Es gilt nicht Amazon zu verbieten, wie Du dann insinuierst, sondern zu ermöglichen, dass sich mittlständische Konkurrenz bildet.
    Ordoliberalismus heißt das Gegenmodell zum Internationalsozialismus.
    Amazon darf ruhig bestehen bleiben. Es muss aber voll besteuert werden (Schlupflöcher schließen) und darf nicht von Skaleneffekten (also der eigenen Größe) in Hinblick auf staatliche Compliance-Vorgaben profitieren, wie es jetzt der Fall ist.

    Ordoliberalismus als Denkschule findet sich in der FDP, CDU, CSU und der AfD wieder. Wählbar ist für mich gegenwärtig nur die AfD.

    Realpolitik ist so komplex.

    trosinette

    14.02.2018, 16:06

    @ Lechbrucknersepp
     

    Steuerschlupflöcher für Konzerne

    > So gilt es Steuerschlupflöcher für Konzerne schließen und Compliance-
    > Vorgaben an Unternehmen pragmatisch und ohne Rechtsabteilung umsetzbar zu
    > halten.

    Ich gehe recht in der Annahme, Du stopfst Steuerschlupflöcher und erlässt Compliance-Vorgaben gemäß Deiner Doktrin nur innerhalb der deutschnationalen Grenzen und die wirtschaftlichen Auswirkungen kann ich mir selber ausmalen.

    By the way: Was hältst Du von der jüngsten Steuerreform von Onkel Trump?

    > Wenn Du behauptest, man könne keine mittelstandsförderliche und
    > konzernmachtbremsende Politik umsetzen

    Nein, behaupte ich nicht. Ich rede nicht vom bremsen und ob wir morgen oder übermorgen gegen die Wand fahren. Vielleicht fahren wir nach dem Stopfen von Steuerschlupflöchern noch schneller gegen die Wand - wer weiß? Ich rede davon, eine Entwicklung zum Stillstand zu bringen, also einen Zustand aufrecht zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 16:17

    @ trosinette
     

    Wir fahren also ausweglos an die Wand? Hast Du Dir schon so ein "The End is near!"-Pappschild gebastelt?

    > > So gilt es Steuerschlupflöcher für Konzerne schließen und Compliance-
    > > Vorgaben an Unternehmen pragmatisch und ohne Rechtsabteilung umsetzbar
    > zu
    > > halten.
    >
    > Ich gehe recht in der Annahme, Du stopfst Steuerschlupflöcher und
    > erlässt Compliance-Vorgaben gemäß Deiner Doktrin nur innerhalb der
    > deutschnationalen Grenzen und die wirtschaftlichen Auswirkungen kann ich
    > mir selber ausmalen.

    Nein, gehst Du nicht.

    > By the way: Was hältst Du von der jüngsten Steuerreform von Onkel
    > Trump?

    Trumps Steuerreform hat zu Steuermehreinnahmen geführt, da er Schlupflöcher gestopft hat, also ist sie gut.

    Hintergrund:
    Sondersendung: Trumps Jahr (Weltwoche)
    https://www.youtube.com/watch?v=aNQQw5myhoo

    Die Steuerreform in den USA im Vergleich zu Deutschland und Europa (Horst Lüning)
    https://www.youtube.com/watch?v=q3xcK-96h_0

    > > Wenn Du behauptest, man könne keine mittelstandsförderliche und
    > > konzernmachtbremsende Politik umsetzen
    >
    > Nein, behaupte ich nicht. Ich rede nicht vom bremsen und ob wir morgen
    > oder übermorgen gegen die Wand fahren. Vielleicht fahren wir nach dem
    > Stopfen von Steuerschlupflöchern noch schneller gegen die Wand - wer
    > weiß? Ich rede davon, eine Entwicklung zum Stillstand zu bringen, also
    > einen Zustand aufrecht zu halten.

    Aus Deiner Sicht fahren wir also ausweglos gegen die Wand. Naja, ich sehe das halt nicht so, daher ist mein Leben auch kein Jammertal und ich muss nicht immer öffentlich leise vor mich hinwimmern. Im Gegenteil: Ich habe gerade die Zeit meines Lebens... [[top]]

    Informierte und begründete positive Geisteshaltung - was besseres kann Dir im Leben nicht passieren! Sonst kriecht kein fröhlicher Furz mehr aus dem A*sch.

    trosinette

    14.02.2018, 17:21

    @ Lechbrucknersepp
     

    Voller Hoffnung dem Untergang entgegen.

    > > Ich gehe recht in der Annahme, Du stopfst Steuerschlupflöcher und
    > > erlässt Compliance-Vorgaben gemäß Deiner Doktrin nur innerhalb der
    > > deutschnationalen Grenzen und die wirtschaftlichen Auswirkungen kann ich
    > > mir selber ausmalen.

    > Nein, gehst Du nicht.

    Gehe ich also recht in der verstörenden Annahme, dass Dir eine zentrale Welt-Steuerbehörde vorschwebt, die Steuerlöcher über nationalstaatliche Grenzen hinweg stopft.

    > Aus Deiner Sicht fahren wir also ausweglos gegen die Wand. Naja, ich sehe das halt nicht so, daher ist mein Leben auch kein Jammertal und ich muss
    > nicht immer öffentlich leise vor mich hinwimmern. Im Gegenteil: Ich habe gerade die Zeit meines Lebens...

    Vielleicht entsteigt die Menschheit dem Schrotthaufen auch in einem ganz neuen Licht und Du, der Du in Deinem Wohlgefallen die Fahrt verlängern und bremsen wolltest bist der Buhmann, auf den zukünftige Generationen verständnislos zurückblicken.

    > Positive Geisteshaltung - probier es einfach mal!

    Du hast es mit einem Fachmann zu tun. Mein Konfirmationsspruch lautete „Fürchte dich nicht sondern sei fröhlich und getrost“ und das ist kein Zufall.

    Du solltest Deinen Geist in weltlichen Angelegenheiten trotzdem von widersprüchlichen Hirngespinsten befreien und das Wirtschaftsleben als das akzeptieren, was es ist – ein Konstrukt aus Macht, Zwang und Gewalt.

    "Die Dinge so viel als möglich sehen wie sie sind, und aus der so ergriffenen Wahrheit leben und wirken, darin liegt das Gut des Menschen und darin besteht ein sinnvolles menschliches Dasein." Josef Pieper aus „Missbrauch der Sprache - Missbrauch der Macht“

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 19:40

    @ trosinette
     

    Da ist doch viel Nettes dabei.

    > > > Ich gehe recht in der Annahme, Du stopfst Steuerschlupflöcher und
    > > > erlässt Compliance-Vorgaben gemäß Deiner Doktrin nur innerhalb der
    > > > deutschnationalen Grenzen und die wirtschaftlichen Auswirkungen kann
    > ich
    > > > mir selber ausmalen.
    >
    > > Nein, gehst Du nicht.
    >
    > Gehe ich also recht in der verstörenden Annahme, dass Dir eine zentrale
    > Welt-Steuerbehörde vorschwebt, die Steuerlöcher über nationalstaatliche
    > Grenzen hinweg stopft.

    Nein, gehst Du schon wieder nicht.
    >
    > > Aus Deiner Sicht fahren wir also ausweglos gegen die Wand. Naja, ich
    > sehe das halt nicht so, daher ist mein Leben auch kein Jammertal und ich
    > muss
    > > nicht immer öffentlich leise vor mich hinwimmern. Im Gegenteil: Ich
    > habe gerade die Zeit meines Lebens...
    >
    > Vielleicht entsteigt die Menschheit dem Schrotthaufen auch in einem ganz
    > neuen Licht und Du, der Du in Deinem Wohlgefallen die Fahrt verlängern und
    > bremsen wolltest bist der Buhmann, auf den zukünftige Generationen
    > verständnislos zurückblicken.

    Wenn Deine Prophezeiungen eingetreten sind und die Welt in Schutt und Asche steht, werden die Überlebenden diejenigen zum Buhmann erklären, die ihr Leben nicht mit Wimmern vergeudet, sondern das beste draus gemacht haben. Genau so wird es sein.

    > > Positive Geisteshaltung - probier es einfach mal!
    >
    > Du hast es mit einem Fachmann zu tun. Mein Konfirmationsspruch lautete
    > „Fürchte dich nicht sondern sei fröhlich und getrost“ und das
    > ist kein Zufall.

    Du meinst wohl: Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost; denn der HERR kann auch große Dinge tun.
    http://bibeltext.com/joel/2-21.htm

    Und weida?
    >
    > Du solltest Deinen Geist in weltlichen Angelegenheiten trotzdem von
    > widersprüchlichen Hirngespinsten befreien und das Wirtschaftsleben als das
    > akzeptieren, was es ist – ein Konstrukt aus Macht, Zwang und Gewalt.

    Diese Definition ist nicht grundfalsch. Und weida?

    > "Die Dinge so viel als möglich sehen wie sie sind, und aus der so
    > ergriffenen Wahrheit leben und wirken, darin liegt das Gut des Menschen und
    > darin besteht ein sinnvolles menschliches Dasein."
    Josef Pieper aus
    > „Missbrauch der Sprache - Missbrauch der Macht“

    Hört sich gut an.

    trosinette

    15.02.2018, 08:51

    @ Lechbrucknersepp
     

    Und weida?

    Guten Tag,

    > Und weida?

    hier geht ALLES weida und hier endet erstmal ALLES:

    > Wenn Deine Prophezeiungen eingetreten sind und die Welt in Schutt und Asche steht, werden die
    > Überlebenden diejenigen zum Buhmann erklären, die ihr Leben nicht mit Wimmern vergeudet,
    > sondern das beste draus gemacht haben.

    Wenn es darum geht, das Beste aus seinem Leben zu machen, muss ich an Hermann Göring denken, der bei seiner Verhaftung angeblich geäußert haben soll „Hauptsache zwölf Jahre anständig gelebt“.

    Ich gehe davon aus, dass das Beste eine zeitlose Universalie ist. Wenn ich also versuche, das Beste aus meinem Leben zu machen und nachfolgende Generationen mich zum Buhmann erklären, habe ich das Beste verfehlt.

    Nun ist zu fragen, wie das Beste, was ich aus meinem Leben machen kann, zu erzielen ist. Mir ist dazu bisher nichts besseres eingefallen, als jeden Tag zuallererst meine Nächsten zu fragen, was ich für sie tun kann. Das Beste tritt nämlich niemals aus mir heraus in die Welt, sondern nur und ausschließlich über meinen Nächsten. Ich denke, dieser Asbach-Uralt Gedanke würde auch in der Problematik des Wirtschaftslebens weiterhelfen. Leider bin ich dieser Herausforderung selber nicht gewachsen und viele haben, in dem von mir gemeinten Sinne, sowieso keine Nächsten mehr.

    > Du meinst wohl: Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost; denn der HERR kann
    > auch große Dinge tun.

    Nein, ich meinte es so wie es da steht: „Fürchte dich nicht sondern sei fröhlich und getrost“. In genau dieser Wortwahl stand der Spruch bei den Evangelen zur Auswahl. Natürlich in Anlehnung an die von Dir zitierte Bibelstelle. Die Bibelstelle gefällt mir aber längst nicht so gut wie die verweltlichte Version. In der verweltlichten Version bleibt der Bau der weiterführenden Eso-Brücke jedem selber überlassen. Ohne Eso-Brücke ist der "Arbeitsauftrag" der fröhlich zuversichtlichen Nächstenliebe nach meiner Meinung aber nicht wirklich zu bewerkstelligen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    nemo

    16.02.2018, 20:04

    @ trosinette
     

    Eso Brücke

    > Nun ist zu fragen, wie das Beste, was ich aus meinem Leben machen kann, zu
    > erzielen ist. Mir ist dazu bisher nichts besseres eingefallen, als jeden
    > Tag zuallererst meine Nächsten zu fragen, was ich für sie tun kann. Das
    > Beste tritt nämlich niemals aus mir heraus in die Welt, sondern nur und
    > ausschließlich über meinen Nächsten. Ich denke, dieser Asbach-Uralt
    > Gedanke würde auch in der Problematik des Wirtschaftslebens weiterhelfen.
    > Leider bin ich dieser Herausforderung selber nicht gewachsen und viele
    > haben, in dem von mir gemeinten Sinne, sowieso keine Nächsten mehr.


    Der Nächste ist immer der, der Dir als nächstes begegnet.

    Aus esoterischer Sicht gibt es keinen anderen Sinn im Leben,
    als sich selbst zu entwickeln und anderen dabei zu helfen.

    Alles andere ist Illusion. Deswegen leben wir in einem
    Illusionstheater, in dem unwirkliche Dramen unsere
    Wirklichkeit bestimmen.

    Das Bibel Zitat: „Fürchte dich nicht, sondern sei fröhlich und getrost“,
    gründet auf das Vertauen in sich selbst. Dieses Vertrauen gründet
    wiederum auf der universellen Liebe oder der Gnade Gottes.
    Diese kann nur ohne Furcht erfahren werden.

    Gruß
    nemo

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    14.02.2018, 16:31
    (editiert von Mephistopheles, 14.02.2018, 16:38)

    @ trosinette
     

    Das Stopfen von Steuerschlupflöchern bedeutet nur (was die meisten nicht begreifen)

    > Nein, behaupte ich nicht. Ich rede nicht vom bremsen und ob wir morgen
    > oder übermorgen gegen die Wand fahren. Vielleicht fahren wir nach dem
    > Stopfen von Steuerschlupflöchern noch schneller gegen die Wand

    Die Konzerne haben deswegen aber nicht mehr Geld, wenn der Staat mal wieder ein Steuerschlupfloch stopft. Sie müssen sich das Geld, das ihnen der Staat zusätzlich nimmt, dann eben von den Arbeitnehmern holen - in Form von niedrigeren Nettolöhnen.

    Bereits heute erhalten die Arbeitnehmer in Deutschland - in anderen Ländern sieht es nicht oder nur kaum besser aus - nur etwa ein Drittel dessen, was die Konzerne eigentlich zahlen könnten, bar ausbezahlt. Der Rest geht in die bereits - mit kräftiger Mithilfe der Arbeitnehmern und ihrer Gewerkschaften - gestopften Steuerschlupflöcher. Glücklicherweise sind aber die meisten Arbeitnehmer zu doof, das zu begreifen.

    Im Endeffekt bleibt eben mit jedem gestopften Steuerschlupfloch bei den Arbeitnehmern immer weniger hängen.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 16:35

    @ Mephistopheles
     

    Falsch. Die Firma Blackrock verwaltet die Geldpools der Konzerne...

    ...befasse Dich mal damit, was da los ist.

    Du argumentierst - mit Verlaub - in der Logik eines Kinderkaufladens - und auch da nicht korrekt. Keine Lust, das klarzustellen.

    siggi

    14.02.2018, 16:57

    @ Lechbrucknersepp
     

    Warum mündet von deiner Seite eigentlich fast jede Diskussion in Provokationen und persönlichen Angriffen?

    > ...befasse Dich mal damit, was da los ist.
    >
    > Du argumentierst - mit Verlaub - in der Logik eines Kinderkaufladens - und
    > auch da nicht korrekt.

    So was bleibt auch mit einem kurzen "mit Verlaub" eine Frechheit.

    > Keine Lust, das klarzustellen.

    Achso, aber zum rumpöbeln, siehe auch die "Diskussion" mit trosinette und Zara, hier in dem Faden hast du offensichtlich Lust und Zeit[[hae]]

    Mir ist das mehr und mehr schleierhaft (oder vielleicht auch nicht), was dich in dieses Forum getrieben hat.

    An inhaltlichen Diskussionen bist du gar nicht, oder nur so lange interessiert, wie deine Meinung deckungsgleich akzeptiert wird, was an deinem Satz "Keine Lust, das klarzustellen" mehr als deutlich wird.

    Ich hatte zwischenzeitlich mal den Eindruck, dass du diese Art und Weise der Auseinandersetzung zu Grabe tragend wolltest, aber das war wohl leider eine Fehleinschätzung.

    Oberbayer

    14.02.2018, 17:49

    @ siggi
     

    Missionar/in eben

    > An inhaltlichen Diskussionen bist du gar nicht, oder nur so lange
    > interessiert, wie deine Meinung deckungsgleich akzeptiert wird, was an
    > deinem Satz "Keine Lust, das klarzustellen" mehr als deutlich wird.

    Erwarte Phrasen. Wissen sieht anders aus.
    Ziel: Eigene Meinung verallgemeinern. Tag und Nacht. Dominieren als Weltanschauung. Methode von ZDF/ARD abgeschaut.

    ---
    In every job that must be done, there is an element of fun

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 19:19
    (editiert von Lechbrucknersepp, 14.02.2018, 19:30)

    @ siggi
     

    Hiermit übertrage ich den Lehrauftrag an Euch, ihr Lieben...

    zunächst einmal an siggi...
    ...schließlich geht´s bei Dir ausschließlich um Inhalte und sachliche Erklärungen komplexer Sachverhalte.

    Wäre echt nett, wenn Du in der Sachfrage (der These), die Meph (auf)gestellt hat, aushelfen könntest, sprich, dass nicht nur so kompetent meine Debattenkultur bewertest, sondern sachlich in das Thema einsteigst.

    Und Oberbayer: Vielen Dank auch Dir für diese Konstruktivkritik. Diesmal war es kein reiner Trägertext für Boshaftigkeiten, sondern ein Ausdruck ehrlichen Feedbacks. So charmant formuliert, dass ich Dir ein Küsschen zuwerfen will.

    Ja, ich bin nicht im Detail auf Mephs wertvollen Einwand eingegangen. Das ist unverzeihlich. Wahrscheinlich bin ich schlichtweg an die Grenzen meines Verständnisses gekommen.

    Vielleicht kannst ja auch Du hier inhaltlich einspringen. Bei Euch beiden habe ich ein gutes Gefühl. Zara? Willst Du auch noch inhaltlich einsteigen? Schließlich wird hier Dein Weltbild gestützt... Oblomow?

    Hier kann sich doch jeder beteiligen! Nochmal zur Fragestellung:

    These: Im Endeffekt sagt Meph, dass jegliche Bemühungen die Steuerlast der Konzerne denen des Mittelstandes oder von Privatpersonen mit besteuerter Arbeitskraft wenigstens anzugleichen, dazu führt, dass diese [die Konzerne] ihren Mitarbeitern weniger Geld zahlen können. Und dass das deswegen nicht gehe.

    Im Original:
    Meph: "Die Konzerne haben deswegen aber nicht mehr Geld, wenn der Staat mal wieder ein Steuerschlupfloch stopft. Sie müssen sich das Geld, das ihnen der Staat zusätzlich nimmt, dann eben von den Arbeitnehmern holen - in Form von niedrigeren Nettolöhnen.

    Bereits heute erhalten die Arbeitnehmer in Deutschland - in anderen Ländern sieht es nicht oder nur kaum besser aus - nur etwa ein Drittel dessen, was die Konzerne eigentlich zahlen könnten, bar ausbezahlt. Der Rest geht in die bereits - mit kräftiger Mithilfe der Arbeitnehmern und ihrer Gewerkschaften - gestopften Steuerschlupflöcher. Glücklicherweise sind aber die meisten Arbeitnehmer zu doof, das zu begreifen.

    Im Endeffekt bleibt eben mit jedem gestopften Steuerschlupfloch bei den Arbeitnehmern immer weniger hängen."


    Das ist natürlich extrem klug gedacht. Und lässt mich auch nochmal überdenken, ob Zaras Traum von offenen Grenzen bei gleichzeitiger Konzernherrschaft in Open-Society-Manier nicht doch allheilbringend sein könnte...

    Das wäre sehr nett, wenn ich das eurem Sachverstand und den Erklärfähigkeiten übertragen könnte. Schätze, ich bin hier einfach an meine Verstandesgrenzen gestoßen. Auch ich würde gerne dazu lernen.

    Herzlichen Dank, ihr Lieben, an der Wahrheit interessierten im Voraus! Hiermit übertrage ich Euch den gegebenen Lehrauftrag im Detail auf Mephs klugen Einwand einzugeben. Damit es hier endlich auch inhaltlich vorankommt.

    [[herz]]lichen Dank!

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    14.02.2018, 19:25

    @ Lechbrucknersepp
     

    Unschuldkult

    Deine ökomomische Romantik habe ich garnicht kommentiert, also lass mich raus aus diesem LBS, der Schmoller-Schmierentheater.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    14.02.2018, 20:25

    @ Lechbrucknersepp
     

    Mephs kluger Einwand ist nichts anderes als Debitismus pur! Du solltest dich vielleicht doch einmal damit beschäftigen.

    Unternehmen zahlen keine Steuern niemals gar nie nicht.

    Oder hast du schon mal einen Unternehmer gesehen, der Geld mitbringt (Kapitaleinlagen macht), um damit Steuern bezahlen zu können.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Lechbrucknersepp

    14.02.2018, 20:49
    (editiert von Lechbrucknersepp, 14.02.2018, 20:56)

    @ Mephistopheles
     

    Ich bat siggi et al. darum, inhaltlich mit Dir zu diskutieren, da es ihnen so wichtig war...

    ...und ich keine Lust hatte.

    Insofern nur ein kleiner Kommentar:

    Du schreibst über Dich:

    > Mephs kluger Einwand ist nichts anderes als Debitismus pur! Du solltest dich
    > vielleicht doch einmal damit beschäftigen

    > Unternehmen zahlen keine Steuern niemals gar nie nicht.

    Ich kann Dir aber versichern, dass Unternehmen Steuern zahlen. Es sei denn, Du definierst die Begriffe "Steuern" oder "Unternehmen" irgendwie um. Aber inwieweit wäre das der Wahrheitsfindung dienlich?

    > Oder hast du schon mal einen Unternehmer gesehen, der Geld mitbringt
    > (Kapitaleinlagen macht), um damit Steuern bezahlen zu können.

    Inwieweit ist dieses Paradebeispiel für einen Strohmann der Wahrheitsfindung dienlich? Warum sollte das eine Bedingung für irgendwas, geschweige denn für das Vorliegen von Unternehmenssteuern sein.

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    14.02.2018, 21:29

    @ Lechbrucknersepp
     

    Du verstehst es einfach nicht. Macht aber nix. Der Versuch, einem Blinden, zu erklären, was Farbe ist, ist jedoch sinnlos

    > Ich kann Dir aber versichern, dass Unternehmen Steuern zahlen. Es sei
    > denn, Du definierst die Begriffe "Steuern" oder "Unternehmen" irgendwie um.
    > Aber inwieweit wäre das der Wahrheitsfindung dienlich?

    Ach?!? Und wo kommt das Geld her, das Unternehmen als Steuern ans Finanzamt abführen?

    Wenn es vom Unternehmen käme, dann würde das zu einer Verminderung des Eigenkapitals führen ==> Eigenkapital < Null =Pleite.

    Das kommt zwar vor, ist aber nicht der Regelfall. Und wenn, dann liegt es mit Sicherheit nicht an den Steuern, obwohl Pleitiers das Pleitiers den Blinden gerne so erzählen. Der Regelfall ist, dass sich das Eigenkapital + Privatentnahme von Jahr zu Jahr erhöht.

    Das kann nur dadurch geschehen, dass Unternehmen eben keine Steuern zahlen.

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    14.02.2018, 23:14

    @ Mephistopheles
     

    Noch kurz ein Erklärungsversuch, was die Leute vielleicht verstehen

    Ähnlich ist es mit der Grundsteuer.

    Der Grundeigentümer erhält den Grundsteuerbescheid. Wer aber zahlt sie?
    Wenn der Eigentümer selber auf seinem Grundstück wohnt, dann wird er auch mit der Steuer belastet.

    Hat er aber auf seinem Grundstück vermietete Wohngebäude stehen oder sie auch sonstwie verpachtet, dann wird er die Grundsteuer bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung fein aufgeschlüsselt an seine Mieter weiterreichen.
    Bezahlen müssen das dann die Mieter. Das ist auch der Grund, warum die Vermieter der Grundsteuererhöhung völlig gelassen entgegen sehen.

    Ähnlich, wenn auch ein wenig komplizierter, ist es bei den Unternehmenssteuern.


    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Kosh

    15.02.2018, 11:13

    @ Mephistopheles
     

    Die Leute verstehen es und sie verstehen es nicht

    Mit ihrem Griff in den Geldbeutel verstehen die Leute durchaus, dass es keine Rolle spielt, wie die entstandene Lücke heisst. Sitzen sie aber am Stammtisch - täglich mehrmals und nicht zwingend sitzend an einem echten - haben sie es wieder vergessen.

    Kaum heben sie zur Klage an, verlieren sie oft einfachste Zusammenhänge und Parallelen aus den Augen und messen einer Sache grosse Bedeutung zu. Wie wenn es für sie am Ende des Tages eine Rolle spielt, ob das Ding Steuer, Pacht, Miete oder sonst wie heisst, weswegen der Tisch weniger reich gedeckt ist.

    Aber so sind sie halt, die Leute und ich muss das wissen, denn ich bin einer von ihnen.

    Wenn Abgaben mal als Steuer und mal als Pacht bezeichnet werden, ist die Grundvoraussetzung für Schönsprech erfüllt

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    ---
    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    Zarathustra

    14.02.2018, 15:07

    @ Lechbrucknersepp
     

    Mauerbauer

    > > > > Das Nationalstaatskonzept hat
    > > > > genauso ausgedient wie einst das Stadtstaatskonzept.
    > Firmen-Imperien
    > > > sind
    > > > > globalisiert wie noch nie. Google, Apple, Amazon haben innert
    > Kürze
    > > > die
    > > > > Welt erobert. Staatsgrenzen spielen da laufend weniger eine Rolle.
    > > >
    > > > Danke für diese Definition der "Open Society" der
    > > > Internationalsozialisten
    > >
    > > Dagegen haben Deine Nationalsozialisten jedenfalls nicht viel zu
    > > bestellen, oder?
    >
    > ...ist die Verwirklichung eines internationalen Sozialismus nach
    > Soros-Manier.
    >


    Ist mir lieber als Dein monokulturell-völkischer Nationalsozialismus/Sozialnationalismus mit den Mauerbauern.


    > Nationale Selbstbestimmung und ein starker Mittelstand (Unternehmer statt
    > Konzernmanager) ist das Gegenteil von Sozialismus, nämlich Marktwirtschaft
    > und bürgerliche Freiheit innerhalb von nationalstaatlichen Grenzen.
    >

    Für Marktwirtschaft standen die nationalen Sozialisten und deren Wähler noch nie. Deine Grenzen haben ausgedient. Die Völker sind 'durchrasst'. Mischlinge kann man nicht mehr rückgängig machen.


    > Was Dir und Vertretern einer Globalelite vorschwebt - die Open Society bei
    > weltweiter Konzernwirtschaft mit einer herrschenden, globalen
    > Managementelite - kann man also durchaus treffenderweise als
    > Internationalsozialismus bezeichnen.
    >
    > Mittelständische Marktwirtschaft, Selbstverantwortung und Unternehmertum
    > ist das Gegenteil von Sozialismus. Schön, dass wir das klären konnten und
    > Du inzwischen klarere Worte verwendest, was Deine Ideologie angeht.
    >


    Grossfirmen sind nicht das, was mir vorschwebt, und abgeschottete Nationalstaaten sind so ziemlich die letzten, die über starke mittelständische Unternehmen verfügten. Die Schweiz ist super-offen, und hier gibt es sowohl starke Konzerne als auch starke mittelständische Unternehmen wie nirgendwo.

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    14.02.2018, 15:48
    (editiert von Mephistopheles, 14.02.2018, 15:56)

    @ Zarathustra
     

    Das Gegenteil von Monokulturalismus

    > Ist mir lieber als Dein Dein monokulturell-völkischer
    > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus mit den Mauerbauern.

    Das Gegenteil von Kultur, die du, wahrscheinlich aus Mangel an derselben als Dein monokulturell-völkischer
    > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus denunzieren willst, ist keineswegs Multikultur (so etwas gibt es nicht), sondern Kulturlosigkeit.

    Mach nur weiter so.

    Du wirst es noch zu spüren bekommen, was Kulturlosigkeit bedeutet. Auch in den Schweizer Bergen.

    Da hat mal einer geschrieben, Kultur ist wie den Stein des Syssyphos mühsam Generation unm Generation den Berg hinaufzuwälzen. So entsteht allmählich Kultur.

    Zerstört werden kann sie sehr schnell, wenn die Anspannung nachlässt.
    Es wird aber dann - dieses Mal - keine Kraft mehr vorhanden sein, erneut zu beginnen, den Stein mühsam hochzuwälzen.
    Das hängt mit der Fallhöhe zusammen.

    Wie gesagt, mach nur weiter so! Du wirst es noch erleben.


    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Zarathustra

    19.02.2018, 19:59

    @ Mephistopheles
     

    Monokulti

    > > Ist mir lieber als Dein Dein monokulturell-völkischer
    > > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus mit den Mauerbauern.
    >
    > Das Gegenteil von Kultur, die du, wahrscheinlich aus Mangel an derselben
    > als Dein monokulturell-völkischer
    > > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus denunzieren willst, ist
    > keineswegs Multikultur (so etwas gibt es nicht), sondern Kulturlosigkeit.
    >

    Selbstverständlich gibt es Multikultur; mittlerweile beinahe überall und Eueren völkischen Sozialnationalismus könnte ihr noch in ein paar wenigen komplett zurückgebliebenen Territorien aufsuchen, falls es Euch gelüsten täte, was es natürlich nicht tut.


    >
    > Wie gesagt, mach nur weiter so! Du wirst es noch erleben.
    >

    blabla


    >
    > Gruß Mephistopheles

    Fleet

    E-Mail

    Tor zum Harz,
    19.02.2018, 21:00
    (editiert von Fleet, 19.02.2018, 21:09)

    @ Zarathustra
     

    Wie gelingt es Ihnen immer wieder solch einen polemischen Brei zu schreiben?

    > > > Ist mir lieber als Dein Dein monokulturell-völkischer
    > > > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus mit den Mauerbauern.
    > >
    > > Das Gegenteil von Kultur, die du, wahrscheinlich aus Mangel an
    > derselben
    > > als Dein monokulturell-völkischer
    > > > Nationalsozialismus/Sozialnationalismus denunzieren willst, ist
    > > keineswegs Multikultur (so etwas gibt es nicht), sondern
    > Kulturlosigkeit.
    > >
    >
    > Selbstverständlich gibt es Multikultur; mittlerweile beinahe überall und
    > Eueren völkischen Sozialnationalismus könnte ihr noch in ein paar wenigen
    > komplett zurückgebliebenen Territorien aufsuchen, falls es Euch gelüsten
    > täte, was es natürlich nicht tut.
    >
    >
    > >
    > > Wie gesagt, mach nur weiter so! Du wirst es noch erleben.
    > >
    >
    > blabla
    >
    >
    > >
    > > Gruß Mephistopheles

    Das tut ja mittlerweile richtig weh und verdirbt mir die Lust Ihre Beiträge zu lesen. Das war schon mal besser. Woran liegt's?
    Frustriert?

    Und - selbstverständlich ist das schon gar nicht, denn von jemandem wie Ihnen wird dies forciert und anschließend dann als selbstverständlich erklärt.


    Gruß Fleet

    ---
    "Aus der Klugheit erwachsen diese drei: Wohl denken, wohl reden, recht handeln." (Demokrit)

    Zarathustra

    20.02.2018, 20:45

    @ Fleet
     

    Als Reaktion

    ... auf den polemischen Brei im Vorbeitrag, der Dich aus naheliegenden Gründen nicht stört.

    >
    > Und - selbstverständlich ist das schon gar nicht, denn von jemandem wie
    > Ihnen wird dies forciert und anschließend dann als
    > selbstverständlich erklärt.
    >
    >

    Die einen forcieren oder favorisieren Monokulti und die anderen eher eine offene Welt. Letztere haben gewonnen.

    Lechbrucknersepp

    20.02.2018, 22:11
    (editiert von Lechbrucknersepp, 20.02.2018, 22:16)

    @ Zarathustra
     

    Was ist für Dich der Wesenskern einer "offenen Welt"? Begeistere mich von der Idee! Ich bin offen für Vernünftiges!!!

    > ... auf den polemischen Brei im Vorbeitrag, der Dich aus naheliegenden
    > Gründen nicht stört.
    >
    > >
    > > Und - selbstverständlich ist das schon gar nicht, denn von jemandem
    > wie
    > > Ihnen wird dies forciert und anschließend dann als
    > > selbstverständlich erklärt.
    > >
    > >
    >
    > Die einen forcieren oder favorisieren Monokulti und die anderen eher eine
    > offene Welt. Letztere haben gewonnen.

    Ich frage das mit echtem Interesse, weil ich mir einfach nicht erklären kann, warum jemand so etwas schreiben sollte...

    Was ist denn der erstrebenswerte Wesenskern einer "offenen Welt"?

    Begeistere mich dafür! Ich bin total offen für Argumente, will aber realistisch bleiben.

    Du wirst ja nicht leugnen, dass es interkulturell knirscht. Und die Gründe dafür sind objektivierbar:

    [image]

    Welches Wissen, das mir fremd ist, brennt in Dir, dass Du so für Multikulti bist?

    Ich bin freiheitlich/konservativ/bürgerlich-liberal und stehe mit echter Überzeugung dahinter.

    Was bist Du und warum?

    Lass uns mal ganz offen Argumente abchecken.

    Odin sei mein Zeuge: Gehässigkeiten - und seien sie nur unterschwellig - sollen fortan in diesem Faden als schändlich gelten!!!

    Lässt Du Dich darauf ein?

    Zarathustra

    21.02.2018, 07:54
    (editiert von Zarathustra, 21.02.2018, 08:00)

    @ Lechbrucknersepp
     

    Wider die Monokultur (edit)

    > > ... auf den polemischen Brei im Vorbeitrag, der Dich aus naheliegenden
    > > Gründen nicht stört.
    > >
    > > >
    > > > Und - selbstverständlich ist das schon gar nicht, denn von jemandem
    > > wie
    > > > Ihnen wird dies forciert und anschließend dann als
    > > > selbstverständlich erklärt.
    > > >
    > > >
    > >
    > > Die einen forcieren oder favorisieren Monokulti und die anderen eher
    > eine
    > > offene Welt. Letztere haben gewonnen.
    >
    > Ich frage das mit echtem Interesse, weil ich mir einfach nicht erklären
    > kann, warum jemand so etwas schreiben sollte...
    >
    > Was ist denn der erstrebenswerte Wesenskern einer "offenen Welt"?
    >
    > Begeistere mich dafür! Ich bin total offen für Argumente, will aber
    > realistisch bleiben.
    >


    Wären die Nationalstaatsenthusiasten in diesem Forum ganz alleine unter sich und auch die letzten verbliebenen Kritiker dieses völkischen Kults würden sich auch noch verabschieden, dann würde dieses Forum zu einer ziemlich langweiligen monokulturellen Veranstaltung, wie dies bei den eingemauerten monokulturellen Territorien wie Nordkorea der Fall ist. Du könntest dann nicht mehr mit Vertretern einer anderen Kultur (ich und andere) interagieren. Es würde Dein Leben sozusagen downgraden.



    > Du wirst ja nicht leugnen, dass es interkulturell knirscht. Und die
    > Gründe dafür sind objektivierbar:

    In der zivilisierten Welt knirscht es seit eh und je. Im Mittelalter war die Mordrate ein Vielfaches von heute.



    >
    > Was bist Du und warum?
    >
    > Lass uns mal ganz offen Argumente abchecken.
    >
    > Odin sei mein Zeuge: Gehässigkeiten - und seien sie nur unterschwellig -
    > sollen fortan in diesem Faden als schändlich gelten!!!
    >
    > Lässt Du Dich darauf ein?

    Liebste Grüsse

    Dein Zara

    Tempranillo

    21.02.2018, 10:29
    (editiert von Tempranillo, 21.02.2018, 11:10)

    @ Zarathustra
     

    Reinrassiges Nazi-Fascho-Monokulti

    > Wären die Nationalstaatsenthusiasten in diesem Forum ganz alleine unter
    > sich und auch die letzten verbliebenen Kritiker dieses völkischen Kults
    > würden sich auch noch verabschieden, dann würde dieses Forum zu einer
    > ziemlich langweiligen monokulturellen Veranstaltung, wie dies bei den
    > eingemauerten monokulturellen Territorien wie Nordkorea der Fall ist. Du
    > könntest dann nicht mehr mit Vertretern einer anderen Kultur (ich und
    > andere) interagieren. Es würde Dein Leben sozusagen downgraden.

    Richard Strauss, Präsident von Hitlers Reichsmusikkammer, behandelte jüdische (Salome), griechische (Elektra), englische (MacBeth), spanische (Don Juan, Don Quixote), französische (Bürger als Edelmann), österreichische (Rosenkavalier) und deutsche (Till Eulenspiegel) Stoffe.

    Fehlt nur, daß er wie Händel, Mozart und Otto Nicolai herausragende italienische Opern komponiert hätte.

    Dafür gibt es im Rosenkavalier eine italienische Gesangseinlage für Tenor (Di rigori armato).

    Wenn das Monokulti ist, wie müßte man bezeichnen, was wir heute haben, wo alles im angloamerikanischen Einheitsbrei erstickt?

    Als Non-Kulti, Anti-Kultur, A-Kultur? Aa-Kultur würde vielleicht am besten passen.

    Tempranillo

    Lechbrucknersepp

    21.02.2018, 10:30

    @ Zarathustra
     

    Habe ich Deine Kernthese korrekt erfasst?

    > > > ... auf den polemischen Brei im Vorbeitrag, der Dich aus naheliegenden
    > > > Gründen nicht stört.
    > > >
    > > > >
    > > > > Und - selbstverständlich ist das schon gar nicht, denn von
    > jemandem
    > > > wie
    > > > > Ihnen wird dies forciert und anschließend dann als
    > > > > selbstverständlich erklärt.
    > > > >
    > > > >
    > > >
    > > > Die einen forcieren oder favorisieren Monokulti und die anderen eher
    > > eine
    > > > offene Welt. Letztere haben gewonnen.
    > >
    > > Ich frage das mit echtem Interesse, weil ich mir einfach nicht
    > erklären
    > > kann, warum jemand so etwas schreiben sollte...
    > >
    > > Was ist denn der erstrebenswerte Wesenskern einer "offenen Welt"?
    > >
    > > Begeistere mich dafür! Ich bin total offen für Argumente, will aber
    > > realistisch bleiben.

    > Wären die Nationalstaatsenthusiasten in diesem Forum ganz alleine unter
    > sich und auch die letzten verbliebenen Kritiker dieses völkischen Kults
    > würden sich auch noch verabschieden, dann würde dieses Forum zu einer
    > ziemlich langweiligen monokulturellen Veranstaltung, wie dies bei den
    > eingemauerten monokulturellen Territorien wie Nordkorea der Fall ist. Du
    > könntest dann nicht mehr mit Vertretern einer anderen Kultur (ich und
    > andere) interagieren. Es würde Dein Leben sozusagen downgraden.

    Ich lasse das mit dem Bezug auf dieses Forum mal weg, denn es soll ja darum gehen, mir und anderen näher zu bringen, was an der die Multikulti-Idee begeistern kann. Den Kerngedanken dahinter wohlwollend herauszuarbeiten...

    Deine Kernthese hier lautet: "Die Idee eines Nationalstaates ist ein völkischer Kult. Wer sich einmauert kann nicht mit anderen Kulturen interagieren (siehe Nordkorea)."

    Bist Du damit einverstanden?

    > > Du wirst ja nicht leugnen, dass es interkulturell knirscht. Und die
    > > Gründe dafür sind objektivierbar:
    >
    > In der zivilisierten Welt knirscht es seit eh und je. Im Mittelalter war
    > die Mordrate ein Vielfaches von heute.

    Wir haben uns in Hinblick auf das Mittelalter verbessert. Da stimme ich 100 Prozent zu.

    Doch ist ja auch die Frage, wie sich die Dynamik in Multikulti-Gesellschaften entwickelt, die gerade entgegen dem Willen des Souveräns aufgebaut werden. Ganz konkret.

    Und ganz konkret könnten Menchen aus beispielsweise bestimmten asiatischen Kulturkreisen nach meinem Empfinden und meiner Erfahrung tatsächlich die Gesellschaft bereichern.

    Es gibt aber objektivierbare Gründe, warum speziell ein interkulturelles Zusammenleben mit Menschen aus muslimischen Ländern zersetzend auf die Gesellschaft einwirkt.

    PEW Research liefert seriöse Daten:

    [image]

    Wer Schwule vom Hochhaus werfen will, Terroranschläge im Namen des Islam akzeptabel in der Wahl der politischen Mittel und Frauen als Sache sieht, passt eben nicht in eine moderne, westliche Gesellschaft. Wird Multikulti von einer herrschenden Elite beschlossen, wird die herrschende Elite vom Volk ausgetauscht. Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass solche Vorgänge vorkommen.

    Zarathustra

    22.02.2018, 17:18

    @ Lechbrucknersepp
     

    Für Dich sind die Muslime das Problem, für Barbara die Juden und für Tempranillo die Amis

    >
    > > Wären die Nationalstaatsenthusiasten in diesem Forum ganz alleine
    > unter
    > > sich und auch die letzten verbliebenen Kritiker dieses völkischen
    > Kults
    > > würden sich auch noch verabschieden, dann würde dieses Forum zu einer
    > > ziemlich langweiligen monokulturellen Veranstaltung, wie dies bei den
    > > eingemauerten monokulturellen Territorien wie Nordkorea der Fall ist.
    > Du
    > > könntest dann nicht mehr mit Vertretern einer anderen Kultur (ich und
    > > andere) interagieren. Es würde Dein Leben sozusagen downgraden.
    >
    > Ich lasse das mit dem Bezug auf dieses Forum mal weg, denn es soll ja
    > darum gehen, mir und anderen näher zu bringen, was an der die
    > Multikulti-Idee begeistern kann. Den Kerngedanken dahinter wohlwollend
    > herauszuarbeiten...
    >
    > Deine Kernthese hier lautet: "Die Idee eines Nationalstaates ist ein
    > völkischer Kult. Wer sich einmauert kann nicht mit anderen Kulturen
    > interagieren (siehe Nordkorea)."

    >
    > Bist Du damit einverstanden?
    >


    Ja, das kann man so stehen lassen.



    > > > Du wirst ja nicht leugnen, dass es interkulturell knirscht. Und die
    > > > Gründe dafür sind objektivierbar:
    > >
    > > In der zivilisierten Welt knirscht es seit eh und je. Im Mittelalter
    > war
    > > die Mordrate ein Vielfaches von heute.
    >
    > Wir haben uns in Hinblick auf das Mittelalter verbessert. Da stimme ich
    > 100 Prozent zu.
    >
    > Doch ist ja auch die Frage, wie sich die Dynamik in
    > Multikulti-Gesellschaften entwickelt, die gerade entgegen dem Willen des
    > Souveräns aufgebaut werden. Ganz konkret.
    >


    Da glaubt eben jeder Partei-Anhänger, im Namen des Volkes zu sprechen, auch wenn seine Partei gerade mal 10 oder 15 Prozent der Wähler hinter sich weiss.


    > Und ganz konkret könnten Menchen aus beispielsweise bestimmten
    > asiatischen Kulturkreisen nach meinem Empfinden und meiner Erfahrung
    > tatsächlich die Gesellschaft bereichern.
    >
    > Es gibt aber objektivierbare Gründe, warum speziell ein interkulturelles
    > Zusammenleben mit Menschen aus muslimischen Ländern zersetzend auf die
    > Gesellschaft einwirkt.
    >
    > PEW Research liefert seriöse Daten:
    >
    >
    > Wer Schwule vom Hochhaus werfen will, Terroranschläge im Namen des Islam
    > akzeptabel in der Wahl der politischen Mittel und Frauen als Sache sieht,
    > passt eben nicht in eine moderne, westliche Gesellschaft. Wird Multikulti
    > von einer herrschenden Elite beschlossen, wird die herrschende Elite vom
    > Volk ausgetauscht. Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass solche
    > Vorgänge vorkommen.


    Auch hier glaubt jeder, genau zu wissen, wer das Problem ist. Für Barbara sind es die Juden, für Tempranillo die Amerikaner, für Dich die Muslime und für Nietzsche waren es die Deutschen...

    Was geschah? Ein deutscher Mönch, Luther, kam nach Rom. Dieser Mönch, mit allen rachsüchtigen Instinkten eines verunglückten Priesters im Leibe, empörte sich in Rom gegen die Renaissance... Statt mit[1233] tiefster Dankbarkeit das Ungeheure zu verstehn, das geschehen war, die Überwindung des Christentums an seinem Sitz –, verstand sein Haß aus diesem Schauspiel nur seine Nahrung zu ziehn. Ein religiöser Mensch denkt nur an sich. – Luther sah die Verderbnis des Papsttums, während gerade das Gegenteil mit Händen zu greifen war: die alte Verderbnis, das peccatum originale, das Christentum saß nicht mehr auf dem Stuhl des Papstes! Sondern das Leben! Sondern der Triumph des Lebens! Sondern das große Ja zu allen hohen, schönen, verwegenen Dingen!... Und Luther stellte die Kirche wieder her: er griff sie an... Die Renaissance – ein Ereignis ohne Sinn, ein großes Umsonst! – Ah diese Deutschen, was sie uns schon gekostet haben! Umsonst – das war immer das Werk der Deutschen. – Die Reformation; Leibniz; Kant und die sogenannte deutsche Philosophie; die »Freiheits«-Kriege; das Reich – jedesmal ein Umsonst für etwas, das bereits da war, für etwas Unwiederbringliches... Es sind meine Feinde, ich bekenne es, diese Deutschen: ich verachte in ihnen jede Art von Begriffs- und Wert-Unsauberkeit, von Feigheit vor jedem rechtschaffnen Ja und Nein. Sie haben, seit einem Jahrtausend beinahe, alles verfilzt und verwirrt, woran sie mit ihren Fingern rührten, sie haben alle Halbheiten – Drei-Achtelsheiten! – auf dem Gewissen, an denen Europa krank ist – sie haben auch die unsauberste Art Christentum, die es gibt, die unheilbarste, die unwiderlegbarste, den Protestantismus auf dem Gewissen... Wenn man nicht fertig wird mit dem Christentum, die Deutschen werden daran schuld sein...

    Ostfriese

    14.02.2018, 14:06

    @ Diogenes Lampe
     

    Imperiale Ordnungen

    Hallo Diogenes Lampe,

    die Finanzierung eines gewinnträchtigen Fernhandels mit Monopolstellung führte in Venedig und Genua zur Entstehung eines Bankensystems, das wichtige Innovationen hervorbrachte und das den Reichtum Norditaliens begründete. Nachdem die Handels-, Waren- und Kapitalströme auf den Atlantik verlagert wurden, sehen wir den Aufstieg der Niederlande mit den Bankenplätzen Antwerpen und Amsterdam zur Handelsmacht und gleichzeitig den Bedeutungsverlust Italiens. Die Niederlande wurden von Großbritannien als ein erfolgreiches Handelsimperium mit dem Finanzzentrum London abgelöst. Der Reichtum der drei Seemächte beruhte auf ihren (Handels-)Flotten, die die Handelsrouten mit ihren Waren, ihrem Kapital, ihren Informationen usw. kontrollierten, die also ein Instrument der finanziellen Prosperitätssicherung und des ökonomischen Mehrwertes waren, während die Landmächte (Preußen, Russland), deren Landheere zumeist nur in den Kasernen hockten und Kosten verursachten, ins Hintertreffen gerieten. Im 20.Jh . haben die Vereinigten Staaten die Rolle Großbritanniens übernommen und eine imperiale Ordnung aufgebaut. Dabei entwickelte sich das amerikanische Finanzwesen in New York in Verbindung mit der „city of London“ zum wichtigsten Finanzverbund der Welt. In dieser angelsächsischen Welt sind auch die wichtigsten (militärischen, finanziellen, ökonomischen, kulturellen, sportlichen, usw.) Beraternetzwerke angesiedelt, die weltweit ihre Dienste den Staaten und Unternehmen anbieten.

    Also: Hinausgehend über die Kontrolle und Beherrschung der Ströme der drei erstgenannten Seemächte gelten für die Vereinigten Staaten heute: Das Militär – zu Boden, zur See, in der Luft und im Raum –, die Finanzindustrie, die Informationstechnologie und die Geheimdienste. Diese Beherrschung ist die Voraussetzung für die bisherige Wohlstandssicherung des Imperiums. Das wird in den Beraternetzwerken des US-Imperiums vollumfänglich verstanden: Die Kontrolle der Ströme führt zur Beherrschung des Territoriums und der Einflusszone.

    Die Seereiche der Venezianer, der Holländer, der Portugiesen und der Briten besaßen eine territoriale Grundlage. Da sie zum Teil aus kleinen, unscheinbaren Territorien bestanden, hätten sie in Konkurrenz mit den großen Landmächten ohne die hinzukommenden (Handels-)Flotten nur geringe Möglichkeiten der Entwicklung gehabt.

    In der Gesamtschau gilt: Auf die Reiche an den großen Flüssen am Nil (Ägypten), an Euphrat und Tigris (Mesopotamien), am Jangtse und Gelben Fluss (China) folgten die, die sich um Binnenmeere bilden, das Römische Reich (Mittelmeer), Venedig (Adria), Schweden (Ostsee). Die Seemächte der Neuzeit breiten sich alle ozeanisch aus – sie hatten bestehende Ordnungen überwunden, indem sie territoriale Begrenzungen hinter sich ließen.

    Wegen der Bedrohung aus dem Norden wurden die chinesischen Hauptstadtfunktionen schrittweise von 1420-1421 von Nanjing nach Peking verlegt – es ging um die Wahrung der Reichseinheit. Die auftretenden Kosten erzwangen die 'Seeverbotspolitik' von China vom Jahr 1434 bis zum Ende des 16.Jh. Der chinesische Rückzug von den Meeren hat den Aufstieg der europäischen Seemächte mit ihren Prosperitätsgewinnen sehr gefördert.

    > China ist wie z. B. Persien (Iran) auch, kein Imperium, wohl aber eine
    > Kontinentalmacht.

    Ich denke, dass China gegenwärtig den Wandel von einem Reich zu einer imperialen Ordnung, für die die debitistischen Zwänge gelten, vollzieht. Neben der bestehenden ozeanischen Orientierung des Südens wird die Neue Seidenstraße im Norden das Imperium stärken – gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen den chinesischen Provinzen gemildert.

    Es gilt halt der Satz: "Denn es geht immer weiter bzw. wieder von vorne los. Die Märkte in Mumbai und Shanghai lösen New York und Chicago ab – wie diese London abgelöst hatten und London Brügge und Brügge Venedig.", den Paul C. Martin am 06.08.2007 in

    http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=386213

    formuliert hat. Die Frage UND DANN? bedeutet: Wo sitzen die Schuldenverwalter?

    Meine Interpretation der Dinge, die ich schon vor zweieinhalb Jahren ausgehend von Herfried Münkler formuliert hatte, sind von @Ashitaka auf der Grundlage des Werkes von Paul C. Martin und der Simulationstheorie von Jean Baudrillard in

    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=379074

    einer kritischen Analyse unterzogen und wesentlich erweitert worden.

    Gruß – Ostfriese

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    13.02.2018, 14:27

    @ Zarathustra
     

    Quatsch!

    Hi,

    Genau der Lebensstil ist das Problem. Der Westen verbraucht zu viel Energie.

    Russland braucht nur den Gashahn zu schliessen und der Westen wird die weisse Flagge hissen.
    So war es auch beim Ostblock. Russland stoppte die Energielieferungen und der Ostblock war pleite.

    Wenn Russland der Ukraine den Gashahn zudreht, gehen die Ukraine, Bulgarien, Griechenland und die Tuerkei pleite.

    Wobei Griechenland seinen Strom hauptsaechlich mit Gas macht.

    Der Westen ist ein nutzloser Haufen alter Knacker. Die Migranten machen aus dem Westen einen kurzen Prozess. Putin braucht nur den Gashahn zudrehen. Dann wird es sich zeigen was der Westen drauf hat.

    Also es ist eher andersherum, der Westen hat die Hosen voll, dass seine Untertanen das Weite suchen.

    Es ist game-over, wie dottore sagte.[[freude]]

    Gruss

    trosinette

    13.02.2018, 14:44

    @ aprilzi
     

    Und warum dreht Putin nicht einfach den Gashahn zu?

    Guten Tag,

    > Putin braucht nur den Gashahn zudrehen.

    Und warum holt der Trottel aus seiner allumfassenden Vormachtstellung nicht viel mehr für sich und sein Russland raus? Weiß er etwa, im Gegensatz zu Dir, von gewissen Abhängigkeiten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    13.02.2018, 15:01

    @ trosinette
     

    Weil er die China Gasleitung noch nicht gebaut hat?

    Hi,

    also da wundere ich mich auch, warum er dauernd US-Anleihen kauft und nicht dem Westen eine ordentlich austeilt. Aber wenn einer, der nicht so schlau ist, das Ruder uebernimmt, wird er diesen Hebel nutzen.

    Keine Ahnung warum er sich zurueckhaelt. Ich haette das mit Genuss getan. [[freude]]

    Gruss

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 19:11

    @ aprilzi
     

    Warum sich Putin zurück hält?

    Ganz einfach! Seine Politik und die von Xi hat es auf Interessenausgleich als die nachhaltigste abgesehen. Das hat bisher nicht nur den 3. Weltkrieg verhindert, sondern stärkt im Innern Eurasiens ein System gegenseitigen Nutzens, das mit der Neuen Seidenstraße verwirklicht werden soll. Dieses System aber braucht, um zu funktionieren, Frieden. Das westliche System aber braucht Krieg, um sich zu erhalten. In diesem Sinne ist die internationale Politik Russlands und Chinas eine pragmatische, während die des Imperiums eine ideologische ist.

    > Hi,
    >
    > also da wundere ich mich auch, warum er dauernd US-Anleihen kauft und
    > nicht dem Westen eine ordentlich austeilt. Aber wenn einer, der nicht so
    > schlau ist, das Ruder uebernimmt, wird er diesen Hebel nutzen.
    >
    > Keine Ahnung warum er sich zurueckhaelt. Ich haette das mit Genuss getan.
    > [[freude]]
    >
    > Gruss

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    13.02.2018, 23:04

    @ Diogenes Lampe
     

    Sehr gut!

    > Ganz einfach! Seine Politik und die von Xi hat es auf Interessenausgleich
    > als die nachhaltigste abgesehen. Das hat bisher nicht nur den 3. Weltkrieg
    > verhindert, sondern stärkt im Innern Eurasiens ein System gegenseitigen
    > Nutzens, das mit der Neuen Seidenstraße verwirklicht werden soll. Dieses
    > System aber braucht, um zu funktionieren, Frieden. Das westliche System
    > aber braucht Krieg, um sich zu erhalten. In diesem Sinne ist die
    > internationale Politik Russlands und Chinas eine pragmatische, während die
    > des Imperiums eine ideologische ist.
    >

    Hi,

    Stalin fuetterte ja auch Hitler solange dieser gegen die Briten kaempfte. Damit war er sicher, dass Hitler nicht die falsche Richtung einschlaegt, und die Udssr angreift.

    Wuerde also Putin die EU in die Knie zwingen, muesste ja wieder die EU einen Feldzug gegen Russland unternehmen. So aber fuettert Putin die EU mit Energie.

    Die gleiche Taktik hatte auch Stalin befolgt.


    Die Hitler-EU ist sowieso ein Rentnerverein. Daraus ergeht sowieso keine Gefahr. Aber Putin ist vorsichtig. Die Briten haben der EU maenliche Araber und Afghanen injektiert. Das war der Sinn des Krieges in Syrien. Also Verrueckte gibt es genug fuer einen Krieg gegen Russland.

    Und in den USA sind die Russen immer noch die Boesen. Damit ist aber fuer Putin nicht zu spassen. Zudem die USA staendige Boykott-Listen aushaendigen und Strafen verhaengen. Es muss doch ein Weg geben, dass diese Hitler-EU sich zu einem neuen Russland-Feldzug verleiten laesst. Das ist der Wunschtraum der Angelsachsen. Noch ist der Weg nicht sichtbar, solange Putin nicht auf den Fehler der Rache sich einlaesst.

    Solange die Eu lebt, wird die EU keinen Anlass finden gegen Russland zu schiessen.

    Die Eu muss aber einen Weg finden, die Briten und die USA zu beseitigen.

    Die Briten haben sich ja Gott sei Dank verpisst aus der EU und der Trump will sich ja auch zurueckziehen.
    Also es koennte hinhauen. [[freude]]

    Gruss

    aprilzi

    tiefster Balkan,
    14.02.2018, 14:53

    @ aprilzi
     

    Weitergedacht

    Hi,
    >
    > Stalin fuetterte ja auch Hitler solange dieser gegen die Briten kaempfte.

    demnach wollte Stalin also von der fortschrittlichen und unter Schulden- oder besser Existenzdruck stehenden Deutschen Wirtschaft profitieren.

    > Damit war er sicher, dass Hitler nicht die falsche Richtung einschlaegt,
    > und die Udssr angreift.

    Da hat sich aber der Stalin geirrt.

    Also muss Putin seine Wirtschaft aufruesten. Das geht aber unter westlichen Wirtschaftssanktionen schwerer. Aber wie in Syrien gezeigt, sind die russischen Waffen ebenbuertig.

    >
    > Wuerde also Putin die EU in die Knie zwingen, muesste ja wieder die EU
    > einen Feldzug gegen Russland unternehmen. So aber fuettert Putin die EU mit
    > Energie.

    Die EU ist nicht kriegsfaehig, ihre Wirtschaft ist zwar vielfaeltig aber was machen diese Migranten dort? Sollen nun diese Migranten bewaffnet werden? und als moderne Soeldnerarmee gegen Russland kaempfen?

    Sozusagen, EU + Araber + Israel + Tuerkei gegen Russland.

    Nun aber sieht es aus als EU + Israel gegen Russland + Tuerkei + Araber

    Damit sind moegliche Wirtschaftsvorspruenge des Westens im Krieg wie Bitcoin und sonst ein Schwachsinn nicht relevant.

    Es ist also von Vorteil fuer Russland den Krieg gegen den Westen nicht auszuweichen, sondern zu beschleunigen.

    Dann muss aber die EU seine Grenzen sichern. Und das ginge nur mit den eingeschlepten Migranten.

    Die andere Version waere, dass Russland der EU die einzelnen Mitglieder abknoepft.

    Nur Krieg ist das bessere Mittel, solange man dem Westen ueberlegen ist.


    Krieg ist geil. [[freude]]

    Gruss

    trosinette

    14.02.2018, 10:10

    @ Diogenes Lampe
     

    Nicht nur danken, sondern auch berücksichtigen.

    Guten Tag,

    > Dieses System aber braucht, um zu funktionieren, Frieden. Das westliche System
    > aber braucht Krieg, um sich zu erhalten. In diesem Sinne ist die
    > internationale Politik Russlands und Chinas eine pragmatische, während die
    > des Imperiums eine ideologische ist.

    Wenn ich die tiefere Einsicht, die Du von Ostfriese dankend entgegengenommen hast, berücksichtige, kann ich mir die Lektüre Deiner Lobhudelei sparen.

    Politisch erzwungene Systeme enden nach hiesiger debitistischer Einsicht immer in Agonie. Der Westen ist in seinem Todeskampf dem fernen Osten nur einen Schritt voraus. Du müsstest mir also bitte erklären, wieso das bei den Putins und Xis dieser Welt anders laufen sollte.

    Das eine SG Hoffenheim in der Champions League bei den Königlichen in Bernabeu nicht gleich auf Sieg spielt, sondern erstmal das Unentschieden halten will, ist keine vertiefende Einsicht. Um auf Sieg zu spielen muss erstmal ordentlich aufgerüstet werden. Da ist mir bei den Chinesen nicht bange. Die ersten Flugzeugträger sind vom Stapel gelaufen und die erste Militärbasis in Afrika steht auch. Es ist vollkommen egal, wie pragmatisch und auf Interessenausgleich bedacht es losgeht, jedes politische Wirtschaftssysteme muss zu seinem Erhalt früher oder später den Druck erhöhen.

    Macht aber nichts. Nach dem Sturz des westlichen Imperiums werden die Putins und Xis dieser Welt, aufgrund der globalen Verflechtungen, sowieso erstmal weniger mit der Seidenstraße, als vielmehr mit sich und dem eigenen Sturz beschäftigt sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schneider

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    14.02.2018, 11:12
    (editiert von Oblomow, 14.02.2018, 11:30)

    @ trosinette
     

    gut & böse heißen jetzt pragmatisch & ideologisch

    Diese semantische Seiltänzerei fiel mir auch auf und Deine wie auch Ostfrieses allergische Reaktion hat doch einen veritablen Crashkurs Debitismus geliefert. Ich denke zudem, dass gut und böse und ideologisch und pragmatisch in politicis immer in Personalunion auftreten. Bestes Beispiel? Genau. Die katholische Kirche fä(ü)hrt recht gut, bzw böse damit.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Zarathustra

    14.02.2018, 13:37

    @ trosinette
     

    Dieser Beitrag wäre schon eher ein Kandidat für die Sammlungen (oT)

    [ kein Text ]
    Rybezahl

    14.02.2018, 14:55

    @ trosinette
     

    Rohstoffe

    Hallo trosinette,

    trotzdem hat Diogenes Lampe insofern recht: wer im eigenen Hoheitsgebiet genug Rohstoffe hat, muss nicht in andere Länder einmarschieren. Stattdessen kann man die Rohstoffe exportieren und den Staatshaushalt damit finanzieren. Übrigens dreht Putin deshalb nicht den Gashahn zu.

    Gruß vom
    Rybezahl.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Oberbayer

    14.02.2018, 16:43

    @ trosinette
     

    Lösung: Diktatur

    > Macht aber nichts. Nach dem Sturz des westlichen Imperiums werden die
    > Putins und Xis dieser Welt, aufgrund der globalen Verflechtungen, sowieso
    > erstmal weniger mit der Seidenstraße, als vielmehr mit sich und dem
    > eigenen Sturz beschäftigt sein.
    >
    > Mit freundlichen Grüßen
    > Schneider

    Halte ich für einen Irrtum.
    Erinnere Dich an Deinen Geschichtsunterricht.
    Wie ging es den Deutschen wirtschaftlich in den ersten Jahren unter Hitler bis 1940?
    Natürlich ist eine Diktatur immer nur so gut wie der Diktator.
    Putin und XI haben beide das Zeug dazu, ihren Völkern ein paar gute Jahre zu sichern!

    ---
    In every job that must be done, there is an element of fun

    Kosh

    14.02.2018, 16:55

    @ Diogenes Lampe
     

    Bis einer kommt und sagt: Make China Great Again.

    - Seine Politik und die von Xi hat es auf Interessenausgleich als die nachhaltigste abgesehen.

    Ja, weil sie ihn sich leisten können im Dort und Heute. Beide Staaten kommen von ganz unten und können, wenn sie es richtig anstellen z.B. via Interessenausgleich noch eine Weile wachsen, wogegen das Imperium Americanum gemessen an Trumps Wahlkampfslogan mit dem Kopf an der Decke abgeprallt sein muss, sonst würde man nicht an allen Ecken und Enden vergangenen und damals akzeptierten resp. vorteilhaften Interessenausgleich neu verhandeln und / oder durchboxen wollen.

    Im Grunde MACHT China schon jetzt nichts anderes, als China Great Again. Man orientiert sich an vergangener Grösse, nur noch eine Nummer grösser. Man kramt die Seidenstrasse aus der Mottenkiste, verschiebt Gelder in ausländische Projekte und Unternehmen, schmiedet Bündnisse und blickt hoffnungsvoll - divide et impera - in die Zukunft, die da für eine Weile durchaus kommen mag und bis zu einem gewissen Grad auch realistisch ist. Derweil AUCH der chinesische Homo sapiens immer noch der selbe ist, mit all seinen Schwächen und Stärken, aber eben dergestalt “gerüstet” aus dem Korsett des Systems Homo sapiens nicht auszubrechen vermag und scheitern muss wie der Ami.

    Nicht dass der Eindruck entsteht, ich würde Russland oder China raten, von ihren Vorhaben abzulassen. Unter den gegebenen Umständen des Systems Homo sapiens handeln sie geradezu rational, nicht fehlerlos, aber gegenüber dem Imperium taktisch geschickt und sind häufig ein, zwei Schritte voraus. Die Gegenbewegung wurde unter Trump eingeleitet und man wird sehen, ob sich China daraus als neues Imperium erheben kann oder sich ein Gleichgewicht unter “Gleichen” durchsetzt mit Rückendeckung einer NWO, bis auch die am Homo sapiens zugrunde geht.
    Und die EU, na ja, ohne Rückgrat wird sie wohl den Status einer PRovinz wohl nie überwinden.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    ---
    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    Tempranillo

    14.02.2018, 20:43

    @ Diogenes Lampe
     

    Israelisches Bekenntnis zum Rassismus

    Aus Haaretz:
    Justice Minister: Israel Must Keep Jewish Majority Even at the Expense of Human Rights. Minister Ayelet Shaked addressed the proposed nation-state law, contending that Israel as a Jewish state must administer equal civil but not national rights.

    Shaked said she believed Judaism and democracy are values that can coexist. “From a constitutional point of view there is an advantage to democracy and it must be balanced and the Supreme Court should be given another constitutional tool that will also give power to Judaism.”


    Natürlich können Demokratie und Judaismus friedlich koexistieren. Folgt man Dana Goldstein, die eine sehr prononcierte Meinung vertritt, was das nicht wirklich friedensförernde Wirken einer gewissen Lobby betrifft, heißt Demokratie nichts anderes als die Unterwerfung der Welt unter das jüdische Gesetz. Die einen als Gottes auserwähltes Volk, die anderen in der Rolle von Sklaven oder Tieren.

    Justice Minister Ayelet Shaked said Monday that if not for the fence erected some years ago on the Egyptian border, “We would be seeing here a kind of creeping conquest from Africa.” The fence effectively stopped asylum-seekers from Sudan and Eritrea from entering the country.

    Die dürfen das natürlich, schließlich haben sie so viel gelitten.

    Tempranillo

    Quelle: https://www.haaretz.com/israel-news/justice-minister-israel-s-jewish-majority-trumps-than-human-rights-1.5811106?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

    Phoenix5

    E-Mail

    11.02.2018, 16:44
    (editiert von Phoenix5, 11.02.2018, 17:03)

    @ Diogenes Lampe
     

    Äußerst lesenswerter Text! Danke!

    Dass Merkel handelt wie sie handelt, lässt sich meines Erachtens nur im Kontext deines Textes verstehen...vor allem weil die Alternative (siehe Robin Alexander "Die Getriebenen") noch schwerer zu verdauen wäre: Dass nämlich eine Geisteskranke den Wirtschaftsmotor Europas regiert.

    Ich bin übrigens überzeugt davon, dass Merkel und ihre Koalition diese Legislaturperiode politisch nicht überleben werden. Wenn die große 5 bei den westlichen Indizes abgespult wurde (theoretisch könnte man sie schon fertig zählen. Was allerdings dagegen spricht war das sofortige Krisen-Geschrei der Systemmedien nach dem kürzlichen Mini-Crash - ein klarer Kontraindikator) und das kann sich noch höchstens 2 Jahre hinziehen, beginnt das "Finale Furioso". Sobald sich dieser Kollaps an den Börsen auf die Realwirtschaft niedergeschlagen hat, fließt Blut auf den Straßen. Und darauf erheben sich in Deutschland die "Mächte des Blutes". Und wer bei der AfD genau hinhört, der hört zwischen den Zeilen des Parteigeplappers und völkischer Verirrungen die Reden potentieller Cäsaren und "Rassemenschen" im Spenglerschen Sinne. Sie werden dem unwürdigen demokratischen Schauspiel ein Ende bereiten und den abendländischen Zyklus vollenden.

    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Spengler,+Oswald/Der+Untergang+des+Abendlandes/Zweiter+Band%3A+Welthistorische+Perspektiven/4.+Kapitel%3A+Der+Staat/2.+Staat+und+Geschichte/14.

    Gruß
    Phoenix5

    ---
    Leseprobe - Ein Buch für Keinen
    Kapitel - Der Kapitalismus

    Rybezahl

    12.02.2018, 00:20

    @ Phoenix5
     

    Niemand hat die Absicht eine Gesellschaft zu veranstalten

    Hallo,

    Daniel Stelter analysiert hier ganz kühl und richtig die Situation:
    https://youtu.be/rFMq38ua-MY?t=2m15s

    Der nächste Krach wird ganz neue Verhältnisse einführen. Spätestens dann tritt Merkel ab! Dann wird der entscheidende Punkt kommen, ob die Schleuderkräfte (Machtzession, Vereinzelung) oder die Fusionskräfte (alle haften für alle) gewinnen. Zeuge dieses fantastischen Spannungsfeldes sind wir nun.

    Mit Gruß vom
    Rybezahl.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Ostfriese

    13.02.2018, 16:31

    @ Diogenes Lampe
     

    Sehr kurze Stellungnahme

    Hallo Diogenes Lampe,

    die Untertanen können wegen des Zwanges zur Aufschuldung – das Vorher-Nachher-Problem – auf der Zeitachse die Kosten für den Machtapparat nicht mehr aufbringen. Die Expansion eines Reiches ist auch nur der Versuch, sie tributär auf unterworfenen Völkern zu verlagern zwecks Zeitgewinnung. Dadurch traten zusätzlich externe Kosten für die Verteidigung nach außen auf.

    Es kann kein grenzenloses Wachstum geben, weil an jene, an die noch zediert werden kann, ebenfalls an die Grenzen ihrer eigenen Verschuldungsfähigkeit gelangen. Es können nicht mehr an zukünftig zu erwartende Einkünfte abgetreten werden, als überhaupt selbst zu erwarten sind. Zusätzliche Verschuldung ist zur Aufrechterhaltung früherer Verschuldungen ("debitistischer Kettenbrief") aber zwingend notwendig – damit ist bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Zwangsabgaben das Ende definierbar.

    Zuerst werden die externen Kosten reduziert – Rückzug aus den Kolonialgebieten. Danach beginnt der langsame Zerfall ("Stagnation") des ursprünglichen Hoheitsgebietes.

    Gruß – Ostfriese

    Rybezahl

    13.02.2018, 16:54

    @ Ostfriese
     

    Aufschuldung

    Hallo Ostfriese!

    > Hallo Diogenes Lampe,
    >
    > die Untertanen können wegen des Zwanges zur Aufschuldung – das
    > Vorher-Nachher-Problem – auf der Zeitachse die Kosten für den
    > Machtapparat nicht mehr aufbringen.

    So ist es. Da die Erstverschuldung vom Staate herrührt, müssen die Menschen immer mehr Schulden aufnehmen um die Staatsschulden zu bedienen, sonst Deflation und schließlich Staatsbankrott. Nehmen die Menschen nicht immer mehr Schulden auf, wird es der Staat tun, um die Deflation zu bekämpfen - sonst Staatsbankrott.

    > Die Expansion eines Reiches ist auch
    > nur der Versuch, sie tributär auf unterworfenen Völkern zu verlagern
    > zwecks Zeitgewinnung. Dadurch traten zusätzlich externe Kosten für die
    > Verteidigung nach außen auf.

    Heute wird es zum Beispiel privaten Ölkonzernen ermöglicht im Ausland zu bohren, nachdem das betreffende Land bebombt wurde.

    > Es kann kein grenzenloses Wachstum geben, weil an jene, an die noch
    > zediert werden kann, ebenfalls an die Grenzen ihrer eigenen
    > Verschuldungsfähigkeit gelangen. Es können nicht mehr an zukünftig zu
    > erwartende Einkünfte abgetreten werden, als überhaupt selbst zu erwarten
    > sind. Zusätzliche Verschuldung ist zur Aufrechterhaltung früherer
    > Verschuldungen ("debitistischer Kettenbrief") aber zwingend notwendig –
    > damit ist bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Zwangsabgaben das Ende
    > definierbar.

    Und daher auch die Städte, die eine reife Leistung zur Kreditausweitung darstellen (-> "Dienstleistung" noch und noch). Daher werden die Städte auch immer weiter wachsen und wachsen und wachsen. Bis...
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=318122

    > Zuerst werden die externen Kosten reduziert – Rückzug aus den
    > Kolonialgebieten. Danach beginnt der langsame Zerfall ("Stagnation") des
    > ursprünglichen Hoheitsgebietes.

    Scheint unter Trump nicht der Fall zu sein.


    Gruß auch vom
    Rybezahl.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 18:49

    @ Rybezahl
     

    gerade unter Trump

    Hallo Rybezahl, Volle Zustimmug. Bis auf Ihren letzten Satz.

    > > Zuerst werden die externen Kosten reduziert – Rückzug aus den > > Kolonialgebieten. Danach beginnt der langsame Zerfall (\"Stagnation\") > des > > ursprünglichen Hoheitsgebietes.

    > > Scheint unter Trump nicht der Fall zu sein.

    Ich denke schon. Allein seine Forderung an die NATO-Staaten, ihr Militärbudget aufzustocken und gleichzeitig die NATO als obsolet zu bezeichnen, zeigt seinen Versuch, die externen Kosten für die USA zu reduzieren und sie den Kolonien aufzuhalsen, ohne den Militärisch Industriellen Komplex unter diesen "Sparmaßnahmen" allzu sehr leiden zu lassen.

    Gleichzeitig versucht er, die EU-Staaten über die Russland-Sanktionen zu zwingen, sein Fracking-Gas für einen höheren Preis zu kaufen, als er von Russland verlangt wird. Das läßt ebenfalls das Kapital aus den Staaten der Verbündeten Richtung USA wandern.

    Übrigens: Auch sein Rückzug aus der UNESCO, dem Klimaschwindelabkommen u.s.w. zeigt diesen Prozess der externen Kostenreduzierung auf.

    Unter Obama sind die USA auf ihrem eigenen Hoheitsgebiet bereits wirtschaftlich zerfallen. Die Produktion wurde unter den Neocons nach China und andere billige Produktionsstandorte ausgelagert. Viele Industriestädte, vor allem die der Auto -und Textilindustrie, sind Geisterstädte geworden. Die Landwirtschaft liegt durch Konzerne wie Monsanto auch am Boden. Der Mittelstand, der die US-Gesellschaft trägt, ist teilweise in die bitterste Armut abgerutscht und somit als Hauptkonsument wie Kreditnehmer weitgehend ausgefallen. Viele Staaten haben den Bankrott angemeldet. Das ist mit ein Grund, warum sich die USA durch Trump vom Transatlantischen Imperium Roms und dem von ihm versprochenen "Amerikanischen Jahrhundert" als "Einzige Weltmacht" verabschieden mussten.

    Mit der Einführung von höheren Importzöllen versucht Trump ebenfalls, dringend benötigtes Kapital aus den Kolonien abzuziehen.

    Gruss zurück
    DL

    Rybezahl

    13.02.2018, 20:20

    @ Diogenes Lampe
     

    Fein beobachtet - Danke!

    Hallo,

    dennoch steigt wohl der Wehretat unter Trump. Ich kenne den Haushalt unter Trump nicht wirklich und unterstelle deshalb, die Kosten lassen sich mit Einsparungen bei anderen Maßnahmen publikumswirksam neutralisieren. Zugleich werden, soweit ich weiß, die Staatsschulden unter Trump weiter explodieren.

    Es ist daher aus meiner Sicht anzunehmen, dass die Nato-Mitglieder gefälligst mal was zu bezahlen haben (in Trump-Denk). Die EU ihrerseits könnte dies zum Anlass nehmen, sich zu emanzipieren.

    Es grüßt der
    Rybezahl.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Diogenes Lampe

    13.02.2018, 18:07

    @ Ostfriese
     

    Sehr kurze Antwort

    Hallo Ostfriese,

    Ihre kurze Antwort vertieft unsere Einsicht in den aktuellen Prozess. Vielen Dank!

    Gruss DL

Wandere aus, solange es noch geht.


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