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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Andudu

    09.11.2017, 11:22
     

    Was haben negativer Flynn-Effekt und Kalifornien gemeinsam? Sehr faszinierend!

    Ich habe gerade das arte-Video über den negativen Flynn-Effek (ständig abnehmender IQ in der Bevölkerung) gesehen:
    https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/069000/069000/069096-000-A_SQ_0_VA-STA_03337289_MP4-2200_AMM-PTWEB_rKWe1Cn7BQ.mp4

    gefunden bei:
    http://www.danisch.de/blog/2017/11/07/jeder-regt-sich-ueber-die-klimaerwaermung-auf/

    Dort wird als ein Grund für abnehmende Intelligenz ein Jodmangel (bzw. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen) vorgeschlagen, der bei schwangeren Frauen durch Flammschutzmittel (ebenso wie Jod aus der Gruppe der Halogene, 7. Hauptgruppe im Periodensystem) ausgelöst sein könnte.

    Mal abgesehen davon, ob man diese Ansicht teilt (da reicht mir eine suggestive, wenn auch gute, TV-Doku nicht), ist interessant, dass die eine Forscherin aus Kalifornien kommt. Die hat dann bei ihren Nachbarn nachgemessen und überall in Möbeln, Anstrichen, Textilien usw. teils hohe Konzentrationen an Flammschutzmitteln gefunden!

    Das hat mich stutzig gemacht, ihr erinnert euch an die Diskussion um die seltsamen Brände in Kalifornien, die ständig im Raum stehende Behauptung, die Häuser dort würden "brennen wie Zunder"?

    Ich habe dann mal gegoogelt und das gefunden:
    "In der San Diego County Brandkatastrophe im Oktober 2003, die zu den verheerendsten Bränden in der Geschichte Kaliforniens gehört, starben 15 Menschen und 2.232 Häuser wurden zerstört. Daraufhin gab das kalifornische Amt für Forstwesen und Brandschutz (California Department of Forestry and Fire Protection) eine Studie in Auftrag - sie wurde im Juli 2004 veröffentlicht - inwieweit Häuser und Gebäude besser gegen solche Brände zu schützen wären. Daraus entstanden die Bauvorschriften zu stadtangrenzenden Wäldern (Wildland-Urban Interface Building Standards), die am 1. Januar 2008 in Kraft traten. Die Vorschrift gilt für alle neuen Gebäude in „Zonen mit hoher Brandgefahr“. Sie beinhaltet Brandschutzanforderungen und Tests, die sich vorwiegend auf Bedachungen, Dachböden, Außenwände, Dachterrassen und Unterböden beziehen.

    Verwendet werden müssen nichtbrennbare Baustoffe oder Materialien mit Brandschutz- ausrüstung wie z.B. flammgeschütztes Holz, die strenge Brandschutzanforderungen erfüllen und den ASTM E84 Test “Oberflächenbrandeigenschaften von Baustoffen” (surface burning characteristics of building materials) bestehen müssen."

    https://www.flameretardants-online.com/de/news/?showid=17772

    Also alle Häuser, die seit 2008 gebaut wurden und mindestens irgendwie brandgefährdet sind, müssten einigermaßen sicher gewesen sein, nicht gegen eine Brandwalze, wohl aber gegen Funkenflug und Co. Zumindest dann, wenn die Bauvorschriften auch eingehalten wurden. Das ist dann der Punkt, an dem wir kaum mehr nachprüfen können.

    Interessant ist auch (selbige Quelle):
    "Ein Waldbrand ist ein unkontrolliertes Feuer, das plötzlich entsteht und nicht nur große Waldflächen, sondern auch Häuser oder landwirtschaftliche Güter zerstören kann. Häufige Ursachen sind Blitzschlag, menschliche Fahrlässigkeit, Brandstiftung, Vulkanausbrüche und pyroklastische Wolken aktiver Vulkane. In den USA finden jährlich zwischen 60.000 und 80.000 solcher Brände statt, die 12.000 bis 40.000 km2 Land zerstören: das sind rund 0,13 bis 0,41 % der Landesfläche."

    Das ist schon enorm! Allerdings gab es m.W. keine Gewitter bei den jüngsten Bränden und auch keine pyroklastischen Wolken. Bleibt also nur noch menschliche Fahrlässigkeit und Brandstiftung. Dass erstere so konzentriert auftritt (mind. 22 Brandherde) ist unwahrscheinlich, also bleibt eigentlich nur Brandstiftung übrig. Und da bleibt die Frage WER und WIE.

    Aber eines macht das auch klar: Feuer sind in Kalifornien ziemlich "normale" Katastrophen.

    Julius Corrino

    Sur l'escalier des aveugles.,
    09.11.2017, 12:19

    @ Andudu
     

    Kaliforniens IQ

    > Ich habe gerade das arte-Video über den negativen Flynn-Effek (ständig
    > abnehmender IQ in der Bevölkerung) gesehen:

    > Dort wird als ein Grund für abnehmende Intelligenz ein Jodmangel (bzw.
    > ein Mangel an Schilddrüsenhormonen) vorgeschlagen, der bei schwangeren
    > Frauen durch Flammschutzmittel (ebenso wie Jod aus der Gruppe der Halogene,
    > 7. Hauptgruppe im Periodensystem) ausgelöst sein könnte.

    Pruuust, harharhar.

    Im Jahr 1960 war Kalifornien noch zu 80-85% weiß.

    2010 war diese Zahl dann auf 40% gesunken und liegt aktuell bei geschätzt nur noch 37%, während die Latino-Population gleichzeitig die 40%-Marke nach oben durchbrochen haben dürfte.

    Normiert man den gegenwärtigen IQ von europäischstämmigen Weißen in den USA auf 100 (mit der üblichen Standardabweichung von 15), dann landen weiße Latinos bei 90 und nicht-weiße Mestizos bei 84-85.

    Da hilft es auch nicht, daß durch die Wahnsinnspraxis namens Birthright Citizenship eine prinzipiell unbegrenzte Anzahl von chinesischen Familien "rübermacht", während Silicon Valley seinen Arbeitsmarkt mit H1B-Indern flutet (von denen viele dann schleunigst ein adjustment of status zum Green Card-Inhaber anstreben). Der heute auf über 14% emporgeschossene Anteil an "Asiaten" in CA langt nicht, um den Trend umzukehren.

    Die angesprochenen dysgenischen Effekte sind also durchaus real. Aber die Ursache dafür ist ganz sicher nicht in irgendwelchen kontaminierten Möbeln zu finden.

    Grüße,
    Julius

    ---
    Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
    - Luc Ferrari

    re-aktionaer

    E-Mail

    09.11.2017, 13:04
    (editiert von re-aktionaer, 09.11.2017, 13:36)

    @ Julius Corrino
     

    Negativer Flynn Effekt ein Phänomen in Einwanderungsländern?

    Diese Annahme könnte man ja sehr gut überprüfen, indem man schaut, ob der Flynn Effekt nur in Einwanderungsländern mit hohem Durchschnitts IQ existiert.
    Den Flynn Effekt dürfte es dann weder in Japan noch in Korea geben.

    Julius Corrino

    Sur l'escalier des aveugles.,
    09.11.2017, 14:52

    @ re-aktionaer
     

    Obacht

    > Diese Annahme könnte man ja sehr gut überprüfen, indem man schaut, ob
    > der Flynn Effekt nur in Einwanderungsländern mit hohem Durchschnitts IQ
    > existiert.
    > Den Flynn Effekt dürfte es dann weder in Japan noch in Korea geben.

    Es ging hier um einen negativen Flynn-Effekt, also eine Abnahme des durchschnittlichen IQ in CA. Der Flynn-Effekt selbst beschreibt eine Zunahme des IQ im 20. Jahrhundert über mehrere Generationen hinweg.

    Von Südkorea und Japan weiß man, daß es in der Tat einen starken Anstieg von sieben bis acht Punkten gegeben hat - in ersterem Fall ab den 40ern, in zweiterem ab den 60ern. Im gleichen Zeitraum nahm auch die Durchschnittskörpergröße beider Völker zu, was ein starker Indikator für eine verbesserte und/oder verwestlichtere Ernährungsweise als Ursache für beide Anstiege ist.

    Der Zeitraum, ab dem der Schub in beiden Fällen kam, fällt außerdem jeweils eng mit dem Ende größerer kriegerischer Auseinandersetzungen (und damit Mangelperioden) in beiden Ländern zusammen.

    Interessant wäre ein direkter Vergleich zwischen Nord- und Südkorea in Sachen IQ und Körpergröße, da in Onkel Kims Puppenstubensowjet der Konsum tierischen Eiweißes und größerer Mengen Zucker eher selten auf der Tagesordnung stehen dürfte. Für die nature vs. nurture-Debatte ein ideales Testumfeld.

    ---
    Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
    - Luc Ferrari

    re-aktionaer

    E-Mail

    09.11.2017, 15:04

    @ Julius Corrino
     

    Das Hirn ist ein dynamisches Organ.

    > Es ging hier um einen negativen Flynn-Effekt, also eine
    > Abnahme des durchschnittlichen IQ in CA. Der Flynn-Effekt selbst
    > beschreibt eine Zunahme des IQ im 20. Jahrhundert über mehrere
    > Generationen hinweg.
    Darum meine Überschrift. "Negativer" Flynn Effekt.
    >
    > Interessant wäre ein direkter Vergleich zwischen Nord- und Südkorea in
    > Sachen IQ und Körpergröße, da in Onkel Kims Puppenstubensowjet der
    > Konsum tierischen Eiweißes und größerer Mengen Zucker eher selten auf
    > der Tagesordnung stehen dürfte. Für die nature vs. nurture-Debatte ein
    > ideales Testumfeld.
    Stimmt. Das wäre ein extrem interessanter Vergleich, weil man da auch sozusagen die gleichen genetischen Voraussetzungen hat. Insgesamt denke ich, ,spielen Anlage UND ökonomische UND soziale Situation da hinein.
    Alleine der Umstand, dass unser Hirn Synapsen ausbildet wenn es entsprechend stimuliert wird - d.H. wenig input, wenig Synapsen - lässt auf einen erheblichen Einfluss der sozialen Komponente schließen. Ein weiterer Faktor - fertilitätsrate. Ich merke bereits bei zwei Kindern einen gewaltigen Unterschied in der Aufmerksamkeitsökonomie und damit in der Intensität intellektueller Stimulation.
    Die Anlagen kann man aber auch nicht leugnen.
    Es ist ja auch hinlänglich bekannt dass Menschen aus unterschiedlichen Weltregionen in unterschiedlichen Intelligenzfeldern massiv differieren.

    Andudu

    10.11.2017, 11:33
    (editiert von Andudu, 10.11.2017, 11:34)

    @ re-aktionaer
     

    Auch wichtig...

    > sozusagen die gleichen genetischen Voraussetzungen hat. Insgesamt denke
    > ich, ,spielen Anlage UND ökonomische UND soziale Situation da hinein.

    ...ist die, ich sage mal "Zeitfensterprägung" dazu.

    In "Verhaltensforschung die uns angeht" (aus den 70igern) werden mehrere Versuche erwähnt, die eine Prägung in bestimmten Phasen der Gehirnentwicklung beschreiben. Verpasst man das entsprechende "Zeitfenster", wird die zugehörige Fähigkeit nicht oder nur schwach (bzw. mit überdurchschnittlichen Mühen) ausgeprägt.

    Vermutlich ist es das, was wir normalerweise mit "Anlage" beschreiben.

    Das gilt z.B. für den Sehsinn, vermutlich auch fürs absolute Gehör (Asiaten haben es viel öfter, vermutlich aufgrund der Sprachmelodie) und für das Erlernen einer zusätzlichen Sprache. Mich würde auch nicht wundern, wenn lesen und schreiben und logisches Denken in bestimmten Lebensphasen leichter gelernt werden kann, als später ("was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr").

    Es ist ärgerlich, dass darüber so relativ wenig bekannt ist. Vielleicht könnte man eine Gesellschaft aus Genies schaffen, wenn man das besser (=zum richtigen Zeitpunkt) fördern würde.

    re-aktionaer

    E-Mail

    10.11.2017, 12:11

    @ Andudu
     

    In der Tat

    Es ist in der Tat bedauerlich, dass ein so wichtiges Feld - nämlich die Ursachen für Intelligenz bzw. kognitive Fähigkeit und ihre Steigerung sehr wenig fächerübergreifend naturwissenschaftlich geforscht und publiziert wird. Stattdessen werken da die Neurowissenschafter, dort die Pädagogen, da wieder die Psychologen - jeder in seinem Dogma. Vielleicht will man es aber auch nicht allzugut wissen, da es das Individuum determiniert und das bei der am wichtigsten angesehenen Eigenschaft in unserer Gesellschaft.
    Man sehe nur was sie aus Murrays Bellcurve machten - nichts. Dieses Buch hätte es verdient, dass der Staat ein wenig Geld in die Hand nimmt und das durchaus mangelhafte Datenmaterial, das für diese Arbeit verfügbar war zu verbessern um die Thesen des Buches zu verifizieren oder zu falsifizieren. Stattdessen gab es ein paar Lamentos von immer den gleichen Leuten und ein Moratorium der Forschung in diese Richtung. https://de.wikipedia.org/wiki/The_Bell_Curve

    Andudu

    10.11.2017, 11:16

    @ Julius Corrino
     

    Ja, das mag eine Rolle spielen, mir fällt noch viel mehr ein...

    ...von Verblödungsmedien, bis zu totgesparter Bildung.


    > Im Jahr 1960 war Kalifornien noch zu 80-85% weiß.
    >
    > 2010 war diese Zahl dann auf 40% gesunken und liegt aktuell bei geschätzt
    > nur noch 37%, während die Latino-Population gleichzeitig die 40%-Marke
    > nach oben durchbrochen haben dürfte.


    Mich ärgert die monokausale Darstellung von arte auch. Eigentlich sollte es möglich sein, den Einwanderungsanteil rauszurechnen, wird aber eben nicht gemacht, weil politisch nicht korrekt.



    > Die angesprochenen dysgenischen Effekte sind also durchaus real. Aber die
    > Ursache dafür ist ganz sicher nicht in irgendwelchen kontaminierten
    > Möbeln zu finden.

    Das mag aber auch eine Rolle spielen (starker Anstieg autistischer Kinder etc.), zumal z.B. die Flammschutzmittel in Kleidung wohl gar keine Wirkung haben (ist auch Teil des Videos).

    Rainer

    Homepage E-Mail

    10.11.2017, 09:53

    @ Andudu
     

    Bennbare und nichtbrennbare Baustoffe

    > Verwendet werden müssen nichtbrennbare Baustoffe oder Materialien mit
    > Brandschutz- ausrüstung wie z.B. flammgeschütztes Holz, die strenge
    > Brandschutzanforderungen erfüllen und den ASTM E84 Test
    > “Oberflächenbrandeigenschaften von Baustoffen” (surface burning
    > characteristics of building materials) bestehen müssen."[/i]
    > https://www.flameretardants-online.com/de/news/?showid=17772
    >
    > Also alle Häuser, die seit 2008 gebaut wurden und mindestens irgendwie
    > brandgefährdet sind, müssten einigermaßen sicher gewesen sein, nicht
    > gegen eine Brandwalze, wohl aber gegen Funkenflug und Co. Zumindest dann,
    > wenn die Bauvorschriften auch eingehalten wurden. Das ist dann der Punkt,
    > an dem wir kaum mehr nachprüfen können.

    Es gibt Baustoffe die nicht brennen. Das sind mineralische Baustoffe und Metalle. Alles andere brennt mehr oder weniger gut. Man kann brennbare Baustoffe nicht so präparieren, dass sie überhaupt nicht brennen. Damit brennbare Stoffe dennoch im Gebäudebau eingesetzt werden können, definiert man sie als schwer entflammbar. Das bedeutet also z.B. dass eine Holztreppe 15 oder 20 Minuten dem Feuer standhält, bis sie selbst Feuer fängt. Eine Eichentreppe mit 5 cm dicken Bohlen erfüllt z.B. diese Forderung für ein dreistöckiges Gebäude. Der einzige Grund der Forderung nach zeitverzögerter Entzündung ist der Personenschutz. Eine Räumung des brennenden Gebäudes soll noch möglich sein. Ein Brandschutz des Gebäudes erfolgt durch schwer entflammbare Baustoffe nicht. Bei entsprechender Hitze brennt aber auch so eine "schwer entflammbare" Treppe innerhalb von Sekunden.

    Als Beispiel soll hier unsere Gebäudedämmung aus Styropor dienen. Eigentlich dürfen zur Gebäudedämmung nur unbrennbare Stoffe verwendet werden. Da Styropor aber erheblich billiger als die unbrennbare Mineralfaserwolle ist, wird das Styropor chemisch behandelt und als schwer entflammbar deklariert. Bürokratisch funktioniert dass, praktisch aber nicht, wie beeindruckende Gebäudebrände belegen.

    https://www.google.es/search?q=fassadenbrand&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwil6Oj3zrPXAhULPxQKHVbHD-IQ_AUICigB&biw=1212&bih=661

    Rainer

    Loki

    E-Mail

    10.11.2017, 11:24

    @ Rainer
     

    Das "nicht brennbar" stimmt so nicht.

    > Es gibt Baustoffe die nicht brennen. Das sind mineralische Baustoffe und Metalle.

    @Sprit hat in diesem Beitrag ein Video verlinkt, welches im Gegensatz zu Deiner Äußerung aufzeigt, dass sowohl Metalle als auch manche "mineralischen" Baustoffe - z.B. mit Eisenoxid eingefärbtes Terracotta - durch Mikrowellen zum Entzünden und Brennen gebracht werden können. Das Beispiel mit dem Metall in der Mikrowelle sollte das anschaulich genug beweisen.

    Deine Aussage ist also nicht richtig und Dein Beispiel mit der Styropordämmung passt deswegen m.E. auch nicht.

    Darüberhinaus finde ich @Andudu's Beitrag zu den seit 2007 vorgeschriebenen Flammschutzmitteln brilliant und es wundert mich eigentlich nicht, dass die Experten-von-eigenen-Gnaden, die sich in diesem Faden nicht zu schade waren, Aluhüte und Annunaki ins Spiel zu bringen, zu diesem Beitrag nicht äußern.

    ---
    Grüße,

    Loki

    Keine Panik!

    Rainer

    Homepage E-Mail

    10.11.2017, 22:15

    @ Loki
     

    Im Labor kann man fast alles zum brennen bringen

    > @Sprit hat in
    > diesem Beitrag ein Video verlinkt, welches im Gegensatz zu Deiner
    > Äußerung aufzeigt, dass sowohl Metalle als auch manche "mineralischen"
    > Baustoffe - z.B. mit Eisenoxid eingefärbtes Terracotta - durch Mikrowellen
    > zum Entzünden und Brennen gebracht werden können. Das Beispiel mit dem
    > Metall in der Mikrowelle sollte das anschaulich genug beweisen.

    Durch externen Energieeintrag kannst du alle möglichen Stoffe dazu bringen sich zu verbinden, zu "brennen". Bei Gebäuden sind aber die Stoffverbindungen gefährlich, die Energie abgeben, wenn sie sich verbinden. Z.B. verbindet sich Kohlenstoff mit Sauerstoff und gibt dabei Wärme ab, die weiteren Kohlenstoff und Sauerstoff Energie liefert sich ebenfalls zu verbinden, usw.

    Entscheidend ist, das der Verbrennungsprozess selbst genügend Energie liefert um die Verbrennung aufrecht zu erhalten.

    Bei Eisen wird dass schon schwieriger. Eisen fängt bei 1100 Grad an zu brennen. Vorausgesetzt du hast eine reine Sauerstoffatmosphäre. Diese Bedingung kommt bei Gebäudebränden aber selten vor. Beim Brennschneiden nutzt man diesen Umstand und kann Stahl wie Butter schneiden.

    > Deine Aussage ist also nicht richtig und Dein Beispiel mit der
    > Styropordämmung passt deswegen m.E. auch nicht.

    Wieso passt das nicht? Styropor besteht, wie z.B. auch Benzin, aus Kohlenwasserstoffen. Die brennen extrem gut.

    Rainer

    Loki

    E-Mail

    11.11.2017, 14:39

    @ Rainer
     

    Antwort und Versuch einer Bestandsaufnahme

    Es geht doch in diesem Faden um mögliche Ursachen zu den angeblichen Waldbränden, bei denen mehr Häuser als Bäume verbrannt sind.

    > > @Sprit hat [dazu]... ein Video verlinkt, welches... aufzeigt, dass sowohl Metalle als auch manche "mineralischen" Baustoffe - z.B. mit Eisenoxid eingefärbtes Terracotta - durch Mikrowellen zum Entzünden und Brennen gebracht werden können.
    Und das hat nix mit "Laborbedingungen" zu tun, denn folgender Versuch fand auf einem Schrottplatz statt:
    > > Das Beispiel mit dem Metall in der Mikrowelle sollte das anschaulich genug beweisen.

    Du selber schreibst ja auch richtigerweise:
    > Durch externen Energieeintrag kannst du alle möglichen Stoffe dazu bringen sich zu verbinden, zu "brennen".
    Und genau darum geht es in diesem Faden.

    Deine weiteren Ausführungen sind dann sehr allgemein und haben m.E. wenig mit den Bränden in Santa Rosa zu tun, z.B.:
    > > Dein Beispiel mit der Styropordämmung passt deswegen m.E. auch nicht.
    > Wieso passt das nicht?
    ...weil Styropordämmung in Kalifornien eher die Ausnahme sein dürfte.

    Da es in diesem Faden wie gesagt um mögliche Brandursachen geht, noch ein Auszug aus einer Mail von Matthias:

    > Was haben Strommasten, ein Haus und ein Auto gemeinsam, eine Plastikmuelltonne aber nicht?
    > Antwort: Die haben eine Elekroinstallation gemeinsam.
    > Da gebe man gemäß EMP (gleichzeitiger Elektronikausfall wurde ja in dem Kontext auch mehrfach berichtet) eine hohe Spannung drauf und schon hat man bis zum Durchbrennen der Leiter (Funkenstrecken mal außen vor) das gewuenschte Funkenfeuer.
    > Im Auto und Haus mit den dortigen Pappwänden gibt es keinen besseren Brandbeschleuniger.

    Mit Zürichsee's Theorie der "stehenden Wellen", Matthias' Vorschlag der EMP und den Hinweisen auf Mikrowellen-, Laser- oder ähnlichen DEW-Einwirkungen haben wir doch nun eine Reihe von Erklärungen, die diese seltsamen Verwüstungen in Santa Rosa deutlich besser erklären können als "Waldbrände", die die meisten Bäume stehen, aber die Häuser von oben nach unten abbrennen lassen.

    Häuser, welche seit 2007 laut Brandschutzordnung wohlgemerkt gegen Funkenflug geschützt sein müssen, selbst wenn das verwendete Bauholz noch nicht mit flammhemmenden Anstrichen versehen war (-> Link zur Brandschutzverordnung in Andudu's Beitrag zu Flammschutzmitteln)

    Glaubt irgendjemand wirklich noch, dass hier nur "ganz normale Waldbrände" zu den Verwüstungen in Santa Rosa geführt haben?

    P.S.: Siehe auch Hopi's und Ashitaka's Beiträge zum Thema...

    ---
    Grüße,

    Loki

    Keine Panik!

    Andudu

    10.11.2017, 12:02

    @ Andudu
     

    Nachtrag zum (negativen) Flynn-Effekt...

    ...im arte-Video kommt das (typisch nachteiliger Suggestivcharakter von Filmen) so rüber, als könne man den überall feststellen.

    Die Kritik hat mich veranlasst nochmal ein bisschen zu suchen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Flynn-Effekt#Weiterf.C3.BChrende_Entwicklung_nach_1984

    Zitat:
    "Sundet und Kollegen (2004) studierten die Testergebnisse von zwischen Mitte der 1950er Jahre und 2002 getesteten norwegischen Wehrdienstpflichtigen. Während bis Anfang der 1970er Jahre ein starker Zuwachs verzeichnet wurde, verkleinerte sich dieser dann, bis er Mitte der 1990er Jahre verschwand. Der durchschnittliche Zuwachs wurde hauptsächlich durch eine Abnahme niedriger Testergebnisse verursacht. Die Autoren schließen, dass der Flynn-Effekt in Norwegen ein Ende erreicht haben könnte.[12] Laut Sundet und Kollegen (2008) ist dieses Ende des Flynn-Effekts in Norwegen nicht leicht zu erklären, möglich sei aber, dass ein höherer Anteil von Einwanderern[3] (die in den Niederlanden durchschnittlich schlechtere Ergebnisse erzielen[13]) unter den Wehrdienstpflichtigen verantwortlich sei."

    Das ist wohl die Hauptstudie, die erstmals die Umkehrung des Flynn-Effektes feststellte.


    Zitat:
    "Teasdale und Owen (2005) zeigten anhand von Testergebnissen von 500.000 jungen dänischen Männern zwischen 1959 und 2004, dass der IQ Ende der 1990er Jahre einen Höchststand erreichte, von dem er seitdem wieder auf das Niveau vor 1991 zurückgefallen ist. Eine mögliche Erklärung für die sinkenden IQ-Werte in Dänemark ist laut Teasdale und Owen ein Rückgang des Anteils der 16- bis 18-Jährigen in weiterführenden Schulen. Da aus Korrelation keine Kausalität abgeleitet werden könne, seien jedoch auch andere Erklärungen möglich.[4] Ein weiterer Faktor könne Immigration sein. So zeigen niederländische Daten, dass Kinder von Immigranten schlechter bei Intelligenztests abschneiden als ethnisch niederländische Kinder.

    Neben diesen Ergebnissen aus Norwegen und Dänemark stellten auch Studien aus Australien (2005) und dem Vereinigten Königreich (2007) eine Stagnation bzw. einen Rückgang des gemessenen IQs fest.
    "



    Es gibt also einigermaßen verlässliche Daten für Norwegen, Dänemark, Australien und GB, die, kombiniert mit Erkenntnissen aus den Niederlanden, nahelegen, dass Immigration eine Rolle spielt.

    Das ist (zumindest für die erste und zweite Generation der Immigranten) auch plausibel.

    Allerdings sind 4 Länder nicht die Welt, noch nichtmal der Westen. Kennt jemand von euch noch zusätzliche?

    Flynn selbst stellt wohl eine weitere Zunahme fest (selbe wiki-Quelle):
    "Flynn stellte dagegen in seinem 2012 erschienenen Buch Are We Getting Smarter? einen weiteren Anstieg der Intelligenz fest. Deutschland verzeichne einen Anstieg von 0,35 Punkten pro Jahr, Brasilien und die Türkei fast doppelt so viel. Verändert habe sich allerdings die Art der Intelligenz. So verbessere sich vor allem das visuelle und logische Denken der Kinder, der Wortschatz hingegen nur unwesentlich."

    Dass die Entwicklungsländer sich verbessern (bessere Nahrungsversorgung und Bildungschancen), ist naheliegend und steht auch nicht im Widerspruch dazu, dass Einwanderer hier den Durchschnitt senken, da diese Länder ja von einem niedrigeren Niveau kommen.

    Für Deutschland müsste man wohl heutzutage nochmal nachmessen, da ist gefühlt sehr viel passiert...

Wandere aus, solange es noch geht.


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