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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Ikonoklast

    E-Mail

    08.11.2017, 09:46
     

    OT: Warum ändern Kraniche ihre Zugrouten?

    Hallo Zusammen,

    gestern Abend war ich noch mit meinem Hund Gassi, dabei sind - mir zunächst - völlig unbekannte Vögel mit einem mords Getöse über mich und meinen Hund hinweg geflogen.

    Zuhause angekommen ließen mir diese "komischen" Vögel keine Ruhe, also begab ich mich im Internet auf Spurensuche und wurde dann beim Kranich fündig. Ich kann mich an keinen Kranich entsinnen, seitdem ich mich erinnern kann. Immerhin doch schon gut 30 Jahre! [[freude]]

    Meine Frage an die Ornithologen unter Euch, warum ändern Zugvögel Ihre Routen? Liegt's am Erdmagnetfeld, Futter (z. B. wegen Insektensterben), andere Einflüsse wie Mobilfunk usw.?

    ---
    Meine Beiträge sind Satire und als Gesamtkunstwerk zu verstehen!
    Ein überragender Teil der Ökonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfähig, meine Gedanken richtig zu verstehen, weil sie so revolutionär sind.[[freude]]

    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    08.11.2017, 09:50

    @ Ikonoklast
     

    Kranichhaus

    Also bei uns in Norddeutschland sind Kraniche gar nicht so selten. In einem Nachbarort gibt es sogar ein "Kranichhaus" genanntes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.

    Ikonoklast

    E-Mail

    08.11.2017, 10:00

    @ Otto Lidenbrock
     

    Bin ziemlich aus dem Süden der Republik und so einen Vogel kenne (kannte) ich noch nicht ;-) (oT)

    [ kein Text ]

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    Otto Lidenbrock

    Nordseeküste,
    08.11.2017, 10:09

    @ Ikonoklast
     

    Lufthansa

    Die Lufthansa trägt doch den Kranich sogar in ihrem Wappen.

    Ikonoklast

    E-Mail

    08.11.2017, 10:29

    @ Otto Lidenbrock
     

    Die waren im Blindflug unterwegs und ich ebenfalls

    Es war schon dunkel, ich konnte die Kraniche nicht sehen, nur hören. Und die sind wirklich unüberhörbar [[zwinker]] [[top]]

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    YooBee

    08.11.2017, 11:08

    @ Otto Lidenbrock
     

    Das sollten sie jetzt entfernen.

    > Die Lufthansa trägt doch den Kranich sogar in ihrem Wappen.

    https://www.kraniche.de/de/news-leser/kranichschutz-deutschland-in-not.html

    Und @Ikonoklast - Es spricht nicht für Dich, Kraniche und Google nicht zu kennen. Egal, wo Du wohnst. Nichts für ungut. [[sauer]]

    nvf33

    08.11.2017, 10:39

    @ Ikonoklast
     

    Vögel machen ziemlich viel, was nicht recht ins Konzept passt

    Hallo Ikonoklast,
    hier einige Beispiele zu solchen Seltsamkeiten, die schon einige Jahrzehnte oder über ein Jahrhundert zurückliegen:
    a) Die Nordwestausbreitung der Türkentaube:
    https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkentaube#Die_Nordwestausbreitung
    b) Die Ausbreitung der Amsel in die Städte
    https://de.wikipedia.org/wiki/Amsel
    (Dabei gibt es heute quasi zwei nicht überlappende Amselpopulationen, die Stadtamseln und die Waldamseln, sehen aber genau gleich aus, außer dass man letztere eben nur selten sieht)
    c) Die Ausbreitung des Girlitz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Girlitz_(Art)#Arealausweitung

    Die Flugrouten der Zugvögel sind nicht ganz so leicht zu studieren, weil man ja nicht alle Vögel mit Peilsendern ausstatten kann, aber auch hier gibt es einige Einflussfaktoren, Wind, Wetter etc. Das Erdmagnetfeld wird immer wieder ins Feld geführt, kann aber definitv nicht der einzige Faktor sein für die Orientierung. Die Wetterlage war am Wochenende etwas verwickelt, vielleicht haben deshalb die, genauer Deine gesichteten Kraniche einen Sonderweg genommen.

    Sehr erstaunlich ist auch das Federkleid der Vögel. Es will bei genauer Betrachtung so gar nicht ins Bild das gängigen Trivialdarwinismus passen. Es gibt da ein sehr schönes, grundsätzliches Buch, dass diese Punkt ausführlich diskutiert.
    http://www.langelieder.de/lit-beleites14.html

    Ein bizarres Verhalten aus der Vogelwelt will ich auch noch Erwähnen: Das "Einemsen"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einemsen
    Stare machen das besonders gern, sich mit Ameisen im Schnabel einzureiben, und dabei nicht selten umzufallen.

    Ich denke, Demut angesichts dieser herrlichen Vielfalt ist die beste Haltung, allemal besser als Alarmismus, der mitunter einen Hinweis auf einen Konflikt zwischen Wissen und offenbarer Möglichkeit bedeutet.


    Viele Grüße
    nvf33

    Ikonoklast

    E-Mail

    08.11.2017, 10:55
    (editiert von Ikonoklast, 08.11.2017, 10:55)

    @ nvf33
     

    Das gehäufte auftreten von Einzelfällen bereitet mir Bauchweh

    Hallo nvf33,

    erst einmal vielen Dank für deine fundierte Antwort.

    > Ich denke, Demut angesichts dieser herrlichen Vielfalt ist die beste
    > Haltung, allemal besser als Alarmismus, der mitunter einen Hinweis auf
    > einen Konflikt zwischen Wissen und offenbarer Möglichkeit bedeutet.

    Natürlich hast Du mit deiner Aussage zum Alarmismus recht, nur machen mich die Einzelfälle bei uns stutzig, wie das Insektensterben oder der Niedergang meiner Bienen letztes Jahr. Ich hatte bis Weihnachten 2016 zehn Völker an verschiedenen Standorten. An machen waren die Bienen tot im Kasten, in den anderen nicht mehr vorhanden! Einsteins angebliche Aussage zum Bienensterben wühlt mich natürlich auf...

    Viele Grüße zurück!

    ---
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    Ein überragender Teil der Ökonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfähig, meine Gedanken richtig zu verstehen, weil sie so revolutionär sind.[[freude]]

    XERXES

    E-Mail

    08.11.2017, 10:54

    @ Ikonoklast
     

    Nahrungsopportunisten...

    Da die Kraniche im Vergleich zu anderen EU-Staaten und zum Leidwesen der hiesigen Fischteichbetreiber, in Deutschland nicht bejagt werden dürfen, fühlen sich diese hier nun "Pudelwohl".

    Bei den Nilgänden hat man z.B. auch viel zulange deren Ausbreitung zugelassen.

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    Oberbayer

    E-Mail

    Schorfheide,
    08.11.2017, 12:38

    @ XERXES
     

    Richtig, XERXES! Im Oderland sind die Kraniche

    zur Landplage geworden. Auf abgeernteten Maisfeldern sieht man sie im Herbst in Verbänden von über 1000 Stück (ähnlich wie Wildgänse).
    Da bedarf es tatsächlich bald der Bejagung, denn sie waren i.d.R. eine große Fluchtdistanz.
    Inzwischen gibt es aber auch völlig angepasste Exemplare, die in den Erntemonaten direkt an den Straßenrändern von den Getreidetransporten herab gewehte Körner suchen.
    Lästig für Anwohner ist das weithin hörbare Geschrei der Tiere im sommerlichen Morgengrauen, wenn Wiesen bis an Dorfränder reichen.

    > Da die Kraniche im Vergleich zu anderen EU-Staaten und zum Leidwesen der
    > hiesigen Fischteichbetreiber, in Deutschland nicht bejagt werden dürfen,
    > fühlen sich diese hier nun "Pudelwohl".
    >
    > Bei den Nilgänsen hat man z.B. auch viel zulange deren Ausbreitung
    > zugelassen.

    Nordlicht

    E-Mail

    08.11.2017, 13:34

    @ Oberbayer
     

    Und am Chiemsee die Kormorane (nL)

    Unnachahmlich: Gerhard Polt [[zwinker]]

    SCNR,

    Nordlicht

    SevenSamurai

    08.11.2017, 17:55
    (editiert von SevenSamurai, 08.11.2017, 17:59)

    @ Ikonoklast
     

    Fliegen regelmässig im Herbst über das schöne Rheinland im Bereich Köln-Bonn und Niederrhein.

    Die Wahner Heide bei Köln-Porz-Wahn ist ein guter Beobachtungsort.

    Das ist dort völlig normal!

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

Wandere aus, solange es noch geht.


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