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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    XERXES

    E-Mail

    21.04.2017, 10:42
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 16:11)
     

    "Anschlag" auf BvB-Bus. Geschichte für Dummies. Börsenzocker wars...

    Da haben die Herrschaften eine Woche Zeit, eine Geschichte für die Öffentlichkeit zu basteln und kommen dann mit einem solchen Blödsinn um die Ecke.

    http://www.tagesschau.de/inland/festnahme-anschlag-bvb-bus-103.html

    Ein 28-Jähriger soll am 11.04. mit einem Verbraucherkredit von 78.000,- Puts (Optionsscheine), Fälligkeit 17.06.!! auf die BvB-Aktie gekauft haben und sich einen Millionengewinn erhofft haben.

    Einfach nur herrlich....Es zeigt die ganze Bandbreite journalistischer Schlamperei und Inkompetenz!

    Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass der 17.06. ein Samstag ist!

    Was die Scheine angeht, so gibt es ausschließlich Puts der DZ Bank. Am Geld (Basis 5,60) lässt sich ein solcher Gewinn nicht erzielen. Es braucht dann schon WKN DGM51Y (4,80 16.06). Um den genannten Gewinn (mind. 1.300 %) zu erzielen, hätte die Aktie in der Folge auf mind. € 3,50 fallen müssen (Aktie am 11.04. um € 5,65).

    Dumm nur, dass im Falle von toten Spielern (Wie eigentlich? Mit Bomben, die im Lack nicht mal einen Kratzer verursachen!) die Aktie natürlich sofort vom Handel ausgesetzt worden wäre und man sehr schnell Meldungen verbreiten würde, die aufzeigten, dass der wirtschaftliche Schaden nicht hoch gewesen wäre (Versicherung).
    Zudem hätte es eine Welle der Solidarisierung gegeben (UEFA, DFB, DFL, Politik, (Finanz-)Wirtschaft, Medien, u.s.w.)
    Nie und nimmer hätte es also einen solchen Kursrutsch gegeben.

    Also liebe Politik/Medien lasst Euch eine andere Geschichte einfallen!

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    XERXES

    E-Mail

    21.04.2017, 11:16

    @ XERXES
     

    Lt. Speichel, 15.000 Scheine...Wird immer besser...

    Demnach hätte ein Schein € 5,20 gekostet (€ 78.000,-/15000).

    Einen solchen Schein gibt es nicht!

    http://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine-auf-Borussia-Dortmund-BVB?searchFields%5Bsort%5D=DATETIME_MATURITY_ASC&searchFields%5BidExerciseRight%5D=1&namedFields%5BSTRIKE_ABS%5D%5Bmin%5D=&a...cker-max=&DATETIME_MATURITY_quick-max=&namedFields%5BDATETIME_MATURITY%5D%5Bmin%5D=&namedFields%5BDATETIME_MATURITY%5D%5Bmax%5D=&searchFields%5BidSubcategoryApplication%5D%5B%5D=391

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    Theo Stuss

    21.04.2017, 11:54

    @ XERXES
     

    WELT und SPIEGEL lassen keine Kommentare zu! (oT)

    [ kein Text ]
    Michael Krause

    21.04.2017, 11:38
    (editiert von Michael Krause, 21.04.2017, 11:39)

    @ XERXES
     

    Vermutlich so

    Mit € 5,20 ist vermutlich der Basispreis des Optionsscheins gemeint. Der Sportsfreund hätte aufgrund seiner prekären finanziellen Lage auch nie und nimmer einen Verbraucherkredit in Höhe von € 78.000 bekommen. Der ensprechende Schein kostet ca. 20c. Ein Einsatz in Höhe von ca. € 3.000 wäre wohl machbar.

    ---
    Man kann nur hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie es schon ist. (Karl Valentin)

    XERXES

    E-Mail

    21.04.2017, 11:50

    @ Michael Krause
     

    D.h., der Schein hätte auf € 67,- steigen müssen, um einen Millionengewinn zu erzielen.

    Das musst Du mir erklären, wie das mit einer Aktie geschehen kann, die bei € 5,65 notiert...[[zwinker]]

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    Michael Krause

    21.04.2017, 12:28
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 14:24)

    @ XERXES
     

    Das Ganze ist ziemlich wirr

    Mal unterstellt, unser russisches Börsengenie wusste nicht, dass die Aktie bei Sonderereignissen ausgesetzt wird, braucht es dennoch eines nicht unbedeutenden Wetteinsatzes, um einen so hohen Gewinn zu erzielen. Wo kommt das Geld also her? Der Täter hatte doch Geldprobleme.

    ---
    Man kann nur hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie es schon ist. (Karl Valentin)

    Michael Krause

    21.04.2017, 12:34
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 14:25)

    @ Michael Krause
     

    Einzige Erklärung ist vielleicht, dass…

    er über den Terminmarkt, z.B. EUREX gehandelt hat. Dann hätte er die € 78.000 auch nicht in vollem Umfang zahlen müssen, sondern nur die Margin.

    ---
    Man kann nur hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie es schon ist. (Karl Valentin)

    XERXES

    E-Mail

    21.04.2017, 12:35

    @ Michael Krause
     

    Es ist nicht wirr, es ist absurd! (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    Herb

    Südsteiermark,
    21.04.2017, 13:20
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 16:31)

    @ XERXES
     

    Na und?

    Hallo Xerxes,
    wen interessieren in dieser Zeit noch Fakten und Logik?

    Der Pöbel gibt sich mit der gelieferten Antwort zufrieden und man hat noch einen Grund, auf die Russen sauer zu sein.

    Beste Grüße, Herb

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    nereus

    21.04.2017, 17:39
    (editiert von nereus, 21.04.2017, 17:41)

    @ XERXES
     

    Es ist selbstverständlich absurd!

    Hallo XERXES!

    Der Typ soll lediglich 2.700 € eingesetzt haben, wenn man dieser Quelle vertrauen darf.
    Bitte hier entlang: https://marsvonpadua.com/2017/04/21/bvb-anschlag-der-taeter-sergej-wenergold-setzte-2700-euro-ein-und-wettete-auf-die-aktie/

    Trotz aller neuen und natürlich offiziell bestätigten Theorien – wie immer auch gerne im Gelben Forum [[freude]] – wäre die Sache natürlich trotzdem eine Lachnummer.

    Er kauft für 2.700 Euronen 15.000 Put-Optionen.
    So etwas nennt man Geschäft eines Kleinanlegers.

    Aber der wackere Händler von Comdirect schlägt wegen dieses exorbitanten Volumens [[zwinker]] natürlich Alarm! [[lach]]
    Und selbst wenn die Aktie einen Kursrutsch erlebt hätte, wäre der Profit marginal gewesen. Aber laut FAZ wollte er einen Millionengewinn einfahren.

    Und die Sueddeutsche hat noch eine andere Version auf Lager.

    Zusätzliche Ermittlungen förderten weitere belastende Indizien zutage: Sergej W. besitzt technischen Sachverstand, er arbeitet im Technik-Bereich des Universitätsklinikums in Tübingen. Er nahm einen Verbraucherkredit in Höhe von rund 40.000 Euro auf, um die Aktienoptionen zu erwerben. Die Laufzeit der Papiere endete am 17. Juni, Sergej W. musste also sicher sein, dass die BVB-Aktie in kurzer Zeit stark fallen würde.

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/anschlag-auf-bvb-bus-entscheidender-tipp-kam-von-der-comdirect-bank-1.3472914

    Die kriegen nicht einmal eine gleichlautende Darlehenssumme auf die Reihe.
    Den Vogel schießt natürlich einmal mehr BILD ab.

    Mitarbeiter der „Comdirect"-Bank hatten der Polizei eine Verdachtanzeige gegen den Russen wegen Geldwäsche übermittelt, der Kauf erschien ihnen verdächtig.

    Quelle: http://www.bild.de/news/inland/bombenanschlag-auf-bvb-bus/nach-anschlag-verdaechtiger-festgenommen-51374552.bild.html

    15.000 Optionsscheine je 18 Cent das Stück!
    Das ist neuerdings Geldwäsche!

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    Meine Güte, wie tief muß das Niveau der Presse (und auch anderswo [[zwinker]]) eigentlich noch sinken?

    mfG
    nereus

    Michael Krause

    21.04.2017, 20:08
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 22.04.2017, 14:01)

    @ nereus
     

    Klar ist das wirr

    Wir wissen zu wenig, was der Sportsfreund W. tatsächlich gemacht hat. Es wäre ein Leichtes für die Bundesanwaltschaft, das klarzustellen. Daran scheinen die aber kein Interesse zu haben. Die Pressegenies kennen noch nicht einmal den Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen. Als Erkenntnisquelle scheiden die also aus. Insofern ist alles Spekulation. Lächerlich ist auch, dass keine Erkenntnisse über den eingesetzten Sprengstoff vorliegen sollen, so es denn welcher war. Immerhin wurde kolportiert, dass es sich um Bundeswehrmaterial gehandelt haben soll. Irgend etwas muss also bekannt sein. Die ganze Informationspolitik ist also wieder einmal wirr.

    ---
    Man kann nur hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie es schon ist. (Karl Valentin)

    nereus

    22.04.2017, 09:23
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 22.04.2017, 14:27)

    @ Michael Krause
     

    Trotz aller Verwirrung, ein paar Dinge sind schon erkennbar

    Hallo Michael!

    Ein paar Kleinigkeiten kann man sehr wohl herausfinden.
    Wenn die Medien oder gar die Staatsanwaltschaft dieses oder jenes melden, kann man das, soweit möglich, auf Plausibilität prüfen.
    Das haben ein paar Trader auch getan und meine gemeldete und vermutete Version scheint sich zu bestätigen.
    Zunächst hatte sich der Chefredakteur von Godmode-Trader, Daniel Kühn, mit dem Thema befaßt.

    Was sofort auffällt - die Zahl von angeblich 15.000 erworbenen Derivaten passt nicht zusammen mit der Angabe, dass "mehrere Zehntausend Euro" aus einem Konsumentenkredit in den Kauf gesteckt wurden (laut Informationen des SPIEGEL 40 TSD EUR). Selbst wenn alle 15.000 Stück auf den teuersten Schein entfielen, kommt man auf eine Summe von max. 10 TSD EUR.
    ..
    Was mich ein wenig irritiert ist, dass das BKA sich aktuell nicht in der Lage sieht mitzuteilen, wie hoch der maximale Gewinn gewesen wäre im Falle eines "Erfolgs" des Anschlags. Das ist wirklich einfach auszurechnen, wenn man alle Abrechnungen vorliegen hat. Man muss dann nur noch das Extrem-Szenario eines Kurssturzes auf 0 EUR unterstellen und kann dann den maximalen Wert der OS und somit auch den maximalen Gesamtgewinn errechnen.


    Quelle: https://www.godmode-trader.de/artikel/borussia-dortmund-sind-das-die-optionsscheine-des-attentaeters,5269410

    Natürlich wird er dabei in den Kommentaren einerseits unterstützt und andererseits von den „staatlichen Gedankenwächtern“ angefeindet, ein Phänomen, welches man aus vielen Internetblogs und Foren kennt.
    Nun hakt ein Kommentar nach und meldet:

    Equities
    Update: von dem Optionsschein DG7MN5 wurden am 11.04.2017 um 16:57 Uhr ebenfalls 15.000 Stück gehandelt. Ausführungskurs 0,059 Euro ... also 885 Euro Investitionssumme.Ansonsten ist bei keinem der in Frage kommenden Optionsscheine am 11.04.2017 Börsenhandel ersichtlich.


    Siehe auch diese Quelle: http://www.wallstreet-online.de/optionsschein/dg7mn5-borussia-dortmund-put-4-bis-2017-06-dz

    Dies scheint aber nicht das betreffende Papier zu sein, auch wenn es sehr ähnliche Daten enthält, wie nun dieser Kommentar indiziert.

    Equities

    Genau die selbe Suche habe ich heute morgen auch durchgeführt.
    Was mich zunächst verwirrt hat, ist dass in der Pressemitteilung des Bundesgeneralanwalts einmal die Rede von Optionen ist und im nächsten Satz von Optionsscheinen gesprochen wird.
    Eine Suche nach Optionen auf die BVB Aktie auf der Seite der EUREX ergab 0 Treffer. Eine Suche der in Frage kommenden Optionsscheine ergab 7 Treffer, allerdings kommt keiner der Scheine bei einer Stückzahl von 15.000 auf die angegebene Investitionssumme von 78K Euro.
    Wie von Ihnen vermutet, bin ich auch davon ausgegangen, dass fälschlicherweise der Basispreis mit der Stückzahl multipliziert wurde.

    Interessanterweise wurden am 11.04.2017 um 11:16 Uhr 15.000 Stück des Optionsscheines DGQ1VV (ISIN DE000DGQ1VV9) für 0,18 Euro an der Börse Frankfurt gehandelt. Investitionssumme = 2.700 Euro.

    Die veröffentlichten Zahlen in der Pressemeldung des Bundesgeneralanwalts ergeben keinen Sinn. (Natürlich bestünde auch die Möglichkeit dass Direktgeschäfte mit dem E̶m̶m̶i̶t̶e̶n̶t̶e̶n̶ Emittenten abgeschlossen wurden, allerdings ist dann immer noch entweder die angegebene Stückzahl, oder die Investitionssumme falsch)
    PS: Woher kommt die Info dass es sich um 3 verschiedene Optionsscheine gehandelt haben soll? In der Pressemeldung des Generalbundesanwalts habe ich diese Info nicht gesehen.


    Dies hier scheint der richtige Optionsschein zu sein: http://www.wallstreet-online.de/optionsschein/dgq1vv-borussia-dortmund-put-5-20-bis-2017-06-dz

    Die Angaben zum gehandelten Volumen werden danach nochmals bestätigt.

    man7u
    Das Volumen ist doch in Bloomberg zu sehen. 15000 Stück am 11.04. WKN:DE000DGQ1VV9


    Quelle: https://www.godmode-trader.de/artikel/borussia-dortmund-sind-das-die-optionsscheine-des-attentaeters,5269410

    Ich habe keinerlei Zweifel, daß die Leute vernünftig recherchiert haben.
    Hier nochmals alle Puts des BVB in einer Übersicht.
    Da stehen sie: http://www.wallstreet-online.de/optionsscheine/optionsschein-suche/produkte/2723/short/l2-76/ost-osclassic

    Die Sache ist klar wie Kloßbrühe.
    Staatsapparat und Medien verbreiten einmal mehr FAKE-NEWS!

    mfG
    nereus

    DT

    22.04.2017, 11:52

    @ nereus
     

    Ein KONSUMENTENKredit sind auch keine 70000 EUR, sondern eher ein paar Tausend max. (mT)

    Das paßt also zu dem Statement mit 15000 * 0.059 EUR.

    Einen KONSUMENTENKREDIT von 70000 EUR hab ich noch nie gesehen.

    Hat einer den kompletten Namen?

    Er heißt irgendwie Sergej Waldgold oder Weißgold so ähnlich?

    W***gold.

    Ich habs nicht mehr gefunden, wo ich das gestern gelesen hatte, ich dachte hier.

    Uwe

    E-Mail

    22.04.2017, 11:59
    (editiert von Uwe, 22.04.2017, 12:07)

    @ nereus
     

    Die Sache ist klar, wie trübe Kloßbrühe

    @nereus: Die Sache ist klar wie Kloßbrühe.
    Staatsapparat und Medien verbreiten einmal mehr FAKE-NEWS!


    Hallo, @nereus,

    wieso muss man davon ausgehen, dass die gesamte Summe eines "Verbraucherkredites" (ich meine mich zu erinnern, dass ich diese Bezeichnung in einer Nachricht gehört oder gelesen habe) im vorliegenden Fall in das ein Börsengeschäft geflossen sein muss (wie sind eigentlich die Bedingungen für den Kreditsuchenden zur Erlangung eines Verbraucherkredit in den genannten Höhen?)?

    Es wird in mir der Eindruck vermittelt, dass der Verdächtigte in Geldnöten zu sein scheint, und er wird wohl somit auch noch einige „Investitionskosten“ aufbringen müssen (Logistik, Hotelzimmeranmietung, ggf. Bedienung von Altschulden, Lebensunterhalt), um zu versuchen, seinen vermeintlichen und dann sehr wohl perfiden Plan, mit sinkenden Börsenkursen Gewinn zu erlangen, umsetzen zu können. Warum also nicht "diversifizieren", dass könnte doch die Frage nach der Verteilung unbedeutend werden lassen.

    Mich erinnert die ganze Rechnerei an Verwaltungskram, wie er bei der Ermittlung von Einkommenssteuern hier und wohl auch da zu finden sein könnte, wo bei "übersichtlichen" Fällen genausten geprüft und in Frage gestellt wird, wenn jedoch "global" agiert wird, finden sich nur wenige, denen eine Prüfung über eingesetzte Mittel zur Erzielung einer gesetzten Gewinnabsicht gelingt, geschweige denn, dass „Schuldner“ gefunden werden, die für eingetretene Ergebnisse und Folgen zu Rechenschaft gezogen werden könnten.

    Dieses ist kein Plädoyer für die Verharmlosung, sondern im Gegenteil, für die Offenlegung jeglicher Umstände zur direkten bzw. indirekten Gewinnerzielung, insofern diese zum Schaden von Dritte führen.

    Von der Vielzahl der Fälle abgesehen, in denen dann das angeführte Allgemeinwohl für die deswegen hinzunehmenden Umstände betont wird, wird wohl sehr schnell offensichtlich werden, dass es diese Art von Verbrechen, Tötung zur Erlangung eines Vorteiles, nicht unbedingt etwas Neues ist. Der entscheidende Unterschied liegt m. E. in den Akteuren und deren "Vernetzung" in unserer Gesellschaft.

    Gruß,
    Uwe

    nereus

    22.04.2017, 13:30
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 22.04.2017, 14:30)

    @ Uwe
     

    Müssen muß man überhaupt nichts ;-)

    Hallo Uwe!

    Du fragst: .. wieso muss man davon ausgehen, dass die gesamte Summe eines "Verbraucherkredites" (ich meine mich zu erinnern, dass ich diese Bezeichnung in einer Nachricht gehört oder gelesen habe) im vorliegenden Fall in das ein Börsengeschäft geflossen sein muss (wie sind eigentlich die Bedingungen für den Kreditsuchenden zur Erlangung eines Verbraucherkredit in den genannten Höhen?)?

    Davon muß man nicht zwingend ausgehen.
    Wovon man aber ausgehen sollte, ist der Umstand, daß ein Täter einen Millionen-Gewinn oder zumindest einen im hohen sechsstelligen Bereich erzielen wollte und dabei im Vorbereiten und Ausführen eines Anschlages Verletzte, wenn nicht Tote, in Kauf nahm.
    Das ist der Ausgangspunkt um den es geht und alles was dazu vermeldet wird, muß mit dieser Planung halbwegs konform gehen, wenn das unterstellte Szenario schlüssig sein soll.

    Es wird in mir der Eindruck vermittelt, dass der Verdächtigte in Geldnöten zu sein scheint, und er wird wohl somit auch noch einige „Investitionskosten“ aufbringen müssen (Logistik, Hotelzimmeranmietung, ggf. Bedienung von Altschulden, Lebensunterhalt), um zu versuchen, seinen vermeintlichen und dann sehr wohl perfiden Plan, mit sinkenden Börsenkursen Gewinn zu erlangen, umsetzen zu können.

    Ja, dieser Eindruck soll vermittelt werden und erscheint zunächst auch stimmig.

    Warum also nicht "diversifizieren", dass könnte doch die Frage nach der Verteilung unbedeutend werden lassen.

    Wenn man eine Millionen machen will, kommt man in einer Investition von 2.700 € nicht wirklich weit. Auch 10 oder 20.000 Euro würden nach dem vorliegenden Geschäftsmodell nichts bringen. Und das ist schon einmal ein Problem.

    Mich erinnert die ganze Rechnerei an Verwaltungskram, wie er bei der Ermittlung von Einkommenssteuern hier und wohl auch da zu finden sein könnte, wo bei "übersichtlichen" Fällen genausten geprüft und in Frage gestellt wird, wenn jedoch "global" agiert wird, finden sich nur wenige, denen eine Prüfung über eingesetzte Mittel zur Erzielung einer gesetzten Gewinnabsicht gelingt, geschweige denn, dass „Schuldner“ gefunden werden, die für eingetretene Ergebnisse und Folgen zu Rechenschaft gezogen werden könnten.

    Wie Du weißt, kann auch Verwaltungskram zu erhellenden Einsichten führen. [[zwinker]]
    Aber wo Du recht hast, hast Du recht.

    Dieses ist kein Plädoyer für die Verharmlosung, sondern im Gegenteil, für die Offenlegung jeglicher Umstände zur direkten bzw. indirekten Gewinnerzielung, insofern diese zum Schaden von Dritte führen.

    Genau darum geht es doch, @Uwe.
    Wir haben ein paar Eckdaten zur Strategie des vermeintlichen Täters und die lassen wir uns jetzt „auf der Zunge zergehen“, um mich dabei einmal im Sprachduktus von Willi Wimmer zu bedienen.

    Unabhängig von der Kredithöhe, die nicht einmal im Ansatz plausibel erklärt werden konnte, blieb am Ende ein Investment von sage und schreibe 2.700 € übrig mit der 15.000 Puts gekauft wurden.
    Solche Geschäfte habe ich vor 15 bis 20 Jahren regelmäßig gemacht und dabei ziemlich viel verloren.
    Wenn solche Beträge aber jemand von Comdirect mißtrauisch machen und er wegen Geldwäsche sich bei den Behörden meldet, muß ich mich fragen, ob die Verkünder solcher Nachrichten noch alle Tassen im Schrank haben.

    Dazu kommen die Umgebungs-Nachrichten.
    Der Typ hatte im l'Arrivée Hotel genächtigt, da kostet das Zimmer mindestens 200 € die Nacht.
    Der SPIEGEL meldet dazu: Noch ist nur wenig über Sergej W. bekannt. Bereits im März soll er Zimmer im Hotel L'Arrivée reserviert haben - und zwar sowohl vom 9. bis 13. April als auch vom 16. bis 20. April.

    Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/anschlag-in-dortmund-was-ueber-den-mutmasslichen-taeter-sergej-w-bekannt-ist-a-1144349.html

    Er hatte also einmal für 4 Übernachtungen gebucht, was schon einmal mindestens 800 € gekostet hätte ohne Verpflegung.
    Wenn wir jetzt noch die Beschaffungskosten für den Sprengstoff und Zünder dazu addieren inkl. Fahrkosten usw., dann mußten mindestens 2.000 € vorfinanziert werden, wenn das reicht. Ich kenne die Kosten innerhalb der OK nicht. Möglicherweise muß man für Bundeswehr-Material auch deutlich mehr hinblättern, denn legal geht so etwas nicht.

    Mit diesem ganzen Aufwand im Rucksack tätigt der Typ nun das Geschäft eines Kleinanlegers?
    Glaubst Du das wirklich?
    Das Geschäft hätte, wie auch der Godemode-Trader Chef richtig erklärte, nie und nimmer zu diesem Mega-Gewinn geführt.

    D.h. Aufwand und Risiko stehen in absolut keinem Vergleich zu dem realistisch zu erwartenden Ertrag.
    Daher stinkt die Sache wie ein unsachgemäß gelagerter Fisch!

    Soll ich Dir was sagen, wie es vermutlich wirklich abgelaufen ist?
    Der Typ durfte sich aus unbekannten Gründen ein paar schöne Tage in Dortmund in einem angesagten Hotel machen. Gleichzeitig hat man (oder ihn) veranlaßt, daß ein paar Puts gekauft wurden.
    Wie immer, wenn rote Heringe eingenordet werden, legen sie sich die Spuren selbst.

    Das kennen wir doch alles schon von Schul-Amokläufen, der sonderbaren Täterklientel beim europäischen Terror (meistens Kleinkriminelle die mit dem Islam wenig am Hut haben) usw..

    Es klappt immer wieder und das finde ich ziemlich frustrierend.

    mfG
    nereus

    Uwe

    E-Mail

    23.04.2017, 09:37

    @ nereus
     

    Viel Nebel ...

    Hallo, @nereus,

    wenn ich Deine Gedankenkette richtig verstanden haben, so meinst Du aus den bisherigen Informationen entnehmen zu können, dass hier ein "geführte Untat" vorliegt, und wenn ich Deine Erwähnung von "Schul-Amokläufen" in diesem Zusammenhang lese, so bin ich wohl zu alt, um heute noch akrobatische Verrenkungen im Hirn zu absolvieren, um dieser Kette bis dahin folgen zu können.

    Diese Übung gelingt allenfalls bis dahin, dass möglicherweise eine "Wett-Mafia" ein Bauernopfer für ihre Zwecke gefunden hat, die Dein Szenarium mir dann wieder einsichtig werden lassen könnten, allerdings sehe ich dann noch nicht die Rolle der Medien dabei, die Du wegen unlogischen Erklärungen rügst.

    Anschließend stellst Du grob zusammen, was es in Vorbereitungen zu dieser Untat an finanziellen Aufwendungen bedarf. Warum soll nicht genau ein Teil des Kredites darauf verwendet worden sein? Finanzieller Spielraum wäre dafür wohl groß genug, gemäß den im Raum stehenden Beträgen; dazu bedürfte es also keines "Finanziers" oder "Führungsoffiziers", um damit klar zu kommen. Deine "Umgebungsnachrichten" haben diesbezüglich m. E. durchaus einen als berechtigt anzunehmenden Hintergrund, sind also wohl, wegen unzureichender Fakten, keine reinen Nachrichten.

    Früher hieß es: "BILD sprach als erster mit den Toten" (kolportierter Spruch aus den frühen Zeiten der BRD). Ob der Spiegel oder andere Medien heute auch schon auf diesem Stand sind, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber eine Vielzahl der Nachrichten, die mit Einschätzungen wohl angereichert sind, vermitteln mir diesen Zusammenhang.

    Wenn es also bekannt ist, dass der Beschuldigte über diesen Kredit (biher wohl unbekannter Höhe) verfügte, dann werden alle Deine Fragen, @nereus, nach Übernachtungskosten, Kosten vermeintlich illegal beschafftem "Betriebsmaterial" usw., als unbedeutend dastehen, da sie vom Geld dieses Kredits bezahlt werden konnten, oder sollte ich jetzt vermuten, dass eben dieser "Führungsoffizier" den Weg für diesen Kredit frei gemacht hat?

    @nereus: Soll ich Dir was sagen, wie es vermutlich wirklich abgelaufen ist?

    Der Typ durfte sich aus unbekannten Gründen ein paar schöne Tage in Dortmund in einem angesagten Hotel machen. Gleichzeitig hat man (oder ihn) veranlaßt, daß ein paar Puts gekauft wurden.

    Wie immer, wenn rote Heringe eingenordet werden, legen sie sich die Spuren selbst.

    Das kennen wir doch alles schon von Schul-Amokläufen, der sonderbaren Täterklientel beim europäischen Terror (meistens Kleinkriminelle die mit dem Islam wenig am Hut haben) usw.. .


    @Nereus, ich habe bereits viele anregende Gesichtspunkte aus Deinen Veröffentlichungen und Einschätzungen hier aus diesem Forum mitbekommen und davon für meine eigenen Überlegungen in die eine oder andere Richtung profitiert – Dank dafür -, doch wenn Du nun erklärst, das Aufwand und Risiko in absolut keinem Vergleich zu dem realistisch zu erwartenden Ertrag stehen, und daher die Sache wie ein unsachgemäß gelagerter Fisch stänke, um mir dann zu erklären, was vermutlich wirklich abgelaufen sei, dann bin ich, wie du es für diesen Fall darstellst, noch weit weg von Deinem Einsichtsvermögen.

    Die Einschätzung des zu erwartenden Gewinns im Vergleich zum Risiko, spielt sich allein im Kopf des Beschuldigten ab und diese, seine Bewertung hat ihn vermeintlich zu seiner Tat getrieben (sprach schon jemand darüber mit dem Beschuldigten?).

    Ein "Muster" zu erkennen, dass gleichartig gestrickt sein könnte, wie bei einem Amoklauf, scheint mir genausoweit hergeholt zu sein, wie die Möglichkeit einen "Ehrenmord" als Motiv aus dem Zauberhut zu ziehen.

    Doch wenn schon die Bühne zur Spekulation freigegeben ist, dann, wie wäre es hiermit (Hinweis, falls der Gedanke bereits veröffentlich wurde, ich erhebe kein "Urheberrecht" darauf, denn es fehlt mir An Zeit, alles zu lesen, trotz studieren in Sachen "Schnelllesen"):

    -- Anfang meiner Spekulation zum Thema: "wie es vermutlich wirklich abgelaufen ist", angeregt durch @nereus --

    Auf den Ausgang eines Ereignisses wird mit einem bestimmten Ergebnis gewettet, und ich meine an dieser Stelle noch nicht den Handel mit Derivaten. Es gab Zeiten, da wurden versucht, Schiedsrichter in bestimmte Richtungen zu motivieren. Bei wenigen gelang dies wohl auch.

    Was nun also, und damit gebe ich Dir recht, dass der derzeit in Untersuchungshaft befindliche, "Auftraggeber" für diesen Anschlag in diesem Szenario hatte, die ihn bezahlen würden und zum Teil schon als Kostenvorstreckung bezahlt haben.

    Nun reift in Ihm die Idee, da er vermutlich mit Online-Börsengeschäften nicht unvertraut ist, seine "Insiderkenntnisse" sich zusätzlich prämieren lassen - ob Millionen oder eien andere Höhe in seinem Visier war, wir vielleicht später zu klären sein.

    Möglicherweise nimmt er einen Kredit auf, um eine vermeintlich profitable Wette auf eigene Rechnung abzuschließen. Das ging dann offensichtlich nach "hinten" los, und in diesem Fall, wenn es denn so oder so ähnlich passiert ist, dann ist es wohl für ihn derzeit eine gute Strategie, zu schweigen und sich eben nicht einzulassen.

    Damit wären wir wohl in der organisierten Kriminalität und ich stelle mir gerade das Entsetzen von ehrlichen Fußballfans vor, die um ein vemeintliches Ideal ärmer werden. Kommt möglicherweise daher die etwas "eiernd" wirkende Berichterstatung, und auch alles ander läßt sich in diese angenommene Geschenensfolge nach derzeitigen Erkenntnisstand doch wohl mehr oder weniger stimmig einbetten?

    -- Ende meiner Spekulation zum Thema --.

    In der Tat könnte es also, wie oben angedeutet, auch ein Ermittlungsergebnis geben, das Deine These des Vorgeschoben unterstützen könnte, nämlich die, dass eine Wett-Mafia "Auftraggeber" dieses gezielten Anschlages war.

    Mit Verlaub und mit allen Respekt für die unmittelbar und mittelbar Betroffenen, so scheint es doch eher, dass das Ziel des Attentates, Mannschaftsmitglieder eines Fußballvereins, nicht zu vergleichen ist mit Personen, für die sich "fremde Dienste" (im weitesten Sinn) interessieren würden, um ein bedeutendes Zeichen zu setzen oder gar die größtmögliche Unruhe zu verbreiten (vermute, die würden wohl eher die Fans als Ziel wählen).

    Gruß,
    Uwe

    Literaturhinweis

    22.04.2017, 14:30
    (editiert von Literaturhinweis, 22.04.2017, 14:40)

    @ Uwe
     

    Ermittlerische Laien-'Wut' in Internetforen und -blogs - Kriminelle müssen Weise sein, partiell oder allgemein Dumme unvorstellbar

    Wie ich schon in

    Wenn solche Erpresser NICHT doof wären, wären sie gutverdienende Investmentbanker

    versucht hatte darzulegen, gibt es -bis auf die Jahrhundert-Ereignisse wie den UNA-Bomber- den allseits umsichtigen, allwissenden Kriminellen eben nicht. Auch Breivik ging ähnlich umsichtig vor - über Jahre.

    Der Erfolg der organisierten Kriminalität -die hier im Forum übrigens komplett ausgeblendet wird, weil deren Kennzeichen ist, daß man von ihr nichts mitbekommt- besteht ja gerade darin, daß sie arbeitet wie ein großes Industrie-Unternehmen, mit Rechtsabteilung (der consigliere in Mario Puzos "Der Pate"), Beschaffungs- und Absatzmarktforschung (!), Investmentbanking, Waffen- und Bombenspezialisten, Chemikern für die Herstellung, jedenfalls aber für die chemische Stichprobenanalyse von z.T. milliardenschweren Einkäufen an Rauschgiften vor Bezahlung etc. u.v.a.m. Die arbeiten mit einer Art Konnossement etc.

    Die haben auch Spezialisten für Geldanlage und für Absicherungen über Optionen, Straddles usw. usf.

    Der durchschnittliche Kriminelle dagegen mag auf einem Gebiet brilliant sein, wie hier evtl. im Bau von Bomben, und ist dann -in der Regel- auf den meisten anderen Gebieten ein jämmerlicher Versager!

    Wäre das anders, wäre er doch, gerade in Zeiten echten Fachkräftemangels, seine materiellen Sorgen los!!!

    Ich kannte ein "Team" von drei Polen, Mitte der neunziger Jahre, des Deutschen nicht mächtig, die machten sich mitten aus Polen mit dem Auto zu dritt auf den Weg nach Deutschland um ... einen Media-Markt auszuplündern. Zwei Minderjährige, ein junger Erwachsener, er der mit dem Führerschein.

    Sie brachen nach Mitternacht in den ausgekundschafteten Mediamarkt in der Nähe von Mainz ein und eine halbe Stunde später saßen sie bereits in Polizeigewahrsam.

    Warum? Weil sie keinen blassen Schimmer davon hatten, daß es nicht nur laute, sondern gerade bei solchen Gebäuden stille Alarmanlagen gibt!

    Sie machten sich also an einem Hintereingang zu schaffen, der Fahrer noch im Auto, und warteten, ob ein Alarm losgeht. Da kein Alarm = Bahn frei, morgen ist Sonntag, alle Zeit der Welt usw., der Fahrer kam hinterher und das war's dann.

    Das ist die Art "Spezialisten", die hier zu Werke gehen!

    Und daher ist es, obwohl es in einem Forum, wo sich erfahrene Trader die Hand reichen, unglaublich klingen mag, nicht so weit hergeholt, daß einer meint, er könne mit einem Konsumentenkredit von 10.000 Euro 200.000 Euro Gewinn machen mit 15.000 Optionsscheinen.

    Vom confirmation bias hatten wir es jetzt schon sooooo oft ...

    Das mag stimmen oder nicht - aber wieviele Promovierte (!!!) haben 1999/200 nicht auch gedacht, man könne mit ein paar EM-TV-Aktien Millionär werden???

    Und auch bei Richtern 'menschelt' es.

    Kommt einfach wieder 'runter von Verschwörungswolke sieben - man hat auch sonst noch was zu tun - und wartet die echten Berichte ab.

    Warum z.B. gibt es keine kohärenteren Berichte des BKA/ber Bundesanwaltschaft zu den Options'geschäften'?

    Weil die sich dafür Sachverstand holen (müssen) - tatsächlich. Daß der zufällig hier im Forum oder bei Godmode-Trader vorhanden sein mag, ist ja schön und gut - hier geht es aber z.B. um die Frage, war es versuchter Totschlag oder Mord, und das hängt am u.a. Motiv der Heimtücke - und das hängt wiederum z.T. daran, was der Typ mit seinem Geld wirklich vorhatte bzw. warum er das alles inszenierte.

    Ein Beispiel: der Typ verweigert bis zur Verhandlung die Aussage und stellt sich hinterher im Gerichtssaal hin und tischt folgende Story auf:

    "Euer Ehren, das mit dem Kredit und den Optionsscheinen war bloß, um Spuren zu verwischen und Ermittler in die Irre zu führen. In Wirklichkeit hatte der BVB-Spieler Helmut X. mit meiner Schwester ein Verhältnis, und ich wollte die Familienehre durch einen Ehrenmord wiederherstellen. Ich bitte um diesbezüglich milde Bestrafung."

    Und nun? Vertagung des Prozesses, hektische neue Ermittlungen usw.

    Also nee - da steckt halt mehr dahinter, als beim Tatort, den die meisten hier statt Fachliteratur zu ihrer Ertüchtigung in kriminalistischen Fragen heranziehen.

    Ohrensessel ist bequemer.

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    EM-Financial

    E-Mail

    Deutschland,
    22.04.2017, 15:04
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 22.04.2017, 19:25)

    @ Literaturhinweis
     

    Warten wir mal ab, ob er weggeräumt wird

    Hallo,

    ich greife mal ein wesentliches Detail heraus, das m.E. beide Varianten (1. Es war wie bisher vermutet und 2. Es steckt noch viel mehr dahinter) bestätigt. Wobei es doch mehr zur zweiten Variante hindeutet.

    Der Beschuldigte verweigert bisher jegliche Aussage. Das bedeutet doch, er will (jetzt) noch nicht mit dem Sprengstoffanschlag/Bombenbau in Verbindung gebracht werden. So weit so gut. Er hat also mehr zu sagen oder er hofft darauf, dass man ihm die Tat nicht nachweisen kann.

    Darum würde auch Deine Vermutung sehr gut passen:

    > Ein Beispiel: der Typ verweigert bis zur Verhandlung die Aussage....

    Das wird er - wenn er sich an den wahrscheinlichsten Rat seines Anwalts hält - sicher so lange tun, bis man ihm ein paar Zugeständnisse (bzgl. Haftzeit/Sicherungsverwahrung) in Aussicht stellt.

    Nun besteht, aus meiner Sicht, mit jedem Tag ohne Aussage/Geständnis die Gefahr, dass er "weggeräumt" wird, und wenn das vor der Hauptverhandlung oder währenddessen passiert, wird man die Wahrheit nie mehr erfahren.

    Meine Befürchtung ist nur die, dass es wieder einmal so sein wird, dass weitere Ungereimtheiten zu Tage kommen und wir am Ende plötzlich einen mutmaßlichen Täter oder einige Zeugen weniger haben.

    Das würde gut zum bekannten Schema der Geheimdienste passen.

    Bis zum Ende der Verhandlung dürften hier, wegen der Komplexität des Falles, Jahre vergehen.

    Viele Grüße
    P.S.: Was wieder mal sehr schön zum aktuellen "Polit-Theater" passt, dass es sich um einen "bösen" Deutschrussen handelt.... Wohl auch noch ein Putin Freund, der den geheimen Umsturz Merkels plante [[freude]]

    nereus

    22.04.2017, 15:33

    @ Literaturhinweis
     

    Herr, wirf endlich Hirn vom Himmel!

    Das wird ja immer gruseliger! [[kotz]]

    CM schreibt: Ein Beispiel: der Typ verweigert bis zur Verhandlung die Aussage und stellt sich hinterher im Gerichtssaal hin und tischt folgende Story auf:

    "Euer Ehren, das mit dem Kredit und den Optionsscheinen war bloß, um Spuren zu verwischen und Ermittler in die Irre zu führen. In Wirklichkeit hatte der BVB-Spieler Helmut X. mit meiner Schwester ein Verhältnis, und ich wollte die Familienehre durch einen Ehrenmord wiederherstellen. Ich bitte um diesbezüglich milde Bestrafung."

    Und nun? Vertagung des Prozesses, hektische neue Ermittlungen usw.


    Weil nun auch die Ermittler die unsägliche Blödheit der offiziellen Erklärungen mitbekommen, wird mal wieder ein neues Pferd aufgesattelt.
    Das wievielte eigentlich nach IS, Antifa und Nazis?
    Erst waren es Bundeswehrbestände, dann kann man den Sprengstoff nicht ermittlen.

    Wie will man denn einen Ehrenmord mit einem Sprengstoffanschlag begründen, der 15 bis 20 verschiedene Leute treffen, gar töten und ggf. die Zielperson unversehrt davon kommen lassen könnte?
    So blöd sind nicht einmal die Familienclans.
    Zumal ein Ehrenmord in den allermeisten Fällen weibliche Personen betrifft.

    Und wer soll sich bitte hinter dem BVB-Spieler Helmut X verbergen, Du Narrenkappe!
    Hier sieht man eine Liste der aktuellen Aufstellung.
    http://www.bvb.de/Mannschaften/Profis

    Nicht ein Spieler trägt den Vornamen Helmut!
    Deine Story ist und wäre kompletter Bullshit!

    Was verzapfst Du nur immer wieder hier für eine gottverdammte gequirlte Scheiße! [[kotz]]

    Hiermit akzeptiere ich ganz freiwillig eine vorübergehende Sperre.
    Aber der Typ ist dermaßen unterirdisch, daß das einfach mal raus mußte! [[sauer]] [[sauer]] [[sauer]]

    ofG
    nereus

    Moderator

    22.04.2017, 19:48

    @ nereus
     

    @nereus

    > Hiermit akzeptiere ich ganz freiwillig eine vorübergehende Sperre.
    > Aber der Typ ist dermaßen unterirdisch, daß das einfach mal raus mußte!
    > [[sauer]] [[sauer]] [[sauer]]

    Ja, die hast du auch verdient.
    Und wenn du hier nicht ein Urgestein wärst, wäre es nicht nur eine zeitweise Sperre!

    Nicht er verzapft Unsinn, sondern leider du.

    Leserzuschrift

    22.04.2017, 20:10
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 23.04.2017, 13:23)

    @ nereus
     

    @nereus – „gequirlte Scheiße“

    Wer hier regelm. " ...gottverdammte gequirlte Scheiße verzapft", bist du und einige deiner Esoterikerfreunde.

    Bei jedem Unfall/Anschlag siehst du immer geheime Kräfte am Werk. Sachliche Argumente und Fakten ignorierst du konsequent und ziehst Leute, die sachlich und objektiv aufklären möchten, in den Dreck.
    Gäbe es den User in Grün nicht, wäre das Forum längst zu einem Eichelburgschen Hartgeldforum verkommen...

    Deine abstrusen Thesen sind jedes Mal so hirngesponnen, dass es dem Leser beim Lesen weh tut.

    Bitte räumt endlich das Forum auf, bevor nur noch rechte Verschwörungstheoretiker hier am Werke sind...

    Ashitaka

    23.04.2017, 10:47
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 23.04.2017, 13:22)

    @ Leserzuschrift
     

    Was ein pauschalisierender und das Forum bespuckender Stuss!

    Hallo Pauschalisierer,

    > Gäbe es den User in Grün nicht, wäre das Forum längst zu einem
    > Eichelburgschen Hartgeldforum verkommen...

    Komisch, ich lese nicht einen seiner Beiträge und nehme trotzdessen an sehr hochqualitativen und anregenden Diskussionen teil. Andere mögen etwas aus seinen Beiträgen gewinnen. Und in München scheint die Sonne. [[zwinker]]

    Man muss mal die Kirche im Dorf lassen und sich der vielen Facetten bewusst werden, die dieses Forum vereint. "Der User in Grün" ist diesbezüglich sowas von unbedeutend, dass sich die ganze Aufregung gar nicht lohnt. Aufregen müssten wir uns, wenn die Mehrzahl der Foristen ebenfalls nur noch mit Linksetzungsbeiträgen einen aus dem nicht beleidigenden Diskurs gewonnen Facettenreichtum ersetzen würden. Das gefällt mir am grünen User nicht, er vernichtet oft den Diskurs durch Provokation und einen beleidigenden Stil. Und das stelle ja nicht nur ich fest. Vielleicht machen er und die anderen Provokateure dieser aktuellen Auseinandersetzung sich darüber mal Gedanken, statt immer weiter zu provozieren und sich am Ende mit schnell dahingerotzten Beiträgen zu beteiligen, deren Gehalt sich am Ende nur noch auf die Betreffzeile beschränkt.

    Die Zunahme solcher künstlicher Krisen ist die eigentliche Gefahr für jedes Forum, nicht die breiten und sehr unterschiedlichen Ansichten der sich dem Diskurs hingebenden Foristen. Hier schreiben genügend Denker mit einem Rückgrat, dass sie sich zu Wort melden, wenn ihnen eine Ansicht als falsch erscheint. Wenn dann im Diskussionsstil Peffer & Salz gestreut werden und die Diskussionen dadurch etwas rauer werden, dann ist es Zeugnis dafür, dass das Forum funktioniert. Die wenigsten beleidigen sich nämlich hier persönlich, führen ihre Diskussionen stattdessen mit immer tiefer gehenden Argumenten. Und es ist doch gut, dass wir uns in den Ansichten nicht immer vereinen.

    Wozu braucht es also Leserzuschriften, die das Gegenteil, die eine Krise, sowie den grünen Heilsbringer, suggerieren?!

    > Deine abstrusen Thesen sind jedes Mal so hinrgesponnen, dass es dem Leser
    > beim Lesen weh tut.

    Und wegen dieser einen Ansicht unter hunderten registrierten Foristen ist das Forum bald voll von rechten Verschwörungstheoretikern? Nee, es wird doch durch unterirdische und das Forum in ein falsches Licht rückende Leserzuschriften ersetzt. ;-) Die schlechte Rechtschreibung interessiert auch nicht mehr.

    Mal im Ernst: Liest eigentlich noch wer so eine Leserzuschrift, bevor der Stussinhalt seinen Platz im Forum findet? Warum beleidigt sich die über eine Freigabe entscheidende Forumsleitung eigentlich selbst auf solch eine unterirdische, in der Rechtschreibung mit Fehlern behaftete, pauschalisierende und in die rechte Ecke schlagende Art & Weise?!

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    Moderator

    23.04.2017, 13:47

    @ Ashitaka
     

    @Ashitaka

    > Hallo Pauschalisierer,
    >
    > > Gäbe es den User in Grün nicht, wäre das Forum längst zu einem
    > > Eichelburgschen Hartgeldforum verkommen...
    >
    > Komisch, ich lese nicht einen seiner Beiträge …

    … aber du erlaubst dir tatsächlich ein Urteil über deren Inhalt?
    Sorry, du disqualifizierst dich selber.

    > Hier schreiben genügend Denker mit
    > einem Rückgrat, dass sie sich zu Wort melden, wenn ihnen eine Ansicht als
    > falsch erscheint.

    Wenn ich beispielsweise an deine Ergüsse zum Germanwings-Absturz denke, dann fällt es mir heute noch schwer, zu glauben, wie lächerlich du dich damals gemacht hast.

    Ashitaka

    23.04.2017, 15:54
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 23.04.2017, 16:32)

    @ Moderator
     

    Ja wenn das so ist ...

    Hallo Moderator,

    > > Komisch, ich lese nicht einen seiner Beiträge …
    >
    > … aber du erlaubst dir tatsächlich ein Urteil über deren Inhalt?
    > Sorry, du disqualifizierst dich selber.

    Ich lese nur von ihm, wenn es Antworten sind, die sich auf Beiträge bestimmter Foristen beziehen und sich die Diskussion danach fortsetzt. Jeder so, wie er es mag. Es gibt sicher auch Foristen, die seine Texte gerne lesen.

    Um gute und argumentative Diskussionen zu führen, sind Beiträge, die sich auf ein Maximum der Verlinkung und Information konzentrieren, meiner Meinung nach aber nicht brauchbar. Es wird nämlich völlig unbemerkt der Kontext, den der Beitragsverfasser im Sinn hatte, zerstört. Die eigene Erörterung, die vor allem eine eigene Einlassung auf das Behauptete erfordert, gerät in den Hintergrund.

    Aber weil das nicht der Regelfall im Forum ist, funktioniert hier auch alles reibungslos. Leserzuschriften, die das Forum in eine rechte Ecke schweifen sehen, die uns den Krisenzustand und Heilsbringer verkaufen wollen, sowas braucht es doch nicht.

    > > Hier schreiben genügend Denker mit
    > > einem Rückgrat, dass sie sich zu Wort melden, wenn ihnen eine Ansicht als
    > > falsch erscheint.
    >
    > Wenn ich beispielsweise an deine Ergüsse zum Germanwings-Absturz denke,
    > dann fällt es mir heute noch schwer, zu glauben, wie lächerlich du dich
    > damals gemacht hast.

    Ja wenn das so ist, dann hat die Leserzuschrift halt recht, dann muss man gar nicht auf meine Gedanken, die das Forum als nicht ansatzweise erkrankt und zu heilen erklärten, eingehen.

    Ich bin nur ein kleiner inhaltlicher Teil des Forums, darf mich also auch in den Augen anderer Foristen oder der Forumsleitung beizeiten lächerlich machen, indem ich einem Bedürfnis nach Fragen freien Lauf lasse. Das Empfinden einer Lächerlichkeit und Ernsthaftigkeit ist, egal wo, jedem selbst überlassen. Ich kann gut über mich lachen. Und ich respektiere die Grenzen, die mir hier gesetzt werden. Ich kann mich daran halten, habe versprochen mich intensiver den Ontopic-Themen zu widmen und tue dies auch.

    Dem Schatz an Foristen und Diskussionen sei Dank.

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    Ostfriese

    26.04.2017, 13:36

    @ Ashitaka
     

    Die Burka

    Hallo Ashitaka,
    >
    > Um gute und argumentative Diskussionen zu führen, sind Beiträge, die
    > sich auf ein Maximum der Verlinkung und Information konzentrieren, meiner
    > Meinung nach aber nicht brauchbar. ...

    ich denke, dass das Wissen um debitistische Zusammenhänge, die das Ergebnis jahrelanger Diskussionen in der Phase des ‚Ausdrucks‘ waren, im Forum im Schwinden begriffen ist. Es ist aber Voraussetzung für die weitergehenden Diskussionen über ökonomische Themen, sonst brechen sie sofort ab. Das ist der Unterschied zu Baudrillard, dessen Auffassungen erst von außen ins Forum hereingetragen werden müssen. Sie stimmen viele Leser innerhalb und außerhalb des Forums auch sehr nachdenklich und werden begrüßt – nötige und berechtigte Ergänzungen und Berichtigungen sind dann aber oft nicht zugelassen. Das Eingehen auf Fragen und Antworten ist wegen der strukturellen Gegebenheiten eben begrenzt – was ja auch in Ordnung ist.

    Das Ernstnehmen deiner Feststellung:

    „Dazu müssten sich aber eine Menge Leser erst einmal in die Werke von Baudrillard einarbeiten.“

    aus einem früheren Faden ist zwingend erforderlich. Der Satz: „Der Golf-Krieg hat nicht stattgefunden.“ ist nur vor dem Hintergrund seiner Ontologie des ‚Krieges‘ zu verstehen. Als Späteinsteiger ins Forum weiß ich nicht, ob seine metaphysischen Auffassungen dazu in den Nullerjahren beleuchtet und diskutiert wurden. Die Betrachtungen über seinen diesbezüglichen ‚Code‘ sind heute natürlich überflüssig und hinfällig – das Thema ist durch. Zu beachten sind auch die Konsequenzen der Aussagen von Shapiro und deine zum Referendum von Erdogan – zum Bespiel im Hinblick auf den Gebrauch des Wortes ‚Lügenpresse‘ oder auf die Inanspruchnahme der individuellen ‚Wahlbeteiligung‘.

    Du hast Recht: Die vielen Links zerstören die Diskussion und werden sowieso nicht alle gelesen – wer hat noch die Zeit dazu. Ich denke, dass jetzt anstehende Diskussionen auch Wissen voraussetzen. Im Grunde ist das in der Zeit der 4. Ordnung der Simulakra – der „Ironie, Parodie und Farce – als Selbstparodie der früheren Werte und Inhalte der Moderne, wie etwa Freiheit, Kultur, Wahrheit und Humanität“ – aber auch alles irgendwie völlig egal!

    Es gelingt eben nicht, unsere Burka – die Vollverschleierung der uns nichtbewussten Simulationen – zu erkennen, zu lüften und abzulegen.

    Carpe diem und Gruß – Ostfriese

    Rybezahl

    22.04.2017, 23:17
    (editiert von Rybezahl, 22.04.2017, 23:18)

    @ Literaturhinweis
     

    Helmut? Welcher Helmut? (oT)

    [ kein Text ]
    Literaturhinweis

    22.04.2017, 23:45

    @ Rybezahl
     

    Wilhelm? Welcher Wilhelm?

    > Helmut? Welcher Helmut?

    "Wilhelm? Welcher Wilhelm?"

    fragte damals der zehn Jahre jüngere Schiller den zehn Jahre älteren Goethe.

    [Man beachte: nach den Rechenkünsten mancher Tatortkommissare hier im Forum sind das zwanzig Jahre Altersunterschied!]

    In Wirklichkeit hieß der Helmut Gina - das mit dem Helmut war vor dem Coming Out ...

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    Olivia

    23.04.2017, 07:10
    (editiert von Olivia, 23.04.2017, 07:36)

    @ Uwe
     

    Kreditvoraussetzungen, Rückzahlungswahrscheinlichkeit und Bankreaktionen

    (wie sind eigentlich
    > die Bedingungen für den Kreditsuchenden zur Erlangung eines
    > Verbraucherkredit in den genannten Höhen?)?
    ..................

    Ein SICHERES, monatliches Einkommen ist Grundvoraussetzung für einen Konsumentenkredit. Die Höhe dieses "sicheren" Einkommens bestimmt die Kredithöhe.

    Wenn der bewußte Verdächtige einen Verbraucherkredit von 70.000 Euro bekommen haben soll, dann müßte er ein HOHES und SICHERES monatliches Einkommen gehabt haben.

    Als "sicheres" Einkommen zählt alles, was vom Staat kommt (auch Hartz IV für Minikredite) oder aus Versicherungen (Rentenleistungen von Privatversicherungen) oder aus gesetzlichen Renten oder auch aus FESTanstellungen bei Unternehmen oder Behörden etc. Die Kredithöhe hängt davon ab, ob ein SICHERES monatliches Rückzahlen der Raten möglich ist.

    Vermögen und niedrige monatliche Einkommen aus den o.g. Quellen zählen nicht als "Absicherung" für hohe "Privatkredite". Auch Mieteinnahmen von Privatpersonen zählen derzeit nicht als "Sicherheit".

    Für einen Kredit in Höhe von 70.000 müssen, soweit ich informiert bin, einige "Sicherheiten" vorhanden sein UND ein regelmäßiges Einkommen, das die monatliche Abzahlung dieses Kredites ermöglicht.

    Obwohl "Konsumentenkredite" derzeit JEDEM "hinterhergeschmissen" werden (besonders auch kleinere Kredite ohne größere Prüfung), müssen die o.g. Kriterien eingehalten werden.

    An "Selbständige" werden erheblich höhere Anforderungen gestellt und auch an Personen, die in der eigenen Firma angestellt sind oder die über die eigene Firma Renten beziehen. Hier wird die Bilanz geprüft bzw. bei Selbständigen müssen die ESTs vorgelegt werden.

    Für diese Personengruppe sind die Kreditvoraussetzungen knallhart. Auch etliche "Rentner", "Pensionäre", die ein abbezahltes kleines "Häuschen" haben und um einen "Renovierungskredit" bitten, haben kaum eine Chance haben, einen solchen zu bekommen. Der Wert der Immo zählt in solchen Fällen nicht, sondern nur die Höhe der regelmäßigen, "sicheren" Einkünfte. Sind diese gegeben, so ist derzeit "Kreditwonderland", selbst wenn die vermeintlich "sicheren" Einkünfte nicht wirklich sicher sind. Die Bankcomputer entscheiden und daher läßt sich dort einiges machen, wenn man die entsprechenden "Nachweise" hat.

    Der Gesetzgeber will in dieser Hinsicht Gesetzesänderungen vorlegen, da davon auch junge Familien betroffen sind.

    Insofern erscheint mir ein "Kredit" und speziell ein "Verbraucherkredit" in dieser Höhe als sehr hoch. Es wäre hochinteressant, zu wissen, wie und wo er diesen Kredit bekommen hat.

    :-))

    Wenn man dazu die von einigen Foristen zusammengetragenen, anderen "Absonderlichkeiten" berücksichtigt, ergibt sich natürlich ein sehr merkwürdiges Bild. Jemand, der einen solchen Kredit bekommt und sich dann so verhält..... irgendwie schräg....

    Möglicherweise sind der Bank auch nicht dessen "Devisengeschäfte" aufgefallen, sondern die "Alarmglocken" schrillten, weil der Kreditnehmer plötzlich hohe Barabhebungen vornahm (wie sonst will er seine Sprengsätze bezahlt haben).

    ---
    Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!

    Uwe

    E-Mail

    23.04.2017, 09:52

    @ Olivia
     

    Danke für die Sachinformationen auf meine Frage

    Danke, @Oliva,

    für die Erläuterung zu meiner Frage zur allgemeinen Voraussetzung von (Verbraucher-)Kreditgewährungen.

    Das feste Einkommen scheint die Person ja möglicherweise gehabt zu haben (wurde auf dem Weg zu Arbeit festgenommen).

    In welcher Höhe ein Kredit vergeben und ausgezahlt werden die Ermittlungen bereits ergeben haben.

    Ob die bisher veröffentlichen Zahlen sich darauf stützen können, bleibt abzuwarten.

    Ob die Höhe einen bedeutenden Beitrag zur Klärung des Tatmotives bringt, scheint mir eher fraglich, da ja "nachgerechnet" wird, dass von der Kreditsumme ca. 2700€ in das fragliche Börsengeschäft geflossen sein.

    Ob der Beschuldigte damit Millionen, Hunderttausende oder sonst eine Summe X erzielen wollte, bleibt bis zu seinen Einlassungen wohl auch unbeantwortet. Das was bisher aus dem bekannten Faktne theoretisch berechnet wurde, läßt mit diesen Mittel die Millionengewinnerwartung als fragwürdig erscheinen.

    Gruß,
    Uwe

    EM-Financial

    E-Mail

    Deutschland,
    22.04.2017, 15:22

    @ nereus
     

    Emittentenhandel nicht vergessen

    Hallo nereus,

    ich danke Dir für Deine Recherchen, einmal mehr.

    Auch ich halte es für sehr fraglich, zumindest erklärungsbedürftig, dass ein Beschuldigter mit so kleinem Einsatz und so viel professioneller Planungsarbeit vorgeht.

    Man will wohl absichtlich das Motiv festnageln, bevor man überhaupt mit den Ermittlungen fertig ist.

    Nun nehme ich an, dass die Staatsanwaltschaft nicht viel zu den Geschäften sagen kann, weil sie nicht qualifiziert dafür ist. Um den potenziellen Gewinn zu errechnen wird man einen Gutachter beauftragen, das kann Wochen/Monate dauern. Soweit passt das noch.

    Es könnte theoretisch auch sein, dass der Beschuldigte die genannten OS direkt beim Emittenten erworben hat, dann sieht man den Umsatz nicht. Dies könnte erklären, dass da einige Umsätze nicht zusammenpassen. Das wollte ich nur mal kurz erwähnen.

    Wobei ich es wiederum sehr komisch finde, dass man trotz akribischer Aufklärungsarbeit der Spezialisten, den 17.6. als Verfallstermin nennt, der ja der 16.6. wäre... Ein so dilettantischer Fehler von den Bundesanwälten? Möglich ist alles. Wenn der 17.6.2017 numerisch nicht wieder auf so eine typische "Freimaurer" Zahl wäre.

    Es sind noch so viele Fragen offen, vor allem wie der gute "Kleinanleger" an so viel Sprengstoff kam und diesen so professionell - wie es gewesen sein soll - platzieren konnte, aber trotzdem nicht alle Sprengsätze zündeten...

    Außerdem dürften nun die Internet-Aufklärer und Nachrichtenportale mit der Recherche so beschäftigt sein, dass man die nächste Aktion vielleicht gar nicht mehr bemerkt. Sozusagen eine Vernebelungsaktion...

    Gruß

    Durran

    E-Mail

    21.04.2017, 13:46

    @ XERXES
     

    Es war ein Russe, ein Deutscher.

    So heute morgen im DLF Qualitätsrundfunk.

    Literaturhinweis

    21.04.2017, 14:15
    (editiert von Literaturhinweis, 21.04.2017, 14:17)

    @ XERXES
     

    Wenn solche Erpresser NICHT doof wären, wären sie gutverdienende Investmentbanker

    > Ein 28-Jähriger soll am 11.04. mit einem Verbraucherkredit von 78.000,- Puts (Optionsscheine), fälligkeit 17.06.!! auf die BvB-Aktie gekauft haben und sich einen Millionengewinn erhofft haben.

    Anderen Berichten zufolge waren es 10.000 Euro - und die kriegt man bei Kredithaien jederzeit, vgl. @Krause.

    > Einfach nur herrlich....Es zeigt die ganze Bandbreite Journalistischer Schlamperei und Inkompetenz!

    Ja, es ist nie so, wie die Polizei ermittelt.

    > Zudem hätte es eine Welle der Solidarisierung gegeben (UEFA, DFB, DFL, Politik, (Finanz-)Wirtschaft, Medien, u.s.w.) Nie und nimmer hätte es also einen solchen Kursrutsch gegeben.

    Hätte. Könnte. Müßte. Sollte. Wäre wohl. Kann eigentlich nur ...

    Diese Leute, die z.T. technisch hoch qualifiziert sind wie Erpresser Dagobert sind doch keine mit allen Wassern gewaschenen kühlen Rechner.

    Woher kommen denn solche Vermutungen?

    Trotz z.T. hoher, z.T. lebenslänglicher, Strafandrohungen, z.T. Todesstrafe, ergeben Umfragen von Kriminalpsychologen/Kriminologen unter Verbrechern immer und immer wieder, daß diese bei der Planung und Ausführung ihrer Tat zutiefst davon überzeugt sind, daß, egal, wieviele sonst schon erwischt wurden, sie aber nicht dazugehören werden. Das ist Fakt.

    Es gab mal einen Erpresser, der hat gefordert, daß, um 'sich zu tarnen', in einem bestimmten Dorf zehn bestimmten Familien jeweils eine Million Euro auf deren Konten überwiesen werden sollten (deren Nummern der Erpreßte selbst erfragen sollte, damit er dann sagen könnte, er habe von nix gewußt - und zwar waren es zehn hintereinander stehende Namen im örtlichen Telefonbuch, er mittendrin).

    Die Polizei führte daraufhin Hausdurchsuchungen bei allen zehn Familien durch und sagte so nebenbei bei jeder Durchsuchung, daß das mit den zehn Konten 'technisch nicht möglich' sei und sie auch die Konten nicht ermitteln könnten, die bräuchten schon genau eine Kontonummer.

    Was tat der gute Mann? Er schickte in einer weiteren Aufforderung genau eine Kontonummer hinterher. Dreimal darf man raten, wessen. Und wen sie dann am selben Tage noch hopsgenommen haben.

    Bitte, bitte, nicht den Fehler machen, zu denken, wer eine Bombe bauen könne, sei auch ein guter Börsenhändler. Der Mann war vermutlich in verzweifelter Lage und es mußte alles schnell gehen.

    Da hat er sich den erstbesten Börsenratgeber gegriffen und das 'versucht umzusetzen'.

    ---

    P.S.. Was macht eigentlich @rekke?

    ---
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    XERXES

    E-Mail

    21.04.2017, 14:33

    @ Literaturhinweis
     

    Ein solcher hätte nie und nimmer die Termingeschäftsfähigkeit erhalten...

    Börsenratgeber
    > gegriffen und das 'versucht umzusetzen'.
    >
    [[nono]]

    [[zwinker]]

    ---
    Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

    Literaturhinweis

    21.04.2017, 15:03
    (editiert von Literaturhinweis, 21.04.2017, 15:03)

    @ XERXES
     

    Da täuschest Du Dich, erstens, zweitens, drittens ...

    > Ein solcher hätte nie und nimmer die Termingeschäftsfähigkeit erhalten ...

    ERSTENS muß er nicht auf eigenen Namen gehandelt haben, evtl. war es seine Freundin/Mutter/guter Freund.

    ZWEITENS ist es nicht so, daß man eine Termingeschäftsfähigkeit mühsam und langjährig "ersitzen" muß - die bekommt man, wenn man die Formulare gescheit ausfüllt, sofort. Dort muß man bei Wechsel der Bank ja auch nur versichern, daß man schon zehn Jahre mit den höchsten Risikoklassen arbeitet. Sonst könnte niemand, der seinen Broker wechselt oder aus dem Ausland einwandert, jemals vor Ablauf von z.B. drei Jahren Wartefrist handeln!

    DRITTENS - woher weißt Du, daß er die nicht schon lange vorher hatte?

    Es ist nicht sinnvoll, wiewohl das im Gelben fast zwei Jahrzehnte Tradition hat, die Lücken, die man meint in Polizei- oder Medienberichten zu finden, mit allein seinen eigenen Annahmen zu füllen.

    ---
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    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    21.04.2017, 14:36
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 16:16)

    @ Literaturhinweis
     

    Wenn die Storry stimmen würde, passen andere Behauptung dazu nicht.

    Da stimmt offenbar wieder so einiges nicht und unsere Lückenpresse kann/will es nicht erkennen:

    1. Ein verhinderter, weil bekloppter (anders ist diese Tat nicht zu bewerten) Spekulant (ist der Begriff jetzt schon mit Volksschädling gleichzusetzen?) kommt nicht an Sprengmittel und schon gar nicht an professionelle Zünder heran.
    2. Obiger Typ wird wohl kaum einander widersprechende "Bekennerschreiben" am Tatort auslegen.
    3. Das Auslegen der Bekennerschreiben dürfte zeitlich kaum zu schaffen sein, ohne sich verdächtig zu machen und schon vor der Tat aufzufliegen.
    4. Wenn er den Sprengsatz tatsächlich von Hand gezündet haben soll mit dem Ziel, andere zu verletzen oder gar zu töten, warum dann zum falschen Zeitpunkt (der Bus war schon so gut wie vorbei)?

    Und mal wieder fühle ich mich verarxxxx!

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    Literaturhinweis

    21.04.2017, 15:19
    (editiert von Literaturhinweis, 21.04.2017, 15:27)

    @ Griba
     

    Vernichtende Selbstdarstellung

    > Da stimmt offenbar wieder so einiges nicht und unserere Lückenpresse kann/will es nicht erkennen:

    Also: die Abschlußverfügung der Staatsanwaltschaft liegt schon vor und Du hast sie als erster gelesen? Würdest Du uns an Deinen Lesefrüchten teilhaben lassen?

    > 1. Ein verhinderter, weil bekloppter

    Woher weißt Du das?

    > (anders ist diese Tat nicht zu bewerten)

    Woher nimmst Du Deine 'Sicherheit'?

    > Spekulant

    Woher weißt Du das?

    > kommt nicht an Sprengmittel

    Ein nonsequitur - was ist nun, wenn er, wie Bernie Madoff, ein verzweifelter genialer Spekulant, wäre?

    > und schon gar nicht an professionelle Zünder heran.

    Woher weißt Du das? Es gibt Freunde, manch einer hat Zeugs noch aus Bundeswehrzeiten herumliegen usw.

    Wieso ist das alles immer falsch, 'was ist'?

    > 2. Obiger Typ wird wohl kaum einander widersprechende "Bekennerschreiben" am Tatort auslegen.

    Woher weißt Du

    a) daß er alle, ja überhaupt nur eines dort 'abgelegt' hat?

    b) Und warum sollte er nicht? Bloß, weil Du anscheinend glaubst, der Börsenkurs sänke schneller, wenn statt dreien eines, null oder vier abgelegt worden wäre?

    > 3. Das Auslegen der Bekennerschreiben dürfte zeitlich kaum zu schaffen sein, ohne sich verdächtig zu machen und schon vor der Tat aufzufliegen.

    Siehe voriger Punkt: Du warst dabei, unter Harry Potter Unsichtbarkeitsmantel und hast

    a) gesehen, daß er sie abgelegt hat

    b) daß sie auch niemals nicht in einem der die Sprengsätze enthaltenden Begleitmaterial bereits enthalten waren (nein, nicht alles zerfetzt, wenn man weiß, was man tut; und wer solche Bomben bauen kann, weiß so etwas nunmal halt).

    > 4. Wenn er den Sprengsatz tatsächlich von Hand gezündet haben soll mit dem Ziel, andere zu verletzen oder gar zu töten, warum dann zum falschen Zeitpunkt (der Bus war schon so gut wie vorbei)?

    Woher weißt du das? Meinen Berichten nach hat er es über Mobiltelefon getan, das kann er von Hongkong aus tun, da sieht er den BVB-Bus nicht. Nachtrag: und wenn der Bus fuhr wie ich Deinem "vorbei" entnehme, ist es auch auf Sicht schwer, Bomben rechtzeitig zu zünden.

    > Und mal wieder fühle ich mich verarxxxx!

    Ich mich auch. Dabei belasse ich es in diesem Thread - zu confirmation bias hatte ich ja schon geschrieben.

    ---
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    J. v. Liebig

    21.04.2017, 16:03
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 16:15)

    @ Literaturhinweis
     

    conformation bias

    Hallo,

    wenn man die Sache einmal von der anderen Seite betrachtet, stellt sich die Frage, ob es denn möglich wäre, so einer Geschichte den nötigen Background zu verschaffen und sie zu initiieren.

    1. Jemand müsste den Vorfall planen und weitere Personen in Kenntnis setzen (halten die dicht?).

    2. Man bräuchte einen Darsteller, welcher die entsprechende Rolle übernimmt, über einen recht langen Zeitraum. Dieser Jemand müsste eine Historie haben, vielleicht hier oder in Russland.

    3. Der Darsteller möchte einen finanziellen Ausgleich; 1 Mio, "steuerfrei", wahrscheinlich mehr.

    4. Dieser Darsteller müsste dann noch Jahre zur Verfügung stehen... .

    Ist das machbar?

    Gruß v.L.

    Literaturhinweis

    21.04.2017, 16:44
    (editiert von Literaturhinweis, 21.04.2017, 16:48)

    @ J. v. Liebig
     

    Der von der Bundesanwaltschaft bekanntgegebene Ablauf des BVB-Bus-Attentats ist vollkommen logisch, schlüssig und nachvollziehbar

    ... von daher bedarf es eigentlich keiner irgendwie gearteten Spekulationen.

    > wenn man die Sache einmal von der anderen Seite betrachtet, stellt sich die Frage, ob es denn möglich wäre, so einer Geschichte den nötigen Background zu verschaffen und sie zu initiieren.

    Warum "Background"? Wozu? Sind seit 9/11 alle normalen Kriminellen plötzlich ausgestorben?

    > 1. Jemand müsste den Vorfall planen und weitere Personen in Kenntnis setzen (halten die dicht?).

    Warum weitere Person?

    > 2. Man bräuchte einen Darsteller, welcher die entsprechende Rolle übernimmt, über einen recht langen Zeitraum. Dieser Jemand müsste eine Historie haben, vielleicht hier oder in Russland.

    Warum bedarf es eines Darstellers? Alle Einbrüche werden vom Täter geplant, dann aber einem Darsteller delegiert? Wie heißt denn diese Casting-Agency? Du muß doch riesig sein?

    > 3. Der Darsteller möchte einen finanziellen Ausgleich; 1 Mio, "steuerfrei", wahrscheinlich mehr.

    Es waren aber höchstens 200.000 Euro zu holen.

    Der Täter hoffte auf den Tod sovieler Spieler, daß BVB wettbewerbsunfähig geworden wäre - daher ist auch ein Crash der Aktie auf NULL denkbar.

    > 4. Dieser Darsteller müsste dann noch Jahre zur Verfügung stehen... .

    Warum Darsteller?

    > Ist das machbar?

    Also, zwar wird es irgendwann, so wie zu Störtebeker, auch zu Bernie Madoff mal einen Film geben (vielleicht auch zu S&K ein B-Movie), aber die Reihenfolge im realen Leben ist immer:

    - Täter, meist gefaßt und verurteilt

    - Film mit nachträglich gecasteten Darstellern.

    Ich sehr zwar, daß hier im Forum gerne der entgegengesetzte Ablauf präferiert zu werden scheint, aber die Absurdität wird dadurch nicht geringer.

    DER ABLAUF nach bisherigen Erkenntnissen

    ist z.B. im Spiegel beschrieben (Auszüge)

    a) Warum waren drei Bekennerschreiben bereits am Tatort? Weil der Täter sie dort hingelegt hatte - die Bomben befanden sich in Büschen neben der Route des Mannschaftsbusses.

    b) Wie hat er aus der Ferne mit dem Mobiltelefon drei Bomben 'auf Sicht' zünden können? Weil er sich direkt unmittelbar am Tatort im Hotel eingemietet und bei Buchung ein Zimmer mit Blick auf den Tatort verlangt hat (was ihm zum Verhängnis wurde).

    c) Wie schöpfte man u.a. Verdacht? Weil er von der IP dieses Hotels aus seine Put-Optionsscheinkäufe getätigt hatte.

    d) Die zweite (mittlere) Bombe richtete zum Glück keinen Schaden an, da sie zu hoch justiert war, die Schrapnell-Teile daher über den Bus hinweg flogen - Teile wurden noch in 250 m Entfernung gefunden.

    e) Der Täter mußte alle drei Bomben einzeln zünden, was in der knapp bemessenen Zeit der Durchfahrt eines vielleicht 20 m langen Buses optimales Zielen ausschließt.

    Ich weiß nicht, ob man jetzt noch irgendwelche Verschwörungstheorien braucht.

    Wer nach mehr Polizei ruft, müßte zudem erklären können, was er mit der will, wenn die eh alle nix taugen???

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    J. v. Liebig

    21.04.2017, 18:51
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 18:55)

    @ Literaturhinweis
     

    Wäre es möglich, so einen Hergang im Nachhinein zu konstruieren?

    Hallo,

    mir ging es in meinem Beitrag darum, ob es möglich wäre, so einen Tathergang im Nachhinein zu konstruieren. Mehr nicht.
    Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt und den Eindruck erweckt, unterschwellig etwas zu suggerieren. Das war nicht meine Absicht.

    Gruß v.L.

    J. v. Liebig

    27.05.2017, 10:38

    @ Literaturhinweis
     

    Anschlag auf den BVB Mannschaftsbus, dazu der Präsident des BVB

    Hallo,

    einmal so ganz nebenbei an Literaturhinweis.

    Gestern im MSM, 'e'N-TV. Der Artikel ist heute wieder heraus genommen.

    Der Präsident des BVB Watzkte glaubt nicht an das Tatmotiv des festgenommenen Russen, es ergibt keinen Sinn.
    Das Verhältnis von Einsatz und Risiko passt gar nicht zumsammen, außerdem ist dem Mann kaum etwas nachzuweisen, dem emphatielosen Russen.


    "Wurde sein Browserverlauf schon gecheckt"?

    Es kann sein, dass ich es zu hoch bewerte, dennoch glaube ich dass politisch sehr viel auf dem Spiel gestanden hat.
    Wieviel muss auf dem Spiel stehen, bis man bereit ist, etwas zu konstruieren.


    Gruß v.L.

    Literaturhinweis

    27.05.2017, 11:06

    @ J. v. Liebig
     

    Hobbykriminalisten leben gesünder ...

    > einmal so ganz nebenbei an Literaturhinweis.

    Vielen Dank, ich kriege ja haufenweise gutgemeinte Tips.

    > Gestern im MSM, 'e'N-TV. Der Artikel ist heute wieder heraus genommen.

    Wahrscheinlich war Herr Watztke selbst über sich entsetzt oder ein Spieler, der fast draufgegangen wäre, hat ihm ordentlich die Meinung gegeigt?

    > Der Präsident des BVB Watzkte glaubt nicht an das Tatmotiv des festgenommenen Russen, es ergibt keinen Sinn.

    Klar, hatte ich schon geschrieben:

    Wenn solche Erpresser NICHT doof wären, wären sie gutverdienende Investmentbanker

    > Das Verhältnis von Einsatz und Risiko passt gar nicht zumsammen,

    Das paßt es nur bei der organisierten Kriminalität, fast nie bei Einzeltätern.

    > außerdem ist dem Mann kaum etwas nachzuweisen, dem emphatielosen Russen.

    Das stimmt nunmal gerade nicht.

    > "Wurde sein Browserverlauf schon gecheckt"?

    Nein, natürlich nicht, darauf kämen jetzt wirklich nur Hobbyermittler.

    > Es kann sein, dass ich es zu hoch bewerte, dennoch glaube ich dass politisch sehr viel auf dem Spiel gestanden hat.

    Bei was?

    > Wieviel muss auf dem Spiel stehen, bis man bereit ist, etwas zu konstruieren.

    Drum tut man es ja auch nicht ... [[freude]] ...

    Siehe die einschlägige Literatur.

    Es ist immer wieder putzig, wieviel ein BVB-Präsident langjährig erfahrenen Kriminalisten und Mordermittlern und Sprengstoffexperten voraus hat.

    ---
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    J. v. Liebig

    27.05.2017, 11:45

    @ Literaturhinweis
     

    Hobbykriminalisten leben gesünder

    Hallo Literaturhinweis,

    was ich Dir zwischen den Zeilen mitteilen wollte, ist dass der Anspruch auf Meinungshoheit die Qualität der getroffenen Aussage schmälert.
    Nichtsdestotrotz ist eine ordentliche Portion Vernunft immer angenehm.

    Gruß v.L.

    Literaturhinweis

    27.05.2017, 12:37

    @ J. v. Liebig
     

    Ja, da stimme ich zu ...

    > was ich Dir zwischen den Zeilen mitteilen wollte, ist dass der Anspruch auf Meinungshoheit die Qualität der getroffenen Aussage schmälert.

    Watztke hätte das nicht tun sollen, sondern schweigen.

    Drum muß ich ja immer wieder einige Foristen vom hohen Pferd der Meinungshoheit herunterholen.

    Meine Beiträge lassen dagegen stets beide (oder noch mehr) Seiten zu Wort kommen.

    Ich denke, ein BVB-Präsident hat genauso ein Recht auf (s)eine Meinung, wie jeder andere Mensch. Aber sie muß darum, bei sowenig Begründung schon gar nicht, nicht richtig sein.

    Hinweis: bei vielen sich widersprechenden Meinungen kann eigentlich nur eine richtig sein. Was viele vergessen: die richtige muß noch nicht mal bisher ausgesprochen sein. Darum sollten sich Kriminalisten nie zu früh festlegen.

    Daß das auch für Laien gilt, hielt ich für selbstverständlich.

    ---
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    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    21.04.2017, 16:24

    @ Literaturhinweis
     

    In der Tat: absurd. (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    SevenSamurai

    21.04.2017, 15:48

    @ XERXES
     

    Hat er etwas zu der Bombe gesagt? Oder war es ein Cobra-Böller?

    Hat er etwas zu der Bombe gesagt?

    Oder war es ein Cobra-Böller? Mit Nägeln ummantelt.

    ---
    It’s a big club, and you ain’t in it.

    Michael Krause

    21.04.2017, 19:55

    @ SevenSamurai
     

    Ich vermute

    es waren mehrere DM 54 oder DM 65 verdämmt und mit Nägeln versehen. Das Ding wird elektrisch gezündet. An Pionier-Sprengstoff kommt man nicht so leicht. Die o.g. werden oft in Manövern eingesetzt und der Verbrauch nicht nachgehalten.

    ---
    Man kann nur hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie es schon ist. (Karl Valentin)

    Leserzuschrift

    21.04.2017, 16:37

    @ XERXES
     

    Die Spekulationsgeschichte ist nicht neu oder aus dem Hut gezaubert...

    Meines Wissens nach hat ein privater Aktieninteressierter vor dem Anschlag einen Hinweis auf eine auffällige Transaktion mit BVB Puts an einem für diese Form unüblichen Handelsplatz entdeckt und gleich nach dem Anschlag die Soko und deutsche Medien informiert. Die haben die Hinweise scheinbar nicht ernst genommen, vermutlich aber aus ermittlungstaktischen Gründen nichts nach Draußen dringen lassen.

    Nur die ARD Börsennachrichten (12.04. um 16:44) haben erstmal einen Bericht darüber gebracht, dem aber auch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde:

    http://boerse.ard.de/aktien/borussia-aktie-trotzt-dem-terror100.html

    LG,
    Georg

    CalBaer

    21.04.2017, 18:28

    @ XERXES
     

    Selbst jeder Dummy weiss auch, dass Finanztransaktionen zehnmal besser ueberwacht werden als die EU-Aussengrenzen

    Banken haben Software laufen, die verdaechtige Transaktionen automatisch melden. Wenn ein einfacher Arbeiter ploetzlich solche riskanten Geschaefte in solcher Dimension taetigt, schrillen bei jeder Bank die Alarmglocken. Wenn der Attentaeter wirklich unter seiner echten Identitaet diese Geschaefte abgewickelt haben soll, gehoert er eher in die Psychatrie wegen geistiger Unzurechnungsfaehigkeit. Da er aber Bomben mit Fernzuendung gebaut haben soll, scheint er doch nicht unintelligent zu sein. Die ganze Story ist wirklich hochgradig absurd.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    DT

    21.04.2017, 18:33
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 21.04.2017, 18:56)

    @ XERXES
     

    Wenn das alles so einfach wäre, wieso werden dann nicht endlich die Put-Käufer auf Versicherungen und Airlines vor dem 11.9.2001 (mT)

    ermittelt?

    Ich erinnere mich noch genau, daß in den ersten Tagen des September 2001 plötzlich und ohne Grund die Allianz, die Münchner Rück, die Lufthansa und andere DAX Werte runter gingen. Danach hieß es dann, ein "unbekannter" Käufer habe in großem Stile Put Optionen gekauft.

    Wieso in den Auftragsbüchern der Banken nicht der Käufer identifiziert werden konnte, erschließt sich mir bis heute nicht. Es sei denn, er SOLLTE nicht gefunden und identifiziert werden.

    DT

    Literaturhinweis

    21.04.2017, 19:19
    (editiert von Literaturhinweis, 21.04.2017, 19:35)

    @ DT
     

    Erstens IST es so einfach und zweitens stimmt das mit den WTC 9/11-Put-Optionen auch nur zum Teil!

    > Wenn das alles so einfach wäre, wieso werden dann nicht endlich die Put Käufer auf Versicherungen und Airlines vor dem 11.9.2001 ermittelt?

    > Ich erinnere mich noch genau, daß in den ersten Tagen des September 2001 plötzlich und ohne Grund die Allianz, die Münchner Rück, die Lufthansa und andere DAX Werte runter gingen. Danach hieß es dann, ein "unbekannter" Käufer habe in großem Stile Put Optionen gekauft.

    Genau - immer, was in der ersten Sekunde berichtet wird, ist am genauesten. Peinlich sind danach nur noch die ganzen langwierigen Ermittlungen. Und der Prozeß erst. Und das Urteil. Stöhn. Könnte man sich alles sparen.

    Sorry, mußte mal gesagt werden. Zu confirmation bias hatte ich ja grade was inkludiert.

    Und @melethron hatte mal schön illustriert, daß selbst ein studierter Daniele Ganser Probleme mit dem Leseverständnis hat.

    > Wieso in den Auftragsbüchern der Banken nicht der Käufer identifiziert werden konnte, erschließt sich mir bis heute nicht. Es sei denn, er SOLLTE nicht gefunden und identifiziert werden.

    Schon wieder so eine Frage, die impliziert, was nicht stimmt. Sehr wohl wurden die Auftraggeber identifiziert.

    "Although this report will not discuss each of the trades that profited from the 9/11 attacks, some of the larger trades, particularly those cited in the media as troubling, are illustrative and typical both of the nature of the government investigation into the trades and of the innocent nature of the trading. The put trading in AMR and UAL is a case in point: it appeared that somebody made big money by betting UAL and AMR stock prices were going to collapse, yet closer inspection revealed that the transactions were part of an innocuous trading strategy."

    Los Angeles Times - Options Exchange Joins Trading Probe:

    "But some analysts said they have seen little evidence so far of market manipulation. Given the general weakness of the stock market, it is "not surprising to see that there were people buying puts, basically making bearish bets on these stocks," said Joseph Sunderman, manager of research at Schaeffer's Investment Research in Cincinnati."

    Eben weil das einen "paper trail" hinterläßt.

    Weil im vorliegenden Fall eben, wie vermutet, es sich zwar um einen technisch versierten, aber im Optionshandel weniger erfahrenen verzweifelten Menschen gehandelt haben dürfte. Ohne etwas davor oder dahinter. Es gibt, ich wiederhole mich, auch in Zeiten Merkelscher Rechtsbrüche nach wie vor die "stinknormale" Kriminalität.

    Auch im Dritten Reich wurde nicht jeder Jude gleich von einem SS- oder SA-Mann beraubt. Auch dort gab es normale Kriminelle.

    Vgl. auch das aufgebauschte Argument mit Larry Silversteins Versicherungsausschüttung - wer Brandversicherungen kennt, weiß, daß da eine Wiederaufbauverpflichtung dranhängt, wenn man das Geld voll ausgeschüttet bekommen will u.v.a.

    Warum ist eine so plumpe offensichtliche Put-Option-Strategie gerade bei einer u.U. geheimdienstverursachten Terrorattacke unwahrscheinlicher, als bei einem unerfahrenen BVB-Bus-Attentäter?

    Weil es da wesentlich bessere Verschleierungsstrategien gibt, die so hochkomplex ausfallen können, daß man selbst mit Big-Data-Mining nicht ohne zusätzliche Hinweise hinter den Zweck und den Urheber der Transaktionen kommt. So werden von der organisierten Kriminalität, die in hohem Umfang (Milliarden?) täglich alle sich anbietenden Märkte manipuliert, z.B. bestimmte "Basket"-Scheine gekauft und dann Teile der darin enthaltenen Aktien geshortet oder auf Call gestellt, in separaten Transaktionen und das mit komplexen Abhängigkeitsmechanismen, so daß am Ende es ohne Insider-Wissen/Zeugen/Whistleblower praktisch unmöglich ist, bei noch so viel Verdacht, die Täter vor Gericht zu bringen, so, daß sich in USA eine Jury zu einem Schuldspruch durchringen könnte. D.h. die Manipulationen beziehen sich auf ein jeweiliges "underlying", das mit der eigentlichen gewinnträchtigen Stoßrichtung der Strategie gar nicht in Verbindung zu bringen ist, es sei denn, man würde das gesamte Geflecht aller über das In- und Ausland verteilten Beteiligten genauestens kennen. Man bekommt, wie bei den Panama Papers, jedoch immer nur allerhöchstens Bruchstücke zu fassen.

    Langer Rede kurzer Sinn: wenn jemand mit Vorwissen an 9/11 verdient hat an Aktienmärkten usw., dann würde man die Profis dennoch nicht erkennen, geschweige denn fassen können.

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    heller

    31.05.2017, 10:12

    @ Literaturhinweis
     

    Die teilweise Entschuldigung für Larry Silverstein überzeugt mich überhaupt nicht

    > Vgl. auch das
    > aufgebauschte Argument
    > mit Larry Silversteins Versicherungsausschüttung - wer
    > Brandversicherungen kennt, weiß, daß da eine Wiederaufbauverpflichtung
    > dranhängt, wenn man das Geld voll ausgeschüttet bekommen will u.v.a.

    Auch wenn der Threat nun schon 1 Monat alt ist:
    Die Tatsache dass Larry noch ein paar Miteigentümer hatte, spricht doch nicht gegen eine eingeweihte Crew. Und dass sie zwei Attentate und daher doppelte Versicherungssumme durchklagten, damit das neue Gebäude mit 9 Mrd Dollar überhaupt bezahlbar war, treibt mir wahrlich die Mitleidstränen ins Gesicht.
    Das belegt doch nicht, dass er Mitwisser war.

    Insgesamt ist die Versicherungsgeschicht in meinen Augen ein Zufall wie jeder andere Zufall auch. Das schwierige an 9/11 ist aber, dass es verdammt viele Zufälle gibt und dass zudem ein paar offensichtliche Unstimmigkeiten existieren, die auch durch noch so großen Zufall nicht entschuldigend (für eine US-interne Mitwisserschaft) wirken können.

    Literaturhinweis

    31.05.2017, 11:37
    (editiert von Literaturhinweis, 31.05.2017, 12:09)

    @ heller
     

    Einfach mal mit Versicherungsrecht beschäftigen ... WTC-Mietfortzahlung, Wiederaufbauverpflichtung usw.

    > Die Tatsache dass Larry noch ein paar Miteigentümer hatte, spricht doch nicht gegen eine eingeweihte Crew.

    Daraus halte ich mich komplett raus. Auch daraus, daß Leute, die kein Englisch können (die gibt es zuhauf auch in USA) meinen, "Let's pull it" habe geheißen "Laß' es uns sprengen", halte ich mich 'raus. Natürlich legt Silverstein auf Prime-Time-TV ein Geständnis ab, wie sollte es anders sein.

    Da ist Hopfen und Malz verloren.

    Daß ich kritisch zur offiziellen Einsturzthese stehe, hatte ich als Staatskanal auch schon ab und zu thematisiert.

    Auch die vielen Unflätigkeiten, derer, die mich angreifen, weil sie nicht lesen können, stecke ich inzwischen weg und versuche auszuhelfen.

    > Und dass sie zwei Attentate und daher doppelte Versicherungssumme durchklagten, damit das neue Gebäude mit 9 Mrd Dollar überhaupt bezahlbar war, treibt mir wahrlich die Mitleidstränen ins Gesicht.

    Das ist nunmal US-Versicherungsrecht (in Deutschland gälte das Bereicherungsverbot). Aber auch der Fall ist eben nicht so einfach, denn das traf nur auf einige Versicherer des Pools zu, so daß es eben nicht 9 Mrd. US-Dollar wurden, sondern 4,577.

    Wenn ich so arbeiten würde ...

    Ich gehe eher davon aus, daß, auch wenn Silverstein von den Anschlägen profitiert haben mag, er nicht einer der Planer sein kann, denn er hat nur um Haaresbreite den Zuschlag für die Anmietung bekommen:

    "On February 15, 2001, the Port Authority announced that Vornado Realty Trust had won the lease for the World Trade Center, paying $3.25 billion for the 99-year lease. Vornado outbid Silverstein by $600 million ..."

    Das sind jetzt wieder mir zuviele Zufälle ...

    > Das belegt doch nicht, dass er Mitwisser war.

    Ich weiß nicht so recht, ob er so gute Beziehungen zu Saudi-Arabien hatte wie George W. Bush ...

    Es ist mir auch egal. Die Geschichte stinkt zum Himmel, das sieht ja jeder, aber: Larry hatte auch nicht soviel von dem Geld, wie die "Truther" immer behaupten, denn er mußte ja die Miete (Erbpacht) weiterzahlen:

    "... requires him to continue paying $102 million annually in base rent ... while the site remains unoccupied, he continues to pay $10 million per month in rent to the Port Authority of New York and New Jersey."

    > Insgesamt ist die Versicherungsgeschichte in meinen Augen ein Zufall wie jeder andere Zufall auch. Das schwierige an 9/11 ist aber, dass es verdammt viele Zufälle gibt

    ... Und das Versicherungsrecht bei solchen Versicherungen bedeutet, daß es eine Wiederaufbauverpflichtung gibt, oder andersherum: ich kann, auch in Deutschland, kein Haus abfackeln und "einfach so" die Versicherungssumme kassieren. Die volle Neuwertentschädigung gibt es nur, wenn ich sie auch gleich wieder aufbrauche, indem ich ein mindestens gleichwertiges Gebäude wieder hinbaue. Das ist dann zwar auch wieder ein Vermögenswert, aber viele Laien, die mit dem "warmen Abriß" glaubten, zu Geld zu kommen, weil z.B. die Geschäfte nicht mehr so liefen wie einst, stellten fest, daß sie nun entweder erheblich weniger Entschädigungssume erhielten, als geplant, vom Strafverfolgungsrisiko abgesehen, oder nun das unprofitable Gebäude wieder erreichten mußten, wollten sie die volle Summe einstreichen. Gehe nicht über Los ...

    Und da liegen dann die Tücken auch für Silverstein.

    Denn daß er es voll vermieten kann, ist bei der wechselsvollen Geschichte des World-Trade-Center-Komplexes nie ganz sicher - daß dort soviele Behörden drin saßen, hatte u.a. den Grund, daß der Komplex der Port Authority ursprünglich eine grandiose Fehlinvestition war, wie so oft bei öffentlichen Bauvorhaben.

    > und dass zudem ein paar offensichtliche Unstimmigkeiten existieren, die auch durch noch so großen Zufall nicht entschuldigend (für eine US-interne Mitwisserschaft) wirken können.

    Ich habe schon immer gesagt, daß es seltsam ist, wie große Übungen mit genau demselben Anschlagsszenario am selben Tage ablaufen, da ein ebensolcher Anschlag passiert (London, New York, Winnenden).

    Das gibt mir aber nicht das Recht, die Tatsachen zu ignorieren oder zu verdrehen, die sich ermitteln lassen, oder es entsteht bei denen, die das tun, mein Eindruck, sie verfolgten eine ganz andere Agenda als die der Aufklärung, was die Frage erlaubt, in wessen Sold diese dann stehen mögen?!

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    Literaturhinweis

    22.04.2017, 18:10
    (editiert von Literaturhinweis, 22.04.2017, 18:36)

    @ XERXES
     

    Gina-Lisa Lohfink und der Sprengstoff ...

    Eigentlich wollte ich in diesem Thread, der -mit Ausnahmen- mit immer hirnrissigeren Argumenten "bereichert" wird, nichts mehr schreiben, aber auch eine Leserzuschrift bat mich dringend, doch das "Rätsel" des Bundeswehrsprengstoffes zu behandeln.

    Die Frage läßt sich so zusammenfassen:

    "Warum behauptet man zuerst, es habe sich um 'Material aus Bundeswehrbeständen' gehandelt, dann aber, man könne keine Spuren des Sprengstoffs (mehr) finden?"

    Auch wenn ich genausowenig Einblick in die Ermittlungsakten habe, wie alle andern hier auch (je weniger Einblick man hat, desto heftiger scheint aber spekuliert zu werden), für den zweiten Teil der Frage gibt es eine recht einfache naturwissenschaftliche Antwort (und aus der folgen dann weitere Antwort-Möglichkeiten für den Rest):

    Ein 'idealer' Sprengstoff hinterläßt unter 'idealen' Bedingungen tatsächlich keine Spuren. Siehe meine bereits ausführliche Schilderung der Sprengstoffthematik.

    Das geht so: ein Sprengstoff besteht entweder aus einem einzigen Stoff (z.B. Schießbaumwolle) oder aus einer Mischung von mehreren Komponenten (etwa Schießpulver).

    Insbesondere bei Einkomponenten-Sprengstoffen hoher Reinheit kommt es zu einer sog. stöchiometrischen Reaktion (siehe den empfohlenen Holleman-Wiberg).

    Das heißt: alle Eingangsprodukte wandeln sich vollständig in Reaktionsprodukte um. Etwa, wenn jemand Methangas (Erdgas - CH4) verbrennt. Mit Luftsauerstoff O2 werden aus einem CH4-Molekül mit zwei O2-Molekülen genau EIN Molekül CO2 (Kohlendioxid) und ZWEI Moleküle H2O (Wasser), Formel CH4 + 2 O2 = CO2 + 2 H2O, sog. Verbrennungsluftverhältnis.

    Wer nun nach vollständiger Verbrennung in einer Küche 'Detektiv spielen' wollte, fände nur (etwas verkürzt, Spurengase weggelassen) im Luftraum: N2 (Stickstoff), O2 (Sauerstoff), H2O (Wasserdampf) und eben CO2 (Kohlendioxid).

    Kein Gericht würde das als Beweis durchgehen lassen, daß davor (zwingend) Methangas im Raum gewesen sein müsse/ausgetreten sei.

    Folglich muß man bei sehr gut hergestellten Spengstoffen unter idealen Umständen damit rechnen, daß sie keine Spuren hinterlassen, die man zwingend auf den Ursprung zurückführen könnte.

    Gerade das aber wäre ein Hinweis auf militärischen Sprengstoff, denn selbst hergestellte (im 'Küchenlabor') würden meist nur unvollständig 'verbrennen', d.h. sie würden eben Spuren einzelner Komponenten oder Zwischenprodukte zurücklassen.

    Also schonmal als Zwischenergebnis: aus der Tatsache, daß es eine Explosion gegeben hat (bezweifelt auch das jemand hier?) UND der Tatsache, daß man keine Rückstände mehr findet, darf man nicht den Schluß ziehen, daß es keine Explosion gegeben habe, sondern daß es ein besonders effizienter Sprengstoff war. Und den hat i.d.R. nur das Militär, ja, die legalen Hersteller sind sogar meist gezwungen, nicht-militärischen Sprengstoffen 'Signaturen' beizumischen, damit man deren Herkunft bei Sprengstoffverbrechen leichter ermitteln kann.

    Also: die Tatsache, daß man keine Spuren findet, legt einem erfahrenen BKA-Sprengstoffermittler den Schluß nahe, es müsse sich um militärischen Sprengstoff gehandelt haben.

    Wie kommt man nun aber zu der engeren Vermutung, es müsse ausgerechnet aus Bundeswehrbeständen und nicht etwa aus US-, französischen oder nordkoreanischen Beständen stammen?

    Hier kann auch ich (derzeit) nur spekulieren, aber es ist mit großer Wahrscheinlichkeit so, daß diese Vermutung sich entweder an gefundenen Teilen, die genau zu BW-Sprengstoffbehältern (welcher Art auch immer) passen oder an den Zündern, dem Initialsprengstoff, festmacht. Denn diese hinterlassen oft charakteristische Spuren, z.B. das früher ubiquitär verwendete Bleiazid in den Zündkapseln (das früher zu Bleivergiftungen z.B. bei Jägern und Sportschützen führen konnte), zerfällt ja einerseits in Gase, andererseits in Bleidampf, der sich in charakteristischen Spuren niederschlägt. Daran kann man fast zweifelsfrei die Art des Zünders erkennen. Aus der Art des Zünders kann man indirekt auf den verwendeten Sprengstoff schließen, da nicht jeder Zünder für jeden Sprengstoff verwendet wird, bzw. nicht jeder Sprngstoff einen Initialsprengstoff überhaupt braucht.

    Und: die modernsten Sicherheitssprengstoffe militärischen Ursprungs gar funktionieren nur mit ganz bestimmten Zündern, ansonsten gehen sie gar nicht 'in die Luft', d.h. auch bei einer Explosion im Munitionslager würden sie nicht, wie früher üblich, an der folgenden Kettenreaktion teilnehmen. Ob es ein solches Sprengstoff-Zündergemisch war, weiß ich natürlich erst recht nicht, aber ein solches würde eine sehr charakteristische Signatur hinterlassen, ohne daß man den Haupt-Sprengstoff noch je wiederfände.

    Warum nun setzen die Ermittler, die an den Bombenteilen, dem Bus und 'in der Luft' aus vermutlich vorgenannten Gründen keine Sprengstoffspuren mehr auffinden konnten, auf die Analyse von Bodenproben?

    Weil beim -vermutlich ziemlich kugelförmigen- Austritt der Explosionsgase nach allen Seiten ein kleiner Teil auch in die Erde eindrang. Dabei besteht mit geringer Wahrscheinlicht die Möglichkeit, daß diese durch das Erdreich bereits vor komplettem Abschluß der vollständigen stöchiometrischen Reaktion wieder unter die Reaktionstemperatur abgekühlt wurden, man also u.U. noch Zwischenprodukte der Zerfallsreaktion des Sprengstoffes fände. Da diese relativ charakteristisch für den Sprengstoff sein könnten -vorausgesetzt, sie unterscheiden sich von natürlich im Erdreich vorkommenden Substanzen- wäre das eine Möglichkeit, den Sprengstoff dennoch zu ermitteln.

    Warum aber tritt dies nun alles etwas in den Hintergrund? Weil es einen neuen, erfolgversprechenden Ermittlungsansatz gibt:

    Vorher hatte man den vermutlichen Täter nicht und mußte mit Sprengstoffermittlungen verzweifelt versuchen, Hinweise darauf zu finden, wer er sein könnte.

    Nun scheint man überzeugt zu sein, den Täter gefaßt zu haben - da kann man den Spieß umdrehen und vom Täter ausgehend ermitteln, welchen Sprengstoff er wo beschafft und wie verwendet hat.

    Ich verstehe nicht, weshalb man statt zu Logik und Naturwissenschaft stattdessen immer zu den möglichst entfernt liegenden "Erklärungen" Zuflucht nehmen muß.

    Ach ja: kein Spieler des BVB beginnt mit Namen Helmut. Eine Schande, welch ein schöner theutscher Name. Bestimmt alles Ausländer, der Niedergang Theutschlands.

    Warum verwendet man keinen (echten) Spielernamen, wenn man ein bloßes Beispiel konstruieren will? Weil man gesehen hat, was bei Gina-lisa Lohfink passierte, die hat echte Spieler einer nicht vorgefallenen Tat bezichtigt. Das Gelbe Forum braucht keine anwaltliche Abmahnung, bloß weil nicht jeder versteht, was ein fiktives Beispiel ist ...

    Das alles also noch mal für die etwas einfacher gestrickten Geister hier und außerhalb des Forums.

    ---
    Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

    EM-Financial

    E-Mail

    Deutschland,
    23.04.2017, 14:57
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 23.04.2017, 16:40)

    @ XERXES
     

    Die Presse will ihn vorsorglich schonmal in eine Richtung stellen

    Ob es nun wahr ist oder nicht.

    Es ist schon unglaublich, welche Methoden die Springer-Presse anwendet. Wäre er ein "Flüchtling" gewesen, hätte man ihn wohl bemitleidet.

    Ein "Deutschrusse" ist das gefundene Fressen, um die Terror-Waage wieder in Richtung Lot zu bringen.

    Wenn ich schon wieder so was lese "Der junge Mann mit dem strengen Seitenscheitel" [[kotz]]

    Da sage ich nur: Vorsicht vor den jungen Männern mit Seitenscheitel... [[ironie]]

    Langmut

    23.04.2017, 15:13

    @ EM-Financial
     

    AfD-Parteitag

    Hallo in die Runde,

    Da sage ich nur: Vorsicht vor den jungen Männern mit Seitenscheitel... [[ironie]]

    Dem ist nur bildhaft etwas hinzuzufügen.

    Gruß
    Langmut

    ---
    Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
    Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Wandere aus, solange es noch geht.


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