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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    10.01.2016, 20:22
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 11.01.2016, 13:40)
     

    Kosten im Gesundheitswesen (Megabeitrag)

    Es ist zwar nichts Neues, dass die Kosten im medizinisch-pharmazeutischen Bereich in Deutschland extra hochgeschraubt sind. Die Frage stellt sich für mich: Warum regt sich da keiner auf? Ich meine, mit wirksamen Protest, dort, wo es hingehört. Oder hat man da in D gar keine Möglichkeit?

    Schön, - eigentlich braucht es mich nicht zu interessieren, - ich regle das ja von Rumänien aus. Nun habe ich aber da einen gewissen Einblick, was die Unterschiede bei den Kosten betrifft. Will das mal anhand von zwei Beispielen erläutern:

    Zu Rumänien:

    1) Ich hab mir was am Knie gemacht, mit ziemlich unangenehmen Nachwirkungen. Hab mir dafür einen Spezialisten gesucht, - der ist neben seiner orthopädischen Ausbildung auch Sportarzt in einer Kureinrichtung. Von der Logik her hab ich erst einen Termin vereinbart, als ich das MRT in der Hand hatte, - was soll er denn ohne sonst sagen können.

    a) Termin für MRT in einer privaten Einrichtung vereinbart (Anruf um 9 Uhr), - für 14 Uhr am selben Tag. Neuer Apparat von Siemens, Prozedur in der Röhre ca. 30 min. Kosten einschl. Diagnose des Facharztes 380 ROL (ca. 85 €). CD wird sofort ausgehändigt, Facharztbericht wurde mir am nächsten Tag bis ca. 9 Uhr per Mail zugeschickt, damit ich nicht nochmal in die Kreisstadt muß.

    b) Termin mit Orthopäden um 9Uhr telefonisch vereinbart, für 11 Uhr am selben Tag. Kosten für die Untersuchung sowie ausführliche Diskussion des MRT-Berichtes, sowie Besprechung der CD, die er sich auch im PC angesehen hat (hat ca. 1 Std. gedauert):Tarif privat 50 ROL (= etwas über 11 €, > 1 € = 4,5 ROL). Mußte allerdings mehr als 1 Stunde warten, - der Mann nahm sich offensichtlich für jeden Patienten mindestens 40 - 60 Minuten Zeit, wie ich beobachten konnte. Bekam einen ausführlichen Therapievorschlag einschl. Ernährungsanweisung und ein Rezept, wo auch die später zu verabreichenden Injektionen draufstehen, - 3 Stk. zu je ca. 250 ROL (= ca. 55 €), was für den Knorpelaufbau notwendig wäre. Das Präparat kommt aus Österreich, aber er sagte gleich dazu, dass dasselbe Präparat in A mehr als das Doppelte kostet. Dazu verschrieb er mir so eine spezielle Stützbandage, wo man den Winkel des Abbiegens fixieren kann. Nennt sich "Aktivbandage mit einstellbaren Gelenkschienen" z.B. "GenuTrain S Pro" von Bauernfeind. Kam von einem türkischen Hersteller, - ich bezahlte dafür 290 ROL (= 65 €).

    2) Die beiden Töchter meiner Schwiegermutter haben eine seltene Blutkrankheit, weswegen sie regelmäßig Eisenpräparate benötigen.Die eine wohnt in D, die andere in RO. Natürlich wurde da schon alles durchprobiert, an Tabletten, Infusionen, etc. Hat alles auch so seine Nebenwirkungen. Nun gibt's das auch als Injektionslösung. Verträgt der Organismus wesentlich problemloser und hält viel länger an. Schön, - aber kostet auch um einiges mehr. In Rumänien bekommt man ohnehin keine Medikamente bezahlt, außer als Kind und als Rentner. Da allerdings bekommt man nur den billigsten Mist verschrieben. Kosten für eine Viole:umgerechnet 130 €, kauft man sie im 5er Pack, dann 108 € pro Stück, inkl. Mwst. Haltbar 3 Jahre. Wer's nachlesen will: http://www.codmedical.ro/11278-ferinject-50mg-fer-ml-pret-11278. (Preise vom Juli 2014)

    Nun zu Deutschland und Österreich:


    1a) Hab mal da herumgegoogelt, was so eine MRT in Deutschland kosten würde. Es gibt viele private Anbieter im Net, - auch kann man da das Wort "Kosten" anklicken. Nur: man erfährt da nie einen Preis, lediglich den Hinweis, dass man sich mit der KV in Verbindung setzen sollte, um herauszufinden, was dabei von der Kasse übernommen wird. Preise sind also geheim. Trotzdem habe ich das bei diversen Foren, wo Betroffene posten, herausbekommen. Die Kosten belaufen sich zw. 400 und 600 €. Allerdings sind diese privaten Anbieter schon deshalb an Privatzahlern interessiert, weil sie bei der Kasse für sowas nur ca. 200€ abrechnen könnten. Deshalb könne man auch mit denen etwas handeln.

    1b)Da ich sowieso in Österreich zu tun hatte, wollte ich mit der CD in der Hand die Meinung eines anderen Spezialisten hören.Klar habe ich am Telefon gesagt, dass ich das privat bezahle. Der schnellste Termin - 5 Tage (auch bis zu 2 Wochen). Das war die Erkenntnis nach ca. 12 verschiedenen Ärzten. Kosten beim Orthopäden für eine Beratung. ca. 80 - 85 €. Auch bei einem renommierten habe ich angerufen, der ist Chefarzt in der Orthopädie in einem Krankenhaus (vormittags) und hat nachmittags seine Privatpraxis. Den hat die Sprechstundenhilfe nach meinem Anliegen gefragt, - und er bedauerte, dass er das nur im Krankenhaus machen könne. Er hätte in seiner Praxis nur Laptops, und hätte schon zwei davon wg. der Größe der CD gelyncht. Armer Teufel, vielleicht schenke ich ihm zu Weihnachten einen gebrauchten PC.

    Die Stützbandage kostet übrigens in D (billigster Anbieter)statt 65 € nun 170 €. https://www.elsira.de/Bandagen-Knie-Bauerfeind-GenuTrain-S-Pro

    Was hab ich dann gemacht: Auf meinen Sohn gehört, der sagte, such Dir doch einen Osteopathen, der kennt sich ohnehin besser aus. Hab nach einem Anruf (ca. 15 Uhr) am selben Tag noch einen Termin in so einem Therapiezentrum bekommen, um 19 Uhr 30. Der Mann sagte gleich, dass er kein Arzt sei, aber ich merkte, dass er wusste, wovon er sprach. Ohne, dass er die Aussage des rum. Arztes kannte, steckte der die CD in sein Laptop und erklärte mir die Situation sowie seinen Therapievorschlag. Versuchte auch gemeinsam mit mir, die Ursache für das Handicap herauszufinden. War nahezu identisch mit den Aussagen des rum. Arztes, lediglich in der späteren Reha unterschied es sich etwas. Dauer der Konsultation. ca. 1 Std. Kosten. Er wollte 30 €, die ich ohne ohne Kommentar und ohne Beleg direkt bezahlt habe. Weil er so anständig war und sich noch am Abend für mich als letzten Patienten die Zeit genommen hatte, bekam er noch eine Flasche vom Selbstgebrannten aus meinem Keller.

    2) Das selbe Medikament kostet in Deutschland über den Arzt ca. 180 € pro Viole (Abrechnungssumme im PC des Arztes). Schaut man ins Internet, dann kriegt man das über den Versandhandel immer zum selben Preis, auch bei der 5er Packung (908 € für 5 Stk.). https://www.europa-apotheek.com/ferinject-50-mg-eisen-ml-inj-inf-fl-5947916.html

    Nun zu meinen Gedankengängen:

    Es ist für mich überhaupt kein Wunder, wenn die KV-Kosten in D ins Unermessliche steigen. Würde mich interessieren, ob man da auch mit privaten Versicherern sprechen kann, um gewisse Behandlungen resp. Medikamente aus dem Ausland zu beziehen. Rein aus Neugier. Um eventuell auch dann von den verminderten Kosten beim Beitrag zu profitieren. Von der Zahnbehandlung spreche ich gar nicht, meine 3. Beißerchen habe ich schon seit über 10 Jahren, alles westliches Material, verfärbt sich nichts, und nach wie vor paßgenau und fest in der Substanz. Kostete mich damals (komplett) etwas weniger, als in D nur die Zuzahlung gewesen wäre. O.k., mittlerweile sind auch hier die Preise um einiges gestiegen.

    Fazit für mich: Gott sei Lob und Dank, dass ich mich schon seit über 30 Jahren aus diesem System in D herausgeklinkt habe, - ich will gar nicht die Summen zusammenrechnen, die ich "normalerweise" bezahlt hätte.Allerdings gings damals als Selbständiger, - heute würde das gar nicht mehr funktionieren.

    Was macht das alles so teuer in D?
    Die Paläste, die sich die AOK und BfA bauen?
    Oder die riesigen Gehälter?
    Oder wird da der deutsche Michel einfach nur abgezockt?

    Ich frage das nur deshalb, weil mir bekannt ist, dass der Arzt, der über die Kasse abrechnet, am wenigsten vom Kuchen bekommt und zusehen muss, dass er über die Runden kommt.

    eddie09

    10.01.2016, 20:43
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 11.01.2016, 14:04)

    @ helmut-1
     

    Die größten Stücke des Kuchens, kriegen...

    - die Kassenärztliche Vereinigung und ihre Funktionäre, da wird richtig abgesahnt
    - die Vorstände der 270 Krankenkassen, (wozu brauchen wir in einem geregelten Markt, 270 Vorstände, 270 Abteilungsdirektoren, 270 Prokuristen? )alles überflüssig.
    -die Rentner und Pensionäre (Schmarotzer) dieser Schmarotzerbuden

    Bei den Leistungsträgern kommt sehr wenig an, die müssen sich über IGEL sehr viel einfallen lassen. Beitragszahler und Ärzte werden hier vollständig von einer Horde von Schmarotzern verarscht.

    Ich habe in diesem Segment jetzt 20 Jahre gearbeitet. Ich weiß, wovon ich schreibe.

    ---
    Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    10.01.2016, 20:47

    @ eddie09
     

    Danke für die Klarstellung

    Hab mir sowas gedacht, aber ich hab da keine Insiderinfos. Wenn Du da "erlebte" Direktinfos hast, dann ist das für mich schon klar, wo es herkommt.

    Aber die andere Frage hast Du nicht beantwortet, oder zumindest angeschnitten:

    Kann der Beitragszahler da gar nichts dagegen machen?

    eddie09

    10.01.2016, 21:11
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 11.01.2016, 14:01)

    @ helmut-1
     

    NEIN!

    Um diese Schmarotzerbuden weiter aufrecht zu halten, hat der Gesetzgeber ja die Pflicht eingeführt. In der Kassenärztlichen Vereinigung werden die abgehalfterten Politiker auf Landesebene, für eine Jahressalär von 200 T€, untergebracht. Kein Arzt und wenn er noch so gut ist, kann sowas erwirtschaften, es sein denn er vereinbart mit der KV einen eigenen Abrechnungsverband und schaltet dabei die Kassen aus. Das gelingt aber nur wenigen, sehr umsatzstarken Ärzten. Ich kenne Ärzte, die so was gemacht haben. Da gibt es dann in der Tat eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer Dienstleistung. Ein Arzt, der in den Klauen der Kasse steckt, arbeitet viel für wenig Geld, damit die Vorstände in Saus und Braus leben können.

    Nein, der Beitragszahler kann da nichts mehr machen. Das letzte Schlupfloch wurde 2007 geschlossen.

    ---
    Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    10.01.2016, 21:21

    @ eddie09
     

    O.k., Du mußt es ja wissen

    > Nein, der Beitragszahler kann da nichts mehr machen. Das letzte
    > Schlupfloch wurde 2007 geschlossen.

    Dumme Frage:

    Hat auch niemand probiert, oder gabs da irgendwelche Anläufe, um eine andere gesetzliche Krankenkasse als "Konkurrenz" zur AOK zu etablieren? Klar gibts ja auch die Ersatzkassen, aber die sind ja - von wenigen Nuancen abgesehen - fast auf dem selben Level wie die AOK.

    Oder sind die "Gesundheitsgesetze zum Schutz des Bürgers" so gemacht, dass da schon zu Beginn vom Gesetzgeber ein unverrückbarer Riegel vorgeschoben wurde, damit so etwas erst gar nicht "geboren" werden kann?

    Übrigens, danke für die Geduld und die Auskünfte!

    eddie09

    10.01.2016, 21:37

    @ helmut-1
     

    Morbiditätswettbewerb

    Wettbewerb gibt es in diesem, streng geregelten, Markt nicht. Das ist alles die gleiche Brühe. Jetzt ist ja noch der Morbiditätswahn ausgebrochen. Eine Kasse schneidet dann sehr gut ab, wenn sie die höchste Morbiditätsrate hat. Das bedeutet, dass die Kassen ihre Kundenkartei auf Morbidität überprüfen und ganz geil darauf sind, dass die Ärzte diese Versicherten für todkrank schreiben. Dann gibt's richtig Kohle für die Kasse. Morbiditätszuschlag heißt das Zauberwort. Ein System, das Kopf steht und keinen Wettbewerb kennt.

    ---
    Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

    Mercury

    E-Mail

    10.01.2016, 22:34
    (editiert von Mercury, 10.01.2016, 22:40)

    @ eddie09
     

    Sachlich falsch. Die Gesundheitswirtschaft ist vielschichtiger.

    Hallo eddie09,

    obwohl du, wie du schreibst, lange in dem Bereich tätig warst, ist deine Behauptung sachlich falsch.

    > Um diese Schmarotzerbuden weiter aufrecht zu halten, hat der Gesetzgeber ja
    > die Pflicht eingeführt. In der Kassenärztlichen Vereinigung werden die
    > abgehalfterten Politiker auf Landesebene, für eine Jahressalär von 200
    > T€, untergebracht.

    Laut SGB V § 80 wird der KV-Vorstand durch die Vertreterversammlung (der Ärzte und Psychotherapeuten, deren Anteil auf 10 % der Delegierten gesetzlich beschränkt ist) gewählt. Da ist es nicht so einfach, mal eben einen "abgehalfterten Politiker" einzuschleusen. Allerdings sind viele KV-Funktionäre auch politisch aktiv, was diesen Eindruck entstehen lassen könnte.

    > Kein Arzt und wenn er noch so gut ist, kann sowas
    > erwirtschaften,

    Kommt auf die Fachrichtung an. Radiologen etwa haben da kein Problem.

    > es sein denn er vereinbart mit der KV einen eigenen
    > Abrechnungsverband und schaltet dabei die Kassen aus. Das gelingt aber nur
    > wenigen, sehr umsatzstarken Ärzten. Ich kenne Ärzte die so was gemacht
    > haben. Da gibt es dann in der Tat eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer
    > Dienstleistung.

    > Ein Arzt, der in den Klauen der Kasse steckt, arbeitet viel
    > für wenig Geld, damit die Vorstände in Saus und Braus leben können.

    Ein Arzt mit Kassenzulassung steckt nicht in den Klauen der Kasse, sondern der KV, die mit den Kassen Abrechnungsbedingungen aushandelt. Wesentliche Teile der abrechenbaren Leistungen werden über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab definiert, der wiederum zwischen den Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der GKV ausgehandelt wird. Wie das mit den KV-freien Abrechnungsverbänden aussieht, weiß ich nicht.
    Deshalb muss da immer zwischen Arzt und Arzt unterschieden werden: Facharzt oder Allgemeinarzt etc..

    > Nein, der Beitragszahler kann da nichts mehr machen. Das letzte
    > Schlupfloch wurde 2007 geschlossen.

    Zustimmung. Das geht nur über eine grundsätzliche Änderung, also über die Politik. Aber das ist ein Lacher für sich.

    Das zentrale Kostenproblem liegt, wie Azur es angedeutet hat, in der politischen Dominanz und damit Anfälligkeit für Lobbyarbeit.

    Z.B. von der Lobbyistin zur Gesundheitsenatorin. Die Dame der CDU war beteiligt, einer SPD-Gesundheitsministerin ein (bereits beschlossenes!) Gesetz zur Senkung von Medikamentenkosten abzukaufen.
    Der gute FDP-Augenarzt hat Gesetze direkt von der Lobby geschrieben übernommen (da gab es einmal einen ausführlichen Spiegel-Artikel). Die Apothekerpartei hatte ihren Spitznamen auch sicherlich nicht umsonst.

    Die "Fettlebe für Vorstände" greift viel, sehr viel zu kurz. Seit Bismarck ist das Machtpolitik in allen Facetten. Nicht zufällig das gefährlichste Terrain der ganzen Politik.

    Grüße

    Mercury

    ---
    „Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

    azur

    E-Mail

    10.01.2016, 21:40

    @ helmut-1
     

    Danke, sehr interessant! Ein befreundeter Chefarzt meinte vor Jahren schon

    Hallo Helmut,

    danke sehr, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, uns das mal so aufzubereiten. Das sind ja Informationen, die man so schnell sonst nicht zusammenfindet.
    Und vor allem gute Besserung!

    Habe es ja schon oft aus eigener Erfahrung geschrieben: Ostheopathie ist klasse. Denn wenn der Körper nicht im Lot ist, dann schlagen die Problem logischerweise an den überlasteten Stellen "durch". Muss wegen meiner Krankheiten jede Woche gerichtet werden, und das ist "der Bringer" schlechthin.

    Weiter: Es ist ja bekannt, dass vieles in Deutschland teuer ist, als anderenortes. Handytelefonate, Benzin usw. Erkläre mir das so, dass bei so vielen Verbrauchern bei den entsprechenden Lobbys, Verbänden, Konzernen usw. soviel Geld zusammenkommt, verglichen mit z. B. einem Wirtschaftsraum von z. B. 5,7 Mio in der SK (danke sehr für die super Zuschrift über die Slowakei - sehr schade, dass dies nicht hier im Forum steht!!). Also können diese Großgesamtheiten auch ganz anderes wirtschaften, bis hin eben zur Einflussnahme. Denn Einflussnahme bedeutet vor allem Arbeit (und Schmieren). Wer also viele Leute und Medienvertreter (und Entscheider, wie Politiker) beschäftigen kann (und bezahlen kann), der hat mehr Einfluss.

    Nehmen wir an, der slowakische Verband kann pro Nase 0,5 Euro einnehmen und verwenden und der deutsche, wegen eines anderen Preisniveaus (allerdings auch der zu benutzenden Gewerke, Entscheider usw.) 2 Euro, dann kommt bei den einen ein Budget von rund 3 Mio, bei den anderen 160 Mio zusammen. Also hat ein deutscher Verband, selbst wenn er nur einen Teil vom Kuchen abbekommt, zig Mal mehr zur Verfügung, um seine Interessen durchzusetzen. Das scheint mir (zumindest mit-) entscheidend, wer was durchgesetzt bekommt.

    Und das gilt natürlich nicht nur im Bereiche der Gesundheit.

    Wir wissen ja auch, dass es eine Vielzahl von lokale Managern mehr verdienen, als der BK. Chefs von Krankenhäusern, Nahverkehr, Stadtwerken etc. pp. Ein Menge reicher CEOs, die bei Fehlern mit irren hohen Abfindungen gehen, gemessen an dem, was dafür erst mal erwirtschaftet werden muss.

    Ein befreundetet Chefarzt sagte mir, dass es natürlich einerseits die teure Gerätetechnik wäre, aber vor allem auch, dass so viele sehr alt werden und dabei sehr lange teuer versorgt würden (Pflegeeinrichtungen, die die "Kostenerzeuger" lange zu Gewinnen machen). Bin aber nicht vom Fach und kann das nicht so einschätzen, wie z. B. Gaby, die ja schon oft darüber schrieb (das ist ja ein sehr altes Thema im Forum).

    Und das bezahlten dann eben alle anderen mit.

    Umlagemodelle kennt jeder Unternehmer.

    Aber wie gesagt: Hier haben die "Großen" ganz andere Mittel zuzulangen und Preise zu gestalten. Es ist ja nichts Neues, dass die Medikamentenpreise in Deutschland absurd hoch wären. Und da viele "nur Kassenpatienten" sind (denn die sind nicht weniger wert, als andere! - und es ist auch t. w. ein Luxusproblem, denn eine Gesundheitsversorgung wie hierzulande, würden sich viele, viele andere herbeisehnen), werden sie so behandelt, wie Du es von den Kindern und Senioren in Rumänien beschreibst. Die bekommen es umsonst.

    Kostenfrei war es auch in der DDR, und zwar für jeden. Und soweit ich mich entsinne, war auch vieles noch ohne Zuzahlung im Westen", als wir hinzu kamen. Und auch Westler sagten, nunr wo das Gegengewicht und der Wettkampf damit weg ist, würde abgebaut. Und so war es ja auch. Zumal die Neocons ja 2ihren" Systemsieg als Rechtfertigung für alle möglichen Schweinereien benutzten.

    Allerdings war es in der DDR auch einfacher: Ein Kasse für alle. Jeder zahlte da ein. Keine teueren Werbeetats von zig Kassen fielen an. Vor allem aber auch kein Aufwand sich mit Kassen auseinander zu setzen. Mir fiel schnell auf, dass die Bürger im Westen unheimlich viel mit Steuern und Krankenkassen beschäftigt waren. Ein Haufen Lebenszeit geht dafür drauf. Und es paralysiert ja auch. Wer sich mit Kassen und Finanzämtern (kannte man im Osten nicht) rumschlagen muss, der hat in der Zeit kein Auge und Nerv für z. B. gesellschaftliche Fragen. Ob das gewollt ist?

    Schlussendlich: Wie auch andere sagen: Die Apparate kosten, und zwar nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit und Kraft.

    Vorteilhaft ist aber, dass Märkte, wo sich viel verdienen lässt, die Entwicklung von Geräten und Medikamenten befeuern. Das sah ich auch in den USA, wo ich mit meinen Reiseversicherungen versorgt wurde und dabei oft Dinge erlebte, die hier erst später 'normal' wurden. Allerdings eben nur für einen Teil der Bevölkerung, der dann eben länger lebt und auch gesünder. Gute Pflege, Herr Doktor...

    Ein sicher schwieriges Thema. Vor allem auch, wie man es so gestaltet, dass es gerecht zugeht. Also die Krankenschwester, die hart schuftet, aber wenig verdient, genauso gut versorgt wird, wie ein Chefarzt. Unser Freund hat eine seltene Krankheit und braucht irrsinnig teure Medikamente, die wirklich helfen. Da er ein begnadetet Operateur sein soll, wird man eventuell leichter entscheiden haben, dass er es bekommt. Zumal er viel verdient und viel einzahlt.

    Hohe Umsätze sind zum Glück für alle Kassen usw. von Vorteil, und so spart man zum Glück nicht wie an einem, der nicht mehr viel einspielen kann, weil die Gesundheit es schwierig macht.

    Eigentlich müssten ja Dinge in einem großen Markt günstiger werden, als in einem kleinen...

    Wie kann man erreichen, dass alle gut versorgt werden. Auch die, die z. B. keine Gattin oder Kinder von Schwerverdienern sind (die oft auf ärmere herabschauen, ohne die Leistung von diesen zu erbringen). Wie sollen Krankenschwester und deren Kinder gut versorgt werden oder Leute, die z. B. die Schicksalsschläge nicht Medizin studieren konnten, auch wenn sie Voraussetzungen dafür hatten.

    Dies nur ein paar Überlegungen dazu.

    Viele freundliche Grüße

    azur

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    10.01.2016, 23:20

    @ azur
     

    Noch ein paar Anmerkungen

    Danke für die Wünsche. Ich krieg die Kuh schon vom Eis, verlaß Dich drauf. Die nächste Saison wird wieder Schi gefahren.

    Zu Deinen Ausführungen:
    Es ist ja bekannt, dass vieles in Deutschland teuer ist, als anderenortes. Handytelefonate, Benzin usw.

    Beispiel aus RO: Benzin kostet derzeit 4,85 ROL (95 Oktan), das sind umgerechnet 1,08 €. Ähnlich in Österreich (1,10 €).
    Vertrag (unbefristet) mit Romtelekom in einer Sonderangebotsphase abgeschlossen: Beinhaltet Internet, Kabel TV (Glasfiber) und Festnetzanschluß für 35 ROL/Monat (= 7,78 €). Natürlich müßten die Einheiten bezahlt werden, - aber ich laß mich (privat) nur anrufen, - wenn ich anrufe, dann mache ich das über das Firmentelefon, wo ich es absetzen kann.

    Ein befreundetet Chefarzt sagte mir, dass es natürlich einerseits die teure Gerätetechnik wäre, aber vor allem auch, dass so viele sehr alt werden und dabei sehr lange teuer versorgt würden (Pflegeeinrichtungen, die die "Kostenerzeuger" lange zu Gewinnen machen)

    Gerätetechnik: Das weiß ich von einem ehemaligen Angestellten der Fa. Knoll aus Ludwigshafen, dass das in Deutschland hergestellte Gerät x in Deutschland ca. das Doppelte kostet als vergleichsweise in Rumänien, trotz Mehrkosten durch Transport.

    Wenn viele sehr alt werden, dann heißt das nicht automatisch, dass sie viel Kosten verursachen müssen. Meine Mutter ist im 90. Lebensjahr verschieden, und war - bis auf die letzten zwei Tage - nie krank. Und das ist sicher kein Einzelfall.

    Wer sich mit Kassen und Finanzämtern (kannte man im Osten nicht) rumschlagen muss, der hat in der Zeit kein Auge und Nerv für z. B. gesellschaftliche Fragen. Ob das gewollt ist?

    Es ist Teil des Hamsterrades, des Systems. Aber nur ein Teil. Es kommt noch mehr dazu, - es beginnt schon bei der Entmündigung des Denkens durch die Schulbildung.

    Allerdings eben nur für einen Teil der Bevölkerung, der dann eben länger lebt und auch gesünder. Gute Pflege, Herr Doktor...

    Da kommt aber noch was dazu, das ich schon öfters erwähnt habe. Die Dummheit und Unwissenheit (ich kann das nicht auseinanderhalten) der Bevölkerung. Kaum jemand ist heutzutage in der Lage, eine halbwegs vernünftige Anamnese dem Arzt mitzuteilen. Dadurch "doktert" der Arzt meistens herum, um dann vielleicht durch Erfahrung oder Zufall aufs Richtige zu kommen. Oft aber werden so falsche Diagnosen gestellt und der Patient kommt vom Regen in die Traufe. Aber er ist selbst schuld daran.

    Wenn jemand eine konsequente Selbstbeobachtung durchführt, dann erspart er sich oftmals sogar die Konsultation des Arztes, weil dann die Lösung schon auf der Hand liegt. Man muß doch als vernünftig denkender Mensch in der Lage sein, einfach festzustellen, wann genau das eine oder andere Wehwehchen auftritt, und dabei selbst die Ursache zu erkennen und ggf. abzustellen.

    Dazu kommt das total in Vergessenheit geratene Hausmittel der Omas, was oftmals besser geholfen hat als die Chemie heute. Erst kürzlich beklagte sich meine Sekretärin, dass ihr 3-jähriger Junge erkältet wäre und Fieber hätte. Deswegen müßte sie beim Kinderarzt ein Rezept holen, damit das Fieber hinuntergeht. Zum Glück konnte ich ihr klarmachen, welche Bewandtnis es mit dem Fieber hat und wie notwendig das für den Organismus ist, damit dieser selbst die Viren etc. ausmerzt. Auch ein Kleinkind kann bis 39° Fieber mit Wadenwickel behandelt werden, - wenns höher wird, dann erst muß man mit dem Arzt sprechen.

    Damit will ich nur sagen, dass Otto Normalo auch ein gerüttelt Maß an Schuld daran hat, wenn die Kosten explodieren, - weil er wegen jedem Sch. zum Doktor rennt. Die Vorsorgeuntersuchungen, wo es Sinn machen würde, zum Arzt zu gehen, die vergißt er aber.

    Was noch erschwerend dazukommt, ist die unvernünftige Lebensweise von so manchen. Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, und, und, und...

    Wenn sich mal ein Satz in den Gehirnen dr Leute breit machen würde, und sie danach handeln würden, dann würden sich die anfallenden Kosten im Gesundheitswesen von der Anzahl der Fälle her schon halbieren. Aber dann hätten wir wieder 1 - 2 Mio Arbeitslose mehr aus dem Bereich Medizin und Pharma.

    Wie der Satz lautet? Einfach:

    Jeder Mensch kann ein hohes Alter erreichen, ohne jemals ernsthaft krank zu sein. Die Krankheit ist der Hilfeschrei des Körpers, wenn wir etwas falsch machen.

    Loki

    11.01.2016, 00:05

    @ helmut-1
     

    Krankheit als Hilferuf des Körpers oder vielleicht sogar...?

    Hallo Helmut,

    der Ansatz "Krankheit als Weg" oder "Krankheit als Botschaft der Seele" ist ja schon älter (siehe Rüdiger Dahlke, Thorwald/Dethleffson u.A.).

    Die Fünf Biologischen Naturgesetze gehen noch einen Schritt weiter und behaupten:

    Es gibt gar keine Krankheiten (...von Vergiftungen abgesehen),
    sondern was wir gemeinhin als Krankheiten ansehen,
    sind nur die Stufen von sinnvollen biologischen Sonderprogrammen.

    Auf der verlinkten Seite ist eine 4-stündige Doku, die an das Thema hinführen will und wenn Dich alternative Erklärungsansätze interessieren, sei Dir diese Doku sehr empfohlen.

    Falls Du das noch nie gehört hast:
    Die Erkenntnisse über diese sinnvollen Sonderprogramme im Menschen gehen auf Dr. Hamer zurück, der selbige 1981 veröffentlichte. Herr Pilhar (der Vater von Olivia, deren Krebsgeschichte in den 90ern massiv ausgeschlachtet wurde) lehrt heute noch auf Seminaren im Sinne Dr. Hamer´s. Daneben sind aber die "5bN-ler" um David Munnich und Nicolas Barro entstanden, die das Konzept Hamer´s ein bißchen anders erklären. Der Grund: Dr. Hamer war Mediziner und Onkologe, sah das Alles also aus streng medizinischen Gesichtspunkten, während Nicolas Barro aus der Ecke des "Neuro-Linguistischen-Programmierens" kam und andere Gewichtungen setzte.

    Ich kenne beide Ansätze und m.E. haben sich beide etwas verrannt,
    aber die Richtung ist richtig.

    Ach ja: Was der große Unterschied zu den Ansätzen mit "Krankheit als Weg" ist:
    In den 5bN und der Neuen Medizin wird die Psyche nicht als Auslöser von "Krankheit" angesehen, sondern als "involviert in Sonderprogramme".

    Schwer zu erklären und bei mir im Haus ist gleich Funkstille,
    wenn Du willst, ein ander Mal mehr.

    Grüße,

    Loki

    ---
    Grüße, Loki

    Sehr empfehlenswerte Lektüre

    Hannes

    inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU,
    11.01.2016, 02:58

    @ helmut-1
     

    Daten dazu von mir

    > Es ist zwar nichts Neues, dass die Kosten im medizinisch-pharmazeutischen
    > Bereich in Deutschland extra hochgeschraubt sind. Die Frage stellt sich
    > für mich: Warum regt sich da keiner auf? Ich meine, mit wirksamen Protest,
    > dort, wo es hingehört. Oder hat man da in D gar keine Möglichkeit?
    > ...

    Nur wenig Möglichkeiten dagegen zu halten. Aber ich mache da was. Dazu vielleicht später hier mehr.

    Ich habe gerade Daten parat, Du hast danach gefragt. Nur kurz:

    MRT (139,89 Euro) und Röntgen, insgesamt 198,18 Euro in einer Privatklinik bei Freiburg i. Br. letztes Jahr, Eigeninitiative. Sehr gute Beratung, Rest hat die Kasse bezahlt.

    Bin freiwillig gesetzlich versichert, dazu Schr. d. Kasse v. 05.01.2016:

    ".. ab 01.01.2016 ...
    Krankenversicherung 631,39 EUR
    Pflegeversicherung 99,58 EUR
    --------------------------------------
    Gesamt 730,97 EUR
    ..."

    kriegt jeden Monat meine Kasse und es ist eine billige, ich wechselte gerade.

    Wegen MRT Urlaub genommen, alleine mit unserem Auto zweimal 682 km Distanz dort hin gefahren, Hotelzimmer usw. - kommt alles an Kosten dazu, 100 % für mich, selbstverständlich, zahlt keine Kasse.

    Vorgeschichte: War mehrere Jahre hier übel vergackeiert worden, bei diversen Orthopäden Stunden gesessen, z. T. nicht mal angeguckt usw. und dann plötzlich OP-Termin künstliches Gelenk?! Also machte ich was und bin nun klar.

    Leider viel Zeit und deshalb Knorpel verloren, danke sehr ...[[sauer]]

    Leider fehlt mir die Zeit, um ins Detail zu gehen.

    Ich habe neben den o. g. monatlichen Summen, die die Kasse bekommt, jedes Jahr Kosten für Gesundheit. Das sind Zuzahlungen, aber auch im Jahr 2008 ein Implantat (ein Backenzahn, wurde mir mal als Lehrling in der Mittagspause einfach so gezogen, DDR - war ganz mies! - hab sie sonst fast noch alle ;-) ) und das ergab im Jahr 2008 mein persönliches Maximum von 2.118 Euro privaten belegbaren Gesundheitskosten (da sind aber Sachen wie Hustensaft oder Thai-Massage nicht dabei). Nach Belegen (ist nicht alles belegt) und meinem Rechner.

    Minimum war 2010 mit 18 Euro, letztes Jahr (meine "Gelenke"-Problem) viele Laborleistungen in Auftrag gegeben, die die Kasse nicht zahlt, also Vitamine, Magnesium u. v. a. m. mit 1.584,81 EUR z. T. Hobby-Zahlungen.

    Bei den Ärzten fühle ich mich wie ein Bittsteller, als gesetzlich Versicherter. Kollegen, die privat versichert sind, wirken auf mich aber auch nicht glücklicher.

    In den 90ern leider Schilddrüsen-OP (weiß ich heute auch mehr drüber, hätte ich weniger vertrauen haben sollen, weggeschnippelt) und brauche seitdem ein Medikament (sonst nix), welches aber nur für max. 100 Tage verschrieben wird. Skandalös, aber nix zu machen (Arzt: "Ich darf das nicht"), obwohl da sich nichts mehr ändert, an Dosis etc. Die könnten mir das bis an mein Lebensende verschreiben, bräuchte ich nicht mehr zum Arzt, will aber keiner ...

    Reine Geldmacherei, denn fürs Rezept, Quartal usw. kassiert der Arzt (und ich habe Rennerei und Zuzahlung in der Apotheke, die kassieren auch). Womit klar wird, wo meine Kassenzahlungen verschwinden.

    Habe mir die Drogen immer mal im Massen von den Kanaren mitgebracht (ACHTUNG DROGENSCHMUGGEL! ZOLL!), da kosteten die für ein Vierteljahr gut drei Euro, vor wenigen Jahren noch nur zwei Euro und ein paar Zerquetschte.

    Bis vor kurzem haben wir in Deutschland noch 10 EUR Praxisgebühr gezahlt. Das hat mich besonders gewurmt, nur für dieses dumme Vierteljahresrezept ...

    Das System ist lächerlich. Aber vermutlich auch manchmal todernst.

    Fazit: Man muss sich immer selbst kümmern, viel selber zahlen und trotzdem bei der Kasse löhnen. "Hauptsache Gesundheit". [[hae]]

    Ein Wechsel in die private ist mir zu riskant, bin zu alt, Thema hatten wir schon.

    Und das wird für uns Angestellte hier nicht besser werden ...

    Gute Nacht!

    ---
    Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

    Balu

    11.01.2016, 08:21

    @ helmut-1
     

    Gesundheitskosten

    Hallo helmut-1,

    ich bin privat kv bei einer (noch) vergleichsweise günstigen VG. Meine Frau ist gkv und armseliger dran als ich, da viele Leistungen von der GKV nicht mehr erstattet werden. Man kann also so oder so arm werden.

    Jetzt konkret:
    Für ein MRT inkl. 10 Min. Interpretation habe ich gut 630,-- € bezahlt inkl. Foto-CD. Als GKV-Patient zahl´ste für die Foto-CD 10,--€ extra.

    Professionelle Zahnreinigung kostet ca. 140,--€; Aufwand ca. 1 h, ordentliche Arbeit durch eine Zahnarzthelferin mit Zusatzquali.

    Ein KH-Aufenthalt ist mit Bett und Mahlzeiten nicht unter 240,--€/Nacht zu haben; ärztliche Leistungen gehen extra.

    Laborkosten für großes Blutbild, ca. 220,--€ + Arztkosten für Entnahme, Interpretation.

    Zeitaufwand beim niedergelassenen Arzt ca. 10 Min./Patient.

    So, jetzt zu deiner Frage warum, wieso, weshalb ist das in DE so teuer?

    Nun, die Antwort wurde oben schon teilweise gegeben, ich will noch ein wenig Polemik dranhängen.

    Die Subventionen der israelischen Marine in Form von kostenlosen U-Booten müssen bezahlt werden.
    Die uneinbringbaren Exportüberschüsse müssen bilanziell ausgeglichen werden.
    Die Lobbyisten aller Wirtschaftszweige müssen bezahlt werden, ebenso die Pharmavertreter (keine Ahnung von Pharma, aber verkaufen!), die ja als Lobbyisten direkt auf die Ärzte wirken.
    Die Reparationsleistungen an die westalliierten Siegermächte sind zu leisten. Die refugees sind zu finanzieren.
    Armutsrentner und Sozialhilfebedürftige sind zu finanzieren wegen Rentenkürzungen, Aussortierung aus dem Erwerbsleben.
    Nicht zu vergessen, die Banken und Finanzdienstleister (= Versicherungen) sind zu big too fail...

    Noch Fragen?

    Sicherheit und Unfreiheit in einem luxuriösen Knast kosten halt eben Geld.

    Gruß
    Balu

    ---
    Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
    Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Wandere aus, solange es noch geht.


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