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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 09:41
    (editiert von Bernadette_Lauert, 28.05.2015, 09:47)
     

    #Bildboykott: Springer oder nichts / Beispiel für Marktmachtausnutzung

    Ich berichtete hier regelmäßig über #Bildboykott.
    Hier der letzte Stand: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350607
    Kurz erklärt: Diverse Einzelhändler nahmen nach der unterirdischen Berichterstattung die BLÖD-Zeitung aus den Regalen und begründeten das auf Hinweisschildern und in Facebook und im Web mit der schlechten, hetzerischen Berichterstattung.

    Die Taz (die sich im Grunde auch nicht mit Ruhm bekleckert hat), berichtet hier zur Intention der boykottierenden Händler, die zur Germanwings-Berichterstattung ausgestiegen sind:
    "Jegliches Feingefühl für journalistische Ethik ließ vor allem die Bild vermissen. Bild-NRW-Reporter Frank Schneider twitterte Fotos von Angehörigen, in dem Moment, in dem sie von dem Tod ihrer Familienmitglieder erfuhren. Auch auf der Titelseite der Zeitung wurden weinende Angehörige zur Schau gestellt. Das Privatleben des Co-Piloten wurde bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet. Die Händler wollten dies nicht weiterverbreiten – und bekamen dafür die Quittung."

    Denn jetzt schlug das Springer-Imperium zurück und gibt ein anschauliches Beispiel für Marktmacht:

    Wie ein betroffener Einzelhändler hier auf Facebook berichtet, geschah folgendes:

    "Sehr geehrte Kundschaft,
    heute Morgen nun erreichte uns die Kündigung des MITTELDEUTSCHEN PRESSEVERTRIEBES!
    Mit der Begründung, dass wir uns standhaft weigern die BILD Zeitung zur Auslage zu bringen. Gekündigt wurde die Belieferung zum 22.05.2015 . Da es ein Gebietsrecht gibt, dürfen wir uns von keinem anderen Grossisten beliefern lassen, das heißt wir dürfen uns ab sofort keine Zeitschriften von einem Pressevertrieb liefern lassen.[...]"

    Der Händler will sich nicht beirren lassen und verkauft auf der freigewordenen Fläche Bestseller und Kinderbücher.

    "Keep Fighting the good Fight, Edeka Haymer!"


    Gruß, Bernadette

    stocksorcerer

    28.05.2015, 10:17

    @ Bernadette_Lauert
     

    Ätzend

    Marktmacht ist schon was Ätzendes. Vermutlich wird der Verband deutscher Zeitungsverleger da mitmischen, weil es einfach mal nicht geht, dass blöde Verkäufer sich in die Dinge einmischen, die das Volk auf Linie halten soll.

    Ich anstelle des tapferen Verweigerers würde dieses Schreiben vergrößern und an Ort und Stelle aushängen. Und gleichzeitig sollte er beispielsweise COMPACT anschreiben und sich dieses Magazin als Alternative zu dem Massenschmutz liefern lassen.


    Ich frage mich gerade, wie sich das regionale Verteilmonopol, genannt Gebietsrecht, im Zuge von TTIP darstellen würde...

    Gruß
    stocksorcerer

    Hochtaunus

    28.05.2015, 12:06
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 28.05.2015, 13:20)

    @ Bernadette_Lauert
     

    Marktmacht

    Da maßt sich irgendein durchgeknallter Händler an, zu bestimmen, was seine Kunden lesen dürfen, indem er über Sortimentsgestaltung seine Angebotsmacht mißbraucht. Und wundert sich dann, wenn sein Großhändler Ähnliches macht????? Ja, manchmal ist die Welt doch gerecht. [[top]]

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 12:17
    (editiert von Bernadette_Lauert, 28.05.2015, 12:36)

    @ Hochtaunus
     

    Was willst Du noch trollierend beklatschen?(Uranmunitionseinsatz, US-Destabilisierungspolitik, Drohnenmorde, Machtmissbrauch)

    Nachdem Du bisher verteidigt hast:

    Uranmunitionseinsatz

    US-Destabilisierungspolitik
    Drohnenmorde
    Marktmachtmissbrauch *NEU*

    Die Frühsexualisierung hast Du noch nicht verteidigt, Hochtaunus.
    Wie wär´s? Aber das Kinderficker-Thema zur Forenzersetzung wird ja schon von anderen beackert.

    Lasst Euch nicht verarschen, Leute!

    Hochtaunus

    28.05.2015, 12:21

    @ Bernadette_Lauert
     

    Natürlich!

    Wer anderen Menschen vorschreiben will, was sie lesen dürfen und was nicht hat natürlich nicht meine Zustimmung.

    Ich finde Pressefreiheit gut. [[top]]

    Brauer

    28.05.2015, 12:36

    @ Hochtaunus
     

    Teilweise Zustimmung

    > Ich finde Pressefreiheit gut. [[top]]

    Pressefreiheit schließt für mich aber auch ein, dass niemand gezwungen werden darf, bestimmte Presse zu verkaufen.
    Letztendlich ist es aber so, dass über die vielen anderen nicht mehr verkauften Zeitungen als "Kollateralschaden" möglicherweise Druck auf die Verbände ausgeübt wird, diese Praxis zu beenden.
    Das funktioniert natürlich nur, wenn eine genügend große Anzahl Händler das inklusive der wirtschaftlichen Nachteile durchzieht.
    Immerhin eröffnet sich ja gleichzeitig auch eine Marktchance für spezialisierte Bild-Händler [[freude]].

    Es sollte daher eher lauten:
    Ich finde Marktwirtschaft gut.
    Und da kann, wenn sie nicht monopolisiert ist, jeder kaufen und verkaufen was er will.

    Gehst du eigentlich in Arztpraxen die Wand hoch, falls dort nicht das ganze Angebot vorhanden ist?
    Elende Diktatoren!
    [[zwinker]]

    Hochtaunus

    28.05.2015, 12:53

    @ Brauer
     

    Zeitungshändler vs. Ärzte...

    Sagen wir mal so: Von Zeitungshändlern erwarte ich schon ein engagiertes Eintreten für die Pressefreiheit und -vielfalt. Und keine Quasizensur, mit der persönliche und politische Meinungen und Einstellungen, den Kunden aufgedrückt werden sollen.

    Wer das dennoch macht, sollte sich dann nicht wundern oder beklagen, dass er als Geschäftspartner nicht mehr erwünscht ist. Was ja im Übrigen ja auch keinen Zwang beinhaltet, ein bestimmtes Produkt verkaufen zu müssen. Er kann dann ja statt als Zeitungshändler z.B. als Arzt seine Kunden über die Wartezimmerzeitschriften erziehen... [[zwinker]]

    Brauer

    28.05.2015, 13:29
    (editiert von Brauer, 28.05.2015, 13:37)

    @ Hochtaunus
     

    Nicht die Ursache vergessen!

    > Sagen wir mal so: Von Zeitungshändlern erwarte ich schon ein engagiertes
    > Eintreten für die Pressefreiheit und -vielfalt. Und keine Quasizensur, mit
    > der persönliche und politische Meinungen und Einstellungen, den Kunden
    > aufgedrückt werden sollen.

    Es geht doch aber nicht zuvorderst um das Aufdrücken politischer Meinungen, sondern um die Verletzung des letzten bisschen Anstands im Pressebereich (obwohl das bei Bild ja Tradition hat), um sich damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Bild sprach ja bekanntlich zuerst mit dem Toten [[zwinker]]
    Das hat mit Pressefreiheit erstmal nichts zu tun.

    Dass natürlich viele die politisch Kapital aus der Sache schlagen wollen, sich hauptsächlich aus persönlichen Gründen da ran hängen, ist allerdings auch nicht zu leugnen.
    Bernadette würde hier wohl gern zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, was aber so nicht in Ordnung ist.
    Ich halte die Aktion der Händler (aber nur aus o.g. Grund) für gerechtfertigt.

    Wer die Hochleistungspresse aber (wie ich auch) generell nicht leiden kann, muss das klar trennen. Die Mittel hießen dann Kaufverzicht (nicht Verbot!) und Aufklärung.

    Hochtaunus

    28.05.2015, 13:44

    @ Brauer
     

    Widerspruch!

    Ich bin zwar absolut kein Fan der Bild-Zeitung aber ich glaube kaum, dass ihr Stil und ihr teilweises Verletzen der Anstandsgrenzen sie aus dem Schutzbereich der Pressefreiheit herauslöst noch dass das wünschenswert wäre.

    Zumal der mündige Leser sehr wohl die Inhalte und Machart der Zeitung schon richtig einordnen kann. Wie Du ja schon richtig schreibst: Bild sprach ja bekanntlich zuerst mit dem Toten [[zwinker]]

    > Wer die Hochleistungspresse aber (wie ich auch) generell nicht leiden
    > kann, muss das klar trennen. Die Mittel hießen dann Kaufverzicht (nicht
    > Verbot!) und Aufklärung.

    Zu dieser Aussage dagegen 100% Zustimmung [[top]]

    Brauer

    28.05.2015, 13:55

    @ Hochtaunus
     

    Ansichtssache

    > Ich bin zwar absolut kein Fan der Bild-Zeitung aber ich glaube kaum, dass
    > ihr Stil und ihr teilweises Verletzen der Anstandsgrenzen sie aus dem
    > Schutzbereich der Pressefreiheit herauslöst noch dass das wünschenswert
    > wäre.

    Das ist einfach eine Ermessensfrage.
    Man könnte es theoretisch weiter treiben und sagen:
    > Ich bin zwar absolut kein Fan des Stürmers aber ich glaube kaum, dass
    > seine Volksverhetzung und sein teilweises Verleugnen der Menschenrechte ihn aus dem Schutzbereich der Pressefreiheit herauslöst noch dass das
    > wünschenswert wäre.
    [[zwinker]]

    Es ist eine Sache der persönlichen Meinung, wie weit die Presse Normen verletzen darf. Wie die aktuelle Angelegenheit rein rechtlich einzuordnen ist weiß ich allerdings, im Gegensatz zu obigem Beispiel, nicht. Dass sie Normen verletzt, ist denke ich unstrittig. Die Händler sollten da selbst entscheiden dürfen. Immerhin kann man ja zu einem anderen Händler gehen, der die Bild noch führt. Ein ganz normaler Markt halt.

    > Zumal der mündige Leser sehr wohl die Inhalte und Machart der Zeitung
    > schon richtig einordnen kann.

    Aber nur der mündige. Also jeder, der sich dafür hält [[freude]]

    Hochtaunus

    28.05.2015, 14:11

    @ Brauer
     

    Nein, keine reine Ermessensfrage, ...

    ... die Grenzen der Pressefreiheit (z.B. auch im Fall von Volksverhetzung) sind ja rechtlich geregelt und bereits häufig Gegenstand von Prozessen gewesen. Unter dem Schutz der Pressefreiheit ist also natürlich längst nicht alles erlaubt.

    Brauer

    28.05.2015, 14:26

    @ Hochtaunus
     

    Ich verstehe was du meinst,

    bleibe aber teils anderer Ansicht.

    > Unter dem Schutz der Pressefreiheit ist also natürlich längst
    > nicht alles erlaubt.

    So wenig wie ein Getränkehandel übelste Plörre verkaufen müssen sollte, so wenig sollte ein Zeitungshändler Bild verkaufen müssen.
    (Ja ich weiß, "Getränkefreiheit" ist nicht grundgesetzlich verankert...)
    Dass ein ehrbarer Zeitungsverkäufer auch Zeitungen führt, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen, ist auch richtig so.

    Aber bei solchen eklatanten und permanenten Verstößen finde ich nicht, dass jemand gezwungen werden sollte das zu verkaufen.
    Denn der verlorene Rechtsstreit ein paar Wochen später interessiert eh niemanden mehr, genausowenig wie irgendwelche klitzekleinen Richtigstellungen.

    Genau betrachtet wird ja auch aktuell niemand zum Verkauf gezwungen.
    Dass sich die Verlage das so nicht gefallen lassen ist auch verständlich.
    Ich persönlich kann mit dem "Krieg" allerdings leben und wünsche Händlern und Verlagen jeweils alles Gute für die Zukunft [[freude]]

    Hochtaunus

    28.05.2015, 14:31

    @ Brauer
     

    Gutes Schlußwort! :-)

    > Genau betrachtet wird ja auch aktuell niemand zum Verkauf gezwungen.
    > Dass sich die Verlage das so nicht gefallen lassen ist auch
    > verständlich.
    > Ich persönlich kann mit dem "Krieg" allerdings leben und wünsche
    > Händlern und Verlagen jeweils alles Gute für die Zukunft [[freude]]

    Das ist doch ein gutes Schlußwort! [[zwinker]]

    Rybezahl

    28.05.2015, 12:59

    @ Brauer
     

    Monopol auflösen - das sollte man tun! (mL)

    http://www.cmshs-bloggt.de/kartellrecht-eu/kartellrecht/der-pressevertrieb-in-deutschland-organisiert-durch-ein-kartell/

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Hochtaunus

    28.05.2015, 13:50

    @ Rybezahl
     

    Danke für den Link

    > http://www.cmshs-bloggt.de/kartellrecht-eu/kartellrecht/der-pressevertrieb-in-deutschland-organisiert-durch-ein-kartell/

    Vielen Dank für den interessanten Link. Aber nicht vergessen werden sollte, dass die Wettbewerbsbeschränkungen unterschiedlichster Art im Markt der Presse- und Druckerzeugnisse ja mal aus guten Gründen entstanden sind. Eben um Presse- und Meinungsfreiheit und -vielfalt zu schützen. Ob aktuell alle Regelungen wirklich noch notwendig sind, darüber wurde und wird ja heftig gestritten. Man wird sehen...

    Rybezahl

    28.05.2015, 14:12
    (editiert von Rybezahl, 28.05.2015, 14:26)

    @ Hochtaunus
     

    Kann schon sein (edit)

    > Vielen Dank für den interessanten Link. Aber nicht vergessen werden
    > sollte, dass die Wettbewerbsbeschränkungen unterschiedlichster Art im
    > Markt der Presse- und Druckerzeugnisse ja mal aus guten Gründen entstanden
    > sind.

    Welche Einschränkungen um die Freiheit zu wahren beispielsweise?

    > Eben um Presse- und Meinungsfreiheit und -vielfalt zu schützen.

    Hat ja wunderbar geklappt. [[zwinker]]

    > Ob
    > aktuell alle Regelungen wirklich noch notwendig sind, darüber wurde und
    > wird ja heftig gestritten. Man wird sehen...

    Ich denke schon. Ohne dieses Konzept und die daraus folgenden Vorteile muss es sich ein Zeitungsverkäufer sicherlich ordentlich überlegen, ob er überhaupt noch Zeitungen verkaufen kann. Tageszeitungen fallen gleich ganz raus...
    Das darf auch als Antwort auf meine obige Frage gewertet werden.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Leserzuschrift

    28.05.2015, 13:17

    @ Hochtaunus
     

    Pressefreiheit

    Hallo Hochtaunus,

    1. Meinst du mit Pressefreiheit, die bei uns vorherrschende Pressefreiheit mit "Vorzensur" durch Agenturen, Filter-Journalisten und Praktikanten-Abtippsen?

    2. Warum sollte der nicht Bild-Willige-Verkäufer nicht seine zu verkaufenden Zeitungen woanders kaufen können? Sein Kunde geht ja auch zum nächsten Laden?

    Grüße
    s

    PS
    Bist Du eigentlich von Putin bezahlt? Andere machen das ja nicht. ;-)

    Hochtaunus

    28.05.2015, 14:01

    @ Leserzuschrift
     

    Antwort...

    > 1. Meinst du mit Pressefreiheit, die bei uns vorherrschende Pressefreiheit
    > mit "Vorzensur" durch Agenturen, Filter-Journalisten und
    > Praktikanten-Abtippsen?

    Ja, Pressefreiheit umfasst auch das Recht, schlechte Produkte auf den Markt bringen zu dürfen. Oder möchtest Du eine staatliche Qualitätssicherung von Zeitungen?


    > 2. Warum sollte der nicht Bild-Willige-Verkäufer nicht seine zu
    > verkaufenden Zeitungen woanders kaufen können? Sein Kunde geht ja auch zum
    > nächsten Laden?

    Die Begründung für die heute teils eigenartig anmutenden Vertriebsregulierungen stammen noch aus der Zeit, wo noch nicht jeder ein Auto hatte und wo es auf dem Dorf nur einen Laden mit Zeitungen gab. Um auch dort ein breites Angebot sicherzustellen begründete z.B. die Rückgabemöglichkeit nicht verkaufter Exemplare.

    > PS
    > Bist Du eigentlich von Putin bezahlt? Andere machen das ja nicht. ;-)

    Nein - leider nicht. [[zwinker]] Obwohl ich hier wiederholt fleissig und unbezahlt meine Trolleignung unter Beweis zu stellen versuche hat mich noch niemand angeheuert! [[freude]]

    stocksorcerer

    28.05.2015, 14:28

    @ Hochtaunus
     

    Und der Markt müsste das entscheiden und kein Kartell

    Wenn es Händler gibt, die gewisse Dinge an ihren Ständen nicht verkaufen, dann muss der hörige MSM-Leser halt zu einem anderen Kiosk gehen oder zu einem anderen Discounter oder Buchhandel an den Zeitungs- und Zeitschriftenstand. Ich sehe da gar kein Problem, sondern eben ein selektives Angebot und gut.

    Es gibt zahlreiche Lebensmittelmärkte und Stände auf den Märkten, die ausdrücklich keine mittels Gentechnik behandelten Nahrungsmittel vertreiben. Sollte da eine "Food-Vertriebsgesellschaft" den Märkten das Verkaufen von Lebensmitteln per se verbieten können, wenn sie genveränderten Dreck nicht anbieten wollen?

    Ich für meinen Teil finde es gut, dass es solche Händler gibt. Manche MSM-Konsumenten muss man schließlich erst einmal bewusst auf das Thema stoßen, dass man seine Lektüre vielleicht einmal überdenkt. Wie gesagt: kaufen kann er ja woanders, wenn er das Zeug unbedingt lesen will.

    Gruß
    stocksorcerer

    Hochtaunus

    28.05.2015, 14:46

    @ stocksorcerer
     

    Genau!

    Der Markt soll entscheiden und nicht der Händler. Darum geht es doch. Niemand muss die Bild-Zeitung kaufen.

    > Manche
    > MSM-Konsumenten muss man schließlich erst einmal bewusst auf das Thema
    > stoßen, dass man seine Lektüre vielleicht einmal überdenkt.

    Also mal abgesehen davon, dass ich diesen "Erziehungsansatz" grundsätzlich nicht teile: Gerade was die Bild-Zeitung angeht haben sich doch schon über Jahrzehnte ganze Lehrer- und Schülergenerationen daran abgearbeitet, dass das eine "böse" Zeitung ist. Angefangen bei den "Enthüllungen" eines Günter Wallraff bis hin zur verlorenen Ehre der Katharina Blum. Gar nicht zu reden von den zahlreichen Textvergleichen und Analysen, die ich selbst an einem konservativen Gymnasium in der bayerischen Provinz schreiben mußte, um immer wieder zu beweisen, dass "Bild lügt". Die Anti-Bild Kampagnen laufen jetzt schon seit mindestens 30 - 40 Jahre. Mittlerweile sollte wirklich auch der letzte "MSM-Konsument" davon gehört haben... [[zwinker]]

    Rybezahl

    28.05.2015, 14:53

    @ Hochtaunus
     

    Das ist zu einfach (edit)

    > Der Markt soll entscheiden und nicht der Händler. Darum geht es doch.
    > Niemand muss die Bild-Zeitung kaufen.

    Als Händler stelle ich mir einfach keine Produkte in die Regale, die sich nicht verkaufen lassen oder die ich nicht verkaufen möchte. Was ist daran so grundlegend verkehrt?
    Oder meinst du, das ist schon Zensur und damit Grundgesetzwidrig?

    Andererseits habe ich mich als Kunde eines Großvertriebes natürlich auch an dessen Bedingungen zu halten. Auch das ist klar.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    stocksorcerer

    28.05.2015, 14:56
    (editiert von stocksorcerer, 28.05.2015, 15:05)

    @ Hochtaunus
     

    Ich glaube, Du hast mich da falsch verstanden

    Die Summe der Händler - mit deren Angeboten - bildet ja auch einen Markt.

    Ich denke, jeder Händler sollte das anbieten können, was er will. Ein Buchladen führt ja auch nicht die komplette Palette der Erscheinungen in seinen Auslagen, sondern spezialisiert sich auf das, was er seinen Kunden verkaufen will; beispielsweise Kinderbuchläden sollten vermutlich Grimms Märchen, aber nicht unbedingt Georg Büchners Danton vorrätig haben.

    Ich finde es gelinde gesagt verbrecherisch, wenn ein Großhändler dem Händler andere Produkte untersagen kann, wenn er ein spezielles nicht nehmen will.

    Wie gesagt. Wer den Springermüll will, kann gerne in das "Kinderbuchgeschäft" gehen, wenn andere Buchläden die BILD nicht führen sollten. Aber einen Buchladen zuzunageln, weil er ein gewisses Produkt nicht auslegen will, das wäre vermutlich nicht mal Goebbels eingefallen.

    Das Kartell muss aufgebrochen werden, damit andere Großhändler den Händler beliefern können, wenn sie das wollten.

    Findest Du immer noch, dass wir einer Meinung sind? ;)

    Gruß
    stocksorcerer

    Hochtaunus

    28.05.2015, 15:06

    @ stocksorcerer
     

    Letztendlich wissen wir...

    ... beide nicht, mit welcher genauen Begründung gekündigt worden ist. Es gibt ja nur die kurze Mitteilung des Edeka-Händlers. Das Kündigungsschreiben hat er nicht gepostet und auch sonst nur wenig ergänzende Informationen gegeben. Da frage ich mich doch warum? Ich werde ihn vielleicht mal anschreiben und nachfragen. Mal schauen, was wirklich hinter Sache steckt...

    Von daher gehe ich mal grundsätzlich positiv davon aus, dass wir weiter einer Meinung sind! [[zwinker]]

    Rybezahl

    28.05.2015, 15:10

    @ stocksorcerer
     

    Quasi-Kartell

    Bundesverband Presse-Grosso e.V.:

    "Alleinauslieferung: Die Verlage haben die Vertriebsrechte ihrer Objekte jeweils für ein bestimmtes, von ihnen festgelegtes Territorium in der Regel einem Grossounternehmen in Alleinauslieferung übertragen."
    Quelle: http://www.pressegrosso.de/branche/pressevertrieb.html

    Es steht natürlich jedem frei, einen eigenen Verlag oder Großhandel zu gründen. Mich würden in diesem Zusammenhang allerdings die evtl. vorhanden Verquickungen von Großverlagen und Großvertrieben interessieren.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Hochtaunus

    28.05.2015, 15:14
    (editiert von Hochtaunus, 28.05.2015, 15:23)

    @ Rybezahl
     

    Hier...

    Hier finden sich ein paar Hinweise und weitere Infos:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Presse-Grosso

    Rybezahl

    28.05.2015, 15:35
    (editiert von Rybezahl, 28.05.2015, 15:43)

    @ Hochtaunus
     

    Undurchsichtig

    > Hier finden sich ein paar Hinweise und weitere Infos:
    >
    > http://de.wikipedia.org/wiki/Presse-Grosso

    Es wird ja so getan, als sei das alles Gottes Werk. Es handelt sich aber um einen eigetragenen Verein, dessen Mitglieder etwa 54% Marktanteil im Vertrieb ausmachen. Kann man da juristisch überhaupt über eine Monopolisierung sprechen?

    Das ganze Problem der "Edeka Heymer" besteht darin, dass die keinen Großvertrieb finden und deshalb aus Kostengründen den Verkauf von Zeitungen einstellen müssen. Die unverkauften Exemplare wären dann nämlich ihr eigener Verlust.

    Ach und nur am Rande, der Presse-Grosso-Verein wurde 1929 gegründet. [[zwinker]]

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Zarathustra

    28.05.2015, 15:10

    @ Hochtaunus
     

    Dass Boulevard-Medien lügen, lernt man in der Schule

    > Der Markt soll entscheiden und nicht der Händler. Darum geht es doch.
    > Niemand muss die Bild-Zeitung kaufen.
    >
    > > Manche
    > > MSM-Konsumenten muss man schließlich erst einmal bewusst auf das Thema
    > > stoßen, dass man seine Lektüre vielleicht einmal überdenkt.
    >
    > Also mal abgesehen davon, dass ich diesen "Erziehungsansatz"
    > grundsätzlich nicht teile: Gerade was die Bild-Zeitung angeht haben sich
    > doch schon über Jahrzehnte ganze Lehrer- und Schülergenerationen daran
    > abgearbeitet, dass das eine "böse" Zeitung ist. Angefangen bei den
    > "Enthüllungen" eines Günter Wallraff bis hin zur verlorenen Ehre der
    > Katharina Blum. Gar nicht zu reden von den zahlreichen Textvergleichen und
    > Analysen, die ich selbst an einem konservativen Gymnasium in der
    > bayerischen Provinz schreiben mußte, um immer wieder zu beweisen, dass
    > "Bild lügt". Die Anti-Bild Kampagnen laufen jetzt schon seit mindestens 30
    > - 40 Jahre. Mittlerweile sollte wirklich auch der letzte "MSM-Konsument"
    > davon gehört haben... [[zwinker]]


    So ist es. Jeder hat es in der Schule eingetrichtert bekommen; hier in der Schweiz genauso.
    Dass man nun die DGF-Leser dahingehend 'aufklären' will, hat schon etwas tragikkomisches. Armes Forum, das immer öfter derartige Trivialitäten ertragen muss.

    Centao

    28.05.2015, 18:15

    @ Zarathustra
     

    Sehr gut, es geht also um die Lizenz zum Lügen..;-) (oT)

    [ kein Text ]
    Hochtaunus

    28.05.2015, 12:38

    @ Bernadette_Lauert
     

    2. Antwort notwendig...

    Nachdem Du ein bereits beantwortetes Posting von Dir nochmals nachträglich editiert und in der Substanz und Aussage verändert hast, sei mir eine 2. Antwort erlaubt.

    Es ist erstaunlich, dass Du mit Deinen nachweisbaren Versuchen, die Leser hier zu belügen Dich nun ausgerechnet zur Warnerin aufschwingst. [[freude]] Ich denke, die Forumsmitglieder sind durchaus zu eigenständigem Denken in der Lage und brauchen keine Oberzensurtante, die das Denken für sie übernimmt.

    Du erinnerst mich an diese zwanghaften DDR-Grenzer, die auch immer alle Zeitungen im Zug einsammeln wollten um die vermeintlich einfältigen DDR-Bürger vor der bösen Westpropaganda zu schützen. [[top]]

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 13:08

    @ Hochtaunus
     

    @Moderator: Würde ich zu weit gehen, wenn ich an dieser Stelle leicht unsachlich antworte?

    Nicht, dass es für mich irgendeine Bedeutung hat, was jemand sagt, der Uranmunitionseinsatz, US-Destabilisierungspolitik, Drohnenmorde und Marktmachtmissbrauch verteidigt...

    ...aber wenn ich einigermaßen angemessen antworten würde, wäre ich hier wohl gesperrt.

    @Moderator: Ich nenne Hochtaunus ganz objektiv:
    Uranmunitions-, US-Destabilisierungspolitik- und Drohnenmord-Verteidiger...
    ...jeweils als Antwort darauf, dass er mich mehrmals "Lügnerin" nannte.

    Und zwar um zu demonstrieren, was seine Standpunkte sind, die ich für so unvernünftig halte, dass ich das nicht glauben kann.

    "Lügnerin" ist eine persönliche Beleidigung.

    Wenn ich Hochtaunus auch beleidigen würde... Werde ich dann gesperrt oder habe ich etwas Handlungsspielraum?

    Ich frag lieber vorher...

    Moderator

    28.05.2015, 13:22

    @ Bernadette_Lauert
     

    Mach mal, dann sehen wir weiter :-) (oT)

    [ kein Text ]
    Hochtaunus

    28.05.2015, 13:36

    @ Moderator
     

    :-)

    Und ich kündige hiermit schon einmal an, dass ich mich im Falle einer Beleidigung durch Bernadette NICHT beim Moderator beschweren werde.

    Und weiterhin darum bitte, von Maßnahmen gegen Bernadette abzusehen, weil ihre Beriträge doch einen - wenn auch ungewollt - hohen Unterhaltungswert haben, der mir fehlen würde! [[top]]

    Zarathustra

    28.05.2015, 14:10

    @ Hochtaunus
     

    Dieser Bitte schliesse ich mich an

    > Und ich kündige hiermit schon einmal an, dass ich mich im Falle einer
    > Beleidigung durch Bernadette NICHT beim Moderator beschweren werde.
    >

    Ja, das soll weiterhin jenen vorbehalten bleiben, die sowas nötig haben.


    > Und weiterhin darum bitte, von Maßnahmen gegen Bernadette abzusehen, weil
    > ihre Beriträge doch einen - wenn auch ungewollt - hohen Unterhaltungswert
    > haben, der mir fehlen würde! [[top]]

    Dieser Bitte schliesse ich mich ausdrücklich an. Diese so lächerlichen wie notorischen Falschbeschuldigungen ("Uranmunitionverteidiger" und dgl.) nimmt ja wirklich kein Zurechnungsfähiger ernst. Blamieren kann man sich damit ausschliesslich selber.

    Dass solche FeudalherrschaftsverteidigerInnen jeder glaubwürdigen US-Kritik einen Bärendienst erweisen, ist so tragisch wie unabänderlich.

    Der Determinismus - ein System, das funktioniert!

    Fröhliche Grüsse, Zara

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    28.05.2015, 14:41

    @ Zarathustra
     

    Dann laßt mich bitte in eurem Bund sein der dritte. (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 13:58
    (editiert von Bernadette_Lauert, 28.05.2015, 14:21)

    @ Moderator
     

    +++Jetzt fällt mir nichts ein, außer "Pupsi" und das wäre zu infantil, aber ich schreib bald wieder was über TROLLE

    ...ich belasse es mal ganz sachlich bei Uranmunitions-, US-Destabilisierungspolitik- und Drohnenmord-Verteidiger...

    Dafür schreibe ich demnächst einen weiteren Beitrag zum Thema Trollforschung. Der erste Teil hat mir viel Leserpost eingebracht und hier im Gelben sind erkennbar Leute unterwegs, die folgende Definition erfüllen:

    Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten. Das kann sehr subtil geschehen. Sie unterwandern, beleidigen, zersetzen und diffamieren: bezahlte Forentrolle, die im Auftrag von Regierungen, Pharma- und Energielobbys in Foren, Blogs und in Kommentaren unter den Artikeln ihr Unwesen treiben. Das Ziel: Den Wahrheitsfluss über „unliebsame” Themen zu stören oder zu unterbinden. Auf Elternteile könnten beispielsweise verteidigende Beiträge der Frühsexualisierung eine forenzersetzende Wirkung entfalten. Kopfkino, emotionale Bindung etc.

    WICHTIGER HINWEIS:
    So wichtig es ist, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, so sehr rufe ich doch zur Besonnenheit auf, wenn Trollierungstechniken detektiert werden konnten. JEDER hat sich schon einmal schwarzer Rhetorik oder unsauberer Argumentation bedient. In dem Moment ist man selbst Troll. Eine HEXENJAGD bringt daher meist nichts, denn wir würden fast alle irgendwann und sowieso auf dem Scheiterhaufen landen.

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    +++Wenn dann ist das Langzeitverhalten zu betrachten.+++
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    ABER: Werden Trollierungstechniken, Kunstgriffe der Eristrischen Dialektik und taktische Regeln für Desinformanten breiter bekannt, fallen immer weniger Foren-Akteure darauf herein. Der privat oder insitiutionell initialisierte Trollversuch kann ungefüttert bleiben und/oder die Profis müssen tendenziell wieder mit echten Argumenten arbeiten.

    ÜBRIGENS: Es liegt aus der Hand, dass meine Ausführungen über institutionelle Trolle als Verschwörungstheorie abgetan werden. Ich schlage jedem Zweifler vor, selbst ein wenig in dieser Richtung zu forschen... Ein paar Links hatte ich bereits im ersten Artikel dazu; weitere folgen.

    [image]

    Gruß, Bernadette

    Hochtaunus

    28.05.2015, 14:05

    @ Bernadette_Lauert
     

    Oh mein Gott!!!!!

    Nach dieser Belehrung fällt es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen!!! Bernadette könnte ein Troll sein!!!!!! [[freude]]

    Griba

    E-Mail

    Dunkeldeutschland,
    28.05.2015, 14:42

    @ Hochtaunus
     

    Könnte??? (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Beste Grüße

    GRIBA

    Hochtaunus

    28.05.2015, 13:32

    @ Bernadette_Lauert
     

    Heul doch! ;-)

    "Lügnerin" ist in Deinem Fall natürlich keine Beleidigung. Sondern eine Tatsachenfeststellung, wie ich dem Forum ja bereits nachgewiesen habe.

    Aber es amüsiert, dass Du plötzlich auf empfindlich machst, wenn es um Dich persönlich geht. Beim Diffamieren und Herabsetzen von anderen hast Du ja ganz andere Maßstäbe gezeigt. Und nun sich bei einer Autorität die Genehmigung zum "straffreien" Beleidigen holen zu wollen. Du lieferst damit ja fast schon eine überzeichnete Karikatur des deutschen Gutmenschen! [[top]]

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 14:06

    @ Hochtaunus
     

    Supersachliche Antwort 2

    Ich hatte Dir schon mal eine supersachliche Antwort geschrieben, Hochtaunus. Naja, eigentlich nicht Dir, sondern den Mitlesern.
    Hier ist jedenfalls der Querverweis zu einem weiteren Versuch einer supersachlichen Antwort, der Dir aufzeigt, warum mich Deine fortgesetzten Beleidigungen "Lügnerin" nicht provozieren: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355725

    stocksorcerer

    28.05.2015, 14:42

    @ Bernadette_Lauert
     

    Das Leben hat was von einem Irrenhaus

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich drin bin und nicht rauskomme, manchmal habe ich das Gefühl, dass ich aus geringer Distanz reinschaue und nichts ändern kann, weil einfach niemand mehr zuhört.

    Natürlich gibt es Trolle. Und es gibt Menschen, die sich wie Trolle aufführen, vielleicht sogar ohne das selbst zu merken.

    Ich spalte das Forum in einige Spieler. Manche sind bei dem einen oder anderen Thema meiner Meinung. Dann gibt es welche, die davon Nuancen abweichen oder andere Perspektiven oder Sichtweisen haben, die meiner gefühlten Wahrheit aber nicht diametral gegenüber stehen. Und dann gibt es die Leute, die entweder manchmal oder gar meistens aus meiner Sicht sehr schräge Ansichten haben. Da grüble ich dann immer, ob diejenigen mir meilenweit voraus sind, oder - wenn ich richtig liege - ob sie die Meinungen tatsächlich haben, oder ob sie dafür bezahlt werden, diese zu äußern.

    Und bei Leuten, bei denen es deutlich Überhand nimmt, dass ich mich verschaukelt fühle, öffne ich bei mir zu Hause die virtuelle Schublade:

    "Troll oder von Trollen und Medien betäubte und gebrainwashte Teilnehmer."

    Ohne Schubladen geht es nicht. Man muss nur ab und an noch mal überprüfen, ob die Schubladen noch richtig etikettiert sind. ^^

    Sonst würde ich gewisse Posts von gewissen Leuten nicht einmal mehr anklicken...

    Gruß
    stocksorcerer

    P.S.: in der Regel passen die Etiketten aber prima und halten Jahre vor. ^^

    Centao

    28.05.2015, 14:42

    @ Hochtaunus
     

    Es ist schon von Vorteil etwas über den Pressemarkt der Altbundesrepublik nach 1945 zu wissen..

    dieser Markt ist weder politisch, noch marktneutral organisiert oder gar einigermaßen unabhängig.

    Es gibt die deutsche "Pressefreiheit" so überhaupt nicht. Die Diskussionen darüber sind auch im Gelben tonnenweise zu finden..DGF. [Suche rechts oben..]

    Medienholdings (z.B. parteinah) und Stiftungsmodelle dritter Dunkelmänner - und gerade Frauen mit Steuervorteilen und Absichten dahinter, die so klar sind, dass ich mich schon frage, wer um Himmels willen, will "Bild" & den genannten Pressevertrieb gegen kleine Zeitungskioskbesitzer verteidigen, als Ausdruck der "Pressefreiheit"??[[lach]]

    Aber es gibt auch gute Nachrichten - hier entlang..[[freude]]

    Gruß,
    CenTao

    Bernadette_Lauert

    28.05.2015, 14:52

    @ Centao
     

    Zahlen zum Feiern! (FUCK YEAH DUPSTEP)

    > Aber es gibt auch gute Nachrichten -
    > hier
    > entlang..[[freude]]

    [image]
    FUCK YEAH DUPSTEP

    Greetz, B.

    Hochtaunus

    28.05.2015, 15:00
    (editiert von Hochtaunus, 28.05.2015, 15:18)

    @ Centao
     

    Der war gut!

    > - und gerade Frauen mit Steuervorteilen und Absichten dahinter,

    Der war gut! [[top]]


    > sind, dass ich mich schon frage, wer um Himmels willen, will "Bild" & den
    > genannten Pressevertrieb gegen kleine Zeitungskioskbesitzer verteidigen,
    > als Ausdruck der "Pressefreiheit"??[[lach]]

    Und nur zur Klarstellung: Ich wollte nicht die Bildzeitung oder den Pressevertrieb verteidigen, sondern nur darauf hinweisen, dass sich der "kleine Zeitungskioskbesitzer" nicht wundern darf, dass ein Boykottversuch einen Gegenboykott nach sich ziehen kann.

    Leider hat der nach eigener Auskunft gekündigte Edeka-Händler das Kündigungsschreiben auf seiner Facebookseite nicht gepostet... Das hätte vielleicht etwas mehr Klarheit über die Begründung des Pressegrosso gebracht. Ich bin immer etwas misstrauisch, wenn nicht alle Fakten und Quellen auf den Tisch gelegt werden. Auf jeden Fall hat er sehr viel Zuspruch bekommen, der sich vielleicht ja auch in steigenden Umsätzen ausdrückt. Einfach Edeka-supergeil! [[zwinker]]

    Rybezahl

    28.05.2015, 16:05

    @ Bernadette_Lauert
     

    Kleiner Hinweis

    "§ 20 Verbotenes Verhalten von Unternehmen mit relativer oder überlegener Marktmacht
    (1) § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt auch für Unternehmen und Vereinigungen von Unternehmen, soweit von ihnen kleine oder mittlere Unternehmen als Anbieter oder Nachfrager einer bestimmten Art von Waren oder gewerblichen Leistungen in der Weise abhängig sind, dass ausreichende und zumutbare Möglichkeiten, auf andere Unternehmen auszuweichen, nicht bestehen (relative Marktmacht). Es wird vermutet, dass ein Anbieter einer bestimmten Art von Waren oder gewerblichen Leistungen von einem Nachfrager abhängig im Sinne des Satzes 1 ist, wenn dieser Nachfrager bei ihm zusätzlich zu den verkehrsüblichen Preisnachlässen oder sonstigen Leistungsentgelten regelmäßig besondere Vergünstigungen erlangt, die gleichartigen Nachfragern nicht gewährt werden."
    Quelle:
    http://www.gesetze-im-internet.de/gwb/BJNR252110998.html#BJNR252110998BJNG000103360


    Dürfte für den kleinen Edeka allerdings schwierig werden.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Hochtaunus

    28.05.2015, 17:32

    @ Rybezahl
     

    Noch ein kleiner Hinweis

    Das dürfte für den kleinen Edeka nicht nur schwierig sondern es ist unmöglich. [[zwinker]]

    Die von Dir zitierte Vorschrift zieht nicht. Du hast den mit der 8. Novelle neu eingefügten Abs. 2a des §30 GWB übersehen, der eine Art Presse-Grosso-Ausnahmeregelung einführt:

    (2a) § 1 gilt nicht für Branchenvereinbarungen zwischen Vereinigungen von Unternehmen, die nach Absatz 1 Preise für Zeitungen oder Zeitschriften binden (Presseverlage), einerseits und Vereinigungen von deren Abnehmern, die im Preis gebundene Zeitungen und Zeitschriften mit Remissionsrecht beziehen und mit Remissionsrecht an Letztveräußerer verkaufen (Presse-Grossisten), andererseits für die von diesen Vereinigungen jeweils vertretenen Unternehmen, soweit in diesen Branchenvereinbarungen der flächendeckende und diskriminierungsfreie Vertrieb von Zeitungs- und Zeitschriftensortimenten durch die Presse-Grossisten, insbesondere dessen Voraussetzungen und dessen Vergütungen sowie die dadurch abgegoltenen Leistungen geregelt sind. Insoweit sind die in Satz 1 genannten Vereinigungen und die von ihnen jeweils vertretenen Presseverlage und Presse-Grossisten zur Sicherstellung eines flächendeckenden und diskriminierungsfreien Vertriebs von Zeitungen und Zeitschriften im stationären Einzelhandel im Sinne von Artikel 106 Absatz 2 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union mit Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse betraut. Die §§ 19 und 20 bleiben unberührt.

    Siehe auch hier eine Stellungnahme vom Bundesverband Presse-Grosso und VDZ:

    http://www.dnv-news.de/handel/detail.php?rubric=Handel&nr=72326&PHPSESSID=b9f1g5n0v5g2umg2mhjp4pq2ebj53493

    Rybezahl

    28.05.2015, 18:07
    (editiert von Rybezahl, 28.05.2015, 18:12)

    @ Hochtaunus
     

    Das setzt nicht §20 außer Kraft, oder etwa doch? (edit)

    Sofern es keinen alternativen Presse-Grosso gibt, der in dem Bereich des Edeka tätig ist, könnte §20 der Schlüssel sein, die gekündigte Lieferung des bisherigen Presse-Grosso anzugreifen.

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Hochtaunus

    28.05.2015, 19:42

    @ Rybezahl
     

    Sorry...

    Da habe ich mal wieder so viel auf einmal nachgelesen, dass ich erkennbar Unsinn geschrieben habe:

    Der neue § 30 Abs. 2a hebt den § 20 natürlich nicht auf. Das steht ja bereits in dem 2a selber ("Die §§ 19 und 20 bleiben unberührt").

    Worauf ich eigentlich hinaus wollte war Folgendes:

    Nach meinem Verständnis regelt der von Dir zitierte §20 Abs. 1, für welche Unternehmen § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt.

    Dieser § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt aber nach Abs. 3 ohnehin für Presse-Grosso-Vertriebe so dass die Erweiterung des §20 Abs. 1 nicht zieht.

    Ob der Presse-Grosso mit seiner Kündigung des Vertrages mit dem Edeka-Markt seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat, darf stark bezweifelt werden. Der "Mitteldeutscher Presse Vertrieb" hat den Vertrag mit dem Edeka mutmaßlich gekündigt, weil der Edeka gegen seine vertragliche Verpflichtung, das volle Sortiment des Presse-Grosso zu führen, bewußt verstoßen hat.

    Rybezahl

    28.05.2015, 20:04

    @ Hochtaunus
     

    Fraglich

    > Nach meinem Verständnis regelt der von Dir zitierte §20 Abs. 1, für
    > welche Unternehmen § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt.
    >
    > Dieser § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt aber nach
    > Abs. 3 ohnehin für Presse-Grosso-Vertriebe so dass die Erweiterung des
    > §20 Abs. 1 nicht zieht.

    Warum sollte er nicht ziehen?

    > Ob der Presse-Grosso mit seiner Kündigung des Vertrages mit dem
    > Edeka-Markt seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat, darf stark
    > bezweifelt werden. Der "Mitteldeutscher Presse Vertrieb" hat den Vertrag
    > mit dem Edeka mutmaßlich gekündigt, weil der Edeka gegen seine
    > vertragliche Verpflichtung, das volle Sortiment des Presse-Grosso zu
    > führen, bewußt verstoßen hat.

    Das ist die große Frage. Ich nehme an, du vermutest nur?

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

    Hochtaunus

    28.05.2015, 20:17

    @ Rybezahl
     

    Antwort...

    > > Nach meinem Verständnis regelt der von Dir zitierte §20 Abs. 1, für
    > > welche Unternehmen § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1
    > gilt.
    > >
    > > Dieser § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 gilt aber
    > nach
    > > Abs. 3 ohnehin für Presse-Grosso-Vertriebe so dass die Erweiterung des
    > > §20 Abs. 1 nicht zieht.
    >
    > Warum sollte er nicht ziehen?

    Präziser gesagt: Er spielt hier keine Rolle, da - wie geschrieben - der § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 für Presse-Grosso-Vertriebe ohnehin gilt. Dies ganz unabhängig vom § 20 Abs. 1. Das bedeutet, das auch ein Presse-Grosso seine Marktmacht nicht missbrauchen darf.

    >
    > > Ob der Presse-Grosso mit seiner Kündigung des Vertrages mit dem
    > > Edeka-Markt seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat, darf
    > stark
    > > bezweifelt werden. Der "Mitteldeutscher Presse Vertrieb" hat den
    > Vertrag
    > > mit dem Edeka mutmaßlich gekündigt, weil der Edeka gegen seine
    > > vertragliche Verpflichtung, das volle Sortiment des Presse-Grosso zu
    > > führen, bewußt verstoßen hat.
    >
    > Das ist die große Frage. Ich nehme an, du vermutest nur?

    Ja, deshalb hatte ich auch "mutmaßlich" geschrieben. Das Kündigungsschreiben ist uns ja vorenthalten worden. Zumindest ist es in den Lieferungs- und Zahlungsbedingungen der Mitteldeutscher Presse Vertrieb GmbH & Co. KG so geregelt. Dort steht u.a. in Ziffer 8:

    "(...) Der Einzelhändler erklärt sich bereit, das volle Sortiment zu führen und die dafür benötigten Angebotsflächen zur Verfügung zu stellen.(...)"

    Hier der Link:

    http://www.mi-pv.de/fileadmin/user_upload/Einzelhandel/LZBneu20131105_download.pdf


    Vielleicht auch noch von Interesse zum Thema:

    http://www.dnv-online.net/handel/detail.php?nr=100181&Handel

    Rybezahl

    28.05.2015, 21:01
    (editiert von Rybezahl, 28.05.2015, 21:15)

    @ Hochtaunus
     

    Alles klar (edit)

    > Präziser gesagt: Er spielt hier keine Rolle, da - wie geschrieben - der
    > § 19 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 1 für
    > Presse-Grosso-Vertriebe ohnehin gilt. Dies ganz unabhängig vom § 20 Abs.
    > 1. Das bedeutet, das auch ein Presse-Grosso seine Marktmacht nicht
    > missbrauchen darf.

    Ja, aber er spielt doch eine Rolle und zwar ergänzend. Oder wird der dadurch aufgehoben, nichtig oder etwas dergleichen?

    > Ja, deshalb hatte ich auch "mutmaßlich" geschrieben. Das
    > Kündigungsschreiben ist uns ja vorenthalten worden. Zumindest ist es in
    > den Lieferungs- und Zahlungsbedingungen der Mitteldeutscher Presse Vertrieb
    > GmbH & Co. KG so geregelt. Dort steht u.a. in Ziffer 8:
    >
    > "(...) Der Einzelhändler erklärt sich bereit, das volle Sortiment zu
    > führen und die dafür benötigten Angebotsflächen zur Verfügung zu
    > stellen.(...)"

    >
    > Hier der Link:
    >
    > http://www.mi-pv.de/fileadmin/user_upload/Einzelhandel/LZBneu20131105_download.pdf

    Danke, sehr gut gemacht!

    Damit ist der Fall für mich Geschichte. Der Vertragspartner hat den Vertrag gebrochen. Das Verhalten des Großhändlers ist in meinen Augen damit absolut legitim.
    (Edit: Der Einzelhändler könnte trotzdem noch auf §20 beharren, aber ich würde da wenig Chancen auf Erfolg sehen.)

    Dann wird der kleine Edeka wohl auf Bücher umsteigen müssen. Und die Zeitungs-Leser müssen künftig ihre Zeitungen im Laden gegenüber kaufen. [[zwinker]]

    ---
    "Existenz... setzt keine Ernsthaftigkeit voraus."

Wandere aus, solange es noch geht.


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