Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Gaby

    23.01.2013, 06:54
     

    Political Correctness: Die Gehirnwäsche der letzten 15 Jahre, belegt an einem Vorabend-Film

    Moin,

    wie oft ärgere ich mich über diese gottverdammte "Political Correctness". Die kleine Hexe ist dem PC-Korrektor ebenso bereits zum Opfer gefallen, wie "Pippi Langstrumpf". In beiden kommt das böse Wort "Neger" vor - heute nicht mehr.

    Wie konnte es so weit kommen? Wann hat dieser Wahnsinn angefangen? Es hat sich langsam eingeschlichen, doch wann begann es? Kürzlich stolperte ich über einen Ausschnitt aus der damals sehr beliebten Vorabendserie "Lehrer Dr. Specht". Die Sendung ist jetzt ca. 14 Jahre alt. Damals durfte sie noch über die Mattscheibe flimmern: Dr. Specht hält dort eine Tirade gegen die PC.

    Unbedingt mal gucken - und nachspüren, wie man heute schon innerlich den Atem anhält ob der "Frechheit", äh, Freiheit der Rede.

    Viele Grüße

    Gaby

    ---
    "Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

    Bankster

    E-Mail

    23.01.2013, 08:36

    @ Gaby
     

    Du hast ja so recht

    Es gibt auf den Dritten manchmal einen Tatort aus den 60ern/70ern.
    Ich schaue sie gern wegen der schönen (damals neuen/jetzt alten) Autos und der noch "normalen" deutschen Sprache. Wenn die politisch Korrekten mal darauf kommen, diese Sendungen zu zensieren, piept es pro Film mindestens 30 Mal. [[freude]] Diese Freiheit haben unsere Eltern erkämpft und wir haben sie uns nehmen lassen.

    ---
    Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen.(Otto Rehagel)

    sensortimecom

    E-Mail

    23.01.2013, 08:45

    @ Bankster
     

    Schlimm wirds erst...

    .. wenn sie beginnen die gesamte Weltliteratur zu verbieten, die "Nicht-PC" ist. Oder umzuschreiben. Angefangen von der Bibel bis Tolstoi, Mark Twain und Hemingway. Da wirds lustig.

    Naclador

    E-Mail

    Göttingen,
    23.01.2013, 09:03

    @ sensortimecom
     

    Oh ja,

    > .. wenn sie beginnen die gesamte Weltliteratur zu verbieten, die "Nicht-PC"
    > ist. Oder umzuschreiben. Angefangen von der Bibel bis Tolstoi, Mark Twain
    > und Hemingway. Da wirds lustig.

    wenn sie aus der Bibel alles streichen, was rassistisch, menschenverachtend und gewaltverherrlichend ist, dann bleibt vom alten Testament nicht viel übrig.

    Tünnes

    23.01.2013, 09:16

    @ Naclador
     

    Bibel umschreiben? Was würde wohl das liebe Gott davon halten?!

    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/kristina-schroeder-sagt-lieber-das-liebe-gott-1.3111178

    "Allerdings geht ihr Plädoyer für politisch korrekte Weltliteratur so weit, dass sie das Geschlecht von Gott infrage stellt. Auch der geschlechtsspezifische bestimmte Artikel, etwa beim Ausdruck "der liebe Gott", könne aus ihrer Sicht verändert werden, so Schröder.
    "Man könnte auch sagen: Das liebe Gott."

    Gaby

    23.01.2013, 10:50

    @ Tünnes
     

    Was Gott von uns heute hält, kannst Du in einem aktuellen Buch sehr gut nachlesen

    Moin Tünnes und alle,

    Gott ist sauer! Nu hat er sich mal, überhaupt das ERSTE mal seit Erschaffung der Welt, eine Woche Urlaub gegönnt und ist angeln gegangen. Problem: Eine Woche im Himmel ist 400 Jahre auf der Erde. Er fand, dass das mit der Aufklärung und so sich doch ganz gut anließe und er deshalb jetzt mal Pause machen könnte.

    Doch als er zurück kommt, ist er entsetzt. Er zündet sich erstmal einen Joint an, kippt ein Riesenglas Whiskey und denkt darüber nach, ob man das Ganze nicht einfach noch mal in die Tonne kloppen und von vorne beginnen sollte. Seine schwulen Erzengel ermuntern ihn dazu (Gott liebt Schwule!). Sauer ist er auch auf Moses. Der Typ hat "voll verkackt" und rein aus Ego 10 Gebote verfasst, wo er von Gott doch nur eines diktiert bekam. Das lautet "seid lieb." (Dafür hat er ihn auch im Himmel mehrere Jahrhunderte georfeigt).

    Wie es weiter geht? Lies hier selbst. Göttlich!

    LG

    Gaby

    ---
    "Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

    Gaby

    23.01.2013, 09:19

    @ sensortimecom
     

    Was die Kinderliteratur betrifft, sind wir doch schon ganz dicht dran!

    Moin,

    ich finde, wir sind da auf einem guten Weg [[la-ola]] . TKKG (Kinderbuchserie, Akronym für die Protagonisten "Tim, Karl, Klößchen und - ja [[freude]] - Gaby). Da passt es den Zensoren nicht, dass das arme Mädel immer so von den Jungs dominiert wird. Sie spiele eine "klischeehafte, weiblich-untergeordnete Rolle." Aber da ist noch mehr! Selbstverständlich hat das auch bereits bei wikipedia Einzug gehalten:

    "Die TKKG-Geschichten, vor allem die frühen Folgen, verwenden häufig Klischees, um Verbrecher deutlich zu kennzeichnen. So sind diese oft an ihrem Äußeren zu erkennen (Narben, besondere Körper- und Gesichtsmerkmale wie rote Haare und viele Sommersprossen) oder durch ihre Herkunft (z. B. Südländer, Zigeuner), soziale Gruppenzugehörigkeit (Rocker, Punks, Obdachlose) oder den Beruf. Wolf bedient sich hier gesellschaftlicher und populärer Vorurteile und Stereotype. Auf die Frage nach seiner häufigen Verwendung von Klischees (in Bezug auf seine Charaktere) verteidigt Wolf dies und antwortet weiter: „Das gehört einfach dazu, und irgendwie ist an Klischees ja auch immer etwas Wahres dran, oder?“.[6]

    Besonders hervorstechend ist die oft abwertende Kommentierung sozial schlechter gestellter Gruppen wie z. B. der Obdachlosen durch TKKG selbst. Andererseits treten TKKG von Anfang an auch für Mitglieder oder ganze Minderheiten ein. Dabei werden positive Figuren z. B. ethnischer Minderheiten vorgestellt, die den Klischees anderer Folgen widersprechen. Bei diesen Widersprüchen fällt vor allem das unstimmige Verhalten der TKKG-Freunde selbst auf, die einerseits moralisierend auftreten, jedoch andererseits durch ihr eigenes Vorverurteilen und oft bemühtes „der-Zweck-heiligt-die-Mittel“-Vorgehen ihre selbstbestimmte Moral umgehen. Besonders in den jüngeren Folgen greift Tim öfter zu präventiver Gewalt, die nicht mehr wie in den älteren Folgen nur Notwehrcharakter hat.

    Die Hauptcharaktere werden recht übersteigert dargestellt. Tarzan/Tim ist der große, braungebrannte, starke sportliche Strahlemann, Karl ist schlaksig, schwach, dafür aber intelligent – der typische Streber. Klößchen ist dick, verfressen, faul (aber nicht dumm), und bezüglich Gaby wird in praktisch jeder Folge auf ihre betörende Schönheit sowie ihre fraulichen Reize Bezug genommen (obwohl sie erst zwölf bis 14 Jahre alt ist); in späteren Folgen ist sie auch eifersüchtig auf Frauen, mit denen Tim Kontakt hat. In diesen wird durch Sätze von Tim oder Gaby eine Beziehung angedeutet (z. B. „Bussi, Pfote“).

    Ein weiteres Beispiel ist die Rolle der Frau. Obwohl Wolf oft starke Frauenfiguren zeigt und die TKKG-Freunde für eine Gleichberechtigung der Geschlechter eintreten, wird Gaby bei gefährlichen Situationen oder bei Unternehmungen zu später Stunde regelmäßig aus der Gruppe ausgegrenzt (Tarzan/Tim: „Mädchen in deinem Alter gehören um diese Uhrzeit ins Bett“). Dabei gibt Wolf im Interview die Zahl der weiblichen Leser mit 60 % an.[7][8][9]


    "Die kleine Hexe" hatte ich schon genannt. Hier die Erklärung des Verlages im Wortlaut:

    Und Pippi Langstumpfs Papa ist auch kein "Negerkönig" mehr, sondern "Südseekönig." Gespannt bin ich, wie man damit umgeht, dass Pippi ja auch gerne von "den armen Negerkindern" redet, die so manche Dinge einfach nicht kapieren. Wird man die Passagen bald ganz entfernen?

    Meine Tochter hat jedenfalls gekotzt, als ich ihr das neulich alles erzählt habe. Ihr Kommentar: "Ich habe sie alle geliebt. TKKG, Pippi, die kleine Hexe. Und? Laufe ich jetzt mit Springerstiefeln rum und erzähle dummes Zeugs? Was für ein Wahnsinn!"

    Viele Grüße

    Gaby

    ---
    "Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

    ohne eisen

    23.01.2013, 09:19

    @ sensortimecom
     

    Der Prozess ist ja schon im Gange - Pipi Langstrumpf

    In den neueren Auflagen dieses Klassikers, wurde aus Pipis Vater, der ja ein Negerkönig auf Takatukaland war, ein Südseekönig, was auch immer das ist.

    Dirk-MV

    23.01.2013, 10:00

    @ Bankster
     

    Man muss selbst dabei ja nicht mitmachen

    und die gewohnten Bezeichnungen weiterhin benutzen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, daß daraus folgende Diskussionen ein gutes Gefühl erzeugen.
    Politisch korrekte Sprache ist nur in Verbindung mit einer gehörigen Portion Duckmäusertum erfolgreich.
    mfg

    Doomsday

    23.01.2013, 16:14

    @ Bankster
     

    Stichwort Tatort

    http://www.youtube.com/watch?v=ikMNodKgHFM Badesalz - Moderne Märchen

    Bald wird wohl auch dieser Tatort umsynchronisiert werden müssen:

    http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/01/15/tod-vor-scharhorn-tatort-461-tatortanthologie-210/

    Politisch nicht korrekt:

    http://www.amazon.de/Der-Nigger-Scharh%C3%B6rn-Hans-Leip/dp/3434526048

    http://www.lehmanns.de/shop/literatur/5404132-9783434526049-der-nigger-auf-scharhoern


    DAS ist natürlich politisch korrekt – welch eine Lebensfreude!

    http://www.youtube.com/watch?v=rxFfwmMhF6Y "Blockparty"


    http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/kritik-an-kinder-und-jugendliteratur.html

    http://www.bodehase.de/archiv/immer-frische-negerkuesse-65.html

    http://funfire.de/lustige/bilder-GRdNE1Du-frische-ost-negerkuesse.html

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/koloniale-altlasten-man-sagte-mir-dass-braune-kinder-nicht-mitspielen-duerfen/7654752-2.html

    Die Streichung rassistischer Begriffe ist nur der Anfang vom Frühjahrsputz. Raus mit den kolonialen Altlasten! Dazu muss man aber erst mal zugeben, dass Deutschland eine Kolonialgeschichte hat. Dass zu unserem kulturellen Erbe jahrhundertealte rassistische Muster gehören, durch die wir – auch schwarze Deutsche – geprägt und sozialisiert wurden.

    http://de.wiktionary.org/wiki/Neusprech


    http://www.kristinaschroeder.de/aktuelles/schroeder-besucht-kita-der-eva/

    In der Kita der Lukasgemeinde treffen Kinder vieler Nationalitäten aufeinander: 94 Kinder werden in fünf Gruppen betreut, davon 85 mit Migrationshintergrund.


    http://www.youtube.com/watch?v=ymuKOah3acs

    Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam. Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider (Staatsrechtslehrer)

    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112822562/Amsterdam-siedelt-Schwulenhasser-aus.html

    http://www.preussische-allgemeine.de/nc/nachrichten/artikel/tugendterror-20-jahre-politische-korrektheit.html

    Der „Zigeunerbaron“ als Operettentitel war und ist schwer durch „Sinti und Roma-Baron“ zu ersetzen.
    http://www.youtube.com/watch?v=uVOjeiPPyNk neulich in Syrien – morgen in Germanski

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=cckfYOCRJQo Ein Asylant kostet in Görlitz ca. 8000 € im Jahr.Alleine 900 000 € Zusatzkosten im Jahre 2012

    http://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0

    Kampf im Klassenzimmer - Deutsche Schüler in der Minderheit


    Have a nice day.

    DT

    23.01.2013, 08:40

    @ Gaby
     

    Oh je, was ist mit Zigeunerschnitzel? (mT)

    Muß ich das jetzt Sinti- und Roma-Schnitzel nennen?

    Das mit dem Negerkuss/"Schokokuss" ist komplett an mir vorübergegangen. Dabei war die Sendung doch schon einige Jahre her. Mit der EU-Diktatur ist auch die Sprachdiktatur und die PC gekommen. Es empfiehlt sich wieder einmal, Klemperers LTI anzuschauen. Deja vu! F. Juncker und die ganze Mischpoke!

    Gaby

    23.01.2013, 09:06

    @ DT
     

    Zigeuner sind nicht "Sinti und Roma", sondern politisch korrekt eine "mobile ethnische Minderheit"

    Moin,

    nein, ich veralbere Dich nicht. Die heißen wirklich so! Das Köstliche (im wahrsten Wortsinne) ist, wenn Du bei Google "mobile ethnische .." eingibst, dann wird Dir das mit "Minderheit" plus "Schnitzel" angeboten.

    Viele Grüße

    Gaby

    ---
    "Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

    Theo Stuss

    23.01.2013, 10:46

    @ Gaby
     

    Der Romajunge, der Romajunge, Tam ta ta ta ta tam

    Ein Romajunge, Romajunge,
    er spielte am Feuer Gitarre,
    - Tam ta ta ta ta tam tam ta tam tam ta tam -
    und ich sah sein Gesicht,
    aber er sah mich nicht.

    Tja, die arme Alexandra!

    ohne eisen

    23.01.2013, 19:13

    @ Gaby
     

    Ich habe allen ernstes schon den Begriff Rotationseuropäer gelesen. (oT)

    [ kein Text ]
    mabraton

    E-Mail

    26.01.2013, 12:10

    @ ohne eisen
     

    Ich lach mich tot! :-))) (oT)

    [ kein Text ]
    stokk

    26.01.2013, 13:12

    @ mabraton
     

    Einmal Rotationseuropäerschnitzel mit Pommes-Mayo

    Gestern noch beim Griechen bestellt :-)

    Meierding

    23.01.2013, 22:23

    @ DT
     

    Man darf nur Jäger essen :-) (oT)

    [ kein Text ]
    Blut-Svente

    23.01.2013, 09:55

    @ Gaby
     

    deswegen sehe ich immer wieder gerne meinen Freund Alfred...

    ...Tetzlaf!

    Der Punkt wird kommen, wo diese kleinen Meisterstücke nicht mehr gesendet werden,
    aber als Konserve werden sie der Nachwelt erhalten bleiben.

    Eine Sendung in dieser Art und Weise würde heute einigen Leuten den Job kosten.

    Um so mehr wundert mich der teilweise explosive Klartext in
    gegenwärtigen Highlights wie gestern abend: "Neues aus der Anstalt".

    Gruß
    Svente

    ---
    Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
    Ephraim Kishon

    Tünnes

    23.01.2013, 10:10

    @ Gaby
     

    Und "die heilige Mutter Gottes" wird demnächst "das heilige Elter".

    Die Schweizer scheinen uns mal wieder voraus:

    "Anweisung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern: Ab sofort müssen Texte geschlechtergerecht formuliert werden.

    Das bedeutet, bestimmte Wörter stehen von nun an auf der Schwarzen Liste. Der 22-seitige Sprachleitfaden für die Stadtverwaltung verbietet beispielsweise das Wort «Fussgängerstreifen». Neu soll man stattdessen «Zebrastreifen» schreiben und sagen.

    Und auch die Liste der «diskriminierenden Wörter» ist länger. Statt Vater oder Mutter sollte man laut Bund besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, Stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch."


    "[i]STATT NEU
    Mutter/Vater Der Elternteil oder das Elter
    Mannschaft Team
    Fussgängerzone Flanierzone
    Anwenderbezogen Praxisbezogen
    Benutzerhandbuch Bedienungshandbuch
    Mitarbeitergespräch Qualifikationsgespräch
    Einwohnerbefragung Bevölkerungsbefragung
    Leserfreundlich Lesefreundlich
    Arztpraxis Praxis für Allgemeinmedizin
    Besucherparkplatz Gästeparkplatz
    Buchhalterdiplom Buchhaltungsdiplom
    Anfängerkurs Einstiegskurs
    Lehrerzimmer Pausenzimmer
    Patientenzimmer Wartezimmer
    Kundenberatung Kundschaftsberatung
    [/i]"

    http://www.blick.ch/news/schweiz/weder-vater-noch-mutter-beamte-sollen-kuenftig-das-elter-sagen-id51357.html

    [[la-ola]]

    Gruß

    Lisa

    23.01.2013, 10:42

    @ Tünnes
     

    Und warum heisst es dann immer noch Mitgliedstaaten in der EU?! (oT)

    [ kein Text ]
    ohne eisen

    23.01.2013, 19:12

    @ Lisa
     

    Was wäre die Alternative? MitgliedsstäatInnen? (oT)

    >

    Lisa

    24.01.2013, 08:02

    @ ohne eisen
     

    Das Wort "Staat" war der unverdächtige Teil (oT)

    [ kein Text ]
    ohne eisen

    23.01.2013, 19:04

    @ Tünnes
     

    Schon diese Liste zeigt völlige Inkompetenz.... Wie wäre es mit der Feuerwehrmenschin? - my 2 cents

    Ich bin zwar kein Sprachwissenschaftler, aber diese Liste lässt erkennen, dass hier Sprache mit Gewalt zerstört wird.

    Vollig absurd, das mit den Eltern:
    Entweder ich meine beide Eltern, oder ich meine einen von ihnen, also Vater oder Mutter. Auch wenn ich von einer Gruppe Familien jeweils den männlichen oder weiblichen Teil ansprechen will, geht Väter oder Mütter. Sinn macht eine geschlechtsneutrale Elternform nur, wenn ich eine Gruppe gemischtgeschlechtlicher Alleinerzieher ansprechen will, oder eben eine Eigenschaft oder Rolle herausstellen will, die vorwiegend einer von beiden Elternteilen inne hat, aber in unterschiedlichen Familien entweder die Väter oder die Mütter, also etwa den Elternteil, der nach dem Einschlafen das Licht löscht, oder den Elternteil, der das Kind zur Schule bringt.
    Und dazu braucht es keinen Kunstbegriff wie "das Elter", sondern da ist mit "dem Elternteil" ein lange existenter Begriff vorhanden, der in solchen Sonderfällen auch schon seit Jahrzehnten benutzt wird. Die Höhe ist nun "DER Elternteil", also Elternteil singular nomintiv soll männlich sein? Wo ist da die Geschlechtsneutralität? Abgesehen davon ist es schon sprachlich falsch, denn das Geschlecht eines zusammengesetzten Hauptwortes richtet sich immer nach dem letzten Teil, also DAS Elternteil, und diesen Begriff gibt es, er wird benutzt, wo es erforderlich ist. Alles andere ist überflüssiger Schwachfug, bzw. blinder, überflüssiger Aktionismus.

    Die meisten Beispiele dieser Liste zeigen Geschlechtsneutrale Begriffe, nämlich die Pluralform. Und bei Fußgänger, Anwender, Benutzer, Einwohner, Leser, Besucher, Anfänger, Lehrer, Patienten ist stets der Plural gemeint, denn alle diese Begriffe richten sich immer an mehrere MenschInnen.
    Am Beispiel der Kundenberatung wird das deutlich, wo sich der Plural vom maskulinen Singular unterscheidet, dass es um Sprachverstümmelung, bzw. Einflussnahme und Existenzerhalt der Sprachverstümmeler geht.

    Über eine Arztpraxis kann man streiten, aber wenn es sich dabei um eine Gemeinschaftspraxis handelt, kann man die auch als solche benennen, oder schreibt halt Ärztepraxis. Von einer Arztin geführt, kann sie sie gerne Ärztinpraxis nennen, wenn ihr das nicht zu albern ist. Sonst bleibt es bei der Arztpraxis.

    Einzig übrig bleibt in meinen Augen die Mannschaft. Ich kann nachvollziehen, dass eine Damenmannschaft, bzw. Frauenmannschaft (weil Damen dämlich oder eben gerade nicht dämlich sind) sich ebenso fehlbezeichnet fühlen, wie die Amtmännin. Es ist eben diskutabel, ob man nicht einfach Begriffe, die traditionell entschtanden sind, als klassische Männerbegriffe, wie der Amtmann und die Mannschaft weiterführt, oder ob man sich hierfür neutrale Begriffe sucht, etwa den Amtmenschen, der aber dann bitte nicht als Amtmänschin verweiblicht werden soll. Neben Mensch wäre auch die Amtperson als neutral zu werten, aber auch hier dann bitte nicht Personin, denn DIE Person im Nominativ singular ist schon weiblich, ich denke, kaum ein von der Emanzipationsbewegung diskriminierter Mann hätte dagegen etwas einzuwänden.

    Bleibt die Mannschaft. Anglizismen sollte man behördlicherseits vermeiden, die schleichen sich auch ohne amtliche Förderung ein. Auch das Akronym TEAM (Toll! Ein anderer macht's) ersetzt den Begriff Mannschaft nur unzureichend, denn Teams gibt es viele, gerade in Firmen, die Mannschaft ist aber vorwiegend im Sport oder eben in, auch heute noch, klassischen Männerberufen anzutreffen, eben die Feuerwehrmannschaft, oder die Rettungsmannschaft. Berufliche Mannschaften wurden in der DDR, die ja auch immer neue Begriffe erfunden hat, meiner Meinung nach wirklich kreativ umbenannt. Ich meine nicht Begriffe wie die geflügelte Jahresendzeitfigur, aber Mannschaften der Feuerwehr, Polizei oder des Rettungsdienstes hießen dort Brigaden.

    Sprache ist im Fluss, Sprache verändert sich und passt sich an, aber das ist ein ungesteuerter Prozess. Wird dieser zu steuern versucht, geht es schief, oder stößt nicht auf Akzeptanz. So schließe ich mit eimen Zitat von Otto Waalkes, der diese Entwicklung schon anfang der 80er Jahre vorwegnahm, und einen Sketsch mit folgenden Worten eröffnete: "Liebe Brüder und Brüderinnen hier im Sahl und auch draußen an den Lautsprechern und Lautsprecherinnen. ...."

    Naclador

    E-Mail

    Göttingen,
    24.01.2013, 09:38

    @ ohne eisen
     

    Der Teil, nie gehört?

    > Die Höhe ist nun
    > "DER Elternteil", also Elternteil singular nomintiv soll männlich sein? Wo
    > ist da die Geschlechtsneutralität? Abgesehen davon ist es schon sprachlich
    > falsch, denn das Geschlecht eines zusammengesetzten Hauptwortes richtet
    > sich immer nach dem letzten Teil, also DAS Elternteil, und diesen Begriff
    > gibt es, er wird benutzt, wo es erforderlich ist.

    Der Teil sollte doch wohl geläufig sein, oder? Allerdings kann man natürlich daran Anstoß nehmen, dass "der Teil" üblicherweise einen Teil von etwas Ganzem bezeichnet und damit auf die überkommene Vorstellung Bezug genommen wird, jeder Mensch müsse zwei Elternteile haben.

    >
    > Die meisten Beispiele dieser Liste zeigen Geschlechtsneutrale Begriffe,
    > nämlich die Pluralform. Und bei Fußgänger, Anwender, Benutzer,
    > Einwohner, Leser, Besucher, Anfänger, Lehrer, Patienten ist stets der
    > Plural gemeint, denn alle diese Begriffe richten sich immer an mehrere
    > MenschInnen.
    > Am Beispiel der Kundenberatung wird das deutlich, wo sich der Plural vom
    > maskulinen Singular unterscheidet, dass es um Sprachverstümmelung, bzw.
    > Einflussnahme und Existenzerhalt der Sprachverstümmeler geht.

    Jupp.

    >
    > Über eine Arztpraxis kann man streiten, aber wenn es sich dabei um eine
    > Gemeinschaftspraxis handelt, kann man die auch als solche benennen, oder
    > schreibt halt Ärztepraxis. Von einer Arztin geführt, kann sie sie gerne
    > Ärztinpraxis nennen, wenn ihr das nicht zu albern ist. Sonst bleibt es bei
    > der Arztpraxis.

    Ich hoffe, es ist ihr zu albern.


    > Neben Mensch
    > wäre auch die Amtperson als neutral zu werten, aber auch hier dann bitte
    > nicht Personin, denn DIE Person im Nominativ singular ist schon weiblich,
    > ich denke, kaum ein von der Emanzipationsbewegung diskriminierter Mann
    > hätte dagegen etwas einzuwänden.

    Amtsperson wäre wohl die beste Bezeichnung.

    >
    > Bleibt die Mannschaft. Anglizismen sollte man behördlicherseits
    > vermeiden, die schleichen sich auch ohne amtliche Förderung ein. Auch das
    > Akronym TEAM (Toll! Ein anderer macht's) ersetzt den Begriff Mannschaft nur
    > unzureichend, denn Teams gibt es viele, gerade in Firmen, die Mannschaft
    > ist aber vorwiegend im Sport oder eben in, auch heute noch, klassischen
    > Männerberufen anzutreffen, eben die Feuerwehrmannschaft, oder die
    > Rettungsmannschaft. Berufliche Mannschaften wurden in der DDR, die ja auch
    > immer neue Begriffe erfunden hat, meiner Meinung nach wirklich kreativ
    > umbenannt. Ich meine nicht Begriffe wie die geflügelte Jahresendzeitfigur,
    > aber Mannschaften der Feuerwehr, Polizei oder des Rettungsdienstes hießen
    > dort Brigaden.

    Wie wäre es denn mit "Truppe", die ist weiblich. Aber das wäre vielleicht ein bisschen zu militaristisch? Andererseits heißt es doch in unserem großen Vorbildstaat USA derzeit: Frauen an die Front.

    > Sprache ist im Fluss, Sprache verändert sich und passt sich an, aber das
    > ist ein ungesteuerter Prozess. Wird dieser zu steuern versucht, geht es
    > schief, oder stößt nicht auf Akzeptanz. So schließe ich mit eimen Zitat
    > von Otto Waalkes, der diese Entwicklung schon anfang der 80er Jahre
    > vorwegnahm, und einen Sketsch mit folgenden Worten eröffnete: "Liebe
    > Brüder und Brüderinnen hier im Sahl und auch draußen an den
    > Lautsprechern und Lautsprecherinnen. ...."

    Ja, damals war der Waalkes noch lustig. Aber mal ehrlich, man kann doch nicht mehr anders als die PC-Clique mit Spott und Spöttin zu überziehen.

    dottore

    23.01.2013, 10:42

    @ Gaby
     

    "Das Hirn des Negers" - bahnbrechend!

    Hi Gaby,

    erstmal vielen Dank für dieses Thema! Nun habe ich ein Buch (stockfleckig, unbeschnitten) mit obigem Titel ("Das Hirn des Negers" - sic!) in meiner Bibliothek, erschienen 1837, ein sehr seltener anthropologisch-zoologisch-biologisch-medizinischer Klassiker aus der Feder des großen Wissenschaftlers Friedrich Tiedemann (1781-1861). Mit dem Titelzusatz "... mit dem des Europäers und Orang-Outans verglichen".

    Schon 1836 erschien das Buch in der Royal Society

    Kein Ex. - englisch oder deutsch - bei ZVAB!

    Tiedemann war - seiner Zeit weit voraus! - notorischer ANTI-Rassist und es ist eine Schweinerei, mit so was wie PC diesem Mann Unrecht zu tun, indem man das Wort "Neger" indiziert. Gruß - d.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Tiedemann

    http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN50564861X&IDDOC=288906

    Silke

    23.01.2013, 10:57

    @ dottore
     

    Bin sprachlos über ihn -in dieser Zeit ! - noch ein Buch das ich lesen werde! (oT)

    [ kein Text ]
    Silke

    23.01.2013, 11:47

    @ Silke
     

    "gänzlich demoralisiert und verdorben"- so,so-Transkript Seite 65 nur Teil...

    Seite 65
    Die Nachrichten über die Naturgaben der Neger in den afrikanischen Küstenländern sind von keinem Werth, seitdem es erwiesen ist, dass diese nur Überreste von zu Boden getretenen und unterjochten Völkern sind, welche ihren Nationalcharakter längst verloren haben. Außerdem sind sie durch die Bekanntschaft und den langen Umgang mit den verworfenen europäischen Abenteurern, die des Wuchers und des Sklavenhandels wegen Niederlassungen an den afrikanischen Küsten gegründet haben, gänzlich demoralisiert und verdorben.
    Die Einführung des Branntweines…größte Sittenlosigkeit…unerhörte Ausschweifungen…Betrügereien…Treulosigkeit…Raubsucht…Grausamkeiten aller Art, welche die Sklavenhändler seit mehr als drei Jahrhunderten an den unglücklichen Eingeborenen der Küste begingen…
    LG
    Silke
    PS 107 Seiten sind schaffbar

    ---
    um das Unlösbare zu lösen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729
    gegen den inneren persönlichen Staat.

    dottore

    23.01.2013, 15:48

    @ Silke
     

    Ja, Silke, "demoralisiert und verdorben" im passiven, nicht aktiven Sinne (oT)

    [ kein Text ]
    Silke

    23.01.2013, 17:21

    @ dottore
     

    So war es auch gemeint. Ein mutiger Mann - Respekt! ...und Danke für den Buchtipp (oT)

    [ kein Text ]
    Theo Stuss

    23.01.2013, 10:53

    @ Gaby
     

    Dieser Film mit Claudia Roth ist auch recht passend

    Claudia und die Indianer

    zip

    23.01.2013, 15:05

    @ Theo Stuss
     

    Und hier eine aktuelle Fassung von Doktor Specht:

    </IRONIE ON>
    http://www.youtube.com/watch?v=686QjTXhcYQ

    ---
    .zip

    stocksorcerer

    23.01.2013, 20:50

    @ Theo Stuss
     

    danke, den kannte ich noch nicht ;-) (oT)

    [ kein Text ]
    Leserzuschrift

    23.01.2013, 12:19

    @ Gaby
     

    Die PC ist wohl (auch) in Deutschland entstanden, also "hausgemacht"

    Sicherlich hat die Political Correctness auch US-amerikanische Ursprünge, ist aber wohl genauso in Deutschland erfunden worden. So sah es jedenfalls das langjährige Forumsmitglied Tassie Devil in einem Beitrag im Jahre 2009, aus dem hier einige Sätze zitiert seien:

    (...) die "Political Correctnis" hat den Totalitarismus inhaerent, und sie ist nichts anderes als die Fortsetzung der Besetzung von Begriffen in der ersten Haelfte der 1970-er Jahre in der BRD und damit das Denken in den Gehirne der Intelektuellen und der Masse derer, die sich dafuer hielten ...

    (...) der der PC inhaerente Totalitarismus zwingt unter Strafandrohungen geradezu zu einer uniform vorgegebenen Meinungsauffassung zwecks synchronisierender Gleichschaltung der Massen, die PC ist mit einem anderen Begriff der strafbewehrte uniforme Meinungszwang.
    Die Ideologiequelle der PC liegt, wie koennte es auch anders sein!, in der Frankfurter Schule.

    Die 68-er aus dem Stall der Frankfurter Schule wurden (...) ab 1972 vollumfaenglich gesellschaftsfaehig ("Die ungeduldige Jugend"), (...) begann mit der Strategie der Besetzung von Begriffen und errang mit diesem Konzept bereits kurzfristig die Macht der Meinungsfuehrerschaft.

    Aus den (...) Schwaechen des Konzepts der Begriffsbesetzung wurde dann in Abfolge das Konzept der PC mit seinem inhaerenten totalitaeren Zwangscharakter geschaffen.

    Diese Strategie und das dahinter stehende Konzept konnte jedoch nur in einer Umgebung bzw. Paradigma vollumfaenglicher Massenzwaenge funktionieren, weshalb das PC-Konzept erst nach deren Erschaffung Anfang der 1990-er Jahre zum Einsatz gebracht wurde."

    sensortimecom

    E-Mail

    23.01.2013, 12:37

    @ Gaby
     

    Dazu auch: Lego droht Anzeige wegen Volksverhetzung

    siehe:
    http://derstandard.at/1358304400783/Lego-droht-Anzeige-wegen-Volksverhetzung

    azur

    E-Mail

    23.01.2013, 13:19
    (editiert von azur, 23.01.2013, 13:36)

    @ sensortimecom
     

    Wunderbare Story - aber Spinner gibts halt überall - Den Kampf um Begriffe schon immer! @Gaby

    Hallo sensortimecom,

    danke, ganz herrliche Geschichte... Ja unsere muslimischen Toleranzbolzen... Die haben schon ein Gewicht, dass sie es, anders als viele andere Spinner und/oder Querulanten, in die Medien schaffen.

    Starwars* verbieten? Kein Problem!

    Der Ehrlichkeithalber muss man aber sagen, dass der Kampf um Begriff ein uralter ist. Schon immer ging es darum, ob und wie etwas genannt werden darf. Man erinnert nur an kirchliche Verbote oder theologische Spitzfindigkeiten.

    (Früher wurden sogar Kelidungsvorschriften gemacht: Bestimmte Farben nur Herrscher, Bedienste gedeckt usw.)

    Immer wenn einen was stört, führt das schnell zum Verbotsschrei. Auf der anderen Seite muss man ja solche Abstimmungen unter ein ander führen. Wenn jemand sich verletzt fühlt, muss er es anmelden und diskutieren lassen können.

    (Diskriminierung durch Wort ist ja keine reine Mär)

    Solche Abstimmungen führen Menschen kommunikativ immer durch. Viele Begriffe in der Sprache haben ihre Bedeutung - stellenweise mehrfach - gewechselt, weil sich der Kontext änderte. Die Diskussion über Begriffe ist also an sich nicht ungewöhnlich.

    Schlimm sind dämliche (diskriminierend?**) Auswüchse, die sich aber nicht vermeiden lassen und bekämpft gehören.

    Die Diskussion wird immer dann besonders ungemütlich, wenn ein Helfersyndrom einsetzt. Man kämpft scheinbar für das Gute, in dem man andere schützen will - was ja an sich kein schlechter Zug ist. Und dann wird über das Ziel hinausgeschossen, wie all die berühmten PC-Geschichten zeigen, die sich in den letzten 20 (zwanzig Jahre wird das PC-Problem in den US diskutiert) Jahren ansammelten. Warum ducken denn z. B. amerikanische Unis weg? Weil sie diesen Emotionen entkommen wollen.

    Es gibt allerdings auch gute Gründe, dass bestimmte Entgleisungen wirklich übel genommen oder bekämpft werden. Wenn sie Beleidigungen sind.

    Wie war das mit "Soldaten sind Mörder?". Die Empfindlichkeit gegenüber und das bekämpfen von Begriffen ist nicht die Domain eines Lagers. Kirchen, Staat und Konservative haben Jahrzehntelang Filme und Bücher zensiert und verboten. Und zwar reichlichst. Ist PC nicht wie ein Echo dessen?

    Damit keiner irrt: PC nervt an vielen Stellen unendlich und es ist nur gut, sich da nicht allen Unfug bieten zu lassen! Diese lausige Diskussion über weibliche Formen (außer Faschistin - das ginge nicht, erklärte mir eine Feministin, oder Feminista?), welche im Ausland gar keiner verstehen kann (!) usw.

    Oder es nervt, dass nun überall die Ablichtung eines erkennbar anderfarbiges Kind gezeigt werden muss. Und so weiter.

    Oder es entstehen Mythen: http://de.wikipedia.org/wiki/Squaw

    Die lieben Indianer. Die sind ja auch so ein Kuschelromantikdingens, wie Robbenbabys.

    Wer ist mit PC immer schon ordentlich in Gericht gegangen: Max Goldt (u. a. in der Titanic).

    Bin sofort dabei gegen Dummheiten vorzugehen.

    Allerdings kann man PC nicht isoliert betrachten. Es gibt Dinge, die man berücksichtigen muss. Es gibt Wörter, die z. B. Frauen verletzen und deren Gebrauch Ächtung erfahren muss. Solche Ächtungen gab es schon immer und in jeder Kultur. Nicht immer über Gesetz, aber über Sitte, Moral und Anstand.

    Man spricht ja nicht umsonst vom guten Ton (da muss man nur Don Alphonso in Stützen der Gesellschaft/FAZ und seinen Stadel lesen - mache ich immer: denn ich liebe kluge, freundliche und gewogenen Kommunikation).

    Auf Schiller verweist Klemperer in seiner berühmten LTI (Lingua Tertii Imperii):

    Schiller:
    "Weil ein Vers dir gelingt in einer gebildeten Sprache,
    Die für dich dichtet und denkt
    , glaubst du schon Dichter zu seyn?"

    Kemperer: "Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen je selbstverständlicher, je unbewußter ich mich ihr überlasse. Und wenn nun die gebildete Sprache aus giftigen Elementen gebildet oder zur Trägerin von Giftstoffen gemacht worden ist? Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbewußt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da." (LTI 21)"

    Bin sofort dabei jedes dumme Geschwätz oder Verbot zu hinterfragen. Sofort! "Elter"?!

    Auf der anderen Seite muss man nüchtern sagen, dass es immer wieder solchen sprachlichen und anderen Abstimmungsbedarf gibt.

    Besonders traurig wird es, wenn sich Schwachmaten dieser "politisch korrekten" Machtmittel*** bedienen können und diesen zu Wenige die Schranken weisen. Und daher bin auch ich ganz Ohr, wenn PC diskutiert wird und jederzeit dabei, Blödheit Blödheit zu nennen.

    Kinderspielzeuge, Bücher, Filme bedürfen unseres Schutzes [[freude]]!

    Früher wurden übrigens oft Gemälde übermalt, wenn gerade irgendwas z. B. nicht mehr nakkert sein durfte, ein Symbol "falsch" wurde usw.

    Es wurde zensiert und Autoren verfolgt und bestraft nach Strich und Faden... Und was hat es genützt?

    Also kommen wir auch ein wenig in die Gelassenheit: Das ist nichts Neues und nichts, was uns fertig machen kann.

    Viele freundliche Grüße

    azur


    * warum soviel Kinder auf darth vader stehen, der ja ein übler Böseicht ist. Wir haben das Thema derzeit hier viel. "Destarwors" ist in unserer Kita mode.

    Meine inzwischen erwachsenen Söhne fragen sich übrigens selbst, was diese ganzen Gewaltdarstellungen in Spielen und Filmen mit uns machen.

    ** Hab mal als Dozent gesagt: "Da darf man sich nicht zickig haben". Nur mit Drohungen von Unterlassungsklagen haben ich einem Flächenbrand und einem Auftragsverlust begegnen können: Man nannte mich(!) "frauenfeindlich".

    *** und am Ende darf man bestimmte Dinge nicht mehr besprechen und erforschen: Klimaerwärmung, EU usw.?

    PS: Selbst Charli Chaplin Filme durften erst Jahrzehte später in der BRD und den U oder VSA laufen!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Chaplin

    "1957 verarbeitete Chaplin in der Satire Ein König in New York (A King in New York) die bitteren Erfahrungen, die er im Umgang mit den USA gemacht hatte. In diesem Film prangerte er zugleich auch den frühen Obskurantismus in den USA an. Chaplin dazu: „America is so terribly grim in spite of all that material prosperity.“

    "Der Film ist Chaplins Abrechnung mit der McCarthy-Ära in den USA der 50er Jahre. Er selbst wurde während des Kalten Krieges als Kommunist bezichtigt, ihm wurde deshalb 1952 die Wiedereinreise in die USA verwehrt. Chaplin produzierte diesen Film in England.

    Die Uraufführung in den Vereinigten Staaten fand erst 1973 statt, in der Bundesrepublik Deutschland sogar erst 1976."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_K%C3%B6nig_in_New_York#Kontext

    Und das ist nur EIN Beispiel.

    Nur Recht: Freiheit!!!

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    dottore

    23.01.2013, 15:59

    @ sensortimecom
     

    Die Hagia Sophia ist ein ursprünglich

    Hi sensortimecom,

    byzantinisches (christliches) Bauwerk und wurde im 15. Jh. von den Muslimen erobert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Sophia

    Volksverhetzungs-Anzeigen

    > http://derstandard.at/1358304400783/Lego-droht-Anzeige-wegen-Volksverhetzung

    sind ganz lächerlich. Genausogut könnten sich die Bären durch Darstellung als Teddybären herabgesetzt fühlen. Oder die Kaukasier durch die Bezeichnung "Bleichgesichter" oder die Indianer durch die als "Rothäute". PC ist wohl ein Beschäftigungsprogramm für Halbidioten. Gruß - d.

    Plutarch

    E-Mail

    23.01.2013, 20:55

    @ dottore
     

    recht ham' se

    > PC ist wohl ein Beschäftigungsprogramm für Halbidioten *)

    Ja das denke ich mir auch immer wenn ich so einen, pardon, Schmarrn lese.

    ---
    *) = SozialpädagogInnen mit 15+ Semestern.

    Leserzuschrift

    23.01.2013, 20:27

    @ Gaby
     

    Zum Thema PC hatte Diogenes2000 im Jahr 2009 schon einmal Beiträge verfasst

    Hallo Forum,

    ich wollte nur kurz darauf hinweisen, dass "Diogenes2000" das Thema PC im Jahr 2009 schon einmal näher betrachtet hat.

    Hier die Links zu den Beiträgen:

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=87162&page=0&category=0&order=last_answer

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=87484&page=0&order=time&descas

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=87719


    Davon abgesehen vielen Dank an stokk, dottore, Elli und alle weiteren für eure hilfreichen Beiträge zum Thema Aktien, technische Analyse, Elliottwellen usw. ...

    Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von euch lernen zu dürfen.


    Viele Grüße von einem täglichen Leser des Forums

    Arvid

    E-Mail

    24.01.2013, 15:47

    @ Gaby
     

    PC oder warum ich mich lieber selber wasche ...

    Political Correctness - einige Gedanken zur Sprache und Funktion

    I) Zweck der Sprache
    Die Sprache soll Inhalte möglichst prägnant, effizient, redundanzfrei und allgemein verständlich darstellen / darstellbar machen.

    Um erlernbar und universell zu sein, bedient sich sich Regeln der Gestaltung ihrer selbst. Diese Regeln betreffen nur in ganz wenigen Fällen die transportieren Inhalte, sondern den Transportmodus (wer äußert sich wann über wen zu welcher Zeit in welcher Form; z. B:).

    Dies als extrem kurzer Versuch die Funktion der Sprache allgemein darzustellen.

    II) Sprache als nicht neutrales Instrument der Kommunikation
    Sprache kann per se nicht neutral sein, da sie aus der Sicht eines Sprechers genutzt wird.

    Es ist auch nicht wünschenswert, dass die Sprache neutral sei, denn der Standpunkt des Sprechers birgt interessante Zusatzinformationen und Konotationen.

    Jede Sprache ist egal in welcher Form, interessengeleitet konstruiert und wird auch so verwendet.

    III) Sprache als Machtinstrument
    Die Sprache (vor allem die gedachte) ist ein Instrument zur Sektion der Realität, zur Konstruktion von Phantasien und vor Allem zur Konstruktion der Wahrheit.

    Habe ich nun Macht über die Sprache, die Dritte verwenden, habe ich auch Macht über ihre Gedankenwelt und dass, was zu Denken ihnen möglich ist. Siehe dazu sehr ausführlich und lesenwert den Anhang über Newspeak in "1984" von George Orwell.

    IV) PC als Vergewaltigung der Sprachnutzer
    "Politisch korrekte" Formulierungen nutzen zu müssen, bei Androhung gesellschaftlichen Zwanges, stellt eine Vergewaltigung des Sprachnutzers dar. Umgekehrt behaupten Personen, die nicht politisch korrekt angesprochen werden, sie würden vergewaltigt.

    Dem ist in beiden Fällen zuzustimmen. Wenn ich ich einen Afro-Europäer "Nigger" nenne, dan hat er wohl das Recht, sich verletzt zu fühlen oder sogar angegriffen. Dabei ist es immer nur ein Ausschnitt der Realität, der Eingang in das Wörterbuch der Bessermenschen findet. Jederzeit und überall wird von "Amerikanern" gesprochen, wenn tatsächlich Bürger der USA gemeint sind. Ich selber stamme aus Uruguay, bin also und fühle mich als "Amerikaner", ohne aber auch nur gedanklich ein Gringo oder Yankee zu sein.

    Mein Umgang mit PC ist folgendermaßen:
    a) Ich stelle durch meinen Alltag in meinem Freundes- und Kollegenkreis sicher, dass man mir abnimmt kein Rassist zu sein. Bin ich auch nicht.
    b) Artikuliere ich mich schriftlich, so stelle ich in einer Fußnote / Anmerkung sicher, dass jeder versteht, dass Leiter zum Beispiel LeiterInnen mit einschließt und ich aus Gründen der Ästhetik und Widerstandes gegen geistige Gleichschaltung keinerlei Binnenmajuskel zum Einsatz kommen.
    c) Ich lege dem Leser / Zuhörer nahe, die jeweils günstigste Form der Interpretation zu wählen, denn interpretieren muss ein Kommunikationspartner ohnehin.

    Damit bin ich in meiner freiberuflichen Tätigkeit bisher reichlich gut durchgekommen, von zwei Fällen karrieregeilen Feminismusgetues abgesehen.

    Wie geht ihr damit um?

    PS.: Geschrieben mit reichlich Fieber in Folge einer Erkältung, Schreibfehler (mehr als sonst) sind garantiert.

    ---
    "Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." - George Orwell

    Arvid

    nemo

    24.01.2013, 18:21
    (editiert von nemo, 24.01.2013, 18:32)

    @ Arvid
     

    PC und Neusprech

    Political Correctness, die sich in einer Kunstsprache ausdrückt, ist ja nur die Form,
    die äußere Hülle. Dahinter stehen Inhalte, also Gedanken.

    Es geht längst nicht mehr um die Form, sondern um die Inhalte. Sehr schön
    zu sehen bei der Sprachverwirrung um Ausländer, nein Gastarbeiter, nein
    Fremdarbeiter, nein Asylanten, nein Migranten, nein Deutsche mit
    Migrationshintergründ. Jetzt hamas. [[zwinker]]

    Obwohl das ja teilweise keine Deutschen sind, weil sie nicht die deutsche
    Staatsbürgerschaft haben. Also doch Ausländer.

    Aber das Wort Ausländer, das eigentlich genau den Sachverhalt wiedergibt,
    um den es geht, ist politisch nicht gewollt. Unsere Integrationsbeauftragtinnen
    haben Angst, dass dieses Wort die Integration behindern und die ähm...
    Ausländer diskriminieren könnte.

    Wenn man sich jedoch des politischen Neusprech verweigert, ist man was?
    Ja genau ausländerfeindlich. [[zwinker]]

    PC ist also wirklich nur was für Halbidioten. Wenn Sprache von Politikern
    bestimmt wird, dann ist es das Zeichen dafür, dass es mit der
    Kultur den Bach runter geht.

    Gruß
    nemo

    ---
    »Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.«
    Friedrich Nietzsche

    azur

    E-Mail

    24.01.2013, 23:24
    (editiert von azur, 24.01.2013, 23:42)

    @ Arvid
     

    Umgang mit PC - Sag niemals Torte, wenn du Mädchen meinst... Schick die Sorte Worte ins Vokabelheim (@dottore)

    Hallo Avid,

    zunächst alles Gute und schnelle Genesung. Besonderen Dank also für diesen interessanten Text!

    Ja, Sprache ist ein gemeinschaftliches und gesellschaftliches Konstrukt, unterliegt Veränderungen und verschieden starker Beeinflussung.

    Sie kann benutzt werden, wie ein Schwert. Sie kann erklären und sie kann verletzen. Sie kann viel über den Verwender verraten (siehe aber Dunkelmännerbriefe) und sie unterliegt Abstimmungen unter ein ander.

    Habe auch Abscheu vor Versuchen, gewaltsam Begrifflichkeiten zu schaffen oder zu unterdrücken, und Reden und Denken zu behindern.

    Auf der anderen Seite doch zwei Dinge, die sich auf den interessanten praktischen Aspekt beziehen, den Du dann auch noch - nach dem hervorrageden Text - bringst.

    Denn zwei Dinge sollten wir ja nicht außer Acht lassen, bei allem Abscheu, der leicht reizt.

    1.) natürlich vermeide ich andere zu verletzen, in dem ich sie so benenne, wie es sie verletzt. Das fordert doch eine gute Kommunikation. Würde Ausländer nie Kanacken nennen und ärgere mich, wenn Deutsche Kartoffel genannt werden.

    Dabei ändern sich auch Begriffe. Etliche nennen sich selbst Nigga (andere rennen verständlicherweise vom Platz, wenn es zu derb wird mit Vorwürfen, an Dingen, die man nicht ändern kann). Schwule nennen sich heute so, was lange ein Schimpfwort war. Nun ist "schwul" schon wieder ein Adjektiv, dass so eine Art Verweichlichung bedeutet...

    2.) wie relevant ist es denn die Sache?

    Verhalte mich da nicht viel anders, als Du und bin auch gespannt, über weitere Vorgehensweisen zu erfahren:

    > Mein Umgang mit PC ist folgendermaßen:
    > a) Ich stelle durch meinen Alltag in meinem Freundes- und Kollegenkreis
    > sicher, dass man mir abnimmt kein Rassist zu sein. Bin ich auch nicht.
    > b) Artikuliere ich mich schriftlich, so stelle ich in einer Fußnote /
    > Anmerkung sicher, dass jeder versteht, dass Leiter zum Beispiel LeiterInnen
    > mit einschließt und ich aus Gründen der Ästhetik und Widerstandes gegen
    > geistige Gleichschaltung keinerlei Binnenmajuskel zum Einsatz kommen.
    > c) Ich lege dem Leser / Zuhörer nahe, die jeweils günstigste Form der
    > Interpretation zu wählen, denn interpretieren muss ein
    > Kommunikationspartner ohnehin.
    >
    > Damit bin ich in meiner freiberuflichen Tätigkeit bisher reichlich gut
    > durchgekommen, von zwei Fällen karrieregeilen Feminismusgetues abgesehen.
    >
    > Wie geht ihr damit um?

    Ja, wie oft und wo pressiert Dich und uns denn die PC?

    Wie relevant ist es?

    Ob "Nullwachstum" oder anderer Schwachsinn - es wird immer vorkommen, dass welche versuchen, einem ein X für ein U vorzumachen.

    Aber wo haben die Feministinnen Dich und meine Umgebung in der Mache? Sprachkritiken interessieren mich schon immer, und ich habe mir auch deren genau angesehen. Aber mache was ich will.

    Der springende Punkt ist doch:
    Welche Wörter darf man denn nicht verwenden?


    Wer darf das bestimmen und durchsetzen?

    Die relativ genaue Grenze setzt die Rechtsprechung zur Berleidigung.

    Und sonst? Da können z. B. "die" Feministinnen doch machen, was sie wollen.

    Wer verlangt, dass ich Bejing, statt Peking sage, darf mir das doch sagen. Was ich mache ist meine Sache.

    Finde mit etwas Selbstbewusstsein, ist man schon gewappnet.


    Und dieses Selbstbewusstsein ist doch nicht verkehrt.

    Auch viele andere Verwender werden die Begrifflichkeiten meiden, weil sie Probleme vermeiden wollen (t. w. ist das normal, t. w. innere Zensur).

    Also, welche Wörter wollen wir, dass man uns verwenden lässt?


    Die leider längst dahingegangene, geniale Berliner Kabarett-Combo, die noch dazu einen sehr, sehr feinen Jazz in Stil der 30er, 40er spielte (und sich so kleidete), hat etwas Kluges bemerkt:

    Viel Freude dabei:

    Sag niemals Torte, wenn du Mädchen meinst
    (Ekki Busch Terzett)
    Hören:
    http://www.myspace.com/music/player?sid=58383836&ac=now

    Sag niemals Torte, wenn du Mädchen meinst
    Das kommt so gut wie nie gut an
    Sag niemals Torte, denn sonst kriegst du keins
    Und bist selbst Schuld daran
    Schick die Sorte Worte ins Vokabelheim
    Weil sie dich sprachlich isolieren
    Schweig in schönen Stunden
    Und belass es beim
    Zuhause ausprobieren

    Du musst dich entscheiden
    Zwischen Liebe und Humor
    Du hättst gern von beiden
    Doch davor stellt,
    Das sag ich dir,
    Der Teufel die Manier.

    Sag niemals Torte, wenn du Mädchen meinst
    Das klingt gewöhnlich und gemein
    Öffne deine Pforte und dann merk dir eins
    Nur so kommt Glück herein.

    Wart nicht solange bis dein Mädchen weint
    Wem willst du damit imponiern?
    Sag auch niemals Schrippe,
    Wenn du Brötchen meinst.
    Ein Wort kann viel zerstörn.

    Wozu willst du leiden?
    Wozu Trübsaal und Verdruss?
    Mach so weiter
    Es sei denn
    Du weißt, was vor dem ersten Kuss
    Der Mensch vor allen Dingen leisten mu-hu-hu-hu-hus…
    Schöne Worte stehn an Anfang
    Und am Schluss.

    http://www.myspace.com/ekkibuschterzett/music/songs/sag-niemals-torte-wenn-du-m-dchen-meinst-58383836
    http://www.welt.de/print-welt/article444549/Sag-niemals-Torte-wenn-du-Maedchen-meinst.html
    http://www.cosmopolitan.de/lifestyle/kultur/a-20379/ekki-busch-terzett.html
    http://www.musik-sammler.de/media/672973

    Also Kopf hoch!

    Man muss sich doch nicht kleiner machen, als man ist.

    Viele freundliche Grüße

    azur


    Noch einmal alles, alles Gute:

    > PS.: Geschrieben mit reichlich Fieber in Folge einer Erkältung,
    > Schreibfehler (mehr als sonst) sind garantiert.

    @dottore, mit ganz herzlichen Grüßen, natürlich interessiert mich, welche Wörter sie heute nicht mehr benutzen würden und warum. Und für welche wir kämpfen müssten.

    (Als Redakteur muss man ja da auch durch Einiges durch)

    Als Bonus, für Ihre Clubnummer neulich:
    Laserkraft 3D - Nein Mann

    ich will noch nicht gehen
    ich will noch ein bisschen tanzen

    lyrics - und auch schön davon erzählt

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    dottore

    25.01.2013, 09:28

    @ azur
     

    @azur

    Hi,

    ich lasse alle Texte von der Sekretärin gegenlesen und wenn sie ein Wort nicht versteht, entscheidet der Korrektor (hält sich streng an den Duden). Bei PC-kritischen Wörtern kommt das "unschöne" Wort hinter dem anderen in Klammern, z.B. "Schwarzafrikaner (Neger)", was die PC-ler matt setzt. Bei Ortsnamen und so bleibt es bei der deutschen Schreibweise, also Mailand, Breslau. Gruß - d.

    Chrysostomos

    31.01.2013, 23:46
    (editiert von Chrysostomos, 31.01.2013, 23:57)

    @ dottore
     

    Von Sprache, Schach und Vokabeln

    Oder von Raum, Zeit und Bewegung, bevor ich die Welt nicht mehr verstehe.[[sauer]]

    > ich lasse alle Texte von der Sekretärin gegenlesen und wenn sie ein Wort
    > nicht versteht, entscheidet der Korrektor (hält sich streng an den Duden).

    Der Duden ist nicht aktuell.
    http://www.duden.de/rechtschreibung/Dottore




    Lieber Dottore,

    der alte Konrad Duden (1829-1911) wird laufend geändert, neuester Bubenstreich war die letzte „Reform“.

    Ich möchte hier nur Überlegungen in den Raum stellen.
    Dieser Beitrag richtet sich auch an @Silke.
    Weil, U.A., bei Ihnen beiden bin ich überzeugt, dass Sie auch über sehr gute schachspielerische Fähigkeiten verfügen.

    Es gab oder gibt einen Peter Norton.
    Eine seiner Spezialitäten war, die Missstände von Microsoft-Produkten aufzudecken.

    Ich denke da an die legendären Norton Utilities, welche dem Nutzer gestatteten, mit einfachen Mitteln weit unter der Oberfläche des Betriebssystems zu operieren.

    Aber am bekanntesten ist der Norton Commander.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Norton_Commander

    Was das Interessante dabei ist:
    Peter Norton legte eine Verzeichnisstruktur, den Zeitpunkt der Erstellung/Änderung und Größe der Datei als erforderlich und bezüglich Gesamtbetrachtung fest.
    Man kann also bezüglich einer Datei außer dem Namen, der Größe der Datei auch das Erstellungs/Änderungsdatum ersehen.

    Genau das ist meiner Überzeugung nach auch notwendig, um „Sprache“ aktuell einzuschätzen, insbesondere anhand der Vokabeln.
    Ein heute geschriebener Satz hat manchmal eine ganz andere Bedeutung, als wenn er vor 50 Jahren geschrieben worden wäre.
    Über zukünftige Bedeutung kann man bestenfalls spekulieren (Spekulation heißt meiner Meinung nach, mangelndes Wissen durch Hoffnung zu ersetzen...).

    Was heute gut ist kann, gestern oder übermorgen schlecht oder noch besser sein.
    Von daher immer den Zeitpunkt nicht vergessen.
    Wobei, was nicht unbedingt nachrangig ist:

    Erstellungsdatum ist O.K., aber bei Änderungsdatum sollte Datum, vorheriger Wortlaut, jetziger Wortlaut und Begründung der Änderung enthalten sein.
    Nebenbei betrachtet, der Mitschnitt von Beiträgen nutzt meist den Gesetzgebern.
    In D. ist es noch nicht so bekannt, aber in den USA dürfen Personalchefs in einer Datei regelmäßig abspeichern, was die Sekretärin so tut.
    So kann der Chef mitbekommen, wie viele Tippfehler sie gemacht hat, wann sie die Tippfehler entdeckt hat und wann sie diese korrigiert hat.
    Vielleicht kann sich ja .zip mal dazu äußern:

    http://office.microsoft.com/de-de/word-help/aktivieren-oder-deaktivieren-der-anderungsprotokollierung-HA001218995.aspx

    (Was mir dazu aufgefallen ist, dass gewisse Dateien nach Korrekturen immer größer werden. Obwohl Inhalte von mir gelöscht wurden.)
    Speziell bezüglich des von Dir (.zip) erwähnten Link
    http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE90N04G20130124

    möchte ich nur sachlich feststellen:
    Das Brüderle ist, soweit ich es erkennen kann, anerkanntes Mitglied einer Geheimgesellschaft.
    Ein wahrer Bruder.

    Was in den Medien so net richtig durchkommt:

    http://www.abendblatt.de/hamburg/article109428952/Schirmherr-Ole-von-Beust-lobt-Freimaurerei-in-Deutschland.html

    Nun ja, Bilderberger Olaf Scholz regiert ja jetzt Hamburg.
    (..zip, mußt Dir folgenden Link nicht reinziehen, aber ich will ihn nicht unerwähnt lassen:
    http://www.ungeheuerliches.de/?p=19785)

    Von der Rangfolge her wäre folgender Link für Dich (@.zip)interessanter:

    http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2925-die-kunst-und-der-herr-bruederle-achtung-satire.html





    Ich meine, damit macht man gewisse Fragen gerichtsfest.

    Um Ihnen ein Beispiel zu geben:

    Im Jahre 1971 stellte jemand eine hochkante Variante der Rochade in den Raum.
    1972 wettete ein Großmeister der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Vertretung der deutschen Liga, dass er aus der Stellung heraus in 2 Zügen die deutsche Mannschaft matt setzt und selbst die gegnerische Nationalmannschaft nicht in der Lage wäre, die Aufgabe zu lösen.
    Die gesetzlichen Grundlagen wurden von den „Gesetzeshütern“ des Schach, der FIDE, nach Überlegung geändert.

    „…wurden die FIDE-Regeln bezüglich der Rochade geändert, um künftig jede Unklarheit zu vermeiden…
    Quelle:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pam-Krabb%C3%A9-Rochade

    !
    !
    !

    Richtig, die gesetzlichen Grundlagen für die Vergangenheit wurden nicht geändert.
    Jedoch für die Zukunft. (Vertrauensschutz)

    Falls ich mich zu weit aus dem Fenster lehne,
    prophylaktisch Zitat von dottore :

    "Nur Spekulazije! (oT)
    verfasst von dottore, 29.01.2013, 17:42"




    Hochachtungsvoll und mit höchstem Respekt einschließlich Dankbarkeit
    Chrysostomos

    zip

    25.01.2013, 01:14

    @ Gaby
     

    Erziehungsopfer Brüderle – ein Flirt an der Bar und die phösen Folgen

    Hier sehr gut bei Reuters zusammen gefasst:

    http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE90N04G20130124

    Ich frage mich unwillkürlich, woher die Haare kommen, an denen so etwas herbei gezerrt wird? Wer sind die Spin-Doktoren im Hintergrund, die so etwas aus der Schublade ziehen?

    Kopfschüttelnd, der

    ---
    .zip

    azur

    E-Mail

    25.01.2013, 01:50
    (editiert von azur, 25.01.2013, 02:04)

    @ zip
     

    Aber hey - der alte Filou steht doch gut da!

    Hallo zip,

    der Tenor des Artikels ist aber doch pro Brüderle.

    Erst denkt man: Was für ein dämlicher Anwurf. Dann wird das verfestigt. Und der alte Wonneproppen steht wie das Opfer einer dummen Intrige da.

    FDP-Oberindianer wird ohnenhin wohl jemand anders werden wollen. Wenn nicht Bambi, dann Guido.

    Brüdele: Wenn der den Stress wirklich gewollt hätte, hätte er sich von Fipsi (so nennt den immer der Raab, der viele erreicht) nicht so an der Nase herum führen lassen. Dann hätte Machtinstikt gesiegt. Und er hätte den Rössler nicht unterschätzt, sondern alle Eventualitäten berücksichtigt.

    Von Fipsi* gibt es seit dem Jahreswechsel hellhäutigere Fotos in den Medien (nennt sich neue Pressfotos - mehr kann ich hier nicht sagen). Der weiß, dass er jetzt nur noch um sein Image kämpfen kann.

    Eigentlich stehen beide Comicfiguren der FDP anderen im Wege. Dieser kalauernde Bauchredner (oh Mann, was hat der gedacht) ebenso, wie der kalauernde Undertaker.

    Viele freundliche Grüße

    azur


    * Apropos PC: der wird im Kabarett gern auf seine asiatische Seite angesprochen: Frühlingsrolle usw. Und zwar von etlichen sehr prominenten Witzbolden. Viel Aufschrei gibt es da nirgends.

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    neptun

    25.01.2013, 05:49

    @ Gaby
     

    PC ist völliger Schwachsinn angesichts der gelebten Mißachtung von "Factual Correctness" ...

    Hi Gabi und alle anderen (habe den gesamten Faden bis zu diesem Zeitpunkt gelesen),

    ... auch durch Politiker, wie man sie in den letzten etwa zehn Jahren immer wieder beobachten konnte:

    Z. B. die Verwendung von "Quantensprung", wenn ein großer Entwicklungssprung gemeint war, obwohl doch ein Quantensprung mit zum dem kleinsten gehört, was heute denkbar ist. Oder "Lichtjahre", wenn ein Zeitraum gemeint war, also etwa "von einer solchen Entwicklungsstufe sind wir noch Lichtjahre entfernt", obwohl ein Lichtjahr kein Zeitmaß ist, sondern eine Entfernung angibt.

    Angesichts solch sträflichen (und dennoch nicht bestraften) Fehlgebrauches der Sprache erhält dieser Zinnober um die PC noch einmal mehr den Anstrich von Terrorisierung nach Orwellschem Muster.

    LG neptun

    ---
    Weil es gerade wieder besonders aktuell ist:
    "Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
    kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

    Ankawor

    E-Mail

    Pirmasens,
    31.01.2013, 09:58

    @ Gaby
     

    Neusprech nun auch in Australien, von oben verordnet

    Ein Haiangriff soll nicht mehr als solcher benannt werden, da irreführend. Stattdessen sollen wir sagen Haibegegnung, maximal Haibiss.

    (Der macht nix, der will nur spielen)

    Haiangriff ist nichtssagend, sagt der Wissenschaftler der Uni. Der Vorschlag, nicht mehr von Haiangriffen zu reden, wird an AP gegeben.

    200 geschichtliche Berichte über Haiangriffe sollen entsprechend "angepasst" werden.

    Der Behördenmitarbeiter nickt gehorsam und wird die 100 Jahre alten Geschichtsbücher entsprechend "anpassen".

    Nicht weiter wichtig für euch in Deutschland, aber wie ich finde, wieder ein schönes Beispiel für verordnete NoNo-Wörter, und wer in zehn Jahren auf einer Stehparty das Wort "Haiangriff" fallen lässt, wird wahrscheinlich plötzlich ganz allein dort stehen.

    ---
    Deutschland ist, wie es ist, weil dort Deutsche leben.
    Afrika ist, wie es ist, weil dort Afrikaner leben.
    Wie wird Deutschland sein, wenn dort Afrikaner leben?

Wandere aus, solange es noch geht.


CoinInvest – Ihr Edelmetallhändler










476266 Postings in 56273 Threads, 953 registrierte Benutzer, 0 User online ( reg., Gaeste)

Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik und Gesellschaft - und ein wenig »alles andere«) | Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz