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ZITAT »Es wird die Rechtssicherheit sein, die an allen Ecken und Enden wegbröckeln wird.«

    Geldseite

    26.04.2012, 09:21
     

    Der Philosoph Miura Baien zum Geldsystem - Geldgeschichte - 9/11

    Der Text ist von Bernard A. Lietaer, ehemaliger Chef der Nationalbank Belgiens.
    Lietaer schwebt im übrigen eine einheitliche ressourcengedeckte Weltwährung namens Terra vor, die um kleine lokale Notgelder ergänzt werden. Um die Agenda der Welteinheitswährung zu pushen, unterstützte er den Regiogeldverband, der die wachsenden geldsystemkritischen Stimmen erfolgreich in eurogedeckte Regiogeldinitiativen neutralisierte.
    http://geldseite.wordpress.com/2012/04/26/der-philosoph-miura-baien-zum-geldsystem/

    Zum 9/11 Event aus künstlerischer Sicht hier Folge 2
    http://geldseite.wordpress.com/2012/04/22/911-und-die-schauspieler-augenzeugen/

    Karl Walkers "Geld in der Geschichte" Folge 2
    http://geldseite.wordpress.com/category/geldgeschichte/geldgeschichte-2-zur-geldwirtschaft-der-romer/

    MausS

    E-Mail

    Irgendwo in Sachsen,
    26.04.2012, 10:13

    @ Geldseite
     

    Wie propagiert man seine "Freigeld"-Initiative?

    ganz einfach, mit der "Kuckuck-Methode" - "Rheingold" macht es uns vor:

    Man nistet sich in einem anderen Forum mit großer Reichweite ein, legt dort fast täglich kurze Erstbeiträge zu "Irgendwas über Geld" (egal was) ab [[sauer]]
    und verlinkt in diesen auf eine eigens dafür ins Leben gerufene Seite mit einem Sammelsurium von Fremdartikeln und Beiträgen zum Thema Geld,
    und von dort besteht dann - oh welch Wunder! - eine direkte Verlinkung zur eigentlichen eigenen Homepage!

    Und so sieht das dann praktisch aus:

    > Der Text ist von Bernard A. Lietaer, ehemaliger Chef der Nationalbank
    > Belgiens.
    > Lietaer schwebt im übrigen eine einheitliche ressourcengedeckte
    > Weltwährung namens Terra vor, die um kleine lokale Notgelder ergänzt
    > werden. Um die Agenda der Welteinheitswährung zu pushen, unterstützte er
    > den Regiogeldverband, der die wachsenden geldsystemkritischen Stimmen
    > erfolgreich in eurogedeckte Regiogeldinitiativen neutralisierte.
    > http://geldseite.wordpress.com/2012/04/26/der-philosoph-miura-baien-zum-geldsystem/
    >
    > Zum 9/11 Event aus künstlerischer Sicht hier Folge 2
    > http://geldseite.wordpress.com/2012/04/22/911-und-die-schauspieler-augenzeugen/
    >
    > Karl Walkers "Geld in der Geschichte" Folge 2
    > http://geldseite.wordpress.com/category/geldgeschichte/geldgeschichte-2-zur-geldwirtschaft-der-romer/

    Eine einfache, alte, und doch wirkungsvolle Masche.

    Merkt das keiner?

    Fragt sich, staunend,

    MausS

    ---
    PS: Im Übrigen enthält dieser Beitrag keine "Weltformel", er soll es nicht und er erhebt in keiner Weise den Anspruch darauf!
    Vereinfachungen, Verallgemeinerungen und Irrtümer sind also "inklusive"!

    bude

    26.04.2012, 10:21

    @ MausS
     

    Zum Glück bin ich nicht der einzige

    Ich wundere mich schon die ganze Zeit. Jeden Morgen ein Posting mit Verlinkung. Keiner sagt was??

    Peak Geldseite...

    azur

    E-Mail

    26.04.2012, 11:42
    (editiert von Hausmeister, 26.04.2012, 13:33)

    @ bude
     

    Was stört Dich denn genau daran?

    (Habe den wirren "Betreff" entfernt und einen verständlichen - und kurzen - eingefügt. HM)

    Hallo Bude,

    Es ist doch etlich Interessantes dabei und wird auch so angenommen.

    Geld ist eines der Hauptthemen hier. Geldseite bringt eine Menge Aspekte, die die Sache meist mehr als illustrieren.

    Rheingold war hier auch schon oft Thema (Suchfunktion). Verlinkungen zu thematisch verbundenen Seiten (die stellenweise auch Banner tragen) gibt es auch weitere.

    Geldseite geht es doch aber nicht vordringlich um Regiogeld und das Projekt von ihm und anderen des Projektes (immerhin versuchen die etwas**). Die Themen, die er hier bringt, sind weder thematisch noch inhaltlich so angelegt.

    Wen es nicht interessiert, der kann doch vorbeilesen.

    Kannst Du das nicht zumindest einfach tolerieren?

    Viele Grüße in die Schweiz. Harald Schmidt zitiert gestern Umfragen, nach denen die Schweizer finden, es würden zu viele Dütsche dort sein. Und fügt das würden auch viele in z. B. Köln-Mülheim (lt. Wiki - ein Zentrum türkischen Geschäftstreibens) so sehen.*

    Soviel zu Toleranzen...

    Wundere mich ein wenig, was Dich stört bzw. zu Deinem Post antreibt.

    Da kommt einer und bringt viel zur Geschichte und zum Gegenstand von Geld... So what?

    Was bringst Du denn?

    Herzliche Grüße

    azur


    * Bei Schmidt geht es gestern auch über eingewanderte Tierarten (die seit ca. 50 Jahren sich verbreitende türkische Taube) und Hitlers "Mein Krampf". So einer ist das also!

    ** also reden nicht nur [[freude]]: apropos Rheingold http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=234011

    Edit: Und die Schweiz macht es vor, wie es auch anders geht: seit über 75 Jahren!


    http://de.wikipedia.org/wiki/WIR_Bank

    Und hier (von 2005!) http://www.swissinfo.ch/ger/Schweizer_Parallelwaehrung_WIR_70-jaehrig.html?cid=4363664

    Schweizer Parallelwährung WIR
    Die WIR Bank in Basel verwaltet das WIR-Geld ähnlich wie eine Zentralbank.

    Als Antwort auf die Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre geschaffen, hat sich WIR als Schweizer Parallelwährung während 70 Jahren gehalten.

    Heute verhilft sie über 60'000 kleinen und mittleren Unternehmen zu günstigen Krediten, während diese gleichzeitig ihre Kundschaft ausbauen können..."

    ---
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    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    bude

    26.04.2012, 15:34

    @ azur
     

    Du machst daraus zu viel

    Hallo Azur,
    >
    > Es ist doch etlich Interessantes dabei und wird auch so angenommen.

    Das bezweifle ich ja nichtmal. Ich hatte das Gefühl, dass schon in der Vergangenheit Leute, die hier nur links zu Ihren Blogs posten, etwas gestutzt wurden. Und das finde ich ok. Nur darum geht es - gleiches Recht für alle.

    > Geld ist eines der Hauptthemen hier. Geldseite bringt eine Menge Aspekte,
    > die die Sache meist mehr als illustrieren.
    >
    > Rheingold war hier auch schon oft Thema (Suchfunktion). Verlinkungen zu
    > thematisch verbundenen Seiten (die stellenweise auch Banner tragen) gibt es
    > auch weitere.
    >
    > Geldseite geht es doch aber nicht vordringlich um Regiogeld und das
    > Projekt von ihm und anderen des Projektes (immerhin versuchen die etwas**).
    > Die Themen, die er hier bringt, sind weder thematisch noch inhaltlich so
    > angelegt.

    Ja, und? Dann soll er es hier reinstellen...

    > Wen es nicht interessiert, der kann doch vorbeilesen.
    >
    > Kannst Du das nicht zumindest einfach tolerieren?

    Natürlich kann ich das. Man muss hier im Forum viel tolerieren. Jeder muss das. Ist mir zu pathetisch.

    > Viele Grüße in die Schweiz. Harald Schmidt zitiert gestern Umfragen,
    > nach denen die Schweizer finden, es würden zu viele Dütsche dort sein.
    > Und fügt das würden auch viele in z. B. Köln-Mülheim (lt. Wiki - ein
    > Zentrum türkischen Geschäftstreibens) so sehen.*

    Ja, so was gibt es. Meine Patienten sind froh, dass ich da bin. Meine schweizer Frau auch.

    > Soviel zu Toleranzen...

    Genau.

    > Wundere mich ein wenig, was Dich stört bzw. zu Deinem Post antreibt.

    Anderen wurde das verboten. Soll er die Texte hier einstellen, dann ist es doch ok.

    > Da kommt einer und bringt viel zur Geschichte und zum Gegenstand von
    > Geld... So what?

    Nix. s.o.

    > Was bringst Du denn?

    Keine Megapostings mit 2x PS, PPS, PPPS z.B. Keine herausgezogenen NAchrichten des Tages. Berliner Zeitung kann man ja alleine lesen... Oder Tagesschau.

    Soweit ich weiss, gibt es hier keine Bring-Schuld im Forum. Bei konkreten Fragen bin ich gern dabei, in meinem Fachgebiet. Am Ende wissen es ja eh die Meisten besser, daher erübrigt sich das oft.

    Herzlich nach Berlin, wie weit seid ihr? Wie lange noch?

    Bei uns noch 7 Wochen.

    Gruss,

    Jacob

    azur

    E-Mail

    27.04.2012, 14:55
    (editiert von azur, 27.04.2012, 14:59)

    @ azur
     

    @HM Verwirrend? @Orlando @Bude

    > (Habe den wirren "Betreff" entfernt und einen verständlichen
    > - und kurzen - eingefügt. HM)

    Hallo verwirrend ist es in gewisser Weise nun, geschätzter Hausmeister.

    Denn man weiß nicht, ob das Edit nötig war bzw. es sich wirklich unverständlich war. "Wirr" ist eine Wertung, die mancherlei suggerieren kann.

    Davor bestand der Betreff (der war es an sich, und nicht ein "Betreff") aus drei Teilen, die sich normalweise erschließen ließen.

    1) "Ach Du Armer :)" als Gag (das geht doch sonst auch durch),

    2) das nun (noch) Bestehende,

    und 3) der Hinweis auf das Edit hinsichtlich der Schweizer Parallelwährung.

    War das nötig? Auch nach einem Tag Überlegens, kann ich das nicht finden. Finde aber, dass solche Eingriffe nur stattfinden sollten, wenn es gar nicht anders geht.

    Die Sache selbst ist ja nun entschieden. Offenbar.

    Offenbar hat J. die Sache irgendwo übertrieben.

    Orlando hat recht: Unter den Gründern und Betreibern des Projektes sind lauter Namen von Leuten, die nicht ganz auf den Kopf gefallen sind und die fast durchgängig und zumeist höchstes Ansehen genießen.

    Es ist nicht irgend ein wirres Regio- oder Freigelddinges.

    Schade. Input kann zwar eben auch immer mal fehl gehen. Kritik ist jedenfalls definitiv schneller, als etwas Inhaltliches zu bringen.

    Im Zweifel würde ich als Forist eben mal was überlesen.

    Wirklich: Wenn es wirklich völlig sachfremd und/oder in der Form beleidigend etc.pp. gewesen wäre... Dann hätte ich es besser verstanden Jacob (der Du Dich ja nicht irgendwem angeschlossen hast - MausS ist ja, mit Verlaub und besten Grüßen, meist nur gut, um Unmut zu äußern - woanders würde man sagen: Runterzumachen). Toleranz wäre möglich gewesen - da bleib ich dabei.

    Wie auch immer: Allen eine glückliche Hand, ein schönes und hoffentlich langes Wochenende sowie einen schönen Feiertag.

    azur


    http://www.youtube.com/watch?v=ukIoN3ZmEac

    O wunderbares Glück!
    Denk doch einmal zurück:
    Was hilft mir mein Studieren
    viel Schulen absolvieren?
    Bin doch ein Sklav, ein Knecht.
    O Himmel ist das recht?

    ---
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    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    Geldseite

    26.04.2012, 10:35

    @ MausS
     

    Du bist gemein :-)

    Ja, es sind drei Banner auf der Seite geschaltet, mehr aber auch nicht. Zu Deiner Beruhigung: Ich sehe ja die Statistiken, das Interesse, darauf zu klicken, hält sich bei den Lesern in Grenzen, so um die 6 klicks pro Tag.

    Diese Initiative, von der Du sprichst, ist im übrigen keine Freigeld-Initiative und auch kein Regiogeld, sondern ein Konzept einer völlig neugedachten Geldschöpfung nach den Thesen von Heinsohn und Martin. So lehnen sowohl die Freiwirte wie die Regiogelder diese Initiative vehement ab, wie ich persönlich auch deren Thesen gerne kritisiere.
    (Zum Regiogeld-Kongress wurde RG sogar schriftlich ausgeladen)
    Das Konzept der geldseite ist nicht, ein bestimmtes Projekt zu promoten, sondern im feuilletonistischem Sinne das Wesen des Geldes aus Sicht von Künstlern, Literaten, Philosophen, Quantenphysikern, Filmemachern, Mystikern wie Jakob Böhme, Musikern usw zu narratieren.
    In keinem einzigen der Artikel wurde bislang RG erwähnt. Und das werde ich auch für die Zukunft so halten.


    > ganz einfach, mit der "Kuckuck-Methode" - "Rheingold" macht es uns vor:
    >

    tar

    Homepage

    Gehinnom,
    26.04.2012, 11:58
    (editiert von tar, 26.04.2012, 11:59)

    @ Geldseite
     

    Konzept einer völlig neugedachten Geldschöpfung nach Heinsohn und Martin?

    ???

    Gruß!

    ---
    Time is the school in which we learn,
    Time is the fire in which we burn.


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    LTC: Lanot2vkweGA3tJ8SSyN6JhmL1sK3JpzFo

    Nico

    E-Mail

    27.04.2012, 05:23
    (editiert von Nico, 27.04.2012, 05:58)

    @ tar
     

    Geld ohne Zins

    Hallo tar!

    Wenn ich auch deine Vorstellungen bezüglich des Eigentums als Systemmodul des Wirtschaftens als veraltet ansehe, so stimme ich dir in der von dir nun aufgeworfenen Frage eindeutig zu. „Geldseiten“ bezieht sich auf den Philosophen „Jean Gebser“, welcher auf der Geldseite dankenswerter weise behandelt wird; und welcher offenbar die menschliche Bewusstwerdung einer vierdimensionalen Realität voraussah, deren neuer Bestandteil die „Zeit“, die bereits wahrgenommenen drei Dimensionen ergänzt. Seine wohl schon sehr interessanten Einsichten werden hier aber scheinbar höchst bemerkenswert fehlgedeutet. Wehrend ein Gebser von einem „Debitismus“ seiner Zeit wohl noch nichts wissen konnte, glaubt man auf den Geldseiten nun, im Debitismus eine Gebserische Entsprechung zu finden. Dies auch richtiger weise; nur mit einer mit Gebser kaum zu vereinbarenden Schlussfolgerung. Hier glaubt man nämlich, dass der nun vierdimensional wahrnehmende neue Mensch, nun ein „Geld ohne Zins“ entwickeln würde(!). Welch lustige, einfältige, und natürlich auch typische Einschätzung! Wehrend der Zins im Debitismus als der zeitlichen Wirklichkeit Rechnung tragendes Element Anerkennung findet, so erscheint dieser der Geldseite weiterhin als böse, und des Überwindens würdig. Lieb hingegen ist das „Geld“ (wie anderen das Eigentum), welches diesen Bewusstseinssprung sicher überdauern werde. Dies sind freilich die Interpretationen von „Geldseite“, bei denen sich Gebser vermutlich im Grabe umdrehen würde. Wehrend also das, der nun neu entdeckten vierten (zeitlichen) Dimension entsprechende Element, der Zins also, fast schon schwachsinniger weise in die Vergangenheit verwiesen wird, so bleibt das diesem wiedersprechende statische Element „Geld“, als nicht Wegzudenkendes natürlich weiter erhalten.

    Wehrend ich mich auf ein Weiteres für den Hinweis auf Gebser bedanke, so bin ich mir sicher, dass er dem gegenteiliges – „den Zins ohne Geld“ – kommen sah; aber so weit sind wir Dreidimensionalisten eben noch nicht.

    Schöne Grüße

    ---
    ... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

    sensortimecom

    E-Mail

    27.04.2012, 10:11

    @ Nico
     

    Überwinden...

    .. könnte man das Zinsproblem nur dann, wenn der Mensch mindestens 10x länger zu leben hätte als derzeit... ;-)

    lowkatmai

    E-Mail

    27.04.2012, 10:47

    @ sensortimecom
     

    Zins > Endlichkeit des Menschen geschuldet

    Richtig.

    Problemlösung daher schwierig.

    Gruß


    l[[zwinker]]

    Zarathustra

    Helvetistan,
    27.04.2012, 11:08

    @ lowkatmai
     

    Nein, der Herrschaft geschuldet

    > Richtig.
    >
    > Problemlösung daher schwierig.
    >

    Ja, solange Herrschaft gewünscht ist von der 'Bevölkerung'.

    Grüsse, Zara

    ---
    "Der Versuch, den Staat zu rechtfertigen, hat möglicherweise schlimmere Folgen als der bis dahin zu beobachtende Staat selbst. (..) Den Staat weiterhin als "gerechtfertigt" anzusehen, bedeutet, den Samen für seine zukünftigen Verbrechen zu legen.“

    Phoenix5

    E-Mail

    28.04.2012, 17:19

    @ sensortimecom
     

    Interessante Sichtweise (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Ein Buch für Keinen:

    Leseprobe
    Kostenloses Kapitel "Debitismus"

    Chef

    E-Mail

    26.04.2012, 13:08

    @ MausS
     

    Doch, ich habe es auch gemerkt...

    > Merkt das keiner?

    ... und wollte gestern schon einschreiten, habe es aber wieder vergessen.
    Ab jetzt ist Schluss damit.
    (Bei facebook musste ich ihn als "Freund" ebenfalls wieder entfernen, weil er ein so sprudelnde Sendungsbewusstsein hat.)

    Orlando

    Homepage E-Mail

    27.04.2012, 09:54

    @ MausS
     

    Immerhin wird Heinsohn als Rheingold-Gründer geführt

    http://www.rheingoldregio.de/index.php?menu=31

    Wonderland

    28.04.2012, 08:16

    @ Orlando
     

    Obskures

    Hallo Orlando und andere,

    wenn ich auf den link gehe, ja, da findet sich etwas über Prof. Gunnar Heinsohn als "Gründungsvater" von Rheingold, allerdings nur in theoretischer Hinsicht.

    > http://www.rheingoldregio.de/index.php?menu=31

    Für eine persönliche Beteiligung Heinsohns bei Rheingold gibt es keinen Hinweis. Klickt man auf "nähere Infos" zur Person landet man auf der stillgelegten Seite von weissgarnix, die nun von einer Anne Himmel für das Teenageralter bestückt wird (die ich nicht verlinken möchte). Allerdings wird Heinsohn auch als "Mitgründer" mit Hinweis auf seinen Wiki-Eintrag hier aufgeführt, in dem sich über RG allerdings nichts findet.

    Zur Lösung der Finanzprobleme schlägt der Rheingolder Herr Egon W. Kreutzer eine Währungsreform vor. Der € könne erhalten bleiben, denn "es würde vollkommen reichen, im Stile der Währungsreform von 1949 jedem Bürger ein Kopfgeld von - sagen wir - 1.000 Einheiten in der neuen Währung gutzuschreiben, alle laufenden Verträge (Löhne, Versicherungen, Mieten etc.) im Verhältnis 10:1 abzuwerten und alle Bank-Guthaben und Bank-Schulden sowie Banknoten bis zur Höhe von 100.000 Euro pro Person im fixen Verhältnis von 10:1 in die neue Währung zu übertragen und darüber hinausgehende Bank-Guthaben, Bank-Schulden und Banknotenbestände in einem deutlich ungünstigeren Verhältnis abzuwerten." (Quellenangabe)

    Bis dahin oder eben alternativ gäbe es eben die Rheingold-Währung.
    "Wenn wir 80 Millionen Bundesbürger uns mit Rheingold ausstatteten, hätten wir 80 Millionen Akzeptanzstellen und ausreichend Liquidität, um uns in Wohlstand zu schwingen."

    Das würde sich für die Betreiber lohnen, denn das Rheingold kommt nicht umsonst. In den Diskussionen im DgF des Jahres 2005, also bereits vor der Finanzkrise, wurde die Situation von certina so geschildert . Die heutigen Preise sind mir unklar, z.B. lese ich, dass die Anforderung eines Gutscheins pro 1 Rheingold 0,70 € kosten kann. Der kommerzielle Aufdruck läuft über ein Werbebüro. Bekannte Namen aber, die als Werbeträger für das Projekt fungieren, bekommen die Scheinchen nachgeschmissen. So Jürgen Elsäßer:

    "Mit dem Rheingold-Chef schimpfe ich oft, denn seine gute Idee hat keine gute ökonomische Grundlage. Er sagt, er druckt so viel von meinem Schein, wie ich will. Ich antworte: Aber hallo, sind Sie jetzt Greenspan? Einfach Geld nach Lust und Laune drucken? (...)
    Deswegen ist Rheingold für mich ein Werbeträger für das neue Geld, und nicht schon das neue Geld selbst." (Quelle)

    Zum RG als Hubschraubergeld damals im DgF aus 2005, popeye.

    Unklar bleibt mir die Zirkulationsfähigkeit der Gutscheine. Möglicherweise zirkulieren sie garnicht, sondern werden nur einmal gekauft, dann eingelöst, auch stückweise, wonach man sie wegwerfen oder als Kunstdruck an die Wand pinnen kann.

    Das "Kunstprojekt" scheint mir ein Werbeprojekt zu sein, das im Ergebnis für den "Emittenten" den Konditionen der kommerziellen Gutscheinanbieter wie Groupon oder Daily Deal ungefähr entsprechen dürfte. Kein Wunder, dass der Ökonom Prof. Bernd Senf davon zurückgetreten ist, dieses angeblich "zinslose Geld" für sich zu verwenden. Eigenwerbung braucht er nicht, er ist schon wer.

    Korrigiert mich bitte, falls nötig und möglich.

    WL

    Leserzuschrift

    28.04.2012, 15:44

    @ Wonderland
     

    @Wonderland wg. Rheingold (Antwort von Geldseite)

    "Korrektur" gerne, weil nötig und möglich. :-)

    Heinsohn hat auch einen RG-Schein gestaltet, der aber noch nicht gedruckt wurde

    Der Druck der Scheine ist in der Tat nicht umsonst, kostet aber nichts, vor allen Dingen keine Euro. Es geht doch ganz einfach: Die Druckkostenbeteiligung wird mit den Rheingold bezahlt, die ein Rheingolder sich drucken läßt. Sie können also logischerweise den Rheingolder nichts kosten, da er die Rheingold als Bezahlung verwendet. :-)
    Ein Rheingolder verwendet lediglich einen Teil der Seignorage, den jeder Rheingolder sich schenkt, um so den Drucker wertzuschätzen, der dann erstaunlicherweise Einkommen hat, obwohl auch der Rheingolder nach dem Einkauf und der Bezahlung der Gutscheine mehr Geld in der Tasche hat als vor dem Einkauf.
    Nennt man auch win-win-Situation.
    Damit ist Rheingold ein no-no unter den Regiogeldern, die ihre Taler unbedingt mit "echtem" Geld decken wollen und Geldschöpfung nicht verstehen.

    Elsässer hat das nicht kapiert. Weder der Kurator der Elsässer-Gutscheine, auch nicht der Drucker spielt "Greenspan", sondern Elsässer selber. Wobei der Vergleich hinkt, denn Greenspan verschuldet andere, Elsässer mit seinen Gutscheinen nicht.
    Und das macht den wesentlichen Unterschied zum alten Geld aus. Rheingoldschöpfung ist immer schuldfrei.

    Die "Anforderung" eines Gutscheins kostet mitnichten 70 cent, da hat certina etwas mißverstanden. Es gibt einige Rheingolder, die ihre eigenen Gutscheine aufwerten (im Verhältnis zu alten Euro) und nicht mit 40, 50 oder 60 cent referieren, wenn mal einer mit Euro vorbeikommt, sondern sogar mit 70 cent. Das hat für die Rheingolder den Vorteil, erheblich preiswerter einzukaufen. Für den Euroverwender entsprechende Nachteile, die er durch Rheingold-Verwendung vermeiden kann.

    Die Referenz-Empfehlung zum Euro ist auch nur für diejenigen gedacht, die nur in Euro denken wollen. Rheingold-Referenzen sind viel einfacher. Wenn ein Schweizer Almbauer für 1 kg-Käse 100 Rheingold will, dann sind das exakt 4 Logenplätze im Theater an der Kö und umgekehrt, völlig schnurz, wie Franken und Euro gerade von Spekulanten hoch oder runtergejagt werden.

    Die Gutscheine können, müssen aber nicht durch Werbebüros gestaltet werden. Einige verzichten auch auf eigene Motive und nutzen so die der anderen.

    Rheingold werden nicht gekauft, denn Rheingold ist nicht käuflich. Sie zirkulieren einfach. Dazu muß sich nur irgendeiner diese schenken, damit einkaufen und sie gegen eigene Leistung/Waren wieder annehmen. Fertig ist die Zirkulation. So funktioniert Rheingold schon mit 2 Teilnehmern (und je zahlreicher, desto reibungsloser)

    Groupon ist ein Rabattmodell, das den Teilnehmern teuer zu stehen kommt, weil Groupon den Leistenden Geld wegnimmt. Wir gehen den umgekehrten Weg und statten uns lieber mit ausreichend Geld aus, damit wir Einkommen haben. Statt verarmende Rabatte zu geben, runden wir lieber auf.

    Senf hat bislang eine Begründung verweigert, weshalb er zinsloses Geld nicht möchte, an der Werbefläche kann es nicht gelegen haben, da wir die ihm gar nicht angeboten haben.

    Ja, ich gebe Dir recht, Rheingold lohnt sich für alle Betreiber, ob sie Elsässer, Jost oder Drucker heißen.
    Wenn noch Fragen offen, schickt eine e-mail.

    MausS

    E-Mail

    Irgendwo in Sachsen,
    28.04.2012, 19:48
    (editiert von MausS, 28.04.2012, 19:49)

    @ Leserzuschrift
     

    Was man so alles phantasiert und zusammenschreibt

    wenn man von Eigentum, Wirtschaft und Staat keine Ahnung hat,
    aber eine große Karriere als Weltverbesserer anstrebt!

    > "Korrektur" gerne, weil nötig und möglich. :-)
    >
    > Heinsohn hat auch einen RG-Schein gestaltet, der aber noch nicht gedruckt
    > wurde
    >
    > Der Druck der Scheine ist in der Tat nicht umsonst, kostet aber nichts,
    > vor allen Dingen keine Euro. Es geht doch ganz einfach: Die
    > Druckkostenbeteiligung wird mit den Rheingold bezahlt, die ein Rheingolder
    > sich drucken läßt. Sie können also logischerweise den Rheingolder nichts
    > kosten, da er die Rheingold als Bezahlung verwendet. :-)
    > Ein Rheingolder verwendet lediglich einen Teil der Seignorage, den jeder
    > Rheingolder sich schenkt, um so den Drucker wertzuschätzen, der dann
    > erstaunlicherweise Einkommen hat, obwohl auch der Rheingolder nach dem
    > Einkauf und der Bezahlung der Gutscheine mehr Geld in der Tasche hat als
    > vor dem Einkauf.
    > Nennt man auch win-win-Situation.
    > Damit ist Rheingold ein no-no unter den Regiogeldern, die ihre Taler
    > unbedingt mit "echtem" Geld decken wollen und Geldschöpfung nicht
    > verstehen.
    >
    > Elsässer hat das nicht kapiert.

    Wer Nonsens nicht kapiert, muss der sich das von denjenigen, welche diesen verzapfen, vorwerfen lassen?

    > Weder der Kurator der
    > Elsässer-Gutscheine, auch nicht der Drucker spielt "Greenspan", sondern
    > Elsässer selber. Wobei der Vergleich hinkt, denn Greenspan verschuldet
    > andere, Elsässer mit seinen Gutscheinen nicht.
    > Und das macht den wesentlichen Unterschied zum alten Geld aus.
    > Rheingoldschöpfung ist immer schuldfrei.

    Also nur schöpfen und keine eigene Leistung erbringen?

    Was für ein Schmarrn!

    Die "Rheingoldschöpfung" und der Ringelpietz mit den "Rheingoldern" erfolgt vollkommen losgelöst von den Kosten, die vom gesellschaftlichen Gesamtsystem, einschließlich der Unterhaltung und dem Einsatz des Herrschafts- und Machtapparates, verursacht werden - bauen aber auf dessen Macht-, Schutz- und Organisationssystemen und -vermögen auf.

    Nur, absolut NUR DARUM entsteht bei manchen Zeitgenossen der derzeitige Eindruck, , besser die temporäre Illusion, dass dieses Geldsurrogat eine Lösung des debitistischen Wirtschafts- bzw. Zivilisationsproblems darstellen könnte.

    Bevor sich dieser Eindruck zu sehr ausbreitet, wird der Staat dagegen selbstverständlich rechtzeitig einschreiten, weil er sich nun einmal nicht um seine Einnahmequellen prellen lassen wird. Auf gar keinen Fall!
    Und viele Rheingoldschöpfer und -nutzer könnte dieses Abenteuer im Nachhinein dann wahrscheinlich sogar (existenzbedrohend) teuer zu stehen kommen, denn die Finanzämter werden alles andere als nachsichtig sein.

    Not macht erfinderisch - aber staatliche Not am "allererfinderischsten"!

    Wenn die Vorgänge in Griechenland und Italien etwas lehren, dann doch das!

    Ansonsten nix Neues unter der Sonne, außer Lug und Trug.

    Meint ja nur, skeptisch grüßend

    MausS

    ---
    PS: Im Übrigen enthält dieser Beitrag keine "Weltformel", er soll es nicht und er erhebt in keiner Weise den Anspruch darauf!
    Vereinfachungen, Verallgemeinerungen und Irrtümer sind also "inklusive"!

    azur

    E-Mail

    29.04.2012, 01:16

    @ MausS
     

    Da ist ja viel dran, nur...

    ging es den in den Beiträgen von Geldseite primär um Rheingold?

    Es ging doch um Themen, die hier auch noch besprochen werden.

    Auch wenn alles den Gang des Unvermeidlichen geht, da kann man Dir ja oft beipflichten, so sind doch z. B. Themen rund um das Zahlungsmittel immer gern beleuchtet worden. Natürlich nicht immer gleich gut. Nicht alle verstehen den Debitismus gleich gut. Aber doch immer angereichert von interessanten Fakten.

    So war meine Frage oben gemeint.

    Es gibt hier die untschiedlichsten Ansichten. Die Frage ist doch, ob wer etwas Spannendes darlegt, dass zu den Forenthemen passt. Kontroverse Darlegungen und Ergänzungen machen doch das Forum aus.

    Wenn etwas nicht interessiert oder überzeugt: Ja, auch das ist doch normal.

    Rheingold ist doch kein Makel an sich.

    Freundliche Grüße

    azur


    PS: habe mich neulich gefragt, ob die Ablehnung von Nahrungsmittelzubereitung über Feuer, auch das Zubereiten von Getränken umfasst.

    Würden wir bessere Menschen sein (auch als Zivilisten sind wir ja Menschen, da beißt die Zaramaus keinen Faden ab), wenn wir kein Feuer mehr verwendeten? Zumindest zur Nahrungszubereitung?

    Wäschekochen ginge? Heizen? Baderwasserzubereitung, aber nicht kochen? Frag das völlig ironiefrei, sondern ernsthaft.

    Noch einmal besten Gruß

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    Wonderland

    29.04.2012, 03:35

    @ Leserzuschrift
     

    Geld - Werbung - Kunst

    Hi,

    meine Einschätzung zum Rheingold:

    - als Geld: nicht wirklich;

    - als Werbeprojekt: gute Idee;

    - als Kunstprojekt: hervorragende Möglichkeiten für Aktion, Installation, Objektgestaltung
    (fantastisch, was sich mit den Scheinchen so alles anstellen ließe!)

    Mein Fazit:
    bei der Wahrheit bleiben, was den eingeschränkten Zirkulationswert betrifft, aber die bewußtseinsbildenden, provokativen und ironischen Potenzen des Werbekunst-Kunstwerbemittels voll ausspielen. Dann stimmts und wird ein echtes Happening.


    Mit Gruß,

    Wonderland

Es gibt keinen Planeten B, aber einen Plan B: die Finca Bayano Preisvergleich Gold & Silber

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