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ZITAT »Bei den Medien herrscht Schockstarre...«

    el_mar

    09.04.2012, 16:42
     

    Gelungene Zusammenfassung: Energie- und Kreditkrise

    Der Tanz auf der Nadelspitze

    "Das »Wachstum, das wir brauchen«, brauchen wir, damit die Zinslastenaus der öffentlichen, gewerblichen und privaten Verschuldung bedient werden können. Dieses Wachstum werden wir aber durch den kommenden Energieengpass in der physischen Wirtschaft nicht hindurch treiben können. Mit sich verengenden Wachstumsperspektiven verliert aber das »Zukünftige Sozialprodukt« als der letzte Großbürge für all die Schuldenmassen seine Bonität. Banken oder auch Staaten in den »verdienten« Bankrott zu schicken, ist keine Lösung, denn deren Schulden sind auf irgendeinem anderen Konto als Vermögen gebucht. Jede durch Insolvenz auf Null gestellte Verbindlichkeit nimmt einen gleichgroßen Vermögenstitel mit in den Orkus - und keineswegs nur die Bankguthaben der Geldeliten, sondern ebenso Spareinlagen, Lebensversicherungen und Rentenansprüche."

    Textauszug von Thomas Hoof

    Erscheinen in "Sezession", Februar 2012

    sensortimecom

    E-Mail

    09.04.2012, 19:39

    @ el_mar
     

    Alle Achtung.

    Da hat wieder mal einer das Wesen des Debitismus kapiert und die richtigen Schlussfolgerungen gezogen. Was er noch nicht weiß: nicht nur die Energiekrise macht einen Strich durch die Rechnung, sondern auch der Mangel an echten patentierfähigen bzw. monopolisierbaren Neuheiten.

    Ankawor

    09.04.2012, 20:56

    @ sensortimecom
     

    Nein, sondern Mangel an Moeglichkeit zur Patentierung

    > nicht nur die
    > Energiekrise macht einen Strich durch die Rechnung, sondern auch der Mangel
    > an echten patentierfähigen bzw. monopolisierbaren Neuheiten.

    Neuheiten gaebe es genug, aber die verschimmeln in Schubladen, weil die Huerden fuer eine Patentierung und Vermarktung zu hoch sind. Huerde = Geld.

    Ich hatte in den letzten Jahren mit allerhand Kollegen Kontakt, die es aufgegeben haben oder wie ich es in Erwaegung ziehen.

    ---
    ---
    Die Fähigkeit zu genauem Beobachten wird allgemein als Zynismus bezeichnet, und zwar von denen, die sie nicht haben. – George Bernard Shaw

    sensortimecom

    E-Mail

    09.04.2012, 21:12

    @ Ankawor
     

    Selbst dann, wenn patentiert...

    ... bringt es in den seltensten Fällen was ein. In den USA wurden z.B. massenhaft Patente auf Trivialitäten erteilt, der Erfolg war null. Sowohl für die Wirtschaft als auch für die Erfinder. Einige Großkonzerne prozessieren und verteidigen sich inzwischen schon mit tausenden Patentanmeldungen gegen die Konkurrenz. Ein "gewöhnlicher" Erfinder kann sich nicht einmal 3 oder 4 Anmeldungen leisten...

    >
    > Neuheiten gaebe es genug, aber die verschimmeln in Schubladen, weil die
    > Huerden fuer eine Patentierung und Vermarktung zu hoch sind. Huerde =
    > Geld.
    >
    > Ich hatte in den letzten Jahren mit allerhand Kollegen Kontakt, die es
    > aufgegeben haben oder wie ich es in Erwaegung ziehen.

    Ankawor

    09.04.2012, 21:58

    @ sensortimecom
     

    Zum Haareraufen oder aber nicht

    > ... bringt es in den seltensten Fällen was ein. In den USA wurden z.B.
    > massenhaft Patente auf Trivialitäten erteilt, der Erfolg war null. Sowohl
    > für die Wirtschaft als auch für die Erfinder. Einige Großkonzerne
    > prozessieren und verteidigen sich inzwischen schon mit tausenden
    > Patentanmeldungen gegen die Konkurrenz. Ein "gewöhnlicher" Erfinder kann
    > sich nicht einmal 3 oder 4 Anmeldungen leisten...

    Nicht umsonst haben Erfinder den Ruf, sonderbare Menschen zu sein, und in zahlreichen Reportagen werden ja auch immer wieder die haarsträubendsten Erfindungen vorgestellt. Ich hatte einen hier im Wohnzimmer sitzen, der ein Schneidebrett für Gemüse mit integrierter Beleuchtung vermarkten wollte und Jahre(!) in die Entwicklung gesteckt hatte und auch seine letzten Pfennige in die Patentanmeldung. Beim Aldi gibts das Teil aber immer noch nicht.

    Andererseits kenne ich aber auch einen, der eine Methode der EE-Stromerzeugung inklusive Speicherung erfunden hat, und dann aus lauter Frust über die Abwimmelung durch "Vorzimmerdamen" eine Supersache für Individualverkehr im Nahbereich entwickelt hat. Und das finde ich sehr bedauerlich, wenn einer mit solchen Sachen einfach nicht bis zu den Entscheidern durchdringen kann.

    Von zweien weiß ich allerdings, dass sie es geschafft haben, nämlich eine Förderung oder eine Beteiligung durch G**gle, und mal sehen, was daraus wird:
    Saul Griffith mit seiner Stromerzeugung durch hochfliegende Drachen und Shweeb mit seinen futuristischen schwebenden Fahrrädern.

    Hoffnung machen dann solche Initiativen wie Kickstarter, wo zahlreiche Menschen das fördern, was sie überzeugend finden. Leider ist Kickstarter nicht sehr praxis-, sondern eher kunstlastig und auch hauptsächlich auf die USA beschränkt. Gibt es sowas eigentlich auch in Deutschland?

    ---
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    Die Fähigkeit zu genauem Beobachten wird allgemein als Zynismus bezeichnet, und zwar von denen, die sie nicht haben. – George Bernard Shaw

    sensortimecom

    E-Mail

    09.04.2012, 22:24
    (editiert von sensortimecom, 09.04.2012, 22:45)

    @ Ankawor
     

    Daniel Düsentrieb & Co.

    > Nicht umsonst haben Erfinder den Ruf, sonderbare Menschen zu sein, und in
    > zahlreichen Reportagen werden ja auch immer wieder die haarsträubendsten
    > Erfindungen vorgestellt. Ich hatte einen hier im Wohnzimmer sitzen, der ein
    > Schneidebrett für Gemüse mit integrierter Beleuchtung vermarkten wollte
    > und Jahre(!) in die Entwicklung gesteckt hatte und auch seine letzten
    > Pfennige in die Patentanmeldung. Beim Aldi gibts das Teil aber immer noch
    > nicht.
    >

    Hinter der Produzierung von "Daniel Düsentriebs" lag (und liegt noch immer) Methode. Ein privater Einzelerfinder hatte tunlichst einer zu sein, der auf eigene Rechte verzichtet und seine Ideen gratis unter die Leute verteilt. Hatte er ein wichtiges Patent, und tat er den Gefallen nicht, konnte ihm früher sogar völlig legal das Patent weggenommen werden (vor 1994; WTO/Uruguay) - wenn es vom Staat beansprucht wurde. Manche machten sogar weiter, ohne es zu wissen.. Darüber kann man auf meiner HP lesen.

    > Andererseits kenne ich aber auch einen, der eine Methode der
    > EE-Stromerzeugung inklusive Speicherung erfunden hat, und dann aus lauter
    > Frust über die Abwimmelung durch "Vorzimmerdamen" eine Supersache für
    > Individualverkehr im Nahbereich entwickelt hat. Und das finde ich sehr
    > bedauerlich, wenn einer mit solchen Sachen einfach nicht bis zu den
    > Entscheidern durchdringen kann.
    >
    Nochmal. Lies meine HP, da steht vieles über Patente und Erfindungen, und über Schindluder, welches jahrzehntelang mit kreativen Leuten getrieben wurde.
    Hier (schon vor 12 Jahren geschrieben, aber aktueller denn je):
    http://www.sensortime.com/extinct-de.html
    http://www.sensortime.com/Patentkrise.html

    Übrigens: Konzerne kaufen in den seltensten Fällen Patente von Erfindern. Sie gehen auch kaum jemals Lizenzen ein. Die warten ab, bis das Patent erlischt (meist kann der Privaterfinder eh die Gebühren nicht über die 20 Jahre zahlen), oder sie versuchen, es nichtig zu erklären wenn der Erfinder mit einer Verletzungsklage kommt. Vorausgesetzt, dass es keine Möglichkeit gibt es zu umgehen oder zu verbessern.
    Die beste Chance für einen Erfinder zu ein bisschen Geld zu kommen, ist - leider!! - nach wie vor, die Erfindung schon VOR einer Veröffentlichung durch das Patentamt einer interessierten Firma anzubieten, und dann komplett auf alle Rechte zu verzichten...

    Ankawor

    10.04.2012, 13:01

    @ sensortimecom
     

    Danke für deine Ausführungen

    > Nochmal. Lies meine HP, da steht vieles über Patente und Erfindungen, und
    > über Schindluder, welches jahrzehntelang mit kreativen Leuten getrieben
    > wurde.
    > Hier (schon vor 12 Jahren geschrieben, aber aktueller denn je):
    > http://www.sensortime.com/extinct-de.html
    > http://www.sensortime.com/Patentkrise.html

    Da bleibt wohl nur, sich ungeschützt durch technischen Vorsprung für (kurze) Zeit am Markt behaupten zu können, und wenn die anderen nachziehen, was ganz anderes zu entwickeln. Sozusagen als Serial Inventor.

    > Die beste Chance für einen Erfinder zu ein bisschen Geld zu kommen, ist -
    > leider!! - nach wie vor, die Erfindung schon VOR einer Veröffentlichung
    > durch das Patentamt einer interessierten Firma anzubieten, und dann
    > komplett auf alle Rechte zu verzichten...

    Wenn es nicht so schwer wäre, die Schutzwälle um die Entscheider zu überwinden, wäre ich damit auch zufrieden. Obwohl es schon schade wäre, wenn auf einer weltbewegenden Neuheit mein Name nicht draufstände [[zwinker]]

    ---
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    Die Fähigkeit zu genauem Beobachten wird allgemein als Zynismus bezeichnet, und zwar von denen, die sie nicht haben. – George Bernard Shaw

    sensortimecom

    E-Mail

    10.04.2012, 13:24
    (editiert von sensortimecom, 10.04.2012, 13:37)

    @ Ankawor
     

    Die sicherste Geschäftsmethode ;-)

    > Da bleibt wohl nur, sich ungeschützt durch technischen Vorsprung für
    > (kurze) Zeit am Markt behaupten zu können, und wenn die anderen
    > nachziehen, was ganz anderes zu entwickeln. Sozusagen als Serial Inventor.
    >

    Am besten ist es, eine am Markt nachgefragte Innovation - von der ich weiß dass sie ein Einzelerfinder patentrechtlich geschützt hat - in Fernost entwickeln und produzieren zu lassen. Und dann genau so lange zu importieren, bis sich der Patentinhaber rührt. Wenn der kommt, hab ich inzwischen mit seiner Idee genug Geld verdient, um ihm mit besten Anwälten zu kontern...Das ist nach wie vor die verlässlichste Geschäftsmethode ;-)

    Hyperion

    E-Mail

    10.04.2012, 13:33

    @ sensortimecom
     

    Patentwesen falsch verstanden

    > Hinter der Produzierung von "Daniel Düsentriebs" lag (und liegt noch
    > immer) Methode. Ein privater Einzelerfinder hatte tunlichst einer zu sein,
    > der auf eigene Rechte verzichtet und seine Ideen gratis unter die Leute
    > verteilt.

    Als Privatmann muss man schon ein wenig verrückt sein, um ein Patent anzumelden. Als Angestellter hat man eh fast keine Rechte - der Arbeitgeber hat immer erstzugriff. Ohne Anwalts-Armee und entsprechende Finanzen im Rücken kann man das Patent nicht verteidigen. Mal von der nötigen Marktbeobachtung abgesehen - das ist ein Full-time-job.

    "Daniel Düsentrieb" hat's nie gegeben, sollte es nie geben und wird es nie geben. Da kann man eher noch an den Weihnachtsmann glauben - insgesamt ein großes Missverständnis, das wir Deutschen da bezüglich Patente pflegen.

    > Nochmal. Lies meine HP, da steht vieles über Patente und Erfindungen, und
    > über Schindluder, welches jahrzehntelang mit kreativen Leuten getrieben
    > wurde.

    Bzw. in welches Schlamassel sich Leute gebracht haben, die Patente nicht verstanden haben bzw. nicht verstehen wollen.

    > Übrigens: Konzerne kaufen in den seltensten Fällen Patente von
    > Erfindern. Sie gehen auch kaum jemals Lizenzen ein. Die warten ab, bis das
    > Patent erlischt (meist kann der Privaterfinder eh die Gebühren nicht über
    > die 20 Jahre zahlen), oder sie versuchen, es nichtig zu erklären wenn der
    > Erfinder mit einer Verletzungsklage kommt. Vorausgesetzt, dass es keine
    > Möglichkeit gibt es zu umgehen oder zu verbessern.

    Ich war mal bei einem Patent-Seminar in München, und einige Privatanmeldungen wurde erörtert - als lachhaft schlechte Beispiele. Obwohl das Patentamt die Anmeldung akzeptiert, weiß der Fachmann (Patentanwalt) nach zwei Minuten, wie er das Ding kurz und klein hackt. Ohne umfassenden Support einer Patentsanwaltskanzlei ist man verloren. Und die haben Stundensätze...!

    Übrigens: das Patentwesen wurde in Deutschland durch Lobbyismus von einem gewissen Herrn Siemens eingerichtet (nicht zufällig in München). Übrigens nicht zu der Zeit, in denen er seine Erfindungen gemacht hat (da hatte er noch keinen Einfluss), sondern erst, als die anderen sich daran machten, sein Siemens-Imperium zu gefährden. Da weiß man doch gleich, dass es niemals um "Daniel Düsentrieb" ging, sondern immer um die großen Spieler.


    > Die beste Chance für einen Erfinder zu ein bisschen Geld zu kommen, ist -
    > leider!! - nach wie vor, die Erfindung schon VOR einer Veröffentlichung
    > durch das Patentamt einer interessierten Firma anzubieten, und dann
    > komplett auf alle Rechte zu verzichten...

    Es gibt inzwischen auch Agenturen, die einem die ganze Arbeit abnehmen und einen anteilig an den Lizenzeinnahmen beteiligen. Sicher die beste Variante für Privatleute.

    Ansonsten: selbst eine Firma gründen. Aber um Gottes willen nicht mit Patenten herumschlagen! Dass bindet in der Gründungsphase zuviel Zeit, Kraft und Geld. Sondern Märkte und Kunden erobern.

    Aber da ist der Durchschnittserfinder halt nicht der Typ für...

    CrisisMaven

    Homepage E-Mail

    10.04.2012, 15:11
    (editiert von CrisisMaven, 10.04.2012, 15:20)

    @ Hyperion
     

    Eine weitere Crux: PATENTanwaelte sind i.d.R. keine RECHTSanwaelte ...

    > Ich war mal bei einem Patent-Seminar in München, und einige Privatanmeldungen wurde erörtert - als lachhaft schlechte Beispiele.

    In Deutschland ist der Patentanwalt zwingend Ingenieur mit spaeterer Zusatzausbildung. Das bedeutet, er ist, bis auf wenige (noch teurere ...) Ausnahmen, kein (Voll-) Jurist.

    Das hinterlaesst Spuren in den Patentanmeldungen, deren "Claims" zwar gut ausformuliert sein moegen, aber wenn es um "Angriff und (oder) Verteidigung" geht, waere ein Jurist (zusaetzlich) angebrachter.

    Das kommt aber in derselben Person in Deutschland kaum vor, anders als im angelsaechsischen Patentrecht, wo man (in USA) zwischen patent agent und patent attorney unterscheidet.

    Die Lage ist aehnlich auch bei unseren Steuerberatern und Wirtschaftspruefern - das sind i.d.R. Betriebswirte oder Diplom-Kaufleute usw., keine Juristen, wiewohl sie i.d.R. auf Antrag als Rechtsbeistand in Steuersachen zugelassen sind.

    Schaut man sich den deutschen Ausbildungsweg an, so erkennt man sofort, dass bei der erforderlichen 8-10-jaehrigen Zusatzausbildung zum Studium (und evtl. mehrjahehriger Promotion) ein zusaetzliches Jurastudium bedeuten wuerde, der Mann oder die Frau waere mindestens 35 Jahre alt, bevor er/sie endlich praktizieren duerfte, auch wenn das Jurastudium und 2. Staatsexamens-Referendariat teilweise auf die 10 Jahre angerechnet wuerden.

    Die Stufung waere daher:

    a) der unberatene Privaterfinder

    b) der (deutsche) Pateningenieur (mit Anwaltszulassung vor dem Patentgericht)

    c) der (deutsche) diplomierte Ingenieur mit zusaetzlichem erstem und zweitem Staatsexamen in Jura, der sowohl als Patenanwalt wie als Rechtsanwalt zugelassen ist, vergleichbar dem US patent attorney.

    Die grossen Unternehmen mit ihren Klagen leisten sich Variante c), und Einzel-Erfinder a) kann dagegen schon mit b) kaum dagegenhalten; es gibt nur sehr wenige erfolgreiche juristische Autodidakten - und dass diese gleichzeitig Ingenieur waeren, das waere rein wesensmaessig sehr ungewoehnlich!

    ---
    Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
    Atomkraft | in English

    sensortimecom

    E-Mail

    10.04.2012, 17:10

    @ CrisisMaven
     

    Richtig. Das ist ein zusätzliches Problem. (oT)

    [ kein Text ]
    el_mar

    10.04.2012, 08:20
    (editiert von el_mar, 10.04.2012, 08:22)

    @ sensortimecom
     

    Alle Achtung auch hier: Letze Ausfahrt weiter hinten

    ebenfalls von Thomas Hoof

    Saludos
    el mar

    lowkatmai

    E-Mail

    10.04.2012, 09:31

    @ el_mar
     

    Thomas Hoof von Manufactum?

    Ist das der Gründer Manufactum?

    Mittlerweile hiermit tätig:
    http://www.produktgesellschaft.de/

    Gruß, vielen Dank und eine schöne Nachosterwoche


    l[[zwinker]]

    Abronsius

    10.04.2012, 09:47
    (editiert von Abronsius, 10.04.2012, 09:48)

    @ lowkatmai
     

    Ja, er ist der Gründer von Manufactum (mL)

    Der Artikel von Hoof erschien ja auf der Website von sezession.de

    Dort wiederum findet sich der Hinweis, dass der besagte Thomas Hoof tatsächlich der Gründer von Manufactum ist:

    http://www.sezession.de/15099/gegenwart.html

    Vielen Dank für Deinen Hinweis auf seine aktuelle Tätigkeit!

    Viele Grüße

    AB

    lowkatmai

    E-Mail

    10.04.2012, 09:58

    @ Abronsius
     

    Vielen Dank! Gruß! (oT)

    [ kein Text ]
    Kostan

    10.04.2012, 12:22

    @ Abronsius
     

    Manufactum gehört seit 2008 dem Otto-Versandt! (mT und anderen PDF von Hoof)

    Thomas Hoof ist ein interessanter Mensch.

    Durch ein Link hier im Forum bin ich auf ihn aufmerksam geworden Nochmal aufgemacht. Die Klimakiste

    Nach einer kleinen Recherche (http://www.welt.de/wams_print/article1206192/Gute-Dinge-gibt-es-jetzt-bei-Otto.html)
    ist klar:
    Manufactum gehört nun Otto!
    Wikipedia (engl.) bestätigt dies.

    Aktuell kann ich auch das Buch empfehlen:
    Tätige Landlust
    Speziell möchte ich auf das dortige Ergänzungs-PDF(ist ganz unten) hinweisen.
    Oder hier:
    Klar_zum_Abkoppeln_Landlust_Hinweise.pdf

    Zuletzt sei auch auf Die Landwirtschaft ein Dopingfall
    aufmerksam gemacht.

    Gruß
    Kostan

    smiths74

    E-Mail

    09.04.2012, 20:54

    @ el_mar
     

    Das Wachstum von morgen, war der Pfand für die Schulden von heute!

    Diese Satz stammt von Colin Campbell, dem Peak Oil Pionier! Insgesamt kann ich dem Beitrag nur zustimmen, eine Kleinigkeit kann aber so nicht stehen gelassen werden:

    Zitat:
    Die These vom knapp hinter uns liegenden Ölfördermaximum wird nur noch von Politikern bestritten. Die Fördermenge vervierfachte sich seit 1960 von 20 auf 80 Millionen Barrel/Tag und stagniert seit etwa fünf Jahren auf diesem Niveau. Im Jahre 2010 hat der Verbrauch mit 87 Millionen Barrel/Tag die Förderung von 82 Millionen/Tag überschritten. Die Lager wurden angegriffen.

    Das ist natürlich vollkommener Unsinn! Die Nachfrage kann NIE die Förderung in diesem Maße überschreiten! Wo würde der Ölpreis dann stehen? Und die oberirdischen Reserven würden solche Mengen auch gar nicht hergeben! Ich fürchte der Autor ist mit den verschiedenen "Ölmengen" durcheinander gekommen. Schaut man in den BP statistical review von 2011, so steht dort für 2010 eine Produktion von 82,095 Mio Fass pro Tag. Dies inkludiert crude oil, shale oil, tar sands and natural gas liquids. Es enthält aber KEINE Treibstoffe aus Biomasse! Der Verbrauch lag 2010 bei 87,382 Mio. Fass pro Tag. Die Differenz sind die nicht extra ausgewiesenen Biotreibstoffe!

    Den "PEAK OIL" für alle flüssigen Treibstoffe (all liquids) hatten wir auch definitiv noch nicht! Wir sehen nur die ersten Auswirkungen eines knapper werdenden Angebots und einer weiter soliden Nachfrage, die nur aus unkonventionellen, teuren und umweltzerstörenden Ressourcen gedeckt werden kann...
    [image]
    Aber das ist erst der Anfang!

    Viele Grüße

    smiths74

    Ankawor

    10.04.2012, 11:01

    @ smiths74
     

    Ist das Bild aus Kanada?

    Handelt es sich dabei um Teersandabbau?

    Nicht weit von Sydney sieht es ähnlich aus. Bevor ich einen fand, der mich für Aufnahmen drüberflog, hat es schon ein anderer erledigt:

    Flug über die Kohleminen des Hunter Valley, Australien


    Und:
    >Die These vom knapp hinter uns liegenden Ölfördermaximum wird nur noch von
    >Politikern bestritten. Die Fördermenge vervierfachte sich seit 1960 von 20 auf
    >80 Millionen Barrel/Tag und stagniert seit etwa fünf Jahren auf diesem Niveau.

    Hast du das folgende im NÜ gesehen?

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oel-und-benzin-der-faktencheck/

    ---
    ---
    Die Fähigkeit zu genauem Beobachten wird allgemein als Zynismus bezeichnet, und zwar von denen, die sie nicht haben. – George Bernard Shaw

    smiths74

    E-Mail

    10.04.2012, 12:00

    @ Ankawor
     

    Teersand in Alberta, Kanada! Und der EIKE Artikel ist einfach nur schwachsinnig!

    Hallo Ankawor,
    das Bild stammt aus der Umgebung von Fort McMurray in Alberta, Kanada und zeigt den Abbau von Teersanden im Tagebau!
    Was den EIKE Artikel angeht,so habe selten so viel Schwachsinn auf einem Haufen gelesen! Wir werden in 20 Jahren knietief im Öl stehen, wenn die so weiter machen!!![[rofl]]

    Ich werde versuchen, eine ausführliche Replik dazu zu schreiben!

    Viele Grüße

    smiths74

    Centao

    10.04.2012, 11:57
    (editiert von Centao, 10.04.2012, 11:58)

    @ smiths74
     

    War in Barbaras NÜ: Aktueller Faktencheck Öl & Benzin von EIKE - Bitte mal Deine Meinung dazu @smiths74, Danke! nL

    Link:

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oel-und-benzin-der-faktencheck/

    Orlando

    Homepage E-Mail

    10.04.2012, 11:37

    @ el_mar
     

    Der große Jammer

    Schöne Zusammenstellung.

    Bei diesem Satz jedoch, der einen Gedanken ausdrückt, dem man immer wieder begegnet, muß ich Einspruch anmelden.

    Die Industriegesellschaften gingen - in betriebswirtschaftlicher Terminologie - von einer »Innenfinanzierung« (aus thesaurierten Überschüssen) zu einer »Fremdfinanzierung« (aus zukünftigem Sozialprodukt über.


    Hier zeigt sich, wie sehr bereits vernebelt wurde.

    Der Kredit wird möglicherweise aus dem Nichts geschöpft, aber die damit erworbenen Güter und Leistungen müssen in der Gegenwart vorhanden sein, sonst fehlen sie ganz einfach - so wie mir das Brennholz fehlt, daß ich noch nicht gesammelt habe oder die Karotten, die in meinem Garten (ich habe extra nachgeschaut) heuer noch nicht gewachsen sind.

    Aus der Zukunft läßt sich leider überhauptnix entnehmen, aller Kredit beutet immer nur die bis dato erbrachte Leistung aus.

    Daß das kaum einer versteht, ist gerade der große Jammer.

    Tyler Durden

    10.04.2012, 14:12
    (editiert von Tyler Durden, 10.04.2012, 14:13)

    @ el_mar
     

    Saudi-Arabien und was tun

    Steht und fällt nicht alles mit Saudi-Arabien und im Speziellen mit dem alten Ölfeldgigant Ghawar?

    Aus dem Feld werden 5 Mio Barrel täglich gefördert was ca. 50 Prozent der Förderung Saudi-Arabiens entspricht. Wobei aber schon kräftig Wasser reingepumpt wird.
    Wenn dem Feld in ähnlicher Art und Weise wie Cantarell in Mexiko die Puste ausgeht, dann können die Saudis das doch nie kompensieren.
    Shaybah (0,5 Mio bpd), Manifa (0,9 Mio bpd), Khursaniyah (0,5 Mio bpd), Khurais (1,2 Mio bpd) usw. können doch niemals ihre Produktion in solche Höhen treiben, um das Wegbrechen alter Felder zu kompensieren.
    Und da die Saudis mit einem Anteil von 17% der größte Exporteur der Welt sind, werden sie eines Tags (Wann?) sagen müssen:
    "Sorry Leute, ab jetzt wird es mit dem Öl weniger, da die alten riesigen Ölfelder nicht gleichwertig durch neue Felder ersetzt werden konnten."
    Würden ab dann nicht alle Erdöl produzierenden Länder mit der Hortung beginnen und ihre Exporte einschränken?
    Der Preis würde durch die Decke gehen und alle 100%-Import Länder, wie Deutschland, sähen ziemlich alt aus.

    Die Frage ist: Was kann man tun bzw. wie kann man sich vorbereiten?
    Selbst einschränken? Kein Auto, wenig Fleisch, kleiner Garten (ob das reicht?)
    Aufklärungsarbeit leisten? Das gleicht einem Rufer in der Wüste.
    Bauernhof/Landwirtschaft? Deutschland ist zu dicht besiedelt, um sich vollständig abzukoppeln
    Auswandern? Überzeugt mich nicht so recht.

    Einfach weitermachen wie bisher und entweder mit der Masse untergehen oder darauf vertrauen, dass die Menschheit mit der neuen
    Situation zurechtkommt, z.B. die gesamte Mobilität mit Autos und Flugzeuge extrem einschränken, nur dann Energie verbrauchen, wenn
    die Umwelt sie liefert (Wind, Sonne) und volle Konzentration auf die regenerativen Energien, Abkehr vom konsumorientierten Materialismus

    Beste Grüße
    Tyler

    el_mar

    10.04.2012, 14:34
    (editiert von el_mar, 10.04.2012, 14:40)

    @ Tyler Durden
     

    Was tun? Tipp an alle Panther: Ausbrechen!

    Der Panther



    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

    Ankawor

    10.04.2012, 14:40

    @ Tyler Durden
     

    Ein paar Antworten

    > Die Frage ist: Was kann man tun bzw. wie kann man sich vorbereiten?
    > Selbst einschränken? Kein Auto, wenig Fleisch, kleiner Garten (ob das
    > reicht?)
    > Aufklärungsarbeit leisten? Das gleicht einem Rufer in der Wüste.
    > Bauernhof/Landwirtschaft? Deutschland ist zu dicht besiedelt, um sich
    > vollständig abzukoppeln
    > Auswandern? Überzeugt mich nicht so recht.
    >
    > Einfach weitermachen wie bisher und entweder mit der Masse untergehen oder
    > darauf vertrauen, dass die Menschheit mit der neuen
    > Situation zurechtkommt, z.B. die gesamte Mobilität mit Autos und
    > Flugzeuge extrem einschränken, nur dann Energie verbrauchen, wenn
    > die Umwelt sie liefert (Wind, Sonne) und volle Konzentration auf die
    > regenerativen Energien, Abkehr vom konsumorientierten Materialismus

    Hallo Tyler,

    die gleiche Frage hatte ich auch schon mal gestellt.

    Darauf habe ich dort allerhand Antworten bekommen. Vielleicht hilft dir das ja schon mal weiter beim Nachdenken.

    ---
    ---
    Die Fähigkeit zu genauem Beobachten wird allgemein als Zynismus bezeichnet, und zwar von denen, die sie nicht haben. – George Bernard Shaw

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