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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    HuangJin

    E-Mail

    08.10.2011, 10:40
     

    Irgendwas gärt da ganz gewaltig...

    Ich neige nicht zum Alarmismus. Aber ich habe derzeit wieder so ein Frühjahr-2008-Gefühl in mir.

    Die Bankenkrise schwärt seit Jahren vor sich hin, das wissen und kennen wir ja zur Genüge.

    In den letzten paar Wochen allerdings kam ein neuer Aspekt dazu. In den letzten Jahren haben die auf den TV-Bildschirmen paradierenden Vertreter unserer Eliten stets die Lage beschönigt, kleingeredet und das Volk beruhigt. Seit ein, zwei Wochen aber kommen wirklich hochrangige Elitenköpfe ins Bild und sprechen offen über drohendes Armageddon.

    Jüngstes Beispiel: Mervyn King, Gouverneur der Bank of England: "Die Welt steht möglicherweise vor der grössten Finanzkrise der Geschichte"
    (Artikel mit Video hier)

    Oder: Dr Robert Shapiro, derzeit Berater des IMF: "Innerhalb von zwei bis drei Wochen könnte es eine weltweite Kernschmelze der Banken geben" (Video)

    Und noch viele andere offzielle und halboffizielle Leute mehr (Liste z.B. hier)

    Und jetzt frage ich mich: warum kommen die ehemaligen Beruhiger auf einmal alle ins Tageslicht und vor die Kamera mit solchen alarmistischen statements?

    Alle diese Menschen haben meines Erachtens keinerlei Veranlassung, ihre persönlichen Sorgen und Gedanken öffentlich zu machen. Alle diese Menschen sind qua Amt dazu verpflichtet, Sprachrohr für die jeweilige Institution zu sein, der sie angehören. Oder sie betreiben "talking their book" wie Soros und andere. Die Äusserung von eigenen, privaten Gedanken führt vorhersagbar zu richtig viel Ärger. Also, was wollen uns Shapiro, King et al. eigentlich mitteilen?

    Für mich klingt dieses Armageddonszenario wie Hank Paulson's berüchtigter Kniefall vor Nancy Pelosi im Herbst 2008, als er Ströme von Blut in den Strassen heraufbeschwor, wenn er nicht 700 Mrd Steuerzahlerdollar bekommt, und zwar subito.

    Nein, solche statements kommen von unseren Eliten nicht etwa aus Sorge, dass die Bürger unvorbereitet in eine Krise schlittern. Solche statements sind meines Erachtens die Vorbereitung auf eine Art Putsch, in der unsere Eliten die zweifellos kommende Krise instrumentalisieren werden. Ich rechne damit, dass die kommende Bankenkernschmelze dazu verwendet werden wird, um die derzeit noch bestehenden Widerstände der EZB per "Befreiungsschlag" aus dem Weg zu räumen sowie den schreckstarren Bürger für einen weiter gehenden Transfer von nationaler Souveränität nach Brüssel gefügig zu machen. "Never waste a good crisis". Und wenn es keine passende Krise gibt, dann basteln wir halt eine.

    Soweit meine VT du Jour. Mein Bauchgefühl sagt mir, irgendwas ist da derzeit im Busch und kommt bald raus. Ich kann nur noch nicht den Finger darauf legen, Diskussion also herzlich willkommen,
    LG,
    HJ

    ---
    故福之為禍,禍之為福,化不可極,深不可測也。 Thence, good fortune turns into bad fortune, and bad fortune turns into good fortune. These changes never reach an end, their complexity can never be fathomed.

    Gaby

    08.10.2011, 11:27
    (editiert von Gaby, 08.10.2011, 11:29)

    @ HuangJin
     

    Und wenn's eher die Angst um den eigenen Axxx ist, die die umtreibt?

    Moin,

    kann schon sein, Deine Möglichkeit. Mir fiel heute beim Lesen dieses HB-Artikels was anderes dazu ein. Man darf das übliche Mutti-Gelaber zur Reglementierung des Finanzsystems gerne vergessen.

    Sie sagte aber auf dem CSU-Parteitag auch: "Es müsse verhindert werden, „dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen."

    Geht der "Elite" vielleicht gewaltig der Allerwerteste auf Grundeis und wir sehen die Bestrebung, selbigen zu retten? Und das meine ich nicht mal (nur) im Sinne des eigenen politischen Fortbestandes, sondern eher auch des eigenen, physischen? DT's Laternenpfähle und so?

    Dir viele Grüße aus dem sich abkühlenden Griechenland

    Gaby

    ---
    "Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

    Zarathustra

    Helvetistan,
    08.10.2011, 13:57
    (editiert von Zarathustra, 08.10.2011, 13:59)

    @ Gaby
     

    So ist es, Gaby

    Die getriebene Herrschaft samt Knechtschaft realisiert und bestaunt eben erst jetzt, kurz vor dem "finale furioso", was ein anderer schon in den Siebzigern kommen sah, und dass es kommen musste, und dass es sich bei diesem vermeintlichen Putsch um einen langen, schleichenden, systemimmanenten Prozess handelt.

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=150072

    Soros' aktuelle Aeusserungen zur drohenden Kernschmelze sind ja auch nicht neu.
    Neu ist, dass die Erkenntnis nun doch noch bei den Politikern und bei den "Mickey-Mouse-Oekonomen" ankommt.

    Grüsse, Zara

    CalBaer

    08.10.2011, 20:45

    @ Gaby
     

    Merkel hatte nie was zum Ende der DDR oder dem Fall der Mauer beigetragen

    > Sie sagte aber auf dem CSU-Parteitag auch: "Es müsse verhindert werden,
    > „dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen."

    Dennoch darf sie niemals vergessen, dass sie selbst ein Kind der Menschen auf der Strasse ist. So ein Satz klingt fuer mich nicht nur wie ein Verrat an der demokratischen Bewegung von 1989, sondern eine Ablehnung von Demokratie allgemein.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Apostroph

    Down Town (Switzerland),
    08.10.2011, 11:43

    @ HuangJin
     

    Mit dem Wetterumschlag hat sich auch das ganze Wunschdenken*) verflüchtigt

    *)selbst postitiv denken hilft jetzt nicht mehr weiter.

    Die Geburt einer schweren Deflations-Periode lässt die Wehen bis in die

    höchsten Banken-Türme vernehmen. Woselbst viele Regierende bis jetzt - nicht

    ahnungslos - als Balsam-Bezüger immer wieder über die Runden kamen.

    Deine Gefühle @HuangJin täuschen Dich in keiner Weise.


    Zum Nachdenken ist es sowieso zu spät?


    Herbst-Grüsse!

    ---
    Auch wenn man die Kalenderblätter während Tagen, Monaten oder gar Jahre nicht mehr abreisst, heisst dies noch lange nicht: "Die Zeit steht still."

    Leserzuschrift

    08.10.2011, 13:13

    @ HuangJin
     

    Japan ist meines Erachtens verloren

    Sehr verehrte Autoren,
    Sehr geehrter HuangJin,

    ich möchte nochmal einen Aspekt ins Spiel bringen und vor allem in diesem Zusammenhang zur Diskussion stellen: Der Zustand Japans.
    Ich habe vor einiger Zeit hier schon mal meine Bedenken bezüglich der verblieben Wirtschaftsleistung Japans geäußert:http://www.dasgelbeforum.de.org/board_entry.php?id=226260#p226260 (Leserzuschrift)
    Ich möchte euch bitten, diese "Mutmaßung" zu beachten, sei es auch durch für mich niederschmetternde Argumente.

    Ich meine, Japan ist verloren. Und das wird immer deutlicher. Wenn die kommenden (vollkommen entstellten) Neugeborenen das Tageslicht erblicken, die vielen Kleinkinder, die an Herzschwäche sterben, immer präsenter und für die Welt sichtbar werden, ist es vorbei. Dann entsteht ein Vakuum, welches die restliche Welt aufsaugen würde. Denn meines Erachtens wissen geschätzte 99% der Weltbevölkerung nicht mal annähernd, welches Drama sich dort abspielt.
    Und hier HuangJin möchte ich auch schon den Bogen zu deinem Bauchgefühl spannen. Man muss das "Niveau" der restlichen Welt senken, damit Japan nicht zum schwarzen Loch wird, was auch die Eliten unkontrolliert mitreißen könnte.

    Und zu Gaby und all den Anderen, die immer wieder sagen und davon ausgehen, dass man (politisch) etwas "besser" machen könnte, die Politiker aber zu blöd und blind seien, möchte ich fragen: "Warum denn, läuft doch alles nach Plan"
    Warum sollte ihnen (der Elite) der Allerwerteste auf Grundeis gehen, solange ihr System, in dem sie 24x7 eingebettet sind, weiter besteht. Ich möchte es deutlich machen und fragen, warum der Elite es wichtig sein sollte, ob das globale Finanzsystem in Takt ist, wo sie (persönlich) doch gar kein "Geld" brauchen _in_ ihrem System.

    Liebe Grüße und alles Gute in den kommenden harten Zeiten :)
    Dietmar

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    09.10.2011, 08:52
    (editiert von Mephistopheles, 09.10.2011, 08:54)

    @ Leserzuschrift
     

    Da wird man nichts sehen

    > Ich meine, Japan ist verloren. Und das wird immer deutlicher. Wenn die
    > kommenden (vollkommen entstellten) Neugeborenen das Tageslicht erblicken,
    > die vielen Kleinkinder, die an Herzschwäche sterben, immer präsenter und
    > für die Welt sichtbar werden, ist es vorbei.
    Die werden nicht geboren, die wurden schon längst abgetrieben. Ultraschall-Diagnostik gibt es auch in Japan.


    > Und zu Gaby und all den Anderen, die immer wieder sagen und davon
    > ausgehen, dass man (politisch) etwas "besser" machen könnte, die Politiker
    > aber zu blöd und blind seien, möchte ich fragen: "Warum denn, läuft doch
    > alles nach Plan"
    > Warum sollte ihnen (der Elite) der Allerwerteste auf Grundeis gehen,
    > solange ihr System, in dem sie 24x7 eingebettet sind, weiter besteht. Ich
    > möchte es deutlich machen und fragen, warum der Elite es wichtig sein
    > sollte, ob das globale Finanzsystem in Takt ist, wo sie (persönlich) doch
    > gar kein "Geld" brauchen _in_ ihrem System.
    Aber ihre Bodyguards brauchen Geld, weil es gibt keine Kampfmönche mehr.
    Lediglich die Islamisten verfügen noch über Truppen, die sich selbst opfern - ohne Geld.
    Warts erst ab, wie sich die Loyalität der Beamten entwickelt, wenn die Elite ihre Pensionen nicht mehr garantieren kann.


    > Liebe Grüße und alles Gute in den kommenden harten Zeiten :)
    > Dietmar

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Rubi

    08.10.2011, 13:24

    @ HuangJin
     

    Sirenen heulten ja genug

    Hallo HuangJin,

    jetzt wo im übertragenen Sinne die Bomben fallen (seit 2008) stehen wir alle da und überlegen uns, wie es sich denn so lebt, wenn das I-phone plötzlich nicht mehr funktioniert. Das geht meines Erachtens auch den sogenannten Eliten so, egal wieviele km² Land sie in Brasilien oder Panama besitzen.

    Ich war dieses Jahr oft in den Bergen, damit meine ich nicht St.Moritz oder Zermatt, sondern in abgelegenen Seitentälern.
    Die Freundlichkeit und Offenheit dieser Menschen ist sagenhaft. Meinen Banker kenne ich nun schon 30 Jahre, diese Leute haben aber innerhalb weniger Tage mehr Vertrauen geschaffen, als es der Banker jemals zu schaffen in der Lage wäre.

    Weniger ist mehr, damit sollten wir uns alle abfinden. Las Vegas ist eine Utopie, die zwar schön leuchtet, aber keinerlei Substanz hat. Das Death Valley liegt gleich um die Ecke...

    Beste Grüße,
    Rubi


    ,
    > Ich neige nicht zum Alarmismus. Aber ich habe derzeit wieder so ein
    > Frühjahr-2008-Gefühl in mir.
    > Soweit meine VT du Jour. Mein Bauchgefühl sagt mir, irgendwas ist da
    > derzeit im Busch und kommt bald raus. Ich kann nur noch nicht den Finger
    > darauf legen, Diskussion also herzlich willkommen,
    > LG,
    > HJ

    Arndt

    08.10.2011, 13:26
    (editiert von Arndt, 08.10.2011, 13:30)

    @ HuangJin
     

    Regime Change

    Hallo HuangJin,

    > Und jetzt frage ich mich: warum kommen die ehemaligen Beruhiger auf einmal
    > alle ins Tageslicht und vor die Kamera mit solchen alarmistischen
    > statements?

    > meines Erachtens die Vorbereitung auf eine Art Putsch, in der unsere
    > Eliten die zweifellos kommende Krise instrumentalisieren werden. Ich rechne
    > damit, dass die kommende Bankenkernschmelze dazu verwendet werden wird, um
    > die derzeit noch bestehenden Widerstände der EZB per "Befreiungsschlag"
    > aus dem Weg zu räumen sowie den schreckstarren Bürger für einen weiter
    > gehenden Transfer von nationaler Souveränität nach Brüssel gefügig zu
    > machen. "Never waste a good crisis". Und wenn es keine passende Krise gibt,
    > dann basteln wir halt eine.

    Ganz richtig. Der ESM-Vertrag ist ja ein solcher Putsch, der das wichtigste nationale Recht des Parlaments, das Haushaltsrecht, auf eine völlig intransparente und immunisierte supranationale Organisation überträgt.

    Und angesichts drohender Bankenpleiten hat der "ertüchtigte" EFSF nahezu klaglos die nationalen Parlamente passiert. Wodurch die Franzosen etwas übermütig werden und sich gleich selbst daraus bedienen wollen.

    Weiter geht es natürlich darum, dass Widerstände für weitere QE-Maßnahmen abgebaut werden müssen. Und das wird auch passieren, wenn demnächst Super Mario Draghi, flankiert von Jörg Asmussen, an die Spitze der EZB tritt. So also geht "Regime Change"...

    Was die USA anbelangt, so vertraue ich darauf, dass zwecks Wiederwahl von Obama wieder zahlreiche Konjunkturpakete in den Ring geworfen werden und Bernanke - wie schon angekündigt - das QE ausweitet.

    Im Moment halte ich daher daran fest, dass mir der öffentlich inszenierte Abgesang auf den Euro und unser Finanzsystem insgesamt "spanisch" vorkommt.

    Viele Grüße und ich freue mich über jeden deiner Beiträge, weiter so!

    mabraton

    08.10.2011, 13:33

    @ HuangJin
     

    Zuspitzung "Ja" aber warum Putsch?

    Hallo HuangJin,

    Danke für den Beitrag. Mir geht es ähnlich und ich wundere mich warum diese Zuspitzung der letzten Tage im Gelben nicht stärker thematisiert wird.

    > Nein, solche statements kommen von unseren Eliten nicht etwa aus Sorge,
    > dass die Bürger unvorbereitet in eine Krise schlittern. Solche statements
    > sind meines Erachtens die Vorbereitung auf eine Art Putsch, in der unsere
    > Eliten die zweifellos kommende Krise instrumentalisieren werden. Ich rechne
    > damit, dass die kommende Bankenkernschmelze dazu verwendet werden wird, um
    > die derzeit noch bestehenden Widerstände der EZB per "Befreiungsschlag"
    > aus dem Weg zu räumen sowie den schreckstarren Bürger für einen weiter
    > gehenden Transfer von nationaler Souveränität nach Brüssel gefügig zu
    > machen. "Never waste a good crisis". Und wenn es keine passende Krise gibt,
    > dann basteln wir halt eine.

    Dass dafür eine Krise gebastelt wird halte ich für unwahrscheinlich. Dazu ein paar Fakten aus dem Querschüsse-Blog über Dexia die ja gerade von Belgien/Frankreich gestützt werden mußte.

    Die Dexia hatte 2010 eine Bilanzsumme von 566,735 Mrd. Euro und man muss nochmal festhalten, dass die Dexia mit Bravour den EU-Banken-Stresstest im Sommer 2011 überstanden hatte. Angesichts eines jetzt de facto Zusammenbruchs nur 3 Monate später, dürfte klar sein, welchen Qualitätsstandards dieser Test genügte. Noch ein kurzer Blick auf die marode Substanz der Bilanz:
    ...
    Immerhin 21,958 Mrd. Euro betrug das Portfolio nur an Staatsanleihen der PIIGS, bei einem gesamten Eigenkapital von lächerlichen 19,214 Mrd. Euro. Insgesamt hält die Dexia ein Staatsanleihenvolumen von 63,887 Mrd. Euro.
    ...
    Die von Dexia selbst angegebenen Risikoaktiva betrugen zum 31.12.2010 140,834 Mrd. Euro. Staatsanleihen zählen nicht zu den Risikoaktiva und müssen nicht mit Eigenkapital unterlegt werden.
    usw, usw.

    http://www.querschuesse.de/dexia-bankenkrise-2-0/

    Angesichts dessen scheint mir die aktuelle Entwicklung doch sehr reale Hintergründe zu haben.

    beste Grüße,
    mabraton

    Arithmos

    08.10.2011, 14:01
    (editiert von Arithmos, 08.10.2011, 14:02)

    @ HuangJin
     

    Es ist _deren_ System, das an die Wand fährt, und das wird jetzt eben einigen klar

    Hallo, HuangJin!

    > Und jetzt frage ich mich: warum kommen die ehemaligen Beruhiger auf einmal
    > alle ins Tageslicht und vor die Kamera mit solchen alarmistischen
    > statements?

    Weil sich im G.O. auch bei den "Eliten" ganz schnell die Spreu vom Weizen trennt. Die Macht wird sich immer mehr konzentrieren, bevor alles zusammenbricht. Die Fallhöhe wird für diese bisherigen Krisengewinnler nur einfach noch viel höher sein, als bei unsereinem.

    Denn wenn erst mal das Militär im eigenen Land den Ton angibt, wird der feine Zwirn für die meisten, die sich jetzt noch an der Sonnenseite wähnen, zu nichts mehr brauchbar sein.

    > Eliten die zweifellos kommende Krise instrumentalisieren werden. Ich rechne
    > damit, dass die kommende Bankenkernschmelze dazu verwendet werden wird, um
    > die derzeit noch bestehenden Widerstände der EZB per "Befreiungsschlag"
    > aus dem Weg zu räumen sowie den schreckstarren Bürger für einen weiter
    > gehenden Transfer von nationaler Souveränität nach Brüssel gefügig zu
    > machen. "Never waste a good crisis". Und wenn es keine passende Krise gibt,
    > dann basteln wir halt eine.

    Also basteln muss man da sicher nichts mehr. Es wird eng. Die Schicht der Eliten wird sich in naher Zukunft sehr ausdünnen.

    Der nächste Kampf heißt daher: Eliten gegen Eliten.

    Was wir jetzt erahnen können ist der Versuch, einen Platz im richtigen Rettungsboot zu ergattern.


    Beste Grüße
    Arithmos

    GRIBA

    08.10.2011, 14:22
    (editiert von GRIBA, 08.10.2011, 14:51)

    @ Arithmos
     

    Ich will da mal noch etwas weiter gehen: (+Ergänzung)

    Hallo Arithmos,
    >
    > Also basteln muss man da sicher nichts mehr. Es wird eng. Die Schicht der
    > Eliten wird sich in naher Zukunft sehr ausdünnen.
    >
    > Der nächste Kampf heißt daher: Eliten gegen Eliten.
    >
    > Was wir jetzt erahnen können ist der Versuch, einen Platz im richtigen
    > Rettungsboot zu ergattern.
    >
    >
    > Beste Grüße
    > Arithmos

    Es ist der Kampf der Ober-Eliten (derer, denen die Welt seit mindestens 200 Jahren gehört) gegen den Rest der (mitunter nur vermeintlichen) Eliten. Bisher geht alles nach deren Plan, auch der Zusammenbruch des Fiat-Money ist durchaus kalkuliert. Lediglich ein Risiko bleibt auch für sie: daß dieses hochkompexe Gebilde Weltwirtschaft unsteuerbar und die Welt selbst dann per nuklearem GO (analog Fukushima) unbewohnbar wird. War letzteres eine Warnung an ihresgleichen? Alles VT, ich weiß.

    Ergänzung: Wie komme ich darauf? Bitte folgende Site anklicken (deren Überschrift ist irreführend) und das Video ganz am Ende (oder ersatzweise seine Übersetzung) zu Gemüte führen!
    Foundation X

    Nur eines ist sicher: wird dürfen bestenfalls zuschauen, das Heft des Handelns haben andere.

    BG GRIBA

    Arithmos

    08.10.2011, 14:37
    (editiert von Arithmos, 08.10.2011, 14:45)

    @ GRIBA
     

    Vielleicht haben aber auch die "Ober-Eliten" einfach Angst davor, dass

    das Einzige, was sie vom Pöbel bald noch unterscheidet, die goldene Kalaschnikow ist:

    http://a2.tvspielfilm.de/imedia/9094/2309094,Ub_+9k1WY0B512oVxrZLCf3JLXQPZOKaDtpbZ8th2WdwpWgi6UYEvgJgPeOS3+TzP7qqwCcLyODdR79920XjOw==.jpg

    (aus Lord of War)

    GRIBA

    08.10.2011, 14:49

    @ Arithmos
     

    bitte meine Ergänzung von oben beachten.

    Ich habe leider etwas Zeit gebraucht, um das Video (leider nicht im Original) wieder zu finden.

    stocksorcerer

    08.10.2011, 18:18

    @ GRIBA
     

    Das war die Antwort des Spiegel

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,727509,00.html


    Und wie nicht anders zu erwarten, haben sie in die gleiche Kerbe geschlagen, wie alle anderen auch, indem sie den 72jährigen Lord als senilen Opa hinstellen, als ein Opfer von Trickbetrügern. Das Thema wird also im folgenden vorangetrieben, wie ich hier mal stichpunktartig zitiert habe.

    - "Der umtriebige Lord"
    - "ließ er eine schräge Erklärung folgen"
    - "zum Gespött im Londoner Parlamentsviertel Westminster"
    - "Es ist traurig, dass Lord James sich von einem ziemlich offensichtlichen und dummen Hoax hat hereinlegen lassen", kommentiert Polit-Blogger Hopi Sen.
    - "Lord Myners von der Labour-Opposition nutzte die Gelegenheit, James nach Strich und Faden zu verspotten."
    - "Ihr Ziel sei es, die globale Wirtschaft und deren Mittel vor wachsender Instabilität zu retten. Als Leumund hätten sie eine "Liste, die Menschen von höchstem Profil auf der Weltbühne" umfasse, benannt. Deren Namen nennt der Lord genauso wenig wie den wahren Namen seiner "Foundation X".
    - "...die skurrile Episode dürfte die Kritiker des Oberhauses in ihrer Forderung bestätigen, endlich die Lords auf Lebenszeit abzuschaffen."

    Genauso macht man das. Man hängt ein Schild mit der Aufschrift "Blödsinn" auf und gibt den Themengeber der Lächerlichkeit preis. Ist halt ein alter Spinner, der gar nicht mehr hier sein dürfte. Widerlegt ist nichts. Das nennt man "modernen investigativen Journalismus". [[freude]]

    Schönes Wochenende
    stocksorcerer

    Morpheus

    E-Mail

    08.10.2011, 18:45

    @ HuangJin
     

    Die Entwicklung ist seit Jahren weitgehend festgelegt

    lieber HuangJin,

    und nochmals Dank für Deine Beiträge.

    Seit ich den Debitismus verstanden habe und auch den Staat, die Bedeutung und die Funktion des Eigentums, wird mir immer klarer, dass die Menschheit sich auf einem vorgezeichneten Weg entwickelt.

    Die Ober-Elite (von der GRIBA schreibt) ist weder erforderlich, noch (nach meiner Überzeugung) vorhanden.

    Die Eliten verhalten sich in ihrem Sinne logisch und versuchen das zu stabilisieren was ist, um ihren Job und ihre Position zu retten. Das tun sie jeweils lokal, aber doch überall auf der Welt gleichermaßen.

    Die immer stärker leidende Bevölkerung kämpft dagegen. Tunesien und Ägypten waren die Vorboten. Der Wachstumszwang führt zu dieser Entwicklung, und gerade weil wir so gut im "Retten" des Systems gewesen sind, genau deshalb wird diesmal alles untergehen. Wir werden alle Staaten, inkl. der Schwellenländer auf ein maximales Niveau bringen und dann ist mit einem großen Knall Schluss, überall auf der Welt und zeitgleich.
    Was danach kommt, wird nicht lustig werden.

    Der Wachstumszwang führt auch zu den Zusammenschlüssen. Durch dieses Wachstum der Einzelstaaten zur EU kann man noch einmal eine Rettung vornehmen. Es entsteht Raum für mehr Schulden. Auch und gerade dank der Verschuldungsmöglichkeit von Deutschland.

    FREUEN WIR UNS DARÜBER !!!

    Was danach kommt, wenn es nicht mehr klappt, wird wie gesagt nicht lustig werden.
    Diesmal werden sie die Kurve mittels der EUDSSR noch irgendwie bekommen. In den USA werden wir auch in Kürze eine weitere Einschränkung der Bürgerrechte sehen, bzw. die Anwendung der bestehenden Gesetze wird nur restriktiver werden.
    Die BRIC-Länder und auch einige der Entwicklungsländer, sowie die Ölstaaten haben noch Potentiale, die noch nutzbar sind. Und sie werden genutzt werden.

    Auch nach der EUDSSR ist noch Platz für eine UW (Vereinte Welt). Denn auch diese Chance werden die Elite in ihrer Not nutzen wollen. China wird uns dann doch (noch) retten wollen, weil später auch deren Eliten das Volk fürchten müssen. Die Eliten wählen stets das (für sie) kleinste Übel, aber jeder mögliche Weg führt letztlich in den selben Abgrund.

    Das einzige was hilft ist persönliche Vorbereitung. Und dazu muss ich immer wieder an @Bär denken, der hier leider nicht mehr schreibt. Seine vielen Beiträge sind sehr lesenswert.

    Beste Grüße und viel Kraft

    Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    --------------------------------------
    warum unser System nicht funktionieren kann

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    08.10.2011, 21:56

    @ Morpheus
     

    Buchempfehlung dazu:

    > Das einzige was hilft ist persönliche Vorbereitung. Und dazu muss ich
    > immer wieder an @Bär denken, der hier leider nicht mehr schreibt. Seine
    > vielen Beiträge sind sehr lesenswert.

    vom letzten Game over:
    Kurzbeschreibung
    In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts beschließen ein 49jähriger ehemaliger Ökonomie-Professor und seine um 21 Jahre jüngere Frau, eine Musikerin, einen anderen Weg zu gehen: Sie ziehen aufs Land in die Berge von Vermont, um ihren Vorstellungen entsprechend zu leben - weit entfernt vom hektischen Stadtleben.
    Dieses Buch ist ihr Rechenschaftsbericht über die ersten zwanzig Jahre dieses "guten Lebens" von 1932 bis 1952. Es ist ein mutmachendes Buch für alle, die selbst auf der Suche nach Alternativen sind.

    Ich halte es für das Beste Buch zum G.O.

    http://www.amazon.de/gutes-Leben-leben-Helen-Nearing/dp/3923176007/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1318099132&sr=8-5
    Auch die Fortsetzung. Mit 70 ein neues Leben beginnen.
    http://www.amazon.de/Fortf%C3%BChrung-guten-Lebens-n%C3%A4chsten-Jahre/dp/3895661163/ref=pd_sim_b1

    > Beste Grüße und viel Kraft
    >
    > Morpheus

    Gruß Mephistopheles

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Morpheus

    E-Mail

    09.10.2011, 01:30

    @ Mephistopheles
     

    Danke für den Tip, wir können ihn gerade im Moment gut brauchen (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    --------------------------------------
    warum unser System nicht funktionieren kann

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    09.10.2011, 09:54
    (editiert von Mephistopheles, 09.10.2011, 10:27)

    @ Morpheus
     

    Oh Gott! Da fällt mir gerade auf: Ich habe den Warnhinweis vergessen!

    also hole ich hier nach:

    warning!
    Ist mit viel Arbeit verbunden!

    Die beiden bauten eine Landwirtschaft auf ohne Maschinen und ohne Vieh.
    Dazuhaten sie sich eine anscheinend klimatisch ungeeignete, letzten Endes aber ideale Gegend ausgesucht:
    Ein abgelegenes, von 10.000 ha Wald umgebenes Grundstück in Vermont ohne Eisenbahnanschluß und ohne Straße. Nur Feldwege gab es.
    Such das mal in Deutschland!
    Dann haben sie sich entschlossen, gesund zu leben, weil sie sich einen Arztbesuch sowieso nicht leisten konnten und nicht krankenversichert waren.
    Er wurde 100 Jahre alt, sie 95. Ohne je einen Arzt gesehen zu haben.
    Probier das mal in Deutschland!
    Dann haben sie sich entschlossen, ein richtiges Haus zu bauen, also nicht etwa so eine Holzhütte, sondern aus Stein. Und zwar ausschließlich aus gesammelten Feldsteinen.
    Ohne Baugenehmigung natürlich, nicht etwa, um irgend etwas illegales zu beginnen, sondern weil freie Menschen überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind, dass man dafür eine Genehmigung bräuchte.
    Trau dich das mal in Deutschland!
    Und das ohne Maschinen, sondern mit Schaufel, Pickel und einem handbetriebenen Betonmischer.
    Ein Besucher hat sich mal beklagt, dass ihm der 80-jährige beim Händedruck fast die Finger zerquetscht hätte!
    Und dann hatten sie eine "Muse". Ich bin über den Ausdruck auch nicht sonderlich glücklich, ich hab ihn aus dem Buch 4-Stunden-Arbeitswoche.
    Da muss ich gleich einen scheinbaren Widerspruch aufklären:
    Erst viel Arbeit und dann 4-Stunden-Woche?!?
    Ja!
    Das letztere ist das, was du machen musst, um in dieser Gesellschaft zu überleben.
    Und das so weit wie möglich zu reduzieren wird nicht nur hier, sondern praktisch von allen Denkern empfohlen.
    Das andere ist das, was du selbst gerne machst.
    Mit "Muse" ist etwas gemeint, was dir so viel Geld einbringst, wie du brauchst für deine Bedürfnisse.
    Also eine quasi automatisch fließende Einnahmequelle.
    Das benötigte Geld ist meist sehr viel weniger, als man denkt.
    Bei den beiden war es der Ahornsirup. Bäume anzapfen, die sowieso wachsen und niemand nutzt, den Safteinkochen und als Sirup zu verkaufen. Sie benötigten das Geld hauptsächlich für Bücher und Musikinstrumente.
    Bei dem bekannten Agrarrebell Sepp Holzer waren es wohl seine Birnen, die sowieso wuchsen, und die er einem Birnenschnapshersteller verkauft hat.
    Bei vielen früheren Landwirten waren es die Eier, die die Hühner sowieso legten,und die sie verkauften,um das wenige Geld einzunehmen, das ihre Subsistenzlandwirtschaft benötigte.

    Irgend so eine "Muse", also eine quasi automatisch fließende Einnahmequelle sollte einerhaben, der autark leben möchte.

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    Arithmos

    09.10.2011, 11:30
    (editiert von Arithmos, 09.10.2011, 11:31)

    @ Mephistopheles
     

    Weiterer Warnhinweis von mir:

    Einer hat Glück - der schreibt ein Buch. 100 andere mit der gleichen Idee scheitern kläglich. Tote schreiben keine Bücher. Daher sind derartige Geschichten schön zu lesen - aber als Blaupausen mit großer Vorsicht zu genießen.

    Dies nur als Hinweis, weil es gerade hier im Gelben viele Leser und Schreiber gibt, denen ein gedrucktes Wort gerne mal vermeintlich die lange gesuchte Erleuchtung bringt.

    Beste Grüße
    Arithmos

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    09.10.2011, 12:34
    (editiert von Chef, 09.10.2011, 12:38)

    @ Arithmos
     

    [] Es geht hier nicht um eine Geschäftsidee oder das ultimative Forex-Trading-System mit Gewinngarantie! ;)

    > Einer hat Glück - der schreibt ein Buch. 100 andere mit der gleichen Idee
    > scheitern kläglich. Tote schreiben keine Bücher.

    ---
    Wer für ein buntes Deutschland ist, soll dafür bezahlen!

    clarius

    08.10.2011, 20:21

    @ HuangJin
     

    Ausgedruckt, eingerahmt und ...

    aufgehängt, diese Passage:

    > Nein, solche statements kommen von unseren Eliten nicht etwa aus Sorge,
    > dass die Bürger unvorbereitet in eine Krise schlittern. Solche statements
    > sind meines Erachtens die Vorbereitung auf eine Art Putsch, in der unsere
    > Eliten die zweifellos kommende Krise instrumentalisieren werden. Ich rechne
    > damit, dass die kommende Bankenkernschmelze dazu verwendet werden wird, um
    > die derzeit noch bestehenden Widerstände der EZB per "Befreiungsschlag"
    > aus dem Weg zu räumen sowie den schreckstarren Bürger für einen weiter
    > gehenden Transfer von nationaler Souveränität nach Brüssel gefügig zu
    > machen. "Never waste a good crisis". Und wenn es keine passende Krise gibt,
    > dann basteln wir halt eine.


    Danke + vG
    clarius

    Herzog.Waydelich

    08.10.2011, 22:44

    @ HuangJin
     

    vielleicht weil schon wieder keiner die Versicherer auf dem Radar har

    Guten Abend HuangJin,

    ja, ja, die Banken. Dabei konnte man es im Spiegel bereis vor 18 Monaten lesen:

    Robert Mazzuoli wird deutlicher. "Ein mittleres Szenario ist praktisch nicht vorstellbar", sagt der Analyst von der LBBW. Sollte Griechenland im Extremfall fallen, so Mazzuoli, dann gerieten nicht nur die anderen PIIGS-Staaten stärker unter Druck, sondern möglicherweise auch noch weitere, wie etwa Großbritannien. "Das wäre der Ernstfall für alle Märkte, mit der Lehman-Insolvenz wohl kaum zu vergleichen", sagt er. "Eine solche Staatenkrise würden nicht nur die Versicherer kaum überstehen."

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,677543,00.html


    Noch Fragen, warum die Bank of England gerade ein 75 Mrd Pfund QE3 Programm aufgesetzt hat?

    http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13646294/Bank-of-England-kaempft-gegen-Rezession.html


    Diesmal geht es halt nicht nur um die Banken sondern auch die Versicherer drohen zu fallen. Wenn es zum "Versicherungs-Run" kommt lässt sich das Rad nicht mehr aufhalten.

    Aber mehr als selbst vorsorgen kann man eh nicht. Also wenn die Masse hysterisch umher rennt, Bargeld und Lebensmittel hamstert, werde ich ruhig meinen englischen Tee trinken und ein paar Tage daheim warten, bis sich der Rauch gelegt hat.


    Es grüßt herzlichst

    Herzog Waydelich

    Zweistein

    E-Mail

    08.10.2011, 23:03

    @ HuangJin
     

    Was ist eigentlich aus dieser Prognose geworden?

    Ganz unspektakulär wurde hier ein geordneter Aufräumungsprozess avisiert:

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=199414

    Man könnte meinen, dem ist so, wenn da nicht diese Hühnerhaufenmentalität wäre.

    Wäre doch gar kein Grund zur Nervosität.

    Was stimmt also nicht?

    Fragen sich

    Zweistein und sicher viele andere auch

    ---
    Am besten man kommt gar nicht erst auf die Welt, dann muss man auch nicht sterben.

    Nathan

    09.10.2011, 09:40

    @ Zweistein
     

    Was nicht stimmt?

    Die allergrössten Risiken liegen m.M. bei den sogenannten politischen Retter selbst. Statt das Rad zurückzudrehen und Regulierungsmassnahmen durchzusetzen, bedient sich die Politik genau der Instrumente der Banken, die u.a. für das Desaster im 2008 verantwortlich waren.

    Ich zitiere:
    Der Euro-Rettungsfonds EFSF ist nichts anderes als eine Zweckgesellschaft. Vor 2008 erlaubten solche „Special Purpose Vehicles“ den Banken, riskante Geschäfte außerbilanziell zu vertuschen. Nun dient die amtliche Variante den Regierungen dazu, mit mäßiger Kontrolle durch die Parlamente das Geld zusammenzukratzen, um überschuldete Leidensgenossen in Euro-Randstaaten herauszupauken. Noch verschwommen sind die Pläne für eine „Hebelung“ der EFSF, um die bislang garantierten Finanzmittel „effizient“ zu nutzen. Das Vorhaben aber ähnelt in fataler Weise dem immer größeren Rad, das viele Banken vor 2008 drehten. Im Kampf gegen die Finanzmärkte greifen die selbsternannten Retter des Euro auf Methoden zurück, die man nur aus der eigentlich doch verfemten Welt der Finanzritter kannte. (FAZ)

    Aus meiner Sicht haben wir es ganz klar mit einer politischen Krise zu tun. Feierabend der Systeme kommt durch einen Knall, wenn er denn kommt.

    Beste Grüsse

Wandere aus, solange es noch geht.


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