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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    dottore

    30.01.2010, 18:47
     

    Neue Haider-Variante

    Hi,

    es wird immer bunter. Denn:

    In der Affäre um das Milliarden-Debakel der Bayerischen Landesbank bei der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft jetzt auch wegen Korruption ("Süddeutsche Zeitung").

    Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass der frühere Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) Jörg Haider 2007 beim Verkauf der HGAA an die BayernLB seine Zustimmung davon abhängig gemacht habe, dass die Landesbank einen Fußballklub in Kärnten unterstütze, schrieb die Zeitung.

    "Es besteht Korruptionsverdacht", wird Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger zitiert. Womöglich sei Haider als "ausländischer Amtsträger" mit einem Millionenbetrag für den Kärntner Fußball bestochen worden. Das lässt wohl auch den Haider-Abschied in neuem Licht erscheinen.

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Korruptionsverdachts gegen die Manager der BayernLB, die für das mutmaßliche Fußball-Sponsoring in Kärnten verantwortlich gewesen seien. Die BayernLB hatte 2007 für 1,6 Milliarden Euro 67 Prozent an der HGAA übernommen. Im Dezember gab die Landesbank Bayern ihre Mehrheitsbeteiligung zum symbolischen Preis von einem Euro komplett an die Republik Österreich ab. Ihr Engagement bei der HGAA bescherte der Landesbank Milliardenverluste.

    Jeden Tag ein neuer Saustall, der sich auftut... Gruß!

    Barbara

    E-Mail

    Am Deich,
    30.01.2010, 19:21
    (editiert von Chef, 30.01.2010, 20:05)

    @ dottore
     

    Mythos Haider

    Hi Dottore,

    ein paar Links hatte ich gestern schon, wollte dazu noch ein bißchen recherchieren, stell sie jetzt aber mal dazu.



    Die Demontage des Haider-Mythos


    Foul-Spiel um Kärntner Fußballstadion?

    Mitschnitt eines Telefonats enthüllt Schmiergeld-Praxis bei den Rechtspopulisten in Kärnten

    Auch Haider unter Korruptionsverdacht:Staatsbürgerschaft gegen Geld getauscht?

    Ex-Hypo-Vorstand: "Haider wollte Geld sehen"

    Schuster: "Haider wollte Geld sehen"

    "Haider wusste alles über die Hypo"

    Der Titel des letzten Beitrages impliziert regelrecht einen Grund seines plötzlichen Ablebens.


    Gruß Barbara

    BadDream

    30.01.2010, 21:18
    (editiert von BadDream, 30.01.2010, 21:31)

    @ Barbara
     

    Schon praktisch, so ein Toter


    > Mitschnitt eines Telefonats enthüllt

    > Haider unter Korruptionsverdacht

    > Haider wollte Geld sehen

    > Haider wusste alles



    Die maßgeschneiderten Enthüllungen nehmen seit Monaten kein Ende.

    Endlich gibt's einen, der Alles ganz allein eingefädelt hat und der an Allem schuld ist.

    Wenn er nicht schon tot wäre, müste man ihn glatt tot machen um einen ähnlich großen Nutzen aus seiner Existenz zu ziehen.


    -----------

    synergetiker

    30.01.2010, 21:31

    @ BadDream
     

    Danke! Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. (oT)

    [ kein Text ]
    clarius

    31.01.2010, 00:17
    (editiert von clarius, 31.01.2010, 00:18)

    @ BadDream
     

    Der Haider wars...

    > Die maßgeschneiderten Enthüllungen nehmen seit Monaten kein Ende.
    >
    > Endlich gibt's einen, der Alles ganz allein eingefädelt hat und der an
    > Allem schuld ist.

    Jepp, manchmal,wenn mir grad nix besseres einfällt, dann denke ich auch: der Haider is schuld. Klimakatastrophe und Schweinegrippe is sowieso klar, aber vor allem auch Subprime-Krise und Erdbeben allerorten. Geht ziemlich sicher alles auf sein Konto! Manchmal denke ich sogar, der Haider is bestimmt auch an AIDS schuld... [[top]]

    Endlich haben wir den Schuldigen [[freude]]

    LG
    Clarius

    edit:
    vermutlich auch WW1

    wolfgang-live

    01.08.2010, 19:14

    @ Barbara
     

    Haider's geheimes Vermächtnis?

    Jörg Haider, "die gefallene Sonne" war, wie wir alle bereits vermuteten, korrupt


    http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2010/07/die-qualitat-unserer-politiker.html

    Bleibt abzuwarten, ob der Kärtner Augiasstall Blaupause für die Steiermark (Stichwort Schladming) oder gar die Wiener Regierungsspitze war!

    ---
    In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat. (George Orwell)
    ... und das ist hier http://www.fortunanetz.de dokumentiert!

    Emerald

    03.08.2010, 21:32

    @ wolfgang-live
     

    Der tote Haider und seine späten Neider ....

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/HaiderMillionen-aus-dem-Irak-und-Libyen-auf-Schweizer-Konten/story/28155255

    Liechtenstein hat vor zwei Tagen dementiert,
    weil sich dort die Spur inzwischen verliert!
    Warum nicht in Zürich eine Stiftung halten,
    das Label bleibt : Schweizer die verwalten ?


    War in der Vergangenheit der Banken-Trick,
    jetzt ziehen die Versehrten am dicken Strick -
    in welchen Kasserolen liegen die Kastanien :
    Sicher bei den Schweizern ; nicht in Spanien?


    Der kecke Hasardeur aus Klagenfurt in Kärnten :
    konnte all die '' Geschenke'' nicht mehr ernten!
    Die Komödie dazu wird erst noch geschrieben :
    'Alles nur für meine Freunde und meine Lieben!'






    Emerald.

    aliter

    30.01.2010, 22:54

    @ dottore
     

    de mortuis nil nisi bene

    Wieso soll man Behörden/Staatsanwälten glauben, die höchst unglaubwürdige Ermitlungsergebnisse produziert haben. Viel nahe liegender ist der Kary Effekt: Nach der Ermordung des Schatzmeisters der FDP war er angeblich der einzige der die kriminellen Machenschaften gekannt haben sollte, m.W. wurde gegen andere dann nicht mehr ermittelt. Also man kann Haider posthum natürlich alle Skandale aufhalsen und nebenbei die ungeliebte FPÖ diskreditieren. mfg

    vernunft

    31.01.2010, 13:04

    @ dottore
     

    Der eine "wurde selbstverunfallt" - der andere hat heute Krebs...

    Ja dottore und Interessierte, es kommt nun eben alles auf den Tisch, schön langsam aber sicher...:


    Im Oktober 2008 waren folgende Zeitungsausschnitte zu finden, ich zitiere mal:


    20. Oktober 2008
    Spiegel Online - Lafontaine wünscht sich viele Bankmanager im Gefängnis
    Josef Ackermann ist entsetzt - doch die Linke lässt nicht locker. Nachdem Präsidentschaftskandidat Peter Sodann den Deutsche-Bank-Chef ins Kittchen gewünscht hat, springt ihm jetzt Oskar Lafontaine bei: Der Linksparteichef fordert gleich auch "viele andere" hinter Schloss und Riegel.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,585080,00.html
    [Anmerkung und Hervorhebung initiative vernunft: Ein Politiker, der heute nicht mehr lebt, hatte genau dasselbe bereits am 10. Oktober 2008 gefordert. Lesen Sie selbst:


    10. Oktober 2008
    KLEINE ZEITUNG - Sein letztes Interview: Haider fordert eine Regierung der Einheit
    Er fordert einen Sondergerichtshof für Wirtschaftsdelikte, einen neuen Konsumentenschutz und eine Regierung der Einheit. Jörg Haider über Krise, Wahlen und deren Folgen.

    KLEINE ZEITUNG: Hochbezahlte Manager haben die Misere verursacht. Reichen die Möglichkeiten, sie zur Verantwortung zu ziehen?
    HAIDER: Wer mit anvertrautem Geld leichtfertig umgeht, muss die Folgen spüren. Wir brauchen eine strengere Managementhaftung, eine Änderung des Strafrechts und einen Sondergerichtshof für Wirtschaftsdelikte. Manager, die über Grenzen gehen, müssen mit ihrem Vermögen haften. Die sind ja nicht arm, die haben gigantisch verdient. Auch ist die strafrechtliche Verantwortung klarzustellen, dann müssen sie eingesperrt werden.

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/haider/1575885/index.do


    Jörg Haider hat also, wie aus dem Interview mit der Kleinen Zeitung hervorgeht, deutliche Worte gebraucht in seiner Stellungnahme zur aktuellen Finanzkrise. Nur Stunden später wurde er in ein Geschehen verwickelt, das offiziell als "tragischer Selbstunfall" bezeichnet wurde:

    http://news.orf.at/video/iptvpopup.html?zib_sonder_haider_tot_tag_edit2.wmv
    http://nachrichten.t-online.de/c/16/49/73/16/16497316.html
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-36045.html
    http://info.kopp-verlag.de/news/beobachtungen-am-unfallort-von-joerg-h.html
    http://info.kopp-verlag.de/news/ente-im-phaeton-kleid-medienfaelschungen-im-fall-haider.html
    http://info.kopp-verlag.de/news/cherchez-le-camion-kollidierte-haider-fahrzeug-mit-lkw.html
    http://info.kopp-verlag.de/news/haider-einaescherung-ist-vernichtung-von-beweismitteln.html ]

    Kapalke

    02.08.2010, 16:02
    (editiert von Kapalke, 02.08.2010, 16:03)

    @ vernunft
     

    Die Diskreditierung geht weiter bis...

    ... jeder Österreicher gehirngewaschener Weise der nur mehr negatives im Kopf hat wenn der Name JH fällt. Es begann mit Raser, dann wurde er zum verantwortungslosen Alkoraser, dann zum schwulen verantwortungslosen Alkoraser und nun ist er auch noch der Hauptschuldige an sämtlichen Finanzdesastern und Skandalen. Sei es Hypo, oder die Liechtenstein-Konten oder der Kärnten-Bankrott. Man lässt keine Gelegenheit aus, sich am toten JH zu rächen. Was muss der Mann für ein Dorn im Auge der Täter gewesen sein, wenn er selbst tot noch eine Gefahr für DIE ist. Die Täter strengen sich echt an dass von den guten Erinnerungen an JH wirklich ja nix in den Köpfen der Bürger übrig bleibt.


    Ich würde sagen die Lichtensteinlüge ist der Stadtkrämerlüge gleich zu stellen.

    Natürlich kann ich mich auch irren.

    wolfgang-live

    02.08.2010, 16:55

    @ Kapalke
     

    @Kapalke: der beste Sündenbock ist der tote Sündenbock

    da kann man doch wunderbar die selbst initiierten Sauereien dem Toten in den Sarg legen.

    Bleibt zum Thema Liechtenstein die Frage: "wo sind die 40 Mio geblieben"?

    ---
    In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat. (George Orwell)
    ... und das ist hier http://www.fortunanetz.de dokumentiert!

    Kapalke

    02.08.2010, 17:22

    @ wolfgang-live
     

    gibt es die 40 Mio. überhaupt?

    ohne Text.

    Leserzuschrift

    02.08.2010, 19:12

    @ Kapalke
     

    Nach der physischen ... nun die „Hinrichtung“ der positiven Erinnerungen

    Für alle die dieses (mittlerweile sehr gekürzte) Video noch nicht gesehen haben oder Haider’s „Bankensager“ am Tag der gewonnen Wahl („er“ hatte seine Stimmen verdreifacht!) verdrängen wollen. Die verzweifelte Gestik und das Gestammel des „schwarzen“ Vizekanzler spricht Bände.
    www.youtube.com/watch?v=9VYP0DEv85M

    Und zum Begräbnis kam eine NICHT abkommandierte Bevölkerung (an die Hunderttausend), so was gab’s in Österreich noch nie! Und die (wenig instinktgeschädigten) Bergbauern hatten ihre eigene Erklärung zum Tod Haider’s: „der wurde weggeräumt!“
    www.mein-klagenfurt.at/mein-klagenfurt/events-veranstaltungen/warst-du-dabei/oktober-2008/joerg-haider-bilder-joerg-haider-begraebnis/

    Mit dabei beim Begräbnis übrigens die gesamte Bundesregierung und der Bundespräsident.
    www.tagesspiegel.de/politik/international/wie-ein-staatsakt/1350926.html

    Letzterer war übrigens im diesen Jahr Teilnehmer der Bilderberger-Konferenz zusammen mit Repräsentanten der österreichischen „Banken......“ (um nicht bei der Titulierung von Haider zu bleiben)
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/571324/index.do

    Leserzuschrift

    02.08.2010, 21:14

    @ Leserzuschrift
     

    Nachtrag zu Haider

    Rothschild empfahl Bayern LB den Kauf von HGAA
    www.br-online.de/bayern1/bayernmagazin/bayernlb-rothschild-kurt-faltlhauser-ID127981398526.xml
    kassierte dafür 8 Mio. Honorar und Haider erdreistete sich DANACH von der „Bankenmafia“ zu sprechen (siehe obiges Video). Ein leckeres Gute-Nacht-Gutti für die „Verschwörungsleugner“ oder nicht?

    Leserzuschrift

    02.08.2010, 20:28

    @ vernunft
     

    Haider und die Verantwortung

    Liebe(r) vernunft,

    wenn ich folgenden Aussagen von einem Herrn Haider lese, wie das von Ihnen angeführte:

    "HAIDER: Wer mit anvertrautem Geld leichtfertig umgeht, muss die Folgen spüren. Wir brauchen eine strengere Managementhaftung, eine Änderung des Strafrechts und einen Sondergerichtshof für Wirtschaftsdelikte. Manager, die über Grenzen gehen, müssen mit ihrem Vermögen haften. Die sind ja nicht arm, die haben gigantisch verdient. Auch ist die strafrechtliche Verantwortung klarzustellen, dann müssen sie eingesperrt werden."

    dreht sich mir alles im Magen um, und das sage ich als Kärntner.

    Wo war denn die Verantwortung eines Herrn Haider bei dem ihm anvertrauten Steuergeld?

    Wo war die Verantwortung bei:

    - Seebühne
    - Styrian Airlines
    - Hypo Alpe Adria (als oberster Eigentümer)
    - Fussballclub FC Kärnten
    - Fussballstadion
    - Landesverschuldung enorm erhöht bei guter Konjunktur, bis hin zur höchsten im gesamten Bundesgebiet

    und bei vielem weiteren mehr....

    Das alles hat ein Herr Haider verschuldet!

    Wo bitte hat er da SEINE Verantwortung gesehen?

    Alles Millionenlöcher, mit der Hypo sogar Milliardenlöcher, die er unter seiner Verantwortung zustande gebracht hat.

    Da werden Verschwörungstheorien zum Fall Haider geschmiedet, die jeglicher Grundlage entbehren.

    Da wird ein LANDEShauptmann, der für ein paar hunderttausend Menschen "verantwortlich" war, mystifiziert, weil er für ein paar zusätzliche Stimmen wieder mal den Robin Hood spielen wollte.

    Nein, Haider musste von niemanden umgebracht werden, zu unbedeutend war er mittlerweile, zu viel Dreck hatte er selbst zu diesem Zeitpunkt schon am Stecken.

    Ich selbst fahre täglich an der Haider- Unfallstelle vorbei und dabei wird mir immer wieder bewußt wie unverantwortlich dieser Mensch gewesen sein muss.

    140 km/h, alkoholisiert und das ganze bei einer Kurve vor einem Ortsgebiet, in dem eine 50km/h- Begrenzung vorherrscht und noch dazu bei Nacht bei einer unübersichtlichen Kurve.

    Wenn ein Herr Haider von Verantwortung spricht, kann einem lediglich übel werden.

    Gruß an alle und Dank für das tolle Forum.

    PS: Schade, dass man von einem @McShorty oder einem @uluwatu nichts mehr liest.

    nereus

    03.08.2010, 07:25

    @ Leserzuschrift
     

    na ja

    Lieber Leser!

    Zustimmung hinsichtlich der übertriebenen Glorifizierung des ehemaligen Landeshauptmanns.
    Das hat mich immer ein wenig bei den Auklärungswilligen gestört, daß man aus ihm einen Heiligen machen wollte, der er ganz sicher nicht war.
    Er wäre als „Heiliger“ auch nie in diese Position gekommen und hätte dort über Jahrzehnte mehr oder weniger erfolgreich Politik machen können.
    Die Kirche sollte also, wie so oft, auch hier im Dorf bleiben.

    Es dürfte allerdings auch unbestritten sein, daß er deutlich besser das Ohr am Volk hatte, als viele andere Politiker.
    Seine bodenständige Art und sein „freches Maul“ sicherten ihm die noch immer andauernde Beliebtheit.

    Allerdings wird es hier ziemlich schräg:

    Nein, Haider musste von niemanden umgebracht werden, zu unbedeutend war er mittlerweile, zu viel Dreck hatte er selbst zu diesem Zeitpunkt schon am Stecken.
    Ich selbst fahre täglich an der Haider- Unfallstelle vorbei und dabei wird mir immer wieder bewußt wie unverantwortlich dieser Mensch gewesen sein muss.
    140 km/h, alkoholisiert und das ganze bei einer Kurve vor einem Ortsgebiet, in dem eine 50km/h- Begrenzung vorherrscht und noch dazu bei Nacht bei einer unübersichtlichen Kurve.


    Ehrlich gesagt, ein wenig intensivere Beschäftigung mit dem Fall Haider würde ganz sicher nicht schaden
    Wenn die politische Entwicklung in Österreich verfolgt hat, konnte sehen wie Jörg Haider wieder „auferstand“. Zu behaupten, daß er kurz vor seinem Tode keine Rolle mehr gespielt haben soll, spricht entweder für Unwissen oder absichtliche Desinformation .

    Und die Unfallumstände stinken aus allen Ecken und Enden.
    Es passen weder die Zeugenaussagen, noch die Beschädigungen des Autos, noch der Zeitablauf oder die selbstherrlichen Behörden zu einem schlüssigen Unfallgeschehen.
    Die Hydranten-Story ist unterirdisch und sehr viele Indizien deuten klar daraufhin, daß bei diesem Unfall nachgeholfen wurde.

    mfG
    nereus

    Zarathustra

    Helvetistan,
    03.08.2010, 09:18
    (editiert von Zarathustra, 03.08.2010, 09:21)

    @ nereus
     

    Beliebtheit

    >
    > Es dürfte allerdings auch unbestritten sein, daß er deutlich besser das
    > Ohr am Volk hatte, als viele andere Politiker.
    > Seine bodenständige Art und sein „freches Maul“ sicherten ihm die
    > noch immer andauernde Beliebtheit.
    >

    Guten Morgen Nereus !

    Wofür soll Beliebtheit ein Kriterium sein ? Der Beliebteste bei Euch ist der Baron. Na und ? Das ist doch eher ein Kriterium, das einen disqualifiziert.
    Und das Ohr am Volk ? Das haben doch alle Politiker in diesen Demoskopie-Demokratien, und dabei spezialisieren sie sich halt auf ein gewisses Spektrum des Volks, und nicht auf DAS Volk.


    > Allerdings wird es hier ziemlich schräg:
    >
    (...)
    >
    > Ehrlich gesagt, ein wenig intensivere Beschäftigung mit dem Fall Haider
    > würde ganz sicher nicht schaden
    > Wenn die politische Entwicklung in Österreich verfolgt hat, konnte sehen
    > wie Jörg Haider wieder „auferstand“. Zu behaupten, daß er kurz vor
    > seinem Tode keine Rolle mehr gespielt haben soll, spricht entweder für
    > Unwissen oder absichtliche Desinformation.
    >

    Schräg wird es wohl eher, wenn man aus der Ferne einem Kärntner politisches Unwissen über Haider unterstellt. Da liegt der Kärntner Leser meines Erachtens weit weniger schräg als so mancher Bescheidwisser in der Ferne. Haider hatte einmal 30 Prozent Wähleranteil. An jene Zeiten konnte er erwiesenermassen niemals mehr auch nur annähernd anknüpfen, weil er eben längst entzaubert war. Wie das halt so üblich ist, wenn die Helden der Opposition einmal regieren. Da ist die Ernüchterung immer schon vorprogrammiert.

    Grüsse, Zara

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    nereus

    03.08.2010, 09:52

    @ Zarathustra
     

    darum ging es doch überhaupt nicht ..

    .. meine Kritik bezog sich auf den behaupteten selbstverschuldeten Unfall.

    Hallo Zara!

    Du schreibst: Wofür soll Beliebtheit ein Kriterium sein ? Der Beliebteste bei Euch ist der Baron. Na und ? Das ist doch eher ein Kriterium, das einen disqualifiziert.

    Ich weiß nicht, ob man die Beliebtheit des Herrn Theodor, Maria, Nikolaus, Johann, Jacob, Philipp, Franz, Joseph, Sylvester von und zu Guttenberg mit der Jörg Haiders vergleichen kann.
    Was ähnlich aussieht muß noch lange nicht gleich sein.

    Und das Ohr am Volk ? Das haben doch alle Politiker in diesen Demoskopie-Demokratien, und dabei spezialisieren sie sich halt auf ein gewisses Spektrum des Volks, und nicht auf DAS Volk.

    Nein, Haider ging schnurstracks auf die Leute zu.
    So etwas wird einem in die Wiege gelegt – das kann man nur schwer lernen.
    Das er diese Gabe für seine Politik nutzte, dürfte wenig zu bestreiten sein, aber Haider hob sich damit angenehm von dem übrigen und farblosen Hofstaat der Macht ab.
    In diese Sparte passte da eher noch Franz-Josef Strauß als der obengenannte Freiherr.

    wird es wohl eher, wenn man aus der Ferne einem Kärtner politisches Unwissen über Haider unterstellt. Da liegt der Kärntner Leser meines Erachtens weit weniger schräg als so mancher Bescheidwisser in der Ferne.

    Du muß hier nicht fremde Schlachten schlagen oder gar Auftragsarbeiten übernehmen.

    Haider hatte einmal 30 Prozent Wähleranteil. An jene Zeiten konnte er erwiesenermassen niemals mehr auch nur annähernd anknüpfen, weil er eben längst entzaubert war. Wie das halt so üblich ist, wenn die Helden der Opposition einmal regieren. Da ist die Ernüchterung immer schon vorprogrammiert.

    Das wird auch nicht wahrer, wenn Du es wie eine tibetanische Gebetsmühle permanent rattern läßt.
    Haider hatte damals sogar gute Aussichten in Wien einzuziehen.
    Es stellt sich also die Frage, wer die politischen Ereignisse von damals realistischer einschätzen kann oder ob man es viel lieber mit der Verklärung hält, um sein politisches Süppchen zu kochen.

    Ich zitiere mal jemanden, der tief in diesen Fall verwickelt war und nicht gerade durch Aufrichtigkeit glänzte doch bei dieser späten Einschätzung ganz sicher richtig lag.

    ÖSTERREICH: Was würde für ein Attentat sprechen?

    PETZNER: Vor allem die weltwirtschaftlichen Entwicklungen und innenpolitischen Hintergründe. Sie müssen die politischen Dimensionen begreifen: Jörg Haider hat zwei Wochen vor dem Unfall mit seinem Sieg für das BZÖ und 11 % die innenpolitische Landschaft völlig über den Haufen geworfen und die Karten ganz neu gemischt. Haider war plötzlich wieder ein entscheidender innenpolitischer Faktor und für die Mächtigen gefährlich. Er hätte es geschafft, die Große Koalition zu verhindern. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass mit einem Jörg Haider die politische Landschaft heute völlig anders aussehen würde. Denn: Genau einen Tag nach dem Tod Jörg Haiders ist von den Zirkeln der Mächtigen die Große Koalition besiegelt worden. Das heißt: Der Tod Jörg Haiders war die Geburtsstunde der Großen Koalition.

    ÖSTERREICH: Wieso sind Sie sich sicher, dass ein lebender Jörg Haider die Große Koalition verhindert hätte?

    PETZNER: Haider hat nach der Nationalratswahl Gespräche mit allen Parteien geführt, die alle mit demselben Ergebnis geendet haben: Jede Mehrheit, jede Koalitionsform von einer Minderheitsregierung bis hin zu Schwarz-Blau-Orange oder Schwarz-Grün-Orange war zumindest im Bereich des Möglichen. Das machte ja auch die Dimension und Bedeutung seines Wahlsieges aus. Es war plötzlich alles völlig offen, das Ende der Großen Koalition in Griffweite und eine echte politische Wende für Österreich möglich. Denken Sie nur an das Treffen Jörg Haiders mit HC Strache. Es ist zwar völlig falsch, wenn Strache heute behauptet, die beiden hätten sich bei dem Treffen versöhnt, aber es ist bei diesem Treffen die Tür ein kleines Stück aufgegangen für eine Dreier-Koalition ÖVP-FPÖ-BZÖ. Haider hatte also alle Optionen. Diese Chance war ihm bewusst und er wollte in der folgenden Woche Nägel mit Köpfen machen – er hätte definitiv eine Dreier-Koalition statt der Großen Koalition zustande gebracht.


    Quelle: . http://gesamtrechts.wordpress.com/2009/06/28/haider-unfall-petzner-bzo-fordert-neue-ermittlungen-und-behauptet-dass-haider-von-der-bevorstehenden-finanzkrise-wusste/.

    Du kannst das jetzt gerne sachkundig widerlegen.

    mfG
    nereus

    Zarathustra

    Helvetistan,
    03.08.2010, 10:49

    @ nereus
     

    Spekulation

    >
    > Hallo Zara!
    >
    > Du schreibst: Wofür soll Beliebtheit ein Kriterium sein ? Der
    > Beliebteste bei Euch ist der Baron. Na und ? Das ist doch eher ein
    > Kriterium, das einen disqualifiziert.

    >
    > Ich weiß nicht, ob man die Beliebtheit des Herrn Theodor, Maria,
    > Nikolaus, Johann, Jacob, Philipp, Franz, Joseph, Sylvester von und zu
    > Guttenberg mit der Jörg Haiders vergleichen kann.

    Hallo Nereus !

    Vergleichen kann man immer. Im Uebrigen habe ich doch erwähnt, inwiefern man vergleichen kann, nämlich insofern, als Politik Demoskopie-Politik ist und jeder sein bevorzugtes Spektrum des Volks in sein populistisches Visier nimmt.


    > Was ähnlich aussieht muß noch lange nicht gleich sein.
    >

    Behauptet auch keiner. Die Klientel der völkischen Politiker ist naheliegenderweise nicht die selbe wie die der liberalen, der sozialistischen usw.


    (...)

    >
    > Haider hatte einmal 30 Prozent Wähleranteil. An jene Zeiten konnte er
    > erwiesenermassen niemals mehr auch nur annähernd anknüpfen, weil er eben
    > längst entzaubert war. Wie das halt so üblich ist, wenn die Helden der
    > Opposition einmal regieren. Da ist die Ernüchterung immer schon
    > vorprogrammiert.

    >
    > Das wird auch nicht wahrer, wenn Du es wie eine tibetanische Gebetsmühle
    > permanent rattern läßt.


    Ich kann nichts dafür, dass das wahr ist, Nereus. Haider hatte anno dazumal erwiesenermassen 30 Prozent Wähleranteil, und nach der Entzauberung niemals mehr auch nur die Hälfte davon erzielen können. Fakten sind Fakten und Wunschdenken ist Wunschdenken.


    > Haider hatte damals sogar gute Aussichten in Wien einzuziehen.

    Ja und ? Da war er ja schon einmal drin mit dem dreifachen Wähleranteil. Wogegen er zuletzt nicht einmal mehr den Trottel Strache zu überflügeln vermochte. Mit 11 Prozent bäckt man nun einmal wesentlich kleinere Brötchen als mit 30 Prozent.


    > Es stellt sich also die Frage, wer die politischen Ereignisse von damals
    > realistischer einschätzen kann oder ob man es viel lieber mit der
    > Verklärung hält, um sein politisches Süppchen zu kochen.
    >
    > Ich zitiere mal jemanden, der tief in diesen Fall verwickelt war und nicht
    > gerade durch Aufrichtigkeit glänzte doch bei dieser späten Einschätzung
    > ganz sicher richtig lag.
    >

    Ja ja, ganz ganz sicher, Nereus. So sicher wie das Amen in Petzners Kirche.


    > ÖSTERREICH: Was würde für ein Attentat sprechen?
    >
    > PETZNER: Vor allem die weltwirtschaftlichen Entwicklungen und
    > innenpolitischen Hintergründe. Sie müssen die politischen Dimensionen
    > begreifen: Jörg Haider hat zwei Wochen vor dem Unfall mit seinem Sieg für
    > das BZÖ und 11 % die innenpolitische Landschaft völlig über den Haufen
    > geworfen und die Karten ganz neu gemischt. Haider war plötzlich wieder ein
    > entscheidender innenpolitischer Faktor und für die Mächtigen gefährlich.
    > Er hätte es geschafft, die Große Koalition zu verhindern. Ich bin
    > felsenfest davon überzeugt, dass mit einem Jörg Haider die politische
    > Landschaft heute völlig anders aussehen würde. Denn: Genau einen Tag nach
    > dem Tod Jörg Haiders ist von den Zirkeln der Mächtigen die Große
    > Koalition besiegelt worden. Das heißt: Der Tod Jörg Haiders war die
    > Geburtsstunde der Großen Koalition.
    >

    Machtverschiebungen innerhalb der Mächtigen sind immer "eine Gefahr" für jenen Teil der Macht, der Machtanteile verliert, und insofern auch immer ein Motiv für die Beseitigung bestimmter Vertreter der Macht, wie es Haider einer war. Haider war nicht jenseits der Macht anzusiedeln, wie Petzner dies hier suggeriert, sondern selbstverständlich innerhalb.



    > ÖSTERREICH: Wieso sind Sie sich sicher, dass ein lebender Jörg Haider
    > die Große Koalition verhindert hätte?
    >
    > PETZNER: Haider hat nach der Nationalratswahl Gespräche mit allen
    > Parteien geführt, die alle mit demselben Ergebnis geendet haben: Jede
    > Mehrheit, jede Koalitionsform von einer Minderheitsregierung bis hin zu
    > Schwarz-Blau-Orange oder Schwarz-Grün-Orange war zumindest im Bereich des
    > Möglichen. Das machte ja auch die Dimension und Bedeutung seines
    > Wahlsieges aus. Es war plötzlich alles völlig offen, das Ende der Großen
    > Koalition in Griffweite und eine echte politische Wende für Österreich
    > möglich. Denken Sie nur an das Treffen Jörg Haiders mit HC Strache. Es
    > ist zwar völlig falsch, wenn Strache heute behauptet, die beiden hätten
    > sich bei dem Treffen versöhnt, aber es ist bei diesem Treffen die Tür ein
    > kleines Stück aufgegangen für eine Dreier-Koalition ÖVP-FPÖ-BZÖ.
    > Haider hatte also alle Optionen. Diese Chance war ihm bewusst und er wollte
    > in der folgenden Woche Nägel mit Köpfen machen – er hätte definitiv
    > eine Dreier-Koalition statt der Großen Koalition zustande gebracht.

    >

    Klar, definitiv. Ein Truther mit der definitiven Wahrheit, wie schön. Eine Dreierkoalition kann man immer machen, wenn man will, auch ohne Haider. Das ist doch alles durchsichtiges Politgeschwätz und Spekulation, Nereus. Sowas überzeugt Dich ? Mich nicht. Es könnte so sein, aber auch umgekehrt.


    >
    > Du kannst das jetzt gerne sachkundig widerlegen.
    >


    Spekulationen kann man nicht widerlegen. Aber man kann ohne die geringsten Schwierigkeiten auch das Gegenteil behaupten. Ich jedenfalls würde mich hüten zu erklären: so war's. Ich kann diese Trutherei nicht ernst nehmen, Nereus, tut mir Leid.

    Grüsse, Zara

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    nereus

    03.08.2010, 11:27

    @ Zarathustra
     

    ach geh ..

    Hallo Zara!

    Du bist und bleibst ein wackerer Kämpfer für die „Wahrheit“. [[zwinker]]

    Wie schaut es denn bei diesem Artikel in der WELT aus?

    29.09.08 | Österreich

    Rechtsruck macht Regierungsbildung kompliziert

    Mit zusammen fast 30 Prozent der Stimmen haben die rechtspopulistischen Parteien FPÖ und Jörg Haiders BZÖ in Österreich bei den Parlamentswahlen enorme Gewinne verzeichnen können. Eine Regierungsbildung wird jetzt schwierig. Denn Wahlsieger SPÖ will auf keinen Fall mit den Rechten koalieren.


    Die WELT spricht von enormen Gewinnen.

    Die Sozialdemokraten (SPÖ) indes gewannen die Wahl am Sonntag trotz Verlusten. Laut dem vorläufigen amtlichen Ergebnis erreichten sie 29,7 Prozent. Die konservative Volkspartei (ÖVP) stürzte fast neun Prozentpunkte auf 25,6 Prozent der Stimmen ab. SPÖ und ÖVP sackten auf das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Parteien ab. Ihre große Koalition war im Juli gescheitert.

    SPÖ-Kanzlerkandidat Werner Faymann nannte die ÖVP dennoch als bevorzugten Partner. Der 48-Jährige schloss eine Koalition mit FPÖ oder BZÖ aus. „Die haben nichts in der Regierung verloren.“ Faymann wurde als Wahlsieger trotz der Einbußen von seinen Anhängern bejubelt. Die SPÖ sackte um fünf Prozentpunkte ab, konnte sich aber wie 2006 vor der ÖVP halten.

    Die Grünen blieben mit 9,8 Prozent hinter Haiders Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) zurück, das im Vergleich zu 2006 seine Stimmen auf elf Prozent nahezu verdreifachte. Die Freiheitliche Partei (FPÖ) gewann fast sieben Punkte auf 18 Prozent hinzu.


    Man muß schon den Kopf ganz tief in den Sand stecken, wenn man hier keine neue Schlacht um die Macht erkennen kann.

    Der Politikwissenschaftler Anton Pelinka sagte Reuters, Österreich steuere auf eine äußerst schwierige Regierungsbildung zu. Die ÖVP werde erwägen, sich in die Opposition zurückzuziehen. „Das bedeutet eine sehr lange Phase der Regierungsverhandlungen.“ Im Parlament hätte neben einer Neuauflage der großen Koalition ein Bündnis von SPÖ und FPÖ eine Mehrheit. Die ÖVP könnte mit FPÖ und BZÖ eine Koalition bilden, wollte die FPÖ jedoch nicht als Partner haben.

    Mit zusammen genommen fast 30 Prozent übertrafen FPÖ und BZÖ das bislang beste Ergebnis des rechten Lagers. „Das sollte auch der FPÖ zu denken geben“, sagte BZÖ-Chef Haider im ORF. Bei der Wahl 1999 war die FPÖ mit 27 Prozent zweitstärkste Partei nach der SPÖ geworden. Haider zeigte sich für eine Annäherung offen. „Die Wähler erwarten nun, dass wir etwas für Österreich bewegen und uns nicht mit Animositäten bekämpfen“, sagte er.


    Quelle: http://www.welt.de/politik/article2506561/Rechtsruck-macht-Regierungsbildung-kompliziert.html

    Wie Du siehst, muß man nicht zwingend in Kärnten wohnen, wenn man die Spiele der Mächtigen verfolgen will.
    Haider mutierte direkt nach der Wahl zu einer unberechenbaren Größe - selbst die Systemmedien gaben es damals zu.
    Jetzt so zu tun als wäre das eine spät erdichtete Verherrlichung der Haider-Jünger ist nichts anderes als leicht durchschaubare Propaganda.

    Dennoch Grüße in die Berge,
    nereus

    Zarathustra

    Helvetistan,
    03.08.2010, 12:44
    (editiert von Zarathustra, 03.08.2010, 12:48)

    @ nereus
     

    ach komm

    > Hallo Zara!
    >
    > Du bist und bleibst ein wackerer Kämpfer für die „Wahrheit“.
    > [[zwinker]]
    >

    Saluti Nereus,

    Ja, mich wundert der Enthusiasmus einiger Zeitgenossen, mit welchem sie sich für die Machtbastarden ins Zeug legen, wenn sie sich angeblich gegenseitig abmurksen, statt dass sie sie als das wahrnehmen, was sie sind: Repräsentanten eines Spektrums der Macht, Vertreter des Systems. Meine Tränen spare ich mir lieber für jene Opfer auf, die tatsächlich beklagenswert sind. Der Tod der Arten, beispielsweise, im Oel zappelnde Pelikane, bei vollem Bewusstsein geschächtete Huftiere usw.
    Haider juckt mich dagegen nicht sonderlich, Barschel und der "Riesenstaatsmann Mümmelmann" (copyright Franz Josef) auch nicht. Aber da hat halt jeder unterschiedliche Präferenzen, und ich will sie Dir auch gar nicht streitig machen.

    Ich kenne sie leider nicht, die Wahrheit, ganz im Gegensatz zu Petzner, der sie "definitiv" kennt und sie auch definitiv weiteren Kennern zu vermitteln sich imstande zu sehen scheint.
    Nach Deiner Logik glaubte also das Machtspektrum SPÖ, eine Koalition ÖVP-FPÖ-BZÖ könne nur dadurch verhindert werden, indem man den 11-Prozent-Haider abmurkst, und dass man demzufolge zur Tat schritt. Ich meinerseits halte das zwar nicht für ausgeschlossen, aber eben für sehr unwahrscheinlich, an den Haaren herbeigezogen. Nicht mehr und nicht weniger.


    >
    > Dennoch Grüße in die Berge,
    > nereus


    Grüsse von oben herab

    Zara

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    vernunft

    03.08.2010, 15:48

    @ Zarathustra
     

    In der Rolle des Bauern = innerhalb des Schachbretts, aber auch innerhalb der Macht?

    > Haider war nicht jenseits der Macht anzusiedeln, wie Petzner dies hier
    > suggeriert, sondern selbstverständlich innerhalb.

    Werter Zara,

    du hast mit deiner Aussage recht, allerdings nur auf den ersten, oberflächlichen Blick (leider bewegst du dich in den Repliken an nereus ebenfalls allzusehr auf Allgemeinplätzen und Oberflächlichkeiten, nereus' Tiefgang täte not...)

    Nun, aufgrund der geografischen Distanz zu Kärnten, und des persönlichen Nicht-Kennens von JH, muss auch in an der Oberfläche bleiben und argumentieren, es gibt jedoch Vorgänge und Spielzüge auf dem Schachbrett, die seit dem Oktober 2008 gespielt wurden, die auch ohne Tiefgang kontrastreich sichtbar vor uns liegen, so offensichtlich, dass sie schon wieder übersehen werden.

    Ich haue hier mal in die selbe Kerbe wie nereus und schreibe: Mit dem Fortleben JH's wär alles ganz anders gekommen in der Frage der partei-politischen Gewichte und Einflüsse im Lande Österreich. Das Petzner-Interview zeigt es uns deutlich vor Augen, wer lese, der verstehe bitte auch!


    Wie komme ich zu dieser vermessenen Einschätzung?

    Der "Vertrag von Lissabon" hätte von Wien niemals so "elegant" und diskussionslos angenommen werden können, wenn JH noch gelebt und auf Europa-Fragen solchen Ausmasses noch hätte wortgewaltig und polemisierend Einfluss nehmen können.

    Der Faktor eines unberechenbar erstarkten Landeshauptmannes und der Idee eines "freien Kärntens" wären gar dick gewesen für die schlanken und vor allem lautlosen Angleichungsprozesse für die Sache EU. Nicht vergessen: Gerade die Finanzkrise und die drohenden Staatspleiten haben neue de-facto EU-Grundlagen erzwungen und so neue Fakten der Zusammenarbeit im vor dem Kollaps bedrohten EU-Gebilde geschaffen. Ein JH hätte eine solche monumentale Schwäche schonungslos ausgeschlachtet im Kampf gegen den EU-Goliath.

    All dies ist "dank des Unfalles" nicht eingetroffen.

    Hier die wirklich interessierenden und relevanten Zusammenhänge nicht sehen und besprechen zu wollen, wäre bei der Aufarbeitung von JH's Zu-Tode-Kommens nicht sachgerecht. Das Petzner-Interview weist klar hin auf die Dimension des Schachbrettes.


    Der aufdatierte Status in Sachen Harmonisierung in Richtung EU könnte also mit Stand August 2010 zusammengefasst so lauten:


    Österreich 2008: Grosse Koalition sichergestellt.

    Irland 2009: Zustimmung zum Vertrag von Lissabon gekauft und im 2. Anlauf erfolgt dank scharfer Wirtschaftskrise und zugesagter EU-Hilfen.

    EU 2009: Vertrag von Lissabon dank gebrochener Widerstände breit angenommen (in keinem Land gab es eine Volksbefragung dazu).

    Polen 2010: (Nicht völlig berechenbare) Führungsriege komplett ausgetauscht, seit kurzem nun bestückt mit EU- und IWF-"Agenten".

    Schweiz 2010: Bilateraler Weg als für beendet erklärt, forcierte Integration notwendig (gem. den fremden wie hiesigen Meinungsmachern und Vordenkern).

    Island 2010: Beitritts-Verhandlung bald möglich dank der Islands Bankpleiten 2008 (!).


    So schaut das "big chessboard" derzeit aus. JH war "nur ein Bauer" in diesem Spiel der Spiele, aber ein nicht ganz berechenbarer Bauer... Erst mit seinem Tod wurde er (und mit ihm alle österreichichen "Oppositionellen") wieder berechenbar.

    D'accord?
    fragt dich Zara und Interessierte
    vernunft

    Leserzuschrift

    03.08.2010, 21:05

    @ vernunft
     

    Haider der Bauer, Dichand der Schachspieler

    Hi vernunft/Forum,

    Wenn ich hier so die Haider-Theorien lese und was ohne seinen Unfall nicht alles anders gelaufen wäre, dann fehlt mir immer ein, leider nicht zu vernachlässigendes, Element.

    Haider war ein hervorragender Populist, der das politische Spiel ausgezeichnet durchschaut hat und sich somit sein Leben lang gefühlt haben muss wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser.
    Einer, der das ganze aber schon lange vor Haider betrieben und Österreich wesentlich maßgeblicher geprägt hat, war Hans Dichand - ehem. Herausgeber und Chefredakteur der Kronenzeitung. http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dichand

    Er war DER Marionettenspieler in Österreich. Konkurrenzlos.
    Ohne ihn hätte es "den Haider" nicht gegeben, genausowenig wie den EU-Beitritt Österreichs, etc... In der Alpenrepublik gegen die Opposition zu regieren ist keinesfalls ein Problem; gegen die Krone - immernoch nahezu unmöglich.

    "Mit knapp drei Millionen Lesern bei einer Bevölkerungszahl von etwa acht Millionen ist die Neue Kronen Zeitung somit gemessen an der Einwohnerzahl eine der stärksten, erfolgreichsten und auch der einflussreichsten Zeitungen der Welt"
    aus http://de.wikipedia.org/wiki/Kronen_Zeitung#Auflage_und_Reichweite

    und der Stil der Krone ist einmalig.

    Eine, auf jedenfall sehenswerte, ARTE-Doku über Dichand und seine Zeitung und auch ein bisschen über die österr. Volksseele (die vor Gemütlichkeit und der damit verbundenen Einfachheit nur so strotzt - no offense ;) ) gibts unter:

    http://www.flimmit.com/download-stream/kronenzeitung-tag-fur-tag-ein-boulevardstueck/

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_für_Tag_ein_Boulevardstück

    Leider nicht gratis - bis vor einiger Zeit war er noch auf youtube zu sehen - aber wer sich ein Buch von "Gerhard Wisnewski" leisten will, dürfte die 5 Eur für den Stream auch noch übrig haben. Der Film ist es absolut Wert!

    Und genauso lesenswert Dichands Büchlein "Im Vorhof der Macht".

    Fazit: Jep, Haider war ein Bauer. Hätte er wirklich etwas ändern wollen - 2000 hatte er die größte Chance (davor&danach kleinere).
    Als erfahrener Populist wusste er aber damals schon, dass die ganze Chose nur nach hinten losgehen kann (Regierung hielt 2j dann kam der Absturz "seiner" FPÖ und er konnte den Retter in Kärnten spielen - Landeshauptmann+BZÖ Gründung - und auf blinden gehorsam aufbauen ;) ) ähnliches findet sich oft genug in seiner Karriere.

    Kurz noch zu Petzner:
    Haider war sein "Lebensmensch" (seine Worte; er hat, glaube ich, auch ein Büchlein mit diesem Titel veröffentl.), also wird er in einem Interview natürlich auch entsprechendes über ihn sagen.
    Man kann ihn auch rel. einfach persönlich kennenlernen wenn man z.b. mal in Kärnten auf Urlaub ist und sich auf einer größeren volkstümlichen Veranstaltung herumtreibt - selbiges ging mit Haider auch, das Charisma bei Petzner fehlt. Große Erkenntnise werden aber genauso ausbleiben, das soll nicht vom Selbstversuch abhalten!

    Ich bitte zu beachten, dass ich im obigen Text keinerlei Meinung zu "Haider - Mord oder Unfall?" wiedergebe, weil ich diese Fragestellung als unwichtig und reine Ablenkung von der imho wichtigeren Frage "Was wäre mit Haider anders?" betrachte. 2tere kann ich kurz und bündig mit NICHTS beantworten.

    Warum? Wurde zum Großteil schon durch die andere Leserzuschrift http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=177821 beantwortet und Haider sein Leben lang vorgezeigt.
    Sein Lebenslauf hindert aber anscheinend die wenigsten daran, aufgrund seiner letzten Äusserungen über seine "Bekehrung" zu spekulieren.

    Hey, er hat nicht nur über die "Bankermafia" geschimpft, er war mittendrin! Yeah, it's Populism baby!

    lg aus Österreich

    bernhard

    nereus

    04.08.2010, 08:11

    @ Leserzuschrift
     

    Sehr interessante Wendung – Weissgarnix, steckst Du dahinter?

    Kürzlich informierte uns ein Leser noch so:

    Nein, Haider musste von niemanden umgebracht werden, zu unbedeutend war er mittlerweile, zu viel Dreck hatte er selbst zu diesem Zeitpunkt schon am Stecken.
    Ich selbst fahre täglich an der Haider- Unfallstelle vorbei und dabei wird mir immer wieder bewußt wie unverantwortlich dieser Mensch gewesen sein muss.
    140 km/h, alkoholisiert und das ganze bei einer Kurve vor einem Ortsgebiet, in dem eine 50km/h- Begrenzung vorherrscht und noch dazu bei Nacht bei einer unübersichtlichen Kurve.


    Nachdem diese Story offensichtlich nicht unter’s Volk gebracht werden konnte, hören wir nun von einem anderen Leser (der vielleicht der selbe ist – was die Forumsleitung herausbekommen könnte, sofern sie denn will [[freude]]) zum Thema:

    Ich bitte zu beachten, dass ich im obigen Text keinerlei Meinung zu "Haider - Mord oder Unfall?" wiedergebe, weil ich diese Fragestellung als unwichtig und reine Ablenkung von der imho wichtigeren Frage "Was wäre mit Haider anders?" betrachte.

    Die Fragestellung, ob hier ein Mensch ermordet wurde oder nicht ist also unwichtig.
    Erst sollen wir wissen, das es ganz anders war und dann spielt es plötzlich keine Rolle mehr. Das ist schon ein starkes Stück!

    Nun ja, wahrscheinlich die herbe Weltsicht eines Globalisten.
    Wie gut das ich gerade den Roman „Der letzte Papst“ lese, da wimmelt es nur so von solchen Gestalten.

    Die Argumentation ist allerdings auf ihre Art konsequent.
    Da Haider eh nicht wichtig war kann es auch keinen Grund gegeben haben ihn aus dem Verkehr zu ziehen.

    D.h. dann jedoch im Umkehrschluß, falls Haider doch wichtig war oder zumindest die Gefahr bestand, das er dies hätte werden können, hätte es ggf. auch einen Grund geben können ihn unschädlich zu machen.
    Das gebietet aus dieser Argumentation jetzt die Logik!

    Da ich vor knapp 2 Jahren etwas tiefer in den Fall Haider eintauchte und bis heute fest davon überzeugt bin, daß der „Rechtspopulist“ ermordet wurde, kann ich daraus nur ableiten, daß die Alarmsirenen des Systems Anfang Oktober 2008 eben doch auf Rot standen und man Haider für immer entfernen mußte, weil er aus irgendeinem Grund gefährlich wurde.

    Und da die Zeitung WELT das Problem bestätigt hat, siehe mein Posting weiter oben, und die WELT ein Sprachrohr des SYSTEMS ist kann eigentlich nur die undurchschaubare politische Situation im Herbst 2008 das Problem schlüssig erklären.

    Denn der „Delinquent“ verkündete noch kurz vor seinem Tod dies:

    Als "deutliches Signal" für die Bildung einer rot-schwarzen Koalition hat am Dienstag BZÖ-Chef Jörg Haider die Kür von Josef Pröll als Nachfolger von ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer bezeichnet. Haider nahm die in St. Pölten laufende Debatte um die Veranlagung von Wohnbaugeldern zum Anlass, Druck aus dem Raiffeisen-Konzern für die Wahl Josef Prölls zu vermuten.
    ..
    Der Druck in Richtung Rot-Schwarz werde von einer bestimmten Gruppe ausgeübt, die einer "größeren Bankengruppe" angehören würden, sagte Haider und präzisierte auf Nachfrage, es handle sich um Raiffeisen. Diese Bankengruppe könnte schon bald in größere Schwierigkeiten kommen, behauptete der Kärntner Landeshauptmann. Ihm lägen gesicherte Informationen vor, wonach in Niederösterreich lukrierte Gelder aus dem Verkauf von Wohnbauforderungen "hochspekulativ" angelegt worden seien und in der derzeitigen Bankenkrise "krachen" könnten.
    ..
    Haider wiederum mutmaßte, wegen dieses Risikos sei eine SPÖ-ÖVP-Koalition auf Bundesebene von Nöten, um in diesem Falle eine "Notaktion" zur Rettung der Bank durchführen zu können. "Das wird aber nicht unter dem Teppich bleiben, dazu ist die Opposition im Parlament viel zu stark", betonte Haider. Er fordert nun eine Prüfung durch die Finanzmarktaufsicht und "volle Aufklärung".
    ..
    Eine SP-VP-Koalition werde vom BZÖ jedenfalls abgelehnt, wiederholte der Parteichef. Alle anderen Varianten seien denkbar, Haider wollte auch die Unterstützung einer roten oder schwarzen Minderheitsregierung nicht ausschließen. Er selbst werde jedenfalls den Kurs des BZÖ im Parlament vorgeben, dafür müsse er nicht im Nationalrat vertreten sein: "Ich kann auch ohne Mandat Klubobmann sein, das obliegt dem Klub selbst, der sich seine Statuten gibt."


    Quelle: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/1557803/index.do

    Und was hatte der „Lebensmensch“ behauptet, siehe Posting weiter oben?

    Genau einen Tag nach dem Tod Jörg Haiders ist von den Zirkeln der Mächtigen die Große Koalition besiegelt worden. Das heißt: Der Tod Jörg Haiders war die Geburtsstunde der Großen Koalition.

    Wo er recht hat, da hat er recht, auch wenn er sonst eine dubiose Rolle spielte.

    Übrigens, @weissgarnix, steckst Du etwa hinter der Leserzuschrift?

    Hey, er hat nicht nur über die "Bankermafia" geschimpft, er war mittendrin! Yeah, it's Populism baby!

    Das ist eine typische Floskel von unserem Senkrechtstarter und damit natürlich äußerst verräterisch. [[freude]]
    Du arbeitest also auch für die - das ist allerdings nicht wirklich überraschend. [[sauer]]

    mfG
    nereus

    Lex Mercatoria

    04.08.2010, 19:06
    (editiert von Lex Mercatoria, 04.08.2010, 19:39)

    @ nereus
     

    Nur weil die Nereuse dieser Welt sich für ein imaginäres Publikum…

    ...an den Missständen des Kapitalismus ersatzweise abarbeiten, weil sie zu Zeiten des realexistierenden Sozialismus keine Gelegenheit bekamen, einen innerlich aufgestauten Riesenberg an Seelenschmerzen mit Nachdruck platzieren zu können, heißt das noch lange nicht, dass die Nichtreaktion von Menschen westlicher Prägung auf Beiträge hier bedeutet, dass „diese Story offensichtlich nicht unter’s Volk gebracht werden konnte.“

    Ich empfand die beiden Leserzuschriften als angenehme farbliche Abhebungen von der ansonsten völlig vermieften Anklagenummer der übrigen Beiträge – aber muss ich das deshalb auch der Welt sofort verkünden? Gilt hier im Forum neuerdings: Nichtbeantwortung oder Nichtbeipflichtung heißt keine Zustimmung zum Inhalt?

    Weißt Du, Nereus, hier findet kein Wettbewerb statt zum Thema, wer trifft die Wahrheit am besten, wer ist am kritischsten, wer schafft es am besten, seinen ideologischen Weckruf publikumswirksam zu platzieren (auch wenn man manchmal den Eindruck gewinnen könnte, dass es für manche hier doch so ist).

    Deshalb auch für Dich, damit Du es Dir ein für alle Mal hinter die Löffel schreiben kannst:

    Hier ist, um Moneymind aufzugreifen, ein großer gelber Stammtisch, an dem jeder ganz was Schlaues sagen (schreiben) kann, etwas super-duper-Kritisches, etwas toootaaaaaal Beeindruckendes, welches im manipulierten und gleichgeschalteten Mainstream seinesgleichen sucht…

    …nur um anschließend draußen in der irrealen Welt jenseits dieses elitären Forums festzustellen, dass jeder dahergelaufene Bierdipfl mit Hauptschul-Nichtabschluss und jeder intellektuelle Besserwisser (Moneymind würde noch hinzufügen: je nach Alkoholisierungsgrad) genau den gleichen Quark verzapft - nur halt mit kleinerem Publikum am jeweiligen Lokal-Stammtisch.

    Aus der Größe der Leserschaft oder dem Umfang der Resonanz auf einen Beitrag auf die Bedeutsamkeit des Inhaltes zu schließen, ist genauso unsinnig, wie von den Äußerungen oder verkündeten Zielen eines Politikers auf seine Bedeutsamkeit zu schließen.

    > D.h. dann jedoch im Umkehrschluß, falls Haider doch wichtig war oder
    > zumindest die Gefahr bestand, das er dies hätte werden können, hätte es
    > ggf. auch einen Grund geben können ihn unschädlich zu machen.
    > Das gebietet aus dieser Argumentation jetzt die Logik!
    Ach was, Logik. Ausgerechnet hier an Bord die Logik zu bemühen, kann doch mittlerweile nur noch als satirischer Beitrag gewertet werden. Liest Du denn gar keine Threads von Melethron? It’s all Hegel, stupid!

    > Wo er recht hat, da hat er recht, auch wenn er sonst eine dubiose Rolle
    > spielte.
    Ja, ganz richtig. Es ist völlig unwichtig, ob jemand durchgängig authentisch ist – entscheidend sind nur jene Äußerungen, die so wunderbar in’s eigene Bild passen. Google mal nach „cherry picking”, dort findest Du wesentliche Aspekte Deiner Argumentationstechniken wieder…


    > Übrigens, @weissgarnix, steckst Du etwa hinter der Leserzuschrift?
    >
    > Hey, er hat nicht nur über die "Bankermafia" geschimpft, er war
    > mittendrin! Yeah, it's Populism baby!
    >
    > Das ist eine typische Floskel von unserem Senkrechtstarter und damit
    > natürlich äußerst verräterisch. [[freude]]
    > Du arbeitest also auch für die - das ist allerdings nicht wirklich
    > überraschend. [[sauer]]
    Dieser Spruch hätte genauso gut von mir kommen können – auch ich pflege von Zeit zu Zeit so eine Sprache…
    ..was aber auch nur konsequent ist, da ich mich ja in meiner Zugehörigkeit ganz klar zu „denen“ bekenne => Yeah baby, I‘m one of the bad guys! The type of cheeky devil which your mom never wanted you to play with…[[freude]]
    (übigens komme ich aber trotzdem, so wurde mir zugetragen, in den Himmel - ÄTSCH!)

    Warum also soll nur Weissgarnix exklusiv als Verdächtiger in Betracht kommen? Ich wünsche auch in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen zu werden! (Du siehst schon, lieber Bernhard, Deine Existenz als eigenständiges Wesen wird hier ernsthaft in Zweifel gezogen...).


    Ojeojeoje
    Lex

    ---
    Disclaimer:
    Article might contain explicit depictions of real things.
    These real things are commonly known as life.
    If it sounds sarcastic, don't take it seriously.
    If it sounds dangerous, don't try it at home.
    If it offends you, don't read it.

    Leserzuschrift

    05.08.2010, 17:27

    @ nereus
     

    Der Österreicher sagt: Mocht's wos woit's, owa gehts ma ned am Oasch!

    Hi nereus,

    Disclaimer:
    Dieser Text enthält sowohl ernste als auch nicht ernste Elemente.

    > Nein, Haider musste von niemanden umgebracht werden, zu > unbedeutend war er mittlerweile, zu viel Dreck hatte er > selbst zu diesem Zeitpunkt schon am Stecken.
    > Ich selbst fahre täglich an der Haider- Unfallstelle > vorbei und dabei wird mir immer wieder bewußt wie > unverantwortlich dieser Mensch gewesen sein muss.
    > 140 km/h, alkoholisiert und das ganze bei einer Kurve vor > einem Ortsgebiet, in dem eine 50km/h- Begrenzung > vorherrscht und noch dazu bei Nacht bei einer > unübersichtlichen Kurve.
    > Nachdem diese Story offensichtlich nicht unter’s Volk > gebracht werden konnte, hören wir nun von einem anderen > Leser (der vielleicht der selbe ist – was die > Forumsleitung herausbekommen könnte, sofern sie denn >will)

    Soweit ich mich erinnere war das doch die Story und zwar in jeder Zeitung, oder?
    Also alkoholisiert und zu schnell gefahren - das mit dem Dreck am Stecken kommt bei Niemandem sofort nach dem Abgang ins Jenseits an die Öffentlichkeit.

    Und ich bin nicht der Leser, der täglich an seiner Unfallstelle vorbeifährt. Ab und an verschlägt es mich aber auch in diese Gegend. Wenn du wissen willst ob ich wgn bin, dann schick dem Chef eine mail - ich werd ihm meine Tel-Nr geben und du kannst mich anrufen oder besuchen und selbst überprüfen ob ich wgn bin oder nicht ;).
    Eine Verneinung meinerseits wäre ja mangels Überprüfbarkeit einfach nur unglaubwürdig, right?

    Wie sollte die Forenleitung das übrigens herausfinden, vl. bin ich ja so ein ausgefuchstes und richtig pöses Pürschchen, dass dann einfach 2 versch. Mailadressen verwendet und diese von verschiedenen Chinazombi-PCs über TOR verschickt?
    Also der Cheffe ist in dieser Hinsicht absolut machtlos, wenn ich mir das Späßchen erlauben will, und sollte da fairer weise auch herausgehalten werden.

    Aber andererseits ja... wer sollte es denn auch sonst sein - gibt ja wohl nicht mehr Leute in Österreich, right?

    > zum Thema:

    Wirklich? So richtig auf mein Geschreibsel bist du mir nicht eingegangen - nur same story :(.

    >> Ich bitte zu beachten, dass ich im obigen Text keinerlei >> Meinung zu "Haider - Mord oder Unfall?" wiedergebe, weil >> ich diese Fragestellung als unwichtig und reine >> Ablenkung von der imho wichtigeren Frage "Was wäre mit >> Haider anders?" betrachte.

    >> Die Fragestellung, ob hier ein Mensch ermordet wurde oder >> nicht ist also unwichtig.
    >> Erst sollen wir wissen, das es ganz anders war und dann >> spielt es plötzlich keine Rolle mehr. Das ist schon ein >> starkes Stück!

    Muss ich das ICH groß, fett und kursiv schreiben, dass es auch als ICH gelesen wird? Aber Verallgemeinerungen, Unterstellungen und aus dem Zusammenhang reißen machen auch Spaß, jaja...

    Also nochmal:

    ICH halte die Frage, ob JH ermordet worden ist oder nicht, für unwichtig, WEIL (siehste die beiden gehören zusammen, Bindewort und so) ICH MIR die Frage "Was wäre mit JH heute anders?" mit "NICHTS" beantworten konnte (davon bin ich bis heute auch fest überzeugt - wie pathetisch ;) ) und ICH somit auf eine IMHO pietätslose Befriedigung der eigenen Detektivschnüffelnase verzichten kann. (uhhh ja Unterstellungen rocken einfach! ;) )

    ICH schließe nicht aus, dass es, in WELCHEN KREISEN AUCH IMMER, Motive für einen Mord an JH gegeben haben könnte.
    ICH schließe jedoch aus, dass - und das war der eigentliche Grund für meine Antwort an @vernunft - bei einem noch lebenden JH "alles oder auch nur ein bisschen was anders wäre".

    Hätte ich die Frage "Was wäre mit JH anders?" mit vieles, einiges, manches oder ein bisschen beantworten können, würde es für mich auch Sinn machen die Nase möglichst tief rein zustecken.

    >Nun ja, wahrscheinlich die herbe Weltsicht eines >Globalisten.
    >Wie gut das ich gerade den Roman „Der letzte Papst“ lese, >da wimmelt es nur so von solchen Gestalten.

    Schön. Bin aber ideologisch weit weg von einem Globalisten - dezentrale Strukturen gefallen mir wesentlich besser... Vielfalt, Autonomie und so... hat einfach was.

    >Die Argumentation ist allerdings auf ihre Art konsequent.
    >Da Haider eh nicht wichtig war kann es auch keinen Grund >gegeben haben ihn aus dem Verkehr zu ziehen.

    >D.h. dann jedoch im Umkehrschluß, falls Haider doch >wichtig war oder zumindest die Gefahr bestand, das er dies >hätte werden können, hätte es ggf. auch einen Grund geben >können ihn unschädlich zu machen.
    >Das gebietet aus dieser Argumentation jetzt die Logik!

    warum "jedoch"? Logik eben und wenn du schon so auf Logik stehst, dann solltest du derart überflüssige (aus logischer Sicht) Begriffe vermeiden. Aber ich weiß, Dramatisierung mach auch Spaß ;)

    Mir wäre es übrigens wesentlich lieber wenn jeder seine Aussagen nach der Aussagenlogik formalisieren würde, bevor er sie von sich gibt. Das alte "Problem" der "Sprache als Quelle aller Missverständnisse" (Antoine de Saint-Exupéry) endlich mal beseitigen. Davon träume ich nachts ;)

    > Da ich vor knapp 2 Jahren etwas tiefer in den Fall Haider > eintauchte und bis heute fest davon überzeugt bin, daß der > „Rechtspopulist“ ermordet wurde, kann ich daraus nur > ableiten, daß die Alarmsirenen des Systems Anfang Oktober > 2008 eben doch auf Rot standen und man Haider für immer > entfernen mußte, weil er aus irgendeinem Grund gefährlich > wurde.

    Jep, kenne deine Beiträge durchaus... auch zu Winnenden und Erfurt. Eine Frage dazu: Warst du jemals am Tatort? Sollte doch für einen Aufklärer selbstverständlich sein. (schon wieder diese Unterstellungen und Glaubwürdigkeitsuntergrabungsversuche... eieiei, dass man damit nicht aufhören kann ist schon bedenklich)

    > Und da die Zeitung WELT das Problem bestätigt hat, siehe > mein Posting weiter oben, und die WELT ein Sprachrohr des > SYSTEMS ist kann eigentlich nur die undurchschaubare > politische Situation im Herbst 2008 das Problem schlüssig > erklären.

    Dass Anfang Okt. 2008 (Höhepunkt am 10.) das ganze Finanzkartenhaus und in der Konsequenz auch die meisten Regierungen beinahe "puff" gemacht hätten. Ist im Gelben und auch von offizieller Seite durchaus gut dokumentiert. Haider hätte daran nichts geändert, er war Politiker und somit auch ein Teil des Systems. Und wie das ganze funktioniert, hat er auch schon lange vor 2008 begriffen.

    > Als "deutliches Signal" für die Bildung einer rot-> schwarzen Koalition hat am Dienstag BZÖ-Chef Jörg Haider > die Kür von Josef Pröll als Nachfolger von ÖVP-Obmann > Wilhelm Molterer bezeichnet. Haider nahm die in St. Pölten > laufende Debatte um die Veranlagung von Wohnbaugeldern zum > Anlass, Druck aus dem Raiffeisen-Konzern für die Wahl > Josef Prölls zu vermuten...
    > Der Druck in Richtung Rot-Schwarz werde von einer > Bankengruppe" angehören würden, sagte Haider und > präzisierte auf Nachfrage, es handle sich um Raiffeisen. > Diese Bankengruppe könnte schon bald in größere > Schwierigkeiten kommen, behauptete der Kärntner > Landeshauptmann. Ihm lägen gesicherte Informationen vor, > wonach in Niederösterreich lukrierte Gelder aus dem > Verkauf von Wohnbauforderungen "hochspekulativ" angelegt > worden seien und in der derzeitigen Bankenkrise "krachen" > könnten...
    > Haider wiederum mutmaßte, wegen dieses Risikos sei eine > SPÖ-ÖVP-Koalition auf Bundesebene von Nöten, um in diesem > Falle eine "Notaktion" zur Rettung der Bank durchführen zu > können. "Das wird aber nicht unter dem Teppich bleiben, > dazu ist die Opposition im Parlament viel zu stark", > betonte Haider. Er fordert nun eine Prüfung durch die > Finanzmarktaufsicht und "volle Aufklärung"...
    > Eine SP-VP-Koalition werde vom BZÖ jedenfalls abgelehnt, > wiederholte der Parteichef. Alle anderen Varianten seien > denkbar, Haider wollte auch die Unterstützung einer roten > oder schwarzen Minderheitsregierung nicht ausschließen. Er > selbst werde jedenfalls den Kurs des BZÖ im Parlament > vorgeben, dafür müsse er nicht im Nationalrat vertreten > sein: "Ich kann auch ohne Mandat Klubobmann sein, das > obliegt dem Klub selbst, der sich seine Statuten gibt."

    > Quelle: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/1557803/> index.do

    > Und was hatte der „Lebensmensch“ behauptet, siehe Posting > weiter oben?

    > Genau einen Tag nach dem Tod Jörg Haiders ist von den > Zirkeln der Mächtigen die Große Koalition besiegelt > worden. Das heißt: Der Tod Jörg Haiders war die > Geburtsstunde der Großen Koalition.

    > Wo er recht hat, da hat er recht, auch wenn er sonst eine > dubiose Rolle spielte.

    Wo wäre Haider im Weg gestanden?
    Brauchte die große Koalition die Zustimmung des BZÖ zur Regierungsbildung?
    Nein.

    Sie brauchte die Zustimmung der Krone und der Raiffaisen. Die hätte ich bei meiner Antwort an @vernunft noch aufnehmen sollen, denn Dichand war nicht Konkurrenzlos ein gewisser Dr. Christian Konrad ("Cheffe" von die Raiffeisen) hat meistens mit und manchmal gegen ihn gespielt. Ist in Österreich, für die dies interessiert, ein offenes Geheimnis, für den Rest gilt der Beitragstitel.

    Haider war effektiv zu diesem Zeitpunkt außerhalb von Kärnten machtlos und hätte frühestens bei der nächsten Nationalratswahl 2013 in das Geschehen eingreifen können.
    Und bereits heute hätte er nicht mehr das Unschuldslamm spielen können - also sein Dreck am Stecken wäre raus gekommen außer er hätte ebenfalls ein Bankenrettungspaket bewilligt.
    Spätestens bei der Hypo Alpe Adria... Seine Bank!
    Wer dann noch mit ihm untergegangen wäre, hätten die Medien=Krone bestimmt und wenn er noch so fuchsteufelswild herumgesprungen wäre, zu sagen hätte er zu diesem Zeitpunkt aber nichts mehr gehabt.

    Warum?
    Fallbsp. 1:
    Das Land Niederösterreich hat ~1Mrd an Wohnbaugeldern verspekuliert, kommt in deinem Text oben auch vor. "puff und weg"
    Konsequenzen daraus? KEINE.
    Der Landesfürst Dr.Dr. Erwin Pröll, der Onkel von Josef Pröll, (übrigens sehr sehenswert http://www.youtube.com/watch?v=GxOnpOAZXyQ eine Rede bei einer dieser "volkstümlichen Veranstaltungen") sitzt so fest im Sattel wie eh und jeh, inzwischen seit über 20 Jahren. Und die Absolute Mehrheit der ÖVP wurde im März 2008 weiter gefestigt (wenn man wollte, wusste man zu diesem Zeitpunkt schon von den Spekulationsverlusten).
    Bis heute wissen davon übrigens kaum mehr Leute als zum Zeitpunkt der Wahl, obwohl es in den meisten Zeitungen war, aber die Krone hat gegen Erwin Pröll eben keine Kampagne am laufen. ;)

    Fallbsp. 2:
    Kleine Gemeinde die, ich glaube es war 2007 oder 2008, ihr ganzes Hab und Gut per CBL verscherbeln wollte. Gestoppt wurde das ganze von ein paar aufgeweckten Bürgern. Der Erfolg des stoppens des eigenen Vorhabens wurde von den Initiatoren der CBL Idee ein geheimst. Erfolg=Wahlerfolg.

    Was zeigen die beiden Bsp.:
    Vetternwirtschaft wurde in Österreich erfunden und es zieht sich bis in die kleinsten Kreise.
    Typisch dafür: Für jedes politische Problem gibt es immer eine "österreichische Lösung". Eine Formulierung die unsere Politikern einfach lieben und das Wahlvolk auch oder es gilt wiederum der Beitragstitel.

    > Übrigens, @weissgarnix, steckst Du etwa hinter der > Leserzuschrift?

    >> Hey, er hat nicht nur über die "Bankermafia" geschimpft, >> er war mittendrin! Yeah, it's Populism baby!

    > Das ist eine typische Floskel von unserem Senkrechtstarter > und damit natürlich äußerst verräterisch.
    > Du arbeitest also auch für die - das ist allerdings nicht > wirklich überraschend.

    Diesen Stil verwendet nicht nur wgn (Überraschung!), und er hätte konsequenterweise geschrieben: "It's Populism, stupid!". Ich habe mich für das "baby" entschieden, denn ich beschimpfe nur ungern Leute... nur im Affekt ;).

    Also was wollte ich mit meinem ursprünglichem Beitrag:
    Ein bisschen zur Aufklärung über die österr. Volksseele und wie hier Politik gemacht wird beitragen. Und daraus resultierend darauf Aufmerksam machen, dass ein noch Lebendiger JH eben nichts an der aktuellen Situation geändert hätte u.a. weil Teil des Systems.

    Du hast meinen Text zwar konsequent ignoriert aber ich habe Zeit, somit sei es dir gegönnt :), aber für eine weitere Antwort von mir hätte ich von dir, Freund der Logik, das ganze in formalisierter Form um wirklich am Thema zu bleiben.
    Und dann... ja dann komme ich mit Gödel und seinem schönsten Geschenk an die Menschheit seinem Unvollständigkeitssatz und dann
    kommst du hoffentlich mit seinem Vollständigkeitssätzchen und irgendwann einmal in ferner Zukunft werde ich plötzlich und aus heiterem Himmel sowie unvorhersehbar, keine Zeit mehr haben, weil auch ich gestorben bin.

    Doch ich schweife ab, also zurück an den Anfang - zum Beitragstitel:
    Verglichen mit dem Durchschnittsösterreicher ist der hier im Gelben so gerne verwendete "Deutsche Michel" ein wahrer Revoluzzer.
    Ein "Schlag gegen das System" aus dem Herzen Europas ... Österreich :D ; das wäre wohl ein klassischer black Swan. Ich freue mich schon darauf ;)

    lg

    bernhard

    p.s.: Der Beitragstitel soll keine Beleidigung des Österreichers sein, er ist eher einer der Gründe warum es mir hier gefällt. Dezentral und so... :) außerdem sind noch genug darunter, die gerne und erfolgreich das Hirn anstrengen.

    nereus

    05.08.2010, 22:04

    @ Leserzuschrift
     

    an den Leser

    Hallo bernhard!

    Kurz zu dem Verdacht, warum ich @weissgarnix hinter dem Posting vermutet habe.
    Einmal war es wie gesagt, daß ätzende Quenglish, daß bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Kommentare noch etwas weltgewandter machen soll und zweitens, weil er sich von Beginn an ziemlich klar positionierte.

    Hier mal ein Beispiel aus seinem Blog:

    Den Spitzen der rechten Bewegung scheint gemeinsam zu sein, dass sie entweder viel zu gefährliche Hobbies haben, oder mit dem Auto unterwegs sind “wie die gesengten Säue” (österreichisch für “Raser”). Möllemann verheddert sich suizidär in seinem Fallschirm, Leisenring rammt frontal einen LKW, und nun findet also auch Jörg Haider den Tod in den Leitplanken. Ein Jammer. Und ziemlich “unehrenhaft” obendrein, wegen sowas profanem wie einem Autounfall von der Bühne abzutreten. Wie sollen sich da Legenden bilden? “Warum is a tot, da Jörg Haida?”, fragt der Kärntner Bub. “No, weul a hoit tschnöj droan woa, dea Trottl!”, darauf der Vater. Nein, so sollten Volkshelden nicht sterben. Da hatte es der Holländer Pim Fortuyn schon besser, der wurde bekanntlich auf offener Straße abgeknallt. Das hat Stil, daran erinnert man sich gerne.

    Quelle: http://www.weissgarnix.de/2008/10/11/cars-can-be-dangerous-in-memoriam-jorg-haider/

    Es mag ja furchtbar schick sein in den „aufgeklärten“ Kreisen so über Verunfallte oder Mordopfer zu fabulieren, ich finde es eher primitiv und .. na ja lassen wir das .. sonst fühlt sich Lex wieder bemüßigt eine Stellungnahme abzugeben.

    Und zum Thema schrieb Herr Strobel bereits am 11.10.2008

    Verschwörungstheorien hinsichtlich des Unfalls sind meiner Meinung nach völlig deplaziert. Haider anno 2008 war längst nicht mehr so gefährlich wie Haider anno 2000. Wenn man ihn hätte beseitigen wollen, dann damals.

    D.h. also, so sehr weit hergeholt war mein Annahme gewiß nicht hinter dem Kommentar @weissgarnix zu vermuten, denn die Ansichten zum Fall Haider und die Verbalakrobatik gleichen sich auffallend.
    Doch zugegeben, es gäbe da sicher noch ein paar mehr Kandidaten und beweisen kann ich eh nicht.

    Interessant ist es aber nun, daß man sich bereits mit 2 Kommentaren ausführlich mit meinem Beitrag auseinandersetzt.
    Ins völlig falsche Nest habe ich offenbar nicht geschissen. [[freude]]

    Du schreibst ICH schließe nicht aus, dass es, in WELCHEN KREISEN AUCH IMMER, Motive für einen Mord an JH gegeben haben könnte.
    ICH schließe jedoch aus, dass - und das war der eigentliche Grund für meine Antwort an @vernunft - bei einem noch lebenden JH "alles oder auch nur ein bisschen was anders wäre".


    Das ist in der Tat eine schwierige Frage die niemand beantworten kann, denn bekanntlich ist der LH ja im Oktober verstorben oder verstorben worden.

    @Vernunft hatte seine Ansicht so erläutert:

    Der "Vertrag von Lissabon" hätte von Wien niemals so "elegant" und diskussionslos angenommen werden können, wenn JH noch gelebt und auf Europa-Fragen solchen Ausmasses noch hätte wortgewaltig und polemisierend Einfluss nehmen können.
    Der Faktor eines unberechenbar erstarkten Landeshauptmannes und der Idee eines "freien Kärntens" wären gar dick gewesen für die schlanken und vor allem lautlosen Angleichungsprozesse für die Sache EU. Nicht vergessen: Gerade die Finanzkrise und die drohenden Staatspleiten haben neue de-facto EU-Grundlagen erzwungen und so neue Fakten der Zusammenarbeit im vor dem Kollaps bedrohten EU-Gebilde geschaffen. Ein JH hätte eine solche monumentale Schwäche schonungslos ausgeschlachtet im Kampf gegen den EU-Goliath. All dies ist "dank des Unfalles" nicht eingetroffen.


    Dagegen gibt es kaum etwas einzuwenden oder doch, lieber Bernhard?
    Wer erlebt hat wie Haider die Systemlinge vorgeführt hat (unvergessen sein Auftritt bei Erich Böhme) weiß, wie gefährlich er hätte werden können.

    Natürlich bleibt das alles letzten Endes Spekulation, doch Deiner Sicherheit „es hätte sich nichts geändert“ halte ich meine Vermutung „er hätte für kräftigen Wirbel gesorgt“ entgegen.
    Beweisen können wir es jedoch beide nicht.

    Du schreibst: Dass Anfang Okt. 2008 (Höhepunkt am 10.) das ganze Finanzkartenhaus und in der Konsequenz auch die meisten Regierungen beinahe "puff" gemacht hätten. Ist im Gelben und auch von offizieller Seite durchaus gut dokumentiert. Haider hätte daran nichts geändert, er war Politiker und somit auch ein Teil des Systems. Und wie das ganze funktioniert, hat er auch schon lange vor 2008 begriffen.

    Es ging doch nicht darum, ob es „puff“ gemacht hat, sondern ob jemand die Taschenlampe in das Jauchefaß gehalten hätte.
    Außerdem waren Herrhausen, Rohwedder, Barschel oder Möllemann auch Teile des Systems.
    Nur waren sie an dieser oder jener Stelle eben hinderlich und mußten kalt gemacht werden.
    Daher ist die Vermutung, daß es bei Haider ähnlich gelaufen ist nun wahrlich keine besondere Denkakrobatik, zumal der offizielle Unfallhergang hinten und vorne klemmt.
    Meinst Du denn der Fall ist sachlich richtig aufgeklärt worden?

    Haider war effektiv zu diesem Zeitpunkt außerhalb von Kärnten machtlos und hätte frühestens bei der nächsten Nationalratswahl 2013 in das Geschehen eingreifen können.

    Dann hat der Herr Pelinka offensichtlich keine Ahnung als er Tage vor dem „Unfall“ sagte:

    Österreich steuere auf eine äußerst schwierige Regierungsbildung zu. Die ÖVP werde erwägen, sich in die Opposition zurückzuziehen. „Das bedeutet eine sehr lange Phase der Regierungsverhandlungen.“ Im Parlament hätte neben einer Neuauflage der großen Koalition ein Bündnis von SPÖ und FPÖ eine Mehrheit. Die ÖVP könnte mit FPÖ und BZÖ eine Koalition bilden, wollte die FPÖ jedoch nicht als Partner haben.
    Mit zusammen genommen fast 30 Prozent übertrafen FPÖ und BZÖ das bislang beste Ergebnis des rechten Lagers.


    Nun ja, lassen wir das.
    Die Interpretationsspielräume von Ereignissen sind offenbar etwas größer als angenommen.

    mfG
    nereus

    Lex Mercatoria

    06.08.2010, 08:33
    (editiert von Lex Mercatoria, 06.08.2010, 08:35)

    @ nereus
     

    Interessante (Selbst-)Einschätzung - hat einen Hauch von Hedrik Broder...

    Hi Nereus!

    > Interessant ist es aber nun, daß man sich bereits mit 2 Kommentaren
    > ausführlich mit meinem Beitrag auseinandersetzt.
    > Ins völlig falsche Nest habe ich offenbar nicht geschissen. [[freude]]
    Könntest Du uns mal verraten, warum bei Dir eine Stellungnahme auf einen Beitrag von Dir, stets dahingehend interpretiert wird, dass die bloße Kontra-Reaktion auf Dich bereits ein Indiz dafür sein muss, dass an Deinen Mutmaßungen wohl doch etwas dran sein könnte?

    Damit machst Du jeden, der eine Gegenposition einnimmt, automatisch zu einem, der irgendwie dazugehört, oder zumindest ein gefolgsames Schaf ist, und damit bereits unglaubwürdig ist.

    Das ist die ultimative Abwehrstrategie für jede Form von argumentativem Gegenwind - ein gewisser Hendrik Broder arbeitet übrigens in gleicher Weise.


    Bist wohl ein heimlicher Fan vom Broder, was?[[freude]]


    Viele Grüße
    Lex

    ---
    Disclaimer:
    Article might contain explicit depictions of real things.
    These real things are commonly known as life.
    If it sounds sarcastic, don't take it seriously.
    If it sounds dangerous, don't try it at home.
    If it offends you, don't read it.

    nereus

    06.08.2010, 09:15

    @ Lex Mercatoria
     

    Du hast etwas gesucht, du hast es gefunden und nun darfst Du es auch behalten :-) (oT)

    [ kein Text ]
    Leserzuschrift

    06.08.2010, 15:55

    @ nereus
     

    Ein Hoch auf die Interpretationsspielräume

    Hallo nereus,

    Interessant ist es aber nun, daß man sich bereits mit 2 Kommentaren ausführlich mit meinem Beitrag auseinandersetzt.
    Ins völlig falsche Nest habe ich offenbar nicht geschissen.


    Du darfst Aufmerksamkeit gerne als Bestätigung für deine Thesen ansehen, niemand kann dich davon abhalten. Aber wie gesagt - ich habe momentan einfach Zeit und entspr. Lust (DAS passende Wort s.u.) ;).

    Der "Vertrag von Lissabon" hätte von Wien niemals so "elegant" und diskussionslos angenommen werden können, wenn JH noch gelebt und auf Europa-Fragen solchen Ausmasses noch hätte wortgewaltig und polemisierend Einfluss nehmen können.
    Der Faktor eines unberechenbar erstarkten Landeshauptmannes und der Idee eines "freien Kärntens" wären gar dick gewesen für die schlanken und vor allem lautlosen Angleichungsprozesse für die Sache EU. Nicht vergessen: Gerade die Finanzkrise und die drohenden Staatspleiten haben neue de-facto EU-Grundlagen erzwungen und so neue Fakten der Zusammenarbeit im vor dem Kollaps bedrohten EU-Gebilde geschaffen. Ein JH hätte eine solche monumentale Schwäche schonungslos ausgeschlachtet im Kampf gegen den EU-Goliath. All dies ist "dank des Unfalles" nicht eingetroffen.

    Dagegen gibt es kaum etwas einzuwenden oder doch, lieber Bernhard?


    Ich wähle die "oder doch" Variante. Was es dagegen einzuwenden gibt war bereits Gegenstand meiner vorigen Beiträge. Du wirfst mir Indizien, die deine Ansicht bestätigen vor die Nase - absolut in Ordnung. Erwartest aber von mir (oder sonst jmd.) eine Widerlegung ohne die Gegenargumente wirklich auseinander zu nehmen oder zumind. zu beachten.

    Warum glaubst du hat Österr. einen Friedens- und Staatsvertrag und Deutschland nicht? Immerhin war der Gröfaz ja ein "unsriger" und kein Deutscher? Das wusste man auch 45
    Die Antwort steckt im Titel meines Vorbeitrags und dies wurde und wird von allen "großen" genutzt. Im Kalten Krieg war Österr. unverzichtbar u.a. eben wegen dieser wunderbaren Volkseinstellung :D.

    Aber es gibt noch mehr... kommt schon

    Wer erlebt hat wie Haider die Systemlinge vorgeführt hat (unvergessen sein Auftritt bei Erich Böhme) weiß, wie gefährlich er hätte werden können.

    Alleine? Keine Chance und eben, jeder Aufrührer braucht ein Sprachrohr um die Masse zu erreichen, und da wären wir schon wieder bei dieser ominösen Kronenzeitung (AH hatte damals die Lufthansa, die ihn so "nahe" an die Leute gebracht hat) ;)!

    Die Abspaltungsdrohungen Kärntens bzw. von JH wurden von der restl. Bevölkerung Österreichs mit FREUDE aufgenommen.
    Glaube es oder nicht - herausfinden kannst du es bei einer Reise durch dieses schöne Land.

    Haider hat mit dieser Ansage geblufft, so wie es ein guter Politiker eben macht wenn Regierungsverhandlungen anstehen (hat er übrigens teilw. vom Schüssel Wolferl anno 2000 gelernt, der sagte damals, dass die ÖVP als 3. stärkste Kraft in Opposition gehen würde und schwuppdiwupps war er schon Kanzler), desweiteren hat er das "Mir sand Mir und brauchn de in Wean(=Wien) ned" - Gefühl gestärkt; große Plus, denn dieses ist in wesentlichen Bevölkerungsteilen Kärntens Lebensgrundlage.

    Natürlich bleibt das alles letzten Endes Spekulation.

    Aber natürlich, manche bezeichnen es auch als Hirnwixxerei und mit denen gehe ich vollkommen d'accord. Denn wie es so ist mit dem wixxen, es soll befriedigen und das macht die ganze Sache doch. Sie befriedigt dieses unersättliche Bedürfnis unseres Hirns, eine möglichst plausible und konsistente Kausalitätenkette aufzustellen.

    Ich schlüpf mal kurz in Zara's Haut (ohne, dass ich jetzt um seine Erlaubnis frage oder generell seine Meinung übernehme ;)):
    Wir sind nicht nur determiniert, nein. Diese Determinierung zwingt uns dazu jeden wahrgenommenen Vorgang mit den Werkzeugen der Determiniertheit - Ursache und Wirkung - zu begründen.
    Zara ende.

    Und das unterscheidet den Menschen vom Tier. blubb.

    Klar was ich damit meine?
    Robert Anton Wilson hat das Konzept von "Denker" und "Beweisführer" in unserem Oberstübchen gebastelt. Denker denkt, Beweisführer beweist es. Egal was.

    Die besten Praxisbeispiele dafür sind Leute wie du und ich, die immer wieder glauben von etwas überzeugt zu sein :).
    Bei zu großen Widersprüchen wird dann was neues erdacht und bewiesen.
    Das funktioniert allerdings nur, solange der metaphysische Container noch keine zu dicke Hornhaut ausgebildet hat. Ab dann sind die beiden quasi in Pension. (Danke für die Metapher @Lex ).

    Es ging doch nicht darum, ob es „puff“ gemacht hat, sondern ob jemand die Taschenlampe in das Jauchefaß gehalten hätte.
    Außerdem waren Herrhausen, Rohwedder, Barschel oder Möllemann auch Teile des Systems.
    Nur waren sie an dieser oder jener Stelle eben hinderlich und mußten kalt gemacht werden.
    Daher ist die Vermutung, daß es bei Haider ähnlich gelaufen ist nun wahrlich keine besondere Denkakrobatik, zumal der offizielle Unfallhergang hinten und vorne klemmt.
    Meinst Du denn der Fall ist sachlich richtig aufgeklärt worden?


    Nope, keine Denkakrobatik der Beweisführer hat hier ein Heimspiel :).
    Hättest du meinen Vorbeitrag ordentl. gelesen dann würdest du wissen wie der Österreicher reagiert wenn vor ihm ein Jauchefass ausgeleert wird. "Mah, des stinkt! Kennt's des ned anfoch wegramma?"

    Und nein ich meine nicht, dass der Fall sachlich richtig aufgeklärt wurde, genausowenig wie z.b. vor kurzem erst die österr. Medien beherrschend, diese komische Abschiebung einer vorbildlich integrierten Familie (Fall Zogaj), viel Medien blabla und unser beider Freund wgn hat da auch was dazu geschrieben ;), und die - es ist kaum zu glauben - am nächsten Tag von der Innenministerin(?) geforderte "Österreich-Card" für qualifizierte Arbeitskräfte. Soll, darf, kann man die beiden Ereignisse also Abschiebung+Forderung AM TAG DANACH in Verbindung setzten?

    Davon gibts genug. Wenn du das Papst Buch durch hast, hier eine unverbindliche Empfehlung über "österreichische Machenschaften"
    "Der Fall Lucona" - die Aufklärungsarbeit hat im großen und ganzen ein Journalist in Einzelarbeit gemacht, weil Justiz+Politik+Polizei darin verwickelt und der Inhalt imho deinem Geschmack entsprechen wird -> http://www.amazon.de/Lucona-Ost-Spionage-Korruption-Dunstkreis-Regierungsspitze/dp/3900710015/ref=sr_1_1/278-5330399-2747314?ie=UTF8&s=books&qid=1281098216&sr=8-1

    Wenn du damit durch bist dann würde ich mich über einen Vergleich zw. dem heutigen und damaligem (vor 20J) Österr. freuen. Ich habe näml. keinen finden können. JH war damals übrigens auch schon aktiv ;).


    Dann hat der Herr Pelinka offensichtlich keine Ahnung als er Tage vor dem „Unfall“ sagte:
    Österreich steuere auf eine äußerst schwierige Regierungsbildung zu. Die ÖVP werde erwägen, sich in die Opposition zurückzuziehen. „Das bedeutet eine sehr lange Phase der Regierungsverhandlungen.“ Im Parlament hätte neben einer Neuauflage der großen Koalition ein Bündnis von SPÖ und FPÖ eine Mehrheit. Die ÖVP könnte mit FPÖ und BZÖ eine Koalition bilden, wollte die FPÖ jedoch nicht als Partner haben.
    Mit zusammen genommen fast 30 Prozent übertrafen FPÖ und BZÖ das bislang beste Ergebnis des rechten Lagers.


    Ich unterstelle dem Herrn Pelinka mal, dass er generell wenig Ahnung hat. Diese Unterstellung hat er sich aber durch sein Jahr(zehnt?)elanges inkompetentes auftreten in der österreichischen Tagespolitik erarbeitet.

    Nun ja, lassen wir das.
    Die Interpretationsspielräume von Ereignissen sind offenbar etwas größer als angenommen.


    Manche meinen sie gehen ins unendliche...
    Aber eine, die mir vom Pelinka & Petzner quasi in den Mund gelegt wird, hier zum besten:

    "Die ÖVP hat wieder einmal das 'Wir gehen in die Opposition'-Spielchen mit der SPÖ gespielt, dass sie die FPÖ nicht als Partner haben wollen war 2000 auch am Tableau, aber schon damals kam alles ganz anders. Durch das Ableben von JH wurden alle vernünftigen Taktierungsvarianten der ÖVP überflüssig und man entschloss sich den zukünftigen 'Partner' SPÖ noch schnell eiskalt zu erwischen bevor der seine, durch diesen Umstand gestärkte, verhandlungstatktische Position realisiert und das ganze auch noch auszunutzen beginnt. Also das Ableben von JH war tatsächlich die Geburtsstunde der großen Koalition. Aber nicht weil er seine Zustimmung verweigert hätte."

    Wer hätte das gedacht... zur Mord/Unfall Frage trägt das ganze aber leider nichts bei... eher zur "Was wäre
    anders?"-Frage.

    Ich hoffe du legst dir das Lucona-Büchlein zu denn die Lucona selbst war nur die Spitze des Eisbergs, lesenswert ist es allemal und inhaltlich sollte es, wie gesagt, genau deinen Geschmack treffen.
    Das schönste daran: es enthält keinerlei Spekulationen, nur Fakten.

    lg

    bernhard

    p.s.: Ich hoffe, ich habe dieses mal den von dir so verabscheuten Denglisch Slang vermeiden können, obwohl er mir, aufgrund der Prägnanz und Lockerheit die er suggeriert, sehr sympathisch ist.

    Zarathustra

    Helvetistan,
    08.08.2010, 12:47
    (editiert von Zarathustra, 08.08.2010, 12:51)

    @ Leserzuschrift
     

    Kompliment für diesen Beitrag, der zeigt, dass ...

    ... die Leser des DGF kein bisschen dümmer sind als dessen Schreiber.
    Das war genau nach meinem Geschmack, Bernhard. Wenn ich der Chef wäre, dann würde ich versuchen, Dich als Schreiber anzuwerben.

    >
    > Ich schlüpf mal kurz in Zara's Haut (ohne, dass ich jetzt um seine
    > Erlaubnis frage oder generell seine Meinung übernehme ;)):


    War mir eine Ehre !

    >
    > Wir sind nicht nur determiniert, nein. Diese Determinierung zwingt uns
    > dazu jeden wahrgenommenen Vorgang mit den Werkzeugen der Determiniertheit -
    > Ursache und Wirkung - zu begründen.
    > Zara ende.
    >

    Ja, und lustigerweise und insbesondere auch jene, die glauben, sie seien weder determiniert noch zufällig unterwegs. Die notorisch Halbschwangeren ...[[zwinker]]


    fröhliche Grüsse in den nahen Osten

    Zara

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    Kapalke

    03.08.2010, 18:10

    @ nereus
     

    man muss sich schon mit der Materie befassen bevor man postet...

    Lieber Leser,

    die offizielle Timeline und Story des 11.10.10.2008 ist jedenfalls widerlegt. JH war zur offiziell angegebenen Zeit sehr wahrscheinlich nicht im Stadtkrämer, sondern bis ca. Mitternacht in Velden. Egal ob sein Tod ein Unfall oder Mord war, die Story die nach seinem Tod daraus kreiert und in den Medien verbreitet wurde ist schlicht unwahr. Da gibt es nichts daran zu rütteln.

    vernunft

    03.08.2010, 14:54
    (editiert von vernunft, 03.08.2010, 14:58)

    @ Leserzuschrift
     

    Fragezeichen über Fragezeichen: Mitgegangen... und dann ausgestiegen, bevor mitgefangen... ?

    Guten Tag Leserzuschrift,

    sehr gut möglich, dass JH den Weg sehr lange mitgegangen ist. Wenn dieses Szenario stimmt, dann war es ihm (oder seinem neuen politischen Anliegen) nicht mehr dienlich, im alten Umfang "mitzumachen". Ab diesem kritischen Punkt "of no return" ist es sehr gut denkbar, dass er aussteigen wollte und, wie sein letztes Interview in der Klein-Zeitung beweist, anfing Klartext zu reden bzgl. des Ausmasses der Finanzkrise. Damals im Oktober 2008 musste davon ausgegangen werden, dass alles auf den Tisch kommt. Gut möglich, dass angesichts der ausweglosen Lage des Finanzsystems (und gestärkt durch seinen kürzlichen Wahlsieg) JH proaktiv an einem Neubeginn arbeitete.

    Da er gem. diesem Szenario folgerichtig von zuvielen Vergangenheits-Internas (Sie haben ja eine Liste geliefert) wissen musste, wurde er zur unberechenbaren Gefahr.

    Es ist immer das alte Thema: Wie kommt einer solchen Formats unbeschadet und gesund wieder aus einer derart breiten Sache wieder heraus? Oft gar nicht.

    Übrigens Ihre Nähe zum "Fall" ist durch Ihr Landeszugehörigkeit als Kärntner nicht qualifizierend genug. Oft wird gerade die Zone des Geschehens besonders aufmerksam "massiert", will heissen: Einem Wiener muss ich nichts erzählen, der hat seine Meinung über JH über Jahrzehnte vorgefasst, einem Kärntner dagegen werden besonders harsche Behauptungen und Zusammenhänge in den Medien präsentiert (der Tote kann sich ja selber nicht mehr erwehren), weil sich hier das "wahre" Bild über den Sachverhalt erst noch festigen muss.

    Kärntner und Menschen von ausserhalb, die mit JH z. B. Bergtouren unternahmen, beschreiben JH jedenfalls 180 Grad diametral als die Medien und die offiziellen Meinungsmacher.

    Entwder war JH ein genialer Täuscher der Massen, oder ein genialer Täuscher und Nutzer "des Systems" - oder keines von beiden oder beides, fragt sich nur in welchen Zeiträumen.

    Die schrittweise, gezielte mediale Verschlechterung JH's Image zunächst als Populist, Rassist, dann als Todesraser, Alkoholiker, Lebensfreund usw. liess jedenfalls in Kombination mit dem Klein-Interview meinen Bauch grumeln und die Hirnzellen zum Selberdenken aktivieren. Allzuvieles stimmt in diesem Fall einfach nicht.

    Weitere Analysen werde ich beim Zarathustra deponieren...

Wandere aus, solange es noch geht.


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vonUdo Ulfkotte
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