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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Ashitaka

    20.09.2009, 12:14
    (editiert von Ashitaka, 20.09.2009, 12:15)
     

    Guido Westerwelle im ZDF: Fragen ... keine brauchbaren Antworten von ihm ... keine Stimme! Ganz einfach!

    Hallo Zusammen,

    Die westerwellsche FDP im ZDF


    Vorab: Es tut mir leid wenn ich das ein oder andere mal ausfallend werde!


    Das Niveau deutscher Polit-talks und Wahlkampfreden ist einfach erbärmlich! Die politische Rhetorik schweb ganz einfach ausgedrückt "eine Ebene über der kritischen Wahrnehmung des Bürgers"! Von gestellten Fragen kommen 0,0% "brauchbare Antworten" zurück; der Fragesteller wird durch jede Beantwortung in einen Sumpf politischer Bildmalerei entführt! Passend zur Vier-Jahre-Zelebrierung unserer Publikums-Demokratie holen die Bildmaler ihre bunten Pinsel heraus um uns den nackten Arsch zu bemalen!

    Man hätte, man kann, wir stehen für ..... bla bla bla!

    Ich würde nur zu gerne einmal mit diesem Herrn am Tisch sitzen und ihn ausquetschen; Fragen zum Kapitalismus und den Systemgrenzen stellen. Könnte er mir nicht antworten bräuchte man nur 2 Telefonjoker (Dottore, Weissgarnix) um genügend rhetorische Fragen gegen diesen Schmalz aufzubringen! Wo leben wir denn das Zuschauer glauben soetwas wäre eine Fragerunde mit brauchbaren Beantwortungen?

    Gestellte Fragen:

    Frage: Finden Sie einen Stundenlohn von 7 Euro in Ordnung?
    Westerwelle: Nein, aber ich würde für arbeiten bevor ich arbeitslos wäre!

    Frage: Was würden Sie gegen einen solchen Stundenlohn machen?
    Westerwelle: Wir stehen für keinen Mindestlohn! [[applaus]]

    Frage: Wieso vertreten Sie in der Krise die gleichen Auffassungen wie vor der Krise?
    Westerwelle: Da packste dir doch vorn Kopf! Die haben doch nen Knall! Immer wird uns vorgeworfen wir würden die Deregulierungen der Finanzmärkte unterstützen! [[la-ola]]

    Westerwelle: Fragt mich doch endlich mal was über Bildung! Wir reden hier nur über Steuern und Wirtschaft!

    Frage: Wie stehen sie zur kostenpflichtigen Bildung?
    Westerwelle: Ich bin der Meinung jeder muss etwas tragen. 500 Euro sind Machbar, denn nach unserem Modell können Sie die 500 EUR Studiengebühr auf die spätere Beschäftigung umlagern

    [Ashitaka fragt sich: Grübel, welche Beschäftigung?]


    Fragesteller: Für viele Normalverdiener ist das nicht Machbar!
    Westerwelle: Ja schauen Sie doch mal auf die KITA-Beiträge, das ist doch der Horror! [Harald Schmidt: Mütter kriegen nicht geborene Frauen]

    Frage: Wann ziehen wir aus Afghanistan ab?
    Westerwelle: Denken sie bloss einmal an die kopftuchtragenden jungen Mädchen. Jetzt abzuziehen wäre verantwortungslos. Ich war da! Polizeiaufbau ist wichtig! Wenn wir rauswollen, müssen wir eine selbsttragende Sicherheit aufbauen! [[hae]]

    [Ashitaka fragt sich: Wie will man "selbsttragende Sicherheit" durch einen Angriffskrieg aufbauen? Wir merken doch schon das uns jegliche Legitimität für einen solchen Angriffskrieg fehlt, weshalb eventuell zukünftige Terroranschläge in Deutschland uns da fester in den Sattel drücken würden!]


    Frage: Was halten Sie von Internetüberwachung und Sperren?
    Westerwelle: Wir haben das abgelehnt! [[hüpf]]

    [Ashitaka: Donnerwetter, mit dieser Enthaltung könnt ihr ein Deutschland regieren! Wer soetwas ablehnen kann.... man man man!]

    Frage: Was ist mit direkter Demokratie?
    Westerwelle: Wir wollten das die EU-Verfassung durch direkte Abstimmung begründet wird, konnten uns jedoch nicht gegen eine indirekte Verabschiedung wehren!

    [[rofl]]

    [Ashitaka fragt sich: Und wieso hat man nicht ein einziges Veto der FDP in den Medien gehört?! Feige den Arsch einziehen und anschließend rumplärren?]

    Diese gelbe Brühe ist ein ebenso großer Witz wie der restliche Legobaukasten!

    [image]

    Für mich steht immer noch fest: Enthaltung! Keine Partei wird dem kommenden "im ZDF nicht besprochenen Problemen" stand halten! Selbst bei den nationalen Einzelproblemen findet diese Partei keine Lösung und einen konkreten Finanziervorschlag der versprochenen Entlastungen!

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    Dan

    20.09.2009, 12:57

    @ Ashitaka
     

    Danke

    Hallo Ashitaka,

    danke für die Zusammenfassung! Kann mich deinen Meinungen nur anschließen.
    Nur blah blah und keiner stellt die wichtigen Fragen für Deuschland.

    PS: Ein bissl Werbung muss erlaubt sein.
    Hier der Link zur ersten Harald Schmidt Show ohne Pocher nach
    der Sommerpause! http://www.daserste.de/haraldschmidt/letztesendung.asp

    Grüsse
    Dan

    rodex

    20.09.2009, 13:05

    @ Dan
     

    Danke für den Link! (oT)

    [ kein Text ]
    rodex

    20.09.2009, 13:02

    @ Ashitaka
     

    Ich habe Westerwelle vorgestern in Berlin zugehört ...

    ... meine Stimme hat er!

    "Es muss einen finanziellen Unterschied machen, ob man morgens aufsteht oder liegenbleibt" - eine einfache Wahrheit, die sich in der sozialdemokratisierten BRD sonst keiner mehr auszusprechen traut.

    Die FDP setzt sich erfrischend von den staatsgläubigen Umverteilungsparteien Linkspartei, SPD, CDU und Grüne ab.

    Herb

    Südsteiermark,
    20.09.2009, 13:37

    @ rodex
     

    Stammtischparolen

    > "Es muss einen finanziellen Unterschied machen, ob man morgens aufsteht
    > oder liegenbleibt"

    in der Theorie richtig aber wie soll hier eine humane Umsetzung aussehen?

    Höhere Löhne? -> das Gegenteil passiert seit Jahren.. wie will man das in Zeiten der Wirtschaftskriese umsetzen?

    Sinkende ALG/Harz4 Leistungen? -> uU. bürgerkriegsähnliche Aufstände.
    Die Migranten, Linke und jetzt ganz neu: der einfach deutsche Bürger der unverschuldet seine Arbeit verloren hat, vereinigen sich gegen die Obrigkeit.
    Dann brennt Deutschland!

    ---
    NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

    Ashitaka

    20.09.2009, 15:28

    @ Herb
     

    Ganz richtig: Dann brennt Deutschland!

    Hi Herb,

    > in der Theorie richtig aber wie soll hier eine humane Umsetzung aussehen?

    in einer weiteren Audehnung politischer Verworrenheit und gesellschaftlicher Umverteilung. Ich bin nach diesem Wahlkampf fester Überzeugung das der Karren bis zur letzten Anleihe gezerrt wird und wir unseren Staatsbankrott durch eine Ausdehnung auf europäische Ebene für die nächsten Jahre entgehen werden; was nicht heisst das massive Verwerfungen entstehen werden. Einzig die Umsetzung dieser notwendigen Anpassung scheint mir noch schleierhaft. Großbritannien und Italien stellen hier wohl die größten Herausforderungen dar.

    > Höhere Löhne? -> das Gegenteil passiert seit Jahren.. wie will man das
    > in Zeiten der Wirtschaftskriese umsetzen?

    Die Kernproblematik! Es ist eine Krise die von im Wahlkampf bisher nicht berücksichtigten Variablen gelenkt wird. Mich wundert überhaupt das das Thema Inflation/Deflation, Leverage, Fair value und sonstige Sprengstoffe nicht mehr Beachtung finden. Unsere aktuelle Reise zeigt doch das wir noch höher aufsteigen um einen gesellschaftlich vernichtenden Fall zu erleben. Da sind die Gerüchte um die Deutsche Bank und chinas Drohungen im Derivatesektor einzeln zu vernachlässigen, gesamtgesellschaftlich jedoch Symbolik für kommende Entwicklungen; selbst die US-Börsenaufsicht lässt sich hier nicht mehr blenden und grenzt manipulationsbehaftete Papiere aus. Was wenn nun die Manipulationen erst ans Tageslicht kommen?!

    > Sinkende ALG/Harz4 Leistungen? -> uU. bürgerkriegsähnliche Aufstände.
    > Die Migranten, Linke und jetzt ganz neu: der einfach deutsche Bürger der
    > unverschuldet seine Arbeit verloren hat, vereinigen sich gegen die
    > Obrigkeit.
    > Dann brennt Deutschland!

    Ganz richtig! Mit Electric Speed rasen wir auf die größten Veränderungen der Nachkriegsgeschichte zu und glauben immer noch das verdiente Leben fände Morgen statt; keine Frage was passieren wird wenn wir erkennen das es "diesen erhofften Morgen" so nicht geben wird; dafür aber einen Morgen den man gerne auf Übermorgen verschieben würde?!

    Derweil gilt wie alle Vor-sichtigen empfehlen: Schulden abbauen, Lebensstandard überprüfen, Vorsorge neu ordnen und Panik durch Recherche vertreiben.

    Es sind Veränderungen von denen uns langsam berichtet werden sollte!

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    PPQ

    Homepage

    Merseburg,
    20.09.2009, 17:23

    @ Ashitaka
     

    Sorry

    Hallo Ashitaka,

    mir scheint das aber recht unsinnig, was Du empfiehlst.
    > Schulden abbauen

    ist kontraproduktiv, wenn wir in einen weltuntergang rutschen, wie Du ihn siehst. Mit dem Untergang der Welt sind Schulden nur noch "Papier", dagegen hat der, der sie vorher gemacht hat, vorher auch von etwas gelebt, was er nie hatte.

    >Lebensstandard überprüfen,

    geht in dieselbe Richtung. Soll ich jetzt schon anfangen, den Gürtel enger zu schnallen? Damit ich mich später, wenn es nicht mehr anders geht, schon an den Hunger gewöhnt habe? Nein, das überzeugt mich nicht.

    >Vorsorge neu ordnen

    dito. Wenn Du mit Vorsorge Versicherungen meinst, dann ist das genauso falsch wie Kartoffeln im Keller zu sammeln oder Konserven zu horten oder Benzinkanister in der Garage zu stapeln. Die Versicherungen, Zusatzrenten etc. werden mit dem System über den Jordan gehen. Und Lebensmittelvorräte, die man anlegen kann, reichen nie bis ans Lebensende.

    >und Panik durch Recherche vertreiben.

    Könnte heißen, man liest sich das Wissen darüber an, dass es in der Geschichte der Menschheit nach jedem Zusammenbruch weitergegangen ist, und das in letzter Zeit sogar immer bequemer als früher. Das wird auch nächstes Mal so sein.

    > Es sind Veränderungen von denen uns langsam berichtet werden sollte!
    >
    > Herzlichst,
    >
    >

    ---
    Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

    Ashitaka

    20.09.2009, 18:11
    (editiert von Ashitaka, 20.09.2009, 18:17)

    @ PPQ
     

    Erklärung

    > Hallo Ashitaka,

    Hi PPQ,

    > mir scheint das aber recht unsinnig, was Du empfiehlst.
    > > Schulden abbauen
    >
    > ist kontraproduktiv, wenn wir in einen weltuntergang rutschen, wie Du ihn
    > siehst. Mit dem Untergang der Welt sind Schulden nur noch "Papier", dagegen
    > hat der, der sie vorher gemacht hat, vorher auch von etwas gelebt, was er
    > nie hatte.

    Ein paar tiefgreifendere Ansätze:

    Es ist kein Untergang, sondern ein für viele Menschen unvorstellbarer Wandel. Wer glaubt wir würden stehen bleiben und Probleme lösen ist meiner Ansicht nach 100% medial geimpft.

    > >Lebensstandard überprüfen,
    >
    > geht in dieselbe Richtung. Soll ich jetzt schon anfangen, den Gürtel
    > enger zu schnallen? Damit ich mich später, wenn es nicht mehr anders geht,
    > schon an den Hunger gewöhnt habe? Nein, das überzeugt mich nicht.

    Nun ich greife da in meinen Gedanken auch viel tiefer als die bekannte Vorstellung von gesellschaftlichen Krisen. Unser Lebensstandard definiert sich doch im Endeffekt nur über die maximale Hinnahme kommerzieller Aufdringlichkeiten. Das westliche Bild des kommerziell zu formenden Menschen ist eine Farce die nur scheitern kann; Sloterdijks "Du mußt dein Leben ändern" ist hier vielleicht die beste Beschreibung. Viel zu wenig wird über die eigene Dringlichkeit, stattdessen über die Bindewirkung im gesellschaftlichen Zusammenhang nachgedacht. Hier werden die Menschen durch zwingend zu senkende Arbeitslöhne (ich sprech es mal offen als europäische Notwendigkeit aus) sehr bald zu gezwungen! In Einzelheiten möchte ich mich jetzt nicht verfangen; es gibt für keinen Menschen ein Pauschalrezept um sich aus dem Spinnennetz zu befreien.

    > >Vorsorge neu ordnen
    >
    > dito. Wenn Du mit Vorsorge Versicherungen meinst, dann ist das genauso
    > falsch wie Kartoffeln im Keller zu sammeln oder Konserven zu horten oder
    > Benzinkanister in der Garage zu stapeln. Die Versicherungen, Zusatzrenten
    > etc. werden mit dem System über den Jordan gehen. Und
    > Lebensmittelvorräte, die man anlegen kann, reichen nie bis ans
    > Lebensende.

    Das meine ich nicht. Die übliche Absicherung (Alter, Krankheit, Pflege, Unfall, Arbeitslosigkeit, Zahnzusatz, Gebäude, Inventar, Glas, Feuer, Wasser, Haftpflicht, Kfz-Haftpflicht, Rechtschutz, Krankentagegeld etc.)

    Hier kann jeder einmal anfangen sich selbst zu analysieren und statt weiterer Beitragsdynamik und Aufstockung lieber in die Tilgung bestehender Verpflichtungen und für den Aufbau einer soliden Überbrückung zu sorgen; das kann die familiäre Zusammenkunft, als auch die aktuelle Diskussion um physisch greifbare Vorsorge sein.

    Mit einem Kartoffelvorrat im Keller hat das wenig gemein. Beschäftigt Jemanden jedoch die Frage der Versorgung, so kann es innere Ruhe schaffen sich trotz aller Systemferne einen Vorrat anzulegen. Es glaubt ja keiner durch wieviele Ängste Depressionen ausgelöst werden und diese durch Hinzunahme weiterer kommerzieller Aufdringlichkeiten in einen Irrgarten führen. Bankgespräche zur Absicherung sind hier die eigentliche Perversion des zu befriedigenden Sicherheitswunsches.

    > >und Panik durch Recherche vertreiben.
    >
    > Könnte heißen, man liest sich das Wissen darüber an, dass es in der
    > Geschichte der Menschheit nach jedem Zusammenbruch weitergegangen ist, und
    > das in letzter Zeit sogar immer bequemer als früher. Das wird auch
    > nächstes Mal so sein.

    Wir stecken doch schon mitten drin und keiner nimmt es für wahr! So bleibt bis zum nächsten Panikversuchs zumindest Zeit um sich selbst zu analysieren, statt im kollektiven Wahn auf dann wieder medial zelebrierte Fließbandrezepte zurückzugreifen.

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    Zarathustra

    Helvetistan,
    20.09.2009, 19:33

    @ PPQ
     

    Je komplexer die Gesellschaft, desto spektakulärer der Zusammenbruch

    >
    > Könnte heißen, man liest sich das Wissen darüber an, dass es in der
    > Geschichte der Menschheit nach jedem Zusammenbruch weitergegangen ist, und
    > das in letzter Zeit sogar immer bequemer als früher. Das wird auch
    > nächstes Mal so sein.
    >


    Hallo PPQ, Das Wissen darüber besagt, dass komplexe Gesellschaften früher oder später zusammenbrechen müssen an der wuchernden staatlichen Bürokratie und zunehmend stockendem Energiefluss. Da wir es heute mit der komplexesten aller bisherigen Zivilisationen zu tun haben, wird der Kollaps auch unbequemer als alle bisherigen:


    http://books.google.ch/books?id=NLQ3Vfg5dmIC&pg=PA65&lpg=PA65&dq=joseph+tainter&source=bl&ots=nflFldXI7A&sig=9rOt1C07m2gWXxqX9sGPrTskLDo&hl=de&ei=vlS2SvOrGovAmQOMlpjUDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=7#v=onepage&q=joseph%20tainter&f=false

    Gruss, Z.

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    Hopi

    20.09.2009, 20:27

    @ Zarathustra
     

    Das kann man aber in der Polarität auch spiegeln!

    Grüß` Dich Gott Zarathustra,

    > Hallo PPQ, Das Wissen darüber besagt, dass komplexe Gesellschaften
    > früher oder später zusammenbrechen müssen an der wuchernden staatlichen
    > Bürokratie und zunehmend stockendem Energiefluss. Da wir es heute mit der
    > komplexesten aller bisherigen Zivilisationen zu tun haben, wird der Kollaps
    > auch unbequemer als alle bisherigen:

    Du schreibst hier viel wahres, aber ist es auch die ultimative Wahrheit, d.h. könnte es nicht anders kommen? Komplexe Systeme sind sehr störanfällig, komplexere noch mehr ( Lada Geländewagen versus HighTech Super-Gelände-Schaukel, eine alte russische Antonov2 gegen einen Airbus 380 ... etc. ).

    Ob wir es heute wirklich mit einer der jemals komplexesten existierenden Gesellschaften auf Erden zu tun haben, kann ich nicht beurteilen. Es klingt für mich überheblich. Warum? Die Antworten auf unsere fundamentalen Fragen der Existenz und des Lebens wurden zu allen Zeiten erkannt. Zwar nicht mittels PC oder Laserdrucker erstellt, sondern auf Papyrus und anderen " Langzeit-Daten-Speicher-Medien " festgehalten. Das effektivste überhaupt: " Von Ohr zu Ohr, von Mund zu Mund ".

    Wenn wir nur mal annehmen es gab das "sagenumwobene Lemuria, Atlantis oder die große Zeit der Erschaffer der Pyramiden ... usw.", dann stellt sich die Frage nach der Komplexität gar nicht. Vielmehr müssen wir erkennen wie " primitiv wir unsere heute existierenden Gesellschaften des 21. Jhd. aufgebaut haben ".

    Ein möglicher Zusammenbruch, ich nenne es lieber eine bevorstehende radikale Änderung unseres Wirtschaftens und Weltbildes, hinterläßt sehr viel MATERIE und WISSEN auf allen Gebieten in & bei Millionen Menschen. Da alle heute Lebenden "instinktiv bereits seit vielen Jahren wissen", daß unser STATUS QUO nur eine große Illusion ist, sind sie auch auf einen gewaltigen Umbruch vorbereitet. Es liegen mehr Patente und Talente brach weltweit ( weil gezielt ge-deckelt ) als wir es uns zu erträumen vermögen.

    Wie bei einer Büttenrede schließe ich mit " Na, dann wollen wir sie mal hereinlassen die großen Umbrüche ". Und weil die Eingeweihten wissen, daß es weder einen Anfang noch ein Ende im Universum gab, gibt und jemals geben wird ( ausschließlich Transformation & Transmutation ), wird sich auch die Erde samt ihren Lebewesen immer weiterdrehen. Und sollte sie mit anderen Weltenkörpern kollidieren (Velikowsky & Co.) so what? Die Menschen werden weiterleben, waren Sie doch schon auf dem Mond, dem Mars und was wissen wir einzelne Schafskäsebürger eigentlich darüber? Hauptsache, der nächste Malle-Urlaub in die Schinkenstraße ist bereits gebongt und der Rest ergibt sich automatisch am Ballermann Se(x)chs?

    Die Hopi sind diesbezüglich ganz ent-spannt. Sie lauschen, harren, fühlen, schmecken und handeln der angeblich großen Dinge vor uns in der ewigen Gewißheit aller uns übermittelten Geschichtsanekdoten unserer " seeligen Ahnen ", daß sich alles universell fraktal wiederholt, aber jedesmal kostet es etwas mehr ....... ;-).

    Ist es nicht ein Zu-Fall, daß wir uns alle hier ausgerechnet in einem sprichwörtlichen ELLIOTT-WELLEN-FORUM treffen und eben in keiner multi-globalen Ein-Bahn-Straße, d.h. in einem " Elliott-Geraden-Forum "?

    Herzlichst,
    H;-)pi

    PPQ

    Homepage

    Merseburg,
    20.09.2009, 23:42
    (editiert von PPQ, 20.09.2009, 23:42)

    @ Hopi
     

    Kybernetik

    Ich glaube, ihr unterschätzt, dass es in der Kybernetik nicht nur um Komplexität geht, sondern auch darum, wie es um die Möglichkeiten beschaffen ist, die Komplexität zu regeln. Die haben sich seit Jesu´ Geburt entscheidend weiterentwickelt.

    Eine "einfache" Gesellschaft kann so störungsanfälliger sein als eine vermeintlich komplexe, das zeigt sich schon darin, dass früher eine Mißernte jeweils ein Massensterben auslöste, es heute aber schon sehr viel größerer Störeinflüsse bedürfte, um das Funktionieren des Systems entsprechend zu beeinträchtigen.

    ---
    Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

    Zarathustra

    Helvetistan,
    21.09.2009, 09:29
    (editiert von Zarathustra, 21.09.2009, 09:43)

    @ PPQ
     

    der perfekte Sturm

    > Ich glaube, ihr unterschätzt, dass es in der Kybernetik nicht nur um
    > Komplexität geht, sondern auch darum, wie es um die Möglichkeiten
    > beschaffen ist, die Komplexität zu regeln. Die haben sich seit Jesu´
    > Geburt entscheidend weiterentwickelt.
    >
    > Eine "einfache" Gesellschaft kann so störungsanfälliger sein als eine
    > vermeintlich komplexe, das zeigt sich schon darin, dass früher eine
    > Mißernte jeweils ein Massensterben auslöste, es heute aber schon sehr
    > viel größerer Störeinflüsse bedürfte, um das Funktionieren des Systems
    > entsprechend zu beeinträchtigen.


    Das ist genau das Problem, PPQ ! Die komplexen Gesellschaften hatten immer bessere und ausgeklügeltere "Möglichkeiten", den Grad der Komplexität noch weiter auszubauen. Potentielle Korrekturen werden immer weiter hinausgezögert, die Fallhöhe (der Turmbauten zu Babel) somit immer höher. Analog der Wirtschaft.
    Ueberschuldete Wirtschaften lässt man nicht mehr korrigieren, man nutzt die Möglichkeiten, mehrere nötige Korrekturen vor sich herzuschieben und übereinander zu stapeln, auf dass sie eines schönes "Tages im tiefsten Frieden" alle gleichzeitig korrigiert werden. Man kann bei einem Stausee die Staumauer auch eine Zeit lang immer weiter erhöhen, damit kein Tropfen abfliesst. Aber eben nur eine gewisse Zeit lang. Irgendwann trägt das Fundament nicht mehr, und dann kommt alles auf einmal, statt in kleineren Schüben nach jedem Gewitter - es kommt zum Perfekten Sturm.

    Als vor rund 9 Jahren bei Sony-Ericsson einmal ein kleiner Zulieferer ausfiel, kostete sie das 400 Millionen. Man kann sich ohne Schwierigkeiten ausmalen wie es kommt, wenn in dieser kontinenteübergreifenden Just-in-Time Gesellschaft dereinst ein etwas grösseres Rädchen stillsteht.

    Gorillas und Regenwaldkommunen kannten keine Missernten. Die kannten allenfalls Naturkatastrophen.

    Gruss, Z.

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    QuerDenker

    21.09.2009, 16:35

    @ Zarathustra
     

    .. vor 9 Jahren ...

    Hallo Zarathustra,

    > Als vor rund 9 Jahren bei Sony-Ericsson einmal ein kleiner Zulieferer
    > ausfiel, kostete sie das 400 Millionen.

    Aber damals waren das doch noch zwei "Mitbewerber" - oder ?

    > Man kann sich ohne Schwierigkeiten
    > ausmalen wie es kommt, wenn in dieser kontinenteübergreifenden
    > Just-in-Time Gesellschaft dereinst ein etwas grösseres Rädchen
    > stillsteht.

    Passiert doch schon überall:

    Vor ein paar Jahren - also vor der Krise - die Einspritzpumpenteile

    Jetzt steht "JIT" - z.B. im Automobilsektor - ja mehr oder weniger.

    Man erlaube mir ausnahmswesie das Wortspiel: "JIT" -> "Sh..." [[zwinker]]

    Zuliefer "in der zweiten Reihe" - also z.B. KÖGEL mit den Aufliegern mit denen "JIT" gefahren wurde - liefern jetzt das was Elli die "Fundamentals" nennt [[top]]

    Grüße

    QuerDenker







    > Gorillas und Regenwaldkommunen kannten keine Missernten. Die kannten
    > allenfalls Naturkatastrophen.
    >
    > Gruss, Z.

    ---
    10cc: 'communication is the problem to the answer' ;-)

    BBouvier

    20.09.2009, 22:49

    @ PPQ
     

    Schädelpyramiden

    <"dass es in der Geschichte der Menschheit nach jedem Zusammenbruch weitergegangen ist...">

    Pauschal schon.
    Und?

    Ich weiss nur nicht, ob das wohl:
    - die Atzteken nach ihrem Untergang...
    - die frz. Priester und Adeligen nach Behandlung durch die Guillotine...
    - die Millionen verhungerter russischer Bauern unter Lenin...
    - die aber-Millionen Toten unter Pol-Pot...
    - Ostrom nach 1453...
    - das Kalifat der Abbasiden in Bagdad, als die Mongolen 1258
    aus dem Köpfen der Bewohner Pyramiden stapelten...
    ...
    so richtig getröstet haben sollte? [[freude]]

    Dass nämlich "die Menschheit" (!) weiter ging...

    Gruss,
    BB

    Jeanna

    20.09.2009, 23:06
    (editiert von Jeanna, 20.09.2009, 23:08)

    @ BBouvier
     

    Genau, Bouvier !

    So gesehen ging's und geht's ja tatsächlich "immer weiter" ... und das "tröstliche" an diesem Befund liegt wohl im Verzicht auf die entscheidende Frage, die da lauten sollte "Aber wie, und für wen ?

    Gruss zurück

    J.

    PPQ

    Homepage

    Merseburg,
    20.09.2009, 23:43

    @ BBouvier
     

    siehe "Kybernetik" (o.T.) (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

    neo

    20.09.2009, 15:22

    @ rodex
     

    wird aber leider Ihren Worten keine Taten folgen lassen.

    deshalb lass uns diesmal doch ausnahmsweise ein Zeichen setzen und Piraten wählen, beim nächsten Mal wählen wir wir FDP und eine Partei, die sich für die "arbeitendende" Bevölkerung einsetzt.

    Papillon

    20.09.2009, 16:33

    @ neo
     

    Wahlkrampf

    > deshalb lass uns diesmal doch ausnahmsweise ein Zeichen setzen und Piraten
    > wählen, beim nächsten Mal wählen wir wir FDP und eine Partei, die sich
    > für die "arbeitendende" Bevölkerung einsetzt.


    Hallo,

    ich habe mehr als 15 Jahre lang im Berliner Sozialbereich gearbeitet, jegliche Sozialromantik ist mir fremd.
    Regelmässig vor Wahlen tauchen dieimmergleichen Parolen auf, mit denen versucht wird, die "ehrlich arbeitenden Menschen" gegen die "morgendlichen Liegenbleiber" auszuspielen
    Wie billig !
    "Arbeit muss sich wieder lohnen!", genau ! Leider lohnen sich viele einfache Arbeiten mit Löhnen zwischen 3,50 Euro und 5,50 Euro eben nicht, jedenfalls nicht, um aus Hartz 4 aussteigen zu können.
    Unser Arbeitslosenheer ist eben nicht uniform gekleidet, sondern enthält das gesamte Farbspektrum, vom Schlauberger, der sich gewieft einer extrem kompliziert ausformulierten Gesetzgebung bedient, über psychisch und körperlich Beschädigte, die dem Tempo und Druck nicht mehr standhalten, bis hin zum vormals "ehrlich arbeitenden Menschen", der lange Zeit gar nicht begreift, wie ihm geschieht und in einer für ihn atemraubenden Geschwindigkeit in den Sozialkeller weitergereicht wird.

    Unser System sondert letztlich immer mehr Menschen aus, die zur Gewinnmaximierung nicht mehr gebraucht werden und übergibt sie dem Staat zur Alimentierung. Meine Befürchtung: Viele der jetzt noch "Ehrlichen" werden verdutzt den Gang in den Keller antreten und von welcher Partei auch immer den Stempel "Liegenbleiber" bekommen.

    Ich kann mich an keine Gesetzesänderung erinnern, die in diesem Bereich entweder die Arbeit der Sozial-verwaltung (sic) oder die Lage der Hilfeempfänger wirklich verbessert hätte.
    Hartz 1-XY bewirkte einerseits eine gigantische (die Kosten kenne ich leider nicht) Umorganisation der Arbeits- und Sozialverwaltung, von Vereinfachung des Regelwerks keine Spur (die Klageflut gegen Bescheide spricht für sich !), andererseits fallen die die jetzt neu hinzustossenden "Ehrlichen" nahezu mit Erdbeschleunigung in den Keller.

    Alle Parteien (die Linke vielleicht ausgenommen) haben an dieser Situation mitgewirkt, Hartz XY verabschiedet oder freie Fahrt für Gewinne erleichtert.
    "Woher kommt die Armut ?" "Die Armut kommt von der poverty!" (Karl Valentin ?)

    Gruß,

    Papillon

    Jeanna

    20.09.2009, 17:22
    (editiert von Jeanna, 20.09.2009, 17:24)

    @ Papillon
     

    Hallo, Papillon

    Und ein nachträgliches "herzliches Willkommen an Bord" meinerseits.

    Ja, so manche/r würde wohl anstatt "liegen zu bleiben" noch so gerne aufstehen. Aus welchem Boden die dafür erforderlichen Arbeitsplätze indessen gestampft werden wollen und sollen .... nun: nichts genaues weiss man nicht.

    Die Dynamik und das implizit zunehmende "überzählig" werden von Menschen in einem "sich selbst regulierenden Markt" wie's so schön heisst, die Du da beschreibst, kann ich heruntergebrochen aber ansonsten 1:1 auch für die Schweiz bestätigen. Da ging's und geht's sogar (!) soweit, dass arbeitgeberseitig unzählige Überzählige direkt (!) einfach in die Sozialwerke "entsorgt" werden, die nun allmählich aus allen Nähten platzen und händeringend nach Lösungen gesucht werden (müssen). Es fehlen ein paar Milliarden ... die allerdings nur ein Bruchteil jener Summe ausmachen, die buchstäblich und locker über Nacht zur "Rettung" der too big to fall-UBS aus dem Hut gezaubert werden musste und konnte.

    "Der Mensch ist Mittelpunkt" ... immer wieder gerne verlautbart, nicht wahr nicht. Jedoch falsch, denn: "Der Mensch ist Mittel. Punkt."

    LenzHannover

    21.09.2009, 23:05

    @ rodex
     

    weissgarnix hatte die richtige Antwort ...

    platt genug für diese merkwürdige Person ..
    http://www.weissgarnix.de/2009/09/20/leistungstrager-von-westerwelle-enttauscht/

    Was macht eigentlich die EU Koch Mehrin ?

    Dido07

    20.09.2009, 15:04

    @ Ashitaka
     

    Enthaltung nutzt vor allem MERKEL.

    Die Nichtwählerstimmen werden auf die Großen umgelegt.

    Die Kleinen brauchen die Kohle!

    alberich

    20.09.2009, 15:09

    @ Dido07
     

    "Die Nichtwählerstimmen werden auf die Großen umgelegt. " Bitte um Erläuterung! Danke! (oT)

    [ kein Text ]
    tar

    Homepage

    Gehinnom,
    20.09.2009, 22:33

    @ alberich
     

    Warum Nichtwählen und Ungültig-Wählen für die Katz ist

    Hallo,

    zwar schon etwas älter, aber eine sehr gute Erläuterung: http://www.flegel-g.de/nichtwaehler.html

    Gruß!

    ---
    Gruß!™

    Time is the school in which we learn,
    Time is the fire in which we burn.


    BTC: 12aiXGLhHJVETnmGTLbKtAzJNwqh6h6HN4

    Hank

    21.09.2009, 08:01

    @ tar
     

    Herr Flegelskamp scheint auf diesem Gebiet Nachholbedarf zu haben.... natürlich ungültig wählen !

    ...alles andere führt leider zu nichts...


    Wie wäre es mit ein wenig Erläuterung dazu mit Hintergrund-Wissen ? Hier klicken

    Ciliegia

    21.09.2009, 10:44

    @ Hank
     

    Nichtwählen und Ungültigwählen bringt überhaupt nichts!

    Hallo Hank, hallo Forum,

    > Wie wäre es mit ein wenig Erläuterung dazu mit Hintergrund-Wissen ?
    > Hier klicken

    die von Dir verlinkte "Aktion Kehrwoche" liegt mit ihren Aussagen leider verkehrt, da nutzt es auch nichts, in dem verlinkten pdf gaaanz vieeel Text zu schreiben.

    Fakt ist: Nichtwählen und Ungültigwählen bringt überhaupt nichts, weil die Nichtwähler und die Ungültigwähler bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt werden.

    Das Einzige, das die Parteienlandschaft etwas durcheinanderwirbeln würde, ist, wenn der Stimmenanteil der "Sonstigen" stark ansteigt und aus dem "bunten Sortiment" der "Sonstigen" die eine oder andere Partei die 5%-Hürde schafft (so, wie in den 80ern die Grünen). Selbst wenn die 5%-Hürde für viele kleine Parteien zu hoch ist, bereits ab einem Stimmenanteil von 0,5% [oder waren es 0,7%?] sind die kleinen Parteien berechtigt, Wahlkampfkostenerstattung zu kassieren.

    Vielleicht klappts dann (mit besserer finanzieller Grundlage) ja im zweiten Anlauf in vier Jahren - oder schon vorher bei vorgezogenen Neuwahlen...

    Viele Grüße, Ciliegia.

    P.S.: Nichtwählen und Ungültigwählen hätte NUR DANN einen Einfluss auf das Wahlergebnis, wenn die vollständige Zahl der ca. 600 Abgeordneten im Bundestag nur dann besetzt werden würde, wenn die Sitzverteilung sich an der Wahlbeteiligung orientieren würde: Bei einer Wahlbeteiligung von 70% also nur 600 * 70% = 420 Abgeordnete den neuen Bundestag bilden würden...

    Hank

    21.09.2009, 14:27

    @ Ciliegia
     

    ...zum ungültig wählen gibt es keine echte Alternative...

    > Hallo Hank,
    >
    > die von Dir verlinkte "Aktion Kehrwoche" liegt mit ihren Aussagen leider
    > verkehrt...

    So so...

    >
    > Fakt ist: Nichtwählen und Ungültigwählen bringt überhaupt nichts,
    > weil die Nichtwähler und die Ungültigwähler bei der Sitzverteilung nicht
    > berücksichtigt werden
    .



    Hallo Ciliega,


    wie Du sicher gelesen hast, ist genau das eben NICHT der Grund für die Aussage, dass nur Ungültigmachen einen Sinn ergibt.

    Es geht NICHT darum, als Ungültigwähler eine geänderte Sitzverteilung zu erreichen. Das ist und war nie das Ziel der Aktion-Kehrwoche.

    Es geht um viel mehr.

    Es geht u.a. darum, den Herren und Damen Politikern die Legitimation für ihr werkeln zu entziehen (man beachte das "w").

    Vielleicht ist es doch hilfreich, ein wenig von den m.E. recht frisch und schnell les- und verstehbaren Texten zu lesen, ganz ohne wird es nicht gehen.



    >
    > Das Einzige, das die Parteienlandschaft etwas durcheinanderwirbeln würde,
    > ist, wenn der Stimmenanteil der "Sonstigen" stark ansteigt und aus dem
    > "bunten Sortiment" der "Sonstigen" die eine oder andere Partei die
    > 5%-Hürde schafft (so, wie in den 80ern die Grünen).


    Auch ein Durcheinanderwirbeln der Parteienlanschaften nutzt nichts und ist ebenfalls nicht das Ziel.

    Ein kleines aber markantes Beispiel:

    Was würde geschehen, wenn z.B. die NPD oder die Piratenpartei 60 % Stimmanteil haben würde ?

    Ich behaupte: Gar nichts !

    Innerhalb des "Systems" wählen bedeutet das System zu legalisieren !

    Es bringt NICHTS, welche Partei auch immer zu wählen.... es bringt ebenso NICHTS, nicht wählen zu gehen.

    Gehe bitte hin, wähle nicht sondern mache Deinen Zettel ungültig... reiß einen Teil des Wahlzettels ab und nimm ihn mit als Beleg... und bestelle eine Staatsbürgerschaft.


    Selbst wenn die
    > 5%-Hürde für viele kleine Parteien zu hoch ist, bereits ab einem
    > Stimmenanteil von 0,5% [oder waren es 0,7%?] sind die kleinen Parteien
    > berechtigt, Wahlkampfkostenerstattung zu kassieren.
    >
    > Vielleicht klappts dann (mit besserer finanzieller Grundlage) ja im
    > zweiten Anlauf in vier Jahren - oder schon vorher bei vorgezogenen
    > Neuwahlen...
    >


    Geld ? Ja, auch das wäre ein kleiner Grund, ungültig zu wählen, aber nicht der eigentliche Grund.



    > Viele Grüße, Ciliegia.
    >
    > P.S.: Nichtwählen und Ungültigwählen hätte NUR DANN einen Einfluss auf
    > das Wahlergebnis, wenn die vollständige Zahl der ca. 600 Abgeordneten im
    > Bundestag nur dann besetzt werden würde, wenn die Sitzverteilung sich an
    > der Wahlbeteiligung orientieren würde: Bei einer Wahlbeteiligung von 70%
    > also nur 600 * 70% = 420 Abgeordnete den neuen Bundestag bilden würden...



    Nichtwählen nach dem heute gültigen Wahlprozedere hatte und hätte NIEMALS einen Einfluß auf das Wahlergebnis. Selbst wenn nur 10 % wählen würden, es würde sich NICHTS am Wahlergebnis ändern...

    ... macht es da Sinn zu wählen ?
    ... macht es Sinn nicht zu wählen ?

    Es macht Sinn, den Zettel ungültig zu machen !


    Meint:

    Hank

    MartinLuther

    21.09.2009, 14:51

    @ Hank
     

    Nicht-wählen oder ungültig-wählen ist wie CDUSPD wählen

    > Nichtwählen nach dem heute gültigen Wahlprozedere hatte und hätte
    > NIEMALS einen Einfluß auf das Wahlergebnis. Selbst wenn nur 10 % wählen
    > würden, es würde sich NICHTS am Wahlergebnis ändern...
    >
    > ... macht es da Sinn zu wählen ?
    > ... macht es Sinn nicht zu wählen ?
    >
    > Es macht Sinn, den Zettel ungültig zu machen !

    Ja, aber nur wenn Du wieder eine GroKo willst!

    Wer nicht oder ungültig wählt, wählt anteilig die Parteien, die über die 5%-Hürde kommen.
    Und das ist ja wohl die schlechteste Wahl.
    Es bewirkt exakt das Gegenteil von dem was man möchte.


    Grüße
    ML

    PS: 2013 sieht es aber vielleicht anders aus, aber 2009 macht ein Boykott keinen Sinn.

    Hank

    21.09.2009, 15:27

    @ MartinLuther
     

    ... liest hier eigentlich niemand mehr, bevor Antworten geschrieben werden ? Schade..... (oT)

    [ kein Text ]
    MartinLuther

    21.09.2009, 15:48

    @ Hank
     

    Doch doch

    Aber leider habe ich kein wirkliches Argument dafür gefunden.
    Versuchen wir es nochmal:

    > Es geht um viel mehr.
    > Es geht u.a. darum, den Herren und Damen Politikern die Legitimation für ihr werkeln zu entziehen > (man beachte das "w").
    > Vielleicht ist es doch hilfreich, ein wenig von den m.E. recht frisch und schnell les- und verstehbaren Texten zu lesen, ganz ohne wird es nicht gehen.
    Für einen Nichtlegitimation ist es definitiv noch viel zu früh.
    Siehe mein PS, vielleicht 2013.

    > Ein kleines aber markantes Beispiel:
    > Was würde geschehen, wenn z.B. die NPD oder die Piratenpartei 60 % Stimmanteil haben würde ?
    > Ich behaupte: Gar nichts !
    Soso, behauptest Du. Ich behaupte wenn die NPD 60% bekommen würde, wäre hier und im Ausland der Teufel los!
    Un'nu?

    > Innerhalb des "Systems" wählen bedeutet das System zu legalisieren !
    > Es bringt NICHTS, welche Partei auch immer zu wählen.... es bringt ebenso NICHTS, nicht wählen zu gehen.
    > Gehe bitte hin, wähle nicht sondern mache Deinen Zettel ungültig... reiß einen Teil des Wahlzettels ab und nimm ihn mit als Beleg... und bestelle eine Staatsbürgerschaft.
    Wa-rum?

    > Geld ? Ja, auch das wäre ein kleiner Grund, ungültig zu wählen, aber nicht der eigentliche Grund.
    Nein, ein kleiner Grund, kleine Parteien zu wählen.

    > Nichtwählen nach dem heute gültigen Wahlprozedere hatte und hätte NIEMALS einen Einfluß auf das Wahlergebnis. Selbst wenn nur 10 % wählen würden, es würde sich NICHTS am Wahlergebnis ändern...
    > ... macht es da Sinn zu wählen ?
    > ... macht es Sinn nicht zu wählen ?
    > Es macht Sinn, den Zettel ungültig zu machen !
    Nochmal: Warum?

    Wegen der Legitimation? Sorry, leuchtet mir nicht ein. Bei einer voraussichtlichen Wahlbeteiligung von >70%.


    Grüße
    ML

    MartinLuther

    25.09.2009, 11:19

    @ Hank
     

    ... antwortet hier eigentlich niemand mehr, wenn Argumente geschrieben werden? Schade ... (oT)

    [ kein Text ]
    DanteAllemis

    E-Mail

    Berlin,
    20.09.2009, 18:01

    @ Ashitaka
     

    Finanzierung FDP-Steuerpläne

    Die FDP macht das schon richtig: Langfristig gesunde Staatsfinanzen nur durch Wachstum zu erreichen. Wachstum nur mit Leistungsgerechtigkeit, Effizienz und Markt. Deswegen werde ich die wählen.

    Konkret zur Gegenfinanzierung der FDP-Steuerpläne siehe hier.

    ---
    DANTE

    Anubis

    20.09.2009, 18:09

    @ DanteAllemis
     

    grundsätzlich ist die FDP auf dem richtigen Weg, aber...

    ich sehe zwei Probleme:

    1: unter Führung der CDU lässt sich liberale Politik kaum bis gar nicht umsetzen. ("Koch-Kellner"-Spruch vor der Bundespressekonferenz von Merkel)

    2: Westerwelle wird sich nach einer möglichen Vereidigung als Außenminister nur noch rudimentär um die Innenpolitik kümmern.

    Der "Rest" ist für mich nicht wählbar. Deswegen mache ich ein ganz großes Kreuz auf/über den Stimmzettel.

    Knight

    20.09.2009, 19:02
    (editiert von Knight, 20.09.2009, 19:09)

    @ Anubis
     

    Meine Zweitstimme kriegt er

    An sich kan man m.m.n. wirklich keinen mehr wählen. Es gibt kein Rezept unter allen etablierten, welches das kommende schwarze Loch abwenden könnte. Es mag (klein gehaltene) Randparteien geben, welche vernünftige neue Impulse geben können. Aber mit z.B. den Piraten als neue Minderheit im Bundestag ist bei dieser Wahl allenfalls ein kleiner Anfang gemacht.
    Kienzle hat in der ZDF-Runde beim Kerner dargelegt, warum die SPD zwingend in die Opposition wollen muß: erstens zum Wundenlecken und zur Reorganistion nach 11 Jahren Regierung, zweitens zur Aussöhnung mit Links, und als Hauptgrund - das dicke Ende der Rezession, welches der dann regierenden SchwarzGelbkoalition um die Ohren fliegt (Staatshaushalt und Massenarbeitslosigkeit. Mit anderen Worten, RotRotGrün kommt in 24+ Monaten sowieso.
    Man kann nächste Woche einfach keinen wählen, wenn man dadurch den Weg aus der Krise sucht.

    Als Legalwaffenbesitzer sehe ich diese Wahl aus einem ganz anderem Aspekt:
    Unter rotrotgrün ist der private Waffenbesitz binnen sechs Monaten Geschichte. Das Waffenrecht ist der Lackmustest für die Freiheitsrechte eines Staates. Ein kommender Innenminister Wiefelspütz hat längst gezeigt, wie ernst es ihm mit den Bürgerrechten ist. Und wenn er erstmal unbescholtenen Bürgern die Waffe nimmt, stehen wir mit China, Burma oder der DDR (in dieser Hinsicht) auf einer Stufe.
    Was immer da in den nächsten Jahren auf uns zu kommt, ein gutes Gewehr und eine Langlebige Pistole im Haus ist mindestens genauso wichtig wie der Nahrungsmittelvorat oder die mühsam angehäuften EM.

    So gesehen ist die FDP die einzige Partei, welche sich troz medialem Drucks wärend Winnenden gegen weitere Verschärfungen des Waffenrechts ausgesprochen hat und weiterhin ausspricht.
    Sie hat da sowas wie Rückgrat bewiesen, was ihr die Legalwaffenbesitzer hoch anrechnen, und worauf sie mit ihrer 2,5mio Stärke auch weiterhin hoffen. Die FDP weiss das mittlerweile auch.

    Es formiert sich bereits wiederstand gegen die Letzten Verschärfungen, der sich zunehmend auch Gehör verschafft. Deutschlandweit organisiert der Förderverein für Legalwaffenbesitz Podiumsdiskusionen mit Politikern, welche dabei leiseweinend gegrillt werden und zugeben, das die hastige Waffenrechtsnovelle haupsächlich dem Druck der Medien geschuldet war. Anwesende FDPler können sich da entspannt zurücklehnen. Bei einer Veranstaltung in Forst saßen vor zwei Wochen Grüne, SPD, und CDU in einer 500er Halle plötzlich 1200 grimmig guckenden menschen wie du und ich (nix "die Waffennarren") gegenüber und konnten sehen was es heist, wieder im vollen Haus zu sprechen. Da gab es nur gestottere...

    Deshalb hofft der Bewaffnete Wähler auf eine Koalition mit starkem Gelbanteil, ergo Erststimme CDU, Zweitstimme FDP. Sollte die FDP diesen einzigen Strohalm der Waffenbrüder bei der nächsten Waffenrechtsnovelle kappen, gibts fortan eben 2,5mio Rechtswähler mehr, und die FDP bleibt unter 10.

    Bär

    E-Mail

    21.09.2009, 09:52

    @ Knight
     

    Alter Wein in neuen Schläuchen

    Der legale Waffenbesitz wird von mir neben dem freien Informationszugang, ganz besonders unter dem Aspekt einer wehrhaften Subsistenz, die auch nach Ausfall der Ordnungsmacht bestehen kann, als subjektiv, das herausragendste, wenn auch gnadenlos gegängelte, Recht in diesem Staate angesehen.

    Ganz sicher ist der harte Kern der Waffenlobby der Stimmzettel schwingende Bürger, der seine Informationen durch Forum Waffenrecht und Visier bezieht. Ganz sicher können 2,5 Millionen Wähler, legale Waffenbesitzer sind über 18 und somit auch allesamt Wähler, auch auf eine Wahl Einfluß nehmen.

    Sich deshalb aber die FDP anzutun, weil sie aus der Oppostion heraus ihre populistischen Sprüche verbreitet, ist so weise wie Frau Merkel wählen weil sie im Nachbarort wohnt. Alle Ossis wählen Merkel, alle Schützen FDP?

    In all den Jahren ihrer Regierungsbeteiligung habe ich keine Erleichterungen im Waffengesetz feststellen können. Wegen die Tatsache, das das immer weiter eingeengte Recht noch nicht gänzlich den Bach runter ging, dies der FDP mit ihren propagandistischen Sonntagsreden anzurechnen und auf Loyalität und Einhaltung eines Wahlversprechens, dass in den letzten Jahrzehnten auch nicht eingehalten wurde, zu hoffen, ist blauäugig, wie es im Buche steht. Im Zweifel empfehle ich die Lektüre älterer Visierhefte und die mit der Politik der FDP abzugleichen.

    Sorry, wahrer Ritter, wir wollen das Gleiche. Aber dein Weg diesen Bewerbern deine Stimme zu geben ist kein Guter. Das freidemokratische Kerosin im Brand der Weltmarktwirtschaft löscht das Feuer sicher nicht. Die schlauen Sprüche klopfen zu dürfen, verdanken sie ausschließlich der Tatsache, dass der Wähler sie abgewählt hat und ihnen die Regierungsbeteiligung in den letzten Legislaturperioden nicht erlaubt hat. Ansonsten wäre das große Wunschziel der FDP heute wahrscheinlich die 5 % Hürde.

    Diese neuen Besen kehren nicht gut, denn es sind die schäbigsten alten Besen, an deren Missetaten sich nur keiner mehr erinnern kann. Das Wählergedächtnis ist halt zu kurz.




    Der Bär gibt lieber seine Waffen ab als der FDP seine Stimme.




    Mit kollegialem Gruß

    ---
    "Der Preis der Freiheit ist das Leiden, das Böse. Denn die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer"

    Wolfgang Sofsky

    Angel

    20.09.2009, 19:44

    @ DanteAllemis
     

    Das hatten wir doch schonmal

    > Die FDP macht das schon richtig: Langfristig gesunde Staatsfinanzen nur
    > durch Wachstum zu erreichen. Wachstum nur mit Leistungsgerechtigkeit,
    > Effizienz und Markt. Deswegen werde ich die wählen.
    >
    > Konkret zur Gegenfinanzierung der FDP-Steuerpläne siehe
    > hier.

    das einfache Modell mit den 10%, 15%, 25% ...
    und zwar bei diesem Mann:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kirchhof#Steuerpolitik

    der dann doch schnell in der Versenkung verschwand, da ein einfaches Steuerrecht wohl die Schlupflöcher gestopft hätte, durch die BMW, Mercedes, Porsche, Audi und Siemens gleichzeitig durchpassen.
    Sprich Steuerfachanwalts- und Industrielobby werden auch diesmal dagegenschiessen, einfache Steuergesetze würden ja den Dschungel roden und die "großen" müssten doch mal was zahlen.

    Ist aber egal, denn alles wird gut:
    Porsche will demnächst 150.000 Autos/y verkaufen
    ist ja nur ein Anstieg von 100% zum letzten Jahr

    Greetings,
    Angel

    tar

    Homepage

    Gehinnom,
    20.09.2009, 23:25
    (editiert von tar, 20.09.2009, 23:26)

    @ DanteAllemis
     

    FDP - Feixende Debile Politik

    > Die FDP macht das schon richtig: Langfristig gesunde Staatsfinanzen nur
    > durch Wachstum zu erreichen. Wachstum nur mit Leistungsgerechtigkeit,
    > Effizienz und Markt. Deswegen werde ich die wählen.

    Wohl zuviel Marx und Mandel inhaliert?

    Das Wirtschaftswachstumsdogma ist der wohl größte jemals verzapfte, dialektische Blödsinn... alles habe sich dem Waxdumm zu fügen, bis wir beim Frühstücken dreimal das Besteck wechseln müssen, oder was?

    Ist ja künftig auch in der EU-Verfassung festgeschrieben, die wohl beim 5. Anlauf durch die Wahlverdrossenheit der ablehnenden Iren durchkommt.
    [[la-ola]]

    Allgemeinverbindliche Tarifverträge verhindern dem gegenüber betriebliche Bündnisse. Ohne allgemeinverbindliche Tarifverträge erhöht sich der Druck auf die Tarifparteien, bei ihren Abschlüssen die Interessen des Mittelstandes stärker zu berücksichtigen. Da, wo es für die Beschäftigten günstiger ist, muss auch vom Tarifvertrag abgewichen werden können. Günstiger in diesem Sinne können auch ein geringerer Lohn oder eine längere Arbeitszeit sein, wenn dies den Erhalt des Arbeitsplatzes sichert oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglicht und der Betriebsrat oder 75 Prozent der abstimmenden Mitarbeiter dem zugestimmt haben.

    Quelle: http://www.fdp-bundespartei.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF

    Natürlich, denn Arbeit muss sich doch ... was wars gleich?

    Achja: wieder lohnen!

    Hey, wieso denn dann nicht gleich dafür bezahlen? Von dem Mehr, was der Unternehmer dann hat, kann er noch mehr fürs Waxdumm produzieren, das der Arbeiter dann von seinem negativem Einkommen konsumieren kann. Ist doch wohl logisch!

    Aber was red ich - diese Hornochsen gehen auch von 15 Mio. Vollzeitschwarzarbeitern in Deutschland aus und nennen das dann neudeutsch "Schattenwirtschaft".

    Und bevor es in Vergessenheit gerät: freitag.de: Hartz IV ist besser als Solms I

    Gruß!

    ---
    Gruß!™

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    BTC: 12aiXGLhHJVETnmGTLbKtAzJNwqh6h6HN4

    neo

    20.09.2009, 18:36

    @ Ashitaka
     

    Westerwelle war 2007 beim Bilderbergertreffen dabei

    hier

    prinz_eisenherz

    20.09.2009, 18:45

    @ Ashitaka
     

    Wer Antwoten will, der muss die Denk-Panzer von den Grünen fragen. Vorsicht, ein grauseliges Bild, nicht für schwache Nerven

    Hier steht der Denk - Panzer(Innen), ohne Helm und ohne Gurt, einfach nur die Claudia Roth

    [image]

    Grüne sehen sich als "Think Tank dieser Republik"

    Die Grünen geben sich auf ihrem Parteitag souverän und selbstbewusst, obwohl sie in aktuellen Umfragen nur auf Platz fünf liegen. Atomausstieg und Klimaschutz sind für die Grünen in möglichen Koalitionsgesprächen nicht verhandelbar. Dabei wissen sie: Die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung stehen schlecht.

    Hier rollen die Denk - Panzer auf der Autobahn>>>

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    21.09.2009, 10:54

    @ prinz_eisenherz
     

    Englische Kanaken

    > Hier steht der Denk - Panzer(Innen), ohne Helm und ohne Gurt, einfach nur
    > die Claudia Roth
    >
    > [image]
    >
    > Grüne sehen sich als "Think Tank dieser Republik"

    Klar, logisch, dass so ein Unsinn dann dabei herauskommen muss!

    Wenn sich diese gruenen Kuemmeltuerken mit ihrer Kanaksprak-Linguistik in der englischen Sprache produzieren, dann muss gleichfalls mit ihren von Kindesbeinen an alphabetisierten Problemen gerechnet werden, denn warum sollten sie das Englische einerseits einwand- und fehlerfrei beherrschen, wenn sie sich andererseits mit ihren deutschen Sprachkenntnissen in aller Regel verstuemmeln?

    Grüne sehen sich als "Stink Tank dieser Republik"

    Das passt.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    adept

    E-Mail

    20.09.2009, 20:02
    (editiert von adept, 20.09.2009, 20:39)

    @ Ashitaka
     

    Mindestlohn wegen indirekter Subventionierung und Westerwellcountry

    Hi Ashitaka,

    a) Grupp (Trigema) bei Harald Schmidt sinngemäß:

    Unternehmer müssen soviel zahlen, dass der Beschäftigte davon leben kann. Wenn Arbeitnehmer noch vom Staat Hilfe erhalten muss, dann wird diese Hilfe als Subvention für Arbeitskosten unfairer Unternehmer vom Steuerzahler bezahlt.

    Daher ist er, da es leider nicht anders geht, für Mindestlöhne.
    (was übrigens in vielen Lädern - u.a. in GB - kein Problem ist.)

    b) Westerwelle O-Ton im Radio: sinngemäß: Ohne F.D.P. gäbe es ein Land, in dem es nur arm und reich gäbe, weil keinen Mittelstand mehr.

    Da lachen ja die Hühner.

    c) @baisse-man hat es am Besten gesagt: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=125484&page=0&category=0&order=last_answer:

    "Übrigens: die deutschen Goldreserven, wem gehören die? Dem deutschen Volk? oder der BRD GmbH? Wer ist denn Gesellschafter der BRD?
    Na sieh'ste. Dann brauchen wir uns auch nicht darüber aufregen! Der Gesellschafter entscheidet und die Geschäftsführung führt aus.

    Dann mal viel Spaß bei den Betriebsratswahlen nächste Woche!"[[freude]]


    Grüssend

    adept

    PS: Prinz - auch du seist gegrüsst

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    Maple_Leaf1

    21.09.2009, 00:40

    @ Ashitaka
     

    Im Moment kann NIEMAND wirklich brauchbare Antworten geben

    Genauso wenig wie vorher und nachher. Einfach weil Politiker eh nichts ausrichten können, nie konnten und nie können werden. Allerdings immer so tun als ob.

    Das einzige, was sie können, ist den Leuten Anreize zu geben, selbst was zu schaffen statt auf den Vater Staat zu hoffen. Oder eben auch nicht. Aktuell ist man in großem Stil dabei, genau diese Anreize (zur Leistung) wegzunehmen. Das kann eine Weile gut gehen, aber nur so lange, bist das Geleistete verbraucht ist und keiner mehr Bock hat, weiterzumachen. Dann haben wir den Salat. Aber dann waren es sicher wieder die bösen Märkte schuld.

    Anzudeuten, dass man daran was ändern will, ist allemal besser als explizit ins Wahlprogramm (siehe Seite 5) zu schreiben, dass man den Kapitalismus abschaffen und dafür die sozialistische Planwirtschaft à la DDR wiedereinführen möchte.

    Die Telekombranche war übrigens das letzte, was unter der FDP 'dereguliert' wurde. Danach kam rot-grün. Und da ging's erst richtig los.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    21.09.2009, 11:55
    (editiert von Tassie Devil, 21.09.2009, 12:02)

    @ Ashitaka
     

    Die Umfaller-Partei FDP

    > Hallo Zusammen,

    Hi Ashi,

    >
    > Die westerwellsche FDP im ZDF
    >
    > Vorab: Es tut mir leid wenn ich das ein oder andere mal ausfallend
    > werde!


    Guido hatte sich wohl kehlkopfinnerlich gerade verschluckt, als er das Wort "ausfallend" sagte, denn er meinte sicherlich "umfallend".

    Leute wie der unvergessene Moelli, welche gerade auch auf laengere Zeitraeume und -distanzen ihre oeffentlich angesagten Ansichten und Einsichten recht konsequent vertraten, waren und sind in dieser Umfaller-FDP seit Jahrzehnten nur wie die sprichwortliche Nadel im Harems-Heuhaufen der Liberal-Eunuchen zu suchen und zu finden.

    Bei der BTW 1983 hat die FDP damals meine Zweitstimme vor allem deshalb erhalten, weil Lambsdorf im Jahr zuvor die langjaehrig warmduschenden Liberal-Foene zwar nicht zertruemmert jedoch weitgehend abgeschaltet hatte.

    Haette die FDP diesen Kurs ihrer einstigen fruehen BRD-Tage weiterhin in etwa eingehalten, dann haette ich sie trotz der damaligen Lambsdorf-Affaire wegen Steuerhinterziehung (der Graf hat dafuer damals gerichtlich recht ordentlich auf seine Finger gehauen bekommen und er galt seither auch als vorbestraft, was ja auch alles in Ordnung ging) im Jahre 1987 wahrscheinlich mit meinen beiden Stimmen belohnt.

    Aber leider leider leider war die FDP nur vier Jahre spaeter 1987 bereits wieder weit ueberwiegend umgefallen, der alte Schlendrian der Liberal-Eunuchen aus den 1970-er Jahren mit den damals typischen Partei-Galleonsfiguren namens Maihofer und Matthaeus-Maier hatte wieder volles Oberwasser.

    Und wenn sich heutzutage FDP-Guido mit seinen Fruehaufstehern an den Spruch "Leistung soll sich wieder lohnen" der BTW 1983 anlehnt, dann sagt er zwar, dass sich das fruehe Aufstehen und nicht das Liegenbleiben wieder lohnen muss,

    aber er haelt sich natuerlich wie immer bedeckt, FUER WEN sich das fruehe Ausfstehen denn eigentlich lohnen soll!

    Etwa fuer die nichtumfallenden Fruehaufsteher vielleicht, irgendwie, irgendwo und irgendwann?

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    Wer nicht hoeren will der wird fuehlen muessen.

    > Herzlichst,
    >
    > Ashitaka

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Zarathustra

    Helvetistan,
    21.09.2009, 12:02

    @ Tassie Devil
     

    Wer hat denn Deine Erststimme erhalten, Tasman ?

    ... wenn ich fragen darf. Beantwortung ist natürlich fakultativ.


    Grüsse, Z.

    ---
    "Die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet." Schopenhauer

    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    21.09.2009, 12:20

    @ Zarathustra
     

    1983? Dreimal darfst Du raten! ;-)

    Thomas Dehler haette in seinem Grab wohl bei 1972 UPM gedreht, haette er mitansehen muessen, was der scheele Walter damals drehte...

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Zarathustra

    Helvetistan,
    21.09.2009, 12:55
    (editiert von Zarathustra, 21.09.2009, 13:01)

    @ Tassie Devil
     

    So wie ich Dich kenne ...

    ... Dich, und Deinen Ekel vor Kollektivisten und Zioschisten, den ich durchaus mit Dir teile, kommt wohl nur diese standhafte Charismatikerin in Frage:


    http://einestages.spiegel.de/static/entry/tod_einer_charismatikerin/1778/verhaftung_von_petra_kelly.html?o=position-ASCENDING&s=3&r=1&a=363&c=1


    [image]


    Grüsse nach drüben, und bleib standhaft, Tassie !

    Zara ist mit den Standhaften !

    ---
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    "Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" Kurt

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    21.09.2009, 14:09
    (editiert von Tassie Devil, 21.09.2009, 14:11)

    @ Zarathustra
     

    Daneben, jetzt darfst Du noch zweimal! ;-)

    > So wie ich Dich kenne ...
    > ... Dich, und Deinen Ekel vor Kollektivisten und Zioschisten, den ich
    > durchaus mit Dir teile, kommt wohl nur diese standhafte Charismatikerin
    > in Frage:
    >
    >
    > http://einestages.spiegel.de/static/entry/tod_einer_charismatikerin/1778/verhaftung_von_petra_kelly.html?o=position-ASCENDING&s=3&r=1&a=363&c=1
    >
    >
    > [image]

    Damit unterschaetzst Du aber meinen pragmatischen Sinn fuer zumindest halbwegs erreichbare realistische Machbarkeiten doch ganz erheblich, Zara!

    Du kannst keinem solchen industrialisierten Dickschiff in seiner linken Fahrrinne wie es die BRD in diesen Zeiten war so mir nix Dir nix in eine voellig andere Fahrrinne transformieren, willst Du nicht entweder den Bruch dieses Dampfers riskieren oder die Unmoeglichkeit, aus dieser linken Rille ueberhaupt herausmanoevern zu koennen!

    So etwas funktioniert wenn ueberhaupt dann nur step by step ueber massenangemessene Bewusstseinsaenderungen!

    Jedoch, ganz so daneben liegst Du mit Deinem ersten Rateschuss nicht, denn in der Tat hatte ich mir noch die gruene Bewegung bereits etwa gegen Ende der 1970-er Jahre naeher angeschaut und mich auch damit beschaeftigt, und als sie sich 1980 erstmals zu den Gruenen formierten da hatten sie durchaus diskutable und auch vernuenftige Ansichten und Einsichten auf ihrem Partei-Speiseplan...

    > Grüsse nach drüben, und bleib standhaft, Tassie !
    >
    > Zara ist mit den Standhaften !

    Doch nicht etwa zum Anlehnen daran? [[zwinker]]

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    MartinLuther

    23.09.2009, 13:12

    @ Tassie Devil
     

    Westerwelle Talking English (mV)

    http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY

    [[rofl]]

    Also wenn es ums Englisch geht, dann hätte ich ja lieber Lothar Matthäus als Außenminister.

    Grüße
    ML

Wandere aus, solange es noch geht.


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